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Vergießen von Litze zu einem Stator (E-Motor)
auf dieser Seite findet Ihr einen Elektromotor, dessen Stator nur aus
vergossenen HF-Litzen besteht:
http://www.engg.ksu.edu/solarcar/about/motorblurb.html
--->Bild1
--->Bild2
Ich frage mich, wie man so einen Stator in Kleinvormat (Durchmesser ca 80mm)
herstellen könnte.
Die größten Schwierigkeiten sehe ich neben dem fixieren der Litzen
hauptsächlich im Vergießen, (es geht hier um Zehtel mm!). Eine
Neagtivform kann ich mir mit der Drehmaschine leicht herstellen, aber wie man blasenfrei den Kleber/Harz dort hinenbekommt???
Gibt es hierfür vielleicht spezielle niedrigviskose Kleber? Bin für alle
Vorschläge offen.
Danke und Gruss
Zoltan
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zoltan« (18. Dezember 2008, 22:05)

Der Motor scheint ein Scheibenläufer zu sein...
Bild vom Rotor.
http://www.engg.ksu.edu/solarcar/about/E…or/image001.jpg
http://www.engg.ksu.edu/solarcar/about/motorblurb.html
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Micronuri Hans II
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (18. Dezember 2008, 12:59)
wenn Du handelsüblichen Endfest 300 erwärmst ( z.B. auf 60°)
läuft er so dünnflüssig wie man es für solch eine Wicklung vermutlich
braucht.
Andere hab ich noch nie gegossen und getempert, verhalten sich vermutlich aber
gleich.
Peter Maul
PS Bei CSIRO auf die Webseite gehen und in ihre Suchfuntion z.B. "solar"
eingeben kommt man auf die genauen Informationen über den Motor (den
man auch als Kit kaufen kann). Dort einfach das zip-File downloaden und
man hat erstmal ziemlich die gesamte Grundinfo.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pem« (18. Dezember 2008, 15:02)
Entsprechend sollten die Wickelköpfe klein sein (Nutzloses Kupfer).
Es werden wohl mehrer gleichzeitig in einer Richtung durchflossenen Leiter nebeneinander liegen, damit die Kraft genügend groß ist.
Ausserdem sollte die Breite dieser parallelen Leiter zur Magnetbreite passen.
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Zitat
Original von pem
PS Bei CSIRO auf die Webseite gehen und in ihre Suchfuntion z.B. "solar"
eingeben kommt man auf die genauen Informationen über den Motor (den
man auch als Kit kaufen kann). Dort einfach das zip-File downloaden und
man hat erstmal ziemlich die gesamte Grundinfo.
http://www.csiro.au/files/CSIROau/Software/SolarCar.zip
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RE: Vergießen von Litze zu einem Stator (E-Motor)
@elektroniktommi
Wie die Maschine in etwa arbeitet ist mir klar. Schwierig wird es, wenn man Wirkungsgrade, Drehzahl und Drehmoment vorhersagen möchte. Es gibt im Internet einige sehr gute pdf-Dokumente zum Thema zu finden: http://www.pdf-search-engine.com/axial-f…chines-pdf.html. Und ein Buch
http://www.amazon.com/Axial-Permanent-Ma…s/dp/1402069936 .
Zum Thema Vergießen:
Ich probier es mal, ob ich mit Hilfe einer Spritze genug Unterdruck erzeugen kann.
Wenn man sich die Bilder von dem Stator anschaut erkennt man kleine Bänder, die anscheind die Wicklung zusammenhalten (außen am Rand). Es sieht auch so aus, als wäre in der Mitte der Wicklung noch eine sehr dünne Platte. Die Wicklung besteht ja nur aus zwei Ebenen.
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Ich glaube am besten wäre es einen einfachen Versuch zu machen mit einem Plexigasnegativform und Wasser oder Honig, um zu sehen, ob man mit einer Spritze den Honig durch die Negativform durchbekommt....
Interessante Sache
Das sieht nach eine Wellenwicklung aus, da nur eine Wickelrichtung zu sehen ist.
Sie ist scheinbar auf zwei Ringe (Innenring und Aussenring) aufgebaut.
Das sind die Wülste innen und aussen.
Zwischen dem hin und zurück Leiter liegt noch eine Trägerplatte die alles trägt, darum sieht man das darunterliegende nicht.
Der Aufwand sowas zu wickeln ist sicher groß.
Ist ne reine Luftspalltwicklung.
Gruß Aloys.
die eigentliche Härte beim Nachbau dieses Motors liegt imho nicht bei der Wicklung, sondern beim Magnetsystem.
Die auf den Bildern zu sehenden Magnete stellen kein "normales" Magnetsystem dar, sondern ein sog. "Halbach-Array". Nur damit macht dieses Motorkonzept (Luftspaltwicklung) so richtig Sinn. Eine Selbstanfertigung dürfte sehr schwierig bis unmöglich sein.
Über Halbach-Magnetanordnungen ist mit Google, sowie auch in der Patentliteratur (suchen beim EPA) eine Menge zu finden.
Gruß,
Helmut
Wicklung siehe Kapitel 4.4. In diesem Dokument ist die Trägerplatte seitlich angebracht. Sie ist auch recht Dick, was dazu führt, dass die Flusslinien nicht mehr senkrecht den Luftspalt zwischen den Magneten duchqueren, sondern immer mehr zu den direkten Nachbarmagneten tendieren. Die Flussdichte im Spalt ist in der Nähe der Magnete am stärksten und genau auf halber Stecke zwischen den Magneten am schwächsten. Daher ist es durchaus sinnvoll die Trägerplatte in die Mitte zu setzten, siehe auch das Diagramm der Flussdichte im Bild ganz unten.
Von der Magnetanordnung her gibt es auch von CSIRO zwei Varianten zur Auswahl, einmal als Halbach array un einmal die normale surface mounted Ausführung. Auf Seite 22 gibt es einen Vergleich, was den Wirkungsgrad beider Systeme angeht. Es muss also nicht umbedingt Halbach sein:
SolarCar.zip (Siehe Link von Elektroniktommi unten)
diese Art der Wicklung ist schon sehr alt, s. die angehängten Bilder von Axialfluß-Einphasen-AC-Generatoren aus dem Jahr 1880.
Beides waren Maschinen mit eisenloser Wicklung; damals besonders wichtig, weil die Werkstoff-Forschung für die Elektrotechnik noch in den Kinderschuhen steckte und die Erwärmung durch Wirbelströme im Eisen ein alltägliches Problem war.
Links eine Maschine von Ferranti-Thomson, rechts eine von Siemens&Halske. Aus den beiden oberen Bildern kann man gut die Wirkungsweise der Wicklung erkennen. Die Felderregung erfolgte durch Elektromagnete; die heutigen Magnetwerkstoffe gab´s noch nicht, außerdem waren das rel. große Maschinen. Ferner rotierte hier die Wicklung und das Erregerfeld stand still (was für die Wirkungsweise egal ist).
Die kleine Maschine links von der großen S&H-Maschine dient zur Felderregung. Zur Stützung der Wicklung hat man damals (und noch lange später) häufig Holz verwendet; das hat sich sehr bewährt !
Für eine Dreiphasenmaschine muß man 3 solche Wicklungen vorsehen, jeweils um 120° (elektrisch) bzw. 1/3-Polteilung versetzt und ineinander verschachtelt. Außerdem könnte man (bei ganzzahlig teilbarer Spulenzahl) auch Teilspulen der Stränge parallel schalten usw.
Zoltan,
du hast da ein schönes FEMM-Bild. Aber man sieht halt auch den Pferdefuß dieser Bauweise; die Flußdichte im Luftspalt erweckt keine Begeisterung...
Gruß,
Helmut
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (19. Dezember 2008, 17:45)
Zitat
Original von haschenk
Zoltan,
du hast da ein schönes FEMM-Bild. Aber man sieht halt auch den Pferdefuß
dieser Bauweise; die Flußdichte im Luftspalt erweckt keine Begeisterung...
Zitat
Original von Zoltan
Auf Seite 22 gibt es einen Vergleich, was den Wirkungsgrad beider Systeme angeht. Es muss also nicht umbedingt Halbach sein.
Hallo Zoltan
jetzt wäre der Zeitpunkt wo man wissen müßte worauf es im Kern ankommt:
Wenn Drehmoment gefragt ist, dann zählt Helmuts Gedanke mit dem stärkeren
Magnetsystem weil die magnetische Flußdichte im Quadrat in die Kraft (d.h.
ins Drehmoment) eingeht.
Kommt es auch noch aufs letzte Quäntchen Gewicht an oder geht es erstmal
ums Prinzip kann man sich das Magnetsystem vielleicht sparen. (Obwohl die
einzelnen Magnete dann den dickeren Rückschluss zwingend benötigen.)
empfehlenswert ist auch dieser thread jenseits des Teichs, Niels Polfliet hat das Prinzip
wunderbar umgesetzt, Herbert Kabi schön die Wellenwicklung dargestellt.
(Nur die Spulendicke ist bei dem realisierten Motor gnadenlos hoch !)
Grüße
Peter Maul
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »pem« (19. Dezember 2008, 19:41)
ich habe da noch so ein paar Teile für einen Axialen kleinen Csiromotor herumliegen.
Wie groß wolltest du den Motor machen und welche Leistung bei Drehzahl X wären dein Wunsch.
Ich schau mal ob ich schon Bilder in meinem PC habe ,sonst mach ich noch ein paar.
So eine Maschine ist halt für Rastfreien Betrieb mit einsatz bei höchsten Wirkungsgrad ,die Wahl. Dazu müssen aber deine Wünsche ins Programm passen.
. Die Würfelchen sind rd 2,3 mm und einfach in eine Rille im Holz geklebt ... müßte ihn aus heutigem Wissensstand mal neu
wickeln und messen ...
@Zoltan - Christians Angebot annehmen !! Instant !
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pem« (20. Dezember 2008, 10:02)
ich habe leider noch keine Vorrichtung für eine Wicklungsscheibe gemacht.
Ich würde sie aber aus Kunststoff fräsen ,die Wicklungen einlegen und vergiesen.
Danach noch beidseitig mit einer sehr dünnen lage Glasfasergewebe verstärken.
Ich habe auch über die einlagige Wicklung nachgedacht wie sie im Photo neben denn
Rotorteilen liegt.Das sind Einzelspulen die in einer Form gewickelt und dann verbacken werden.Die können schön in einen Trägerstern eingelegt und verklebt werden.
Aussendurchmesser der Rotorscheiben ist 91mm ,der mittlere Durchmesser der Magnete ist 60 mm .Magnete sind jeweils 8 Scheiben mit 20mm Durchmesser und 2mm stärke.Der Motor war zum Solaren herumexperimentieren gedacht ,ohne Eisenrückschluß hinter den Magneten.Wäre kein Leistungsdichtester Motor und auch kein Leichtester Motor geworden.Wäre auch keine echte Hilfe zu den von dir angedachten Motor ,da die Wicklungsherstellungsvorrichtung noch nicht vorhanden.
Zitat
Zoltan, du hast da ein schönes FEMM-Bild. Aber man sieht halt auch den Pferdefuß dieser Bauweise; die Flußdichte im Luftspalt erweckt keine Begeisterung...
Die Flussdichte im allen Axialflussmaschinen dieser Bauart ist in etwa 0.6T. Es fällt mir schwer einen Vergelich zu den "üblichen" Brushless-Modellbau-Motoren herzustellen, weil ich keine Erfahrung (mit diesen) habe. Das Drehmoment bei dem eisenlosen Axialfluss permanentmagneterregten Maschinen gehorcht der Gleichung von Lorentz: M[Nm] = I[A] * L[m] *B[T]. FEMM liefert für einen gegebenen Strom und für den statischen Fall das Gleiche Drehmoment wie diese Gleichung.
Ich möchte nach wie vor einen Schiffschraube mit dem Motor antreiben. Wenn das Drehmoment einer Scheibenläufermschine nicht ausreichen würde, könnte man auch mehrere parallel schalten. Die Frage ist worauf es einem ankommt. Das Gewicht zumindest wäre mir egal. An erster Stelle kommt die einfache Herstellung und der Flexibliltät beim Entwurf, und hier möchte ich nicht auf Statorbleche angewiesen sein . Danach kommt der Wirkungsgrad und zuletzt das Drehmoment, Drehzahl, ...Leistungsdichte.
Mich würde interessieren, wie hoch die Gegeninduktivität und induktive Kopplung zwischen den Spulen ist und wie hoch die EMK-Spannung ist. Daraus müsste sich die Leerlaufdrehzahl einer reibungsfreien Maschine bestimmen lassen.
Den Motor von Niels Polfliet kenne ich schon. Danke trotzedem für den Hinweis.
Zitat
Wie groß wolltest du den Motor machen und welche Leistung bei Drehzahl X wären dein Wunsch.
Die Drehzahl soltle ca 1000rpm bei 12V betragen. Leistung ca 50W. Gewicht ist egal.
Diese nichtüberlappende Wicklung hat den (einzigen) Nachteil, dass das Drehmoment geringer ist, als bei einer überlappenden Wicklung (siehe Seite 167). Ich weiß es noch nicht, welches Drehmoment ich brauche. Wenn diese Art der Wicklung ausreichen würde, dann hätte es eventuell Vorteile für die Herstellung, sowie due es ja beschreiben hast. Das muss ich mir noch überlegen.
Noch ein paar interessante Links:
VIDEO: Prototype CSIRO Motor Testing
[URL=http://books.google.de/books?id=8-J6-3HPofMC&pg=PA302&dq=axial+flux+permanent+magnet&source=gbs_selected_pages&cad=0_1#PPA27,M1]Axial Flux Permanent Magnet Brushless Machines (1.Edition) [/URL]
Axial Flux Permanent Magnet Brushless Machines (2.Edition)
es ist etwas schwierig, Einwände zu erheben, ohne zum "Bedenkenträger" zu werden... aber ich sag´s trotzdem mal:
In deiner Gleichung
M[Nm] = I[A] * L[m] *B[T]
fehlt zumindest noch der (mittlere) Wirkradius; von der Windungszahl nehme ich an, daß sie in der Leiterlänge steckt.
Zitat
Die Drehzahl soltle ca 1000rpm bei 12V betragen. Leistung ca 50W. Gewicht ist egal.
Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel. Rechnen wir mal überschlägig unter Vernachlässigung der Eisen- und Wirbelstromverluste in den Leitern. Ferner nehme ich an, daß du mit den 50 W die Ausgangsleistung meinst, und (da du auf guten Wirkungsgrad Wert legst) daß der Motor ungefähr bei der Drehzahl des besten Wirkungsgrads betrieben wird.
Den besten Wirkungsgrad SCHÄTZE ich auf ca. 85%, viel mehr wirst du unter Berücksichtigung der rel. kleinen Baugröße und Unvollkommenheiten aller Art IMHO nicht erreichen.
Dann hast du eine Eingangsleistung von rd. 50/0,85 = 59 W und bei 12 V einen Strom von 59/12 = 4,9 A.
Mit 1000 Upm => 105 [1/s] (Winkelgeschwindigkeit) wird das Abgabe-Drehmoment 50/105 = 0,48 Nm = 48 Ncm.
Bei 4,9 A folgt daraus, daß die Drehmomentkonstante 48/4,9 = 9,8 Ncm/A betragen muß. Das ist etwa das 10-fache wie bei üblichen 08/15 - "Eisenmotoren".
Aus der Drehmomentkonstante folgt dann auch die spezifische Drehzahl ns = 955/9,8 = 97,5 Upm/V. Und damit wäre die Leerlaufdrehzahl n0 = 12*97,5 = 1170 Upm und die rel. Betriebsdrehzahl n/n0 = 1000/1170 = 0,85 (hätte man unter den gemachten Annahmen auch gleich sagen können).
Bei 1000 Upm beträgt die Gegen-EMK dann 1000/97,5 = 10,3 V, und am Wicklungswiderstand dürfen max. 12-10,3 = 1,7 V abfallen. D.h., der Wicklungswiderstand darf max. 1,7/4,9 = 0,35 Ohm betragen.
Ich habe große Zweifel, ob du die 9,8 Ncm/A (dazu brauchst du viele Windungen...) bei einem Widerstands-Limit von 0,35 Ohm schaffst, und das bei einem Motor mit Luftspaltspulen und eher bescheidenen Luftspaltinduktion (bei "eisenbehafteten" Radialflußmotoren kann man 0,8 T oder mehr erreichen, hängt natürlich von den Umständen ab). Ich möchte mich nicht zu einem "unmöglich" versteigen, aber zumindest würde der Motor ungewöhnlich groß und schwer.
Das Hauptproblem scheint mir zu sein, daß du einen ausgesprochenen "Hochdrehmoment-Motor" in einer Konfiguration (eisenlos, Luftspaltspulen) bauen willst, die ihre (Wirkungsgrad-)Stärke erst bei hohen Drehzahlen ausspielen kann.
Vor einigen Jahren habe ich auch mal versucht, solche eisenlosen Scheibenläufer-Axialflußmotoren zu bauen; allerdings für viel geringere Leistungen (nur einige Watt, Durchmesser um die 40 mm), und mit nur "einseitigem" Magnetsystem, mir Rückschluß-Scheibe.
Gelaufen sind die alle, aber im Gedächtnis ist hängengeblieben:
"Schwer", für Flugmodelle kaum geeignet; Bau ziemlich aufwändig (Formen/Vorrichtungen für den Stator).
Auch ist es nicht ganz einfach, trotz Drehbank mit Amateurmitteln den Stator genau senkrecht zur Welle und Magnetträger/Rückschluß hinreichend taumelfrei auf die Welle zu bekommen. Das hatte zur Folge, daß der Luftspalt um ca. 50% größer werden musste als geplant. Die Axialkräfte innerhalb des Magnetsystems sind auch nicht ganz gering, aber beherrschbar.
Ich möchte dir raten, dein Projekt nochmal zu überdenken.
Gruß,
Helmut
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (23. Dezember 2008, 00:23)
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so einen Motor zu bauen ist eine Sauarbeit (und mindestens das Doppelte von dem, was man für´s Erste schätzt) und kostet auch noch Geld.
Warum also noch bauen, wenn schon ein paar einfache Rechnungen zeigen, daß die Geschichte "sehr eng" wird (um nicht zu sagen undurchführbar). Die o.g. Daten sind eher zu günstig und nicht widerlegbar.
50 W bei 1000 Upm und 12 V bedeuten nun mal die o.e. Werte, da kann auch beim "Probieren" nichts Anderes rauskommen.
Die geforderten 1000 Upm Betriebsdrehzahl kommen mir (auch für einen Schiffspropeller) etwas "spanisch" (d.h. hier zu nieder) vor. Aber ich denke, daß Zoltan sich das überlegt hat.
Gruß,
Helmut
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (23. Dezember 2008, 17:11)

ein paar Magnete, eine Selbstgebaute Form, etwas Draht...wenn es grad mal 50 € kostet, was solls?
Klar, es wird eng, doch der Lohn ist ein selbstgebauter vllt. sogar funktionierender Motor

Und wenn Du etwas mit Deiner Erfahrung helfen kannst, ist es umso besser!
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unterschätze mal die notwendige Zeit nicht...
Geld -vor allem für die Magnete- ist wohl nicht sooo kritisch.
Ich würde erstmal klären, ob und wie man die nötigen 9,8 Ncm/A zusammenbringt. Da kann man schon noch etwas mehr rechnen, aber letztlich würde auch ich nicht um ein paar Vorversuche und Messungen herumkommen. Bei diesen Versuchen kann man die Drahtstärke erstmal hintenan stellen, da geht es vor allem um die Anzahl der nötigen Windungen. Aber auch dazu muß man zuerst zeichnen, anfertigen, bauen, messen...
Ich hänge 3 Bilder von meinen damaligen Versuchen an. Das war alles trotz erheblichem Zeitaufwand noch sehr unvollkommen, und heute würde ich das vermutlich besser hinkriegen. Aber man kann ahnen, das das alles nicht so ganz einfach war. Du kannst ja mal überlegen, wie die Spulen angefertigt wurden, wie zusammengebaut, wie 1,5 mm dicke (ebene!) St-Planscheiben angefertigt wurden, usw. Harz wird bei Erwärmung auch schon mal weich, und dann können Magnete durch die Gegend fliegen; nach dieser Erfahrung baut man dann beim nächsten Versuch etwas anders...
Der Zoltan hat schon beim Start des threads richtig erkannt, daß die Anfertigung des Stators einer der Knackpunkte des Projekts ist.
Gruß,
Helmut
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (23. Dezember 2008, 19:31)
Die Maschine beschläunigt während der Simulation die "eigene Schwungmasse". Die Simulation ist reibungsfrei.
Die kleinen Sprünge in den Ergebnissen kommen daher, weil ich die Solver-Einstellungen während der Simulation verändert habe.
Das unterste Bild ist ernüchternd.
Bei 85% eta hätte ich also etwa 35W Abgeibeleistung bei 1700 rpm:
nach längerer Pause hier ein paar Bilder des ersten beiden Teststatoren.
- Die HF-Litze ist um eine 0.2 mm starke Kunstoffolie gewickelt.
- Um die Litzen unterscheiden zu können sind zwei Phasen mit Filzstiften markiert
- Gewickelt wurden sechs Litzen auf ein mal
- Anschließend kann man die Litzen etwas ordnen und mit Garn festzurren, damit sich wirklich die richtigen Phasen auf der Vorder- und Rückseite der Konstoffolie gegenüber stehen
- Eine zweite Wicklung hat 9 Adern, da man noch platz für Litze hatte
- Dieser Stator ist mit Hilfe zwei Formen mit Harz vergossen worden
- Als erstes sind die Gussformen mit Grundierwachs und Folientrennmittel bestrichen worden
- Die Form ist mit Harz gefüllt worden, danach ist der Stator hineingelegt worden
- Der Deckel drückt die Litzen etwas zusammen und presst den überschüssigen Harz aus der Form
- Nach 24h habe ich den Stator aus der Form entnommen
- Mit Hilfe einer kleinen Bohrung und eine sauberen Spritze lässt sich der Stator, indem man einen Überdruck aufbaut, ganz einfach von der Gussform trennen
Kleinere Luftblasen sind noch zu sehen, ich glaube aber dass für den ersten Versuch der Stator schon ganz gelungen ist.
Noch was zu den Handschuhen:
Ich hatte unter den Latexhandschuhen noch Nitrilhandschuhe und würde jedem raten bei der Verarbeitung von Harzen sich an die Sicherheitsvorschläge der Hersteller zu halten.
Gruß
Zoltan
ich habe mit meinem ersten Stator einige Versuche gemacht. Dabei ist mit aufgefallen, dass sich einer der Phasenspannungen von den beiden anderen unterscheidet. Wenn ich den Motor als Generator betreibe (Last drei 100 Ohm Widerstände als Stern geschaltet) kann man den Unterschied sehr deutlich erkennen.
Ich habe daraufhin einen zweiten Stator gebaut, mit dem gleichen Ergebnis. Ich stehe gerade auf dem Schlauch.
Wenn ich meinen Sensorgesteuerten "Regler" anschließe sehen die Spannungsverläufe enstprechend unschön aus. Das Diagramm mit der roten Kurve zeigt, wie es theoretisch aussehen sollte.
Die letzten drei Diagramme zeigen ebenfalls einen unerwartet nichtlinearen Verlauf. Der Leerlaufstrom steigt ab 3500 rpm rapide an. Warum es so ist weiß ich auch noch nicht.
Motordaten:
- 20 Pole
- 6 Windungen
- Strangwiderstand: ca. 0.220 Ohm
- Leerlaufdrehzahl bei 12V Versorgungsspannung: 4500 rpm --> 375 rpm/V.
- Drehmoment ... noch zu messen.
Gruß
Zoltan
Alle ACHTUNG was Du so baust !!
Nun aber mal zur Fehlersuche .
Ich gehe dafon aus das jede Phase gleichzeitig mit 3 Leitern in Wellenwicklung gewickelt ist.
Nach der Welle in eine Richtung dann weiter in Gegenrichtung ?
Um die Wickelköpfe gleich zu machen.
Ergebnis 6 Leiter je Pohl und Phase ! ? !
Die 3 Leiter müssen dann in reie geschaltet werden. !!!! für 6 Windungen.
Nehme an das da ein Fehler unterlaufen ist !
Wenn der Wicklungswiderstand gleich der anderen Phasen ist ?? tippe ich das ein " Strang " von dreien in die falsche richtung geschaltet ist .
Die werden ja Anfang - Ende geschaltet alle drei , vorher parallel gelegten Leiter.
Ist aber falsch einmal Anfang - Anfang geschaltet, kommt nur noch 1/3 der Spannung heraus !!!! da sich 2 Wicklungen aufheben.
Das gibt grosse Probleme für den Steller !!
Zweite möglichkeit : eine der 3 Stränge ist kurzgeschlossen worden!!
Dann hat diese Phase nur 2/3 tel Widerstand !!
Auch nur 2/3 tel der Klemmspannung !!
Die Kurzgeschlossene wäre auch für den hohen Lehrlaufstrom verandwortlich !!
Das was mir so einfiel ,,,,, kanst ja mal was messen , Geräte sind ja da
Gruß Aloys.
> Ich gehe davon aus das jede Phase gleichzeitig mit 3 Leitern in Wellenwicklung gewickelt ist.
Fast. Auf der Rückseite kommen die drei Leitungen nämlich nochmal zurück, daher sind es 6 Wicklungen (wie du später schreibst).
Nach der Welle in eine Richtung dann weiter in Gegenrichtung ?
> Ja, siehe Bild.
> Ergebnis 6 Leiter je Pohl und Phase ! ? !
> Die 3 Leiter müssen dann in reie geschaltet werden. !!!! für 6 Windungen.
Ja, genau.
> Wenn der Wicklungswiderstand gleich der anderen Phasen ist ?? tippe ich das ein " Strang " von dreien in die falsche richtung geschaltet ist .
Die Widerstände sind alle ähnlich:
grün : 0.5V -> 2.46A -> 203 Ohm
blau : 0.5V -> 2.43A -> 206 Ohm
weiß: 0.5V -> 2.46A -> 203 Ohm
> Ist aber falsch einmal Anfang - Anfang geschaltet, kommt nur noch 1/3 der Spannung heraus !!!! da sich 2 Wicklungen aufheben.
Wenn man sich die Bilder vom Oszi anschaut schein das Verhältnis zwischen den großen und der kleinen Sinusspannung 1:3 zu sein. Meine Güte, ich habe alle Drähte sorgfältig geprüft. Das ich zwei mal den gleichen Fehler mache kann ich mir kaum vorstellen. Sch..
> Zweite möglichkeit : eine der 3 Stränge ist kurzgeschlossen worden!!
Hat sich ja erübrigt, da die Widerstände gleich sind.
Zitat
Wenn man sich die Bilder vom Oszi anschaut schein das Verhältnis zwischen den großen und der kleinen Sinusspannung 1:3 zu sein. Meine Güte, ich habe alle Drähte sorgfältig geprüft. Das ich zwei mal den gleichen Fehler mache kann ich mir kaum vorstellen. Sch..
Schaut aber leider ganz danach aus. Ein Murksfehler ist bei Deiner sauberen Arbeitsweise fast auszuschliessen, waere auch nicht so "schoen" reproduzierbar.
Vielleicht noch einen Stator bauen und diesmal alle Anfaenge und Enden gleichberechtigt herausfuehren....
Die Darstellung Deiner Leerlaufkurven kommt mir so bekannt vor. Arbeitest Du mit Matlab?
Viel Erfolg, ich habte Dir die Daumen
Roland
Ps.: Die beiden fehlerhaften Statoren kannst ja als "static display" ins Regal stellen. Zum gleich verwerfen sind sie einfach zu schoen.
Ganz vom Anfang an: Ich habe drei Phasen parallel gewickelt. Ich hatte also je Phase ein Anfang und ein Ende. Ich habe einfach die drei Drähte vom Anfang zum Sternpunkt zusammen gelötet, anstelle einen der Phasen umgekehrt anzuschließen. Das Problem sieht man unten graphisch dargestellt.
1.) Wie ich es gemacht habe
2.) Wie mans hätte machen müssen (mit verdrehter Phase)
Jetzt sehen die Leerlaufkurven auch gut aus, ebenso die Spannungen. Geht doch.
Danke für Eure Hilfe.
Gruß
Zoltan
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zoltan« (16. Juni 2009, 21:27)
Motordaten:
- 20 Pole
- Magnete: N52 10x6x2
- 6 Windungen
- Strangwiderstand: ca. 0.240 Ohm (+-30 Ohm)
- Litze: 40x0,1mm
- Sternschaltung
- Leerlaufdrehzahl bei 12V Versorgungsspannung: 3600 rpm --> 300 rpm/V.
- Drehmomentkonstante: 0.033 Nm/A
Gruß
Zoltan