Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 14. Juni 2007, 17:10

bewährter antrieb für 3-4 m Segler

Hallo,

ich suche für eine Solo L33 von Simprop einen Brushlessantrieb. Die Spannweite der Solo beträgt 3,20m , Gewicht 3,7kg.
Wer kann Tipps für einen Antrieb geben?
Sollte man das besser mit Getriebe oder ohne Getriebe und einem modernen Aussenläufer realisieren. Der Antrieb sollte dabei möglichst flexibel einsetzbar sein, also Spannweiten bis ca. 4m beim Segler und Massen bis 5 kg sicher und zügig nach oben bringen. Kostenmäßig hätte ich mir in etwa 250 Euro vorgestellt.
Ich möchte meine 10 Zellen NiMH dabei weiter gerne verwenden.
Ist dies realistisch?
Sollte man den Empfänger mit BEC + Empfängerakku (="Doppelstromversorgung") kombinieren oder nur mit einem separatem Empfängerakku (Optokoppler) fliegen?

VielenDank im Voraus

Gruss Böckle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eleboek« (14. Juni 2007, 20:15)


2

Donnerstag, 14. Juni 2007, 20:28

RE: Antrieb für 3-4 M Segler

Hallo !

Die Solo L33 kenne ich nur von Photos,deshalb muss ich nachfragen, ob die 3,7 kg tatsächlich des gegenwärtige Gewicht der Seglerversion sind. Denn dann wirst du dich mit der elektrifizierten (10 Z NiMH)Variante schon in Richtung 5 kg bewegen.
Mit einem 10 Zellen NiMH sind 5 kg nur mit extremen Strömen zügig (d.h. beim mir mit >6m/s) nach oben zu bewegen und sicher zu starten. Ein Konstellation die den ganzen Antriebsstrang enorm belastet, denn gegenüber einem Hotliner, wo diese Ströme nur wenige Sekunden benötigt werden, müssen wir hier von Einschaltzeiten im Bereich 30 - 50 Sekunden ausgehen.
Deshalb rate ich dir von dieser Antriebsauslegung ab ! Nach meinem Ermessen machen bei einem Modellgewicht von 4,5 bis 5 kg erst 14 - 16 Zellen oder besser 5 - 6 LiPo Sinn. Wenn du im Forum keine Beiträge zur Elektifizierung der L33 finden, würde ich mich in der Antriebsauslegung mehr in Richtung Alpina oder Excel 4004 umsehen und orientieren, als in Richtung kleinerer leichterer Modelle.
Der gewünschte Antrieb lässt sich sowohl mit BL Innenläufer + Getriebe (wäre mein Favorit) als auch mit einem BL Außenläufer realisieren.
Ebenso sieht es mit der Empfängerstromversorgung aus, BEC + Empfängerakku funktioniert meines Wissens nur mit den Kontronik Jazz Stellern wird machbar sein, aber bei mehr als 4 Micro oder 3 Standart-Servos würde ich mich lieber auf einen ordentlichen Empfänger-Akku (>2000 mA/h) verlassen.

Ich hoffe ich habe dich mit meinem Beitrag nicht desillusioniert, vielleicht haben andere Forumsmitglieder gegenteilige Erfahrungen gemacht und können dir mit konkreten Beispielen zu dem geplanten Schritt raten.

Toni

3

Donnerstag, 14. Juni 2007, 21:34

Servus Toni,

ich muß gestehen, dass ich diese Solo mit 10 Zellen und einem (alten)Reisenauer - Antrieb letzte Woche geflogen bin. Ich habe die Solo vor ca. 10 Jahren von einem Bekannten abgekauft und letzte Woche reanimiert. Der Antrieb war extrem müde, der Start selbst mit guten Werfern sehr kritisch. Die Akkus waren übrigens fit, da in einem anderen Modell permanent im Einsatz. Die Solo schaffte aber dennoch ca. 4 respektable Steigflüge. Mich hat das gewundert, da die Reisenauer-Antriebe ja bekanntlich seht gut abgestimmt sind. Zudem lagen dem Flieger Tabellenwerke (Luftschraube / Strom / Spannung) für die Antriebsabstimmung bei, man hatte sich damals sicher Gedanken gemacht.

Nach ca. 5 Akkus ist es dann passiert: Das Getriebe hat in der Luft plötzlich blockiert. Bis ich den Aus-Schalter erwischte hat es (durch den Schreck) auch nochmal etwas gedauert. Am Boden war die Schnauze aussen nicht mehr zu berühren, im inneren hat alles gekocht. Dem Bürstenmotor (Lehner) hat es wohl alles ausgelötet und an Magnetfeldern umgedreht was geht. Der Antrieb ist jedenalls im Eimer. (Kann es sein, dass das Getriebefett / ÖL in den Reisenauer Mikrogetrieben sich über die Jahre zersetzt?).

Da die Flugeigenschaften spitze waren möchte ich dem Flieger nun einen modernen Antrieb spendieren, scheue allerdings jetzt die Getriebe.

Das Fluggewicht von 3,7 kG ist eine Katalogangabe (komplett elektrifiziert) . Ich würde die Masse meiner Solo auch in diesen Bereich schätzen.

Gruss Böckle

4

Donnerstag, 14. Juni 2007, 22:56

Hallo Böckle !

Da lag ich ja mit meinen Vermutungen gar nicht so daneben !Würde mich jetzt schon interessieren bei welchen Strömen/welcher Leistung das Reisenauer-Getriebe den Löffel abgegeben hat. Wenn es das Micro-Gear war sollte bei 300 W bzw 25-30 Ampere Schluss sein. Das Reisenauer Micro-Getriebe war meines Erachtens einfach unterdimensioniert. Wenn es ein Super-Chief war, würde ich Herrn Reisenauer mit den Brocken konfrontieren.
Natürlich kann ich deine gegenwärtigen Vorbehalte gegenüber Getrieben nachvollziehen, aber mit Direktantrieben wirst du m.E. nicht in die Leistung und Effizienz eines Getriebemotor erreichen.

Mit 3,7 Kg Abfluggewicht hört sich die Sache auch wesentlich freundlicher an, da ist mit dem 10-Zeller was zu machen.

Aus meiner Sicht erste Wahl wäre der Kontronik FUN 500-32 mit 6,7:1 Getriebe mit einer 17x11 bzw 18,5x12 ACC sollte bei 50 bzw 60 Ampere ein sicherer Handstart und ein kräftiger Steigflug gewährleistet sein. Das KPG27 Getriebe ist ganz anders dimensioniert und wird auch noch bei Leistungen über 1000 Watt eingesetzt.
Nicht ganz so gut, aber immer noch ganz brauchbar sollte es z.B. mit einem Kora 25-10 und 15x8 oder 15x10 ACC wird es bei 40-50 Amps ebenfalls zügig nach oben gehen. Der Direktantrieb wäre natürlich auch eine ganze Ecke günstiger als der Getriebeantrieb.
Ruf doch einfach mal bei Kontronik an 0800-27 87 45 377, die habe beide Motorenkonzepte im Programm und lass dich ganz unverbindlich beraten.

Ich wäre neugierig auf das Ergebnis der Beratung und deinen Kaufentscheid sowie deine praktischen Erfahrungen.

Toni

(Natürlich bauen Hacker, Lehner, Plettenberg, Torcman ... auch prima Motoren, haben aber zum Teil nur ein Motorenkonzept im Programm (können die dann neutral sein?) und deutlich teurer) Ich werde nicht von Kontronik gesponsort, habe aber beste Erfahrungen mit deren Beratung, Produkten und Service gemacht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Laser2000« (14. Juni 2007, 23:03)