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Mittwoch, 5. November 2008, 15:27

Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Moin moin alle zusammen!
Ein Freund hat sich einen kleinen RC-Heli gekauft und da ich mit dem Ding schon viel Spaß hatte und selbst noch einen halbfertigen Motorsegler hier rumliegen hab, dachte ich, ich reanimiere das Projekt mal. Es handelt sich um einen Robbe Vartafly FF, ein Bausatz von ca 1994. Meine erste Frage: Gibt es für den Überhaupt noch Ersatzteile (Tragflächen, Rumpf)? Ich hab nämlcih noch nie ein RC-Flugzeug gesteuert und werde daher sicherlich am Anfang den einen oder anderen Absturz produzieren. Falls es sowieso keine Ersatzteile mehr für soche alten Sachen gibt, dann er übrigen sich die folgenden Fragen ohnehin, ansonsten bitte ich um Rat :)
Also los:
Was für Servos sind dafür empfehlenswert und was für ein Motorregler? Was brauche ich noch an Akku(s)? Was für eine (Vierkanal-)Fernsteuerung wäre empfehlenswert (geht die Robbe XS-4?)?

So ich glaube das wars ersteinmal.. Vielen Dank im vvorraus für die Antworten!
MfG Philip

axr33

RCLine User

Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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2

Mittwoch, 5. November 2008, 23:52

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo

Hier gibt es noch einen kleinen Thread über diesen Flieger:

http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?postid=1205627

Das Flugzeug ist ähnlich aufgebaut wie der damalige Graupner Elektro UHU,
nur etwas mehr Spannweite (180 cm anstatt 160 cm). Er hatte einen PLURA-Rumpf,
das Material ist ähnlich wie das damalige von Graupner und hatte konventionelle
Rippenflächen in Balsaholzkonstruktion. Ausgelegt war der E-Segler für die
damals gängigen SPEED 600-Direktantriebe an 6-7 Zellen NiCd; alles ziemlich
schwer und die Flugleistungen waren damit eher bescheiden.
Heute könnte man den Flieger mit zeitgemässem Equipment ausrüsten:
Brushless-Aussenläufer mit LiPo-Akku, und das Modell würde sicher ganz
anständig fliegen.

Deine Frage nach Ersatzteilen zu beantworten, ist nicht ganz einfach. Ich glaube
eigentlich nicht, dass man noch Teile über den Fachhandel kaufen kann. Möglich
ist aber, das noch irgendwer so einen Kasten - vielleicht auch schon angefangen -
im Bastelkeller oder auf dem Estrich liegen hat und diese Fundstücke dann über
die einschlägigen Internet-Verkaufskanäle angeboten werden; sieht man immer
wieder einmal.
Das Material, aus dem der Rumpf besteht, wird mit dem Alter ziemlich spröde.
Allerdings sind die Rümpfe ziemlich stabil konstruiert und halten eine ganze
Menge aus. Eine beschädigte Rippenfläche könnte man immer wieder relativ
problemlos reparieren (je nach Grad der Beschädigung halt mit mehr oder weniger
Aufwand).

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

3

Donnerstag, 6. November 2008, 00:29

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Danke erstmal für die Antwort, das mit den Ersatzteilen soll mich jetzt weiter erstmal nicht davon abhalten, das Ding fertig zu bauen. Die Sache mit dem Brushless-Motor und LiPo Akku klingt interessant, kannst du mir da grobe Größenordnungen sagen, bezgl. Motorleistung und Akkukapazität? Wird das ganze dann teuer?
Und was die Flugleistungen angeht hab ich gelesen, dass das Ding relativ leicht wieder runterkommt, könnte mann evtl Tragflächen eines aktuellen Modells draufbauen, die da einen positiven Effekt haben?
Vielen Dank nochmal!!
MfG Philip

axr33

RCLine User

Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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4

Donnerstag, 6. November 2008, 12:49

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo

Beim Umrüsten eines Modells, das für Bürstenmotoren und NiCd/NiMh-Akkus
konstruiert wurde, gibt es noch ein, zwei Punkte zu beachten.
Erstens muss der Schwerpunkt im Auge behalten werden, das heisst, durch
den leichteren Brushless-Motor und LiPo-Akku würde der Schwerpunkt brutal
nach hinten rutschen. Deshalb z.B. den Einbauort für den LiPo-Akku so weit vorne
wie nur möglich planen. Schlimmstenfalls muss mit etwas Trimmblei nachgeholfen
werden.
Ich persönlich würde jetzt für die Umrüstung eines solchen Modelles einen LiPo-
Akku mit 3-Zellen und 1800 - 2200 mAh Kapazität vorsehen. Motoren in der passenden
Grösse gibt es wie Sand am Meer. Hier ist es schwierig, eine Empfehlung auszu-
sprechen; hängt auch davon ab, wieviel Leistung man will und was man dafür
auszugeben bereit ist.
Die Verwendung einer anderen Fläche für den vorhandenen Rumpf ist sicherlich
möglich. Habe das damals bei meinem Elektro-Uhu von Graupner so gemacht.
Durch die kleine Spannweite von 160 cm, ein ziemlich dünnes Profil, das Ganze
gepaart mit dem hohen Gewicht war er alles andere als gutmütig. Vor allem der
Start war absolut nichts für Anfänger, nichts von "kleinem Schubser und er fliegt".

Den Graupner-Rumpf habe ich später mit einem grösseren Flächenpaar eines
tschechischen Modells namens ANGEL verheiratet. Die Spannweite war nun
2 m und siehe da, plötzlich flog das Modell ganz anständig, sogar ausgedehnte
Thermikflüge waren nun möglich; der Flieger mit ehemals Baujahr 1987 (Umbau
Fläche 1993) flog noch bis ins neue Jahrtausend!

Ein Bild davon findest Du in meiner Bildergalerie (nach unten scrollen, es ist das
viertletzte Bild):

http://www.cityjet.ch/00000198670083d01/…4909/index.html

Also nur Mut; der alte Vartafly wird mit den modernen technischen Möglichkeiten
problemlos in die Luft zu bekommen sein!

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

5

Donnerstag, 6. November 2008, 17:37

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hihi, geiles Tragflächen-Styling beim UHU :) OK, danke, das mit dem Akku ist ja schon mal eine Größenordnung. Nun werde ich aber ehrlich gesagt aus der von dir genannten Sand-am-Meer-Vielfalt nicht ganz schlau... Vor allem was Drehzahlen und- Momente angeht hab ich keine Ahnung, was der Motor leisten muss, weil auf meinem keinerlei Tecnische Daten drauf sind... Das einzige was ich rausfinden konnte war, dass es ein 37mm Durchmesser Modell ist, d.h. der nächste sollte das gleiche haben oder (ich nehme mal an 36 geht dann auch)? Also mein Anspruch wäre, dass man mit dem Motor relativ schnell Höhe gewinnen kann, ich habe jetzt nicht vor, mit dem Flugzeug Loopings zu fliegen, ist doch eher als gemütlicher Anfängersegler gedacht :P Wäre sowas hier sinnvoll? http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop…1&scrwidth=1280
Brauche ich für die Servos eig. noch extra Akkus oder benutzen die den gleichen wie der Motor? Und was bedeutet Zellen bei LiPo? Wenn ich so bei Conrad schaue wird davon nie was erwähnt. Ist ein 3-Zellen AKku 3 so erhältliche Akkus irgendwie zusammengeschaltet?? Und die Kapazität dann die Addition aller 3 zusammen? oder bin ich das jetzt völlig verkehrt unterwegs...
danke nochmal!
Gruß Philip

edit: ok der link oben geht nicht, der motor den ich meine ist der "BRUSHLESS E-MOTOR B36-30-08" von conrad...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »phil182« (6. November 2008, 17:45)


axr33

RCLine User

Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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6

Donnerstag, 6. November 2008, 23:42

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo Philip

Ja, das Dekor auf dem UHU ist halt das typische 90er-Jahre-Design in neon!

Das sind ja einige Fragen, die aus Deinem Post hervorgehen. Also mal der Reihe
nach:

Der Motor B36-30-08 von Conrad ist - gelinde gesagt - eher ungeeignet für einen
Elektrosegler; der Motor hat eine zu hohe Drehzahl (KV 4000), das macht bei
einem E-Segler so keinen Sinn.

Für die Servos brauchst Du keinen separaten Akku. Der Strom für die Servos und
den Empfänger wird durch eine Schaltung im Regler (BEC genannt) aus dem Flugakku
bereitgestellt. Der Regler wird auch, je nach Bauart oder Einstellung, bei Nachlassen
der Spannung im Akku den Motor abschalten oder die Drehzahl herunterregeln,
damit genügend Kapazität zur Versorgung des Empfängers und der Servos verbleibt.

Drei Zellen bei einem LiPo-Akku bedeutet in diesem Fall, dass 3 Einzelzellen mit
je 3.7 Volt Nennspannung seriell zu einem Pack zusammengeschaltet werden;
so ergibt sich dann eine Nennspannung des Packs von 3 x 3.7 V = 11.1 Volt.
Die korrekte Bezeichnung für so einen Akkuverbund ist eigentlich 3S1P,
also 3 Zellen in Serie und nur eine Reihe parallel. Man könnte auch z.B. zwei solche
Packs parallel schalten, das gäbe dann immer noch die gleiche Spannung von
11.1 V, aber dafür die doppelte Kapazität, die Bezeichnung dafür wäre dann 3S2P.

Also konkret für den Anwendungsfall im Varta-Fly würde ich einen 3S1P-Akku
nehmen, einfach gesagt: einen 3-zelligen Akku mit Nennspannung von 11.1 Volt
und einer Kapazität von 1800 - 2200 mAh.

Nun zur Auswahl der Motoren: wie gesagt, es gibt so viele, wie Sand am Meer.
Schwache für gemütliches (dafür aber stromsparendes) Steigen oder Antriebe,
mit denen auch dieser Flieger senkrecht steigen und dabei noch beschleunigen
könnte; letzteres würde aber sicher keinen Sinn machen.

Nach einer Faustregel bräuchte man für diese Art von Flieger in der Grösse eine
Leistung von ungefähr 200 W für normales Steigen.

Ich mache hier einfach mal unverbindlich ein paar Setup-Vorschläge (aber wie
gesagt, es gibt noch hunderte andere, die ähnlich wären):

Motor AXI 2814/16 mit Klappluftschraube 11 x 5"

Motor AXI 2814/20 mit Klappluftschraube 12 x 6.5"

Motor HYPERION HP-Z3013-14 mit Klappluftschraube 10 x 6"

Motor DUALSKY Xmotor 3536CA-8T mit Klappluftschraube 11 x 5"


Diese vier Vorschläge würde ich punkto Leistung als "normal" bezeichnen.
Folgende Variante wäre eher schon schwach, dafür aber stromsparend:

Motor AXI 2808/24 mit Klappluftschraube 9 x 5"

Für alle obenstehenden Vorschläge reicht ein Drehzahlregler mit 30 A Dauerbe-
lastbarkeit.

Man könnte auch Motoren wie z.B. einen MEGA 22/30/3 oder AXI-Motoren der Reihen
2820/xx oder 2826/xx verwenden. Diese wären aber leistungsmässig schon
ziemlich übertrieben und machen hier keinen Sinn.

So, ich hoffe, ich konnte etwas zur Klärung der offenen Fragen beitragen.

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

7

Samstag, 8. November 2008, 17:37

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Vielen Dank für die Empfehlungen, ich denke, ich werde mal eine dieser kombinationen ausprobieren! Könntest du mir auhc noch einen Empfänger empfehlen? Würde der Robbe rx-500 da funktionieren?
Und schon mal weitergedacht: Mal angenommen es zerlegt das Flugzeug irgendwann komplett und ich würde mir zb. einen Robbe Parabolic besorgen, könnte ich dann die o.g. Motor Kombinationen auch in dieses Modell einbauen??
Gruß Philip

axr33

RCLine User

Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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8

Montag, 10. November 2008, 01:15

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo

Den Empfänger Robbe RX-500 kenne ich nicht, meines Wissens gibt es nur einen
RX-400 (4-Kanal) und einen RX-600 (6-Kanal). Diese Empfänger sind sicher
nicht schlecht, obwohl eigentlich als Slow- und Parkflyer-Empfänger vorgesehen.
Die Empfänger scheinen eine gute Reichweite zu haben, obwohl sie nur eine kurze
Antenne (58 cm) haben. Ausserdem sollten sie nur mit Robbe/Futaba-Quarzen
betrieben werden, mit anderen Quarzen kann es möglicherweise Probleme geben.
In meinen Elektroseglern bis zu einer Spannweite von 210 cm habe ich jeweils
meistens Empfänger vom Typ JETI REX 5 plus verwendet. Damit habe ich nie -
ich wiederhole: nie - einen Ausfall oder eine Störung gehabt, selbst bei grossen
Distanzen bei Thermikflügen. Dabei sieht der Empfänger mit seinen knapp 10 g
Gewicht und der kurzen Antenne wie ein typischer Slowflyer-Emfänger mit beschränkter
Reichweite aus. Einen Testbericht dieses Empfängers gibt es hier:

http://www.prop.at/testber/empf_7.html

Ich selber bin allerdings von zweieinhalb Jahren auf die 2.4 GHz-Technik von
SPEKTRUM umgestiegen. Damit hatte ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

Deine zweite Frage, ob Du die Komponenten nach einem eventuellen Crash des
Modells in einem Robbe Parabolic weiterverwenden kannst, kann ich so beantworten:

Für den Einsatz im Parabolic sind diese Komponenten wohl eher eine Nummer zu
gross; der Flieger ist für Motoren mit einem Durchmesser von 28 mm ausgelegt.
Durch Ausnehmen von Schaummaterial in der Rumpfspitze könnte man Motoren
mit etwas mehr Durchmesser montieren, 35 mm-Motoren wie z.B. die AXI's der
Baureihen 2814 oder 2808 sind jedoch zu gross!
Auch 3-zellige LiPo-Packs mit 2200 mAh sind schon recht gross für den Parabolic;
hier wird es recht schnell arg eng, denn schliesslich wollen auch noch Regler und
Empfänger untergebracht werden. Hier würde es wohl kaum ohne wegschnitzen
von Material gehen.
Ich fliege zum Beispiel meinen Parabolic mit dem Original-Motor und 3-Zellen-Packs
von KOKAM mit 910 mAh; so bleibt der Flieger auch gewichtsmässig noch auf der
leichteren Seite.

Ich hoffe, mit diesen Informationen gedient zu haben.

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

9

Montag, 10. November 2008, 20:36

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Zitat

Ich hoffe, mit diesen Informationen gedient zu haben.

Auf jeden Fall, danke nochmal!

Ja, ich meinte den RX-500 Empfänger, sorry. Aber der Rex5 plus bzw mpd (ich glaub ich der Nachfolger) scheint ja wirklich geeigneter zu sein bzgl Reichweite und preislich nehmen die sich ja nicht sooo viel. Sollten Empfänger- und Senderquarz von gleichen Hersteller sein? Weil ja beim Empfänger immer Herstellerquarze empfolen werden. Und ich habe eine Robbe MX-4 Fernsteuerung mit 35MHz Kanal 61, kann ich da per Quarzwechsel auch den Kanal (61) ändern? Was hat das mit Kanal A und B auf sich, was man öfter mal liest? Und kann ich den Rex 5 (5 Kanäle) auch einfach für 4 Kanäle benutzen oder müssen immer alle belegt sein?

Jetzt habe ich noch ein paar Fragen zum Motor, wenn ich jetzt den AXI 2814/20 oder 16 nehme mit entsprechender Luftschaube, was brauche ich dann noch alles um den am Flugzeug zu befestigen und Schraube mit Motor zu verbinden?
Das müsste doch Spinner, Mitnehmer, KLS-Mittelstück und Motorspant sein oder?
Ich habe hier noch einen Motorspant von dem mitgelieferten Motor liegen, kann cih den auch für den AXI benutzen? Und was für Spinner und co. brauche ich denn? MItgeliefert war einer mit 40mm Durchmesser, kann ich den samt Mittelstück benutzen (beim Mitnehmer passt der Durchmesser glaub ich nicht...)?

So, ich glaube das wars soweit erstmal... obwohl: Zu den Servos habe ich noch eine Frage, was brauche ich da für ein Moment und was für Stellzeiten? Und wie schwer darf so ein Ding sein? Taugen die hier was? 40g standard servo
So, das sollte es jetzt ersteinmal WIRKLICH gewesen sein :)

Sorry, dass ich dich hier immer moit so vielen Fragen bombardiere aber ich habe mich wie gesagt damit noch überhaupt nie beschäftigt und bin für deine Hilfe sehr dankbar!!
Gruß und schönen Abend!
Philip

Edit: doch noch was: Kannst du mir einen Regler empfehlen? Danke :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »phil182« (10. November 2008, 23:24)


axr33

RCLine User

Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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10

Dienstag, 11. November 2008, 03:56

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo

Ja, der JETI Rex5 mpd ist der Nachfolger, bzw. das neueste Modell dieses Empfängers.
Aber wie schon gesagt, es muss ja nicht unbedingt dieses Modell
sein, es ist einfach so, dass ich persönlich wirklich nur positive Erfahrungen damit
gemacht habe und ihn deshalb bestens empfehlen kann. Ich habe übrigens keine
Quarze des Herstelles verwendet, sondern Standard-Quarze meines Modellbau-
händlers. Wichtig ist vor allem, ob die Steckfüsschen genügend satt in den Buchsen
sitzen. Ich hatte auch schon Quarze aus anderer Quelle, die dünnere Beinchen hatten
und deshalb fast schon von alleine wieder rausfielen. Diese Quarze habe ich dann
bei anderer Gelegenheit und Empfängern fix an die Buchsen gelötet. Den Quarz
sowieso am besten noch auf der Seite des Empfängers am mit einem kleinen
Stück Tesaklebeband sichern.

Das 35-MHz-Frequenzband teilt sich in ein sogenanntes "A- und B-Band". Die
Frequenzen sind wie folgt:

A-Band: Kanal 61 - 90 (35'010 - 35'300 MHz)

B-Band: Kanal 182 - 191 (35'820 - 35'910 MHz)

Für die Steuerung von Modellflugzeugen sind in Deutschland beide Bänder zugelassen.
In anderen Ländern gelten aber je nachdem andere Vorschriften und Regeln,
das heisst, es muss nicht zwingend in anderen Ländern erlaubt sein, diese
Bänder zu benutzen.

Die Fernsteuerung, die Du verwendest (Robbe MX-4), kenne ich nicht, ist wohl
eine 4-Kanal-Steuerung? Mit dem Kanal 61 bist Du im A-Band. Du kannst praktisch
bei allen Anlagen - selbst bei den billigsten - den Steckquarz auswechseln und
so einen anderen Kanal wählen. Allerdings sind die HF-Stufen der billigen Sender
nicht in der Lage, mit Quarzen aus dem anderen Band zusammenzuarbeiten.
Also wenn der ursprüngliche Kanal im A-Band liegt, solltest Du auch nur Kanäle
aus dem A-Band verwenden. Moderne Synthesizer-Sender sind heute in der Lage,
Kanäle aus beiden Bändern anzubieten, ebenso gibt es auch HF-Module, die mit
Quarzen aus beiden Bändern zurechtkommen.
Die Frage, ob man immer Originalquarze des Herstellers verwenden muss, ist
wieder so eine Glaubensfrage. Natürlich will der Hersteller auch seine Quarze
verkaufen und übernimmt nur eine Funktionsgarantie bei Verwendung seiner
eigenen Produkte. Ich vergleiche es ein bisschen wie die Hersteller von Tintenstrahl-
druckern: auch hier wird immer darauf hingewiesen, nur Original-Tintenpatronen
zu verwenden, da sonst alle Garantie erlischt und die Geräte nicht ordungsgemäss
funkionieren können. Aber meistens geht es auch mit Fremdfabrikaten genausogut
und so ist es in den meisten Fällen auch bei den Steuerungen. Es sei allerdings
nicht verschwiegen, dass es da Unterschiede gibt: einige Geräte sind bekannt,
mehr Probleme bei Verwendung von Fremdquarzen zu machen als andere, bei
denen das problemloser möglich ist.

Die Stecker am Empfänger müssen übrigens nicht zwingend alle belegt sein,
sondern Du kannst so viele Servos anschliessen, wie Du möchtest (und natürlich
auch den Drehzahlregler).
Bei einem Zweiachs-Elektrosegler brauchst Du in der Regel drei Steckanschlüsse:
1 x Drehzahlregler, 1 x Höhenruderservo und 1 x Seitenruderservo.

Die Servos aus Deinem Ebay-Link, die Futaba F-115, sind natürlich sehr
günstige "Brot-und-Butter"-Servos, die eigentlich für einen 1.8m-Segler schon
etwas gar klobig sind (und schwer) sind. Aber es würde sicher gehen, falls die
Servos auch von der Grösse her in den Rumpf passen würden. Ich persönlich
würde für diesen Anwendungsfall allerdings auf Servos der Hitec HS-81-Klasse
zurückgreifen. Die Stellkraft ist auf jeden Fall ausreichend, und gewichtsmässig
bist Du je Stück bei knapp 20 g.
Die Stellgeschwindigkeit ist hier ziemlich zweitrangig, zumal die modernen Servos
alle im Bereich von etwa 0.10 - 0.15 Sekunden für 60° liegen (hängt auch von der
Spannung ab, mit welcher die Servos betrieben werden).

Der Motorspant - passend für den Speed 600 - wird leider nicht ohne Bearbeitung
passen. Der Grund sind die Befestigungslöcher des Motors; bei Speed 600 sind
die Lochabstände für die Schrauben 25 mm, beim AXI sind es über Kreuz 19 und
16 mm. So wirst Du beim alten Spant neue Löcher bohren müssen oder z.B.
einen GFK-Spant in der passenden Grösse und mit den für den AXI passenden
Bohrungen kaufen müssen. Beim Einkleben des Spantes übrigens nicht vergessen,
den Motorzug und -sturz zu berücksichtigen (steht sicherlich in der Bauanleitung
oder sonst gelten die folgende Werte als gute Standardnormen):
Motorzug: 1.5 - 2° rechts
Motorsturz: 1.5 - 2° nach unten

Auch der Original-Mitnehmer wird nicht passen, da der AXI eine grössere Motorwelle
hat (4 mm), Du brauchst also einen Mitnehmer für 4mm- Wellen.
Es gibt Anbieter, die Komplettsets, bestehend aus Mitnehmer, LS-Mittelstück, zwei
Propellerblättern und passendem Spinner anbieten. Am besten kaufst Du so ein
Set oder Du stellst die Sachen einzeln zusammen; bei den Mittelstücken ist der
Standard der Blattgriffe 8 mm, es gibt aber Spezialfälle mit nur 6 mm Griffweite,
also darauf achten.

Als Regler könnte ich den hier empfehlen:

http://www.castlecreations.com/products/phoenix-35.html

Damit habe ich persönlich wieder sehr gute Erfahrungen gemacht (und ich darf
behaupten, ich habe schon viele, viele Fabrikate verwendet). Das Regelverhalten
ist absolut feinfühlig, ausserdem ist er klein und leicht und bietet viele Einstell-
möglichkeiten. Der Nachteil ist der relativ hohe Preis, etwa EUR 75.-.

Meine zweite Wahl wäre der folgende Regler:

http://www.modellbau-bichler.com/jetiadv…6cea0127b4fe391

Regler von JETI habe ich auch einige im Einsatz: sehr zuverlässig, aber nicht
ganz so feinfühlig im Regelverhalten wie der Phönix von Castlecreations.
Preis ist auch eher hoch.
Daneben gibt es natürlich noch eine unüberschaubare Menge an billigen und
billigsten NoName-Reglern, viele davon mit wenig Einstellmöglichkeiten und/oder
schlechtem Regelverhalten (habe schon welche getestet, da hätte man meinen
können, es seien Mehrfachstufenschalter).

Soweit, so gut, hoffentlich sind in meinen Ausführungen ein paar Tipps dabei.

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »axr33« (11. November 2008, 11:46)


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Dienstag, 11. November 2008, 22:47

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo! Danke mal wieder für den ausführlichen Beitrag!
Eine Frage hab ich noch mal wieder: Was bedeutet bei LiPo Akkus das 30C oder so und ist es für mich von Bedeutung? Desweiteren hier mal eine vorläufige Liste der Sachen, die ich jetzt zu kaufen plane (ich habe beim Motor ein günstigeres Modell gewählt, von dem ich hier auch nur gutes gelesen habe, da mir die Gesamtsumme die ich ausrechnete (~300€) dann doch etwas viel war, da man ja zb den Parabolic shcon für 260 RTF bekommt...):

-Motor Magic Torque 30 -09 (WelcheLuftschraubengröße meinst du passt dazu? 12 x 6,5"?)
-Spinner (welches Fabrikat da weiß ich nohc nicht, je nachdem woher ich die anderen Sachen bekomme)
-Regler Jeti Advance 30 Plus
-Servo HiTec HS-85 2x
-Empfänger Yeti Rex 4 MPD
-LiPo 3s1p ca. 2000 mAh (kommt es da auf den Hersteller an?)
-Und: Kann ich als ladegerät einfach so ein 15 € LiPo Ding direkt für die Steckdose nehmen?

Einige Sachen werde ich versuchen bei Ebay zu bekommen, um noch mal 20-30% zu sparen... :(

Danke für deine Hilfe!
Gruß Philip

axr33

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Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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12

Mittwoch, 12. November 2008, 11:41

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo

Die Angabe von 30C auf einem LiPo-Akku gibt an, mit wieviel Ampère Du den
Akku entladen kannst. Der Wert "C" ist ein Faktor, das heisst z.B. bei einem Akku
mit 20C und 2.2 Ah Kapazität kann man den Akku mit 20 x 2.2 = 44 A entladen.
Diese Werte werden oft von den Herstellern etwas "geschönt" und optimistisch
angegeben; in der Praxis verfehlen vielfach die Akkus diese Angaben deutlich,
das heisst, bei Strömen nahe der theoretischen Belastungsgrenze bricht die
Akkuspannung markant zusammen, was auf Dauer dem Akku schadet und ihn
vorzeitig verschleissen lässt. Der "C"-Faktor wird auch beim Laden verwendet:
üblicherweise lädt man einen LiPo-Akku mit 1C, z.B. ein 2200 mAh-Pack
mit 2.2 A Anfangsladestrom; die neuesten Generationen kann man mit 2C laden.

Eine 12 x 6.5" Klappluftschraube für den Motor Magic-Torque 30-09 ist sicherlich
möglich, wenn auch schon an der maximalen oberen Grenze (diese Grösse gibt
es von AERONAUT; eine 12 x 6"-Schraube (gibt es z.B. von GRAUPNER) wäre
auch keine schlechte Wahl.
Wenn Du die Möglichkeit hast, den Motor und den Drehzahlregler zusammen als
Set zu kaufen, geht auch der Simprop-Regler Magic-Speed 30 ohne Probleme.
Auch Regler von anderen Herstellern, z.B. Dualsky, Hyperion usw. sind eine
Überlegung wert, vor allem, wenn Du das Ganze etwas günstiger haben möchtest.
Regler z.B. hier:
http://www.parkflieger.de/Flugregler/Bru…r-ESC::450.html

Die Servos HITEC HS-85 sind eine sehr gute Wahl, solide Qualität. Das HS-85
gibt es meines Wissens nur noch in den Varianten BB (mit Kugellager) oder MG
(mit Metallgetriebe).

In Sachen Ladegerät ist es einfach unerlässlich, zum Laden von LiPo-Akkus wirklich
nur einen Lader zu verwenden, der auch LiPo-fähig ist! Natürlich ist es immer schön,
wenn man sich ein tolles Ladegerät mit vielen Möglichkeiten und integriertem
Balancer kaufen kann, aber zur Not und für den Anfang tut es auch ein einfaches
Modell. Am besten aber trotzdem eines, das den Akku über das Voltage-Sensor-Kabel
lädt, so dassdie Zellen untereinander keine Drift aufweisen (das Voltage-Sensor-
Kabel ist übriges das kleine, mehradrige Kabel - meistens mit einem weissen
Stecker - dass sich nebst dem schwarzen und roten Kabel am Akku-Pack befindet).
Leider gibt es nicht nur ein Stecksystem, sondern mehrere verschiedene und so
muss je nach Anschluss noch ein passendes Adapterkabel gekauft werden.
Bei den billigen Ladegeräten ist es vielfach so, dass sie einen maximalen
Ladestrom von 0.8 oder 1 A bereitstellen können und so ist das Laden von Akkus
mit höheren Kapazitäten dann ein Geduldsspiel, weil es seine Zeit dauert.

Wenn Du einen Akku mit 2000 mAh Kapazität verwenden möchtest, achte darauf,
dass es ein "20C"-Modell ist (siehe oben), das gibt Dir dann - zumindest theoretisch -
40 A Belastbarkeit. Die Marke des Akkus ist in diesem Fall eher zweitrangig, vielleicht
lässt sich bei Spezialangeboten noch ein paar Euros sparen. Am besten wäre es
natürlich, wenn der Balancer-Stecker des Akkus gerade zum Ladegerät passen
würde, sonst braucht es das oben beschriebene Adapterkabel.

So, nun wünsche ich viel Erfolg beim Ordern der gewählten Komponenten.

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.

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Mittwoch, 12. November 2008, 19:45

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

danke mal wieder!
Und kann ein 5-Kanal-Empfänger auch mit einer 4 Kanal-Fernsteuerung angesteuert werden? Nur weil ich versuchen werde, den Empfänger und Regler über Ebay zu bekommen und sich der Rex 4 und 5 preislich nicht viel nehmen...

EInen schönen Abend wünsche ich!!

Mfg Philip

axr33

RCLine User

Beruf: Verkehrsflugzeugführer (B777)

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14

Mittwoch, 12. November 2008, 20:04

RE: Robbe Vartafly Bausatz, was brauche ich dafür?

Hallo

Natürlich ist es kein Problem, einen 5-Kanal-Empfänger auch mit einer 4-Kanal-
Fernsteuerung "anzusteuern". Wie ich schon früher geschrieben habe, bleiben
die nicht benutzten Kanäle resp. Steckplätze am Empfänger einfach leer.

Gruss

Rolf
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.