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Mittwoch, 22. November 2017, 20:35

Aviatik Berg D1 1:4 in Museumqualität

Hallo Co-Piloten,

ich komplettiere zurzeit einen Prototyp einer Aviatik Berg D1 von Adolf Matonoha, Bali.
Mit dem Firmeninhaber bin ich seit 8 Jahren befreundet. Zwischen uns findet ein intensiver Erfahrungstausch statt.

Er hat mir das Modell, das ich hier vorstelle, zur Verfügung gestellt, um es mit RC- und Antriebskomponenten auszustatten, zu finishen und zu erproben.

Der Firmeninhaber hat das Modell selbst gebaut. Er ist gelernter Goldschmied und passionierter Holzwurm. Jedes Teil des Modells ist in Handarbeit entstanden. Zig Urmodelle aus Wachs waren die Grundlage der MG-Attrappen, der Bedienelemente und der vielen Beschläge. Das Modell ist ein Holzbau mit Tragflächen in offener Rippenbauweise und mit einem tragenden Höhenleitwerk. Bis ins Detail gehend werde ich das Modell nach Abschluss der Erprobung in der FMT vorstellen.

Wer sich über das Unternehmen informieren möchte, wird hier fündig: http://www.adolfmatonoha.com

Mit diesem Thread möchte ich in erster Linie auf das Modell hinweisen und einige zur Fertigstellung des Modells erforderliche Arbeiten zeigen, insbesondere das Finish.
Auf geht´s:

8 Wochen brauchte die in einer riesigen Kiste vepackte Berg, um über UK bei mir anzukommen - zum Glück unversehrt.
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Mittwoch, 22. November 2017, 20:45

Nach Betrachtung vieler Fotos weiß ich, was man sehen würde, wenn man in das Cockpit des manntragenden Vorbilds schauen würde.
Beim Blick in das Cockpit des Modells fallen zumindest mir keine Unterschiede auf. Der Steuerknüppel und das Ruderpedal sind bereits über Seilzüge mit den Rudern verbunden. Schließt man zwei nicht sichtbar verlegte Schubstangen an das Höhen- und das Seitenruderservo an, bewegen sich beim Betätigen der Ruder der Steuerknüppel und das Pedal mit. Selbst der Gashebel kann mit einem Servo mitbewegt werden.
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Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

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3

Mittwoch, 22. November 2017, 21:47

Alle Achtung :ok:
Das schöne Modell soll in die Luft? Respekt....
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

4

Mittwoch, 22. November 2017, 21:53

Hallo Bernd, du kennst mich:

Was ich konstruiere / baue / fertigstelle, bringe ich auch in die Luft. Zu schade zum Fliegen gibt´s bei mir nicht!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

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5

Mittwoch, 22. November 2017, 22:10

Da gehört ein Flugzeug auch hin, in die Luft.
Ich wünsche dir gutes Gelingen.
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

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Mittwoch, 22. November 2017, 23:05

Die Fahrwerkstreben bestehen aus hartgelöteten V2A-Rohren, die mit tadellos ausgeführten Lötstellen miteinander verbunden sind. Die Achse, die Räder und die Gummifederung muss man selbst montieren. Die Gummienden habe ich mit einer gequetschten Messinghülse verbunden.
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Mittwoch, 22. November 2017, 23:13

Unterhalb des Motors befinden sich die Rahmen für die Leitwerkservos. Um mehr Halt für die Befestigungsschrauben zu realisieren, habe ich die Rahmen mit Pappelsperrholzbrettchen verstärkt. Die kräftigen Hitec-Servos tun sich leicht, nicht nur die Ruder, sondern auch den Steuerknüppel und das Ruderpedal mitzubewegen.
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Mittwoch, 22. November 2017, 23:28

Als Antrieb verwende ich einen für bis zu 10S ausgelegten 2,7 kW-Magnum-Motor, beim Erstflug in Verbindung mit einem 24x14 Prop und einem 3S- Akku.
Sollte der Vortrieb wider Erwarten nicht ausreichen, werde ich Zellenzahl und Propeller verändern, bis es passt. Im Akkufach ist reichlich Platz.
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Mittwoch, 22. November 2017, 23:48

Der Abtriebshebel des Querruderservos und das Ruderhorn sind seitlich versetzt. Deshalb habe ich Kugelgelenke eingesetzt.
Die Querruderlagerung ist spielfrei und leichtgängig.

Ein im Angebot als 1:4 deklarierter Pilotenkopf, den ich gekauft habe entspricht tatsächlich leider 1:3. Inzwischen habe ich einen anderen Pilotenkopf im Visier, suche aber weiter.

In der letzten Woche machte ich mir Gedanken über die Lackierung. Gemäß meinen Unterlagen gab es keine zwei identisch gemusterte Berg D1. Die meisten Maschinen besaßen einen Lozenge-Tarnanstrich. Ich entschied mich, den Rumpf - wie auch bei einigen Vorbildern zu sehen - nicht farblich zu lackieren, und die Tragflächen und das Leitwerk mit einem Lozenge-Muster zu versehen.
Mit dem Vektor-Grafik-Programm Inkscape zeichnete ich eine große Schablone und spielte am Rechner verschiedene Farbmuster durch. Mit Hilfe der ausgedruckten Schablone zeichnete ich die Ecken der Hexagone auf die Tragflächen.

Morgen geht´s weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
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Donnerstag, 23. November 2017, 10:57

Mittels eines langen Lineals aus Zeichenkarton zeichnete ich die Umrisse der Hexagone auf die Tragfläche.

Auch die Umrisse der Balkenkreuze zeichnete ich mit Hilfe einer Pappschablone auf die Tragfläche. Die Balkenkreuze malte ich freihändig aus.
Danach klebte ich die Umrisse gleichfarbiger Hexagone ab und malte die Hexagone bunt. Bezüglich der Farbwahl und der Anordnung der Hexagone richtete ich mich nach einem mehr als 100-seitigen Buch, in dem ausschließlich die Berg D1 und D2 mit zahlreichen Abbildungen sehr ausführlich beschrieben sind.
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Donnerstag, 23. November 2017, 13:53

Die Doppeldecker dieser Epoche sind meine heimlichen Lieblinge.
Sehr kurzweiliger Bericht vielen Dank dafür.
Beim Malen von lozenge Tarnung bin ich schon fast in den Wahnsinn getrieben worden.
Ich drücke dir und deinen Nerven den Daumen :tongue:

Liebe Grüße,
Tobias
Gyros in Flächenmodellen sind wie hinsetzen beim Pinkeln! :tongue:

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Donnerstag, 23. November 2017, 14:45

Hallo Tobias,
danke für deinen netten Kommentar.

@ All:
Das Lozenge-Muster ist in der Tat anspruchsvoll, besonders wenn wie im Fall meiner Berg diagonale Streifen durchlaufen. Jedes Feld ist - außer im Bereich der Streifen - von 2x3 gleichfarbigen Feldern umgeben. So war es gemäß Doku wohl vorgeschrieben.
Trotz Konzentration und mehrfacher Kontrolle habe ich mittendrin zwei Felder mit der falschen Farbe lackiert. Zum Glück habe ich das kurz danach bemerkt, als die Felder noch abgeklebt waren. Also trocken gefönt und mit der richtigen Farbe nachlackiert. Zeitverlust ca. 5 Minuten. Damit kann man leben.
Empfehlung für Kollegen, die irgendwann mal ein Lozenge Muster aufmalen wollen: Absolute Konzentration! Mehrfache Kontrolle, bevor es mit Farbe losgeht. Pausen einlegen und Zwischenkontrollen durchführen! ;) ...

Auf dem anhängenden Bild die zur Zwischenkontrolle abgelegte Fläche
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Donnerstag, 23. November 2017, 14:57

Die fast komplett fertig lackierte Oberseite der oberen Tragfläche mit Gebrauchs- / Alterungsspuren..

Noch ein wenig Feinschliff beim Weathering - danach neble ich eine hauchdünne Schicht Seidenmattlack drüber.
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Friedhelm Hess

RCLine User

Wohnort: Hagen /NRW

Beruf: Rentner (früher Postler)

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14

Donnerstag, 23. November 2017, 18:02

Wolfgang ich kenn dich jetzt schon viele Jahre,und jedesmal wenn du wieder was einzigartiges geschaffen hast setzt du noch einen drauf!
Woher kommt deine unbändige Schaffenskraft?

LG

Friedhelm

Jürgen Be

RCLine User

Wohnort: Vaihingen/Enz

Beruf: Postler

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Donnerstag, 23. November 2017, 18:13

Ich staune auch immer wieder 8(

Gruß Jürgen :w
Mein Verein:
http://hmsv.net/

16

Donnerstag, 23. November 2017, 18:42

Hallo Friedhelm,
ich freue mich sehr, dass auch du mir über die Schulter schaust. Deine Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit.
Mir macht es nicht nachlassenden Spaß, die durch reichlichen Erfahrungsaustausch erworbenen Fähigkeiten in die Tat umzusetzen und an Interessierte weiterzugeben.

Hallo Jürgen,
uns beiden macht es doch Spaß, uns gegenseitit hochzupushen, oder? ;)

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang

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Donnerstag, 23. November 2017, 18:43

Großartig.

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Donnerstag, 23. November 2017, 18:52

Schon bevor ich die letzten Hexagone ausgemalt hatte, wollte ich wissen, wie sich der von mir gewählte Lack schleifen lässt.
So bearbeitete ich einige Farbfelder mit super-feinem Microfinishing Film - teilweise auch mit Poliervlies - und konnte zügig Schlieren und Abrieb realisieren.
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MFVR-Uwe

RCLine Neu User

Wohnort: Rotenburg (Wümme) www.mfvr.net

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Donnerstag, 23. November 2017, 18:56

Moin zusammen,

ich bewundere neben Wolfgangs wunderbaren Bauwerken mit den
vielen schönen Details ja auch immer seinen Mut, z. B. ne Tragfläche
von einem 16.500 Dollar Modell so forsch den norddeutschen
Waschbetonplatten auszuliefern zeugt von Angstlosigkeit!!! :ok:

Tolle Arbeit, ich bin gespannt wie`s weitergeht!

mit Wasserfliegergruß
Uwe

20

Donnerstag, 23. November 2017, 18:58

By the way: Die auf meinem letzten Bild zu sehenden Nähte sind keine Imitationen. Die Bespannung ist tatsächlich mit jeder Rippe vernäht!

@ Tom:
Danke für deine Anerkennung! :w

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