21

Sonntag, 8. Januar 2017, 17:44

Ich fürchte, Du irrst Dich nicht, Gerhard!

Die "Drohnen" haben wegen ihrer autonomen Fähigkeiten in kurzer Zeit enorm viele Leute zur Modellfliegerei und damit einen dicken Stein ins Rollen gebracht. Die Behörden mussten und müssen drauf reagieren. Aus Gründen der Sicherheit, aber auch aus anderen.

Die Multikopter Fliegerei nagt ja zunehmend an Geschäftsbereichen, die bisher der personentragenden Fliegerei vorbehalten waren. Da geht´s um viel Kohle, und darum, dass die bisherigen Verdiener sich ihren Kuchen nicht gerne weg knabbern lassen. Dazu sind die sicher gut vernetzt, auch bei den zuständigen Stellen. So wie ich einige einschlägige Verfahren bei der Austro Control miterleben durfte, kann man da als Modellflieger kaum wohlwollendes, objektiv problemorientiertes, kompetentes Vorgehen erwarten. Zumindest derzeit läuft´s in Österreich in Richtung verhindern, verunmöglichen, verteuern, Lust nehmen, aus der Legalität drängen, ...

LG, Philipp

raimcomputi

RCLine User

Wohnort: Tönisvorst

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22

Sonntag, 8. Januar 2017, 17:57

Das einzige was man auf dem Bild sieht, ist ein Schaden an einer Flugzeugnase. Das ist meiner Meinung nach das einzige was ein Fakt ist. Wobei ja rein theoretisch sogar dieses Foto noch ein Produkt geschickter Bildbearbeitung sein könnte. Aber wenn man mal annimmt, das das Foto tatsächlich echt ist, dann sieht man halt ein beschädigtes Flugzeug. Alles was darüber hinaus geht, ist reine Spekulation. Hier kann alles mögliche behauptet werden. Nichts davon lässt sich von irgend einem von uns belegen, oder auch widerlegen. Und da ja nun mal relativ offensichtlich ist, das große Globalplayer den Luftraum für ihre gewerblichen Drohnen haben möchten und Geld nun einmal die Welt regiert, käme natürlich ein Zusammenstoss mit einem Multicopter sehr sehr gelegen. Wer wirklich noch glaubt, das Medien unabhängig und nur der Wahrheit verpflichtet berichten, der glaubt auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann. Selbst wenn es tatsächlich eine Untersuchung geben sollte, die zu dem Ergebnis kommt, das es einen Zusammenstoss gegeben hat, dann ist das doch auch kein Beweis. Denn man kann es eben nicht überprüfen. Man kann das das dann glauben, oder eben auch nicht. Und ich schätze mal, das die, denen ein Zusammenstoss nützt, dann wohl dem Untersuchungsergebnis glauben und entsprechende Forderungen stellen werden.
Helis: XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
Flächen: Phoenix 1600, Twinstar 2
Funke: Walkera Devo 10
Simulator: Clear View, Heli-X

23

Sonntag, 8. Januar 2017, 19:14

@Phil S.

Ich glaube, dass heutzutage auch die kommerzielle Drohnenfliegerei rasant zugenommen hat. Kaum ein Natur- oder Landschaftsfilm (im TV) welcher ohne Drohnenunterstützung auskommt. Und dass diese Unternehmen, welche ja behördlichen Auflagen und somit nicht unerheblichen Kosten unterliegen mit scheelen Augen auf die Hobbyfilmer schau'n kann man ihnen nicht verübeln. Dass auch dort mal "was passieren" kann, ist nicht generell auszuschließen. Man kann aber mal davon ausgehen dass sie wissen was sie zu tun haben.

Ein echtes Problem bei uns rund um Wien haben die Rettungshelis z.B. des ÖAMTC, welche relativ tief und ned grad langsam hin und her sausen. Wenn auch offizielle Modellflugplätze - und davon gibt's da bei uns im Nordosten Wiens nicht wenige - in den Karten verzeichnet sind (so will ich doch hoffen) so sind z.B. die Vereinsvorstände unermüdlich d'ran, die werten Vereinsmitglieder an die Höhenbeschränkungen zu erinnern. Und was sich sonst noch auf den diversen Feldwegen und Brachwiesen des Marchfeldes abspielt - da kann der Helipilot nur hoffen und beten . . .

@raimcomputi

Ein Bild ist natürlich nur Farbe oder Schwärze auf Papier bzw. ein Pixelhaufen am Schirm.

Professionell durchgeführte Untersuchungen (wie geschildert) werden im Verkehrswesen oft auch von Versicherungen vorangetrieben, denn da geht's ja auch oft neben der Verschuldensfrage um viel Geld.
Und solche Untersuchungen haben sehr wohl vor Gericht Beweiskraft, denn sie werden z.T. von gerichtl. beeideten Sachverständigen durchgeführt bzw. kontrolliert. Und was diese Leute sagen gilt vor Gericht, hat zumindest einiges Gewicht.
Wobei es eigentlich unnötig ist zu erwähnen, dass diese Untersuchungen selbstverständlich auch eine Unschuld bestätigen oder einen Verdacht ausräumen können.

mcxer

RCLine User

Wohnort: bei Köln

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24

Sonntag, 8. Januar 2017, 19:32

Raimund,
das gute bei Unfällen mit (manntragenden) Flugzeugen - da gibt es ordentliche Untersuchungen.
Denkbar ist bei der obigen Bagatelle allerdings, das die Fluggesellschaft den Vorfall selber untersuchen und bewerten darf.
( Der Flugzeughersteller interessiert sich vermutlich nicht für Dellen in der Nase, die beim rangieren der Leiter passieren können, oder durch Vögel, oder sonst wie....)

Das Ergebniss dessen bekommen alle, die ein manntragendes haben - oder sich von Beruf´s wegen damit befassen, zu lesen, wird halt in deren Fachzeitschriften im Falle von "interessanten-Vorfällen" abgedruckt.
Vermutlich könnten auch wir das Ergebnis zu dem Vorfall nach Abschluss der Untersuchungen herausfinden - so wir denn wollten......

Die Delle in der Nase hier, könnte durchaus der übliche Vogelschlag sein, das wirst Du dann in der Boulevard-Presse vergeblich suchen. ( Kommt halt häufig vor - weil es weit mehr große Vögel gibt als Drohnen .....)

Jeden Tage werden Kinder von Autos verletzt oder getötet, das reicht in der Boulevard-Presse nur für Seite 7 - wenn überhaupt.
Ein Kopter am Kinderkopf, der eine Schramme hinterlässt - das wäre aktuell gut genug für Seite eins - ganz groß !!
Das käme um 20:00 in den Nachrichten, Sondersendungen bei den einschlägigen Sendern - ihr wisst schon - die wären uns auch sicher !
Das Thema Kopter und deren unendliche Gefährlichkeit ist momentan halt ausgesrochen Inn ..... :(
mfg
Roland
DX4/9/18, jede Menge umx Flieger

25

Sonntag, 8. Januar 2017, 22:24

Ich glaube, dass heutzutage auch die kommerzielle Drohnenfliegerei rasant zugenommen hat.

Stimmt natürlich! Ich habe mit "Multikopter Fliegerei" zuvor auch nicht nur die Amateure gemeint.

Ich habe schon ein paar diesbezügliche Bescheide der ACG in der Hand gehabt. Entweder Du gehst gegen alle Fehler, Kompetenzüberschreitungen und überhöhte Gebühren durch die Instanzen, oder zündest mit den Papierln Deine Ausrüstung an und wechselst zur Modelleisenbahn, oder haust den Hut drauf, fliegst wie Du´s brauchst, und hoffst, dass bei einem Zwischenfall die Juristen Deiner Haftpflicht Versicherung nicht die Bewilligung zerbandeln und gute Gründe für einen Regress finden.

Wenn auch offizielle Modellflugplätze - und davon gibt's da bei uns im Nordosten Wiens nicht wenige - in den Karten verzeichnet sind (so will ich doch hoffen) ...

Da hoffst Du falsch, zumindest was die hochoffiziellen von der ICAO betrifft (es gibt inoffizielle, die auch viel genutzt werden, mit solchen Einträgen). Der Aeroclub hätte das eh vorgeschlagen, im Zusammenhang mit der ab 2014 möglichen Erhöhung der 150m Flugobergrenze. Aber da gibt´s leider eine ganze Menge kostenpflichtige Hemmnisse in den Amtsstuben!

Ich hatte einmal Kontakt zum Management der Christophorus Flotte. Die fühlen sich auch schwach informiert, hatten einmal ein Near Miss mit einem Modellflugzeug in vermeintlich zu großer Flughöhe. Nachträglich kam dann heraus, dass das rechtens war, eine von der ACG genehmigte Veranstaltung, nur die Rettungshelis waren davon nicht informiert worden. Jetzt rüsten die gerade die Flotte mit dem Flarm Antikollisions-System aus, und auch für die Modellflieger wird da eine dazu passende bodengestützte Technik ausgebrütet.

Von der ACG kommt dazu natürlich für uns nix Produktives, nur ... s.o.

LG, Philipp

26

Montag, 9. Januar 2017, 01:15

FLARM bringt doch nur was wenn alle damit ausgeruestet sind. Oder?
Was soll das mit dem Boden gestuetzt heissen?
Gruss
Thomas
🖖
No sé donde voy. pero estoy seguro de que yo llegue.

Daesh no tenim por!!!

DJK94

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Wohnort: Hamburg

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27

Montag, 9. Januar 2017, 02:47

Flarm warnt sich untereinander. Das bedeutet, der Sender müsste in den Flieger rein. Möglicherweise wäre das, wenn man die ganzen Anzeiggen und den Empfangsteil weg lässt, sogar passen für Modelle zu bekommen, aber wollen wir das?
Und dann kommt das was bei den Segelfliegern grad wohl auch diskutiert wird. Einige wollen die auch mit Transpondern ausrüsten. Die Fluglotsen haben schon so genug zu tun die Übersicht zu behalten.
Alternativ müsste man einen Bodensender haben. Dann bekommen die Flieger eine Warnung, wenn sie sich dem Flugplatz nähern. Hier müsste geschaut werden, inwieweit das rechtzeitig ist.

Daniel

Gun_Shy

RCLine User

Wohnort: Frankfurt

Beruf: Cold Call Spezialist im B2B

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28

Montag, 9. Januar 2017, 06:16

Das einzige was man auf dem Bild sieht, ist ein Schaden an einer Flugzeugnase. Das ist meiner Meinung nach das einzige was ein Fakt ist. Wobei ja rein theoretisch sogar dieses Foto noch ein Produkt geschickter Bildbearbeitung sein könnte. Aber wenn man mal annimmt, das das Foto tatsächlich echt ist, dann sieht man halt ein beschädigtes Flugzeug. Alles was darüber hinaus geht, ist reine Spekulation. Hier kann alles mögliche behauptet werden. Nichts davon lässt sich von irgend einem von uns belegen, oder auch widerlegen. Und da ja nun mal relativ offensichtlich ist, das große Globalplayer den Luftraum für ihre gewerblichen Drohnen haben möchten und Geld nun einmal die Welt regiert, käme natürlich ein Zusammenstoss mit einem Multicopter sehr sehr gelegen. Wer wirklich noch glaubt, das Medien unabhängig und nur der Wahrheit verpflichtet berichten, der glaubt auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann. Selbst wenn es tatsächlich eine Untersuchung geben sollte, die zu dem Ergebnis kommt, das es einen Zusammenstoss gegeben hat, dann ist das doch auch kein Beweis. Denn man kann es eben nicht überprüfen. Man kann das das dann glauben, oder eben auch nicht. Und ich schätze mal, das die, denen ein Zusammenstoss nützt, dann wohl dem Untersuchungsergebnis glauben und entsprechende Forderungen stellen werden.
etwas kann man mit sicherheit sagen was auch immer das Flugzeug getroffen hat hatte weder Ferdern noch Blut an und in sich da bleibt während des Fluges nicht mehr viel was da eingeschlagen sein könnte
Hangar
T Rex 250 Pro / Turnbuckels / GR12 rx
HK 450 Pro TT Gps,Control 45 T.Turnbuckels Savöx 1x264 3x263 Scorpion HK II 2221-8 GR 16 RX
DHC 2 Beaver, GR 12 ,Vario,Sound Modul Sternmotor,Beleuchtet Floatplane 152 cm
Cessna 182 Sky Lane GR12+3xG+A3+Vario +Akku überwachung 160 cm
Piper Super Cup Spektrum 4e 120cm
E Flite Clipped Wing J 3 Cub 250 GR12+3xG+A3+Vario,Voltage modul 78 cm
FMS Piper J3 Cub mit GR12+3xG+A3+Vario,Voltage modul 1068 mm Spw
TX Graupner MX12/Spektrum 4e
Sim Phoenix ,ver 5,5

29

Montag, 9. Januar 2017, 07:08

FLARM bringt doch nur was wenn alle damit ausgeruestet sind. Oder?
Was soll das mit dem Boden gestuetzt heissen?

Es geht um den Modellflugplatz der mit einer speziellen Variante des FLARM ausgerüstet wird, nicht das einzelne Modell. Die Modellflieger würden so z.B. vor einem herannahenden Rettungshubschrauber gewarnt und dieser umgekehrt vor einer Zone wo mit Modellflug gerechnet werden muss. Das macht eventuell dort Sinn, wo ein Modellflugplatz in einem Gebiet mit viel tief fliegendem Sichtflugverkehr liegt. Der Schweizer Modellflugverband hat da mal was veröffentlicht: http://www.modellflug.ch/news.aspx?contid=197&lang=DE

Unser Luftamt hat auch reagiert. Es wurde eine interaktive Karte veröffentlicht, wo die Zonen in welchen Einschränkungen bestehen ersichtlich sind. https://www.admin.ch/gov/de/start/dokume…g-id-64932.html Eine Unterscheidung zwischen Drohne oder klassischem Modellflugzeug wird nicht gemacht. Eigentlich nichts neues, was die Gesetze betrifft. Vereine die auf der Suche nach einem geeigneten Modellflugplatz waren kannten die Einschränkung schon früher. Neu ist einzig der Grund, welcher das Luftamt dazu bewogen hat, in dieser Form auf Sperrzonen hinzuweisen. Sich daran zu halten, ist m.E. gesunder Menschenverstand und schützt die Allgemeinheit der Modellflieger (hoffentlich) vor weiteren Sanktionen oder Verboten.

Gruss Martin
Wasserfliegen :ok:

Jupiter-Duck, Polaris XL, Beriev Be-200, Fun-Cub, Dornier Wal, Puddle Twin II XL, Junkers A25-W
Power is nothing without control - JETI Duplex

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »mjg« (9. Januar 2017, 07:48)


Axel_St

RCLine Neu User

Wohnort: Bodenseekreis

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30

Montag, 9. Januar 2017, 08:14

Hallo mjg,

dein Link verweist leider auf die schweizerische Karte.
Ich glaube eher nicht das unser Luftamt so etwas kostenfrei zur Verfügung stellt, von einer App will ich gar nicht reden ("das Internet ist Neuland für uns").
Aber sie können mir gerne das Gegenteil beweisen.
Die von DJI generierte und öffentlich zugängliche Karte ist schlicht falsch, zumindest im Bodenseegebiet.

31

Montag, 9. Januar 2017, 09:37

Was soll das mit dem Boden gestuetzt heissen?

Nennt sich Ground-Flarm. Wobei es da sogar zwei solche "Virtuelle Zylinder" gibt, einen sozusagen passiven, wo man am Boden gewarnt wird, wenn ein personentragender Flieger mit Flarm Ausstattung in den Zylinder einfliegt, und ein aktiver, wo so ein Flieger gewarnt wird, wenn er die Mantelfläche durchquert. Beide Zylinder kann man in Durchmesser und Höhe einstellen. Etwas schmerzhaft ist der Preis, die Schweizer Vereine bekommen es gefördert, sonst soll es um die 4200.- Franken kosten

Worüber wir im Verein auch schon nachgedacht haben, war die FlarmMouse. Klein genug, um sie in ein Modell von sagen wir ab 2m Spannweite einzubauen. Damit wäre das dann für bemannte, beflarmte Luftfahrzeuge leicht wahrzunehmen. Mit ein bisserl Gebastel wäre sogar eine Funkstrecke zum Boden möglich, wo dann der Modellpilot am Boden auch wieder eine Warnung bekäme. Damit wäre man nicht nur auf dem Flugplatz gesichert, auch beim Hangsegeln wäre das System dabei.

Beim Ground-Flarm ist die Warnung mit einer Richtungsinformation verbunden, z.B. der Flugleiter kann am Display ablesen, von wo Gefahr droht. Das wäre bei der FlarmMouse (mit dazu gebautem Rückkanal) prinzipiell auch so, allerdings aufs Modell bezogen, was etwas schwieriger auszuwerten sein dürfte, denke ich.

Flarm und Transponder sind natürlich zwei paar Schuhe.

Die Idee, bis hin zu den Paragleitern allen Transponder umzuhängen, ist zumindest in Österreich vom Tisch, soviel ich weiß.

Aus Fliegerkreisen weiß ich, dass Flarm bei den Segelfliegern zu annähernd 100% im Einsatz ist. Anders als TCAS ist das von Segelfliegern für Segelflieger gemacht, berücksichtigt auch den Flugbahn Verlauf, und warnt nur dann, wenn der eine Kollision befürchten lässt. Man kann also auch mit geringem Abstand im selben Bart in der gleichen Richtung kreisen, ohne ständig mit übervorsichtigen Warnungen genervt zu werden.

Eben weil das System bei den Seglern so verbreitet ist, und weil die bei Rettungseinsätzen hier bei uns in den Alpen eigentlich die Hauptgefahr darstellen, wird Flarm jetzt bei der Christophorus Flotte (ÖAMTC Rettungshelis) eingeführt.

Damit wäre Flarm halt auch eine gute Möglichkeit, das Kollisionsrisiko zwischen Flugmodellen und diesen, ich nenne sie jetzt einmal "sozial wertvollen" Profifliegern (im Gegensatz zu all den anderen im Luftraum, die wie wir die Fliegerei ja auch nur hobbymäßig, aus Jux und Tollerei betreiben) zu reduzieren.

Ich denke, wenn wir Modellflieger eine ähnlich flächendeckende Flarm Ausstattung vorzuweisen hätten wie die Segelflieger, würde man vielen Gegnern kräftig Wind aus den Segeln nehmen. Wir könnten dann sagen: "Hallo, wir sind elektronisch eindeutig erkennbar, wo immer wir fliegen, baut Eure Geräte entsprechend, dann kann es keine Konflikte geben!" Die Initiative müsste aber von uns kommen. Zumindest in Österreich ist wohl von offizieller Seite rein gar nichts in diese Richtung zu erwarten!

LG, Philipp

32

Montag, 9. Januar 2017, 13:45

OK, Airbusnasen (kann auch von Boeing kommen) sollten sich finden lassen, möglichst ohne "Vorschaden" und original lackiert. Eine, evt. besser zwei oder drei. Sodann eine Drohne der "gängigen" Größe, besser wiederum mehrere, in verschiedenen Größen.
Und dann lässt man das ganze auf einem Testgelände aufeinanderknallen, mit definierter Geschwindigkeit, aus verschiedenen Winkeln. Airbus Industries wird z.B. sicher solche Testeinrichtungen haben, andere Institutionen evt. auch.
Und dann wird man sehen, wie so ein Impact aussieht. Und hat schon mal Beweismittel für den Fall des Falles bei der Hand.
Soviel ich weiss hat man solche Impact-Versuche schon mit Vögeln (keine lebenden natürlich) gemacht.

Vogelschlag-Versuche werden in der Tat gemacht. Für Hersteller von Flugzeugen und Triebwerken ist das ein Teil der Zertifizierung. Was aber nicht heisst, dass ein Flieger Vogelschlag immer schadlos übersteht. Spätestens seit der Notwasserung von Sully im Hudson River ist das vielen bekannt. Interessierte findet dazu im Netz beeindruckende Videos... https://www.youtube.com/watch?v=__BKaZJa-Wg

QUOTE... Für den Laien vermutlich schon wieder an der Grenze zu "fake" ist die Tatsache, dass Vögel mit der Nahrung auch feste Stoffe oder Steine aufnehmen. Fragt mich nicht nach dem Grund. Ich arbeite bei einer Fluggesellschaft, unsere Technikabteilungen hat mir das bestätigt. Bei Vogelschlag in Triebwerken kommt oftmals der grösste Schaden nicht vom Vogel selbst, sondern von solchen harten Objekten die im Vogel drin sind. Als Modellflieger muss ich schwer davon ausgehen, dass schon der Motor einer Schaumwaffel hier vermutlich sehr grossen Schaden anrichten könnte... END QUOTE

Grössere Tests mit Drohnen, wie das der GerhardH schreibt, sind mir bisher nicht bekannt. Das Thema wird in der Branche zwar heiss diskutiert, doch ich vermute dass weder Hersteller noch Betreiber dafür gross Geld ausgeben werden. Der Grund ist relativ einfach: Diese Objekte haben grundsätzlich nichts im kontrollierten Luftraum, der für die Zivilfliegerei vorgesehen ist, zu suchen. Da kommt vermutlich eher der Ruf nach der Aufsichtsbehörde. Im Gegensatz zu den gefiederten Kollegen, kann das Risiko in unserem Fall ja mit strengeren Regeln und Kontrollen beeinflusst werden... was wir ja bereits spüren und womit wir wieder beim Thema sind.

Grüsse aus der Schweiz

Martin
Wasserfliegen :ok:

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mjg« (9. Januar 2017, 13:50)


33

Montag, 9. Januar 2017, 15:31

. . . doch ich vermute dass weder Hersteller noch Betreiber dafür gross Geld ausgeben werden. Der Grund ist relativ einfach: Diese Objekte haben grundsätzlich nichts im kontrollierten Luftraum, der für die Zivilfliegerei vorgesehen ist, zu suchen . . .
Klar, kostet nix, und der "Schuldige" steht eh fest . . .
Leider aber ist hier die Milch schon verschüttet . . .

Worum's mir eigentlich ging, ist, durch gezielte Versuche Entscheidungshilfen zu erstellen. So stellt sich ein Vogel-Impact (auch mit Steinchen im Bauch) mit Sicherheit anders dar als der einer Drohne mit ihren Motoren, Akkus und dgl.
Jedoch ist es auch hier leider "schon passiert" . . .

Aktive Warnsysteme wie das genannte FLARM ist sicher eine feine Sache. Dass allerdings bei allen Betroffenen wiederum das große Aufseufzen die Runde macht kann ich mir gut vorstellen.
Wiederum zusätzliches Gerät an Bord sowie am Boden, welches aufgrund der bekannten (und zu befürchtenden) behördlichen Sicherheits-, Zertifizierungs- und sonstiger Alibiauflagen eh nahezu unerschwinglich wird (meine laienhafte Befürchtung halt).

Ist so wie mit den 30 Kmh Zonen . . .
Da ist die Behörde fein raus . . .

34

Montag, 9. Januar 2017, 15:34

Zur Info:

Ausser den sehr wenigen bekannten Berichten ist ueber den Vorfall bisher nichts weiter in der Presse.
Nur ganz wenige Presseportale haben ueberhaupt was geschrieben. Und wenn dann nur von woanders kopiert.

Bin sehr gespannt ob da noch was kommt.
Gruss
Thomas
🖖
No sé donde voy. pero estoy seguro de que yo llegue.

Daesh no tenim por!!!

35

Montag, 9. Januar 2017, 15:57

Moin,
ich finde die Diskussionen zu Drohnen hier im Forum immer sehr "interessant".
Man diskutiert aufgrund einer Fußnote einer Untermeldung eines unbekannten Portals, jeder wird sofort zum "Drohnenschadensverursachungs-Fachmann" und merkt dabei garnicht dass die Fakten (oder was als solche hineininterpretiert wird) dabei absolut irrelevant sind.
Heute kommt es darauf an von wem und wie oft eine "Information" gegeben wurde.
Kommt Fritze Maier auf dem Motorrad um weil ihm eine Drohne reingeflogen ist steht das im lokalen Käseblatt unten links in der Ecke auf Seite 17.
Hält dagegen Hr. Minister Ganzwichtig persönlich Drohnen für eine akute Bedrohung für die Menschheit, den Frieden und die westlichen Werte ist das schon viel höher einzuordnen. Und läuft ein bekannter Videoblogger gegen Drohnen Sturm und müllt das Internet dadurch voll ist die Sache für Otto Normal ganz klar. "Drohne" enthält ja schon den Wortstamm "Droh(en)"
Wir leben nunmal in einer post-faktischen Zeit.
Dinge wie Inhalte, Fakten oder Wahrheit stehen gaaaanz weit hinten in der medialen Nahrungskette, wichtig ist wie prall das rüberkommt und ob man es glauben möchte.
Nix für ungut, aber für die ganzen unfruchtbaren Diskussionen zu den Drohnen könnte man eine eigene Rubrik aufmachen.
Und "Drohnenschadensverursachungs-Experten-Diplome" vergeben :evil:

Bis dann,

Ralf

Exbird

RCLine User

Wohnort: Wien 5

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36

Montag, 9. Januar 2017, 16:21

Moin,
ich finde die Diskussionen zu Drohnen hier im Forum immer sehr "interessant".
Man diskutiert aufgrund einer Fußnote einer Untermeldung eines unbekannten Portals, jeder wird sofort zum "Drohnenschadensverursachungs-Fachmann" und merkt dabei garnicht dass die Fakten (oder was als solche hineininterpretiert wird) dabei absolut irrelevant sind.
Heute kommt es darauf an von wem und wie oft eine "Information" gegeben wurde.
Kommt Fritze Maier auf dem Motorrad um weil ihm eine Drohne reingeflogen ist steht das im lokalen Käseblatt unten links in der Ecke auf Seite 17.
Hält dagegen Hr. Minister Ganzwichtig persönlich Drohnen für eine akute Bedrohung für die Menschheit, den Frieden und die westlichen Werte ist das schon viel höher einzuordnen. Und läuft ein bekannter Videoblogger gegen Drohnen Sturm und müllt das Internet dadurch voll ist die Sache für Otto Normal ganz klar. "Drohne" enthält ja schon den Wortstamm "Droh(en)"
Wir leben nunmal in einer post-faktischen Zeit.
Dinge wie Inhalte, Fakten oder Wahrheit stehen gaaaanz weit hinten in der medialen Nahrungskette, wichtig ist wie prall das rüberkommt und ob man es glauben möchte.
Nix für ungut, aber für die ganzen unfruchtbaren Diskussionen zu den Drohnen könnte man eine eigene Rubrik aufmachen.
Und "Drohnenschadensverursachungs-Experten-Diplome" vergeben :evil:

Bis dann,

Ralf
wo du Recht hast, hast du Recht - schöner hätte man es nicht schreiben könne :ok:

allerdings finde ich die ganzen Diskussionen nicht interessant sondern "amüsant"

:prost:
Ein guter RC-Pilot hat mindestens so viele Landungen wie Starts!

Rudi sagt: "Einmal Futaba, immer Futaba!" Rudi hat wie immer RECHT!!! 8)

37

Montag, 9. Januar 2017, 16:50

Das hatten wir eigentlich schon im Naturkunde-Unterricht (oder wie auch immer der geheissen hatte) gelernt:
Drohne = Arbeiter(in)
Ned mehr und ned weniger . . .
Dass sich das Militär ebenfalls den Namen unter den Nagel gerissen hat ist halt schlicht Pech . . .

Gun_Shy

RCLine User

Wohnort: Frankfurt

Beruf: Cold Call Spezialist im B2B

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38

Montag, 9. Januar 2017, 17:59

Das hatten wir eigentlich schon im Naturkunde-Unterricht (oder wie auch immer der geheissen hatte) gelernt:
Drohne = Arbeiter(in)
Ned mehr und ned weniger . . .
Dass sich das Militär ebenfalls den Namen unter den Nagel gerissen hat ist halt schlicht Pech . . .
@Gerhard es ist lange her mit der Schule darum sei es dir vergebeb Drohne = Mänliche Biene während die Arbeiter die Weiblichen Bienen sind, Und Drohnen können 1x Popen danach ist zapenduster
:)
Hangar
T Rex 250 Pro / Turnbuckels / GR12 rx
HK 450 Pro TT Gps,Control 45 T.Turnbuckels Savöx 1x264 3x263 Scorpion HK II 2221-8 GR 16 RX
DHC 2 Beaver, GR 12 ,Vario,Sound Modul Sternmotor,Beleuchtet Floatplane 152 cm
Cessna 182 Sky Lane GR12+3xG+A3+Vario +Akku überwachung 160 cm
Piper Super Cup Spektrum 4e 120cm
E Flite Clipped Wing J 3 Cub 250 GR12+3xG+A3+Vario,Voltage modul 78 cm
FMS Piper J3 Cub mit GR12+3xG+A3+Vario,Voltage modul 1068 mm Spw
TX Graupner MX12/Spektrum 4e
Sim Phoenix ,ver 5,5

39

Montag, 9. Januar 2017, 18:35

Nochmal: Auf jeglichen Vorfall (knapp vorbei usw) springt die Presse weltweit sofort an. Diesmal nicht.
Ist's also Fake was die LAM da verbreitet hat oder warten einfach alle nur ab bis es weitere Erkenntnisse gibt und ziehen dann den Knueppel aus dem Sack?
Gruss
Thomas
🖖
No sé donde voy. pero estoy seguro de que yo llegue.

Daesh no tenim por!!!

schmonzel

RCLine User

Wohnort: Lüchow im Wendland

Beruf: Versicherungskaufmann

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40

Montag, 9. Januar 2017, 19:39


Nochmal: Auf jeglichen Vorfall (knapp vorbei usw) springt die Presse weltweit sofort an. Diesmal nicht.
Ist's also Fake was die LAM da verbreitet hat oder warten einfach alle nur ab bis es weitere Erkenntnisse gibt und ziehen dann den Knueppel aus dem Sack?
Ist wohl sogar der hiesigen "Presse" zu blöde, wegen so einer öden Bugnasenknitterfalte und der mehr als dusseligen
Überschrift ein Fass aufzumachen, zumal noch dazu im fernen Afrika.

So etwas in B oder M....könnte/ würde eher die Blödzeitungsredakteure und Co. auf den Plan rufen.
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )