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341

Dienstag, 20. Mai 2014, 00:16

So Leute, hier meine Bilder von den Einschlagspuren...!
-kaum zu glauben wie sich so ne fliegende Kiste in Sekunden doch optisch rapide verändern kann!

Weiss noch gar nicht wie ich bei der Reparatur des Vorder Rumpfes am gescheitesten vorgehen soll..
-vielleicht einfach gewinkelt absägen und dann eine komplett neue Front aufbauen und ansetzen!?

Das Heck kann ich ja einfach wieder zusammenkleben und vorher noch ein Holz-Inlay mit einharzen. Die alte Verstärkung hatt sich nämlich ebenfalls mit verabschiedet..
Aber was ist wenn dann der Einstellwinkel nicht mehr stimmt??
Ich hatte mal früher bei nem getunten EasyStar ebenfalls nen gebrochenen Heckbereich, und nach dem Kleben flog der definitiv nicht mehr wie vorher..!
Bei genauem Hinsehen konnte man vermuten dass sein Heck nun etwas nach oben abwinkelte, -das war wohl auch der Stauchung geschuldet..!

@Hilmar:
Bin gespannt auf deine Anleitung mit dem GFK-Überzug..
Danke für die Mühe!
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Hilmar

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342

Dienstag, 20. Mai 2014, 23:23

eiei..

der Heckbruch ist einfach. Mit einer großzügigen Portion Ponal Wasserfest schön übers Wochenende zum Aushärten fixieren. Dabei eine Bauplan-Seitenansicht zur Kontrolle verwenden damit sich die EWD nicht verzieht.

Die Rumpfschnauze musst Du wohl neu bauen. Die Idee mit dem Schrägschnitt ist gut.

Auch die Flügel würde ich neu bauen um sie diesmal mit Glas zu belegen.

Herzlichst
Hilmar.
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Hilmar

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343

Mittwoch, 21. Mai 2014, 00:25

Nun aber zum Thema Flügel mit Glas belegen.

Bild 1:
hier sieht man alles was man dazu benötigt.
Glasseide mit 80 Gramm pro Quadratmeter ergibt einen ordentlichen Festigkeitszuwachs.
Wenn man zügig arbeitet, kommt man mit 5-Minuten-Epoxi so gerade mit der Verarbeitungszeit aus. Mehr Ruhe hat man mit 15-Minuten-Harz.

Bild 2:
angerührt werden pro Flügelhälfte 15 Gramm Harz, 15 Gramm Härter und - ganz wichtig - 15 Gramm Spiritus. Damit verdünnt man die Viskosität auf ein prima fließfähiges Maß.
Das Glasgewebe (Webart Leinwand) wurde zuvor grob zugeschnitten und faltenfrei aufgelegt.

Bild 3:
Aufgrund der niedrigen Viskosität lässt sich das Harz prima über die gesamte Fläche verteilen. Dabei darauf achten dass es überall das Gewebe durchtränkt und keine Luftblasen entstehen. Aufpassen dass das Gewebe bis über den Rand hinaus getränkt wird.

Bild 4:
So sieht das schon ganz prima aus. Keine Falten, keine Blubberblasen. Dass man dabei lieber Handschuhe trägt, sollte einem die hoffentlich noch intakte Haut auf den Flossen wert sein.
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344

Mittwoch, 21. Mai 2014, 00:32

Bild 5:
Die angerührte Menge war so bemessen dass wir reichlich auftragen konnten. Die entstandenen Harzseen müssen nun mit einem Lappen weggetupft werden, bis die gesamte Oberfläche deutlich ihre ursprüngliche Leinwandstruktur zeigt.

Bild 6:
nun heißt es warten, bis das Harz lederzäh wird. Bei 5-Minuten-Epoxi ist das nach 15 bis 20 Minuten der Fall. In diesem Zustand lässt es sich am besten beschneiden. Schön präzise vorwärtsknabbern und die Schere hin und wieder mit einem Spirituslappen reinigen, sonst klebt's.

Bild 7:
so sieht das Ergebnis dann aus. Nach dem vollständigen Aushärten über Nacht kann man mit einem Schleifklotz noch die Ränder bearbeiten. Endgültige Festigkeit erreicht das Harz meist sogar erst nach einigen Tagen. Das Mehrgewicht beträgt etwa 25 Gramm pro Flügelhälfte, also knapp 50 Gramm für's komplette Flugzeug. Das verträgt die LaPiuma problemlos.



Herzlichst
Hilmar.
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345

Montag, 26. Mai 2014, 18:31

Hey Danke für's sharing Hilmar, -interessante Sache mit dem Überzug!
Was ich mich frage: Sind die Flächen danach Bretthart oder geht da noch was an Biegung?

Würde in der Praxis dann wohl bedeuten, bei ner "schiefen Landung" wenn also ne Fläche den Boden zuerst berührt das sich entweder der 10° Stahlstift verbiegt, oder die Fläche bricht (spröde?) oder der Aufnahmebereich einfach aufreisst und sost gar nix leidet.. hmm, ..aber Loopings ohne Bruch wären ganz klar im Programm!

Gruß Markus

Hilmar

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346

Montag, 26. Mai 2014, 20:38

Die Flügel sind nach der Beschichtung noch immer flexibel, aber eben viel stabiler. Jetzt wird die Biegekraft ja nicht mehr nur vom Holm und dem Bißchen Depron aufgenommen, sondern über den gesamten Flächeninhalt verteilt. Dabei bestimmt die Gewebedicke die letztendliche Härte.

Würde man beispielsweise zwei oder gar drei Lagen Glasgewebe auflegen, dann würde der Flügel bockhart werden. Nächste Schwachstelle wäre in diesem Fall der Flächenstahl. Möglicherweise würde auch der Holmverbinder nach oben rausreißen.
Man muss die Verstärkungen stets so wählen, dass alles von der Festigkeit her im harmonischen Einklang ist.

Loopings gehen mit einer Lage Glas auf jeden Fall. Aber ich fliege mit dem Ding dennoch nicht in Hotlinermanier senkrecht runter und teste bei Vollgas den Höhenruderausschlag.
:nuts:

Einen Dreher beim Landen können die Flügel ohnehin ganz gut aushalten, so schwer ist das Modell ja nicht. Und die Gummiringbefestigung sollte da schon das Meiste abfedern.
Viel eher wird dabei der Rumpf kurz vor dem Leitwerk brechen.
Deshalb sollte man sich regelmäßig den Rumpf vornehmen und überall neugierig rumdrücken ob irgendwo ein Spalt entsteht. Wenn einer zu finden ist, dann wasserfesten Weißleim rein und einfach über Nacht aushärten lassen.
Merken: einen Strukturcheck am Vorabend machen und nicht etwa morgens am Flugtag.
:ok:


Herzlichst
Hilmar.
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347

Donnerstag, 29. Mai 2014, 17:33

Also ich habe mich entschieden das mit dem Glasgewebe-Überzug mal zu versuchen!

Aber:
Hat jemand einen Tipp für mich wo ich denn die Glasseide herbekomme?
"Webart Leinwand 80gr." heisst es oben..!?
Ist die offizielle Handelsbezeichnung denn Glasgewebe oder doch eher Glasseide?
Ist Webart ein Hersteller?
Und wofür wird das Zeug denn eigentlich ursprünglich verwendet?
-------------------------------------------------------------------------------

Gibt es hier im Forum einen Thread zum Depron-Flächenbau?
Ich suche nämlich gerade die optimale Lösung für die Piuma mit einseitiger Wölbfläche..!

Gruß Markus

wildflight1

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348

Donnerstag, 29. Mai 2014, 21:44

Hallo Markus,
hier gibts infos zu gewebe:http://www.r-g.de/de/
Gruß
Werner

Durch ziehen gewinnt man Höhe

Hilmar

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349

Freitag, 30. Mai 2014, 14:51

Die Webart hat nicht etwa was mit dem worldwideweb zu tun, sondern beeinflusst die Eigenschaften des Gewebes. Das wären z.B. die Festigkeit des Bauteils, aber auch ob sich das Laminat an Rundungen anlegt oder sich störrisch abhebt.

Bei R&G gibt's hier einen genaueren Link:
WEBARTEN

Zitat

Ich suche nämlich gerade die optimale Lösung für die Piuma mit einseitiger Wölbfläche..!In der Größe (1,70 m) mit simplem Wölbprofil...

wie und wo willst Du denn damit fliegen?

Das habe ich bei der 1:2-Verkleinerung "Mini-Piuma" umgesetzt, und da macht es deshalb Sinn weil ich gern extrem langsam gleiten wollte. Da war aber der Leichtbau auch gleichzeitig oberstes Ziel.
Bei einem Softliner-Segler mittlerer Größe hingegen fängst Du Dir mit einem Pofil "gewölbte Platte" eine Reihe von Nachteilen ein. Kein Durchzug mehr, und hoher Widerstand.

Dennoch spricht natürlich nichts dagegen das mal selber auszuprobieren.
Lad' Dir doch einfach den Bauplan der Mini-Piuma herunter und schau Dir dort den Profilquerschnitt genau an. Den Flügel baust Du dann vergrößert mit 6 mm Depron und einem durchgehenden 6x3-mm-Kiefernholm im Schwerpunktbereich nach.



Herzlichst
Hilmar.
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350

Dienstag, 3. Juni 2014, 08:21

Servus Leute!

In der dunklen Jahreszeit entwickelte sich bei mir ein starker Drang die Piuma beleuchtet auszulegen..
So setzte ich das auch im Bau mit LED-Streifen im Rumpf und Heck-LW schon mal etwas um. Andere Ergänzungen, zB. in den Flächen hatte ich zumindest in Erwägung gezogen..

Mit dem absolut leichtem Schwebeverhalten ist es von daher also sowieso schon mal vorbei, bzW. eingeschränkt.
Mein Anspruch an die Piuma ist demnach also mehr ein optisch ansprechender beleuchteter Vogel der:

-Mit 3s befeuert wird
-Dessen Flugzeit keine große Rolle spielt (Gewicht über Akku einsparbar!)
-Beleuchtet ist
-Loopingfest ist
-Natürlich trotzdem möglichst lange "oben bleiben" soll (Im antriebslosen Gleitflug)
-"Gleitgeschwindigkeit" spielt keine wesentliche Rolle
(ist das eigentlich genau die Sache welche so oft als "Durchzug" bezeichnet wird,
oder ist das was ganz anderes??)

Ich sammle jetzt mal ein paar Vorlagen von Flächen die ich interessant finde.
Bin schon gespannt was eure Meinung zu denen ist!

LG Markus :w

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fliegende Kisten« (3. Juni 2014, 10:16)


351

Dienstag, 3. Juni 2014, 10:19

Herzlichen Dank auch an "wildflight1" und "Hilmar"
für die Versorgung mit den Info's zum Gewebe und den Webarten!

..immer gut und hilfreich was dazuzulernen..! :o)

Hilmar

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352

Dienstag, 3. Juni 2014, 11:49

-"Gleitgeschwindigkeit" spielt keine wesentliche Rolle
(ist das eigentlich genau die Sache welche so oft als "Durchzug" bezeichnet wird,
oder ist das was ganz anderes??)


Durchzug ist entweder die Luftströmung die entsteht wenn man vorn die Tür und hinten das Fenster auflässt,
oder beim Flugzeug die Fähigkeit, Lageenergie möglichst verlustarm in kinetische Energie umzusetzen. Das heißt, man sticht aus 100 Metern an, brettert eine Vierzeitenrolle über die Grasnarbe und zieht dann geschätze 98 Meter wieder rauf. Das ist Durchzug.

Beim Thermikfliegen wird das wichtig, wenn man Abwindfeldern entwischen will. Dann muss man die Kiste flott machen können ohne die vorher mühsam erkurbelte Höhe wieder komplett zunichte zu machen.


Herzlichst
Hilmar.
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353

Mittwoch, 4. Juni 2014, 13:58

Aha also ist "Durchzug" als Eigenschaft ein echter Stimmungsmacher, den man vermutlich vorwiegend bei glatten Profil-Oberflächen feststellen kann..?
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Also zum Thema Flächenauswahl für die Piuma:

-Bei meinen Segel-Flügen mit dem orig. KF-Profil hatte ich nicht den Eindruck die Piuma wolle wirklich lange oben bleiben. Nein im Gegenteil, die „bremsenden“ Eigenschaften des KF. machten sich hier durchaus bemerkbar..

-hier seht ihr die Anleitung zu einer Wölbfläche einfachster Bauart, die mich absolut für die Piuma (evtl. mit Gewebeüberzug) interessiert:
http://jomari.de/depronplans/depron-trag…-balsa-holm.php

-Vor einigen Wochen hatte ich den „WildWing“ von „Jomari“ gebaut. Diesen Jet seht ihr ebenfalls dort auf der Jomari-Seite. Und auch hier im Forum, im „Swatter Hase“-Thread ist er auf zwei, drei Bildern von mir mit dem Hasen zusammen zu sehen.
Die Fläche ist ne vollsymetrische Wölbfläche der ähnlichen Bauart wie beim Link oben.
Jo, und was soll ich sagen, die Gleiteigenschaften haben mich bereits bei der „dicken“ Fläche des „WildWing“ voll überzeugt, so dass ich denke das sollte doch mit ner dünneren, unten flachen-Fläche
für die Piuma kein Fehler sein--!? Oder liege ich da jetzt falsch??
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Die Empfehlung für die Mini-Piuma Fläche ist ebenfalls interessant, doch da kann ich mir kaum vorstellen dass sich die Biegung bei ner 85 cm Flächenhälfte noch gleichmäßig verlaufen wird..
Evntl. würden hier einige Depron-Rippen zusätzlich ja doch helfen die Biegung einzuhalten..!
Außerdem muss dann ja auch eine Lösung für die Steckung des 3mm Stahls gefunden werden..

Mit LED Setup wird’s hier auch bisschen schwieriger, aber in 6mm Depron kann man das ja schon versenken so unter nem Streifen Tape..!
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Dann überlege ich noch die aufwändigen Flächen der Hibu zu bauen und auf die Piuma aufzuziehen..
In der Länge etwas gekürzt auszulegen wäre da sicher angemessen…?! Gut oder nicht gut?

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Weit "hinten" im Thread erinnere ich mich an jemaden der "DizzyBird"-Flächen -glaube ich- verwendet hatte.. Wo erhält man denn dafür den Plan/Vorlage?

LG Markus

Vollker

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354

Mittwoch, 4. Juni 2014, 14:24

DizzyBird Fläche, einfach und gut

Siehe Beitrag 152, 153 und 169 (Vergleichsmessung). Der dort angegebene Link für den DizzyBird Bauplan funktioniert nicht mehr, aber über den zweiten Link oder mit Google solltest Du ihn finden (Direktlink für Faule: [url]http://www.modellbauvideos.de/bauanleitungen/flugzeuge/dizzy-bird.html[/url]) :tongue:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Vollker« (4. Juni 2014, 14:34)


Hilmar

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355

Donnerstag, 5. Juni 2014, 08:58

-hier seht ihr die Anleitung zu einer Wölbfläche einfachster Bauart, die mich absolut für die Piuma (evtl. mit Gewebeüberzug) interessiert:
http://jomari.de/depronplans/depron-trag…-balsa-holm.php


Ach Du lieber Gott,
DAS nennst Du WÖLBPROFIL!
Dann haben wir ja weiter oben die ganze Zeit aneinander vorbei geredet!! Ich dachte, Du meinst ein Profil mit konkaver Unterseite, so in Richtung "gewölbte Platte"!

Das was Du meinst würde ich eher als klassisches, geschlossenes Profil bezeichnen. Natürlich bringt das aufgrund der höheren Profildicke viel mehr Festigkeit. Und ich versuchte ständig Dir das auszureden... tsts...


Dann überlege ich noch die aufwändigen Flächen der Hibu zu bauen und auf die Piuma aufzuziehen..
In der Länge etwas gekürzt auszulegen wäre da sicher angemessen…?! Gut oder nicht gut?


Sicherlich gut.
Nimm' Dir einfach irgend eine Flügelrippe der HIBOU raus (die hat ein Clark-Y-Profil) und bau da entsprechend viele identische Exemplare von. Damit erstellst Du mit demselben Prinzip wie bei HIBOU auf der LaPiuma-Flügelgeometrie einen neuen Piuma-Flügel. Das Prinzip mit den mehreren Kieferngurten kannst Du 1:1 übernehmen.
Dabei müsstest Du allerdings am Leitwerk die HLW-Auflage korrigieren und auf ca. 2° EWD einstellen. (in Bezug zur Profilsehne!)


Herzlichst
Hilmar.
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356

Dienstag, 10. Juni 2014, 08:55

Danke!
Jetzt interessiert mich aber doch wie sich das mit der EWD genau verhält in Bezug auf die Hibu-Flächen an der Piuma.
Warum muss denn dann der Winkel verstellt werden? In welche Richtung 2 Grad am HeckLW?
Muss die Vorderkante (Nasenleiste) des HLW abgesenkt oder angehoben werden??

Gruß Markus

Vollker

RCLine User

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357

Dienstag, 10. Juni 2014, 11:04

EWD = "V-Form" in Flugrichtung

Einfachste Eselsbrücke: So wie es eine V-Form in den Tragflächen quer zur Flugrichtung gibt, gibt es auch in Flugrichtung eine V-Form (zwischen Tragfläche und Höhenleitwerk), diese nennt sich aber EWD. Bei der LaPiuma mit Originalfläche ist sie sehr groß (5-7 Grad), bei der Hibou-Tragfläche soll sie kleiner werden (2 Grad). Zur Verkleinerung der EWD also das Höhenleitwerk vorne unterfüttern (oder die Tragfläche hinten).

Hilmar

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358

Dienstag, 10. Juni 2014, 13:45

Ich kann noch ergänzend hinzufügen:
die Einstellwinkeldifferenz ist der Winkel zwischen Höhenleitwerks- und Profilsehne. Da das HLW eben ist, kann man dort entsprechend einfach prüfen.
Die Profilsehne ist die Linie zwischen Endleiste und Profilnase (vereinfacht betrachtet der vorderste Punkt der Nasenleiste).

Zur Verdeutlichung: das bedeutet, dass ein an der Unterseite ebenes Clark-Y-Profil auf dem Tisch aufliegend bereits um ca. 1,5 Grad angestellt ist.

Noch eine Begriffsklärung am Rande:
die EWD haben wir gerade erklärt, und deutlich ist: die ist im Modell konstruktiv fest eingebaut.
Dann gibt's noch den Anstellwinkel, und der ist der Winkel des Flügels in Bezug zur Geradeausfluglage. Der Anstellwinkel ist also je nach Flugsituation verschieden und keinesfalls eine feste Größe.

Weiter ist gut zu wissen:
die EWD ist eine Konsequenz der Schwerpunktlage. Ein Modell benötigt einen vor dem Neutralpunkt (Massenzentrum) liegenden Schwerpunkt, sonst fliegt's nicht vorwärts. Ausgleichend dazu muss man hinten das Ruder hochstellen, sonst geht's im Bogen abwärts. Das hochgestellte Ruder vergleicht man nun mit dem Flügel, und schon hat man die EWD. Mehr Schwerpunktvorlage erzwingt eine höhere EWD und umgekehrt.
Ein weit vor liegender Schwerpunkt mit höherer EWD ergibt eine stabilere Fluglage, kann aber wiederum durch zwangsläufig höheren Anstellwinkel zu Strömungsabrissen führen.
Ein weit zurückliegender Schwerpunkt ergibt mehr Agilität, aber auch instabileres Verhalten.

Die LaPiuma hat daher einen relativ weit vor liegenden Schwerpunkt, weil das Profil keinen Abriss kennt. Dennoch hat man das überaus gutmütige Flugverhalten, wodurch auch am Rande der Sichtgrenze immer klar ist: das Modell liegt stabil und unterschneidet nicht, und es wird auch nicht zum Pumpen neigen. Das macht die Kiste so unglaublich gutmütig.


Herzlichst
Hilmar.
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359

Dienstag, 10. Juni 2014, 21:05

Hallo Freunde,
Hilmar das hast Du wieder perfekt formuliert - unglaublich gutmütig - das kann ich nur bestätigen. Heute war ich das erste mal in dieser Saison fliegen. Das Wetter hat vorerst sehr gut gepasst aber später wurde es manchmal ganz schön böig. Dem Federchen macht das nichts, ein kurzer Rüttler und schon fliegt sie wieder ganz stabil dahin. Und genau dieses Verhalten hat die Piuma zu meinem absoluten Lieblingsflieger gemacht. Ein paar Bilder gibts auch.
Liebe Grüße aus Salzburg
Willi
»Fliegerwilli« hat folgende Bilder angehängt:
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Liebe Grüße aus Salzburg
Willi

Mein derzeitiger Hangar:
Judi Jetstream
la Piuma
In Bau: Corsair f4U

360

Montag, 14. Juli 2014, 23:28

Problem mit den Flugeigenschaften

Hallo La Piuma Gemeinde
Ich habe ein großes Problem, denn mein lapiuma ist zum dritten mal schwer abgestürzt.
Er ist jedes mal nach dem selben Muster runter gekommen und ich habe mein ganzes
fliegerisches Können versucht anzuwenden jedoch konnte ich ihn nich mehr retten.

Der Vogel geht extrem steil in die Kurve wenn ich mit dem Seitenruder einleite, wenn ich dann nich extrem aufpasse gerät das Flugzeug ins Trudeln oder geht in eine Steilspirale aus welcher ich ihn erst 2 mal retten konnte.

Ich habe keine Idee weiter wie das passieren kann...
Ich habe inzwischen alles komplett nach plan gebaut, bis auf den Antriebssatzder ist etwas starker ;)

Vielleicht hatte jjemand ähnliche Probleme und kann mir helfen :)

Bis dann Falko