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201

Dienstag, 2. September 2014, 11:58

Gute Idee, probiere ich beim nächsten 4S Flug mal aus. Obwohl ich mit dem Reisenauer Turbo Spinner ganz zufrieden bin. Werde aber auch mal ohne fliegen.

202

Dienstag, 2. September 2014, 21:38

Hallo zusammen, bin neu hier,aber nicht unbedingt neu mit Hotlinern..

Eventuell kann ich zu einigen Fragen etwas erhellendes beitragen...aber bitte verzeiht falls ich mich hier mit eurer Forumsetikette etwas vertue,muss mich erst noch einlesen...

Bandit ist ein netter Flieger, meineserachtens etwas unterschätzt,durch die kompakte Grösse und die stabile Bauweise kann man da ein gutes Pfund reinstecken,was hier bisher diskutiert wurde ist Brot und Butter ;) ...eventuell mag ja auch jemand ne Scheibe Wurst drauf? :)


Aus meiner Sicht scheint ihr die Antriebsfrage zu konservativ anzugehen,zu sehr fokussiert auf Herstellerangaben/Vorgaben/Simulationen...und zu ...ängstlich... :shy: ;)


Lightmares theoretischer Ansatz gefällt mir gut, rechnen ist immer billiger als probieren, nur würde ich die Schlüsse nicht unbedingt als falsch, aber auch nicht als finale Weisheit ansehen....t


40m/s sind warlich eine Ansage zumal mit sehr preiswerten Antrieben....durchaus auch konkurrenzfähig zu den teuren Getriebeantrieben..zumindest in diesem Anwendungsfall.


Allerdings sollte man..will man auch Wurst aufm Brot.. ;) ...auch etwas weiter denken...


Wirkungsgradvergleiche sind echt ätzend,keiner kanns wirklich selber messen,Herstellerangaben sind durchaus oft gefaked, und der entsprechende Motor oder Prop den man will ist sowieso nie im DC.... deshalb sucht man sich zusammen was halt grade so passt, sei es zum vorhandenen Hangar oder zum eigenen Weltbild....und natürlich klar..die Herstellerangaben sind Gesetz..

Eben dann kann auch ein billiger HK AL im Direktantrieb mit teuren Edelantrieben konkurrieren,bei der Hersteller-Nennbelastung ist der Unterschied ziemlich genau eben der Wirkungsgrad.. ein paar Prozent..billiges Brot mit billiger Butter ....gegen teures Brot mit teurer Butter :tongue:


Den Unterschied( und damit die Wurst aufs Brot) macht die Überlast, kein ernsthafter Hotlinerpilot betrachtet Herstellerangaben als bindend,höchstens als Provokation :evil: ;)

Betrachtet man die Eta-Kurven der hier erwähnten Antriebe fällt auf dass die Kurve bei den Getriebeantrieben deutlich flacher ausfällt in Überlast als bei den preiswerten Direktantrrieben, bei doppelter Last gehen die hochwertigen Antriebe schon mal auf 70% runter, die preiswerten direkten dann aber auch auf 50%!!.
Das beutet dann dass weit mehr als das Doppelte an Wärme in Motor anfällt, sprich er kann bei gleicher Belastung nur halb so lange laufen oder eben bei gleicher Laufzeit nur halbe Leistung abgeben ,oder aber man braucht bei gleicher Laufzeit und Leistung das Doppelte an Motormasse.


Als Beispiel,bzw Steilvorlage:

Zitat

Was ich nicht ganz verstehe: 1. Chinesisch und 2. Wiso ist ein Modell mit einem Kira um 150g Schwerer als ein Modell mit dem selben Akku, und Regler, wenn das Kira 500-36 laut Kontronik 200g wiegt und der SK 3548 173g wiegt. Das sind schon satte 27g mehr was der Kira auf die Waage bringt.
Desweiteren verstehe ich nicht ganz:
Dein Vorhaben mit dem Skorpien 3026
Sk3026 (206g) liefert bei 6s 2200er (390g) eine Pitchspeed von 152 km/h bei 4,3 Kilo Schub und 77A ergibt eine Motorlaufzeit von 1:33 Minuten mit 672g Gesamtgewicht.
Als Vergleich der Peggy 2524 5/1 3s
Die Peggy (132g) liefert bei 3s 3000er 45c (277g) eine Pitchspeed von 159 km/h bei 4 Kilo Schub und 67A ergibt eine Motorlaufzeit von 2:41 Minuten mit 493g Gesamtgewicht.
Jetzt ist aber die noch nicht gefordert.
Die Peggy (132g) kann auch 4s3000er 45c (357g) und erreicht eine Pitchspeed von 201km/h bei 6,5 kilo Schub bei 108A ergibt eine Motorlaufzeit von 1:40 Minuten bei 573g Gesamtgewicht.
Die Werte sind alle nur Rechnerisch, belegen kann ich die nicht, nur der Andi, der sie so bekannt gibt und auch selbst erfliegt.

Schöne Rechnung aber der Vergleich ist unfair weil die Peggy deutlich unterfordert ist , der Sk3026 aber kurz vorm Sterben..

Der angehängte Log zeigt eine Peggy Pepper 2524-2950 5:1,Modell Teaser 192cm SPW,1,4Kg




Sorry, muss meinen Post spliten, krieg das sonst mit den Logs nicht hin... :shy:


Yello

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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »yello« (3. September 2014, 00:18) aus folgendem Grund: Puh, iss nich so einfach bei euch, muss mich erst mal eingewöhnen...


203

Dienstag, 2. September 2014, 22:02

Sorry,
Wie gesagt, muss mich hier erst mal zurechtfinden :shy:


Mein Ansatz für den Bandit wäre ein Getriebe IL z,B. B40 oder Kira 480


Beispiel B40 9L 4,4 an 4S 2600 12x14, Modell F5d Flipper, 140cm SPW; ca 1150g...


Der Log zeigt eine zahme Auslegung, dünne Scheibe Wurst.. ;) ca 60m/sek Steigleistung und genug Luft um Stehenzulassen.
Es geht auch noch eine Zelle mehr mit dann ca 1850 Watt und um 70m/sek..


Yello


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lichtl

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204

Dienstag, 2. September 2014, 22:08

servus Yellow alias e yellow im rcn?

guter Beitrag.

Erwähnen sollte man aber auch die Holtlinerantribe, die dann schraf gefogen werden auch ganz schöne Kocher werden.
Das selbe gilt dann auch für die Regler.

Der entschidende Vorteil sind die kurzen Einschltzeiten.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

205

Dienstag, 2. September 2014, 22:22

Natürlich geht auch ne dicke Scheibe Wurst.... mit scharfem Senf...==[]

Hk 2221-7 Reisenauer ME-N 5:1, 12x14,5S 1800 Gensace

Modell F5d Flipper 140cm SPW (spezieller Leichtbau), ca 710g

Steigleistung um knapp 80m/sek..

Yello
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206

Dienstag, 2. September 2014, 22:36

Hallo Bernd,

Ich heiss halt so..zumindest in meinem Job und meinem Hobby.. :shy: ;)


Richtig, Einschaltzeiten sind ein entscheidender Punkt,letztendlich ist die Höhe des Steigflugs weitestgehend gleich egal ob man mit wenig oder viel Power steigt, die Dynamik macht aber schon einen Unterschied.


Zitat

....scharf geflogen ..... auch ganz schöne Kocher werden.
Richig, trotzdem hab ich ausser der Spinneröffnung, keine zusätzlichen Kühllöcher,Entlüftung am Heck.
Reglerkühlung ist ein anderes Thema...


Yello

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yello« (2. September 2014, 22:41)


Sting 249

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207

Dienstag, 2. September 2014, 23:38

Servus

Das hatte ich überlesen und wollt ich nicht so stehen lassen.
@Christian, jetzt wäre doch auch mal eine berechtigte Frage, was an einem Peggy mit Getrieb besser sein soll als an einem Kira mit Getriebe.
"Was ich nicht ganz verstehe: 1. Chinesisch und 2. Wiso ist ein Modell
mit einem Kira um 150g Schwerer als ein Modell mit dem selben Akku, und
Regler, wenn das Kira 500-36 laut Kontronik 200g wiegt und der SK 3548
173g wiegt. Das sind schon satte 27g mehr was der Kira auf die Waage
bringt."

Ich finde den Punkt nicht, wo ich behaupte, dass eine Peggy mit Getriebe besser ist als ein Kira mit Getriebe.
Will sagen: Ohne DC-Daten traue ich Deinen Angaben nicht so recht. Ich
habe mal einen Peggy HK2221-3900kV mit Getriebe an einer 16x16 schmal
von RFM simuliert, 3s, 68A Stromaufnahme. Mann schafft hier mitnichten
40N Schub bei 159km/h Pitch-Speed, auch nicht mal näherungsweise:
Es sind 25N und 127km/h Pitch. Das ist im Produkt etwa Hälfte von 40N*159km/h! Ein Peggy HK 2524 wird hier mit Sicherheit keinen Quantensprung im Wirkungsgrad im Vergleich zum HK2221 bringen.
Hier mal noch die Quelle, wo ich die Daten her habe: http://www.reisenauer.de/artikeldetails.php5?aid=1621
Um die Standschübe auszurechen habe ich andere Motoren im DC verwendet und die Drehzahlen mit den Entsprechenden Luftschrauben und den Zellenzahlen angepasst, dass ich dann z. B. eine 15*16 auf die ca. 6500U/min drehe, und dann den rechnerischen Standschub eingetragen. Das ergibt dann bei 3s die 67A Stromaufnahme bei der Peggy und die 4 Kilo Standschub bei dem anderen Motor mit der selben Drehzahl und der gleichen Luftschraube. Da das DC zum ersten die Daten von der Peggy nicht hat, und zum 2. auch im Überlastbereich nichts mehr anzeigt. Ich hab somit nur die Daten vom Andi genommen und dann selber den Standschub errechnet. vielleicht hätte ich noch mehr Daten angeben können, wie z.B. Luftschrauben und Drehzahl, aber das hatte ich nicht für nötig gehalten.

@ Yello:
Das ist mir auch klar, dass ich die Peggy nicht voll belastet habe. Genau das wollte ich ja zeigen, dass die Peggy noch deutlich mehr kann, aber der andere Motor schon kurz vorm abrauchen ist.

Den 2221-7 hab ich z.B. in einer Mibo Micro Swift mit 1,3 Metern Spannweite verbaut mit 4s und ner 10*17er Latte. Die Swift wiegt 700g und ist nach 3 Sekunden nicht mehr zu sehen :evil:. Ob das dann Sinnvoll ist, ist ne andere Frage 8) aber macht Spaß.

MFG

Christian
Motorflug macht Spaß :D
Hangflug macht süchtig :dumm:
Und runter kommen sie alle. Die Frage ist blos: wie? :evil:

208

Mittwoch, 3. September 2014, 00:05

Zitat

Das ist mir auch klar, dass ich die Peggy nicht voll belastet habe. Genau das wollte ich ja zeigen, dass die Peggy noch deutlich mehr kann, aber der andere Motor schon kurz vorm abrauchen ist.
Ja,hatte ich auch so verstanden, hab dein Beispiel halt etwas verdeutlicht.
Andy gibt schon sehr praxisnahe Empfehlungen,meineswissens der einzige der das für Hotlineranwendungen tut,ein bisschen dehnen kann man das aber allemal noch... :)




Zitat

Den 2221-7 hab ich z.B. in einer Mibo Micro Swift mit 1,3 Metern Spannweite verbaut mit 4s und ner 10*17er Latte. Die Swift wiegt 700g und ist nach 3 Sekunden nicht mehr zu sehen :evil:. Ob das dann Sinnvoll ist, ist ne andere Frage 8) aber macht Spaß.
:ansage: Mach ma 5S und 12x14.... weniger sinnvoll...mehr Spass..... 8)


Im Ernst, das geht aber bevor dus probierts lass uns nochmal quatschen ;)


Yello






lichtl

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209

Mittwoch, 3. September 2014, 06:57

Guten Morgen
Mehr Spass ist doch immer Sinnvoll :evil:

Hier gehts ja Vorweigend über die reine Stegleistung bzw Steiggeschwindigkeit.

Die effizienz eines Antriebsstranges mal unabhänging vom Bandit ist dann auch noch nach den Flugewohnheiten zu beurteilen.

Den "Seglertypen" die dann mehr oder weniger gemütlich abgleiten wollen oder auf Thermiksuche gehen , sind halt die maximal erreichten Höhenmeter aus leichtem Akku wichtiger .

Wenn mans im Segelflug auch noch ordentlich krachen lassen will Spart man sich das anstechen wenns mit über 60m/s aus dem Steigen rausgeht,
das ist dann trotz des schlechteren Gesamtwirkungsgrades des Antreibsstranges deutlich effizienter für den längeren, flotten Flug .



Intresannt fin dich jetzt auch das Yellow den kelineren Propeller an höherer Drehzahl empfiehlt für den Bandit.

Noch intressanter find ich nach dem ich die Videos vom Speedcup gesehen habe wie die kleinen steilen Latten an hoher dann doch nach dem Start beschleunigen.

Da wären infos über Modellgewichte Antriebe Akkus schon mal intressant. ;)


Gibts eigentlich eien Faustregel ab welcher Blattspitzengeschwindikkeit dort vor allem die Wiederstände ansteigen und die effizienz des Propellers stark sinkt?
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

210

Mittwoch, 3. September 2014, 21:46

Riss in Lackierung

Hi, jetzt komme ich mal zum Thema "Risse am GFK Rumpf".

An einer Seite von meinem Bandit, hat die Lackierung kleine Risse, etwa in Höhe der Flügelhinterkante. Ich dachte erst, das GFK ist gerissen, einen Absturz hatte ich aber nicht, auch keine harte Landung, bei der die Flächen verkantet wären. Es ist nur die Lackschicht, die eingerissen ist. Keine Ahnung wo das herkommt.

Ich will natürlich nicht, dass die Risse weitergehen. Meine erste Idee war es, Sekundenkleber in die Risse laufen zu lassen oder einfach Tesa drüber, oder ignoriere? Anschleifen, ein bisschen Spachtel und überlackieren wäre wohl das Beste, aber ich kann nicht gut lackieren. Ich wüsste auch nicht mit welchem Lack. Der Originallack ist sicher 2K? Ich werde sicherheitshalber innen an der Stelle ein, zwei Lagen Glasfasermatte laminieren.

Würdet ihr das so lassen oder was dran machen?

Gruß, Holger
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Sting 249

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211

Donnerstag, 4. September 2014, 06:29

Servus

Die Risse können daher kommen, da der Rumpf oben geöffnet bzw durch das Loch für die Fläche geschwächt ist. Ich würde im Bereich der Flächenaufnahme im Rumpf innen Kohlerowings reinlegen. Also direkt unterhalb der Flächenaufnahme, so dass du den Bereich etwas versteifst, so dass die Kräfte die da wirken besser von dem Rumpf aufgenommen werden. Von aussen würde ich etwas Harz in die Risse laufen lassen und das ganze kurz saugen lassen und abwischen, so dass da kein Lack abblättern kann.

MFG

Christian
Motorflug macht Spaß :D
Hangflug macht süchtig :dumm:
Und runter kommen sie alle. Die Frage ist blos: wie? :evil:

212

Donnerstag, 4. September 2014, 07:04

Hi Christian, danke für den Tipp. Harz von außen ist natürlich besser, als Seku. Bin ich nicht drauf gekommen.

Dann muss ich mir mal Rovings holen, das sind diese verdrillten CFK "Schnüre" von der Rolle, oder? Womit klebe ich die ein, 5 Min Epoxy oder R&G 40 Min Harz (der erst nach 24h fest ist)?

Gruß, Holger

lichtl

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213

Donnerstag, 4. September 2014, 08:05

wenn du schon Harz hast dann besorg dir weiße Farpigmete oder Farbpaste.
Den Riss vorsichtig aufschleiffen ich mach das mit einer Schlüsselfeile. Weißes Harz rien nicht zu viel und mit Tesa oder ähnlichem negativ Wickeln.
Also Klebende seite nach aussen.
Das lässt sich schleffen und Polieren man sieht kaum noch was bis gar nichts.

Ich habe wenig Hoffnung das das Laminat unter dem Riss nicht doch geschwächt ist... inneverstärken hilft allemal .

Seku ist oft gut für eien Notreperatur im urlaub oder am Hang hält aber nicht wirklich Dauerhaft .
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

214

Donnerstag, 4. September 2014, 08:50

Ok, versuche ich mal so, danke.

Die Innenverstärkung mit eingeharzter Glasfasermatte bringt wohl nicht so viel? Die hätte ich noch da, Rovings muss ich erst besorgen.

215

Donnerstag, 4. September 2014, 11:42

Hi Leute

Echt interessanter Thread, mann sollte fast ein eigenes Thema dazu aufmachen. Vielleicht "Außenläufer im Hotliner: Vergleich mit Getriebeantrieben"? Yello hat schon recht, dass Getriebeantriebe leichter sind und aufgrund des niedrigen ohmschen Widerstandes der Motoren mit sehr hohen kV-Werten auch bei hohen Strömen länger einen hohen Wirkungsgrad halten. Aber auch hier gilt: Wie immer legen wir einen bestimmten Arbeitspunkt, und auch bei Direktantrieben werden wir wohl kaum einen Antrieb dimensionieren, dessen Motor bei 50% Wirkungsgrad die Hälfte in Wärme umwandelt. Die Frage ist ja nun, wenn man keinen HighEnd-Antrieb bezahlen will oder kann, wie weit man mit Außenläufern im Direktantrieb kommt, wenn man schnell senkrecht steigen und eine ausreichende Effizienz erhalten will? Hier würde ich mal vom Propeller aus argumentieren: Der Wirkungsgrad und Standschub eines 10x8 Props bei 750W Wellenleistung und 40m/s Fluggeschwindigkeit ist laut Propcalc kaum schlechter als bei einem 16x16 Prop (Simulation: Gleiches Profil für beide Props, ähnliche Blatttiefe, konstante Steigung über Blattradius [Winkel wird nach außen kleiner], Auslegung so, dass die Daten mit den Drivecalc-Ergebnissen einigermaßen übereinstimmen):





Der 16x16 Prop verliert seinen Schub weniger schnell und hat bei ein paar Prozent mehr Wirkungsgrad ein breiteres Wirkungsgradmaximum, d.h. er wird also besser beschleunigen, aber keinen Quantensprung an Effizienz bringen! Wenn die Frage nach der Luftschraube geklärt ist, fragen wir uns nun, was für ein Motor zu einer 10x8 CfK-Luftschraube passt. Wir jagen da jetzt einfach mal 2000 Watt durch den Motor und suchen ein wenig:



Mit so einem Antrieb würde ein Hawk F5B ungefähr 1,5kg wiegen und laut meiner Simulationen mit gut 55m/s steigen. Hier mal das gleiche mit Peggy, Getriebe und 16x16 Prop:



Motor-Effizienz ist die gleiche, Standschub und Strahlgeschwindigkeit sind ähnlich, und das Produkt aus Standschub x Strahlgeschwindigkeit ist sogar praktisch identisch. Das deutet darauf hin, dass die Simulationen mit PropCalc richtig sind! Ein Kollege hat beide Konzepte auch mal im gleichen Modell verglichen und kommt ebenfalls auf fast identische Steigleistung bei gleicher Eingangsleistung (Hatten wir doch schon mal):

Der Motor wird bei guter Kühlung locker die 2kW aushalten. Mann muss sich hier klarmachen, dass im Hotlinerbetrieb die Motoren sich über ihre eigene Wärmekapazität kühlen und dann in den Segelphasen die Wärme langsam wieder abgeben. Daher wird der 200g schwere Hyperion mindestens genau so gut mit der Last klar kommen, wie der Peggy. Und meine Experimente im Nachbar-Threadd zeigen, dass man auch mit preiswerten Außenläufern für 43€ einen durchschnittlichen Hotliner mit 1000W auf 40m/s senkrecht bekommt. Es muss also gar nicht immer Scorpion & Co sein, weil der Hotliner-Betrieb ziemlich motorenfreundlich ist. Wenn die Kühlung stimmt :nuts: .

Fazit: Ich denke, dass Vergleiche nur Sinn machen, wenn sie normiert sind. Flieger X wiegt x Gramm, zieht x kW Leistung, hat den Propeller x und erreicht nach x Sekunden seine Endsteiggeschwindigkeit von x m/s. Und dann wird man merken, dass Getriebemotoren mit großen Propellern vielleicht 10-20% besser sind als Direktantriebe, aber eben nicht 50 oder 100%. Wie sagen wir Physiker: You can't cheat nature. Naja, und bei 2kW würde ich auch mal die Grenze für Direktantriebe vermuten, da einfach irgendwann die Wicklungen in Rauch aufgehen, aber wer weiß?

Wie immer freue ich mich über Kommentare und Anregungen.

Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lightmare« (4. September 2014, 11:49)


216

Freitag, 5. September 2014, 08:42

Rovings einkleben

Hi, ich habe noch nie Rovings eingeklebt. Gibt es da Tipps und Tricks? Muss ich die vor dem einharzen fixieren oder bleiben die elastisch in den Rundungen liegen? Nehme ich 5 oder 40 Min Epoxy?

Danke & Gruß, Holger

lichtl

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217

Freitag, 5. September 2014, 09:04

Servus
Die Tränkungseigenschaften von 5 min epoxi sind bei nict ideal.
wenn dien 40 min epoxi harz ist und kein eingedickter kelber geht das .

Verarbeitung :
anschleiffen:

Wurlich gute ergbnisse habe ich da mit den keleen stahlbürsten für die Minischleiffer wenn du damit nich hinkommst 80er Schleiffappier .
Staubfrei und mit Aceton reinigen, und gut ablüften lassen .

Die Rovings musst du Vortränken und das Gut ebenso wird die Reperaturstelle mit Harz benetz bevor die Rovings aufgelegt werden.
Über die Rovings Verstäkungsgewebe Diagonal im Faservelauf zu den Rovings . Rvoings die um Rundungen gelegt werden nass Verdrillen wie einen Nähfaden , In der Angeliephase des Harzes lasse sich die dann so einlegen das da bleiben wo sie sein sollen.

Blöd ist das du mit dem Gewebe um die Ecke musst zur Flächenauflage hin . Hier hilft ein lufabllo oder condom das na da drinen aufbläst um anzupressen.
Es gene auch Schumgummi mit Folie dazwischen.
Teste vorher Aus was wie funktioniert zum anpresen. Anpressen rentiert sich in jedem Fall um eien besser Bindung der Repertur an das Altlaminat zu bekommen . Vorversuch trocken und gründlich Vorbereiten ist heir das A+O

Eine Fuzzelarbeit ist das bei engen Rümpfen alle mal ;) Geduld und kein Zeitdruck bei solchen Arbeiten immer gut.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

218

Dienstag, 9. September 2014, 19:18

Hallo Dirk,
In der Tat gibt es durchaus preiswerte Direktantriebslösungen für Mediumpower Hotliner, du hast ja einige durchaus interessante Exemplare vorgestellt.
Natürlich kann man damit beeindruckende Flugleistungen erzielen und das ganze passt natürlich auch irgendwie Budgetmässig zu preiswerten Hotlinern wie Cheetah, Bandit oder Hawk.

Allerdings störe ich mich etwas an dem Versuch die Direktantriebe als gleichwertige Alternative den Hochwertigen Getriebeantrieben gleichzusetzten und zu suggerieren dass nur im Wettbewerb ein paar wenig % Gewinn eine Rolle spielen.

Tatsächlich muss man schon den Betriebspunkt sehr weit runterschrauben um den Direktantrieb in die Nähe des Getriebeantriebs zu rücken und auch dann bleibt immer noch ein deutlicher Gewichtsnachteil.

Der Ansatz den Propeller als Auslegungsbasis zu betrachten und dann den jeweiligen Antrieb dafür auszuwählen halte ich dabei durchaus für richtig allerdings eignet sich dafür eine Propcalc oder Drivecalc Berechnung eher wenig bzw.sollte man sie nur als groben Anhaltspunkt betrachten.
Bei deinem 10x8 zu 16x16 Vergleich hast du dir natürlich 2 ausgesprochen Interessante Grössen rausgesucht.
Dabei hast du, wenn ich das richtig verstanden habe die geometrischen Maße wie Steigung und Durchmesser eingegeben und dabei Profi, Steigung, Blatttiefe und Steigungsverlauf als gleich angenommen?

In der Praxis wird das komplett anders aussehen, die kleinen Carbon Klapp haben einen komplett anderen Aufbau,als die grossen,Zugbeanspruchung an der Wurzel ist das grosse Problem ensprechend die Profildicken im ersten Drittel.
Bei der 16x16 ist die Wurzel (zumindest bis 2KW eher das kleinere Problem) Torsionsteifigkeit ist eher gefragt, dementsprechend die Bauauslegung.

Am realen Prop dann die jeweils entsprechenden Masse, eine 11x8 (sorry hab keine 10x8 in Carbon) hat bei Radius 25 ca 3,2mm Profildicke bei 18mm Tiefe, das sind dann 17,8%:
Eine 16x16 hat bei gleichem Radius etwa 2,2mm Profildicke und eine Blatttiefe von 26mm also ca 8,6%.
Ohne jetzt auf die drastisch unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten oder Schubflächen einzugehen sollte doch klar sein dass sich ein doppelt so dickes Profil bei doppelter Geschwindigkeit anders verhält als das halb so dicke bei halber Geschwindigkeit ;)

Ganz zu Schweigen von der Tatsache dass F5B props eigentlich alle einen nicht linearen Steigungsverlauf haben weil sie darauf konzipiert sind in relativ kurzer Zeit einen grossen Geschwindigkeitsbereich zu überbrücken, die Auslegung kann dabei eher beschleunigungslastig oder speedlastig sein,die blossen aufgedruckten Zahlen sagen darüber nichts aus.

Trotzdem ergibt sich schon aus den Propcalc Diagrammen bis 40m/s ein Schubvorteil von über 15% für 16x16, erst bei über 40m/s holt der kleine auf bzw überholt sogar.

Für eine klassische Warmlinerauslegung mit Zielsteigen von eben 40m/s ergibt sich dabei rein rechnerisch ein klarer und deutlicher Beschleunigungsvorteil für die 16x16,maximale Steigleistung dürfte ähnlich bis leicht besser für den Kleinen sein, horizantal und abwärts gehts dann mit dem Kleinen schneller...
In der Praxis wird der grosse Prop allerdings weit besser mithalten weil seine Daten real weit günstiger sind als im Rechenprogramm angenommen, trotzdem natürlich keine Quantensprünge rein bei der Steigleistung, wohl aber bei der Beschleunigung.
Allerdings fallen Quantesprünge bei der Beschleunigung weit weniger auf als bei der Steigleistung...
Dabei soll nicht unerwähnt bleiben dass der 16x16 eher ein unüblicher Prop ist,entwickelt für F5b der 24 bzw 27 Zellen Ära mit über 2Kg Gewicht und max 2,5Kw.
Durchaus sinnvoll für relativ grosse oder schwerere Warmliner für ordentliche Effizienz aber letzendlich doch nicht perfekt angepasst da zu beschleunigungslastig speziell mit so geringen Leistungen wie hier diskutiert.
Zwischen 1,5 und 2,5Kw eignet sich eine 15x16 deutlich besser zumal wenn man mit 2° Mittelstück die Steigung noch anpasst.

Ich habe in meinem Teaser damit bei 1350g und knapp 2m Spw knapp 65 m/s geloggt, den Gewichtsvorteil der Getriebeantriebe sollte man dabei aber unbedingt mitnehmen.

Für kleine und leichte Hotliner ist auch die 14,5x14 durchaus attraktiv mit gutem Geschwindigkeits/Speedverhältnis.

Leider ist die Auswahl an geeigneten Hotlinerprops sehr überschaubar und gerade wenn man sich abseits ausgetretener Wege bewegt wirds dünn.
Für preiswerte Direktantriebe gibts quasi nix das sich für Hotliner aufdrängt, klassische F5B Props sind für extreme Leistungen konzipiert die man mit preiswerten Antrieben einfach nicht errreichen kann.

Zitat

Intressant find ich jetzt auch das Yellow den kleineren Propeller an höherer Drehzahl empfiehlt für den Bandit.
Das ist eine spezifische Auslegung für kleine Hotliner in F5d Grösse, der Bandit passt da fast ins Bild ist allerdings etwas schwer.

Ist eigentlich eine naheliegende Entwicklung,bei der Leistungsaufnahme geht der Propdurchmesser in der dritten Potenz ein,die Steigung allerdings nur annähernd linear.
Eine 16x16 bräucht für z.B.75 m/s überschlägig etwas über 11500 Umdrehungen, das das wären wohl um 12Kg Schub (nehmen wir mal an die Strömung reisst nicht ab) und weit jenseits 7Kw Eingangsleistung...

Eine 12x16 braucht dafür knapp 3Kw und gibt etwas über 4Kg Schub ...in der Praxis beschleunigt damit mein Flipper mit um 6G und steigt mit annähernd Pitchspeed.

Die Zusammenhänge und Schub -Pitch Verhältnisse ändern sich mit Modellgrösse,Gewicht und Geschwindigkeit massiv, ein 10X8 Wiesenschleicherprop ist definitriv ebensowenig erste Wahl für einen Bandit wie ein 18x23 F5B Prügel,da kann man rechnen was man will.
Wer das Optimum sucht kommt um Propmodifikation oder Eigenbau und viel probieren nicht rum...


Ein verhaltenes Video vom Erstflug, noch mit 4S und 12x14, aktuell fliege ich weit wilder mit 5S und 11x14:







So nebenbei bemerkt, das Modell hat Flugfertig kaum mehr als 450 Euro gekostet... bisschen Arbeit aber schon :)


Yello

219

Dienstag, 9. September 2014, 20:19

Ach ja,
Die Auslegung für den Peggy Pepper 2221-7 an einem 6,7: 1 Kontronik ist praxisfremd, erstens passt das Getriebe nicht und zweitens ist es fast genauso schwer wie der Motor,viel sinnnvoller ist dafür das Micro Edition N mit 5:1 ,dann aber natürlich mit anderem Prop.... und schon sieht der Hyperion alt aus.....

Yello

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yello« (9. September 2014, 21:08)


220

Dienstag, 9. September 2014, 21:55

Vielen Dank mal für die Ausführlichkeiten !
Da kann man mal was lernen.....

Macht es Sinn, zu versuchen, unabhängig vom Motor einen "passenden" idealen Prop zum Bandit zu suchen und danach dazu einen Motor zu wählen ?

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