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hsh

RCLine User

Wohnort: Österreich

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881

Donnerstag, 17. Juni 2010, 00:39

Zitat

Original von easyflyer
Sag mir wo ich diese Schrauben auch einzeln bekomme?(Nicht wie im Baumarkt nur auf einer Palette)


Ich hab den AS gerade nicht griffbereit um nachzumessen, wie lang die Schrauben sind. Aber Zylinderschrauben M3x50 dürfte in jedem Modellbauladen zu bekommen sein.
Eisenwarenhändler sind manchmal auch etwas billiger. Außerdem findet sich in den umfangreichen Normteilkatalogen immer eine Alternative. k.A. wie das in deiner Nähe aussieht.
Ich habe auch schon Onlineshops nur für Schrauben gesehn.
mfg Harald

Rudy F

RCLine User

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Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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882

Donnerstag, 17. Juni 2010, 06:02

Danke Jo,
für die Anerkennung.

Mit meiner Erfahrung helfen zu können, halte ich für wichtig. Wozu wären die Erfahrungen denn sonst gut, wenn man kein Egoist ist, der sich bei Fehlern anderer ins Fäustchen lacht?!

Weiterhin viel Freude mit Deinem Hobby :w

Website-Adresse steht unten unter "www"
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

883

Donnerstag, 17. Juni 2010, 08:55

@mkropfbe
Versuch den AS mal in nen Z3 Coupe rein zu bekommen... :-))
Geht allerdings auch, nur dann bist Du froh für jedes Teil, was demotierbar ist!
GreeZZZ,
Achim
Twin Star 2 (verstorben) ;(
PZ Corsair F4U
GWS Corsair F4U
GWS P-38 Lightning (wartet auf Erstflug)
Robbe Arcus Sport
3 x HKH 450 (1xAirwolf / 1xHughes 500E / 1xTrainer)
MX-16s

884

Donnerstag, 17. Juni 2010, 11:32

Zitat

Original von hsh

Zitat

Original von easyflyer
Sag mir wo ich diese Schrauben auch einzeln bekomme?(Nicht wie im Baumarkt nur auf einer Palette)


Ich hab den AS gerade nicht griffbereit um nachzumessen, wie lang die Schrauben sind. Aber Zylinderschrauben M3x50 dürfte in jedem Modellbauladen zu bekommen sein.
Eisenwarenhändler sind manchmal auch etwas billiger. Außerdem findet sich in den umfangreichen Normteilkatalogen immer eine Alternative. k.A. wie das in deiner Nähe aussieht.
Ich habe auch schon Onlineshops nur für Schrauben gesehn.



Danke Harald.

Aber manchmal sieht man vor lauter Bäume den Wald nicht mehr.
Habe schon in einigen Baumärkten geschaut.Aber nix gefunden.
Natürlich hat es der freundliche Modellbauhändler. :tongue:

Grüße


Frank

Helmuth123

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885

Freitag, 18. Juni 2010, 17:00

Lieber Harald und Hilmar,
- nach meiner Logik handelnd habe ich ,nach dem das Modell zu sehr steigt ,vorne Balst angefügt.Das soll wirklich verkehrt sein ?
- Der Motor schaut schon sehr stark nach unten,da kann ich mir zu wenig Sturz kaum vorstellen.
- Genau so wenig kann ich mir vostellen wie man mit Mischer die Quer gleichsinnig bewegen kann,und die Klappen noch dazu. (Nach meinerm Wissen kann man nur Seite zu Quer hinzufügen,Höhe schon nicht.
- Ich habe zwei Mischer,ein jeder mit einem Meister und einem Sklaven. "Mischen" muss wohl in der Nautik eine andere Bedeutung haben die ich nicht kenne ? Da bin ich völlig ratlos.

Hilmar

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Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei Modell AVIATOR

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886

Freitag, 18. Juni 2010, 20:16

Zitat

Original von Helmuth123
- nach meiner Logik handelnd habe ich ,nach dem das Modell zu sehr steigt ,vorne Balst angefügt.Das soll wirklich verkehrt sein ?
- Der Motor schaut schon sehr stark nach unten,da kann ich mir zu wenig Sturz kaum vorstellen..


Ja, das erscheint Dir zunächst widersprüchlich, aber ich erklär's Dir gern einmal.

Es ist ein Wechselspiel zwischen EWD und Schwerpunkt, der hier eine Rolle spielt.
Klar ist hoffentlich der Zusammenhang, dass viel Gewicht vorn (also Schwerpunkt weit vorn) eine höhere EWD erfordert um einen Gleitflug zu erhalten. Oder?
Umgekehrt genauso: Schwerpunkt zurück -> geringere EWD.

Fakt ist also:
- Du hast vorn viel Ballast drin, also muss das Modell entweder mehr auf "Höhe" getrimmt werden, oder die EWD muss erhöht werden um einen gestreckten Gleitflug zu erhalten.
Auf jeden Fall bedeutet eine Höhere EWD, dass bei Fahrtzunahme - also wenn der Motor eingeschaltet wird - deutlich mehr Auftrieb produziert wird.

Stell' Dir das gegenteilige Extrem vor: null EWD. Wenn alles neutral ist, dann spielt die Fahrtzunahme fast keine Rolle mehr. Wie bei einem Kunstflugzeug, da ist das ja genau so erwünscht.

Bei einem Segelflugzeug hingegen MUSS ja Auftrieb über den Flügel erzeugt werden, und der Auftrieb hängt stark mit der Fluggeschwindigkeit zusammen.

Mehr EWD -> mehr Auftrieb -> mehr Aufbäumen bei Fahrtzunahme -> Motorsturz erhöhen


Deshalb kann man die EWD bzw. die Schwerpunktlage ja auch im Sturzflug austesten. Stichwort Abfangkurve.


...klarer geworden, der Zusammenhang?



Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online!
www.lange-flugzeit.de

hsh

RCLine User

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887

Samstag, 19. Juni 2010, 03:19

Hallo Helmuth!

Wie Hilmar bereits erläutert hat,

1) Leider ist deine Annahme falsch und ja, das ist verkehrt.
Im Geradesausflug befindet sich ein Modellflugzeug in einem stabilen Zustand. Es herrscht ein Gleichgewicht aller angreifenden Kräfte. Auf der einen Seite will die Schwerkraft das Modell nach unten ziehen. Auf der anderen Seite erhält das Modell Auftrieb an der Tragflächen durch die Vorwärtsgeschwindigkeit und das Profil der Tragfläche. Die Vorwärtsgeschwindigkeit ist wiederum abhängig vom Anstellwinkel der Tragflächen und dem Abstand zwischen Schwerpunkt und Auftriebsmittelpunkt. Damit resultiert für jeden Schwerpunkt eine bestimmte Höhenruderstellung und Fluggeschwindigkeit in der das Modell konstant geradeaus fliegt.
Kommt nun zusätzlich ein Antrieb ins Spiel ist dieses Gleichgewicht gestört. Im Idealfall beschleunigt der Antrieb das Modell nur nach vorne. Durch die höhere Geschwindigkeit, ergibt sich aber mehr Auftrieb an den Tragflächen und das Modell steigt. Um dem entgegen zu wirken, wird der Motor mit entsprechendem Zug nach unten verbaut und zieht das Modell beim Beschleunigen leicht nach unten. In Summe fliegt das Modell dann auch bei eingeschaltenem Motor (annähernd) geradeaus.

Ein Modell das bei höherer Fluggeschwindigkeit wegsteigt, hat in den meisten Fällen eine zu hohe EWD, bzw. den Scherpunkt zu weit vorne. Ein solches Modell neigt auch zum "pumpen", geht also in eine sich augschaukelnde auf-ab-Flugbahn über. Ein Modell mit neutralem Schwerpunkt, fliegt im Rückenflug annährend ohne, oder mit nur leicht gedrücktem, Höhenruder und hat einen sehr schwachen Abfangbogen im Sturzflug. Liegt der Schwerpunkt zu weit hinten, unteschneidet das Modell. d.h. sein Flugbahn wir im Sturzflug immer steiler.

2) In welchem Winkel der Motor zur Profilsehne oder zum Höhenleitwerk steht, ist nicht unbedingt aussagekräftig. Zudem hängt der Motorsturz sehr stark vom Profil und der Modellauslegung ab. Im Vergleich mit anderen E-Seglern die ich kenne, ist der Sturz beim AS eigentlich recht durchschnittlich. Natürlich kannst du, wenn dir die Schwerpunkteinstellung so gefällt, den Sturz erhöhen um das Wegsteigen zu kompensieren. Allerdings wirst du dann auch etwas Flugleistung verschenken. Dafür gwinnst du Stabilität bei der Fluglage. In der Regel hat sich der Hersteller bei Angaben zu EWD und Motorsturz etwas gedacht. Beim AS würde ich sagen, dass die Werte wie er aus der Schachtel kommt recht gut zusammen passen. EWD ca. 1,5 bis 2 Grad, Sturz habe ich nicht nachgemessen, scheint aber in Ordnung zu sein.

3) Noch einmal zum Thema Mischer. Welche Mischer Sinn machen, und welche nicht, darüber kann man streiten. Außerdem setzt einem die Fernsteuerung manchmal Grenzen. Meines Wissens hast du eine 6-Kanal-Anlage. Damit ist sehr unwahrscheinlich, dass du Butterfly und Wölbklappen ansteuern kannst. Soweit ich das mitbekommen habe, ist es dir ja gelungen zwei Wölbklappenstellungen zu programmieren. :ok:
Tatsache ist, dass es Mischer für die "Butterfly" Funktion gibt, die bei Betätigung des Gebers (in der Regel Geber Nr.6 - egal ob Zweistufenschalter, Schieber, oder Steuerknüppel) und entsprechender Programmierung dafür sorgen, dass die beiden Qerruderservos (z.B. Servo 1und 7) nach oben ausfahren, und die beiden Wölbklappenservos (z.B. Servo 5 und 6) nach untern ausschlagen. Wenn eine Anlage diesen vorkonfigurieten Mischer nicht bietet, kann man sich das mit entsprechend vielen freien Mischern natürlich auch selber programmieren. Z.B. steuert Schieber Nr.6 das Servo Nr. 6 direkt, und zusätzlich wird von Geber 6 auf Servo 7, 1 und 5 entsprechend gemischt. D.h. es werden drei freie Mischer benötigt. (meine Anlage hat nur zwei..., aber dafür einen Butterfly-Mischer) Neuere Sender mischen meist nicht mehr direkt auf den Servoausgang sonder die jeweilige Funktionen wie etwa Wölbklappe oder Querruder (jeweils zwei Servos). In diesem Fall kommt man dann vielleicht auch mit nur zwei Mischern aus. Das kommt aber auf die Fernsteuerung an, und kann nicht wirklich verallgemeinert werden. Ein Blick ins Handbuch sollte aber aufzeigen, was machbar ist, und was nicht. (obige Kanalangaben beziehen sich auf Futaba-Anlagen der älteren Bauart)
Qerruder die über einen Kanal und ein Y-Kabel laufen, können natürlich nicht gleichsinnig ausschlagen- Für Wölbklappen die über ein Y-Kabel laufen, gilt das selbe. Sie können (wenn die Servos in gleicher Lage verbaut sind) zwar mit einem Kanal als Wölbklappen wirken und damit Bremsklappen oder Butterfly unterstützen, aber natürlich nicht unterstützend zur Querruderfunktion gemischt werden.

Und ja, Seite auf Quer kann durchaus sinnvoll sein, genauso wie Quer auf Seite. Quer auf Höhe, ist eher nicht sinnvoll (Ausnahme Nurflügel ohne Kunstflug), und benötigt zudem spezielle Mischer da ja bei jedem Ausschlag ( + und - ) etwas Höhenruder gegeben werden sollte. Die Mischerkennlinie muss also einem "V" entsprechen. Bei einigen Anlagen ist dies aber nicht möglich.
Allerdings solltest du zwischen machbar, machbar mit deiner Fernsteuerung und sinnvoll unterscheiden.

4) nein, kein Sorge. Mischen bedeutet, ein wählbarer Servokanal folgt einem Geber zu einem gewissen Prozentsatz. Der Master gibt vor, was der Slave machen soll, bzw, der Slave folgt dem Master nach. Wie stark/weit er folgt, kann durch das Mischungsverhältnis eingestellt werden. Bei 50% macht der Sklave nur den halben Ausschlag des Meisters. Bei 100% machen beide den gleichen Weg. Bei -100% fährt der Sklave in die andere Richtung wie der Meister.
mfg Harald

Helmuth123

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888

Sonntag, 20. Juni 2010, 10:16

Hilmar und Harald,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.Ich hab alles verstanden,nur die Konsequenz die daraus gezogen wird nicht. Wenn er zu sehr steigt kann ich doch nicht den Ballast nach hinten verlegen - das ist ja schon pervers - ,sondern die EWD verringern - oder den Schwerpunkt nach vorne verlegen !? Das habe ich auch gemacht und mit einem Flug getestet. Ergebnis : Ein idealer Start ! In genügend Höhe habe ich den Motor aus gemacht und es erfolgte sofort ein unkontrollierter Absturz ( auf einer sehr großen Wiese mit einer schmalen Straße in der Mitte die ich beim Landen nur sehr selten erwische).
Den Ballast vorne habe ich inzwischen wieder entfernt, und Höhen- wie Seitenruder verbreitet. Die EWD kann man schlecht verändern.Es bleibt wohl nur noch bei Motor Tiefenruder?
Gruß! H.

889

Sonntag, 20. Juni 2010, 11:28

Hallo,Helmut ich habe bei meiner RC- Anlage etwas tiefe auf den Motorschalter gelegt-mein AS stieg auch immer etwas zu steil nach oben weg-jetzt ist es ok-vielleicht hilft dir "DER" Tip weiter oder hast du es so schon versucht?
Gruß Hans-Jürgen
F-18 Scale-Viper 90 Impeller
FunJet
Mustang P-51 Hyperion
ME-Bf-109
Eurofighter 65 Impeller
Multiplex Blizzard
Messerschmitt BF-109G
Habu-Jet
Extra 300
Beaver-DHC 2
Stinson Parkzone
Excel-Simprop
Spektrum DX7

hsh

RCLine User

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890

Sonntag, 20. Juni 2010, 16:13

Zitat

Original von Helmuth123
[...] Wenn er zu sehr steigt kann ich doch nicht den Ballast nach hinten verlegen - das ist ja schon pervers - ,sondern die EWD verringern - oder den Schwerpunkt nach vorne verlegen !? Das habe ich auch gemacht und mit einem Flug getestet.


Tja, warum hörst du auch nicht auf uns?
Mit zu weit vorne liegendem Schwerpunkt musst du das Modell entsprechend schneller fliegen. Wenn du Pech hast, kann das Höhenruder trotzdem nichts mehr ausrichten und der Vogel kommt runter.

Ich probiere es ein noch einmal.
Warum steigt der Flieger bei Motor ein weg? Du sagst, du hast die Erklärung verstanden, aber dir leuchtet die Konsequenz nicht ein. Was genau hast du also nicht verstanden? Sonst müsste dir die Konsequenz ja einleuchten und dein Flieger wäre nicht abgestürzt. Den Schwerpunkt noch weiter nach vorne zu legen (also zusätzlichen Ballast) war genau das falsche, wie Hilmar und ich versucht haben zu erklären.

Es gibt zwei Möglichkeiten:
a) zu geringer Motorsturz
b) zu hohe EWD = Schwerpunkt zu weit vorne (EWD verringern bedeute gleichzeit auf Schwerpunkt weiter nach hinten)

a) kannst du ausschließen wenn der AS nicht auf die Schnautze gefallen ist. Bei allen genannten möglichen Fehlern beim AS scheint der Motorhalter noch keine Probleme verursacht zu haben.

b) Die EWD kannst du einfach durch Unterlegen am Höhenleitwerk beeinflussen. Hier wissen wir, dass es bei manchen AS Probleme gegeben hat.

EWD und Schwerpunkt gehören zusammen. Liegt der Schwerpunkt weiter vorne, braucht es eine etwas höhere EWD (entweder durch Höhenrudertrimmung oder unterlegen des Leitwerks). Wird der Schwerpunkt noch vorne verlegt und die EWD nicht angepasst, wird das Modell i.d.R. eine höhere Fluggeschwindikeit einnehmen. Bei zu großen Änderungen bohrt es sich in den Boden.

Ob der Schwerpunkt (und die zugehörige EWD) stimmen, kannst du mit der Anstechmethode oder auch im Rückenflug erproben. Ein weiter hinten liegender Schwerpunkt macht das Modell wendiger, ein vorne liegender Schwerpunkt macht das Flugverhalten eigenstabiler. Liegt der Schwerpunkt zu weit vorne oder hinten, wird das Modell nicht mehr fliegen.

Also, wenn dein Motorträger nicht verbogen ist, steigt der AS nicht weg, weil der Schwerpunkt zu weit hinten liegt (mit einer geringen EWD fliegt) sonder weil der Schwerpunkt zu weit vorne liegt (du mit einer relativ hohen EWD fliegst).
Ja, du kannst jetzt den Sturz erhöhen, oder Tiefenruder beimischen. Beides sind gangbare Wege. Der Nachteil der Tiefenruderbeimischung beim Durchstarten im Landeanflug wurde ja schon mehrfach besprochen. Ich kann diese Vorgangsweise daher auch nicht empfehlen.
Den Motorsturz zu verändern ist in der Regel mehr Aufwand als den Schwerpunkt zu verschieben. Ich bin den AS anfangs auch relativ kopflastig (und damit entsprechend schnell) geflogen. Es lohnt sich aber auf alle Fälle den Schwerpunkt an die hinter Grenze zu legen. Leider schreibst du nicht, ob du den Schwerpunkt bei deinem Modell schon im Flug optimiert hast (Verhalten im Rückenflug, Abfangbogen). Für mich liegt aber die Vermutung nahe, dass du einen zu weit vorne liegenden Schwerpunkt fliegst. Sollte aufgrund einer Bruchlandung dein Motorträger wirklich verbogen sein, wirst du den Sturz natürlich mechanisch korrigieren müssen.

Welcher Art war der Absturz? Wurde das Modell langsam und um die Querachse schlecht steuerbar, oder hat es die Nase nach unten genommen und auch bei hohen Geschwindikeiten nicht mehr auf Höhenruder reagiert?

mfg Harald
mfg Harald

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hsh« (20. Juni 2010, 16:14)


Hilmar

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891

Sonntag, 20. Juni 2010, 16:16

Zitat

Original von Helmuth123
Wenn er zu sehr steigt kann ich doch nicht den Ballast nach hinten verlegen - das ist ja schon pervers - ,sondern die EWD verringern - oder den Schwerpunkt nach vorne verlegen !? Das habe ich auch gemacht und mit einem Flug getestet. Ergebnis : Ein idealer Start ! In genügend Höhe habe ich den Motor aus gemacht und es erfolgte sofort ein unkontrollierter Absturz



Hallo Helmuth,

ich habe aus Deiner Aussage nicht ganz verstanden was Du konkret verändert hast.

Dein Satz "es erfolgte sofort ein unkontrollierter Absturz" macht natürlich hellhörig. Was war passiert? Strömungsabriss? Oder ging das Modell auf die Nase?


Mir scheint da noch ein Verständnisproblem vorzuliegen.
Um es klar auszudrücken: wenn vorn mehr Ballast reinkommt (Schwerpunkt vor), MUSS die EWD erhöht , oder alternativ auf "hoch" getrimmt werden. Und zwar um genau so viel, dass sich ein stabiler Gleitflug ergibt.
Dasselbe gilt für mehr Ballast im Heck (Schwerpunkt zurück): die EWD muss geringer werden, oder es muss etwas auf "tief" getrimmt werden. Wieder soviel, bis der Gleitflug stabil ist.

War es so, dass Du einfach vorn mehr Ballast untergebracht hast ohne nachzutrimmen?
In dem Falle hätte im Kraftflug die höhere Geschwindigkeit in Kombination mit dem zu geringen Motorsturz einen Geradeausflug ermöglicht.
Nimmst Du dann das Gas raus, rächt sich die fehlende EWD-Korrektur, und das Modell reagiert, als ob Du stark "tief" getrimmt hättest. Es geht in den Sturzflug über.





Korrekte Vorgehensweise:

1) der Arcus hat eine bauartbedingt vorgegebene EWD sowie einen dafür angegebenen Schwerpunktbereich. Den stellst Du als Erstes einmal ein. Und alle Ruder auf ihre Mittelstellung hin kontrollieren.

2) Du gehst mit moderater Antriebsleistung auf eine ordentliche Sicherheitshöhe. Dort erfliegst Du im Gleitflug die Ruderausschläge sowie die Feintrimmung am Höhenruder. Durch Anstechen überprüfen, ob die Abfangkurve schön weich und angenehm ausfällt.

ELEKTRONISCH:
3) Kraftflug bei Vollgas. Das Wegsteigen durch Nachdrücken kompensieren und darauf achten, wieviel Knüppelausschlag dafür nötig ist. Dann landen.

4) Den Nachdrück-Ausschlag reproduzieren und am Tiefenruder schauen, wieviel Ruderausschlag nötig war. Diesen durch einen Mischer von Gas auf Tiefe senderseitig beimischen.

5) Kontrollflug, aber zuerst wieder mit wenig Gas steigen. Dann schauen, ob der Beimischungswert zur Zufriedenheit ausfällt. Ansonsten korrigieren.

MECHANISCH:
3) Kraftflug bei Vollgas. Bei zu starkem Wegsteigen (Loop-Neigung mit Fahrtverlust etc.) landen und Motorsturz erhöhen (also den Motor mehr nach unten zeigen lassen).

4) erneuter Start und siehe 3) bis alles passt.





@ Harald:
Willkommen beim Simultantippen und simultan-Gedankengang-Haben!
:w



Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online!
www.lange-flugzeit.de

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Hilmar« (20. Juni 2010, 16:22)


Rudy F

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892

Sonntag, 20. Juni 2010, 17:39

Harald, Du Schlingel!

Zitat

Original von Harald:
Ob der Schwerpunkt (und die zugehörige EWD) stimmen, kannst du mit der Anstechmethode oder auch im Rückenflug erproben.


Rückenflug-Check bei einem tragenden Seglerprofil ... :D :D :D :D

Und die Kunstflugmodell- Anstech-Methode ist bei einem Modell, dass in der Thermik mit wenig Knüppelei halbwegs stabil sein soll UND ein tragendes Profil hat, eigentlich auch nicht optimal anwendbar.

Ein tragendes Profil hat ja bei zunehmender Fahrt günstigerweise mehr Auftrieb zwecks dynamischer Stabilität zum "automatischen" Einpendeln in einem Gleichgewichtszustand aller Momente.

Somit MUSS sich die Segler-Anstechmethode von der Kunstflug-Methode - die ja eigentlich einen Durchfallmethode nahe der Senkrechte ist - wesentlich unterscheiden.

Leichte Fahrtaufnahme über 5 sec bei 20° Flugbahn-Winkel reichen da schon.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »rcFIA« (20. Juni 2010, 20:07)


893

Sonntag, 20. Juni 2010, 19:53

Sorry, aber nur mal eine kuze Zwischenfrage:
die so genannte "Anstechmethode", gibt es da irgendwo eine genaue Beschreibung darüber bzw einen Link dorthin? Ich hab's hier irgendwo schon mal gelesen, find es aber nicht mehr.
Danke für eine kleine Hilfestellung,
Achim
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »smarti-s« (20. Juni 2010, 19:55)


Hilmar

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894

Sonntag, 20. Juni 2010, 20:02

Suchbegriffe: Abfangkurve, Abfangbogen, Schwerpunktermittlung, Unterschneiden.

In Kurzform:
bei zu weit hinten liegendem Schwerpunkt neigt das Modell beim Anstechen zum Unterschneiden. Dann den Schwerpunkt weiter vorverlegen (...und somit die EWD vergrößern, wie wir gelernt haben), und das Modell wird selbständig eine Abfangkurve fliegen.
Dort in etwa sollte der Schwerpunkt dann liegen; die Feineinstellungen hängen vom Modell, dem Einsatzbereich und den Steuergewohnheiten ab.

Herzlichst
Hilmar.
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hsh

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895

Sonntag, 20. Juni 2010, 20:54

Tipps zum Einfliegen

m.M. nach sehr informative Seiten:
http://www.rc-modellkunstflug.de/modelle_einfliegen.htm
http://www.modellflug-freakshow.at/tipse…ml#ERKLAERUNGEN

Wie Rudy aber richtig angemerkt hat, ein Segler ist kein Kunstflugmodell.

Zitat

Original von rcFIA
Harald, Du Schlingel!
:D :evil:
Ein kleines Stück muss er nach der halben Rolle trotzdem am Rücken schaffen.
Du hast natürlich recht, es muss/soll nicht senkrecht nach unten gehn, aber beherztes Andrücken, und schauen wie er sich abfängt hat noch nie geschadet.

@Hilmar:
meistens bin ich der Langsame :w
mfg Harald

Rudy F

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896

Montag, 21. Juni 2010, 06:15

Guten Morgen,

bei der Rückenflug-Prüfmethode wird das Höhenruder zuerst mal überhaupt nicht betätigt, denn die im Normalflug eingetrimmte Situation wird begutachtet!

typischer Fall: Wenn der Flieger anfängt, dann am Rücken die Nase hochzunehmen, also zur Beibehaltung einer geraden Flugbahn GEZOGEN werden muss, dann ist der Flieger schwanzlastig. Weil dann nämlich das Höhenruder (für den Normalflug) auf TIEF getrimmt ist.

Es wird also ein Gleichgewichtszustand überprüft, dessen Prüfung nur Sinn macht, wenn das Profil in den beiden Fluglagen die gleiche Arbeit zu leisten imstande ist. Also (fast) symmetrisch ist.

Für Kunstflugmodelle ist das hier nachzulesen: http://members.aon.at/flug.fiala/trimmen.html
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rcFIA« (21. Juni 2010, 06:21)


897

Montag, 21. Juni 2010, 08:25

Ich hab letzthin mal den AS auf den Rücken gelegt ( in der Luft natürlich) und dabei festgestellt, dass er ohne Ruderbewegungen nach unten wegtaucht. Also muss ich permanent an der Funke Höhe drücken, was ja in der aktuellen Rückenfluglage dazu führt, dass er oben bleibt!
Hat das jetzt zu heißen dass der SP zu weit vorne oder hinten ist?
Allerdings soll hier das Wetter wieder besser werden und ich versuchs mal mit der Anstechmethode...
Gruß,
Achim
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Rudy F

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898

Montag, 21. Juni 2010, 08:54

Zitat

Original von smarti-s
Ich hab letzthin mal den AS auf den Rücken gelegt ( in der Luft natürlich) und dabei festgestellt, dass er ohne Ruderbewegungen nach unten wegtaucht. Also muss ich permanent an der Funke Höhe drücken, was ja in der aktuellen Rückenfluglage dazu führt, dass er oben bleibt!


Das ist bei dem tragenden Seglerprofil völlig normal!

wenn das anders wäre, wäre der AS so schwanzlastig, dass im Normalflug von einem seglerüblichen stabilen Flugverhalten keine Spur mehr wäre.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

899

Montag, 21. Juni 2010, 09:14

Moin Rudy,
danke erst mal für die schnelle Antwort!
Ich denke mal dass das heute im Nachmittag wieder kappt mit dem Fliegen. Bis jetzt ist es immerhin noch trocken... :-))
Dann werd ich ja sehen wie sich beim Anstechen verhält und später auch berichten!
Dank und Gruß,
Achim
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Helmuth123

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900

Montag, 21. Juni 2010, 13:41

Vielen Dank für die Hilfsbereitschaft.
Da das Problem nur bei Motor besteht werde ich Tiefe beimischen ; ist das einfachste .
Darf ich ganz kurz eine andere Sache ?
Dieser http://www.riccs.cn/showProduct.asp?id=88&gn_classid=9 ist nur einmal geflogen und dann x-mal gleich vom Handstart weg in den Boden.Dann habe ich ihn ausgeschlachtet. Jetzt möchte ich ihn reaktivieren,und zwar den Motor an den Bug verlegen. Ob das ohne größere Probleme geht ? Nach dem Aussehen und dem äusserst geringen Gewicht müsste der doch fliegen !? Bei meinem Jet dagegen wundert es mich nicht,dass er dauernd abstürzt.
Gruß! H.