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Dienstag, 2. Januar 2018, 17:14

Plane nach Storch und MB-110 Bau einer Aeronaut Triple Thermik

Hab mir den Aeronaut Triple Thermik geleistet. Bauen kann ich ihn aber erst, wenn der Storch und die MB-110 fertig sind, denn 3 Modelle auf einmal wird mir zuviel. Peile auf Ende Frühjahr. Folgende Änderungen sind geplant:

1. Aufbau TF möglichst ohne doppelte V-Form (gerade TF), nötige V-Form an der Wurzel möglichst durch etwas Neigung ausgleichend
2. 4-Klappen-TF; dh WK Innen

Mal sehen, ob's geht. BL, Regler und Akkus hab ich schon. Nach erstem, flüchtigem Blick in den Baukasten: ein guter Bausatz, sauber gearbeitet, alle Teile soweit dabei. Wird Spaß machen.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (2. Januar 2018, 17:56)


2

Donnerstag, 11. Januar 2018, 13:52

Triple Thermic liegt schon eine Weile bei mir. Hab im moment leider nicht die Zeit zum Bau, kommt aber. Melde mich dann wieder.
Gruß, Jockel

Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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3

Donnerstag, 11. Januar 2018, 14:17

Hallo Jockel!
1. Aufbau TF möglichst ohne doppelte V-Form (gerade TF), nötige V-Form an der Wurzel möglichst durch etwas Neigung ausgleichend
Das würde ich nicht unbedingt machen. Ich habe im Moment zwar nur Speed Version( Thermikfläche auf dem Basteltisch) aber auch Speed hat leichte V-Form. Fliegt hervorragend.
Ich habe auch bei rc-network nichts negatives wegen V-Form bei Thermik Flächen gelesen. Alle sind zufrieden.
Was ich aber unbedingt empfehlen würde, sind die Verstärkungen mittels Kieferleisten im Heckbereich. Das Teil ist an dieser Stelle nicht wirklich auf Dauer stabil . Hab auch gemacht und ich bereue es nicht. Das etwas an Gewicht macht dem Vogel nichts aus.
Hier Link zu rc-network
http://www.rc-network.de/forum/showthrea…ght=Triple-3in1

Viel Spaß beim bauen.

Viele Grüße Leo :w

4

Donnerstag, 11. Januar 2018, 17:18

Hi Leo,

hab mich vielleicht mißverständlich formuliert - so war das auch nicht gemeint. Mir ist, als alter Segelflieger, schon klar, daß eine V-Form nötig ist, die soll auch rein. Nur nicht durch Knick innerhalb einer TF-Hälfte zusätzlich, sondern durch Ansatz gerade gebauter TF-Hälften an deren Übergang zum Rumpf - und nur da. Wir habe früher unsre Segler, mit wenigen Ausnahmen (zB Amigo), nur so gebaut, und zwar auch richtig große. Das lief immer prima. Also, da brauch ich RC-network nicht, weiß ich schon, trotzdem danke für den Hinweis ;-). Die dopppelte V-Form hat man vor allem bei Thermikseglern genutzt, die als 2-Achser konzipiert waren / sind. Da gehört sie auch hin. Bei einem 3-Achser aber ist das mE nicht nötig, und mir gefällt es auch überhaupt nicht. Meine 4.4m SB-10 hatte einfache V-Form (1.75° pro Seite) und kerzengerade TF-Hälften. Sie flog, trotz sehr schmaler Flächen (Profiltiefe Innen 190mm und Außen 90mm), wie ein junger Gott in jeder Thermik und am Hang. Leicht war sie auch. Und das Teil hab ich über eine TF-Spitze in die Blase eingefädelt.

Wieso Verstärkung im Heckbereich und mittels Kieferleisten ? Wer macht denn so etwas ? Da (an's Heck) sollte so wenig Gewicht, wie möglich hin, denn der Hebel zum COG ist sehr lang. Alles, was sich hinter diesem befindet, trägt zur Notwendigkeit bei, es vor dem COG, zu dessen Austarierung, wieder einzubringen, und zwar zigfach (weil vorn der Hebel sehr kurz ist). Das wäre kontraproduktiv, es sei denn, man wollte einen Sturmvogel daraus machen. Und Austarieren sollte man möglichst mit dem Akku. Geht nicht immer komplett, aber versuchen sollte man's, bevor man ausbleit.

Also: es handelt sich beim Triple Thermic doch um einen Thermikschnüffler. Einen Hangsegler, der bei heftig Wind raus soll, baut man anders. Der muß sein Gewicht haben und trägt bei heftigem Wind trotzdem, fliegt auch deutlich schneller. Da will ich später wieder hin - zum Hangsegeln. Im Moment aber soll es Thermiksegeln sein - eher langsam. Das geht natürlich nicht bei heftig Wind am Hang. Aber mal schaun, wenn's soweit ist, wieviel Wind er verträgt. Der dünnen Beplankung und den dünnen Holmen trau ich allerdings nicht das zu, was wir früher am Hang gemacht haben. Da muß ich verhaltener und etwas vorsichtiger sein, schätze ich.

Für den Triple Thermic hab ich mir bei Modellbau-Thiele Airspan bestellt. Das ist eingefärbtes Polyestervlies und soll angeblich feuchtigkeitsresistent genug sein, auch mal eine feuchte Wiese ohne zusätzliche Lackierung zu überstehen. Wenn das stimmt, und das Material ist nur 23g/dm² leicht, würde ich damit selbst gegenüber oracover light (wiegt, je nach Farbe, mindestens 36g/dm²) fast 13g/dm² sparen. Bei 47dm², die der Triple Thermic hat, ist das schon was. "Fast", weil es keine Klebeschicht auf dem Vlies hat, die muß mit dem Pinsel auf's Holz, erst dann wird das Zeug drauf gebügelt / -fönt. Also sind's nicht ganz 13g/dm², die man spart, aber man spart. Bin selbst gespannt. Meinen Amigo II hatte ich mit Japanpapier bespannt, natürlich spannlackiert. Airspan ist mir neu, Japanpapier, Koverall und Polyestervlies nicht mehr.

Ich will hiermit auch nicht sagen, daß ich alles sofort kann - sicher nicht, dafür bin ich zu lange "draußen" gewesen. Muß es wieder üben. Aber ich bin guter Dinge, das es schnell klappt. Wär schön. Und auf eine neue SB-10 sowie meine ASW-17 Scale freue ich mich auch schon.

Wenn's soweit ist, und ich ihn (den Triple Thermic) baue, bringe ich's hier ein (die TF-Änderungen zB). Einen zweiten Bericht zum Triple-Bau braucht's hier aber wohl nicht. Den hast Du so gut gemacht, das ein weiterer eher langweilt ;-). Danke für die guten Wünsche !
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (11. Januar 2018, 17:33)


Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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5

Freitag, 12. Januar 2018, 07:18

Hallo Jockel!
Wieso Verstärkung im Heckbereich und mittels Kieferleisten ? Wer macht denn so etwas ? Da (an's Heck) sollte so wenig Gewicht, wie möglich hin, denn der Hebel zum COG ist sehr lang. Alles, was sich hinter diesem befindet, trägt zur Notwendigkeit bei, es vor dem COG, zu dessen Austarierung, wieder einzubringen, und zwar zigfach (weil vorn der Hebel sehr kurz ist). Das wäre kontraproduktiv, es sei denn, man wollte einen Sturmvogel daraus machen. Und Austarieren sollte man möglichst mit dem Akku. Geht nicht immer komplett, aber versuchen sollte man's, bevor man ausbleit.
Es ist auch das erste mal, daß ich bewusst das Heck schwerer gebaut habe als geplant. Dafür gibt es aber Grunde .
Vorderteil besteht hier aus Sperrholz. Die Nase ist auch ziemlich lang.
Jetzt schaue Dir die Hinterteil an. Seitenteile des Rumpfes werden aus 3mm Balsa gebaut. Davon bleibt durch die Aussparungen, die Hälfte vom Material weg. Abdeckung oben und unten aus 1,5mm Balsa.
Tja, es geht nicht darum, daß der Rumpf in der Luft bricht. Kann aber durch aus bei der Landung passieren.
Das ist aber auch nicht alles. Aeronaut spricht von einem 2200er Lipo. Dann weiß ich nicht wirklich, wo soll das Lipo kommen. Vorgesehen ist für das Lipo Fach unten in der Nähe SP. Da passt höchstens ein 1300er rein. Dabei bleibt das Cockpit außer dem Regler leer. Das wäre dann das Szenario, wenn man nach Plan baut. Ich wollte Lipo vorne und bequem unter dem Cockpit haben. Ohne das Heck etwas schwerer, dadurch auch stabiler zu machen, ist das nicht möglich.
OK, jeder macht wie er will. Ich fand die Lösung von Aeronaut alles andere als Optimal.
Wir haben schon mal darüber geschrieben. Unten ein Bild mit dem Lipo vorne. So bekommst Du es nie im Leben, wenn Du das Heck so baust, wie Aeronaut sich das vorgestellt hat. Und das ist auch nur 1500er Lipo.

Einen zweiten Bericht zum Triple-Bau braucht's hier aber wohl nicht. Den hast Du so gut gemacht, das ein weiterer eher langweilt ;-)
Hm..Ich habe keinen Baubericht zu Aeronaut Triple geschrieben ???

Viele Grüße Leo :w
»Leszek1963« hat folgende Bilder angehängt:
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  • Triple_0014.jpg

6

Freitag, 12. Januar 2018, 09:32

Hi Leo,

ja, da hast Du Recht - hab's mir noch mal genauer angesehen.

Eine altbekannte Methode, das zu verbessern, ist wirklich, Dreieckleisten innen einzuleimen / -kleben. Ich hab mir zu diesem Zweck schon 4 Balsa-Dreieckleisten hingelegt. Den Boden vor allem nur aus 1.5mm Balsa zu machen, ist auch in meinen Augen Unfug. Bei der Decke könnte ich es noch verstehen, allerdings läuft die Faser nur quer (auch beim Boden), weshalb Materialrisse irgendwann die Folge sein dürften. Viel sinnvoller wäre es, Boden (und Decke) mit Balsasperrholz zu machen, jede Schicht (es sind immer 3) nur 1mm dicke, ergibt 3mm, nur 0.6mm, ergibt 1.8mm Gesamtdicke. Doch es gibt kein 0.6mm Balsa, aber 0.8mm gibt's - ginge auch, wäre noch besser, wenn auch etwas schwerer. Balsa-Dreieckleisten innen sind ok, denke ich, ein Kompromiß. Aus Kiefer wären sie mir persönlich zu schwer und das Rundum ist ja auch Balsa.

Die Seitenteile aus Balsa, mit dreiecksförmigen Ausschnitten, und dünnen Baslastegen, deren Faser diagonal verläuft - das hält von 12 bis Mittagläuten. So, wie es der Konstrukteur der Just Friendly gemacht hat, ist es sinnvoll - so, wie bei Aeronaut, nicht. Der Just Friendly Konstrukteur hat diese Diagonalstege aus längsfasrigem, separatem Holz gemacht - genau richtig, damit optimal und deutlich haltbarer / sicherer! Unter anderem die Konstruktionsweise insgesamt, und genau die, ist es, die mich dazu bringt, irgend eines der Just Friendly Modelle einmal bauen und fliegen zu wollen. Ich kenne unter allen neueren Holzkonstruktionen kein einziges Modell, was es an Finesse und Perfektion mit dieser Konstruktion aufnehmen könnte - nicht im Entferntesten ! Dafür gehört dem Konstrukteur mE längst eine Auszeichnung. Das einzige an diesen Modellen, was ich persönlich sehr bedauere, ist, das nicht eines mit V-LW und gerader TF-Vorderkante, statt dem K-LW, und nach hinten ein- oder mehrfach geknickter Vorderkante (finde ich potthäßlich), angeboten wird. Wäre das gegeben (mit V-LW und TF mit gerader Vorderkante erhältlich), wäre das Ding längst meines - und zwar, wenn's geht, mit mindestens 4m Spannweite.

Das mit dem Akku, was Du ansprichst, ist ein Ding, und nicht nur das. Als ich den Rumpf und die Baubeschreibung das erste Mal sah, mußte ich schmunzeln und dachte mir: da hat sich wohl ein Jung-Ingenieur austoben wollen ? Fächer Unten, Fächer Oben. Daß ein Akku, als mithin schwerstes Teil im Gewerk, immer möglichst weit nach vorn gehört, und immer von Oben in leichten Zugriff, ohne Verrenkungen machen zu müssen, müssen junge Ingenieure erst noch lernen (Helmut, Du bist aus dem Alter raus, längst ein erfahrener, pardon, alter Hase (positiv gemeint), dem keiner mehr was erzählen muß). Ich halte das Aeronaut Modell im Kern für gut, aber da sollte noch mal jemand aus der Praxis ran, und sinnvolle Verbesserungen einbringen. Die sollten in einer nächsten Serie dann drinn sein. Diese schwangere Lerche braucht erst mal einen Kaiserschnitt zur Geburt des kleinen Würmchens, sonst wird das nix. ;)

Also auch in diesem Punkt (und manchen anderen) gebe ich Dir Recht, Leo. (Auch) Bei mir kommt der LiPo, wie gewohnt, vorne oben rein - fertig. Alles andere ist Tünnef. Weiß gar nicht, was der Bonbon-Schacht da unten soll ?
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (12. Januar 2018, 10:17)


7

Freitag, 12. Januar 2018, 10:35

Damit's nicht die 100ste Überarbeitung eines Posts wird:

- in alle Endleisten von Tf-Holzkonstruktionen gehört Innen eine Balsa-Aufdopplung aus 0.4-0.6mm Sperrholz, beide Teile mit Epoxy flächig verklebt und durchgetrocknet, bevor's weiter geht
- alle Nasenleisten gehören aus Hartbalsa gemacht, hinten mit einem 2mm Kohlefaserrohr mittig versteift (das vorab gegen die Nasenleiste mit Epoxy zu verkleben und durchzutrocknen ist)
- LWe sollten immer Rippen- oder Gitterkonstruktionen (rede hier über Holzmodelle) sein, nie voll beplankt, das ist Nonsense und völlig unnötiges Gewicht. Besser schmale Balsa-Rippenaufleimer etc., Beplankung nur sehr sparsam
- TF mit zurückgebogener Vorderkante sind zwar "modern", aber weder nötig (für was ?), noch jedermanns Geschmack. Gerade Vorderkante und nach vorn geknickte Hinterkante geht auch, selbst bei 6-Klappen-Seglern
- TF für 3-Achser sollten pro Seite mMn kerzengerade gebaut, nur gegen den Rumpf in einem kleinen Winkel angestellt sein (V-Form); 3-Achser mit mehrfach geknickter TF zur Erreichung einer V-Form ist mE ungeeignet, baulicher Zusatzaufwand (für was ?) und unnötige Schwächung der TF, besonders bei Seglern, die auch schnell können sollen (Stichworte: Ablasser, Loopings)
- moderne 3-Achs-Segler baut man mit mindestens 4 Klappen (oder 6), und ohne "Störklappen", denn die stören wirklich nur, da wo sie's nicht sollten, nämlich im (Semi-)Laminarprofil und mit "Krähenfuß" bringt man die alle runter - heile

Nur meine Meinung, aber aus mehr als 10 Jahren Modellsegelflug und fast ausschließlich Hangflug mit hohem Tempo und richtig "dicken" Schiffen gewachsen.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (12. Januar 2018, 17:54)


Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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8

Samstag, 13. Januar 2018, 08:26

Guten Morgen!
Das wir uns hier gut verstehen..
Ich bin sehr froh den Triple Speed gebaut zu haben. Fliegt wirklich hervorragend. Die Konstruktion ist aber leider nicht ganz durchdacht wie finde ich. Nach paar kleinen Änderungen bekommt man einen Flieger der fast alles kann. Der Speed von mir, hat durch etwas mehr Gewicht, recht guten Durchzug, kann aber immer noch sehr langsam geflogen werden. Für Speed Version habe ich auch etwas Durchzug nach anstechen erwartet. So ist am Ende geworden. Auch wenn mit etwas mehr Gewicht.
Für Thermik Version, ist der Durchzug vielleicht nicht so wichtig. Etwas mehr Stabilität und andere Lipo Position als von Aeronaut geplant wäre schon gewünscht.
Auch meine Speed Version nimmt Thermik an. Soll bei der Thermik Version natürlich besser werden.

Noch eine Sache. Auch wenn Aeronaut viel Tradition hat, es bleibt Massenware. Der Bausatz ist sehr sauber geschnitten. Die Konstrukteure werden wohl nicht selbst den Vogel geflogen haben.
Wenn ich jetzt mal sehe wie viel Leidenschaft in der Entwicklung von Robert Schweißgut Flugzeugen steck, dann kann ich nur sagen, das sind andere Welten.
Es ist halt schön, wenn der Konstruktor selbst das Modell erflogen hat.
Das gilt nicht nur für Robert Schweißgut. Auch die anderen wie Jonas Kessler z.B oder auch hier aus dem Forum Hilmar , Jürgen B, Thomas B.....und und.

Nicht ist zum trotz, Aeronaut Triple ist doch ein schönes Modell. Ich hoffe, die lesen in diversen Foren mit und paar Änderungen werden vorgenommen.

Viele Grüße Leo :w

9

Samstag, 13. Januar 2018, 13:01

Hallo Leo,

Du sprichst aus der Praxis mit dem Triple, und auch von Deinen Erfahrungen beim Bau - das möchte ich rundum anerkennen und überhaupt nicht kritisieren, schon gar nicht bei Dir. Was ich geschrieben habe, ist nur meine Meinung zu ein paar Dingen. Manches davon nur mein Geschmack, anderes meine frühere Erfahrung mit Seglern. Und es muß nicht immer 100% stimmen.

Nach Inspektion des Bausatzes, möchte auch ich nochmals sagen - im Kern gut gedacht und gemacht. Nur bestimmte Dinge sehe auch ich kritisch. Das sind zum einen die, welche minimalisiertes Gewicht vor Stabilität zu stellen scheinen, darin sind wir uns, wie mir scheint, alle einig (offenbar auch der Kollege der FMT, der den Test recht gut beschrieben hat). Zum anderen finde ich, schon bei nur 2.55m SPW ist eine Schwächung des TF-Holmes unnötiges Risiko, obwohl ich denke, daß er im Kern gut gedacht ist, trotz nur 2x8mm Querschnitt pro Kiefergurt. Seine Balsaverkastung ist leider längsfaserig. Das ist suboptimal, aber offenbar einer rationelleren Fertigung und einer Vereinfachung des Baus geschuldet. Normalerweise ist es besser, seine Fasern senkrecht zu orientieren. Bei Belastung des Holmes, zB beim Abfangen aus angestochener Fluglage, wird er auf Längsscherung, oben auf Knick und Unten auf Riß beansprucht. Wenn ein Holm bricht, ist das Ergebnis fast immer fatal und insgesamt wirkt der Bruch des oberen Gurtes wie ein Beil, das den unteren auch noch zerstört, die TF, besonders bei schon erfolgt leichtem Riß des unteren Gurts, regelrecht durchhackt. Eine schwache Beplankung fördert das uU, besonders Oben. Die Verkastung eines Holmes muß preß zwischen Holmen (oben und unten) und Rippen sitzen, und zwar überall. Sie muß aus härterem Balsa und breit genug sein, um einer Verkürzung der Höhe durch Druck zwischen den Holmgurten entgegen zu wirken. Aus diesen Gründen baut man gute Holme optimal auch so, daß der Druckgurt (das ist der obere) etwas dicker gewählt wird, als der Zuggurt (das ist der untere), in voller Breite dazwischen die Verkastung in senkrechter Faserrichtung, und auf volle Höhe neben den Gurten, diese verbindend, eine dünne, zB Sperrholzverkastung, gesetzt wird. Dieser "Kasten" (im Querschnitt) bringt bei abgestimmten Abmessungen, das Optimum an Stabilität, ist aber mit Bauaufwand verbunden. Der große Nachteil dünner Profile im Holzbau ist deren vergleichsweise geringe Stabilität gegenüber dickeren Profilen. In F.Perseke: Das Segelflugmodell, Band 2 (Modell Fachbuch,Neckar-Verlag; ISBN 3-7883-0160-0) sind ab S.19 Betrachtungen zum TF-Bau, ab S.42 Holmtests, ab S.50 dazu Fotos, dazu im Kapitel Meßwerte verschiedener Holmauslegungen gezeigt. In A. Ledertheil: Handbuch für den Modellflug (VTH; ISBN 3-88180-002-6) ab Seite 97 Betrachtungen zum TF-Bau, ab S.106 zum Holmaufbau, vergleichend bei diversen Konstellationen, gezeigt. Was die Bauhöhe der Verkastung zwischen den beiden Gurten dabei ausmacht, zeigt ein anschauliches Schaubild: bei Verdoppelung der Verkastungshöhe, sonst gleichen Bedingungen, vervierfacht sich das Stabilitätsmaß beinahe! Eine entsprechend stabile TF mittels Faserverbundbauweise zu erstellen, ist mit dünnen Profilen weniger schwierig, weshalb gerade Wettbewerbsmodelle idR auch aus "schwarzen Fasern" aufgebaut sind.

Es gibt, ganz allgemein und unabhängig vom Triple, weitere Themen, die mich bei vielen Konstruktionen immer wieder stutzen lassen. Da ist zB die TF-Befestigung. Aber hierüber schreibe ich hier jetzt nicht, das wird zuviel.

Ich hoffe, mit dem Triple Thermic noch gute Flugerfahrungen zu machen und bin zuversichtlich. Finde ihn im Prinzip auch gut, sonst hätte ich ihn nicht. Und Roberts "Sommerwind" ist nicht vergessen. Den hol' ich mir noch, brauche nur noch etwas Zeit. Bei den Seglern ist ua er es, der mich noch fuchst, auch weil ich bislang keine Nurflügel-Erfahrung habe. Wenn ich mich mit E-Antrieb-3-Achsern am Himmel sicher genug fühle, ist's soweit. Und das wird hoffentlich bald sein.
Gruß, Jockel

10

Montag, 15. Januar 2018, 08:26

Hab mir gerade das FMT-Video zu Triple mit Werner Baumeister angesehen und eine interessante Entdeckung dabei gemacht: ich habe sehr gute Augen und mir insbesondere natürlich die TF der Thermic-Version angesehen - kerzengerade TF-Hälften werden da gezeigt, also nicht, wie laut Baubeschreibung vorgesehen, sondern genau so zusammengebaut, wie von mir vorgeschlagen ! Und das Teil flog, dank Werner Baumeister, exzellent !

Für mich ist das der klare Beleg dafür, daß meine Aussage stimmt.
Gruß, Jockel

11

Gestern, 17:24

Muß zurückrudern: der Thermic vom FMT-Video hat doch normal gebaute TF, also eine gnaz schwache Knickstelle (V-Form) zwischen innerer und äußerer TF-Hälfte pro Seite. Da haben mich meine Augen getäuscht - mea culpa (Entschuldigung).

Da ich WK einplane (lt Bausatz nicht vorgesehen), einen 4-Klappen-Segler draus machen möchte, plane ich auch, diese WK bis QR auf der einen, und Rumpf auf der anderen Seite gehen zu lassen. Ein Knick wäre da zumindest hinderlich - also soll er bei mir weg. TF durchgehend (pro Hälfte) gerade, aber deren V-Form zum Rumpf etwas größer, als lt Bausatz vorgesehen. Meine dafür georderten Kieferleisten mir 1.5m sind inzwischen eingetroffen (beim Händler). Hole ich mir in Kürze. Derzeit bin ich am Storch-Rumpf. Nicht X Objekte auf einmal, Storch-Rumpf zuerst (rohbaufertig), dann die anderen Modelle, eins nach dem anderen. Zwischendurch bereite ich die Blockrippen für die MB-110 vor, daß ich damit dann weiter machen kann (Modell rohbaufertig machen).

Meine Servos für den Storch (KST DS125MG) hab ich tauschen dürfen. Hab für die LK X10er mini, für die QR x08Her. Letztere sind absolute Winzlinge, selbst die Befestigungsschrauben. Ein Servo piepst manchmal ganz kurz (eher selten), ist aber, wie alle anderen (die sofort) nach 1sec still - prima. Der Höllein-Service ist, wie der ganze Laden, wirklich spitze - zu empfehlen. Kulant, unkompliziert, schnell, entgegen kommend und immer freundlich. Ein paar Fotos der Servos, solche vom Storch folgen in dessen Thread am WE. Vielen Dank an Höllein und an officejet für seinen guten und wichtigen Hinweis ( mein's ernst). Die von ihm empfohlenen Gabriel-Servoarme etc hab ich mir abgelegt, werde dran denken, wenn's soweit ist.

Foto 1: Sammlung KST xo8er, x10er, ein 589er im Vergleich und Lineal.
Foto 2: x08Her einzeln
Foto 3: x10er mini einzeln
Foto 4: 589er mit x10er mini im Vergleich
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Gruß, Jockel

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Leszek1963

RCLine User

Wohnort: Königswinter

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12

Heute, 00:28

Hallo Jockel!
Da ich WK einplane (lt Bausatz nicht vorgesehen), einen 4-Klappen-Segler draus machen möchte, plane ich auch, diese WK bis QR auf der einen, und Rumpf auf der anderen Seite gehen zu lassen. Ein Knick wäre da zumindest hinderlich - also soll er bei mir weg. TF durchgehend (pro Hälfte) gerade, aber deren V-Form zum Rumpf etwas größer, als lt Bausatz vorgesehen.
Hm...ich bin zwar kein 4 Klappen Spezi, die WK wären dann sehr, sehr lang. Muss das wirklich so sein? Gegen Umbau auf 4 Klappen spricht nichts dagegen. Es ist ein Versuch wert.
Aber müssen die wirklich bis zu QR reichen? Nur eine Gedanke. Wenn Du die auf die Länge von Mittelteil baust, werden die 49cm lang. Die Tiefe kannst Du dann bei dem Umbau selbst bestimmen.
Dann kannst Du die V- Form am Rumpf und zwischen Mittelteil und Außenflügel so belassen wie es vorgesehen ist und gehst kein Risiko ein. Es passt halt alles. So wie Du selbst geschrieben hast, auf dem Video fliegt der Vogel perfekt. Auch ohne WK zu mischen. Der hat einfach keine.
Unten ein Bild von dem Zustand von Heute. Unten das Mittelteil. Man sieht, daß hier die WK, wenn eingebaut, recht lange wären. Wie gesagt, nur eine Gedanke. Es wird Dein Vogel, Du musst selbst entscheiden wie Du das machst.
Mir wäre es etwas zu viel Risiko, daß die V- Form so wie Du es planst, nicht wirklich passt. Es würde auch erheblich das Aussehen ändern. Also ehrlich, von mir aus, ganz anderes Flugzeug.
Ich habe paar Sachen an dem Konzept bemängelt, das Flugverhalten ist aber bei dem Triple wenn der Flügel nach Plan gebaut wird, in jedem Fall hervorragend.
Aber wie gesagt, Dein Vogel.
Eigentlich, was spricht gegen den Störklappen die von Aeronaut vorgesehen sind?

Viele Grüße Leo :w
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