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1

Montag, 19. März 2007, 10:39

Suche Modellbauer mit Erfahrung in GFK-Verarb. i. R. Augsburg u.Umgeb.g f. kl. Proj. g.Bezahlung

Hallo,

ich suche einen Modellbauer, der Erfahrung in der Herstellung von GFK-Rümpfen und oder Flächen hat.

Mein Problem: Ich habe ein Auto, auf das nach einem kleinen Umbau der originale Heckspoiler nicht mehr paßt. Er ist zu breit im Bereich der Befestigungsauflage. Im Zubehörhandel ist kein schmälerer Spoiler erhältlich.
Der Heckspoiler ist offensichtlich aus GFK gefertigt.
Nun bräuchte ich also einen neuen Spoiler, der etwas schmäler ist. Den originalen will ich nicht verändern, damit beim Verkauf des Fahrzeugs eine Rückrüstung möglich ist.

Man müßte den Originalspoiler abformen, aus der Form mittig ca. 10 cm rausschneiden und die Formen wieder zusammenfügen, um einen neuen schmäleren Spoiler laminieren zu können.
Da ich über keinerlei Erfahrung im GFK-Rumpfbau verfüge und ich bisher nur Balsa und Depron verarbeitet habe, bedarf ich der Unterstützung durch einen Profi.
Wer kann mir möglichst im Raum Augsburg-München-Ulm-Ingolstadt diesbezüglich gegen Bezahlung helfen?

TÜV ist kein Problem.

viele Grüße

Markus

2

Montag, 26. März 2007, 20:57

RE: Suche Modellbauer mit Erfahrung in GFK-Verarb. i. R. Augsburg u.Umgeb.g f. kl. Proj. g.Bezahlung

ich hols mal wieder nach vorn.
Es wäre sehr nett, wenn mir einer von Euch behilflich sein könnte. Vielleicht schaffe ich es ja auch mit entsprechender fachlicher Anleitung selbst. Gibt es irgendwo eine Internetseite, wo der GFK-Rumpf- oder Flächenbau beschrieben ist?

viele Grüße

Markus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bleriotXII« (26. März 2007, 20:57)


evil dead

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3

Montag, 26. März 2007, 21:29

Hi,

das ist schon etwas Action, sowas zu machen.

Mach dir doch nen Gipsabdruck, den lamierst du mir jeweils 2 Lagen 450gr Glas aus, Nimmst die 2 Lagen raus, kürzst sie dir wie du sie brauchst und dann klebst du sie zusammen und passt die Füsse drauf an.

Was für nen Spoiler hast du, mach mal ein Bild.

Hatte die letzten 7 Jahre nen Tuning Shop mit eigener Schürzenfabrikation ;o)

Vielleicht findet man ja ne gute alternative !?!

Gruß, Ralf
Starr mich nicht so an, ich bin nur die Signatur....

4

Dienstag, 27. März 2007, 13:17

Hallo Ralf,

vielen Dank für Deine Antwort. So wie Du es beschreibst, habe ich es mir auch vorgestellt. Nur habe ich leider keinerlei Erfahrung darin. Es gibt ja sicherlich verschiedene Gipsarten, dann habe ich von Trennmitteln usw. nur gehört, aber wenn man zumindest jemand an der Seite hat, der sich damit auskennt, ist die Wahrscheinlichkeit des Gelingens doch etwas höher.

Also auf die Schnelle mal ein Bild aus dem Netz (ist nicht meiner, aber das gleiche Auto):



und



und dann hätt' ich noch dieses hier:



viele Grüße

Markus

P.S: Nürnberg ist ja auch noch nicht soooooo weit weg.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »bleriotXII« (27. März 2007, 16:25)


evil dead

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5

Dienstag, 27. März 2007, 16:08

Hi,

schicker Dodge ;o)

Und was ist jetzt anders, dass der Spoiler nicht mehr passt, bzw. wie muss man den Spoiler nun abändern ?

Gruß, Ralf
Starr mich nicht so an, ich bin nur die Signatur....

6

Dienstag, 27. März 2007, 16:24

danke für die Blumen!

ich hab' eine hydraulisch betriebene Laderaumabdeckung montieren lassen, und die ist oben etwas schmäler, da die Kanten abgerundet sind.
Ich habe es noch nicht genau ausgemessen, aber der Spoiler ist jetzt schätzungsweise 10cm zu breit.

Die Form der Laderaumabdeckung ist im Querschnitt in etwa so wie der Spoiler. Stell' Dir einfach vor, man müßte einen zweiten Spoiler auf den bereits vorhandenen montieren. Das trifft die Realität ziemlich exakt.

viele Grüße

Markus

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evil dead

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7

Dienstag, 27. März 2007, 19:01

Hi,

mach mal Bilder. ( vom jetzt ist und darauf soll Zustand )

Und Masse vorher / nachher.

Wenn ich das richtig verstehe, soll der Spoiler nun schmäler werden ( also von links nach rechts )

Gruß, Ralf
Starr mich nicht so an, ich bin nur die Signatur....

causemann

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8

Mittwoch, 28. März 2007, 13:00

Ich kann Dir gerne, auf jeden Fall beratungsmäßig, helfen.

Ich könnte mir jedoch vorstellen, das Du Dir ev. über die Größenordnung nicht ganz im Klaren bist.

Ein Profi würde es so machen:

Trennbrett erstellen
Orginal abformen
keine Gewähr, das das Orginal beim Entformen nicht ein wenig beschädigt wird mit Kratzern etc.

Mit dieser Form ein neues Urmodell erstellen
Urmodell anpassen in der Breite, Anschlußpunkte etc.
Urmodell schleifen und polieren

Trennbrett erstellen
Urmodell wieder abfomen für Produktionsform
Spoiler produzieren.

Materialkosten für diese Aktion ca. 500,- Euro
Arbeitszeit geschätzt so um 40-60 Stunden.

Wenn Geld und Zeit nicht so die Rolle spielt, kann man das natürlich machen.
Lohnen würde es sich nur, wenn man von dem neuen Spoiler min 20 Stück verkaufen könnte.

Noch ein Tip:
Laß alles andere, ev. preiswertere, sein. Wird nur Murks und im Endeffekt bezahlst Du doppelt.
Und kalkuliere eine neue Lackierung des Orginals mit ein.

Viele Grüße

Jochen Causemann
www.causemann.de

evil dead

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9

Mittwoch, 28. März 2007, 13:23

Hallo,


ein Werkzeug zur einmaligen Abformung zu erstellen ist wirtschaftlich nicht tragbar.

Normalerweise würde man einfach den vorhandenen zersägen, kürzen, anlaminieren und dann für das Endprodukt ein Werkzeug erstellen.

Das erste Werkzeug würde ca. das kosten, was ein neuer Spoiler kostet und zur Einmalanwendung ??? Lohnt eher nicht.

Du hast wahrscheinlich auch schneller ein neues Urmodell gebaut, als den ersten ablaminiert.

Gruß, Ralf
Starr mich nicht so an, ich bin nur die Signatur....

causemann

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10

Mittwoch, 28. März 2007, 13:38

Hallo Ralf

>ein Werkzeug zur einmaligen Abformung zu erstellen ist wirtschaftlich nicht tragbar.
Weißt Du, ob Geld eine größere Rolle spielt? Vielleicht muß es ja einfach sein.

>Normalerweise würde man einfach den vorhandenen zersägen, kürzen, anlaminieren und dann für das Endprodukt ein Werkzeug erstellen.
Genau, aber das will er ja nicht (erster Eintrag)

>Du hast wahrscheinlich auch schneller ein neues Urmodell gebaut, als den ersten ablaminiert.
Und welcher Künstler macht Ihm das?
Mit GFK abformen ist eine Sache, ein Urmodell aus dem Nichts erstellen mit all diesen Freiformflächen ist doch nochmal eine ganz andere Nummer.

Aber Du hast schon recht: Wenn man das in Auftrag gibt, geht es Richtung unbezahlbar bzw. zumindest sehr unvernünftig.

Da bleibt nur selber machen. Und anhand dieser Geschichte lernen, wie das alles so funktioniert mit GFK etc.

Auf der Seite von www.r-g.de findet man sehr gute Anleitungen zum Formenbau etc. anhand eines Beispiels Flugzeug-Rumpf.

Viele Grüße

Jochen
www.causemann.de

evil dead

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11

Mittwoch, 28. März 2007, 16:08

Hallo Jochen,

ich finde wir haben beide recht, bei beidem kostet es aber gut Geld und Zeit und ist eigentlich nur tragbar, wenn man es selbst erstellen kann. :D

Wenn er uns sagt, was der Spoiler kostet, kann man gleich sehen, ob es sich rechnet, einfach nen neuen zu kaufen, diesen zu kürzen und fertig ;o)

Aufwand am geringsten - ein Dodge Spoiler in Deutschland aber auch bestimmt nicht sooo günstig.

Selbst ein Urmodell bauen in dieser Spoiler Form ? Ganz einfach :

Baumarkt, 5cm Styrodur geholt, die Grundform als Klötze zusammengeklebt ( oben ne Platte in der breite, die er braucht, ebenso in der Tiefe - Stärke dürfte mit 5cm recht gut passen - links und rechts Füsse als kleiner Klotz hingeklebt.... dann schaut alles noch recht eckig aus....dann einfach in Form schleifen und mit ner Lage Gfk überziehen.

Theoretisch kannst du den dann auch so nutzen, da ein z.b. ab Produktion geschäumter Spoiler / Dachflügel ja nicht wirklich was anderes ist.

Leicht ist er dann auch.

Fällt mir grad so ein und wäre vielleicht die günstigste Lösung - bringt man auch an 2-3 Tagen fertig :ok:

Gruß, Ralf
Starr mich nicht so an, ich bin nur die Signatur....

12

Donnerstag, 29. März 2007, 13:27

Hallo Ralf und Jochen,

vielen Dank für Eure Antworten, besonders für den Link auf R&G. Es ist sehr nett von Euch, mich zu unterstützen!
Ich werde mir mal heute abend die ganzen Videos anschauen, dann weiß ich schon mehr. Gibt es dort oder anderswo auch schriftliche Anleitungen, da habe ich jetzt nichts gefunden?

Also zunächst mal zum Original-Spoiler: Ich will ihn nicht zersägen, und eine Bestellung eines zweiten zum Zersägen scheidet auch aus, denn:

1) Es würde ewig dauern, bis das Teil verschifft, transportiert, verzollt und dann endlich bei mir wäre, und
2) ist der Original-Spoiler recht schwach dimensioniert. Er kommt bei höheren Geschwindigkeiten im mittleren Bereich in deutlich sichtbare vertikale Schwingungen (Amplitude >=schätzungsweise 3 cm!), so daß ich Bedenken habe, daß die Klebestelle nicht irgendwann Risse bekommt. (Und das Ding läuft nun mal 250km/h)

Ich denke, wenn ich die Laminatschicht entsprechend stark dimensioniere und vielleicht 1 oder 2 CFK-Rohre oder -Stäbe der Länge nach integriere, so dürfte das Ergebnis entsprechend verwindungssteif ausfallen.

Das Talent zum Bau eines optisch einwandfreien Urmodells habe ich sicher nicht, da über einen langen Bereich eine leicht konkave Fläche läuft. Es würde sicher wellig werden.

Also bleibt nur die Abformung des Originals. Ich habe schon mit der Gefahr für den Lack gerechnet, aber ich hätte eigentlich beabsichtigt, den Original-Spoiler mit faltenfrei aufgezogener Frischhaltefolie zu schützen. Die Frischhaltefolie würde ich über die Oberseite spannen, und auf der Unterseite mit Klebeband fixieren. Was haltet ihr davon?

Und dann kam mir beim Lesen Eurer Antworten die Idee, man könnte ja das Verfahren etwas modifizieren und nur die Oberseite des Spoilers abformen, dann aus der Form den überschüssigen Teil heraussägen und die Form wieder zusammenkleben/gipsen. In dieser Form kann man nun die gesamte Oberseite incl. vorderer und hinterer Stirnseite laminieren. Dann würde ich die Kohlefaserrohre einlaminieren. Anschließend würde ich Styropor oder Styrodur in die ausgehärtete Oberschale einkleben (geht das mit Bauschaum, um die zwangsläufig verbleibenden Hohlräume zwischen GFK und Stropor zu füllen? Oder gleich nur mit Bauschaum im Überschuß ausschäumen)

Ich würde mir dann zumindest zutrauen, die Unterseite im Styropor/Bauschaum in Form zu bringen und dann frei zu laminieren, dann bräuchte man keine zweite Hälfte abzuformen. Und auf der Unterseite dürften Unzulänglichkeiten in der Oberfläche, die ich sicher als Anfänger produzieren werde, wohl weniger auffallen.

Das müßte doch einfacher sein, als mit zwei Formenhälften arbeiten zu müssen, oder?

Und der Gedanke an Wirtschaftlichkeit darf erst gar nicht aufkommen, wenn man bedenkt, daß das Auto jedes Mal mit 100l Super+ gefüllt sein will.

viele Grüße

Markus

causemann

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13

Freitag, 30. März 2007, 02:03

Hallo Markus

Das es bei R-G mittlerweile Filme gibt, ahbe ich auch noch nicht gesehen.

Der beste Tip, den ich Dir geben kann:
Mach es genau so, wie sie es dort vormachen. Ohne Kompromisse.
Ich habe in der Vergangenheit so viele Fehlversuch gehabt, weil ich dachte, ich könnte Zeit und Geld sparen.
Ist IMMER schiefgegangen, ich hatte IMMER viel mehr Arbeit aks wenn ich es gleich richtig gemacht hätte:
Tödlich: Dein Vorschlag mit der Folie. Habe ich natürlich :-( auch probiert.
Eine Falte, die Folie legt sich IN das Harz, diese Stellen bekommst Du nie mehr glatt.
Trennmittel und sonst nichts!
Kein Gips! Nur Laminierkeramik zur verstärkung der Form!
Keine Formen zersägen und wieder zusammenbauen. Das dauert im Endeffekt länger als das Erstellen der Zwischenfom, wie ich oben geschrieben habe.

Such Dir jemanden in Deiner Nähe, der das Ganze schon mal gemacht hat oder lass es sein.
Oder üb zumindest erstmal an einem kleine Teil, damit Du Gefühl für die Sache bekommst.
Es ist nicht wirklich schwierig, aber so ganz ohne eben auch nicht.

Du braucht keine Kohle etc. einzulaminieren. Mach eine Schichtdicke von ca 2 mm, das wird bombenstabil.

Und nicht versuchen Zeit oder Geld mit Kompromissen zu sparen. Das geht 100% schief.

Viele Grüße

Jochen
www.causemann.de