41

Montag, 20. Februar 2006, 10:35

holle hat völlig recht!

wir (helmut, holle, die christians usw. usw.) predigen immer wieder,
das wir ein ganzes system optimieren müssen.
also akku-regler-motor-latte.
ein teil davon allein funzt eben nicht.
und geht noch weiter.
ist wie bei einem formel 1 auto.
und wenn das wetter sich ändert, passt unter umständen die abstimmung nicht mehr.
tiefdruckgebiet auf der zugspitze und hoch über hamburg.
da kann man messen, soviel man will.

und was nützen denn 90% eta, an einem punkt, wo ich es nicht gebrauchen kann?

und die toleranzen:
geben wir nur bei jedem teil 5% = macht für 4 teile "worst case" 20% unterschied.

dazu steht soviel auf meiner seite, daß man es gar nicht übersehen haben kann.

und dann die ganzen motoren ala fahrradklingel mit werbewirksamen über 80% eta...

am flieger muß ein system gut gehen und nicht auif dem papier!
und dahin optimieren z.b. holle und noch einige andere, die wissen was sie tun

42

Montag, 20. Februar 2006, 11:28

Da hab ich ja was losgetreten :tongue:
interessant.
also sind die ganzen Messwerte eh nur mit Vorsicht zu genießen... ???

und ob ne Kombination passt muss ich ausprobieren?

Das wird teuer :evil: :evil:
;)
Dennis

43

Montag, 20. Februar 2006, 11:40

die ganzen messdaten geben 2 wesentliche antworten.

dem, der misst - unter immer wieder möglichst gleichen bedingungen - den internen vergleich und die richtung, in die eine weitere suche lohnt.

dem user geben sie einen groben rahmen, sodaß es nicht zu totalen fehlanpassungen kommt.
die feinheiten MUß man dann testen.
und 3-4 latten kosten nicht die welt und eine wicklung ist schnell geändert.

die einzig realistische schubmessung:
das ganze system im flieger solange aufbalastieren, daß er eben noch senkrecht geht.

da ist dann alles mit drin (aerodynamische eigenschaften des fliegers und reale komponenten.

alle anderen schubmessungen sagen relativ wenig um die mögliche performance des gesamten systems.

@ holle

du hast wohl schon den neuen mini-pix getestet???

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Holger_Lambertus

RCLine User

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44

Montag, 20. Februar 2006, 14:27

Zitat

@ holle

du hast wohl schon den neuen mini-pix getestet

Hi Ralph, nein habe ich nicht.
Das ist halt irgendein Steller der noch hier war, nur will ich nicht Produktvergleiche anstellen.
Die besten Ergebnisse hatte ich übrigends mit einem X7, nur wiegt der wieder mehr, so das das Gesammtsystem mehr an Gewicht zunimmt als es an Gewinn bringt, und das ist nur in diesem Fall so, ein anderer Motor, oder ein anderes Abfluggewicht kan es wieder ganz anders aussehen, hier haben wir den Fall das das am Messtisch die besten Daten liefert nicht in der Praxis fallbezogen auch das Beste ist, darum werden auch immer nach den Propdaten verlangt, die berücksichtigen zumindest das Gesammtsystem, sind aber leider halt nicht repräsantiv, aber wenn es schon sein muß dann sollte ein messender Kunde wenigstens angenehm überascht als entäuscht sein.

Was mir im Momant vorwschwebt ist ein Messlogger im Modell der eingeblendet in einem Video während einem gefilmten Trainingsflug vom Manuel aufnimmt, dann hätte man wirkliche Praxisdaten (ähnlich wie bei den Polizeikameras wo Zeit und Geschwingikeit eingeblendet sind), wäre auch sonst recht interessant, wie sind die Belastungsimpulse wirklich verteilt, etc.

Was man nun aber für einfachste Messvergleiche tun könnte wäre das man sich auf einem Prop festlegt der weniger schwankt als die Slowprops, z.B. die APC-Elektro, Aeronaut oder ähnliches, Messaufbaubeschreibung u.s.w.
Gruß Holle

Holger_Lambertus

RCLine User

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45

Montag, 20. Februar 2006, 14:43

Zitat

und dann die ganzen motoren ala fahrradklingel mit werbewirksamen über 80% eta...

Was mir da einfällt, das hast du mal so schön mit zwei Windungen dargestellt, der eine Motor mit weniger Kupfer hatte einen höheren Wirkungsgrad, war aber bei weitem nicht so steif als der mit viel Kupfer, gerade bei den Gewichtsoptimierten Antrieben ist diese der springende Punkt, es nützen mit 3% eta bei 2A nicht viel wenn der Motor aber bei 5A berreits ins Bodenlose einbricht, währen der "schlechtere" mit viel Kupfer da noch nichtmal warm wird.
Gerade dieser Zusammenhang lässt sich in dem Tool schön darstellen, es ist für mich ein unerlässliches Werkzeug geworden um Motorgüte und doch nur Abstimmfehler trennen zu können, eine "Messzahl" zur Angabe der Steifigkeit wäre eine klasse Aussagemöglichkeit, in Verbindung mit dem max eta.
Gruß Holle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holger_Lambertus« (20. Februar 2006, 14:45)


Andreasge

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46

Montag, 20. Februar 2006, 15:02

Hi,

@Christian
Da merkt man wier sind noch weit von dem Wissen und erfahrungen entfernt die der Holle und Ralf (Auch andere hier im Forum) haben.

Respeckt an euch beide!

Gruß Andreas
Mit nem richtigen Motor Fliegt alles. (Sogar runter) :evil:

47

Montag, 20. Februar 2006, 15:10

ein einfaches maß für die steifigkeit wäre der drehzahlabfall pro A- die drehzahl fällt ja relativ linear ab.

im tool ließe sich dieser wert sehr leicht aus der drehzahlgeraden bestimmen.
alternativ könnte man auch gegen die eingangleistung rechnen.

das maß wäre dann rpm/A. bzw. rpm/W

48

Montag, 20. Februar 2006, 15:10

Hallo zusammen,
eine ganz wichtige Sache habt ihr noch gar nicht bedacht.
Das sind die eingesetzen Messinstrumente.Ein billig Multimeter hat bei mir mal einen um 4A anderen Wert angezeigt,als eine 170 Euro Meßzange.Auch die Länge der verwendeten Kabel ist sehr wichtig.Verzerrungen erzeugen auch schon die Akkus:wenn man zb einen Motor an einem Akku laufen lässt und eine Schubmessung macht,dann den Motor runter regelt um einen anderen Prop drauf zu machen.Wenn man den Motor nun wieder am selben Akku laufen lässt ist die Spannungslage garantiert schon nicht mehr gleich.Deshalb ist nach meiner Meinung nur ein regelbares Netzgerät aussagekräftig für solche vergleichenden messungen.Ich habe zb auch zwei baugleiche TMM 12A Steller und sogar die haben schon leicht verschiedene Werte:
Gruß
Klaus

A-Maulwurf

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Beruf: Mechatroniker

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49

Montag, 20. Februar 2006, 15:14

Zitat

Original von Andreasge
Hi,

@Christian
Da merkt man wier sind noch weit von dem Wissen und erfahrungen entfernt die der Holle und Ralf (Auch andere hier im Forum) haben.

Respeckt an euch beide!

Gruß Andreas


Jo.. :shy:
Gut Ding will Weile haben :D

50

Montag, 20. Februar 2006, 15:16

das die messgeräte was taugen müssen ist ohnehin voraussetzung für das messen an sich.
das gesamte messequipment sollte eh immer das gleiche sein.

aber was nützen dir deine netzteilmessungen im flieger, wo der akku genauso einbricht, wie er es auf dem prüfstand tut?

51

Montag, 20. Februar 2006, 15:41

==[]
Ich weiß doch was meine Akkus ab können.Das ist das einzige Kriterium nach dem ich meine Motoren bauen.(so viel Schub wie möglich erzeugen und dabei die Akkus nicht verheizen bei einem akzeptabelen Wirkungsgrad)
Das regelbare Netzgerät macht meinen Messaufbau reproduzierbar und die Ergebnisse vergleichbar,da die Werte immer unter den gleichen Voraussetzungen entstehen.
Mal Hand auf`s Herz,wie viele von euch benutzen Multimeter von unter 10 Euro Kaufpreis.
:w

52

Montag, 20. Februar 2006, 15:47

wir sind da scheinbar einen schritt weiter. :D
wir vergleichen nämlich lastkurven und können da die spannung frei wählen.

und dein ziel

Zitat


(so viel Schub wie möglich erzeugen und dabei die Akkus nicht verheizen bei einem akzeptabelen Wirkungsgrad)



erreichst du am besten mit einer ganz langsam drehenden luftschraube riesengen durchmessers - etwa sowas wie ein helirotor.
:-)(-:

zu den baumarktteilen hatten wir einen ganzen fred.
wirklich sinnvoll wirds erst, wenn alle parameter gleichzeitig geloggt werden .
deshalb messen hier viele mit dem unitest von sm-modellbau.

53

Montag, 20. Februar 2006, 16:12

Die ganze Optimierung ist nicht so schwierig, wenn eine gewisse Reihenfolge eingehalten wird:
- Bestimmung der erwünschten Leistung (Einflußfaktor Modellgewicht, persönlicher Stil)
- Bestimmung des passenden Akkus (Einflußfaktor zulässiges Gewicht, Leistungsfähigkeit)
- Bestimmung der passenden Luftschraube (Einflußfaktor Modellgewicht und Fluggeschwindigkeit)

Für diese 3 Faktoren gibts Erfahrungswerte

Beim Motor dann:
- Auswahl Stator (der kann ja meist nur ausgewählt, nicht selbst konstruiert werden).
Produkt Umfang x Höhe richtet sich nach der erwünschten Leistung und der Drehzahl (je schneller, desto kleiner kann der Stator werden)
- Möglichst gute Magnetisierung (bei den Direktantriebskonzepten kanns eigentlich kaum zuviel werden), also wenig Luftspalt, ausreichend dicke Magnete. Oft werden aufwendige Bewicklungen mit 10 % mehr Querschnitt als vergleichbare einfache durch zu geringe Induktion zunichte gemacht
- an Drehzahl und Spannung angepasste Windungszahl: da wird am meisten gesündigt und geht am meisten verloren.