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grmpf

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1

Mittwoch, 23. April 2014, 21:49

Rival/Abachi von FVK: Bau- und Erfahrungsbericht

Aus einem "Backup" (=Posting in Paralleluniversum) geholt allerdings ohne große Nachbearbeitung.

Hallo,

hier möchte ich mein nächstes Projekt vorstellen, den Rival mit Styro/Abachi-Flächen von FVK.
Sicherlich kommt jetzt die Verwunderung aus: gerade noch über den Blue Race geschrieben und jetzt
gleich der nächste (nicht ganz billige, aber preiswerte) Motorsegler?

Der Anlass dafür ist etwas traurig: der Blue Race ist leider schon Geschichte. ;( :nuts:
Vor einer guten Woche war ich mit ihm fliegen und musste im hohen Gras landen. Das ist ja eigentlich keine
große Sache. Nach dem darauf folgenden Start wunderte ich mich allerdings, dass das Leitwerk schief stand.
Also sofort eine Wende eingeleitet und den Flieger rangeholt, einen weitere Wende durchgeführt und zur
Landung angesetzt. Dabei wurde das Leitwerk immer schräger, die Landung war dann auch nicht wirklich glatt.
Als ich dann beim Modell war, sah ich, dass das Leitwerk komplett abgebrochen war und nur noch an den
Servokabeln hing. Ein paar kleine Stücke vom Rumpf fehlten. Das Heck hatte ich schon mal reparieren müssen,
und wahrscheinlich hat die reparierte Stelle den Belastungen der Landung im hohen Gras nicht stand gehalten.
Dazu dann noch die Belastungen beim Start und das war es. Eine funktionssichere Reparatur habe ich von meiner
Seite aus ausgeschlossen.

Was konnte ich also tun? Entweder einen einen Rumpf kaufen und mehr oder weniger neu aufbauen (wobei die
Tragflächen teilweise auch schon repariert waren) oder aber die gesamte Elektronik in einen neuen Flieger
packen. Da ich parallel schon nach einem günstigen "Entspannungssegler" gesucht hatte, beschloss ich,
den zweiten Weg zu gehen und einen passenden Segler zu suchen.

Die Maßgabe war also: Allroundsegler mit günstigem Packmaß in dem ein X-Max X36-L800 verwendet kann
und als Servos 2x Rockamp DS170 (geplant für WKL) und 4x Hitec HS-82MG (QR/SR/HR) unterkommen können.

Nach etwas Recherche bin ich dann bei den FVK-Modellen gelandet, die zwar nicht sehr verbereitet zu sein
scheinen, wer sie aber hat gibt sie anscheinend nur ungern wieder her. Einhellig wird die Qualität gelobt.
Also Email-Kontakt mit Hr. Jiri Kukulj aufgenommen und noch ein paar Detail-Fragen geklärt, u.a. ob ich meine
LiFePos benutzen kann. Da das Modell noch zu NiXX-Zeiten konstruiert wurde, ist das das geringste Problem.
Allerdings ist zu erwarten, dass der SP nur durch Bleizugabe zu erreichen ist.
Nachdem das geklärt wurde, habe ich den Flieger letzten Freitag bestellt und bezahlt.

Heute kam dann das Sperrgut-Paket an.

Gut verpackt konnte ich aus dem großen Paket zwei Stücke entnehmen:
Zum einen den Rumpf und zum Anderen Tragflächen und Kleinteile in Noppenfolie verpackt.


Vorsichtig alles ausgepackt und mal geprüft:


wobei einer meiner vierbeinigen Assistenten speziell das Verpackungsmaterial einer genaueren Prüfung unterzogen hat:


Ich konnte schon mal sehen, dass der Rumpf ausreichend steif zu sein scheint, auch ohne Akku-/Servobrett,
die nach den Wünschen des Erbauer selbst anzufertigen und einzubauen sind. Den Rumpf ziert zwar eine
schwarze Trennnaht, was man heute wohl bei vielen günstigen ARF-Modellen wohl so nicht mehr sieht,
aber das stört mich nicht.
Die Tragflächen sind - soweit ich das beurteilen kann - 1a bebügelt, auf der Oberseite in Orange, die Unterseite
in knallrot. In die Tragflächen sind auch schon die Aussparungen für die Servos freigelegt, das Styro muss man
aber noch entfernen. Die Ausschnitte passen für die robbe Servolocks. In der Anleitung werden diese zwar nicht
erwähnt, aber in der Produktbeschreibung auf der FVK-Seite schon.
Des weiteren liegen noch diverse Kleinteile bei, die man gut brauchen kann (Metall-Gabelköpfe, GFK-Ruderhörner,
etc.). Auch einen kurze Aufbau-Anleitung ist dabei, wobei die nicht alles im Detail erläutert. Das Modell wendet
sich eindeutig an Modellbauer, die schon ein wenig Erfahrung haben hier sollten die Angaben ausreichen.
Erfreulich ist, dass bei den Angaben zu Ruderausschlägen für die unterschiedlichen Flugphasen NICHT gespart wurde!

Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen, den Flieger schon mal provisorisch aufzubauen und Motor/Regler
und Akku hineinzulegen um den SP auszuwiegen.




Dabei wird einem die Größe dann auch erst richtig bewusst. 2,8m Spannweite sind zumindest für mich schon
mal ein Wort. Durch die dreiteilige Fläche hat der Rival aber trotzdem ein geringeres Packmaß als der Blue Race.
Beim Zusammenstecken der Fläche habe ich dann auch verstanden, warum normalerweise auf Multilocks oder
ähnliches beim Rival verzichtet wird und die Sicherung der Flächenteile per Tesa geschieht. Die Steckungen sind
so saugend, dass hier eine ungewollte Trennung fast unmöglich scheint.
Was ich aber auch feststellen musste: meine Befürchtungen bzgl dem SP sind nicht unbegründet.
Den hinteren SP kann ich evtl ohne Bleizugabe erreichen, beim vorderen habe ich da keine Chance.

Soviel für den Anfang, Fortsetzungen gibt es entsprechend Fortschritt :D
Grüße

Harald

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grmpf

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2

Mittwoch, 23. April 2014, 21:51

Auch wenn es ein wenig gedauert hat :oops: bin ich inzwischen doch ein wenige weiter gekommen :-D

Zuerst habe ich mich mal um die Öffnungen für die Servos gekümmert.
Seitens des Herstellers sind hier ja runde Öffnungen vorgebohrt/gefräst, in denen dann das noch bestehende
Styropor laut Anleitung bis auf die Oberschale ausgenommen werden soll um dann anschließend mit einer zusätzlichen Holzscheibe + GFK-Laminierungen befestigt zu werden. Anschließend kann dann das Servo direkt eingebracht werden.
Auf der Webseite wird aber erwähnt, dass die Öffnungen für Servolocks (robbe) vorbereitet sind. Ich hatte mich schon im Vorfeld für diese entschlossen und auch schon den Typ 1 gekauft. Mit den Servolocks hatte ich auch schon im BR gute Erfharungen gemacht, sie waren hier direkt auf das Styropor geklebt worden. Da ich mir nicht ganz sicher war, habe ich eine Lage 48er-Glasfaser einlaminiert und anschließend die Servolocks eingeklebt. Bei den Öffnungen für die Wölbklappenservos habe ich noch eine "Kabelkanäle" eingeschnitten für die Kabel zu den QR.


Wie ich später feststellen musste, hatte ich allerdings aus Unkenntnis die falschen Servolocks gekauft. Sie standen zu weit über und die Deckel vom Typ 1 sind nicht aerodynamisch angeformt. Die Deckel hatte ich aber noch vom BR über und mit der Trennscheibe konnte ich den Überstand soweit reduzieren, dass es mehr oder weniger passt.


Von daher kann ich nur empfehlen, als ServoLocks den Typ 4 zu benutzen, das ist nämlich die hier richtige Wahl.
Alternativ kann man aber auch wie schon erwähnt die Servos direkt einkleben, Abdeckungen zum Zuschneiden liegen dem Bausatz ja bei.

Des weiteren musste noch eine Servoverbindung von den Außenflügeln zum Mittelstück geschaffen werden. Hier sind zwei runde Löcher vorgebohrt, die möglicherweise bei Verwendung der üblichen Servoverlängerungskabel passen könnten. Da ich hier aber lieber auf Nummer sicher gehe, habe ich die Löcher verbunden und vergrößert, so dass ich MPX-Stecker verbinden kann. Das war etwas fummelig für mich und ich hätte mir gewünscht, die passenden Öffnungen wären schon im passenden Format vorhanden. Beim Fräsen der Rippen könnte das sicher ohne Probleme und viel präziser gemacht werden als von mir freihändig mit Billig-Dremel.


Nach erfolgreichem Funktionstest habe ich im Übrigen die Buchse im Außenflügel mit Heißkleber fixiert. Den Stecker im Mittelteil habe ich bisher locker gelassen, evtl wird der aber auch noch verklebt.

Im Mittelteil war für alle Servokabel eine kleine Öffnung vorgebohrt, die allerdings m.E. nicht ausreichend ist um die Kabel alle durchzuziehen.


Hier wurde ein wenig Folie entfernt und die Öffnung entsprechend vergrößert. So konnten dann alle Kabel relativ einfach durchgezogen werden.

Nach erfolgreichem Funktionstest wurden noch alle MPX-Stecker zusätzlich mit Heißkleber "vergossen", so dass selbst bei suboptimalem Anbringen des Schrumpfschlauchs eine saubere Isolierung gewährleistet ist. Zudem hat man dadurch einen guten Griff bei Verbinden/Trennen der Stecker.

Im Rumpf mussten natürlich auch noch ein paar Kleinigkeiten gemacht werden.
Zuerst galt es, die Servos im Heck zu befestigen. Ich sage bewusst "Servos", da ich mich entschieden hatte, auch das SR-Servo im Leitwerk zu befestigen und nicht, wie es für die Balance vorteilhaft gewesen wäre, im Rumpf. Aber der Vorteil einer kurzen, direkten Anlenkung gegenüber eine Bowdenzuganlenkung ließ mich den Nachteil einer etwas ungünstigeren Gewichtsverteilung in Kauf nehmen.
Durch die Öffnung für den Bowdenzug war die Position des SR-Servos schon vorgegeben, und auch für das HR-Servo gibt es nicht viel Spielraum.


Zur Anlenkung des HR muss im Leitwerk noch eine Öffnung gebohrt/gefräst werden, wobei ein wenig raten angesagt ist. Ist aber kein Problem.

Es ist nachher nur ein wenig nervig, dass man später das HR mehrmals aufsetzen und abnehmen muss, bis man die Länge des Ansteuerdrahtes sauberst mechanisch justiert hat. Aber das macht man ja nur einmal :-D

Im Motorspant mussten noch die Befestigungslöcher für den Motor gebohrt werden. Hier habe ich mittels Papier, Geodreick und Zirkel eine kleine Schablone gezeichnet mittels derer ich die Löcher sauber positionieren konnte. Das Bohren war dann kein Problem. Allerdings musste ich später, nachdem der Motor montiert war und ich den Spinner montieren wollte, feststellen, dass ein deutlicher Spalt zwischen Spinner und Rumpf blieb. Das hatte mich zunächst verwirrt, weil das Problem beim BR nicht bestand. Nachdem ich mir dort den Rumpfrest allerdings angeschaut habe, konnte ich schnell des Rätsels Lösung finden. Beim BR war der Spant um ca. 5mm nach hinten versetzt eingeleimt, beim Rival dagegen fast plan. Vielleicht hätte ich den Spant lösen und neu einleimen können, aber das habe ich mich nicht getraut. So habe ich die Motorwelle um 5mm gekürzt, jetzt passt es auch.

Danach habe ich mir noch überlegt, ein Akkubrett einzubauen. Allerdings habe ich mir dann auch Bilder vom Signal und Rival angeschaut und gesehen, dass hier die Akkus teilweise direkt eingelegt wurden. Da ich meine LiFePos eh soweit als möglich nach vorne bringen wollte habe ich dann einen Harnisch aus drei Klettbändern eingeklebt (1 längs, 2 quer). So ist der Akku praktisch direkt hinter dem Motor, der Regler seitlich davon.

Danach habe ich den Flieger ausgewogen, wobei ich schon schlimmer befürchtet habe, da der Motor relativ leicht ist und ich ja im Heck zusätzliches Gewicht verbaut habe. Allerdings war es dann doch nicht so schlimm. Um den hinteren SP einzustellen musste ich 60g Gewicht in die Nase einbringen, für den vorderen SP sind nochmals 65g nötig. Da macht sich der schwere Akku (~320g) doch positiv bemerkbar :lol:

Abschließend wurde noch Flugzustände und Ruderausschläge programmiert, wobei hier die Anleitung sehr ausführlich ist (Fast eine Seite von insgesamt 6 Seiten).
Jetzt muss nur noch das WE kommen, dann kann der Erstflug endlich erfolgen.

Mein Fazit bis hierher:
Der Bausatz ist unbestreitbar von hoher Qualität und vollständig, incl Kleinteile. Allerdings sollte man schon mal einen Lötkolben in der Hand gehabt haben und nicht erwarten, jeden Schritt bis in Detail mit 10 Fotos und 5 Seiten Text erklärt zu bekommen. Ein paar Klitzekleine Änderungen (siehe oben) im Auslieferungszustand würden das Bauen noch einfacher machen, aber das ist jammern auf sehr hohem Niveau. Da muss man bei mancher Schaumwaffel schon mehr tun.

Von daher freue ich mich schon auf den Erstflug, ich werde berichten.
Grüße

Harald

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grmpf

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Mittwoch, 23. April 2014, 21:52

Die ersten (kurzen) Erstflüge sind heute erfolgt.
Lieder waren die Bedingungen nicht ganz ideal. Zwar war es weitgehend windstill, aber es kamen auch
immer wieder auch kräftige, längere Böen. Zudem haben auf den benachbarten Wiesen die Bauern das
Heu gewendet. Weil die betreffenden Wiesen im Notfall auch als Landeplatz dienen, war ich natürlich
ein wenig nervös.
Nachdem ich zum beruhigen erst mal meine Helis geflogen bin, habe ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten
und den Flieger zusammen gesetzt. Dann gewartet, bis der Bauer, der in meiner bevorzugten Startrichtung
gearbeitet hat, weit genug weg war und dann das Modell aufgenommen und den Motor angeworfen. Wie zu
erwarten hat die Antriebskombination keinerlei Probleme damit, das Modell zügig und sicher nach oben zu bringen.
Danach die ersten vorsichtigen Runden gedreht und die Flugphaseneinstellungen geprüft. Scheinbar alles ok, nur
beim einstellbaren Butterfly ist die HR-Beimischung zu stark, der Flieger taucht massiv ab. Noch ein paar Runden
gedreht und dann gleich mal zur Landung angesetzt.
Inzwischen hat sich der Wind wieder gemeldet, etwas quer zur Anflugrichtung. Ging eigentlich ganz gut, aber auf
denn letzten cm war der Flieger doch etwas schräg und eine Seite der Tragfläche hat den Boden zuerst berührt.
Das gab einen halben Kopfstand, mehr ist aber nicht passiert.
Nicht mal die Tesa-Sicherungen der Tragflächen haben sich gelöst. Allerdings hatte sich das Anlenkgestänge für
das SR verbogen - keine Ahnung, wie das genau passiert ist. Im Gegensatz zu den anderen Gestängen, die im
Bausatz dabei waren, handelt es sich hier ja nicht um ein Stahlgestänge sondern um 2mm Messing (aus dem
eigenen Fundus). Ich konnte es aber wieder gerade biegen, war also kein Problem.

Dann zum nächsten Flug angesetzt und dann versucht, mich etwas mehr zu entspannen. Dabei konnte ich auch
feststellen, dass der Rival vorhandene Thermik gut annimmt, sogar ich konnte welche ausspüren. Allerdings
wollte der Flieger immer wieder spürbar die Nase nach unten nehmen, obwohl ich nicht sooo langsam unterwegs
war. Hier vermute ich, dass der vordere SP doch sehr auf der sicheren Seite liegt.
Dann aber wieder zur Landung angesetzt. Dabei dann wieder den Fehler gemacht, kurz über dem Boden nochmals
mit QR den Anflug korrigieren zu wollen, wobei die Geschwindigkeit zu gering war. Also ging es Nase voraus in
den Boden, aber hier konnte der Rival seine Nehmerqualitäten unter Beweis stellen.
Der Motorspant hatte sich zwar gelöst und die Außenflächen sind 2-3cm auf den Verbindern nach außen gerutscht,
aber das war schon alles.

Während ich hier schreibe, trocknet schon das Harz, so dass der Flieger morgen wieder einsatzbereit sein sollte.
Das SR-Gestänge habe ich durch 2,5mm Stahl ersetzt und etwas Trimmgewicht (20g) habe ich auch aus der Nase
genommen, so dass der SP um ca. 2-3mm nach hinten wandern sollte.
Ich hoffe, ich komme morgen zum Fliegen, aber da könnten familiäre Gründe dagegen sprechen.

Ein Frage am Rande: Der Spant war anscheinend mit Sekundenkleber befestigt. Ist das normal so?

Eines ist für mich jedenfalls sicher:
Den Blue Race hätte ich mir im Nachhinein betrachtet ersparen können, der Rival scheint das für meine
Anforderungen bessere Modell zu sein.
Und er wird sicher nicht der einzige Flieger von FVK in meinem Bestand bleiben.
Grüße

Harald

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Mittwoch, 23. April 2014, 21:53

Das Wochenende ist vorbei und ich konnte gestern und heute noch ein paar Akkus verfliegen.
So langsam kommt ein Gefühl für den Flieger auf und die Anspannung beim Fliegen lässt nach :-D
Gestern hatte ich allerdings nochmals eine kurze Schrecksekunde, als ich es mal wieder geschafft
hatte, in einem ungünstigen Moment zu langsam zu werden und die Schnauze sehr rasch nach unten ging.
Diesmal hatte ich aber wenigsten darauf geachtet, vorzugsweise in Sicherheitshöhe zu bleiben so daß ein
beherzter Gasstoß und Zug am HR den Flieger vor dem Bodenkontakt retten konnten.
Anschließend habe ich dann mal die ersten Loopings (eng) und Rollen mit Motorunterstützung gewagt.
Und ohne Bruch gelandet, die HR-Beimischung scheint schon ziemlich gut zu stimmen, allerdings hat der
Flieger immer noch eine ziemliche Landestrecke. Mal sehen, ob ich das durch ein wenig mehr QR verkürzen kann.

Heute habe ich dann noch einen Tipp aus dem Forum für meine QR angewendet. Die hatten nämlich relativ viel
Spiel, da die Ruder beim BR servoseitig mit Z-Gestängen versehen waren, nun aber Gabelköpfe zum Einsatz kommen. Dadurch waren die Löcher in den Servohörnen etwas zu groß, was deutliches Spiel bewirkte. Also Sekundenkleber +
Aktivator verwendet und nun sind die Ruder spielfrei. ;)
Beim Fliegen war es dann etwas geruhsamer und im Gegensatz zu gestern habe ich dann auch mal die Akkus geflogen,
bis die Akkuwarnung die ersten Töne von sich gegeben hat. Richtig lang waren die Flüge noch nicht (knapp 30min bei
~4min Motorlaufzeit), aber groß auf Thermiksuche habe ich mich auch nicht gemacht. Dazu bin ich auch zu niedrig
geflogen (ca. 100m). Mir ging es aber auch nur darum, immer mehr ein Gespür für den Flieger zu bekommen und das
habe ich geschafft.

So bin ich rundrum zufrieden mit dem Modell und ich bin mir sicher, je mehr ich ein Gefühl für das Modell bekomme,
desto mehr Spaß wird es mir machen. Ein wenig Kunstflug geht ja auch damit, das kann ich ja dann ausbauen. 8)
Grüße

Harald

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5

Mittwoch, 23. April 2014, 21:54

Ich habe mir jetzt auch nochmals die Zeit genommen, alles auszuwiegen.
Dabei habe ich festgestellt, dass der SP nicht ganz so weit vorne war, wie ich angenommen habe.
Ich hatte vergessen, dass ich schon mal ein wenig Trimmgewicht entnommen hatte. Der von Jiri
angegebene Bereich liegt bei 75-85mm, eingestellt waren ca. 78mm.
Ich bin jetzt auf 82mm zurückgegangen.

Noch für die Statistik:
Das Modell wiegt flugfertig incl Akku ca. 2550g. die Flächenbelastung liegt damit bei ca. 41,1g/dm².
Grüße

Harald

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6

Mittwoch, 23. April 2014, 21:56

Heute konnte ich noch zwei kurze Flüge mit dem Rival machen.
Die Akkus konnte ich nicht ganz ausreizen, weil die Heli-Kollegen auch mal zum Zug kommen wollten. :D
Und gegen später wurde es mir dann etwas zu warm, die Sonne hat auch so schon genügend Spuren hinterlassen.

Trotzdem konnte ich feststellen, dass der weiter hinten liegende SP meinen Bedürfnissen sehr entgegen kommt.
Obwohl ich nicht wirklich nach Thermik gesucht hatte, konnte ich deren Wirkung ohne Probleme feststellen ;)
Das ging viel leichter nach oben als bisher. :ok:

Ich vermute mal, dass der SP Bereich von 75-80mm eher hochsicher ausgelegt bzw für Speed-Flieger gedacht ist,
während sich die Thermik-Orientierten eher im Bereich 80-85mm wohl fühlen wird. Wer also eher ruhige Runden
drehen will, der kann gleich mit 80mm anfangen und von dort aus den SP optimieren.

Hier noch ein paar kleine Bildchen




Und ein kurzes Filmchen vom Landeanflug gibt es auch: Klicky
Grüße

Harald

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Mittwoch, 23. April 2014, 21:57

Hi,

weitere Flüge konnte ich vor einer Woche machen, allerdings habe ich dann auch nochmals die Festigkeit des Modell unfreiwillig getestet. Relativ langsame niedrige Flüge bei aufkommendem Rückenwind sind NICHT empfehlenswert, auch der Rettungsversuch mittels Motor hat dann nicht mehr viel gebracht. Resultat war ein Abkippen mit anschließendem Radschlag.

Als ich das Modell dann gesehen habe war ich schon kurz vorm Resignieren. Das Tragflächenmittel-Mittelstück war beschädigt, an einer Seite stand die Steckung schräg ab, die Beplankung beschädigt. Der Rumpf war vor mehrfach eingerissen, sogar die Karbonverstärkungen hat es dreimal komplett durchgerissen.
Als ich mir das Ganze am Abend in Ruhe nochmals angeschaut habe, konnte ich aber feststellen, dass die schiefe Steckung mit ein wenig Kraftaufwand wieder gerade eingesetzt werden konnte. Die Bespannung und Beplankung habe ich vorsichtig lösen könne und mit Harz + dünner GFK-Matte auch wieder in einen ordentlichen Zustand versetzen können. Nur beim Rumpf hatte ich keine Chance, die ausgedrückten Stellen wieder in Form zu bringen. Inzwischen habe ich zwar auch dafür einen Tipp bekommen, aber so habe ich einen neuen Rumpf bestellt (für 85€ + Versand, was sich deutlich von den BA-Preisen unterscheidet). Der Rumpf liegt jetzt neben mir, nächstes WE bin ich wieder flugfähig. Im Gesamten scheint der Rival deutlich bessere Nehmerqualitäten zu haben wie der Blue Race.

Die WK nutze ich entsprechend der Anleitung von FVK Flugphasen-abhängig für Thermik, Streckenflug, ...
Hier ist die Klappenstellung mehr oder weniger Fest, wobei die Klappen teilweise auch zu den QR mitgenommen werden. Den Butterfly habe ich (noch) variabel auch einem seitlichen Proportionalregler, da ich den Gasknüppel nur für den Motor nutze.
Grüße

Harald

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8

Mittwoch, 23. April 2014, 21:59

Sodele,

heute habe ich meinen reparierten Vogel wieder fliegen lassen und ich muss sagen:
Es war ein Traum \\:D/

Den ersten Akku bin ich mit nach hinten verlegtem SP geflogen (ca. 85mm, ich hatte einfach 10g Trimmgewicht beim Neuaufbau weggelassen). Der Flieger war immer noch gut beherrschbar, aber irgenwie war das Gefühl für das Modell nicht so wirklich da. Also habe ich ihn wieder reingeholt und das sicherheitshalber eingepackte Trimmgewicht wieder in der Schnauze befestigt. Den Akku gewechselt und dann wieder los mit dem Flieger. Inzwischen ist auch die Sonne tätig geworden und ich dreht ein paar Runden. Plötzlich aber hatte ich einen kurzen Schreckmoment, weil der Flieger auf gerader Strecke nach oben zog, als ob ich Höhe gezogen hätte. Hatte ich aber nicht. :kopf_kratz:
Allerdings standen die Klappen auf Thermik und genau die hatte sich inzwischen an einer Stelle gebildet. Weil der Flieger die Schnauze so sehr nach oben nahm, habe ich dann ein wenig Tiefe gedrückt, schließlich wollte ich nicht Gefahr laufen, zu langsam zu werden (mit den inzwischen bekannten Folgen). Dann in die Kurve und Ruck-Zuck ging es aufwärts. So heftig hatte ich das bisher nicht erlebt, was aber auch nicht zu viel heißen will. :D
Nachdem ich dann ein gutes Stück Höhe gewonnen habe, bin ich auf Streckenflug-Stellung gewechselt und aus der Thermik raus. Schließlich war ich nicht Flugzeit-optimiert unterwegs und die Heli-Kollgen waren auch schon im Anrücken. Dann ein wenig angestochen und einen engen Looping geflogen. Danach wieder auf Thermik-Stellung gegangen und konnte dabei sehr schön sehen, wie aus Geschwindigkeit Höhe wurde - traumhaft.
Das Spielchen habe ich dann gleich wiederholt, es hat einfach nur Spaß gemacht.
Danach war dann doch wieder Landung angesagt um den Luftraum frei zu machen.

So bleibt mein Fazit:
Der Rival war für mich die beste Entscheidung und wird sicher nicht mein letzter FVK bleiben. \\:D/ In Aspach ist ja Hr. Kukulj mit dabei, dann werde ich mal schauen, ob ich vielleicht einen ELF oder Bandit mitnehme. Da hat aber meine Orthopäde auch noch ein Wörtchen mitzureden (Bandscheibenproblem).
Grüße

Harald

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Horgul123

RCLine User

Wohnort: Heßheim (Pfalz)

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9

Montag, 28. April 2014, 14:50

Danke für das (wieder)einstellen des Berichtes.... Der Flieger kommt bei mir mal auf die Beobachtungsliste :)
Bye,
Oliver

Modelle: E-Segler, Nuris, Warbirds, E-Flieger, Quadcopter, Para-RC
Sender: FrSky Taranis
Mein Verein: Modellflugverein Bad Dürkheim - Ludwigshafen e.V.

Aussie64

RCLine User

Wohnort: Nähe Frankfurt

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10

Freitag, 9. Mai 2014, 14:36

Ich habe meinen jetzt auch regelmässig am Wochenende dabei, und mittlerweile fliegt er sich sehr gut. Ich habe den Schwerpunkt zurück verlegt und am HLW vorne 0,5mm unterlegt, um die EWD etwas anzupassen. Jetzt fängt er sich nicht mehr so stark ab wie am Anfang und geht mit Motor nicht mehr sofort in die Senkrechte.

Mein Vario sagte mir letztens, dass ich über 500m hoch war. Das war schon äusserst grenzwertig, da der Flieger wirklich sehr klein war und ich ihn zwei-, dreimal fast aus den Augen verloren hätte. Aber ich wollte mal probieren, was in der Thermik so geht.

Fazit: Ich bereue nicht im geringsten, dieses Modell gekauft zu haben, wenngleich es alles in allem aber nicht ganz billig war.

Apo68

RCLine Neu User

Wohnort: Duisburg

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11

Freitag, 9. Mai 2014, 15:19

Ich habe meinen jetzt auch regelmässig am Wochenende dabei, und mittlerweile fliegt er sich sehr gut. Ich habe den Schwerpunkt zurück verlegt und am HLW vorne 0,5mm unterlegt, um die EWD etwas anzupassen. Jetzt fängt er sich nicht mehr so stark ab wie am Anfang und geht mit Motor nicht mehr sofort in die Senkrechte.


Hast Du einfach eine Unterlegscheibe vorne unter das HLW gelegt, oder wie hast Du das gemacht. Seit ich jetzt öfters meinen Bandit geflogen hab, hab ich mich jetzt daran gewöhnt das mein Flieger fast gar keine Abfangkurve hat ;)
Berim Rival bin ich jetzt schon 2-3 mm hinter dem angegebenen (hinteren) Schhwerpunkt, zieht aber immernoch bei hohem Tempo leicht nach oben.
Hatte bisher aber noch nicht so wirklich den Mut mit dem EWD zu experimentieren, da ich ja nicht wirklich verstehe was ich da dann tue, wobei mir auch schon der Gedanke kam vorne am HLW etwas unterzulegen. Allerdings hab ich etwas Angst, dass dadurch das HLW instabil wird.
Wie kann ich das denn mit einfachen Mitteln lösen ? Einfach Unterlegscheibe drunter, oder einen langen "Holzkeil schitzen" damit das HLW noch komplet auf dem Seitenleitwerk aufliegt ?

Apo

Ps. Hat jemand mal einen Link der einfach den EWD erklärt, für Normalsterbliche ohne Physikstudium :)
FVK Rival
FVK Bandit
Viking II-E
Thiele E-Phönix
Dynam Pitts
Graupner Junior S
__________________
Graupner MC-16 Hott

12

Freitag, 9. Mai 2014, 15:57

Such mal nach AnglePro HAN192 von Hangar 9, damit lässt sich die EWD sehr korrekt messen. Ist zwar im ersten Moment etwas teuer aber sie lohnt sich. :ok:
Gruß Olaf

Mein Verein: http://mfg-barsinghausen.de

Aussie64

RCLine User

Wohnort: Nähe Frankfurt

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13

Montag, 12. Mai 2014, 21:42

Mit der EWD wollte ich auch lange nichts zu tun haben. Aber es ist im Grunde doch ganz praktisch, wenigstens die Daten mal festzuhalten. Google mal nach EWD.xls, ist ein kleines Excel-Programm, in welches du nur deine Daten eingibst. Du baust einfach den Flieger auf und fixierst ihn so, dass du in Ruhe messen kannst. Du brauchst nur den Abstand von der Tischplatte bis zur Nasen- und Endleiste an der Tragfläche und am HLW sowie die Tiefe von Tragfläche und HLW. Das tippst du ins Programm und schon kommt deine EWD dabei raus. Ich habe jetzt 0,83°, damit bin ich sehr zufrieden. Als Unterlage habe ich einfach ein Stückchen GFK mit 0,5mm Dicke genommen und einen Schlitz hineingefräst. Dieser Schlitz geht praktisch um die vordere Schraube des HLW. Wenn du die Schraube normal anziehst, klemmt das Teil fest und kann nicht weg. Und das HLW bewegt sich auch nicht! Ach ja, den Schlitz kann man bei 0,5mm auch noch mit der Schere rein schneiden...
Ich werde das Plättchen demnächst noch am HLW verkleben, dann kann ich es nicht verlieren.

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