Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 8. November 2017, 12:22

Macchi M.16 in 1:6

Palim-palim, da bin ich wieder...
...nee, ohne die Flasche Pommes-Frites :w

Ich habe was Jeckes gefunden - die Macchi M.16. Wenn mann ´s ließt, denkt man an elegante Flugboote, Schneider-Troohy etc. ...

...und dann so was!

Wenn´s keine Fotos mit "echten" Menschen dazu gäbe, hätte ich gedacht, dass sich jemand mit Photoshop ausgetobt hat!

Das sieht eher aus wie aus Jürgens Feder - die Lisa als Doppeldecker, oder so ähnlich.

In 1:6 ergeben sich stattliche 100cm Spannweite 8(
das passt gut auf meinen Bautisch. :D

Anbei noch ein Link für Interessierte, und dem Russischen mächtige Menschen - die anderen können sich ja die Fotos angucken.

www.airwar.ru/enc/law1/m16.html

...aber zum Schluss noch eine Frage an die "Wissenden" unter euch, die Macchispezialisten - Wie steuert das Ding um die Längsachse.
Querruder sind keine zu erkennen, nach Flächenverwindung sieht´s auch nicht aus. ???

Gruß, Marcellus der schon an "Edersee 2018" denkt und sich freut... :)
»pilotmarcgee« hat folgende Bilder angehängt:
  • M.16_01.jpg
  • M.16_02.jpg
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 8. November 2017, 12:34

Schönes Projekt Marcellus. :ok:
Bin ja auf den Motor gespannt, kann ja ruhig schwer sein bei der kurzen Nase. :D
Viel Spass beim Bau und lass uns daran teilhaben.
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

Jürgen Be

RCLine User

Wohnort: Vaihingen/Enz

Beruf: Postler

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 8. November 2017, 13:00

Hi Marcellus,

da hast du ja mal wieder was ausgegraben, find ich klasse :ok:
Ich seh wegen Querruder auch nix, hatte das kleine Ding die überhaupt nötig?
Bei 100cm Spannweite würde ich das ohne riskieren, die Untere Tragfläche hat ja schon ne deutliche V-Form.

Bin gespannt....

Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
http://hmsv.net/

propan

RCLine User

Wohnort: nähe Bingen am Rhein

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 8. November 2017, 17:24

geht vpn der Bauart so ein bischen in Richtung Caipi, dürfte vom Bauaufwand überschaubar sein. Es sei den das Scalefieber bricht aus...
Der Motor war ein 10gr. Nano, da mussten noch 5 gr. Blei dazu sonst war sie vorne zu leicht. Spannweite 60cm


1m Spannweite klinkt vernünftig :ok:
»propan« hat folgendes Bild angehängt:
  • caipi.jpg
Gruß Armin

Verein FMG Waldalgesheim; www.fmg-waldalgesheim.eu; FB: Fmg-Waldalgesheim :D

5

Mittwoch, 8. November 2017, 18:46

Es sei den das Scalefieber bricht aus...
...ich befürchte so etwas! :hä:

Andererseits kann ein "Testmodell" aus Depron auch nicht schaden, dann könnte ich Jürgens Vermutung (danke dafür), dass es auch ohne Querruder geht, gleich überprüfen
- darüberhinaus hätte ich dann auch etwas Hallenbad-Taugliches, wenn die in Wuppertal fertig saniert haben... ;)

Ach ich bin so hin und her gerissen!

z.Zt. klebe und zeichne ich mir einen Plan, lege Motoren, Akkus und Rc-Equipment drauf und schaue was gehen kann...

Wir reden von 34dm² tragender Fläche, wenn ich bei einem Kilo Fluggewicht ankomme, sind´s ca. 30g/dm²
Ich halte Euch auf dem Laufenden...

Gruß, Marcellus
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

6

Mittwoch, 8. November 2017, 20:33

Zitat von »propan«
Es sei den das Scalefieber bricht aus...
...ich befürchte so etwas!



Hallo Marcellus,
ein weiteres Mal hast du ein sehr originelles Projekt in Angriff genommen.
Vielleicht kann ich deiner Befürchtung, dass das Scale-Fieber ausbrechen könnte, etwas Nachdruck verleihen:

Schau dir bitte mal auf dem nachfolgend verlinkten Bild die beiden Spannseile, die von den hinteren Stielen oben zum Rumpf unten verlaufen an! Das vordere Seil ist (evtl. über ein Spannschloss) an einem Flansch befestigt. Das hintere Seil nach meiner Beurteilung nicht. Ich meine, eine Öffnung zu erkennen, durch die das Seil weiter nach unten in den Rumpf verläuft - und vermutlich am Steuerknüppel befestigt ist.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c…Macchi_M.16.jpg

Jetzt schau dir bitte auch noch mal auf deinem erstes Bild die beiden Spannseile an, die von den hinteren Stielen unten zum Baldachin oben verlaufen. Das vordere Seil ist (vermutlich über Spannschlösser) ganz dicht an der Baldachinspitze befestigt, das hintere Seil geht mit größerem Abstand zum Baldachin in die Tragfläche. Ich vermute, dass sich oben im Baldachin eine Umlenkrolle oder ein abgewinkeltes Rohr befindet, über bzw. durch das Spannseil zur anderen Seite weiter läuft.

Ich glaube, dass die M.16 genauso wie die Sopwith Tabloid mit einer Tragflächenverwindung ausgestattet war.

Vielleicht findest du weitere Bilder, die meine Vermutung bestätigen - oder widerlegen, was ich mir nicht vorstellen kann.
Der Mehraufwand für eine Tragflächenverwindung würde dich jedenfalls nicht in Verlegenheit bringen, du hast ja mindestens schon einmal eine realisiert!

Gespannt werde ich den Bau mitverfolgen - auch ich freue mich schon auf das nächste Treffen am Edersee.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

7

Donnerstag, 9. November 2017, 10:42

An alle.

:ok: Freut mich, Euch wieder mit an Bord zu haben! :ok:

An Wolfgang:

Danke für Dein genaues Hingucken und Dein Wissen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, läuft es so, wie auf dem von mir bearbeiteten Bild im Anhang.

...an einer Flächenverwindung hatte ich mich zwar einmal verucht, der Erfolg blieb mir aber versagt.


So, jetzt will ich mich aber erstmal in die Werkstatt verziehen, und werkeln. Nicht dass es heißt, ich würde mehr schreiben als bauen... ;)

Gruß an Euch da draußen, Marcellus
»pilotmarcgee« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_Flächenverwindung.jpg
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

8

Donnerstag, 9. November 2017, 13:31

könnte mir aber auch vorstellen, dass nur die untere Fläche verdreht wird. Hat ja direkten Übergang an den Rumpf (dunkler Fleck auf dem zweiten Bild an der Endleiste), auf dem ersten sitzt leider der Herr mit Mütze davor.

9

Donnerstag, 9. November 2017, 19:51

...ich habe einen neuen gebrauchten Camcorder, der kann auch Zeitraffer... :D



Gruß, Marcellus
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 9. November 2017, 20:06

Hi Marcellus :w
Ich bin wirklich gespannt wie es weiter geht.
Viel Erfolg und Spaß dabei.

Sehr interessant :ok:. Die frische Brise :)

Viele Grüße Leo :w

11

Donnerstag, 9. November 2017, 20:43

Hallo zusammen,

kann mir hier nicht recht vorstellen, daß eine Flächenverwindung vorliegt.

1 Zur Verwindung sollten beide TF-Hälften mittig getrennt sein.
2 Die Baldachinstreben mittig überm Rumpf werden mE von den Seilen zwischen den Flächen Oben und Unten eher unterstützt, die TF zu fixieren.
3 An der hinteren Baldachinstrebe ist der Angriffspunkt an der oberen TF durch eine kleine Metallfläche mE nur abgedeckt und
4 Kauschen sowie Spanner sind dort auch zu sehen.
5 weiter stünden die Holzstreben und Spannseillängen zwischen oberer und unterer TF der Verwinung entgegen. Gerade die Seillängen müßten sich hierbei ändern können, es sei denn, beide TF wurden parallel verwunden und selbst dann. Zumindest an der oberen TF kann ich keine Trennung beider Hälften erkennen. Bei CVerwindung würden sich dann also die Spannseillängen unweigerlich ändern.

In einem der Fotos aus der letzten von Marcellus in seinem ersten Post eingestellten kann man recht deutlich die Steuerseile vom Piloten zum HR und SR erkennen, aber ich zumindest entdecke sonst keine konkreten Hinweise auf TF-Verwindungssteuerung. Möglicherweise handelte es sich hier um ein einfaches 2-Achser Flugzeug ?

Ich halte auch aufgrund der einfachen DD-Konstruktion eine TF-Verwindung für eher unwahrscheinlich.

P.S.: was mich persönlich noch viel mehr, als die Flugzeugkonstruktion 8auch die natürlich) begeistern kann, ist der wunderschöne Anzani-Dreizylinder "Stern"motor - eine Seltenheit.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (9. November 2017, 20:54)


12

Donnerstag, 9. November 2017, 20:52

könnte mir aber auch vorstellen, dass nur die untere Fläche verdreht wird. Hat ja direkten Übergang an den Rumpf (dunkler Fleck auf dem zweiten Bild an der Endleiste), auf dem ersten sitzt leider der Herr mit Mütze davor.


Die untere und die obere Tragfläche sind außen über die beiden Stiele verbunden.
Wenn die untere Tragfläche verwunden wird, nimmt der hintere Stiel die obere Fläche mit.

Marcellus, es dürfte etwa so gewesen sein, wie du in deinem Beitrag 7 skizziert hast.
Statt Rollen, von denen das Spannseil bei nachlassender Spannung abspringen könnte, würde ich dünne Bowdenzugröhrchen nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

13

Donnerstag, 9. November 2017, 21:10

Hallo,

so verrückt es klingt: ich habe soeben die deutsch-russische Gesellschaft, auch wenn sie üblicher Weise ganz anderen Aufgaben nach geht, angeschrieben. Vielleicht kommt von dort eine Antwort, dann gebe ich sie gern hier weiter.

Die Tragflächenverwindung gilt als eine ins Jahr 1903 zurück reichende Entwicklung von Alliot Verdon Roe, dem später Mitbegründer (zusammen mit seinem jüngeren Bruder H.V. Roe, ein erfolgreicher Hosenknopf-Fabrikant) der in Groß-Brittanien überaus erfolgreichen Firma A.V.Roe. Später hat Alliot seine A.V. Roe-Anteile an die Firma AVRO verkauft, die aus einer Umbenennung der A.V. Roe hervorging. Ein früher DD, die australische AVRO Duigan Biplane, war eigentlich 1911 entstandene Konstruktion eines vermögenden australischen Flugpioniers, der jedoch, aus diversen Gründen, seine Konstruktion bei AVRO überarbeiten ließ - sie enthielt bereits eine SR und HR Steuerung und ein paar andere Finessen. Die 1913 gebaute AVRO 500 war eine Weiterentwicklung AVROs der Duigan, ebenfalls noch ohne QR / TF-Verwindung. Wohl erstmals in der AVRO Typ F, einem Eindecker, setzte 1912 Roe die Tragflächenverwindung ein. Die Brüder Wright in den USA hatten eine juristische Auseinandersetzung mit einem Konkurrenten, da der Patente verletzte, die ebenfalls ua auf eine Tragflächenverwindung hinauslief, etwa 1903.

Und die Macchi M.16 ? Viel konnte ich hierzu nicht finden, eher haufenweise Daten zur MC.72, die jeder von uns kennt. Aber immerhin das hier: http://www.linkfang.de/wiki/Alenia_Aermacchi
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (10. November 2017, 10:53)


14

Freitag, 10. November 2017, 12:01

Flugsport 12/1920 S. 258 steht mehr über die M16
http://www.luftfahrt-bibliothek.de/zeits…r-luftfahrt.htm

Zitat

Außer den bisher beschriebenen Heeresflugzeugen und der aus ihnen entwickelten Verkehrs- und Transport-Flugzeugen wurden von don Nieuport-Macchi-Werken im Laufe des Jahres 1919 noch zwei Sportflugzeuge versucht. Der erste Typ wird als Nieuport-Macchi-M 16-Terrestre bezeichnet (s. Abb. 12); er ist in Italien auch als „Motocicletta-Aerea" bekannt. Zum Antrieb dient in der Regel der Drei-Zylinder Anzani-Motor von 30 PS; nur teilweise gelangte auch der Zwei-Zylinder Gnat-Motor von 40 PS zum Einbau. Von den Flugeigenschaften der vorliegenden Maschine wird die Wendigkeit und die geringe Landgeschwindigkeit so wie der geringe Auslauf besonders hervorgehoben.
Nach Angaben italienischer Flugzeugführer lassen sich mit der Maschine Loopings fliegen und Auslaufstrecken von nur etwa dreifacher Maschinenlänge erzielen. Von den Flugleistungen wird hervorgehoben, daß mit dem 30 PS Motor 2000 m Höhe und mit dem 40 PS Motor 4000 m Höhe erreicht worden sind und daß diese Höhen bisher mit derartig geringen PS-Zahlen noch nicht erreicht worden seien. Die Geschwindigkeit wird mit 125 km/Std. bei 30 PS Motor und mit 135 km/Std. bei 40 PS Motor angegeben. Der Betriebsstoff-Vorrat genügt für zwei Flugstunden, sodaß sich ein Aktionsradius von 250 km ergibt.
Das Auffallendste an der Konstruktion ist der große Rumpfquerschnitt. Der Rumpf erstreckt sich beträchtlich unterhalb der unteren Flächen ; die Bauchigkeit des Rumpfes ist so weit getrieben, daß die Fahrgestellachse bereits innerhalb des Rumpfes hegt. Dadurch ist ein Teil des schädlichen Widerstandes in Wegfall gebracht. Das Unterdeck ist zweiteilig, während das Oberdeck aus einem Teil besteht. Die Spannweite beträgt 6 m, der Flächeninhalt 12 qm.

Das Oberdeck ist mit dem Rumpf durch zwei Paare von Spannturmstreben verbunden. Zur Vorspannung dienen auf jeder Seite lediglich zwei Tragkabel und zwei Gegenkabel. Stirnkabel sind nicht vorhanden. Ebenso sind keine Auskreuzungen der Längsebene der Spannturmstreben vorhanden. Außen stehen die Flächen auf jeder Seite durch ein Paar paralleler Stiele in Verbindung. Die Längsebenen der Stiele sind nicht ausgekreuzt. Diese von der sonst allgemein üblichen Art abweichende Vorspannung der Flächenzelle hängt mit der Querlagensteuerung zusammen: Beim Nieuport-Macchi M16 findet sich nicht die heute allgemein benutzte Quersteuerung mittels Klappen, sondern hier wurde die Flächenverwindung wieder einmal zur Anwendung gebracht.

Die Schwanzflächen zeigen nichts besonderes. Die horizontale Dämpfungsfläche liegt in Höhe der oberen Rumpfholme und ist. beiderseits durch eine Strebe nach unten gegen den Rumpf abgestützt. Das anschließende Höhensteuer ist zweiteilig und nicht ausgeglichen. Eine vertikale Kielfläche ist nicht vorhanden. Das Seitensteuer schließt an die vertikale Rumpfschneide an und erstreckt sich über die Rumpfoberseite hinaus. Es ist durch einen vor der Drehachse oberhalb des Rumpfes gelegenen Flächenteil ausgeglichen. Nach den Angaben der Firma ist dieser Typ mit mehr als zehnfacher Sicherheit konstruiert. Das Gesamtgewicht wird mit 255 kg, das Leergewicht mit 160 kg und die Zuladung mit 95 kg angegeben. Daraus ergibt sich eine Flächenbelastung von 21,25 kg/m2 und eine Leistungsbelastung von 8,5 kg/PS beim 30 PS Motor und von 6,375 kg/PS beim 40 PS Motor.

Die zweite Ausführung der Nieuport-Macchi-M16 ist von der ersten nur unwesentlich verschieden. Es handelt sich um ein Wassersportflugzeug, das dadurch entstanden ist, daß der Nieuport-Macchi-M16-Terrestre anstatt mit Rädern mit zwei Schwimmern versehen wurde. Die Typenbezeicbnung dieses Flugzeugs, das mit dem 40 PS-Gnat-Motor mit zwei gegenüberliegenden Zylindern ausgerüstet wird, ist Nieuport - Macchi-M 16 Idro (s. Abb. 13). Die Gewichts Vermehrung gegen das entsprechende Landflugzeug beträgt 20 kg. Die Geschwindigkeits-Vergleichsfliegen haben ergeben, daß ein praktischer Unterschied der Geschwindigkeiten bei der Ausführung als Land-Maschine mit dem 40 PS Motor und bei der als Wasser-Maschine nicht besteht. 135 km/std. wird auch für den Nieuport-Macchi M 16 Idro als Geschwindigkeit angegeben. Bemerkenswert ist, daß der Brennstoffvorrat dieser Maschine für vier Stunden genügen soll, sodaß der Aktionsradius mit 540 km angegeben wird. Gegen die Ausführung als Landffugzeug ist in konstruktiver Hinsicht als Verschiedenheit zu bemerken, daß hier eine oberhalb des Rumpfes freitragend angeordnete vertikale Kielfläche Verwendung findet und das Seitensteuer nicht ausgeglichen ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »e-beaver« (10. November 2017, 12:31)


15

Freitag, 10. November 2017, 12:41

:ok: Danke für´s Suchen und Finden e-beaver :ok:
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

16

Freitag, 10. November 2017, 12:50

Hi e-beaver,

gebe mich geschlagen, ok. Das ist der Hinweis, der die Konstruktion belegt - topp. Nun hat auch Marcellus Gewissheit. Dann brauche ich eine Antwort der deutsch-russischen Gesellschaft im Grunde nicht mehr abwarten. Und Wolfgang lag mit seiner Idee völlig richtig - mea culpa. Mich würde ersthaft interessieren, wie Macchi und all die anderen es geschafft haben, eine TF, in diesem Fall per Seilzügen, zu verwinden und dabei trotzdem stabil genug zu bleiben. Das schien mir schon immer abenteuerlich. Sicher waren die Fluggeschwindigkeiten und Gewichte eher gering (immerhin bis 135km/h und bis 255kg), die TFs dünn. Der Holm aber muß einiges auszuhalten gehabt haben.
Gruß, Jockel

17

Freitag, 10. November 2017, 13:23

auch lesenswert (zur Verspannung der elastischen Holme):
http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj332/ar332042

18

Sonntag, 12. November 2017, 13:26

Die Planungsarbeit ist....

nee noch nicht beendet, jedoch habe ich die 3-Seitenansicht, die im übrigen höchstens Orientierungswert hatte, soweit be- und überarbeitet, dass ich Ernst machen kann.
Die italienische Macchi und die, die die US Navy bekommen hat, unterscheiden sich gänzlich in der Rumpfform. Diese habe ich nach einigem Probieren soweit rekonstruieren könnte, dass ich passende Spanten zeichen konnte.
Auf den Fotos habe ich alles provisorisch mit UHU-Por zusammengeheftet, um zu gucken ob´s passt.
Das tut es weitgehend und der Vergleich mit den Fotos ist soweit stimmig. Nun werde ich mir überlegen wo die Ausrüstung hinkommt.

Ein Scale-Holznachbau wird es nicht - eher Semi-Scale auf Depronbasis. Das Know-How haben Lutz, Kurt und Wolfgang ja netterweise mit mir geteilt gezeigt, so dass ich guter Hoffnung bin...
... und in 9 Monaten ein kräftiges Fliegerlein bekommen werde. :D
(a) ich hoffe es geht schneller, weil b) Edersee 2018 ist schon in 6 Monaten)

...und ich versuche mich an einer Flächenverwindung 8(

Gruß, Marcellus
»pilotmarcgee« hat folgende Bilder angehängt:
  • comp_01.jpg
  • comp_02.jpg
  • comp_03.jpg
  • comp_04.jpg
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

19

Mittwoch, 15. November 2017, 17:46

weiter im Text...

Da es ja nun ein Depronflieger wird - und ich einer der Unvorsichtigen bin, aber Beulen und Dellen vermeiden will, wir hier und da am Modell ein GFK-Überzug realisiert...

Zur Festigung innen auch an den Stellen, wo die Kräfte eingeleitet werden. Also Flächenanschluss, Fahrwerk, Baldachinstreben und auch Servobrett und Akkuauflage.
Nach dem Auftragen das 49g-Gewebes, habe ich das überschüssige Epoxi mit einer Checkkarte herausgestrichen, so dass nur das allernötigste Material am Modell verbleibt.

Nebenher laminiere ich noch aus McDonalds Kaffee-Umrührstäbchen den Hecksporn.

Soweit, seid gegrüßt, Marcellus
»pilotmarcgee« hat folgende Bilder angehängt:
  • comp_05.jpg
  • comp_06.jpg
  • comp_07.jpg
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

20

Samstag, 25. November 2017, 17:22

Nach einiger Grübelarbeit zum Thema "Was kommt wo hin, und wie komme ich später nochmal dran", ist die Aufteilung innerhalb des Rumpfes klar.

Dieser konnte nun richtig verklebt werden, wobei sich aber aufgrund der Biegungen zum Schwanzende hin, die vermeindlich grade Rumpfoberkannte bautechnisch doch eher als "Gebogene" herausstellte.
Ich hatte mir schon soetwas gedacht! Auf dem ersten Foto kann man den sich ergebenden Spalt sehen und schon aufgezeichnet, die Korrektur, damit das HLW am Ende wieder parallel zur Rumpfachse kommt.

Die Servos für Seite (Hitec HS-53) und Höhe (Hitec HS-81)kommen hinter den Pilotensitz, da ich trotz der kurzen Rumpfschnauze wegen der leichten Bauweise eine Kopflastigkeit befürchte.
Am Spant unter dem Cockpit sitzt auch das 6kg Flächen-Verwinde-Servo (HS-475 HB). (Der Rumpf liegt auf dem Rücken, deswegen zeigen die gelben Linien der Flächenverwindung nach unten)
Fotos 2 und 3

Das letzte Foto zeigt meine Hilfsschablone, mit der ich an der gebogenen Seitenwand ermittle, wo die Seile der SR-Anlenkung austreten werden.

Soweit, Gruß aus dem Norden, Marcellus
»pilotmarcgee« hat folgende Bilder angehängt:
  • comp_08.jpg
  • comp_13.jpg
  • comp_12.jpg
  • comp_10.jpg
(ernsthaft) laufende Projekte: Macchi M.16 (1:6), Thruston Teal (1:12), Boulton Paul P.100 (1:12)

Ähnliche Themen