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Mooni

RCLine User

  • »Mooni« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Umgebung Weinheim

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1

Donnerstag, 23. Juli 2009, 08:56

Easy Glider Fluglage/Flugverhalten

Hallo Leute,

nachdem ich meinem EasyGlider electric einen Brushless Motor habe zukommen lassen, war ich jetzt endlich das erste mal Fliegen. Kein Vergleich zur originalen Motorisierung, zieht richtig ordentlich nach oben. Leider hat sich aber auch die Fluglage geändert. Aus dem Sturzflug fängt er sich nicht selbständig ab, ohne Gegensteuern würde er sich bis zum Erdmittelpunkt bohren :-). Außerdem sieht es so aus als würde der Flieger seinen Schwanz irgendwie gelangweilt hinterherziehen, hängt so ein bischen runter. Die Umbaumaßnahmen haben ihn ein wenig Kopflastig gemacht, weshalb ich laut Schwerpunktwaage etwa 20g im Heck unterbringen musste um einen Schwerpunkt von 70mm mit einem 1250mAh Lipo und etwa 65-68mm mit einem 1800mAh zu erreichen.

Hat jemand eine Idee was das beschriebene Flugverhalten verursachen könnte?

Danke und Gruß,

Mooni

Lars77

RCLine User

Wohnort: Sachsen

Beruf: Dipl.-Ing.

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2

Donnerstag, 23. Juli 2009, 09:53

Ich kenne den Original-SP nicht, aber kein Abfangen klingt stark nach einem zu weit hinten liegendem SP...
[SIZE=1]Aktuell in Betrieb: EJS | PZ Mustang | PZ Habu | Freewing MiG-15 | Phase 3 F-16 | TwinJet BL | MPX Fox | concepta | Rennfloh [/SIZE]

Mooni

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3

Donnerstag, 23. Juli 2009, 11:07

Also die Beschreibung sagt 70mm. Mit dem 1800er Akku liege ich sogar noch vor den 70mm, so bei 68mm. Nachdem was ich gelesen habe dachte ich auch dass es der Schwerpunkt sein könnte, meine Waage sagt aber dass der OK ist. Vielleicht sollte ich noch mal nachwiegen....

Gruß Mooni

SFL

RCLine User

Wohnort: Weyhe b. Bremen

Beruf: Energieelektroniker

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4

Donnerstag, 23. Juli 2009, 12:38

2-3mm dürften beim EG kaum Auswirkungen haben.
Wie sihts mit dem Gesamtgewicht aus, ist er schwerer geworden ?

Wenn du den EG mit ausgeschaltetem Motor senkrecht fallen lässt, sollte er sich leicht abfangen.
Macht er das nicht, ist er zu kopflastig.



Gruß
Stephan
Kraft kommt von Kraftstoff -> Das ist eben so !!!

Diverse Flächenmodelle &
TRex 600N, Webra 55P5, NitroPipe, G600, 3x Savöx SC-1258TG, Hitec 6975HB, GY401 & 9254, Jeti MaxBec

Mooni

RCLine User

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5

Donnerstag, 23. Juli 2009, 13:37

Hi Stephan,

gewogen habe ich ihn noch nicht, werde ich aber noch machen. Ich denke ich werde noch mal die Schwerpunktwaage bemühen und überprüfen wo der Schwerpunkt liegt. Klingt logisch dass er kopflastig ist, allerdings habe ich schon 20g Blei im Heck untergebracht, wundert mich schon....

Gruß Mooni

slowhand_47

RCLine User

Wohnort: Ober-Ramstadt

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6

Donnerstag, 23. Juli 2009, 17:22

Hallo,

ich würde eher mal das Blei wegnehmen. Nicht abfangen aus dem Sturzflug heißt, dass das Modell schwanzlastig ist. Den SP dann noch weiter zurückzunehmen ist gefährlich!

Nochmal zur Erinnerung:

Handwurfmethode: Flieger wird einfach aus der Hand geworfen und gleitet zur Erde
- Nase zu steil nach unten, Gleitflug viel zu kurz: SP zu weit vorne, Modell ist kopflastig
- Modell "pumpt" (nimmt die Schnauze hoch, wird zu langsam, Schnauze kippt nach unten, Wellenflug): SP zu weit hinten, schwanzlastig
- langer, gestreckter Gleitflug ohne Pumpen: SP passt

Sturzflugmethode: Flieger auf Höhe bringen, Höhenruder so eintrimmen, dass der Flieger in etwa die gewünschte Fluggeschwindigkeit hat. Dann gegen den Wind kurz und kräftig anstechen (Tiefenruder geben, bis das Modell ca. 45 Grad nach unten zeigt). Ruder loslassen, Flieger beobachten:
- Modell fängt sich stark ab, eventuell Übergang in nicht enden wollendes Pumpen: SP zu weit vorne, Modell ist kopflastig
- Modell beendet Sturzflug nicht oder stürzt immer steiler nach unten: SP zu weit hinten, Modell ist schwanzlastig
- Modell fängt sich sanft ab und geht nach max. 2-3 Schwingern in den normalen Gleitflug über: SP stimmt

Wichtig ist bei der Sturzflugmethode, dass vorher wirklich das HR korrekt ausgetrimmt ist. Einfach erklärt: Modell ist kopflastig --> man muss hochtrimmen, damit die Gleitfluggeschwindigkeit passt --> im Schnellflug ist durch das hochgetrimmte HR die effektive EWD zu groß, das Modell fängt sich stark ab. Modell ist schwanzlastig --> man muss tieftrimmen --> im Schnellflug ist die EWD zu klein, das Modell unterschneidet.

Gruß
Jan
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Mooni

RCLine User

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7

Donnerstag, 23. Juli 2009, 22:08

Hi Jan,

danke für die ausführliche Beschreibung. Ich bin den Sturzflugtest wohl falsch angegangen. Ich habe den Flieger ordentlich auf Höhe gebracht und bin dann in einen senkrechten Sturzflug gegangen, also 90°. Dabei hat er absolut keine Neigung gezeigt die eingeschlagen Bahn zu verlassen. Werde das Gleiche noch mal mit einem 45° Sturzflug testen.

Wenn ich mir Deine Beschreibung durchlese erkenne ich eindeutig Schwanzlastigkeit. Ich musste mehrere Klicks Tiefe trimmen damit das Ding ordentlich flog. Außerdem zeigt er eine deutliche Tendenz zum Pumpen. Also mal weg mit dem Blei und noch mal in die Luft. Laut Schwerpunktwaage wäre er dann zwar kopflastig, aber wenn er gut fliegt soll es mir recht sein ;).

Ich werde testen und berichten.....

Danke und Gruß,

Mooni

8

Freitag, 24. Juli 2009, 11:35

Zitat

Original von slowhand_47
Nochmal zur Erinnerung:

Sturzflugmethode: Flieger auf Höhe bringen, Höhenruder so eintrimmen, dass der Flieger in etwa die gewünschte Fluggeschwindigkeit hat. Dann gegen den Wind kurz und kräftig anstechen (Tiefenruder geben, bis das Modell ca. 45 Grad nach unten zeigt). Ruder loslassen, Flieger beobachten:
- Modell fängt sich stark ab, eventuell Übergang in nicht enden wollendes Pumpen: SP zu weit vorne, Modell ist kopflastig
- Modell beendet Sturzflug nicht oder stürzt immer steiler nach unten: SP zu weit hinten, Modell ist schwanzlastig
- Modell fängt sich sanft ab und geht nach max. 2-3 Schwingern in den normalen Gleitflug über: SP stimmt


Höchst interessant...ich habe das gleiche Problem wie der Threadstarter (bis auf das Hinterherziehen des Schwanzes), der EG will nach einer Bruchlandung nicht mehr vernünftig segeln - allerdings habe ich auch schwerere Akkus reingepackt...der Flieger kommt im ca 40° Winkel runter, ich muss Höhe ziehen wie irre (oder die Landeklappen ausfahren) damit er einigermaßen auf Höhe bleibt. Ich hätte ja jetzt vermutet, dass es auf einen zu weit vorne sitzenden SP zurückführt...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hastur« (24. Juli 2009, 11:52)


slowhand_47

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Wohnort: Ober-Ramstadt

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9

Freitag, 24. Juli 2009, 14:22

@Hastur: Ich würde mal nachmessen, ob sich durch die Bruchlandung die EWD geändert hat. Vermutlich ist dies der Fall, und jetzt passen EWD und SP nicht mehr zusammen, also Herstellerangabe ignorieren und den SP wie beschrieben erfliegen. Ich kann dir allerdings nicht sagen, wie groß die EWD beim EG sein muss.

@Mooni: Bei meinem Arcus gibt Robbe 95 mm hinter der Nasenleiste an, aber wenn man hier im Forum mal die großen Arcus-Threads liest, sieht man, dass alle ihren SP so ca. bei 80 mm hinlegen. Ich fliege ca. 82 mm, ab 85 mm finde ich den Vogel unfliegbar. Soviel zum Thema Herstellerangabe. Ich würde ruhig mal eine Vorverlegung des SP testen. Deutliches Tieftrimmen (so dass das Höhenruder nicht mehr "im Strak" steht, sondern sichtbar nach unten zeigt) deutet meist auf zu weit hinten liegenden SP (oder zu große EWD) hin.

Die 45 Grad sind übrigens nur ein Richtwert, auch bei 90 Grad muss sich der EG abfangen. Es ist ja kein neutral eingestellter Kunstflieger, sondern ein Segler mit tragendem Profil. Eine Fahrterhöhung (und genau dazu ist der Sturzflug da) muss mit Steigen quittiert werden, sonst stimmt was mit der Einstellung nicht.

Viel Erfolg beim Ausfliegen!

Gruß
Jan
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Mooni

RCLine User

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10

Sonntag, 26. Juli 2009, 20:14

Hallo,

ich habe das Zusatzgewicht im Heck halbiert und bin heute mit diesem Setup in die Luft. Und was soll ich sagen, fliegt sich prima.! War also eindeutig Schwanzlastigkeit die dieses unangenehme Flugverhalten verursacht hat. Danke für die Hilfe, Daumen hoch :ok:....

Gruß Mooni

slowhand_47

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Wohnort: Ober-Ramstadt

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11

Sonntag, 26. Juli 2009, 21:14

Freut mich, dass es jetzt bei dir wieder passt! :ok:

Bei meinem Raven habe ich heute mal wieder live erlebt, wie wichtig das Austrimmen vor dem Sturzflug ist. Ich bin dieses Modell jetzt schon mehrmals geflogen, aber die richtige Feinabstimmung fehlte noch, insbesondere weil ich bisher immer mit unterschiedlich schweren Akkus und dadurch mit wechselnden SP-Lagen geflogen bin. Gestartet, angestochen, sehr sanfter Abfangbogen, also scheinbar passender Schwerpunkt (für einen Segler mit Kunstflugambitionen). Aber irgendwie flog er jenseits des besten Gleitens und verlor viel zu schnell an Höhe. Also ein paar Ticks hochgetrimmt, bis das Gleiten wieder passte, und erneut angestochen: jetzt ist der Abfangbogen viel zu eng. Nach der Landung das HR kontrolliert: aha, zeigt jetzt leicht nach oben. Also etwas Ballast raus, HR wieder neutral getrimmt, alles passt. Jetzt muss ich nur noch ausknobeln, wie ich die unterschiedlichen Akkus positionieren muss, damit ich immer die gleiche SP-Lage erhalte.

Gruß
Jan
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Herbert_

RCLine User

Wohnort: Süddeutschland

Beruf: Industrie Informatiker

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12

Montag, 27. Juli 2009, 00:26

Zitat

Original von slowhand_47
...Bei meinem Arcus gibt Robbe 95 mm hinter der Nasenleiste an, aber wenn man hier im Forum mal die großen Arcus-Threads liest, sieht man, dass alle ihren SP so ca. bei 80 mm hinlegen. Ich fliege ca. 82 mm, ab 85 mm finde ich den Vogel unfliegbar. Soviel zum Thema Herstellerangabe. ...

Mein Arcus hat den Schwerpunkt bei 78 mm. Damit fliegt er wie auf Schienen. Heute hatte ich super Thermik erwischt (flog dahin wo die Vögel kreise drehten). ~20 Minuten Motorlaufzeit und ~92 Minuten Flugzeit (wurde langsam Müde :nuts: ). Rückenflug ist mit nur leichter Zugabe von Tiefe möglich. Prima Teil...
Parkzone F4U Corsair, Cessna 182 Skylane, ParkMaster 3D :nuts:, 2 x Robbe Arcus :D
Eflite Blade CX² V2, PicooZ TandemZ-1, PicooZ Apache AH-64D, PicooZ Christoph (ADAC), Simulus "Mosquito"
Futaba FF-10 (T10CG), Spektrum DX6i

slowhand_47

RCLine User

Wohnort: Ober-Ramstadt

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13

Montag, 27. Juli 2009, 14:18

Ja, der Arcus ist wirklich gut in der Thermik, nur leider ist er etwas zu klein, was die Maximalhöhe für einen Brillenträger wie mich deutlich einschränkt. Mit einem 2500er Akku bin ich an einem durchschnittlichen Tag endlos oben, spätestens nach einer Stunde wird es dann langweilig und der Rest des Akkus wird mit Kunstflug verballert. Oft reichen 10-15s Motorlaufzeit für einen Einstieg in die Thermik, da bleibt dann noch viel für's "Rumturnen" übrig.

Gruß
Jan
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