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Sonntag, 11. Mai 2008, 19:57

Elektro F3B Maschine - was würde Ihr empfehlen ?

Hallo,
suche einen E-Segler welcher start an die F3B Maschinen angelehnt ist.
Voll-GFK wäre schön, wobei er preislich im Rahmen bleiben sollte.
Ist aber kein abolutes muss, auch stabile Standardflächen sind ok !

Ist der Valenta Dragon noch inn ? Hat da jemand Erfahrung bzgl Elektroantrieb.
Wie passen die Akkus rein ? Muessen da spezielle Anpassungen gemacht werden ?
Oder kann eine Standard 10er Stange oder 3-4S ohne Probleme verbaut werden ?
Welchen Antrieb würdet Ihr empfehlen ? Passt das dann alles ohne Bleizugaben bzgl dem Schwerpunkt ?

Was gibt es da sonst noch so am dem Markt in diesem Bereich fragend

fragen über Fragen
Habt Ihr ev ein paar Antworten für mich ?

Gruß
Markus

2

Montag, 12. Mai 2008, 14:51

RE: Elektro F3B Maschine - was würde Ihr empfehlen ?

Lieber Markus, ich würde Dir schon gern antworten, ich komm nur mit der Fragestellung nicht ganz klar :dumm: .

Du suchst also einen Motorsegler...

1. Inwiefern soll er an F3B Segler angelehnt sein ?

F3B ist eine Wettkampfdisziplin, die einerseits langes Gleiten und andererseits eine Schnellflugprpüfung beinhalten, auch die Fähigkeit, punktgenau zu landen ist ein Kriterium.

Es werden daher im Wettkampf Segler mit über 3 Meter Spannweite und sehr schlankem Rumpf eingesetzt, das Profil ist widerstandsarm und hat einen guten Auftriebsbeiwert. Die Wölbklappen werden mit den Querrudern gleich-und gegenläufig eingesetzt, das hilft bei der Lösung der Gleit-und Schnellflugaufgaben und im Falle der Landeübung beim Höhe abbauen (Butterfly-Stellung).

Die Bauart ist im Wettbewerb fast ausschließlich Schalenbauweise unter Verwendung verschiedener Stützstoffe wie Glasfaser, Kohle oder Aramid (=Keflar). Grund: Hohe Profiltreue, Verwindungssteifheit, Gewicht. Der Preis der Segler im Wettkampfsegment beginnt bei 800 Euro ohne Ausrüstung.

Im Hobby-und entspanntem Sportbereich gibt es viele 4-Klappen-Segler (so wie die F3B Segler), die Merkmale der Wettkampfsegle aufweisen, aber weniger aufwänig gefertigt sind , kleiner und handlicher, eventuell mit breiterem Rumpf zur besseren Elektrifizierung etc. sind.
Ich verwende zum motorunterstützem Hangsegeln beispielsweise eine 2 m Valenta Swallow , mit der ich sehr zufrieden bin. Es gibt viele Spielarten dieser Hobbyklasse, beispielsweise auch Aramid-Rumpf und Carbon-D-Box bei den Flächen als ökonomische Bauart.

2.Ist Deine Fernsteuerung für einen 4-Klappensegler geeignet ?

3. Welches ist der finanzielle Rahmen ?
4. Was meinst Du mit "in" in Bezug auf den Dragon ? Er fällt in die Hobby-Kategorie und erfreut sich wegen der relativ geringen Anschaffungskosten einiger Beliebtheit. Für den Wettkampf war er nie vorgesehen, wurde aber trotzdem mit mäßigem Erfolg eingesetzt.

Anpassungen und Bleizugabe, wo nötig, ist keine Sünde, ein schlecht ausgewogener Flieger schon.
lG Gerald aka greenx

Zitat

"Das Gefährliche am Fliegen ist die Erde" (Wilbur Wright)

www.modellflug-buch.com
Mini Titan
HDX-500
Blade XL F3F
Hype Fox
FF-7/2G4, MC-22s Assan retrofit

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »greenx« (12. Mai 2008, 14:52)


Madmao

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Wohnort: Beinwil am See

Beruf: Systemspezialist Windoof

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3

Montag, 12. Mai 2008, 20:40

Hallo Markus,

kann mich greenx nur anschliessen, etwas präzisieren wär nicht schlecht. Ich fische mal im trüben und hänge mal einen Link rein.

http://www.tun.ch/product_info.php?cPath…f607290762dedb3

http://www.aufwind-magazin.de/redaktion/…a206/index.html

Gruss

Florian
Mein Hangar: Erwin XL, Erwin5 DS, Sunbird, FunCub, Valenta Flash

Schulhangar: EasyGlider Pro, EasyStar 2

Steuerung: DX18T

Junior Steuerungen: Spektrum DX5, Spektrum DX6 V2

4

Dienstag, 13. Mai 2008, 07:36

RE: Elektro F3B Maschine - was würde Ihr empfehlen ?

Hallo Kollegen,
schon mal vielen Dank für Eure Antworten.

Ja was suche ich genau:
Prinzipiell einen elektrifizierten Besenstiel wie man so schön sagt.
Mit den F3B Schaltentieren hatte ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht bzgl Flugeigenschaften, Bauzeit (da praktisch nicht vorhanden) und Handling.
Voll GFK sollte es bzgl der Bauzeit schon sein, allerdings habe ich absolut keinerlei Wettbewerbsabsichten, somit sollte es ein gutes Alltagsgerät mit enstprechenden Reserven werden.
Der Bericht von Florian aus der Aufwind geht absolut in die richtige Richtung.
Allerdings zweifle ich immer bei F3J Modellen bzgl dem Profil. Hatte einen Sharon und einen Soarmaster, und die waren für meinen Geschmack viel zu langsam.
Somit sollte es etwas Flotteres sein mit RG8, RG15, RG14 MH32 ect.
Bei all den Modellen welche ich bisher im Netz so fand waren zum Einen die Preise inakzeptabel und zum Anderen die Rümpfe der E-Modelle zu eng, da immer spezielle Akkukonfigurationen verwenden werden müssen. Ein Standard 3S / 4S oder 12 Zellen sollten ohne Probleme verbaut werden koennen. Das wäre Pflicht.

Den Dragon kenne ich von einem Bekannten allerdings nur in der Segler Version.
Das Teil wäre preislich absolut akzeptabel und würde meinen Anforderungen bzgl Oberflächenfinisch ect voll genüge tun. Allerdings habe ich noch keinen Elektrischen gesehen, somit kenne ich die Einbauverhältnisse diesbezüglich nicht. Auch das Gewicht kenne ich nicht, und da es sich um ein altes Design handelt, weiß ich auch nicht, ob leichtere Brushless ohne Bleizugabe bzgl Schwerpunkt verbaut werden koennen.

Die Spannweite sollte im Bereich 3m liegen da ich der Meinung bin, dies ist für unseren Flugbereich ideal.

Steuerungstechnisch ist dies alles kein Problem


Also so ein toplight ultra mit ca 3m und flottem Profil und geräumigen Rumpf. Das wärs

Schöne Grüße
Markus

5

Freitag, 16. Mai 2008, 14:10

RE: Elektro F3B Maschine - was würde Ihr empfehlen ?

hey leute
hat den keiner mehr einen tipp für mich ?
kann doch nicht sein, dass die dinger nicht mehr geflogen werden

Madmao

RCLine User

Wohnort: Beinwil am See

Beruf: Systemspezialist Windoof

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6

Freitag, 16. Mai 2008, 14:56

RE: Elektro F3B Maschine - was würde Ihr empfehlen ?

Hallo Markus,

der SpiderX hat doch ein HN-354, das läuft also schon ordentlich. Ein Kollege fliegt ihn mit 3S 3700er, geht ab wie Schmitts Katze.... Sonst habe ich keine Idee, was es sonst noch so gibt.... Vielleicht einen Pike Brio / Pike Giant mit Elektrorumpf? Preislich aber :nuts: :nuts:

Gruss

Florian
Mein Hangar: Erwin XL, Erwin5 DS, Sunbird, FunCub, Valenta Flash

Schulhangar: EasyGlider Pro, EasyStar 2

Steuerung: DX18T

Junior Steuerungen: Spektrum DX5, Spektrum DX6 V2

fliegmalwas

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7

Sonntag, 10. Mai 2009, 09:37

RE: Elektro F3B Maschine - was würde Ihr empfehlen ?

Hallo Markus,

ich hab' für einen Kollegen im Winter einen Dragon-E in der Voll-Carbon-Version gebaut. Bezogen hat er ihn von Modellbau Dick, aber der Bausatz ist auch z.B. bei Jürgen Schmierer oder Bichler erhältlich.

Bestückt wurde er mit folgendem Antrieb:
Motor Kontronik Fun 500-32 / Getriebe Kontronik KPG 5,2:1
Steller Kontronik Jazz 80-6-18 (wegen des guten 4A-BEC)
Prop Aeronaut 16*8
Akku LiPo 3s 4300mAh (für Antrieb und Empfängerstromversorgung)
Dieser Antrieb reicht für nahezu senkrechtes Steigen und hilft auch dem weniger geübten Alleinstarter.

Als Servos wurden eingesetzt:
QR Hitec HS-125MG
WK Hitec HS-85MG
SR/HR Hitec HS-125MG
Alle Flächenservos eingesetzt in Servorahmen von Michael Frey.

Das Rumpfboot unter der Abziehnase habe ich aus Platz-und Gewichtsgründen lomplett weggelassen. Dafür wurden in die Abziehnase am Ende ein beidseitig mit Kohlegewebe beschichteter Sperrholz-Ringspant und in den Rumpf drei Gewindehülsen eingeharzt, so daß der gesamte Rumpfkopf mit drei ISK-Schrauben befestigt und wieder gelöst werden kann.

Unter der Flächenanformung im Rumpf sitzt ein Träger, der in zwei Etagen den Empfänger und die LW-Servos aufnimmt. Der Rahmen ist im Rumpf formschlüssig eingepaßt, so daß dessen Fixierung mit einer der zwei Schrauben zur Befestigung des Sub-D-Steckers (autom. Anschluß der QR/WK-Servos) übernommen wird. Zu Wartungszwecken ist der Träger nach Lösen dieser Schraube und Aushängen der Gestängekugelköpfe als Einheit mit Servos und Empfänger entnehmbar.

In der Abziehnase sitzen somit nur noch Motor mit Getriebe, Akku und Steller. Über die Akkuposition läßt sich mit dieser Anordnung der Schwerpunkt ohne Bleizugabe einstellen, auch ein Akku mit etwas anderem Gewicht bringt die Konfiguration nicht durcheinander (einen 4S LiFePO mit A123-Zellen habe ich auch schon versucht: klappt prima...)

Der Bau ist allerding mit erhöhter Sorgfalt durchzuführen. Ich habe z.B. festgestellt, daß ein Flächenohr beim ersten probeweisen Zusammenstecken der Teile direkt aus dem Bausatz gegenüber dem Mittelstück leicht verdreht war. Wenn man dies beim Einharzen der Torsionsstifte nicht korrigiert, fliegt der Dragon bei Rudernullstellung schöne langgezogene Rollen :dumm:

Die Bausatzqualität ist m.E. dem Preis dennoch angemessen, es hat aber auch seinen Grund, daß echte Wettbewerbsgeräte dieser Größe die doppelte bis fünffache Geldbeuteldicke erfordern...

Das Einfliegen am 1. Mai erfolgte ohne Überraschungen, ein Trimmflug ohne notwendige Korrekturen reichte vorab aus, um dem stolzen Besitzer das so 2800g schwere Gerät guten Gewissens übergeben zu können. Dabei konnte der Dragon richtig flott aber auch erstaunlich langsam bewegt werden, Die Landung ist mit Butterfly-Unterstützung trotz nicht vorhandener Störklappen auch auf kleinem Platz punktgenau zu setzen.

Fazit: Sehr empfehlenswert.


Ich hoffe, der Kurzbericht hilft Dir bei der Auswahl, bei Bedarf kann ich meinen Kollegen fragen, ob ich für Detailfotos nochmal ran darf... :angel:

Fliegergrüße,

Olaf