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Montag, 10. Juli 2017, 18:33

Wie lernt man fliegen? Erfahrungen eines Fluganfängers

Als neuer Thread, aus dem anderen ausgeklinkt, beginnend mit meinem letzten Beitrag, der die wesentlichen Ereignisse enthält.

Es gibt übrigens eine Seite fliegerhimmel, in der kostenpflichtig von der DVD bis zur praktischen Schulung Angebote enthalten sind. Kann dazu jemand was sagen? Ich würde mich wundern, wenn es so ginge.

Mein Weg ist Einzeltäter und Elapor. Dabei hab ich auch keine Hemmungen, einen Elaporflieger durch den nächsten zu ersetzen. Elapor im Anfang ist eben ein Verschleißteil, und bei den Preisen heutzutage kann man ja nicht meckern.

Mein Modell ist die Pilatus PC 6 von MPX, die komplett mit Regler, Motor, Servos versandkostenfrei schon für 110 Euro angeboten wird. Ist der erste Flieger versemmelt, bleibt ja noch die ganze Elektronik erhalten, und Ersatzteile von der Fläche bis zur Schraube.

Schwachpunkt an der Pilatus ist das Fahrwerk. Sitzt nicht weit genug vorn wegen der langen Schnauz und ist insgesamt etwas wackelig. Wirklich brauchen tut man das Fahrwerk nicht.

Hier also der letzte Beitrag, ausgeklinkt:

Thema Flugeinsteiger.

Wie lange dauert es, bis man fliegen kann? Nun, perfekt fliegen kann man niemals, daher kleine Eingrenzung: Wie lange dauert es, bis man mit einem Flächenmodell 100 Platzrunden drehen kann mit beliebig vielen Landungen ohne Unfall oder kritische Situation?

Das hat bei mir ungefähr 100 Platzrunden, mit ca. 50 teils blutigen Landungen gedauert. Davon waren genug Bruchlandungen, um 2 Flieger zu versemmeln.

Dann ist der Knoten geplatzt.

Mir der Pilatus Nr. 3 wurden bis jetzt ca. 200 Platzrunden gedreht mit ca. 50 Landungen. Alles ohne kritische Situation, Flieger ist bis auf kleinere Elapor-Klebestellen intakt.

Es ist wirklich so, daß irgendwann ganz plötzlich der Punkt kommt, wo alles geht. Was geht jetzt?

1.) Anflug über der Landebahn ca. 1 m über dem Boden, ca. 2 m vom Piloten entfernt (man kann den Flieger fast mit der Hand berühren, sieht sehr schön aus). Das geht beinahe bei jeder Runde so, und ist ungefähr gleichbebeutend mit Landung. Dabei kann es passieren, daß der Flieger tatsächlich aufsetzt, wenn er von 1 m Höhe ein bißchen runterfällt. Dann ist es eben eine Landung, Motor aus und gut ist. Sinn der Übung ist, daß man praktisch mit jeder Platzrunde eine Landung simuliert. Und zwar so, daß die Mitte Landebahn getroffen wird. Man muß sich zwingen, die gerade Linie zu finden, und nicht rumjucksen. Die Landung muß sich in das Gehirn einbrennen. SO daß man sie blind ausführen kann.

2.) Auch bei rauen Windverhältnissen, so geschätzte 3-4 Beaufort mit Böen von 5-6 geht es. Mit dem Wind hatte ich im Anfang größte Probleme, das ist jetzt vorbei. Kritisch ist die Wende gegen die Windrichtung. Man muß dabei sehr darauf achten, den Flieger nicht zuviel Schräglage zuzulassen, da ihn der Wind auf den Rücken werfen kann. Insgesamt ist bei Wind auch ein Höhenzuschlag sinnvoll. Und das Gas nicht zu stark abmagern.

3. Bei Wind ist der Gyro sehr wertvoll. Wenn man den aus- und dann wieder zuschaltet, sieht man den Unterschied. Mit Gyro liegt er viel ruhiger, wie ein wesentlich größeres Modell. Der Gyro kann das Modell allerdings nicht gerade legen, der hat keine Wasserwaage, der mindert nur die Turbulenzen. Ich fliege mit dem MPX G3, der nur ein Querruder unterstützt. Es gibt andere Gyros, die beide Querruder steuern. Der MPX reicht aber. Der Effekt ist da.

4.) 8en fliegen. Ist eigentlich dasselbe, es gibt aber Leute, die sagen, eine 8 ist anders als eine Runde. Hat sich aber nicht als Problem herausgestellt.

5.) Es gab bei den letzten 200 Platzrunden 2 unerwünschte Bodenkontakte. Beide entstanden durch Abmagern in niedriger Höhe (ca. 8-10m). Das war, um herauszufinden, wie stark man ihn verlangsamen kann. Vermeidet man das, passiert auch nix.

6.) Landeklappen: Landeklappen bei Gegenwind sind kritisch, weil er leicht verhungert. Irgendwann steht er und STrömungsabriß. Wenn man aber mit Landeklappe und Halbgas landet, haben die Klappen keinen Vorteil. Ich würde sagen, bei Windstille sind die super, bei WInd besser weglassen.

7.) Handstart: bei stärkerem WInd mache ich Handstart. Ohne Fahrwerk. Weil es leicht sein kann, daß er beim Abheben auf die Seite geworfen wird. Handstart mit der Pilatus: Vollgas oder nahezu Vollgas ist angesagt, nach vorn werfen, nicht nach oben. Dann sackt die vielleicht wenn überhaupt 50 cm durch und geht dann ab.

Der Unterschied zum Anfang ist, man weiß jetzt ziemlich genau, was man machen muß. Also Quer links und Höhe heißt, ich muß mit Quer rechts geradelegen. Bläst der Wind stark rein, macht man ein bißchen quer und legt gerade, wieder ein bißchen und geradelegen. Alternativ mit Vollgas auf der Messerkante die ganze Wende. Muß man aber aufpassen, daß der Flieger nicht überkippt, dann wird es kritisch.

Anders gesagt, man hat zunehmend mehr Szenarien im Kopf gespeichert und wird nicht so leicht überrascht von etwas, was man noch nicht kennt. Wird es unklar, Flieger hoch, Gas raus und mit den Knüppeln herausfinden, wie er liegt. Dabei bringt Höhe wenig, aber Querruder viel. Das sind so meine EIndrücke.

Zusammengefaßt:

50 Chaosrunden mit Chaoslandungen, ständige Reparaturen.

50 kritische Runden mit kritischen Landungen (Schäden reparierbar, aber 2 Flieger krumm, daher ausgemustert ).

200 weitere Runden mit Flieger Nr. 3 ohne kritische Situationen. Flieger paßt jetzt.

Nun, die Pilatus ist ein Hochdecker. Kein kritischer Flieger. ABer die WIndverhältnisse am Platz haben es schon in sich. Auf der Kuppe wird er mit einer Riesenfaust durchgerüttelt, im Tal sind Turbulenzen, plötzliche Lageänderungen, vor allem, wenn man zu langsam fliegt. Das muß man sich reinziehen, um zurechtzukommen.

Thema Flugsimulator:

Im Gegenwärtigen LErnstadium ungeeignet. Auf dem Flugfeld hat man das 180 Grad Panorama, und sieht jederzeit die Bodenlinie, im Simulator hat man ein kleines Fensterchen (völlig unrealistisch) im Himmel, man kann nicht zoomen, wo der Boden anfängt. Außerdem hat jedes Fluggelände vom Wind her so seine typischen Merkmale, das muß man vor Ort erfliegen, der Simulator hilft da gar nicht. Gut, andere sagen was anderes, vielleicht ist es bei Helis ja auch anders, aber für die Fläche lehne ich den Simulator ab als völlig unrealistisch.

Man müßte Simulatoren bauen mit Goog__le Brille mit 180 Grad Panorama. Billiger ist allerdings, gleich auf das Flugfeld zu gehen.

Resultat:

Ich fühle mich jetzt fit für den Dogfighter. Der ist am nächsten Wochenende angesagt.

Regler 40 A bei 850 g Fluggewicht sagt ja schonmal was. :nuts:


Xeno

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »xenophon« (10. Juli 2017, 19:24)


2

Montag, 10. Juli 2017, 19:13

Um die Zusammenfassung zu ergänzen, es ist jetzt ungefähr 6-8 WOchen her, daß ich mit dem Fliegen eingestiegen bin:

Man sagt immer, Fliegen heißt landen. Ist bei mir nicht der Fall gewesen. Landungen habe ich von Anfang an immer hinbekommen. Natürlich nicht auf der Startbahn, aber irgendwo im flachen Winkel im hohen Gras. Und natürlich kostet das sowohl Propeller als auch gebrochene Motorwellen.

Mein Hauptproblem war aber ein ganz anderes, nämlich daß der Flieger im Flug unklar kam. Keine Lageerkennung. Häufige Abstürze.

UNFALLANALYSE:

1.) Hauptgrund des Übels: Flieger zu weit weg fliegen lassen. Ein ziemlich gemütlicher Flieger wie die Pilatus macht mit Rückenwind locker 60 kmh. Das sind 1000 m in einer Minute, oder 100 Meter in 6 Sekunden. 6 Sekunden sind sehr kurz. Wenn man sich nicht dazu entschließt, den Flieger zu wenden, ist er in 18 Sekunden 300 m weit weg, nur ein Strich in der Landschaft, und womöglich taucht er hinter einer Baumgruppe ein.

ABHILFE von diesem Megafehler: Flieger an der kurzen Leine halten, nicht mehr als 75 Meter zu jeder Seite, dann Wende. Was mich daran gehindert hat, war die Trimmung. Man will trimmen, und trimmt und trimmt und plötzlich ist der FLieger 300 Meter weg. Den dann noch zu wenden, ist kritisch, und wenn es nicht klappt, ist der Absturz die Folge.

2.) Zu niedrige Flughöhe.

Sobald der Flieger weiter weg ist, soll er steigen. Alles was sich weiter weg 10 m über dem Boden ereignet, riecht nach Unfall.

3.) Zu stark abgemagert

Abmagern darf man den nur im Landeanflug. Wenn zu der Entfernung noch die niedrige Flughöhe und abmagern hinzukommt, ist der Untergang nahezu zwangsläufig.

ABHILFE: Flieger weiter weg, immer hoch, immer schnell. Abmagern nur im Landeanflug.

4.) Trimmen:

Es ist ganz falsch zu versuchen, den Flieger in einem Durchgang zu trimmen. Man hat ja nur die Gegengerade, und man hat nur max. 12 Sekunden. Das reicht nicht.

Man muß den Flieger wenden, wenn die Trimmung noch nicht fertig ist. Sonst hat der Flieger fertig.

Und bei der nächsten Gegengerade weiter machen.

Höhenruder:

Wenn der neue Flieger plötzlich (wie bei mir mehrfach geschehen) mit der Schnauze senkrecht im Himmel hängt, kommt Panik auf.

Gründe:

Schwerpunkt zu weit hinten (war eigentlich nie der Fall).

Falsche Einstellung des Höhenruders. Das kann schnell passieren, wenn man nicht aufpaßt. Dann steht das Höhenruder 4 mm hoch, und der FLieger sucht den Himmel.

Das ist eine sehr kritische Situation, wg. Strömungsabriß etc.

Man muß dann kräftig drücken. Eklig. Man muß es aber tun. Und so schnell wie möglich den Flieger zurückholen und landen, um das abzustellen. Sagt sich einfach, kriege ich heute auch hin, im ANfang hab ich das nicht geschafft. Absturz.

Querruder:

Das Trimmen vom Quer Ist beim Erstflug eigentlich immer angesagt. Meist ist der Gyro aber besser als ohne. Flieger hoch, Gegengerade, Gyro aus und trimmen. Oder, wenn man dem Gyro nicht traut, eben umgekehrt.

Der Trick ist, beim Trimmen die Wendemarke nicht zu verpassen.

IST DER FLIEGER 100m weg, muß spätestens die Wende erfolgen, egal, ob die Trimmung fertig ist oder nicht.

Das sind meine mit 2 Schrottmodellen höchstpersönlich erflogenen EIndrücke.


5.) Unklare Fluglage

Es ist überhaupt nicht zu vermeiden,d aß der Flieger in eine unklare Fluglage kommt. Läßt man ihn kurz aus den AUgen, oder ist die Sonneneinstrahlung stark, hat man einige Momente keinen Kontakt. Wenn der Wind noch stark reinbläst, kann alles passieren.

Dann kann der Flieger auch auf dem Rücken liegen oder statt zurückzufliegen kann er wegfliegen.


Man hat je nachdem nicht viel Zeit und HÖhe, um die Lage zu erkennen.

Querruder rechts, hat zur Folge, daß er entweder rechts schwenkt, dann fliegt er weg und es muß sofort eine Wende eingeleitet werden.

Legt er sich auf den hängenden Flügel gerade, fliegt er zurück.

Fliegt er aber auf dem Kopf, ist es umgekehrt. Höhenruder, und macht er Looping, war er auf dem Kopf.

Man hat nicht viel Zeit dafür.

Solche Situationen kommen immer vor, gar nicht zu vermeiden, allein schon wegen dem Wind.

Man muß Erfahrungsmuster dafür speichern.

Mittlerweile ist es bei mir so, daß ich damit klarkomme, auch wenn der 500 m weg ist, aber es braucht dafür Höhe. Höhe ist durch nichts zu ersetzen.

Folgerungen:

Der Flieger darf NIEMALS zu weit abhauen.

Er muß in unklaren Situation möglichst viel Höhe haben. Hat er die nicht, versuchen anzuheben.

Mit dem Regelwerk bin ich jetzt 200 Platzrunden weit ohne Unfall gekommen.

Andere machen es anders, aber es sind meine EIndrücke.

Xeno

3

Dienstag, 11. Juli 2017, 15:55

Zitat

Andere machen es anders, aber es sind meine Eindrücke.

Das was Du so ausführlich beschreibst sind die typischen Anfängerfehler.
Zu weit weg Fliegen, dann keine Lageerkennung mehr.
Bei unklaren Situationen Motor aus und am Höhenruder ziehen = Strömungsabriss und das Modell fällt runter.
Modell zu stark in die Kurve legen und dann nicht mehr wissen wie man da raus steuert.

Beim Trimmen solltest Du eigentlich nicht vom Modell wegschauen.
Übe vorher trocken, ohne hinzusehen, wo deine Trimmhebel sitzen.
Ein Helfer zum Trimmen erleichtert die Sache ungemein, gerade wenn es um einiges fehlt.

Ein Simulator ist für mich nur ein Hilfsmittel, mit dem man auch bei schlechtem Wetter trainieren kann.
Die Lernphase auf dem Platz verkürzt sich dadurch. Ein kompletter Ersatz für fliegen am Platz kann es nicht sein.

4

Dienstag, 11. Juli 2017, 18:43

Erstflug Dogfighter

Der Dogfighter von MPX war vor 3-4 Wochen mal kurz in der Luft, habe sofort gemerkt, daß ich mit dem Flieger überhaupt nicht klarkomme (zu schnell, zu wibbelig) und den konsequent geerdet, um Schlimmeres zu verhindern. Etwas unsanft auf die Wiese gesetzt, Schäden keine, außer Prop gebrochen.

Jetzt bin ich 200-250 Platzrunden mit der Pilatus weiter, das sind ungefähr 14 Flugtage zu ca. jeweils 2 Stunden mit Akku laden etc.

Die große Frage war: Fit für den Dogfighter?

Aber erstmal: Modell gründlich checken.

Aus bitterer Erfahrung, erstmal die Ruder gecheckt. Wenn die nicht exakt fluchten, hat man schnell den Drehwurm eingefangen. Ganz schlimm ist es, wenn das Höhenruder hoch steht. Solche Abweichungen kann man am Servogestänge richten, damit man sich keinen Trimmweg verbaut. Soweit war aber alles in Ordnung.

Mit an Bord: MPX Gyro G3 sowie ein Modellfinder (Piepser), der zwischen Ruder und Empfänger geschaltet wird. Nach einer Minute ohne Ruderkommando piepst der. Ohne das, wenn ein kleiner grüner Flieger wie der Dogfighter in ein grünes Kornfeld fallen sollte, hat man überhaupt keine Chance, den zu finden.

Gyro testen: ausschalten, wieder zuschalten. Dabei sollten sich die Ruder nicht bewegen. SInd Ruderbewegungen zu sehen, ist der Modus am Sender auf "Hold" und die Trimmung wird abgeschaltet. Das hatte ich schon mal, muß man ändern. Test auf richtige Richtung des Gyros. Das ist je nachdem schwer zu sehen, weil die Korrektur nur 1 mm ausmacht, je nachdem, und bewegt man den Flieger richtig schnell, um die Korrektur größer zu machen, kann man es ebenfalls schlecht sehen. Die Richtungsänderung bei dem G3 ist sehr umständlich, mit Jumper abziehen, umständliches Herumgefummel, Jumper wieder drauf, und oft nimmt er es nicht. Der Gyro ist, um Legenden zu widerlegen, keine Wasserwaage. Der ist ein Winkelbeschleunigungsmesser, und setzt der Lageänderung je nach Geschwindigkeit einen adäquaten Ruderausschlag entgegen. Die Lage des Fliegers kennt er nicht, er kann ihn auch nicht gerade legen. Er kann nur Veränderungen der Fluglage dämpfen. Deshalb ist auch die Bezeichnung "Kreisel" völlig falsch. Der Gyro hat mit einem Kreisel überhaupt nichts zu tun, heißt aber eben so. Das hab ich alles so nach und nach herausgefunden.

Das wurde also alles gecheckt, alles in Ordnung. Wenn dem so ist, steht dem Einsatz des Gyros beim ersten Start nichts im Wege. Man sollte ihn gleich mitbenutzen.

Schwerpunkt: da ein Tiefdecker, wird der in Rückenlage ausgewogen. Mit dem 2700er Akku vorn zu leicht. Mit 3100er Akku immer noch zu leicht. Akku vorn auf Anschlag. Also: auswiegen mit Fensterkitt, da kamen 50 g zusammen, daher 50g Blei vorn über den Motor getaped. Schwerpunkt ist dann leicht vorn.

Und dann ein bißchen Theorie, ich finde, ohne Theorie geht es nicht:

Gewicht und Leistung: Der Flieger hat 850 g Startgewicht, in meinem Falle also 900 g. Der Prop ist 10x7, war aber bei besagter Erdung vor 3-4 Wochen gebrochen, verfügbar war ein 10x5 Starrprop. Eigentlich sollte ein Klappi drauf, geht aber nicht wegen Besonderheiten der Motorhalterung. Da paßt kein Klappi hin.

Nun gibt es das schöne Programm (Freeware) Drive Calculator

Mit dem Motor himax 3516-1130 zeigt es bei 11,5 V

und 10x7 starr mehr als 40 A, 10500 U und einen recht brutalen Standschub von 1950 g.

Mit dem 10x5 starr sind es 34 A, 11000 U und ein immer noch sehr knackiger Schub von 1830 g. Im Prinzip paßt der besser.

Es stand also für den Start zu erwarten: mehr als genug Schub in allen Lebenslagen.

Daher Start mit Halbgas.

Und los, aus der Hand geworfen.

Flieger legt sich blitzartig auf die linke Seite, 1 Meter über Boden, Alarm, aber die Fingerchen sind mittlerweile so weit, daß sie solche Lageänderungen ohne Überlegung korrigieren. Ganz sicher kommt dieses Kippen vom Drehmoment des Antriebs. Was darauf schließen läßt, daß man auf keinen Fall mit Vollgas starten sollte. Besser wäre es auch, den nicht nach vorn zu werfen, sondern nach oben. Bliebe noch die Frage: wo war da der Gyro? Vielleicht Empfindlichkeit nachstellen ... mal sehen.

Dann ging der ab.

Wie die Hölle.

Senkrecht.

Der ist mit Halbgas deutlichst schneller als die Pilatus mit Vollgas.

Die Haupteigenschaft würde ich mit dem Wörtchen "knackig" bezeichnen. Richtig knackig ist der.

Minimale Ruderbewegungen werden blitzartig umgesetzt, trotz Weg = 70% und Expo = 35% sind hier sehr weiche Finger angesagt. Grobmotorische Knüppelbewegungen sind definitiv nicht anzuraten. Und schnell muß es gehen.

Geflogen wurde maximal Halbgas, das reicht für geschätzte 80 km/h locker.

Weiterer Unterschied zur Pilatus: Wenn man die stark beschleunigt, steigt sie ziemlich kräftig. Das liegt womöglich an dem ziemlich bauchigen Flügelprofil. Der Doggi steigt überhaupt nicht, sondern behält exakt die Fluglage und die Richtung bei, wie mit dem Messer durch die Luft geschnitten. Das ist natürlich sehr angenehm, wenn man da nicht dauernd drücken muß.

10 Minuten in der Luft, setzte ein richtiges Unwetter ein, Landung auf der Startbahn völlig problemlos und ab ins Auto.

Fazit:

ICh bin sehr zufrieden. Der Flieger war für mich vor 3-4 Wochen völlig unfliegbar, jetzt komme ich zumindest beim Erstflug gut damit klar. Das waren die besagten 200-250 Platzrunden mit der Pilatus, die haben sich voll ausgezahlt.

Der Doggi ist sauschnell, eine ganz andere Kategorie als die Pilatus, und macht natürlich viel mehr Spaß.

Wenn ich den im Griff habe, so die Planung, ist der Funjet Ultra an der Reihe. Da will ich hin.


Xeno

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »xenophon« (11. Juli 2017, 19:22)


schmonzel

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5

Mittwoch, 12. Juli 2017, 09:57

Meinen DF werfe ich schräg nach oben mit 75 % Gas, der dreht auch leicht weg, das wird aber automatisch durch den rechten Daumen korrigiert ( Mode 2 ).
Viel Spaß damit, so richtig fetzt es mit Vollgas auf Wadenhöhe, dann noch auf dem Rücken !!
Und ja, der FJ Ultra ist wieder etwas anders, hinzu kommt die fiese Luftschraube hinten, also niemals dem Flieger hinterher winken, es sei denn, du hast
Nadel und Faden vor Ort :-) - >> Unbedingt einen Wurfhelfer für den Erstflug !! ( und evtl. Starthilfe proggen, leicht hochgestelltes HR ).
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
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Ströher

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6

Mittwoch, 12. Juli 2017, 10:54

Es wäre ein Versuch wert, den Weg noch ein wenig zu begrenzen. Am Anfang kann das hilfreich sein...... Und eine noch kleinere Luf(s)t Schraube könnte da auch vielleicht etwas helfen. 9x5???? Der Schub reicht immer noch....
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

7

Mittwoch, 12. Juli 2017, 13:37

@schmonzel

Exakt! Schräg nach oben mit leichter Schlagseite nach rechts und er liegt perfekt in der Luft.

@Ströher

Mußte heute ausweichen auf 11x5.5 von der Pilatus, als der 10x5 kaputt ging. Auch dieser Prop geht problemlos.

Der Drive Calculator sagt dazu: Drehzahl sinkt auf 9000 (das konnte man auf dem Platz auch hören, ist wegen der 11 Zoll), Strom 38 A, und der Schub mit 1720 g mehr als ausreichend.

Flugtag heute:

3 Akkus leer geflogen, ging alles relativ problemlos, trotz böigem Wind so um die 3-5 Bf. Ca. 40 Platzrunden. Landungen auf der Landebahn, trotzdem ein Prop gebrochen. Immerhin, die erste Annäherung ist erfolgt. Durch den Wind wirkten die Ruder recht flatterig, war mit dem bloßen Auge erkennbar. Weiß derzeit nicht, ob das am Gyro liegt, Empfindlichkeit vielleicht zurücknehmen, oder ob das bei kräftigem Wind eben so ist. Dieses Flattern kostet natürlich speed, keine Frage.

Interesse hätte ich an der 4s Version. Man muß sagen, der ist schnell, heute hab ich auch mehrmals Vollgas gegegen, aber sobald man das mal eine Stunde geflogen hat, ist die Schnelligkeit wieder relativ und man könnte sich vorstellen, daß noch ein bißchen mehr gehen könnte. :O

Xeno

8

Mittwoch, 12. Juli 2017, 15:11

Zitat

Thema Flugsimulator:

Im Gegenwärtigen LErnstadium ungeeignet. Auf dem Flugfeld hat man das 180 Grad Panorama, und sieht jederzeit die Bodenlinie, im Simulator hat man ein kleines Fensterchen (völlig unrealistisch) im Himmel, man kann nicht zoomen, wo der Boden anfängt. Außerdem hat jedes Fluggelände vom Wind her so seine typischen Merkmale, das muß man vor Ort erfliegen, der Simulator hilft da gar nicht. Gut, andere sagen was anderes, vielleicht ist es bei Helis ja auch anders, aber für die Fläche lehne ich den Simulator ab als völlig unrealistisch.

Vielleicht paßt er momentan nicht für dich. Generell finde ich ihn sehr praktisch um die richtigen Reflexe und Bewegungen zu erlernen (mehr noch beim Heli). Im Freien nimmt man halt ein einfaches Modell (ES), das nicht so schnell etwas falsch macht, wenn der Pilot mal wieder falsch steuert und fliegt hoch genug. Im SIM kann ich verschiedene Modelle testen. Nicht alle sind realistisch (ES im Phoenix :-( ). Andere gibt es nicht F3P. Auch mit dem Flugzeug neue Manöver üben geht gut und sicher mit dem SIM.

Die Sicht im SIM kannst du ja verändern. Wenn man mehr Gegend sieht, dann ist halt das Modell kleiner. Das ist nicht optimal, aber immer noch hilfreich. Gerade bei Autorotationen mit Heli ist es lästig, wenn man nicht aus dem Augenwinkel den Horizont/Boden sieht. Trotzdem kann es eine Menge Geld sparen. Aber auch am Flugfeld hast du nur begrenzte Sicht. Wenn das Modell etwas schneller oder beweglicher ist, dann ist dein Blick darauf fixiert. Da sieht man nicht mehr viel von der Umgebung, sondern nur den kleinen Bereich dort. Ist was anderes bei einem ES, den man schon mal eine halbe Minute sich selbst überlassen kann und der praktisch von alleine landet.

RK

Ströher

RCLine User

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9

Donnerstag, 13. Juli 2017, 10:05

Mußte heute ausweichen auf 11x5.5

Natürlich, die Steigung eines Props verlangsamt oder erhöht die Geschwindigkeit. Bei 11X5 ist das Teil dann weniger schnell. Dafür steigt es dann "bis zum Mond". Mit dem Durchmesser kannst du ihm aber auch diese Leistung beschneiden. Das Gegendrehmoment ist dann nicht mehr ganz so spürbar. Auch gib es bei kleineren Durchmesser dann auch eventuell Props mit 4er Steigung.....
aber sobald man das mal eine Stunde geflogen hat, ist die Schnelligkeit wieder relativ und man könnte sich vorstellen, daß noch ein bißchen mehr gehen könnte. :O

Vielleicht doch mal den DF Tread lesen????? Da sind jede Menge Erfahrungen wieder gegeben!!!!! :D
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

schmonzel

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10

Donnerstag, 13. Juli 2017, 10:18

Interesse hätte ich an der 4s Version. Man muß sagen, der ist schnell, heute hab ich auch mehrmals Vollgas gegegen, aber sobald man das mal eine Stunde geflogen hat, ist die Schnelligkeit wieder relativ und man könnte sich vorstellen, daß noch ein bißchen mehr gehen könnte. :O
Ja, aber Vorsicht, das wird ein anderes Kaliber, vor allem der Start. Wie Dieter schon schrieb, ich habe da mal einen eigenen thread eröffnet.
Dogfighter-Fanclub.
Hier der link zu einem flotten Video :
https://www.youtube.com/watch?v=gnrXuMAeXtA&t=14s
einstellen kann ich hier im Moment nix direkt !
Andreas
Happy flying, Andreas :prost:
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Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )

11

Donnerstag, 13. Juli 2017, 15:31


Ja, aber Vorsicht, das wird ein anderes Kaliber, vor allem der Start. Wie Dieter schon schrieb, ich habe da mal einen eigenen thread eröffnet.
Dogfighter-Fanclub.
Andreas


Mach ich alles. Der doggi ist noch zu neu, um den Thread gelesen zu haben!

Ich bin nach meinem Posting hier nochmal geflogen, und offenbar bringt der Vogel mir Glück:

Wetterstation meteomedia zeigt für den 12. 7. Wind bis 68 km/h. Habe ich aber erst nachträglich gesehen.

Als ich am Vormittag geflogen bin, waren es laut Diagramm so um 40-50 km/h. Wie beschrieben, hat der Flieger da schon ganz schön geflattert.

Als ich gestern spätnachmittag nochmal geflogen bin, ging der Wind gem Diagramm auf über 60 km/h.

Ich wußte das nicht, aber es war schon ganz schön am rauschen. Habe kurz überlegt: soll ich oder soll ich wieder zurückfahren? Das ist so eine Glaubensfrage. Vom Zurückfahren lernt man das Fliegen nicht. ALso los!

Ergebnis: Flieger weg. Vom Winde verweht. Kam auf der Leeseite vom Flugfeld kurz unklar, Flieger angehoben, um Lage zu checken, da packt der Wind da oben in der Höhe rein wie im Windkanal und drückt mir den Vogel innerhalb von Sekunden 200-300 m weg. Lage weiterhin unklar, in ganz kurzer Zeit war der über der Sichtgrenze.

R.I.P.

Und heute morgen kommt ein Vereinskollege mit dem Flieger. Tatsächlich war der fast 1000 m abgehauen, über Berg und Tal.

Der Grund war der Piepser. Den hat der Bauer gehört, von seinem Haus aus, im Feld nachgesehen, und den Flieger gefunden.

Schäden: Propellerbruch und Akku verdötscht. Sonst keinerlei Schäden. Absolut gar nichts kaputt.

Das muß Schicksal sein, denn die Chance für sowas ist 1:10000 oder so.

Das mit dem Wind hab ich mir jetzt gemerkt. War keine schlaue Idee. :O

Xeno

Thoemse

RCLine User

Wohnort: Dornbirn

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12

Donnerstag, 13. Juli 2017, 16:55


Ja, aber Vorsicht, das wird ein anderes Kaliber, vor allem der Start. Wie Dieter schon schrieb, ich habe da mal einen eigenen thread eröffnet.
Dogfighter-Fanclub.
Andreas


Mach ich alles. Der doggi ist noch zu neu, um den Thread gelesen zu haben!

Ich bin nach meinem Posting hier nochmal geflogen, und offenbar bringt der Vogel mir Glück:

Wetterstation meteomedia zeigt für den 12. 7. Wind bis 68 km/h. Habe ich aber erst nachträglich gesehen.

Als ich am Vormittag geflogen bin, waren es laut Diagramm so um 40-50 km/h. Wie beschrieben, hat der Flieger da schon ganz schön geflattert.

Als ich gestern spätnachmittag nochmal geflogen bin, ging der Wind gem Diagramm auf über 60 km/h.

Ich wußte das nicht, aber es war schon ganz schön am rauschen. Habe kurz überlegt: soll ich oder soll ich wieder zurückfahren? Das ist so eine Glaubensfrage. Vom Zurückfahren lernt man das Fliegen nicht. ALso los!

Ergebnis: Flieger weg. Vom Winde verweht. Kam auf der Leeseite vom Flugfeld kurz unklar, Flieger angehoben, um Lage zu checken, da packt der Wind da oben in der Höhe rein wie im Windkanal und drückt mir den Vogel innerhalb von Sekunden 200-300 m weg. Lage weiterhin unklar, in ganz kurzer Zeit war der über der Sichtgrenze.

R.I.P.

Und heute morgen kommt ein Vereinskollege mit dem Flieger. Tatsächlich war der fast 1000 m abgehauen, über Berg und Tal.

Der Grund war der Piepser. Den hat der Bauer gehört, von seinem Haus aus, im Feld nachgesehen, und den Flieger gefunden.

Schäden: Propellerbruch und Akku verdötscht. Sonst keinerlei Schäden. Absolut gar nichts kaputt.

Das muß Schicksal sein, denn die Chance für sowas ist 1:10000 oder so.

Das mit dem Wind hab ich mir jetzt gemerkt. War keine schlaue Idee. :O

Xeno


Glück gehabt, freut mich für dich!

Ich bin heute bei sehr starkem Wind raus. Zuerst mit dem Align T-rex 700X - dem macht das nix. Dann noch zwei Akkus mit der Durafly EfXtra. Das ist ein Hobbyking teil, nicht unähnlich dem Dogfighter.
Macht knappe 200 km/h mit 4S und fliegt auch bei Wind.

Mein Rat: Bei wind fliegen wird gemacht, wenn man das Flugzeug gut beherrscht. Auf keinen Fall, wenn man mit der Maschine gemütlich bei Halbgas rumfliegt!
Mit Vollgas über den Platz haut der nie ab aber zaghaft darf man es nicht angehen.

Grundsätzlich sind es aber genau die kleinen, völlig übermotorisierten Teile, die sich im Wind noch super schlagen aber lass dir Zeit dabei.

13

Donnerstag, 13. Juli 2017, 18:12

So, bin heute mit dem vom Bauern aufgefundenen Doggi bei leichtem Wind gut 50 Platzrunden geflogen, Rückgerade jeweils über der Landebahn, so Richtung touch and go, bis ca. 1 m Höhe abgesenkt, und keinerlei Probleme.

Nur beim Start muß man höllisch aufpassen. Der kann sofort richtig liegen, kann aber auch über die Seite abkippen. WIe schon gesagt wurde, schräg nach oben rechts wegwerfen, nicht nach unten oder nur nach vorn, hilft.

Mein Thema ist ja eigentlich (Überschrift stimmt daher so nicht ganz),

wie lange man braucht, um zu fliegen. Z. B. auch agilere Modelle wie den DF bewegen zu können.

In meinem Fall kann ich das jetzt recht präzise beantworten:

1.) 50 Platzrunden mit dem Hochdecker und viel Bruch,
2.) 50 weitere Platzrunden und gelegentlicher Bruch,
3.) 200 weitere Platzrunden und nur 2x Bodenkontakt. Im Verlauf dieser 200 Runden ist der Knoten geplatzt. Bis dahin alles Hochdecker Pilatus.

4.) Jetzt kommen bislang gut 80 Platzrunden mit dem Doggi dazu, unfallfrei, aber Flieger bei Wind einmal außerhalb der Sichtgrenze getrieben (eigentlich Totalverlust, aber der Bauer).

Zeitaufwand (reine Flugzeit) zu
1.) ca. 8-10 Platzbesuche (kurz geflogen, dann Bruch), 8-10 Stunden
zu 2.) ca 3 Platzbesuche, ca. 3 Stunden
zu 3.) ca. 5 Platzbesuche, ca. 5 Stunden
zu 4.) 2 Platzbesuche, ca. 2 Stunden.

Nach knapp 20 Flugtagen mit reiner Flugzeit von ca. 20 Stunden geht es jetzt recht ordentlich.

Die Flugfiguren sind bis jetzt noch einfach, Platzrunden und 8er drehen, mehr war bisher nicht angesagt. Ja, und Landen natürlich.

Als nächstes steht auf dem Programm: Rollen, Anstechen und senkrecht in den Himmel, z. B. zum Abbremsen vom Anstechen. Da hab ich Sorge, ob man beim Rückweg aus den Wolken rechtzeitig die Lage erkennt. Dürfte auf jeden Fall spannend werden. Aber nur Platzrunden, geht ja auch nicht.

Xeno

Ströher

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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14

Freitag, 14. Juli 2017, 09:33

Als ich gestern spätnachmittag nochmal geflogen bin, ging der Wind gem Diagramm auf über 60 km/h.

Ich hatte mit der twinstar ein ähnliches Vergnügen. Allerdings ist da dr Wind innerhalb weniger Minuten heftig aufgefrischt!!! Der Windmesser zeigte mit dann um 70!!! Km/h !!!!! ich hatte das Modell reingeholt und gelandet. :( 8( Es war mir zu heftig! Aber der Doggi kann da schon einiges ab.

Und heute morgen kommt ein Vereinskollege mit dem Flieger. Tatsächlich war der fast 1000 m abgehauen, über Berg und Tal.

Bei uns sind einige Modelle, die nach einem "Thermikschub" für immer verschollen sind!!!! ;(
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

schmonzel

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15

Freitag, 14. Juli 2017, 10:59

Bei 60 km/ h macht es doch erst richtig Spaß mit dem DF, dann kannste ihn ganz leicht aus der Luft fangen, der Wind sollte nur aus einer Richtung kommen !!
Happy flying, Andreas :prost:
Hangar : Ca. 30 Schäumlinge aller Art von 40 - 5500 gr., sowie 1 Sebart Su 1,60 m mit 6 S und ne Piper J 3 mit 2,45 m und gut 7 kg - 8 S ! :D
Sender : DX 9 & DX 6 i ( letztere für Filius )

Ströher

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

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16

Freitag, 14. Juli 2017, 14:31

dann kannste ihn ganz leicht aus der Luft fangen, der Wind sollte nur aus einer Richtung kommen !!

==[] Ich hatte da mal geglaubt, eine Mentor aus der Luft fangen zu müssen. Ging!!!! Aber es hat mir fast die Schulter ausgekugelt. :no: ==[] ...........
Jaaaaaa, so blöd ist man manchmal...... :D
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

Ralsch

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Beruf: Irgendwas mit IT- glaube ich.

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17

Freitag, 14. Juli 2017, 17:41

Moin,
leider wohl zu spät, Xeno hat ja die Anfangshürde mit dem DF bereits genommen, aber trotzdem noch der Vollständigkeit halber:
DF, und Funjet und alle andern, kann man handzahm bekommen indem man mit einem sehr leichten Antrieb beginnt und erst danach aufrüstet.
Der Funjet lässt sich z.B. als Hallenflugmodell misbrauchen wenn man ihn nur leicht genug baut, dazu ne flache Latte und man kann (fast) nebenher laufen. Befeuert mit 3kW und FLitschenstart sieht die Sache schnell ganz anders aus... :evil:
Das geringe Gewicht mit dem leichten (und schwachen) Antrieb hilft sowohl beim Start (weniger Moment durch die Latte, geringere Abfluggeschwindigkeit) wie auch bei der Landung (langsamerer Anflug) und insbesondere beim Crash - weniger Masse = höhere Überlebenschance (oder größere Brocken...).
Dazu kommt dann ein bisschen Grips beim an die Sache herangehen, Hartnäckigkeit/Verbohrtheit beim Üben und keine Angst vor Brocken, die ist immer extrem schädlich und führt i.d.R. zu selbigen.

Weiterhin viel Erfolg.

Bis dann, Ralf.
_____________
- Carpe diem -

Ströher

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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18

Samstag, 15. Juli 2017, 08:43

Dazu kommt dann ein bisschen Grips beim an die Sache herangehen, Hartnäckigkeit/Verbohrtheit beim Üben und keine Angst vor Brocken, die ist immer extrem schädlich und führt i.d.R. zu selbigen.

:D Vielleicht sollte ich Xeno da mit beruhigen??? ==[] ??? Ich hatte mir eine neue Mentor angeschafft, weil die alte schon etwas in die Jahre gekommen war. Am Sender die Einstellung der alten Mentor verschlimmbessert, dann Rückenflug in etwa einem Meter höhe. Und dann??? Kam sie nicht mehr rumm, weil ich nicht wegsteigen konnte. ==[] Elegante Landung auf dem Rücken mit Überschlag und dann war das ganze Fahrwerk als Riesenklotz aus dem Rumpf gerissen!!! ==[] :wall: Sonst nichts kaputt. Naja, in 10 m Höhe sieht man das nicht. Und wenn sie steht, sieht man das auch nicht... :D
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

Fliegende Kisten

RCLine User

Wohnort: Flerschem (im Rhein-Main-Gebiet!)

Beruf: Zauberkünstler, Täuschungsfachmann

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19

Samstag, 15. Juli 2017, 14:35

Hey Xeno, das ist aber mal ne sehr gelungene, detaillierte Analyse und Zusammenfassung der ersten Flugstunden..!
Sehr schön ,-Danke dafür! Ich wünsche dir noch viele weitere erfolgreiche Jahre mit diesem schönen Hobby!
Vielleicht überlegst du ja schon bald mal nen Eigenbau nach Planvorlage auszuprobieren..? Das hat nämlich nochmal seinen ganz eigenen Reiz!
Das Forum hier ist voll davon, und paar Platten Depron sind auch recht schnell besorgt..

LG Markus

20

Samstag, 15. Juli 2017, 15:51

Hey Xeno, das ist aber mal ne sehr gelungene, detaillierte Analyse und Zusammenfassung der ersten Flugstunden..!
Sehr schön ,-Danke dafür! Ich wünsche dir noch viele weitere erfolgreiche Jahre mit diesem schönen Hobby!
Vielleicht überlegst du ja schon bald mal nen Eigenbau nach Planvorlage auszuprobieren..? Das hat nämlich nochmal seinen ganz eigenen Reiz!
Das Forum hier ist voll davon, und paar Platten Depron sind auch recht schnell besorgt..

LG Markus


Tja, ich muß zugeben, gestern gab es einen herben Rückschlag.

5 Starts, 5 Abstürze.

Als wenn ich noch nie geflogen wäre. Und dummerweise kommt auch noch ein Vereinskollege (sonst ist mittags fast niemand auf dem Gelände) und kriegt das auch noch mit. Das ließt sich nicht mehr vertuschen :O

Der Grund war jedesmal, daß der doggi bei der 2. Wende (also Rückweg zur Landebahn, auf der Leeseite vom Platz) unklar kam. Zu weit weg, keine volle Konzentration, und dann lag der nicht mehr so, wie ich dachte, sondern anders.

Wenn der Flieger eine andere Lage annimmt als gedacht, und ich innerhalb einer Sekunde die falsche Lage erkennen muß, dann reicht mein Können dafür noch nicht aus. Es fehlt das "Auge", um den Flieger in Sekundenbruchteilen richtig einzuschätzen.

Nun pfeift es da, bei der Rückwende zur Landebahn, dort ist ein Tal, ordentlich rein, weil der Wind von der Kuppe ins Tal läuft, ungefähr 100 m nach unten, und im Gegensatz zum Normalen, wo man ja sagt, Höhe bringt Sicherheit, ist es dort an windigen Tagen anders. Hebt man ihn hoch, ist der Wind noch stärker. Man hält den Flieger dort besser flach.

Analyse:

Böige Winde an bestimmten Stellen (Landebahn war fast windstill), vor allem oberhalb 10-20m, Flieger nicht schnell genug gemacht (mit Halbgas herumgedödelt), Platzrunden nicht eng genug gesetzt (vor allem in Lee zu weit weg fliegen lassen), und statt voller Konzentration eher gemütlich zugesehen. Das waren die Fehler.

Das ist so, als wenn man in der 2. Runde ausscheidet. Fühlt sich scheiße an. Reparaturzeit weil Motorhalterung gebrochen schätze ich mal schon einige Stunden. Die Motorhalterung muß komplett neu. Die Zeit dafür ist im Moment nicht da.

Irgendwie deprimierend.

Flugfähig wäre jetzt noch die Pilatus.

Aber es ist wohl zu optimistisch anzunehmen (versuche ich mir Mut einzureden), daß es immer nur besser wird. Irgendwann kommen eben auch Rückschläge .

Das heißt, wenn der 4s Doggi eintrifft, der bleibt erstmal im Hangar.

Passender wär wohl im Moment 2s.

Jetzt wird von der Pike an nochmal mit der Pilatus Training nachgeholt.

Und dann kurze Runden, niemals Halbgas, volle Konzentration.

Das sind die guten Vorsätze.


Xeno