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Freitag, 25. November 2016, 20:55

MiG-21 Impeller Parkjet aus Depron in Zusammenarbeit mit Causemann

Hallo Zusammen!

Zur Zeit arbeite ich an einem neuen Projekt, welches ich hier gerne vorstellen möchte. Vielleicht kennen hier im Forum schon einige meiner selbst entwickelten Modelle. Ich konstruiere erschwingliche Depronmodelle am Computer mittels CAD und baue Tiefziehformen aus Glasfaserkunststoff für Tiefziehteile wie z.B. Kabinenhauben. Hierbei hilft mir Jochen Causemann von Causemann Flugmodellbau mit seinem umfangreichen Maschinenpark und auch oft mit seiner langjährigen Erfahrung. Wenn sich eines meiner Modelle in der Praxis bewährt entwickle ich es zur Serienreife und die Bausätze können bei Causemann erworben werden.

Nun zu meinem neuen Projekt. Ich will für meinen sehr beliebten F-104 Starfighter Parkjet endlich einen "Gegner" schaffen. Die russische MiG-21 gilt als das östliche Pendant und ist zudem ein sehr attraktives Flugzeug, wie ich finde. Folgende Ziele möchte ich umsetzen:

Maßstäblich passend zu meiner F-104, also knapp einem Meter lang
Mit 50mm Impeller angetrieben
Möglichst scale Siluette für ein vorbildgetreues Flugbild
Leicht nachzubauen
Komplizierte Teile wie Cockpit, Rückenwulst und Tanks aus tiefgezogenem PET
Ringspanten aus Aluminium
CFK Verstärkungen für die Tragflächen
Steuerung über Ailerons
Leistungsgewicht des fertigen Fliegers möglichst hoch :evil:
Bauhelling für einfaches und gerades Ankleben von Tragflächen und Leitwerk an den richtigen Stellen. Wie bei meinem Eurofighter. Diese kann nach dem Bau zur Schwerpunktwaage umgebaut werden.

Nach etlichen Stunden vor dem Rechner ist das Schnittmuster für die CNC-Heißdrahtschneidemaschine fertig.
Auch die massiven GFK-Tiefziehformen sind schon fertig

Rückenwulst und Cockpit bilden eine später im ganzen abnehmbare Einheit. So kann der Akku leicht gewechselt werden.
Die Tanks unter den Tragflächen werden Hohlkörper aus PET mit einem Depronspant drin.


Die Ränder der Scheiben sind später im PET-Teil eingeprägt. So kann man sie schnell und einfach zum Lackieren abkleben.


Übersicht des Bausatzes. Vielen Dank an Jochen für das Fertigen der Teile! :ok:Es fehlen noch die gefrästen Teile für den Machkone (Nase) und die Heckfinne aus 1,5mm GFK.

Wenn alle Teile fertig sind werde ich nächste Woche mit dem Zusammenbau beginnen. Ich bin schon sehr gespannt ob alles so passt wie ich mir das vorstelle. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Was haltet ihr von dem Projekt?

MfG Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (25. November 2016, 22:24)


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Samstag, 26. November 2016, 04:33

Hallo Julian, wie immer super. Wegen der Größe der Nasenöffnung für den Impeller hatte ich erst Bedenken, auf den meisten Bildern vom Original sieht die sehr klein aus. Aber es gibt auch ein Bilder mit relativ großen Öffnungen, vorallem aber gilt dies für den Plastikbausatz von Revell. Also auf gutes Gelingen - emilio
AND REMEMBER, THERE IS NOTHING YOU CAN DO WITH A STANDARD RECEIVER IN THE AIR THAT YOU CAN'T DO WITH A SAFE RX!


3

Samstag, 26. November 2016, 13:17

Hallo Emilio!

Ja da habe ich mir natürlich auch Gedanken drüber gemacht. Am Einlass habe ich jetzt einen Aluring mit 55außen und 51mm Innendurchmesser. Der Machkone ist eine Siluette, also wie ein Fadenkreuz aufgebaut. Aus zwei 1,5mm GFK-Teilen. Luft sollte also genug in den 50mm Impeller kommen.
Mfg Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »one-o-four« (26. November 2016, 19:50)


4

Samstag, 26. November 2016, 13:45

Hallo Julian, dazu kann ich nur sagen: geniale Idee. Mfg emilio
AND REMEMBER, THERE IS NOTHING YOU CAN DO WITH A STANDARD RECEIVER IN THE AIR THAT YOU CAN'T DO WITH A SAFE RX!


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Mittwoch, 30. November 2016, 21:50

Hallo Zusammen!

Am Montag habe ich mit dem Bau der MiG-21 begonnen. Bisher läuft alles nach Plan. Und jetzt möchte ich euch die Baufortschritte nicht vorenthalten.


Ich habe eine 1:1 Schablone gezeichnet auf die man die gedrehten Aluringspanten legen kann und die genauen Positionen für die Einkerbungen anzeichnen kann. In diese Kerben kommen nachher die CFK-Flachstäbe, die die Tragflächen und Leitwerke verstärken.


Um die Ringspanten wird dann der Rumpfmantel aus 3mm starken Depron gewickelt.


An der Trennstelle des Rumpfes im hinteren Teil sitzen zwei Styrodurspanten. Diese dienen gleichzeitig als Triebwerkshalter. Man kann sie leicht auf den passenden Durchmesser des Impellers anpassen.


Das Seitenleitwerk wird auf das hintere Rumpfteil geklebt. Die Form sieht auf jeden Fall russisch aus ;) :D

Fortsetzung folgt...

6

Mittwoch, 30. November 2016, 22:08

...Fortsetzung

Der Machkone wird von einem Siluettenmodell dargestellt. Damit genug Luft in den Impeller kommt und damit die MiG nicht auf ihre Nase verzichten muss. Das sieht meiner Meinung nach nämlich :puke: aus.

Spitze aus 1,5mm Glasfaserkunststoff. Sehr stabil!


Die Bauhelling zum Ankleben der Tragflächen und Leitwerke.


Die Verstrebung für das HLW. Ich werde die CFK-Streben noch mit Epoxy mit dem Spant verkleben. Dann kann man die Streben im Kanal heraustrennen und verringert den Luftwiederstand in der Düse.


Die Tragflächen werden mit der originalen, leichten negativen V-Form angeklebt.


Der Rohbau nimmt langsam Formen an. Man sieht schon was es werden soll... ;)

MfG Julian

Yoshio

RCLine Neu User

Wohnort: Augsburg

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7

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 09:47

Hallo Julian,

ich lese meist nur still mit aber bei dem was Du in den letzten Posts geschrieben hast muss ich mich jetzt doch kurz mit einer Warnung melden.
Ich komme aus der Luftfahrtbranche und beruflich Konstrukteur für Luftfahrzeugkomponenten. Mein Warnung betrifft die Kombination Aluminium-CFK. Sehr schlechte Idee! Bei dieser Kombination entsteht eine Korrosionsreaktion welche dazu führt, dass das Alu sehr schnell komplett aufgelöst wird und nur noch weißes Pulver davon übrig bleibt. Um das zu vermeiden muss bei einer solchen Kombination das CFK entweder mit Glas/GFK "abgeschirmt" od. das Alu mit einem Anstrich geschützt werden. Bitte unbedingt beachten, nicht das sich die Flügel etc. auf einmal im Flug verabschieden!

An sonst viel Erfolg und Spaß mit der Kosntruktion!

Johannes
Mit fliegerischen Grüßen,

Johannes
Bujinkan Busshin Dojo Augsburg

8

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 11:05

Hallo Julian, wg des Beitrags von Johannes. Würden Ringspannten aus harten Flugzeugsperrholz nicht genügen? Soweit ich deine früheren Konstruktionen kenne, hast du bis jetzt nie Alu verwendet. Gruss emilio
AND REMEMBER, THERE IS NOTHING YOU CAN DO WITH A STANDARD RECEIVER IN THE AIR THAT YOU CAN'T DO WITH A SAFE RX!


Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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9

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 13:16

Johannes,

natürlich.

Aba des is an Spielzeugflieger, der wahrscheinlich Wasser niemals zu Gesicht bekommen wird. Lebensdauer sollte daher trotzdem hinreichend übrigbleiben für so einen Schaumwaffelflieger.
Liebe Grüße
Dirk

10

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 13:36

Hallo,
sorry - aber das Bild der sich in weißes Pulver auflösendes Alu ist maßlos überzogen.
Selbst in hochbelasteten Bereichen die mit Wasser/Elektrolyten in Verbindung kommen wir das seit langem praktiziert, z.B. bei Fahrrädern (Carbonrahmen/Alu-Ausfallenden), andere Sportgeräte, Rennsport oder sonstwo.
Relevant ist das auch nur in Bauteilen bei denen die Faser unmittelbar mit dem Aluminium in Kontakt kommt, also z.B. vakuumgepresste Sandwichbauteile die nicht durch die Matrix luftdicht abgeschlossen werden.
Erst wenn in so einer ungeschickten Kombination dauerhaft die Elektrolytsuppe schwimmt (Streusalz...) wirds haarig.
Bei Carbonhalbzeugen (Rohre, Stäbe etc.) die ja in einer Matrix eingebettet sind und mit einer Kleberschicht mit dem Aluminium verbunden sind (und die man nicht wochenlang in Salzlake legt) passiert genau nix.

Bis dann,

Ralf

11

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 21:59

Hallo Zusammen!

Yoshio hat mit seiner Meinung Recht. Immer wenn verschiedene leitende Materialien aufeinander treffen, sollte man das Thema Elektrolyse nicht außer Acht lassen. Ich hatte jedoch vor die Knotenpunkte alle mit 2K- Epoxy zu verkleben. Hierbei hüllt man die beiden Materialien ein und verhindert so dass Luft, und damit auch die Luftfeuchtigkeit, die Elektolyse und Zersetzung in Gange bringen oder beschleunigen kann. Ich sehe daher bei einem solchen Modell kein Problem in der Materialwahl. Würde ich ein manntragendes Flugzeug mit einer vorraussichtlichen Einsatzdauer von 40 Jahren welches draußen vor seinem Hangar in Rostock/Laage in der salzigen Meeresluft steht konstruieren würde ich da anders drüber denken...

@emilio
Die MiG soll einen Open-Duct bekommen. Daher wollte ich die "Unebenheiten im Rumpf so gering wie möglich halten. Die 2mm Materialstärke sind akzeptabel. Würde ich Sperrholz nehmen wären es 7-10mm die wie Schotts im Rumpf stehen würden. Dann müsste ich eine extra Luftführung machen, die bringt unnötiges Gewicht mit sich.

Ich habe heute mal wieder etwas weiter gebaut und die Holme der Tragflächen und Leitwerke fertig gemacht.


Die HLW Holme habe ich mit einem Gemisch aus 2K-Epoxykleber und Glassbubbles verklebt. Durch die Bubbles wird der Kleber leichter und läuft nich weg.


Nach dem Aushärten habe ich die mittleren Stücke der CFK-Flachstäbe mit einem Dremel herausgetrennt. Nun stört nichts den freien Luftstrom mehr. Eine Foliendüse mit 47mm Durchmesser folgt noch. Der Aluspant hat 51mm Innendurchmesser.


Auch an den Tragflächenholmen habe ich etwas heraus getrennt. Aber ich habe ca. 12mm stehen gelassen.


Die habe ich mit einem Lötkolben punktuell erhitzt. So kann man die CFK-Stäbe abknicken, ohne dass die Fasern reißen. So bleibt die Stabilität erhalten. Die Enden habe ich mit Sekundenkleber am Aluspant fixiert.


Anschließend habe ich alles mit dem Epoxy-Glasbubblesgemisch eingeharzt. Die Stabilisierung hält bombig.
Und es gibt keine Leistungsverluste durch Streben im Rumpf. :evil:

Zur Zeit arbeite ich an der Impelleraufnahme und der Düse.
Fortsetzung folgt...

MfG Julian

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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12

Freitag, 2. Dezember 2016, 12:14

Immer wenn verschiedene leitende Materialien aufeinander treffen, sollte man das Thema Elektrolyse nicht außer Acht lassen.

Sorry fürs Klugscheißen. Aaber:

Nee, Elektrolyse ist was Anderes.
Das was hier passiert heißt Kontaktkorrosion.
Es passiert, wenn elektrisch leitende Materialien einander berühren, die in der galvanischen Spannungsreihe weit auseinander liegen. (Idealerweise ist das Ganze auch noch mit elektrisch leitender Flüssigkeit benetzt).
Liebe Grüße
Dirk

13

Freitag, 2. Dezember 2016, 12:50

Moin Dirk,

Nee, Elektrolyse ist was Anderes.
Das was hier passiert heißt Kontaktkorrosion.
Es passiert, wenn elektrisch leitende Materialien einander berühren, die in der galvanischen Spannungsreihe weit auseinander liegen. (Idealerweise ist das Ganze auch noch mit elektrisch leitender Flüssigkeit benetzt).


Klugscheißen 2.0:
Der erste Teil ist absolut korrekt, Elektrolyse läuft per Definition nur mittels externer Stromzufuhr und entsprechend etwas anders ab als die hier gemeinte Oxidation (weißes Pulver = Dialuminiumtrioxid oder Al2O3 oder einfach Aluminiumoxid) aufgrund der Elektrochemischen Spannungsreihe.
"Korrosion" ist dann der technische Effekt der sich aus der Oxidation ergibt und die Materialschädigung beschreibt (aber auch aus zig anderen, z.B. rein mechanischen Ursachen, erfolgen kann).

Bis dann,

Ralf

14

Montag, 5. Dezember 2016, 20:42

Hallo, Freunde der russischen Kampfflugzeuge!

Ich war in der Zwischenzeit mal wieder richtig fleißig und habe die MiG mit 25g/m² Seide und Eze-Kote 1K-Harz bezogen. Dadurch ergibt sich eine schön gleichmäßige und stabile Oberfläche. Das Mehrgewicht beträgt dadurch etwa 30-40g. Aber das ist mir die deutlich bessere Gesamtstabilität und die gestiegene Robustheit wert. Und da ich Wald und Wiesenflieger bin, brauche ich schon mal einen stabilen Rumpf der ein bisschen was wegstecken kann. Und schließlich kann man mit der echten MiG-21 ja auch auf ner Koppel landen, ist also scale.

Außerdem habe ich den Rückenwulst mit Cockpit aus PET ausgeschnitten und eine Aufnahme gebaut. Das ganze Teil ist für den Akkuwechsel abnehmbar. Einfach hinten am SLW von vorne einschieben und vorne wird es von einem Pärchen Neodymmagnete gehalten. In dem Rückenwulst befindet sich der 45A Regler und der Empfänger. Vorne im Cockpit, auf der geraden Fläche, soll der Akku Platz finden. Ist alles recht eng, aber es hat alles seinen Platz gefunden.

Heute habe ich lackiert. Dank der Seide kann ich normale Sprüdosenfarbe verwenden. Das Flecktarnmuster im NVA-Style ist freihand mit Skinny-Caps entstanden. Jetzt fehlen noch die Decals und eine Schicht matter Klarlack.

Großes Augenmerk habe ich auf die Leistungsfähigkeit gelegt. Da das Vorbild ja abgeht wie eine Rakete muss das Modell das natürlich auch :nuts: . Also habe ich eine glatte Foliendüse mit 47mm Durchmesser verbaut und den Einlass am vordersten Aluspant so gut es geht mit einer Feile und Sandpapier abgerundet. Quasi als Einlauflippe. Eine zweite richtige Abrundung findet sich an dem Styrodurspant in dem der Impeller sitzt.
Jetzt zu den Fakten:
Zur Zeit liegt das Gesamtgewicht bei 482g. Es fehlt jedoch noch der Klarlack, also werden es wohl 500g werden.
Der Schub liegt bei frischem Akku bei 530g und pendelt sich dann auf glatte 500g ein. Bingo 1:1! :D Damit sollte die MiG ordentlich abgehen.
Jetzt muss ich noch die Ruderanlenkungen bauen. In den Flächen sind schon zwei Dymond DS90 Digital verbaut. Die sollten sich auch bei höheren Geschwindigkeiten gut durchsetzen können.

Bilder werden in Kürze folgen.

MFG Julian

15

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 15:22

absolut beeindruckend! auf das Modell bin ich total gespannt - bitte dann ein Flugvideo.
Gruß aus´m Pott

jörg
NICHTS ist so ernst wie der Spaß anderer Menschen! ;)

Hangar: FW 190 von Hype; ; Komet von HK; Sbach 342 von HK ; Fieseler Storch von flite Test; Taube von Ikarus; Panther - 70 mm Impeller
Garage: VW Sandscorcher, Monstertruck 4x4 -> Tamiya
Bootsteeg: PT 15 Schnellboot von Robbe, Megadragster (Rennboot) von Graupner, Segelboot von Graupner
RIP ;( : Yak-15; F-22; BF 109; Sukhoi PAK-FA; FW 190 als Konturenmodell; Fieseler Storch; Taurus von Küstenflieger; Impaction von Joost ...

16

Freitag, 9. Dezember 2016, 22:02

Hallo Zusammen!

Wollte mal wieder einen Zwischenstand kundgeben. Der Prototyp sieht schon echt gut aus. Habe ein paar Decals aus Nassschiebefolie aufgebracht. Jetzt muss ich nur noch matten Klarlack über den gesamten Flieger machen und die Ruderanlenkungen bauen. Deshalb ist auch das Cockpit noch abgeklebt, damit die Scheiben klar bleiben. ;)

Parallel dazu habe ich ein paar Berechnungen zum Thema Schwerpunkt gemacht. Hierbei kamen allerdings sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus. Winlaengs kann Deltaflügel offenbar nicht korrekt berechnen. Hier erscheint mir der SP viel zu weit vorne. Nach Rücksprache mit meinem Modellkollegen Thomas stehe ich diesen Werten auch sehr skeptisch gegenüber. Die Berechnung auf maltemedia.de nach Jef Raskin ergibt ein mir deutlich realistischeren Wert. Den bevorzuge ich zur Zeit. Der Vergleich mit einem alten Holzbauplan ergab einen anderen, sehr viel weiter hinten liegenden SP. Den halte ich wiederum für gar nicht passend.
Um die Frage sicher zu klären, bevor ich meinen Flieger zerstöre, baue ich zur Zeit aus einem zweiten Bausatz einen "Ugly Bird". Also einfach und schnell zusammen gezimmert, ohne RC. Hiermit werde ich durch Würfe den SP ermitteln.

@Jörg: Natürlich wird es ein Flugvideo geben. Aber das wird noch etwas dauern. Daher hier als Teaser schon mal ein paar Bilder....







Schönes Wochenende!
MfG Julian

17

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 18:44

Hallo MiG-Freunde!

Ich habe in der Zwischenzeit meinen Versuchsflieger fertig gebaut und ausgewogen. Die Berechnungen nach Jef Raskin auf maltemedia.de erschienen mir ja am sinnvollsten. Hiernach sollte der SP 16,4 cm hinter der Tragflächenvorderkante (am Rumpf) liegen. Also habe ich ihn mit etwas Blei (5g) an meinem etwa 65g schweren 1:1 MiG-21 Abbild so eingestellt. Ein paar erste Würfe zeigten, dass das schon sehr gut passt! :ok: Mit einem leichten Schwung aus der Hand gleitet die MiG locker 10-15 Meter weit und behält genau die Fluglage bei, wie sie die Wurfhand verlassen hat. Da ich jedoch für meine RC-Variante auf Nummer sicher gehen möchte und etwas mehr Eigenstabilität haben möchte habe ich den SP am Testflieger auf 16cm vorverlegt. Jetzt nimmt der Flieger selbstständig eine normale Gleitfluglage ein. Wenn man ihn etwas provokativ nach oben wirft senkt er leicht die Nase und nimmt Fahrt auf. So soll das sein! Bei Schräglage bleibt sie neutral in dieser Lage und gleitet wie auf Schienen. Das lässt mich auf gute Flugeigenschaften am RC-Modell hoffen. Wenn ich es schaffe werde ich am WE mal ein Video von den Gleitflügen machen und einstellen.

Nachdem ich jetzt den richtigen SP ermittelt habe konnte ich ihn auf meinen RC-Prototypen übertragen. Ich kann ihn mit den von mir gewünschten Positionen der Komponenten gut erreichen. Damit ich den Akku im hinteren Bereich des Cocktiausschnittes platzieren kann, um ggf. auf dem Flugfeld noch weiter nach vorne gehen zu können (sicherheitshalber) habe ich die GFK-Heckfinne auf der Rumpfunterseite unter dem SLW aus Sperrholz nachgefertigt. So wiegt sie nur 6g statt 11g. Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist :D .

Optisch war ich mit den roten Zahlen auf dem Rumpf nicht wirklich zufrieden :( . Die Nassschiebedecals sind etwas in Richtung rosa ausgewaschen und haben weiße Ränder bekommen. Ich werde sie mir von einem Bekannten jetzt aus roter Folie plotten lassen. Die Datei dazu habe ich gerade erstellt. Soll ja schließlich auch hübsch werden, meine kleine Russin :nuts: ;) .

MfG Julian

18

Freitag, 16. Dezember 2016, 10:30

hübsche Russin...

... falsch - eine super hübsche, detailperfekte Fliegerdame stellst Du da gerade zusammen ==[] . Echt beeindruckend mit welcher Detail- und Konstruktionskenntnis Du den Flieger baust.

Tolle Leistung und großes Kompliment dafür! :ok:

Gruß aus´m Pott :prost:

Jörg
NICHTS ist so ernst wie der Spaß anderer Menschen! ;)

Hangar: FW 190 von Hype; ; Komet von HK; Sbach 342 von HK ; Fieseler Storch von flite Test; Taube von Ikarus; Panther - 70 mm Impeller
Garage: VW Sandscorcher, Monstertruck 4x4 -> Tamiya
Bootsteeg: PT 15 Schnellboot von Robbe, Megadragster (Rennboot) von Graupner, Segelboot von Graupner
RIP ;( : Yak-15; F-22; BF 109; Sukhoi PAK-FA; FW 190 als Konturenmodell; Fieseler Storch; Taurus von Küstenflieger; Impaction von Joost ...

19

Sonntag, 18. Dezember 2016, 21:55

Hallo!

Danke Jörg, freut mich dass sie dir gefällt. :nuts:

Hier ist das versprochene Video von der Schwerpunktermittlung:



Außerdem habe ich noch ein paar Bilder vorbereitet. Die Finne am Heck ist jetzt auch installiert.




Jetzt mit geplotteten roten Ziffern. Und Staurohr (zu Ausstellungszwecken)


Auch ein schöner Rücken kann entzücken! :D


Lage der RC-Komponenten. Die Haube wird von zwei Magneten gehalten. Mal sehen ob ich die Lage des Empfängers so lasse, richtig glücklich bin ich damit noch nicht, aber der Platz ist begrenzt. ???


Die Unterseite. Es fehlen noch die Ruderanlenkungen.

MfG Julian

Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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20

Sonntag, 18. Dezember 2016, 22:17

Tolle Arbeit Julian. Wie immer
Ich hätte nicht gedacht, daß der Flieger so schön ohne Antrieb gleitet.
Ich bin in Polen geboren und habe die Mig sehr oft als Kind über unserem Haus gesehen. Flughafen war 30km entfernt. Später auch Life gesehen, auf dem Flugplatz angefasst. Wie die Starfighter 104, auch ein Flieger, der Geschichte geschrieben hat.
Viel Erfolg von mir. Schaue gerne zu.
Bin gerade zum Holzwurm geworden. Man soll aber nie , nie wieder sagen ;)

Viele Grüße Leo :w