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iceman7777

RCLine User

Wohnort: Mühltal bei Darmstadt

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41

Dienstag, 1. Juli 2014, 16:39

Hotliner vs. Pylon vs. EasyGlider

Also,
Das entwickelt sich im Moment zwar zum "Zwiegespräch" und ist auch "Off-Thread", ich will aber dennoch kurz noch was dazu schreiben:

Das mit den Komponenten ist so ne Sache:
Frage 5 Leute und Du erhältst mindestens 10 Antworten.
Das siehst Du an der Servo-/Regler-Diskussion hier im Thread und wird noch um ein vielfaches schlimmer, wenn Du mal nach der richtigen Funke fragst.

So, mein Senf zum Thema:
Wenn Du nen Flieger mit rd. 500W mit Halbgas durch die Gegend schaukeln willst: Kauf Dir n EasyGlider, der kann das auch.
Ich finde halt, dass dies ein Flugstil ist, den man vor allem bei Einsteigern häufig sieht und das ist ja auch nicht verkehrt, denn es vermittelt vielleicht eine vermeintliche Sicherheit, wenn sich der Quirl da vorne dreht.
Und einen Hotliner (der Bandit ist keiner im engeren Sinne, und schon agr nicht mit Deiner Antriebsauslegung) im Halbgas rumzuquälen ist ähnlich als würdest Du im Formel 1 - Wagen durch den Stadtverkehr gondeln.
Sicherlich könnte das der Bandit mit Deinem Antrieb, er ist aber nicht dafür gemacht.

Etwas spezifischer:

Der Bandit hat ein RG14 Profil. Schon etwas älter, aber nicht schlecht, doch dem aktuelleren RG15 in nahezu allen Belangen unterlegen. Eher noch mit insgesamt guten Allroundeigenschaften und auch im Spirit V oder Last Down zu finden.
Heißt aber, es setzt auf geringes Sinken (im Gleitflug), Geschwindigkeit und ist auf Durchzug optimiert, ist aber unkritisch bei niedrigeren Geschwindigkeiten.

Wenn Du nun vorne Deine 12x8 Latte mit etwas über Standgas mitlaufen lässt, machst Du das Potential des Flügels kaputt, d.h. dass das Modell im angestochenen, motorlosen und tiefen Überflug OHNE Antrieb schneller ist als mit, da die große Latte mächtig bremst.
Ein echter Hotlinerantrieb (und das geht auch mit billigeren Motoren) wird oft über den Limits bewegt. D.h. der Motor wird für 4-5 Sekunden schon mal bis zum 1,5-fachen der eigentlichen Grenze belastet.
Und für die kurze Einschaltzeit macht das dem Motor i.d.R. auch nichts aus. Denn der Flieger ist dann nach schnellem, senkrechten Steigflug 200m + X hoch und die Höhe wird abgeturnt, der Motor bleibt bis zum nächsten Steigflug aus.
Der Reiz liegt hier im motorlosen, sehr schnellen Fliegen: Anstechen, Fahrt aufnehmen, im Segelflug mit 200kmh über den Platz donnern und dann nach 100m Überflug hochziehen und noch 100m Höhe "zurückholen".
Ein Hotlinerantrieb ist z.B. das, was Olaf eingebaut hat:
Peggy-Pepper Motor mit Getriebe. Durch den hochdrehenden Motor und der Untersetzung können sehr große Latten verwendet werden, z.b. 16x16
Typisch sind hier Innenläufer mit Getriebe.

Anders der Pylon:
Hier ist man auf hohen Speed im Motorflug aus. Profil ist hier z.B. das MH34 (mehr Richtung Speed optimiert, kompromissloser) oder auch das MH43 (beim Flash, mehr allround-Eigenschaften). Echte F5D Pylonen nutzen hochspezialisierte Spezialprofile.

An dem MEGA-Motor fliegt man z.B. an 3S ne 5x5 oder 5,2x5,2. Die erzeugt ein hohe Strahlgeschwindigkeit (Vpitch), indiziert aber einen geringen Luftwiederstand.
Diese Modell fliegen im motorlosen Flug auch sehr gut, sind aber dafür primär nicht gebaut.
Ein Pylon-Antrieb ist typischer Weise schon ein Inrunner.

Letztendlich musst Du entscheiden, was Du willst.
Aber mit einen (Einsteiger-)Hotliner im Halbgas über die Wiese zu gurken ist eigentlich rausgeschmissenes Geld.
Und so wie Du das dargestellt und beschreiben hast, passt Dein angestrebter Flugstil eher zu einem Einsteiger-Pylon.
Gruß Marcus

Sting 249

RCLine User

Wohnort: Bayern / Nähe Ingolstadt

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42

Dienstag, 1. Juli 2014, 17:08

Servus

Das ist auch meine Meinung dass für dich ein Pylon besser geeignet wäre, daher hab ich dir ja die Auflistung des Sunracers geschrieben im anderen Threat. Pylonantriebe sind auf für Teillast konzipiert. Einen Hotlinerantrieb, zumindest die Lehner Basic Serie, soll man nicht im Teillastbereich betreiben, da dann der Wirkungsgrad so weit sinkt, dass der Motor abrauchen kann. Pylonantriebe wie der Het den ich im anderen Treat genannt habe, sind Teillastoptimiert, so dass die da auch permanent geflogen werden.

MFG

Christian
Motorflug macht Spaß :D
Hangflug macht süchtig :dumm:
Und runter kommen sie alle. Die Frage ist blos: wie? :evil:

43

Dienstag, 1. Juli 2014, 17:20

Danke für eure ausführlichen Erklärungen. Ich werde das Thema für mich mal ruhen und sacken lassen. Mal sehen, was letztendlich dabei rauskommt ... und ob überhaupt :) So spontan aus dem Bauch heraus was haben wollen ist nicht immer das Beste.

Danke für eure Beteiligung, bis denne, Gruß, Holger

44

Mittwoch, 2. Juli 2014, 14:55

Maße Spinner und Mittelstück

Hi, könnte mir ein Bandit Besitzer sagen, welchen Durchmesser der Spinner haben muss und wie breit das Mittelstück für die Klapp-Propeller sein soll?

Danke & Gruß, Holger

iceman7777

RCLine User

Wohnort: Mühltal bei Darmstadt

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45

Mittwoch, 2. Juli 2014, 17:27

Spinner 41mm.
Mittelstück min 42mm. Ich fliege immer mit einem möglichst schmalen Mittelstück.

Kannst auch die 40.5mm Kappe von Reisenauer nehmen.

Ich mache zudem einen ca 44mm O-Ring (Baumarkt, Sanitärabteilung) unten rein. Das geht bei den Reisenauer System prima und hält die Latten schön nah am Rumpf (im Flug bei stehendem Motor)
Gruß Marcus

46

Mittwoch, 2. Juli 2014, 17:51

Danke Marcus, bei Staufi habe ich ein Set mit 41mm Spinner für 5mm Motorwelle gefunden "Turbo-Aluspinner 41mm (5,0mm), versetztes Mittelteil, für Klappluftschraube"

Was ist besser für den Bandit? Ein Klemmkonus für die Motorwelle 8mm/5mm und darauf ein Mittelteil mit 8mm Bohrung oder diese Reisenauer Mittelteile, die direkt auf die Motorwelle verspannt werden?

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »holgers64« (2. Juli 2014, 18:06)


iceman7777

RCLine User

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47

Mittwoch, 2. Juli 2014, 18:04

Geschmackssache.
Ich mag lieber die Reisenauer Systeme.

Bei dem Staufi Spinner hatte ich schon oft Probleme, Ihn wieder abzubekommen.
Außerdem kannst Du da den Gummi O-Ring nicht nutzen.
Gruß Marcus

48

Mittwoch, 2. Juli 2014, 18:07

Das mit dem Gummiring habe ich in einer Abbildung gefunden. Ok, also Reisenauer.

Da wird das Mittelstück direkt auf die Motorwelle geklemmt. Wie wird denn dann die Spinnerkappe befestigt? Normalerweise mit einer Schraub oben in den Mitnehmer, gibt's aber bei Reisenauer gar nicht ???

49

Mittwoch, 2. Juli 2014, 18:22

Hi Holger!

Der Spinner wird von innen mit dem Mittelteil verschraubt. Du hast außen keine Schrauben... Schrauebn durch das Mittelteil in den Spinner, fertig! ;)
Gruß Markus :w

50

Mittwoch, 2. Juli 2014, 21:12

Danke, dann hole ich mir auch die Reisenauer Spinner Sachen.

Die APC Klappis haben ja 8mm an der Blattwurzel, das passt. Muss nur noch entscheiden, welch Servos ich nehme. Das Staufi D-60 hätte schlanke 9mm Dicke. Werde am WE mal zum Staufi fahren und den Rest holen.

Gruß Holger

iceman7777

RCLine User

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51

Mittwoch, 2. Juli 2014, 22:10

Also doch keinen Pylon?
Gruß Marcus

52

Mittwoch, 2. Juli 2014, 22:47

Nein, kein Pylon, das habe ich mir noch nicht zugetraut. Ein interssanter Chat im Nachbarkanal hat mich davon abgehalten den Simprop Turn Left zu bestellen. Das kann ich immer noch machen. Iich habe nochmal drüber nachgedacht, wie ich fliegen möchte. Und auf die Hotliner bin ich ja gekommen, weil ich die im Urlaub gesehen und absolut cool gefunden habe.

Ich habe heute bei Jiri den Bandit bestellt und zum Start einen HK SK3 3542 Motor mit 1250 Kv und 770W. Der wird mit Klapplatten 11x8 oder 12x7 bestückt, das ist lt. DriveCalc das Mmaximum an Props für den Motor. Dann fehlt noch Spinner und Servos. Dazu möchte ich den Bandit aber erst mal dahaben, um passende Sachen zu kaufen. Bin unsicher, ob 9 oder 11mm Servos besser passen.

So, nun ist es so entschieden und ich freu mich drauf.

Gruß, Holger

53

Donnerstag, 3. Juli 2014, 14:47

Servo Dicke 9mm oder 11mm

Hi, wie dick dürfen die Servos für QR und HR sein, damit sie gut passen ohne Probleme beim Einbau zu bekommen? Ist es einfacher mit 9mm dicken Servos?

Danke, Gruß, Holger

iceman7777

RCLine User

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54

Donnerstag, 3. Juli 2014, 15:33

11mm passen auch.

Du wird den Stützstoff (Styropor) eh noch entfernen müssen.
Einfach sauber rauskratzen bis Du auf s Holz kommst.
Dann 2 Lagen GFK in das Loch laminieren.
Und dann die Servis rein.
Entweder in Schrumpfschlauch eintüten und mit Uhu endfest einkleben.
Oder (m.E. eleganter und professioneller) in Servorahmen.
Gibts günstig für fast alle Typen bei www.servorahmen.de
Gruß Marcus

iceman7777

RCLine User

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55

Donnerstag, 3. Juli 2014, 15:45

Das HLW ist etwas fummelig.
Ich empfehle auch das optionale Ruderhorn anzufertigen. Das greift um das Ruder und soll bei hoheren Belastungen mehr Reserven haben.

Die Ablenkung der Ruder hab ich mit M2 Gewindestangen und Gabelköpfen gemacht.
Es sollte halt schon möglichst spielfrei sein.
Gruß Marcus

56

Donnerstag, 3. Juli 2014, 16:10

Danke Marcus, ich wollte evtl. die D-60 von Dymond nehmen. Die 1550MG habe ich seit Jahren im Heli an der TS, ohne Probeme. Für die D-60 gibt es Servorahmen für die Fläche, die bestelle ich dann gleich mit.

Gruß, Holger

iceman7777

RCLine User

Wohnort: Mühltal bei Darmstadt

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57

Donnerstag, 3. Juli 2014, 16:31

Nur zu. Viele schwören drauf. Gerade auch für Hotliner
Ich finde es für ein analoges Servo mit Kunststoff-Getriebe, das zudem nicht mal besonders kräftig ist, zu teuer. Sorry.
Das DES 448 gibt's aktuell bei Volkner für ca. 27,- Euro incl Rabattcode und Versandkosten frei.

Aber:
Hier hat jeder andere Erfahrungen gemacht und da wirst Du zig Meinungen hören. Was der eine toll und klasse findet, ist beim anderen angeblich für Abstürze verantwortlich.

Was ich noch gerne einsetze ist das Corona 929 Metall Digital für rd. 6.50Euro vom Hobbyking.
Gruß Marcus

58

Donnerstag, 3. Juli 2014, 16:49

Ich bin mir noch nicht sicher mit den Servos, außer, dass es schmale sein sollen. Auch die Graupner DES waren schon bei einigen für Abstürze verantwortlich :) Das DES 448 ist ja 30mm lang, ich dachte es muss eins sein, dass nur 23mm lang ist, wie das DES 428, sonst passt's nicht? Aber wenn man eh Styro ausschneiden muss, kann es ja jede Form haben.

iceman7777

RCLine User

Wohnort: Mühltal bei Darmstadt

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59

Donnerstag, 3. Juli 2014, 17:53

So ist es!
Für Abstürze sind fast ausschließlich mangelhafte Servos oder Funkausfälle verantwortlich.

Pilotenfehler oder schlampige Bauausführung lassen sich zu 99,99% ausschließen, gelle??!!
Gruß Marcus

60

Donnerstag, 3. Juli 2014, 21:34

Das ist schon Merkwürdig, das trotz Pilotenfehler und
schlampiger Bauausführung die neu verbauten Servos zig Jahre halten.

Das ausfräsen der DES-Servorahmen in gleich 4 Seglern= 16mal,
hätte ich mir durch eine Antwort im Netz mit erfahrenem Hintergrund ersparen können.
Von 5 Defekten(immer die gleiche Ursache) DES 448 und DES 567 bin ich "nur" einmal abgestürzt.
Das hat mir aber letztendlich gereicht.

Da kann man nur froh sein, das "nur" Sachschaden im 4stelligen Bereich
entstanden ist und Niemand zu Schaden gekommen ist.

Also vom hören-sagen macht die Servos auch nicht besser.

Betriebszeiten bist zum ewigen Stillstand:
DES 448 aus unterschiedlichen Cachen: 3min-maximal 47h
DES 567 : 70-90h Betriebszeit.
Angetrieben wurden die Servos Analog, Digital, mit 5,2Volt,
5,5Volt und 6Volt. All das hat auch keinen Unterschied gemacht.
Drei von den vier 3Meterseglern fliegen heute noch ohne Probleme.
Allerdings mit anderen Servos und das Ganze ist schon min. 3Jahre her.

So jetzt genug OT meinerseits.

Gruß Tom
T8FG>FPV-Race, Hangflug | Ersatzbank>Helis, Flächenflieger kleiner 3Meter Spannweite

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (3. Juli 2014, 21:47)


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