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1

Donnerstag, 22. Juni 2006, 15:45

Clark Y

Kann mir jemand sagen, ob sich das Clark Y als Klappenprofil eignet?
Ich weiß, das es bessere gibt - ich brauch aber ganz was einfaches und
solides. Schwerpunkt meines Entwurfes ist ein Thermiksegler mit Elektro-
antrieb.

Ben_16

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2

Donnerstag, 22. Juni 2006, 15:58

RE: Clark Y

Hallo,

bin zwar nicht der Aerodynamik-Experte, aber aus Experimenten mit meiner TS kann ich sagen, dass es nur begrenzt was bringt:
Wenn du die Klappen ein wenig nach unten setzt, kann sie sich nen Tick besser obenhalten, bei der rauhen Oberfläche bringen Klappen nach oben nicht so viel, geht vielleicht bei nem Segler besser.

Die Landeklappen gehen auch rel. gut, wenn die Flächenbelastung nicht zu groß ist, dürfte die Bremswirkung reichen ;)

Hoffe ich konnte dir helfen!

Ben

Abdrehfaktor

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3

Donnerstag, 22. Juni 2006, 18:46

Hi!

Ein passendes Profil auszuwählen ist die geringste Arbeit an einem neuen Flugzeug, da würde ich mir schon etwas mehr Mühe geben.

Schau mal auf Aerodesign, das gibt einige Anhaltspunkte.

Ansonsten hat Mark Drela einige sehr gute Straks für Thermiksegler entwickelt, auch speziell für Klappeneinsatz. Da wären z.B. AG 24/25/26

Das Clark Y würde ich bestenfalls für einen Anfängertrainer nehmen, aber nicht wenn ich nur begrenzte Energie an Bord habe und nicht sofort nach "Motor aus" "Landung" rufen möchte :w

Ciao,

Julez

Edit: mir fällt gerade ein, dass mein Aerodynamikchefberater vor einiger Zeit mal ein einfach zu bauendes und trotzdem leistungsstarkes Profil für Anfängersegler designt hat, wenn du willst, frag ich ihn mal...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (22. Juni 2006, 18:48)


Pilatussegler

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4

Donnerstag, 22. Juni 2006, 20:36

Nun so schlecht ist das Clark Y nicht. In der Thermik funktioniert das wunderbar. Da kann es auch mit modernen Profilen mithalten.
Das Clark Y verliert erst bei kleinen Anstellwinkel und oder hoher Geschwindigkeit an Leistung.

5

Donnerstag, 22. Juni 2006, 20:42

Hallo Ben,

bei welcher Profiltiefe hast Du die Klappen angebracht?

Ben_16

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6

Donnerstag, 22. Juni 2006, 21:07

@ Oswald:
Sorry falls das nicht so rübergekommen ist, als Klappen hab ich einfach die QR verwölbt, ich glaub aber nicht, dass die Wirkung von richtigen Wolbklappen recht viel anders ausfällt ;)

Naja, bei nem Segler kanns wieder anders aussehen...

Ben

Pilatussegler

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7

Donnerstag, 22. Juni 2006, 21:24

Falls du wirklich WK einbauen willst, sollte die Klappentiefe zwischen 25 und 30 % der Fläche sein.
Ein richtiges WK Profil ist es nicht, bringt aber laut Theorie schon ein paar Leistungspluspunkte.

lohmy

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8

Donnerstag, 22. Juni 2006, 21:41

Hallo Julian,

Zitat

Das Clark Y würde ich bestenfalls für einen Anfängertrainer nehmen, aber nicht wenn ich nur begrenzte Energie an Bord habe und nicht sofort nach "Motor aus" "Landung" rufen möchte winke

bekommt man mit den "leistungsstärkeren" Profilen (sry ich weiß nicht was ihr unter Leistung versteht bzw. welche leistung ist da gemeint?) auch so ein wirklich extrem spät und "milden" Strömungsabriss hin wie beim Clark Y (das habe ich als anfänger sehr geschätzt....)

Mir kommt es immer so vor, als würden die einen sagen, "Leistung" (siehe oben) ist das A und O beim Thermikfliegen, und die anderen ist nicht wichtig, außer du willst umkehrtermit fliegen...und die hauptsache ist "zartes" Abrissverhalten....

Hanz z.B. verwendet auch Clark Y.... http://leinauer.de/aero/hanz/

....ich bin verwirrt :shy: :wall:

9

Donnerstag, 22. Juni 2006, 21:53

Hi..

Das Clark-Y ist super easy zu bauen, verzeit ungenaues Bauen, ist deppensicher überziehfreundlich und gutmütig. Das sind schon ein paar Argumente dafür, zugegeben. Auch wird oftmals der Profilentwurf viel zu sehr betont, während die restliche Tragflächengeometrie dann grottenschlecht gewählt wurde. Dennoch: das Profil hat einfach (für den Segelflug wenigstens) ausgedient.
Wenn man von "Leistung" spricht erzeugt das den falschen Eindruck eines Tuning-Wahns. Hier geht´s schlichtweg darum, wie gut dein FLieger gleiten kann. Die mit dem Clark-Y erreichbaren Gleiteigenschaften sind moderneren Entwürfen meilenweit unterlegen, und deshalb sollte man es einfach nicht benutzen. Es gibt andere Profile, die ebenfalls gutmütig genug sind und nicht schwer zu bauen. Oftmals wird bei der Wahl des Clark-Y einfach aus Bequemlichkeit (nach dem Motto: das hat schon mein Opa verwendet, also kann es ja nicht so schlecht sein) extrem viel Flugspass verschenkt.

Zwar kommt es schon hin dass ein Clark-y in der Thermik gut steigen kann, aber versuche mal, damit von einem Thermikbart in den anderen zu kommen... die Streckenflugeigenschaften sind schlichtweg fatal! Oftmals sieht der typische Clark-Y-Thermikflug so aus dass man EIN MAL bis an die Sichtgrenze steigt und anschliessend absäuft... weil man entweder die Zeit oder die STrecke bis zur nächsten Thermik nicht brücken kann. DAS versteht man unter (fehlender) Leistung.

Ein "extrem milder Strömungsabriss" ist auch und vor Allem eine Frage des Flügelgrundrisses und ggf. der Schränkung.

Also:

mal nach dem HQ/W 2.0-9 oder dem RG15 schauen (selbst diese DEUTLICH besseren Profile sind eigentlich schon wieder altmodisch), und du hast einen prima Allround-Segler.


gruß

andi

lohmy

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10

Donnerstag, 22. Juni 2006, 22:15

danke Andi für deine Antwort :)

noch ne Fräge: wie dick muss ich das RG15 machen, damit es "auf" den Hanz passt?

HQ/W 2.0-9 konnt ich in der Profildatenbank von dem Exxtremflug profil prog. nicht finden....

11

Freitag, 23. Juni 2006, 08:19

Moin, Flo.

Das HQ/W finste hier: http://www.hq-modellflug.de/hqw-2-profile.htm
Du kannst ggf. auch das "normale" HQ 2.0/9 nehmen, das sollte in den meisten Profilprogrammen vorhanden sein. Es ist, wie der Name sagt, 9% dick. Das RG-15 ist minimal dünner (8.92%).

Beim "Hanz" spielt die bauliche Ausführung der Profildicke ja keine Rolle, da der Flügel nicht irgendwie durch den Rumpf montiert wird sondern oben auf sitzt. Es ist deshalb sinnvoll, die Profile in der Originaldicke zu verwenden (also 9 bzw. 8.92%, wie sie die Profildatenbank ausspuckt). Soweit ein kurzer Blick auf die Daten auf Johannes´"Hanz"-Seite dies ergibt hatte er das Clark-Y (wie meistens) in der ausgedünnten 10%-Version verwendet. Ein etwas dünneres Profil sollte mehr Dynamik bringen.

gruß

andi