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Stoni99

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1

Montag, 2. November 2009, 20:34

Segel- & Thermikleistung: Motorsegler vs. Segler

Hallo ihr Motorsegler-Spezis!

Ich fliege bisher Schmeißgeier (DLG F3K). Die Gleit- und Thermikleistung dieser Modelle ist zwecks niedrigem Gewicht sehr gut.

Nun trage ich mich mit dem Gedanken auch mal einen Segler mit größerer Streckung (ab >2m) anzuschaffen.
Diese lassen sich dann leider nicht mehr mit Schleuderwurftechnik starten. ;(
Ich könnte also (Flachland) einen normalen Segler mit Flitsche & Co in die Luft befördern. Oder eben einen Motorsegler anschaffen.

Ist die Gleitleistung eines Motorseglers wegen des größeren Gewichtes unweigerlich schlechter als bei einem normalen Segler? Oder kann dies durchaus durch konstuktive Maßnahmen kompensiert werden?
DLG KIS MINI
DLG Spinnin Birdy Quer mod. PLW
DLG Blaster 2
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Futaba Fasst T8FG

2

Montag, 2. November 2009, 22:13

RE: Segel- & Thermikleistung: Motorsegler vs. Segler

Hi Carsten,

bin zwar auch noch ein ziemlicher Newbie, aber von dem, was ich mitbekommen habe, kommt es aufs Flugzeug an.
Wenn Du bei einem Zwecksegler bleibst, kannst Du auch motorisiert Spitzengleitwinkel erreichen. (Bei Scaleseglern wohl erst bei größeren Modellen und dann wirds richtig teuer!)
Einige Profile sind anscheinend so ausgelegt, dass sie erst bei höheren Geschwindigkeiten ihr Optimum haben, wozu mehr Gewicht natürlich gut passt.
Auch denke ich, dass das Gewicht auf den Gleitwinkel weniger Einfluss hat, als auf die Steigfähigkeit in der Thermik, hier zählt anscheinend jedes Gramm, aber das Mehrgewicht würdest Du ja in Form eigener "Motorthermik" mitschleppen, von daher auch nicht so wild.
Guck Dir mal den Valenta Sharon an, der soll einen Gleitwinkel von 1:68 haben (als Segler)- allerdings ein wenig teurer...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kaupa« (2. November 2009, 22:23)


3

Mittwoch, 4. November 2009, 15:50

RE: Segel- & Thermikleistung: Motorsegler vs. Segler

Zitat

Original von Kaupa
Auch denke ich, dass das Gewicht auf den Gleitwinkel weniger Einfluss hat, als auf die Steigfähigkeit in der Thermik,...


Das ist absolut richtig. Bei höherer Flächenbelastung ändert sich an der Gleitleistung nur, dass sie sich zu höheren Geschwindigkeiten verschiebt. Das geringste Sinken, welches natürlich die Steigfähigkeit beeinflusst, wird höher.

Wer nur oben bleiben will, versucht die Flächenbelastung so gering wie möglich zu halten. Wer auch mal schnell von einem Bart zum anderen kommen möchte, wird versuchen durch Ballast zu optimieren.

Bei manntragenden Segelflugzeugen werden da durchaus 100l und mehr in den Trageflächen mitgenommen.

Gruß,
Günther
LS6-a, D-0616
robbe Arcus
Purist (nach Plan von jk-modellflug)
Falcon 56 MkII (Carl Goldberg)
MiG-15 (Art-Tech)

Stoni99

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4

Mittwoch, 4. November 2009, 19:00

RE: Segel- & Thermikleistung: Motorsegler vs. Segler

Also sollte man ein Modell mit möglichst geringer Flächenbelastung wählen um auch geringe Thermik gut nutzen zu können (ich fliege nun mal im Flachland).

Welche Flächenbelastung ist denn als "gering" einzustufen und gut brauchbar zum Kurbeln?
Die meißten haben so zw. 25 bis 50g/dm² ?!

Wenn ich meinen DLG Blaster 2 elektrifizieren würde komme ich auf ca. 16g/dm² (Fläche 27dm², Flugewicht 440g)

Theoretisch würde ich dann Big Excel und eleklr. F3J Orca locker auskurbeln können?! :D
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stoni99« (4. November 2009, 21:40)


5

Donnerstag, 5. November 2009, 13:05

RE: Segel- & Thermikleistung: Motorsegler vs. Segler

Zitat

Original von Stoni99
Welche Flächenbelastung ist denn als "gering" einzustufen und gut brauchbar zum Kurbeln?
Die meißten haben so zw. 25 bis 50g/dm² ?!


Es ist selten, dass man die Flächenbelastung so gering hinbekommt, dass man nicht mehr vernünftig kurbeln könnte :D

Letztlich spielt auch der Tragflächengrundriss und auch das Profil eine Rolle. Das Paket macht es halt.


Zitat


Wenn ich meinen DLG Blaster 2 elektrifizieren würde komme ich auf ca. 16g/dm² (Fläche 27dm², Flugewicht 440g)

Theoretisch würde ich dann Big Excel und eleklr. F3J Orca locker auskurbeln können?! :D


Na ja, das ist ja auch relativ. Die Unterschiede beim Kurbeln sind meistens nicht so wahnsinnig groß. Deshalb nehmen wir manntragenden Segelflieger ja auch ordentliche Mengen an Wasser mit. Würde sich das stark auswirken, wäre der Vorteil im Gleiten nicht so groß.

Bei Thermikfliegen kommt zudem dazu, wie gut ich den Bart zentriere. Ohne elektronisches Vario bin ich stets im Nachteil, selbst wenn ich die geringste Flächenbelastung habe.

Gruß,
Günther
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