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Montag, 2. Juni 2014, 21:22

Odyssey ET 2,7m von Arthobby

Hallo zusammen.

Hier entsteht ab heute ein Baubericht für den Elektrosegler "Odyssey" von Arthobby.

Link zum Hersteller: http://gliders.arthobby.pl/index.php?pag…ory=50&item=400



Erlaubt mir ein wenig auszuholen, warum ich mich für diesen Segler entschieden habe. Ich besitze zur Zeit unter anderen Modellflugzeugen drei Segler:

1. die Whitepearl (Eigenkonstruktion eines sehr leichten Elektroseglers mit 1,3m Spannweite. Aufgrund der geringen Spannweite ist der Segler mittlerweile nur noch selten im Einsatz)

2. den Climaxx compact von Höllein

3. den Cougar von Staufenbiel

Da der Climaxx compact (kurz CC) und der Cougar auf Grund der teilbaren Flächen gut in einem Rucksack transportierbar sind, werden die beiden sehr häufig geflogen. Der CC um gemütlich in der Thermik zu kreisen und der Cougar um nach dem Aufstieg ohne Antrieb "rumzukoffern".

Beide erledigen Ihren Job eigentlich großartig, allerdings jeder nur für seinen Verwendungszweck. Und genau da liegt das Problem. In brenzligen Situation (z.B. ein nötiger schneller Abstieg wegen eines Wetterumschwungs) oder wenn einen der Hafer sticht, dann kommt man mit dem CC sehr schnell an dessen Grenzen. Einmal angestochen fangen bei mir leider sehr schnell die Flächen das Flattern an, trotz Verwendung von Oracover (normal, kein light). Rumturnen mag der CC auch nicht so gerne, zum einen sieht's blöd aus, zum anderen kann es hier auch schnell zum Flattern kommen.

Der Cougar ist allerdings auf Grund des MH43-Profils nicht fürs Thermikfliegen ausgelegt. Es ärgert mich dann immer regelrecht, wenn man eine Thermikblase erwischt, diese aber wegen der Modellauslegung nicht richtig ausnutzen kann.

Kurz: ein Segler muss her, der beide Eigenschaften - zumindest in den Grundzügen - vereint. Dazu soll er auch zerlegbar sein, um ihn komfortabel mit dem Rad transportieren zu können. Hübsch aussehen soll er auch noch und möglichst die Hobbykasse nicht zu stark belasten.

Nach längerer Recherche bin ich auf den polnischen Hersteller Arthobby gestoßen. Vertrieben werden die Modelle unter anderen bei pp-rc.de und Staufenbiel. Ich habe mich für die Odyssey entschieden. Mit 2,7 m Spannweite eine gute Größe für einen Segler und da die Fläche dreigeteilt ist auch noch praktikabel für den Transport. (Tatsächlich war der Segler eher die zweite Wahl. Die 2,5m spannenden Orion vom gleichen Hersteller hat allerdings ein 1,3m langes Tragflächenmittelstück. Beim Odyssey sind es "nur" 1,2m).

Der Hersteller verwendet als Profil ein modifiziertes SD7080 und verspricht gute Thermikeigenschaften bei einem breiten Geschwindigkeitsbereich. Das gleiche Profil habe ich auch bei meiner Eigenkonstruktion Whitepearl verwendet und auch hier entsprach das Profil den genannten Eigenschaften. Laut Hersteller kann ein Abfluggewicht von 1100 Gramm realisiert werden. Bei 2,7m Spannweite sollte die kleinste Thermikblase in eine Aufwärtsbewegung genutzt werden können - so hoffe ich jedenfalls.

Gekauft habe ich die Odyssey letzte Woche als "Jubiläumsangebot" bei pp-rc.de für 269€ in der T-Leitwerksversion. Bei meinem Modell sind Wölbklappen noch nicht vorbereitet. Mittlerweile gibt es den Bausatz nur noch zum Normalpreis (289€), jetzt allerdings inklusive vorbereiteter Wölbklappen. Ich werde meine Wölbklappen wohl nachträglich verkasten müssen.

Genug geschwafelt, jetzt kommt das, wofür die meisten vermutlich hier reinklicken: Bilder.

Der Baukasteninhalt:






Zum Baukasteninhalt gehören:



  • mit Glasfaser verstärktes Höhleitwerk (26g)
  • Seitenleitwerk aus GFK mit Ruder (49g)
  • Rumpfboot aus GFK mit CFK-Haube (81g)
  • "Heckausleger" aus CFK (42g)
  • Pappelfunierte Tragfläche in vier Teilen
  • TF links (79g)
  • TF mitte links und rechts (je 106g)
  • TFrechts (81g)
  • Kleinteilebeutel mit Verstärkungen, Glasfasermatten, und Ruderhörner und Zeugs (34g)
  • Bowdenzüge

Detailfotos Rumpfboot:




Das Rumpfboot ist im Bereich der Haube und der Tragflächenaufnahme mit Kohlefaserrovings bereits verstärkt. Die Nase wurde bereits herstellerseitig abgetrennt. Der Durchmesser muss aber noch dem Spinner/Motordurchmesser angepasst werden.





Im Bereich der Tragflächenaufnahme wurden bereits Einschlagmuttern eingeharzt. Um einen Zugang zu den Servos zu ermöglichen, muss der Bereich aufgefräst werden.



Detailfotos Leitwerk:





Im GFK-Leitwerk sind die Bowdenzugröhrchen schon verlegt und Muttern zur Aufnahme des Höhenleitwerks eingeharzt.



Detailfoto Tragfächensteckung



Die Aufnahmen für die Tragflächensteckung sind bereits in der Tragfläche verklebt. Das Loch in der Mitte dient zur Führung der Servokabel. Die Nasenleiste wurde herstellerseitig verschliffen. Das Abrunden der Tragflächenenden muss noch erledigt werden.



Zubehör:

Um den Segler zu vervollständigen habe ich die Bestellung noch mit folgendem Zubehör ergänzt:



  • Tragflächenlack von Arthobby (2 Dosen)
  • Brushlessmotor Art2000 inkl. Holzspant und Schrauben (163g)
  • Spinner 40/5 von Arthobby (25g)
  • vier Servoabdeckung (je 2g)
  • Tragflächensteckung Mini-Snap
  • Steckkontakte

Zusätzlich wurden noch Epoxidharz, sechs Servos (in der Größe eines HS-65, je 14g) und die Klappluftschraube von aeronaut (16*8 Zoll) besorgt.





Detailaufnahme Spinner:





Detailaufnahme Motor:





Das war es erstmal von dieser Baustelle.

Bei Interesse berichte ich hier weiter. Über hilfreiche Kommentare freue ich mich immer sehr.



Puni

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »der Puni2« (2. Juni 2014, 21:28)


jufi

RCLine User

Wohnort: Ba-Wü

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2

Dienstag, 3. Juni 2014, 08:42

Hallo Puni,
das fängt sehr schön an :ok:
Ich freue mich auf weitere Berichte.
Gruß Jürgen

Matthias R

RCLine User

Wohnort: Reinheim / Odw.

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3

Mittwoch, 4. Juni 2014, 21:58

Zitat

Bei Interesse berichte ich hier weiter.
Ich freue mich darauf :)
Gruß
Matthias

4

Mittwoch, 4. Juni 2014, 22:43

Heute hab ich mit dem Bau angefangen. Und bin gleich mal von der (englischen) Bauanleitung abgewichen. Die Wurzelrippen sollen eigentlich mit Glasfasergewebe verstärkt werden. Da ich aber fixe Steckkontakte für die Servos und die Tragflächensteckung einbauen möchte, habe ich mich für Wurzelrippen in 0,8mm Sperrholz entschieden.

Eine Bildergeschichte in vier Teilen:

1. Schritt:



mit einer "rudimentären" Wurzelrippe habe ich die ersten Anpassarbeiten vorgenommen. Damit die Steckkontakte und die Tragflächensteckung in der Tragfläche Platz haben, musste ich mit dem Lötkolben einiges an Styropor wegschmelzen. Bei der ersten Tragfläche war das noch etwas frickelig, die zweite ging dann schon entscheidend schneller.

2.Schritt:



Die Rippen wurden vor dem Verkleben grob mit der Schere ausgeschnitten. Auf dem Bild sieht man auch die Holzverstärkung für die Steckkontakte und die TF-Steckung.

3. Schritt



Die Wurzelrippen werden mit 5-Minuten-Epoxy eingeharzt. Zum Aushärten werden diese mit Klebeband fixiert. Um Klebespuren auf der Tragfläche zu vermeiden habe ich diese in Küchenfolie eingewickelt.

4.Schritt:



Nach dem Aushärten kann die Wurzelrippe mit der Tragfläche verschliffen werden. Die Servostecker werde ich erst einharzen, wenn ich die Servos verbaut habe.

Das war's für heute. Mehr hab ich nicht geschafft.

Gute Nacht, Puni.





P.S.: Ein Forummitglied hat mich per PN gebeten, das Profil der Tragfläche einzuscannen. Vielleicht interessiert sich ja noch jemand dafür, deswegen der Scan hier im Anhang

P.P.S.: Ich hab gestern festgestellt, dass bei meiner Whitepearl gar kein SD7080 verbaut ist, sondern ein S3021. Für den Fehler bitte ich um Verzeihung. Allerdings drängt sich mir die Frage auf, ob die beiden Profile überhaupt miteinander vergleichbar sind...
»der Puni2« hat folgendes Bild angehängt:
  • Profil Odyssey.jpeg.jpeg

Matthias R

RCLine User

Wohnort: Reinheim / Odw.

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5

Donnerstag, 5. Juni 2014, 16:56

Sind das die Tragflächensicherungen von Topmodel CZ ?
Gruß
Matthias

6

Donnerstag, 5. Juni 2014, 18:07

Sind das die Tragflächensicherungen von Topmodel CZ ?



Ja, warum fragst Du? Schon mal Erfahrungen damit gehabt?

Schönen Gruß, Gerhard

Matthias R

RCLine User

Wohnort: Reinheim / Odw.

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7

Donnerstag, 5. Juni 2014, 21:29

Ich frage, weil ich noch keine Erfahrung damit habe. Ich hab sie vor ein paar Wochen zufällig bei Lindinger(?) im Onlineshop entdeckt und konnte keine Erfahrungsberichte oder irgendwas darüber finden.
Sind die gut?
Gruß
Matthias

8

Freitag, 6. Juni 2014, 05:59

Guten Morgen Matthias,

Ich selbst habe auch noch keine weiteren Erfahrungen mit Tragflächensicherungen. Es ist das erste mal, dass ich welche in einem Modell verbaue. Von meinem Verständnis für Festigkeit gehe ich davon aus, dass das System von Topmodel für einen Flieger dieser Größe ausreichend ist. Sind die Flächen mal zusammengesteckt, braucht man wirklich viel Kraft diese wieder voneinander zu lösen. Mit dem beigelegten Keil geht das wesentlich einfacher. Bezüglich Langlebigkeit kann ich dir allerdings noch keine Auskunft geben.

Der Einbau geht aber relativ simpel. Ich habe beide Rippen im Durchmessers des Stiftes vorgebohrt. Für die Buchse musste bei der einen Wurzelrippe das Loch auf 8mm aufgebohrt werden. Durch das Gewinde bei Stift und Buchse kann dann die Steckung recht gut eingestellt werden.

Schönen Gruß, Gerhard.

9

Montag, 9. Juni 2014, 21:40

Nachdem ich mir am Sonntag beim Fliegen einen Sonnenbrand geholt habe und es mir heute zu heiß war, hab ich mich dazu entschlossen im kühlen Keller weiterzubasteln. Heute habe ich mich mit der Montage der mittleren Tragflächen beschäftigt.

Dem Bausatz liegen zwei kleine Hartholzklötzchen (2*2*1 cm) bei, die zur Verbindung der Tragflächen dienen. Naja, eigentlich nicht als Verbindung, aber zur Aufnahme der Tragflächenschrauben. Die eigentliche Verbindung erfolgt über Glasfasermatten, dazu später mehr. Damit die Klötzchen mit der Fläche verklebt werden können, müssen sie noch angepasst werden. Nach dem Abmessen und Anzeichnen der "Schnittlinien" habe ich die Klötzchen mit einem Skalpell geschnitzt. Vor Beginn dieses Arbeitsschrittes hab ich mich schon auf eine längere Schnitzerei eingestellt, allerdings ging das Anpassen dann doch recht flott.





Wie in der Anleitung beschrieben, wird vor dem Verkleben am Rand der Beplankung mit einem Lötkolben ein kleiner "Kanal" eingeschmolzen. Auf dem Bild sieht man auch, dass ich die Kante wieder mit Isolierklebeband vor austretendem Harz geschützt habe:





Mit ausreichend 5-Minuten-Expo habe ich dann die beiden Tragflächenteile miteinander verklebt. Zur Fixierung der beiden Tragflächen habe ich diese mit Leimklemmen leicht (!) gegen das Baubrett gepresst. Zum Schutz der Beplankung habe ich auf die Styroporverpackung aus dem Baukasten zurückgegriffen:



Nach dem Aushärten der Klebekante konnte diese auf der Ober- und Unterseite der Tragfläche verschliffen werden. Im nächsten Schritt wird die Tragflächenmitte mit Glasfasermatten verstärkt. Dies ist die eigentliche Verbindung der beiden Tragflächenhälften.

Im Bausatz liegen zwei unterschiedliche Glasfasermatten bei. Eine etwas grobere (ca. 150g/m²) und eine etwas feinere (ca. 25g/m²). Ich habe mich gegen die grobe GFK-Matte entschieden. Stattdessen habe ich Glasfaserband in 30mm und 55mm Breite (jeweils 120g/m²) verwendet, um zu vermeiden, dass die grobe Matte beim Aufbringen zu stark ausfranst. Zum Abschluss habe ich darüber dann einen Streifen (ca. 70mm breit) von dem feinem Gewebe auflaminiert. Im Moment härtet das 40-Minuten Epoxy noch aus. Bin also selbst sehr über das Resultat gespannt.





Edit:

Für alle Nachbauinteressierten: Eigentlich bin ich eher Weißleimnutzer und bau am liebsten mit Balsaholz. Für mich war es heute das erste mal, dass ich GFK laminiert habe. Da ich mir nicht sicher war, wieviel Harz ich für das Laminat auf der Tragflächenoberseite brauche, habe ich mir gleich mal 20g Harz und 8g Härter gemischt. Nach dem Laminat waren insgesamt noch 18g Harz übrig. Das war wohl dann doch zuviel des Guten ;-)

Frage an alle: Ist für den jetzt verwendeten Pinsel schon zu spät, aber womit befreit man eigentlich den Pinsel von überschüssigem Harz, um ihn evtl. nochmal verwenden zu können?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »der Puni2« (9. Juni 2014, 21:50)


Matthias R

RCLine User

Wohnort: Reinheim / Odw.

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10

Montag, 9. Juni 2014, 21:53

sauber :ok:
Gruß
Matthias

heikop

RCLine User

Wohnort: Lüdenscheid

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11

Montag, 9. Juni 2014, 22:04

Frage an alle: Ist für den jetzt verwendeten Pinsel schon zu spät, aber womit befreit man eigentlich den Pinsel von überschüssigem Harz, um ihn evtl. nochmal verwenden zu können?

Es gibt extra Verdünner für Epoxidharz.

12

Montag, 9. Juni 2014, 22:22

Spiritus
bis bald Maik

opa pferdi

RCLine User

Wohnort: Bad Mergentheim

Beruf: AVD/DVD

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13

Montag, 9. Juni 2014, 22:27

Oder Aceton ausm Baumarkt. Bei uns gibts die Literdose fürn 5er.
mfg opa pferdi
"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" (Walter Röhrl) :evil:

14

Dienstag, 10. Juni 2014, 18:31

Erstmal vielen Dank für die hilfreichen Tips zum Pinselauswaschen :ok: . Ich werde es mal mit Spiritus ausprobieren.

Heute habe ich dann die Unterseite der Tragflächenmitte laminiert. Dabei bin ich genauso vorgegangen wie bei der Oberseite. Deswegen gibt's davon nur ein Bild. Hier erkennt man die bereits erwähnten Glasfaserbänder in 30 und 50mm Breite und das feine Gewebe aus dem Baukasten:



Danach wurde der Motorspant eingeharzt. Um den Spant an den Rumpf anzupassen, habe ich den Motor an den Spant geschraubt und ihn mit Isolierklebeband gegen Verdrehen gesichert. Da es sich bei dem "ART2000" um einen Außenläufer handelt, kann man jetzt gut die Glocke fassen und Motor mit Spant im Rumpf ausrichten.



Der Spant wurde mit Schleifpapier solange bearbeitet, bis alles passte. Beim Ausrichten habe ich nach Augenmaß ein paar Grad Motorsturz vorgesehen, Motorzug habe ich keinen (Die genaue Einstellung wird dann bei der Flugerprobung erfolgen). Eingeharzt wurde der Spant mit 5-MinutenEpoxy, der Kleberand wurde mit Kohleroving verstärkt.



Um den Rumpf-Spinner-Übergang harmonisch zu gestalten musste noch überflüssiges Material von der Rumpfspitze abgeschliffen werden. Das dauert seine Zeit. Ständig heißt es: Spinner abnehmen, Material vom Rumpf abschleifen, Spinner wieder draufsetzen und überprüfen. Und zwar so lange, bis der Spalt zwischen Rumpf und Spinner minimal ist. Ich bin jedenfalls mit dem Resultat zufrieden.





Nachdem der Motor eingebaut war, musste er einen kurzen Probelauf über sich ergehen lassen. Für alle Interessierten habe ich hier ein paar Daten für den Brushlessmotor ART2000 mit einer Aeronaut CAM-Carbon LS (16*8") und dem Spinner von Arthobby:

Gemessen wurde mit einem 3-zelligen Lipo (Dymond 2200mAh)

Leerlauf: 1,7 A bei 12,3 V

unter Last: 28 A bei 11,5 V. Dabei wird die Luftschraube 5400 mal rotiert und macht ordentlich Wind :nuts: Standschub kann ich leider keinen messen. Der Schub fühlt sich aber recht stark an.



Schönen Gruß, Puni.

lichtl

RCLine User

Wohnort: Bayern voll inner pampa

Beruf: muß mann haben

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15

Freitag, 13. Juni 2014, 07:00

Frage an alle: Ist für den jetzt verwendeten Pinsel schon zu spät, aber womit befreit man eigentlich den Pinsel von überschüssigem Harz, um ihn evtl. nochmal verwenden zu können?

Am effizientesten ist bei mir derzeit Universalverdünnung.
Ich Laminier ja viel, und hab jetzt so einiges durch und mich auch schlau gelesen.
Irgendwann hab ich dann ausversehen die Harzigen Pinsel in die Flasche Dose gestellt. in der universalvedünnung zur vorreinigung von den Lackierwerkzeugen war.

Ergebniss sehr Gut, besser las mit allem anderen Bisher auch für die rReinung von Scheren und andern Wekzeugen.
Pinsel muß man eh 2 stufig reinigen also vorreinigen un dann nochmal mit sauberberer Verdünnung .
Mit Universalverdünnung habe ich so keien Harzreste mehr in den Pinseln , und fast keinen verhärtenden Pinselstock.
Die immer verbleibende dünne harzschicht auf Scheren und andern Werkzeugen die man nutz ist damit auch Geschichte da reicht mit Verdünnung getränkten Lumpen abwischen.

Der Verbrauch an Verdünnung ist auch massiv gesunken .
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

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Sonntag, 15. Juni 2014, 14:05

@licht: Vielen Dank. Auch das werde ich das nächste mal probieren. Lidl hat ja zur Zeit Universalverdünnung im Angebot. Wird beim nächsten Einkauf im Warenkorb landen. :)



Auch wenn es vielleicht so ausschaut, ich war die letzten Tage nicht untätig.

Als nächsten Bauschritt habe ich die Vorbereitungen zum Servoeinbau getroffen. Dazu musste mit einem Trennschleifer die Rumpfoberseite geöffnet werden:





Aus 5mm Pappelsperrholz wurde dann ein Servobrettchen ausgesägt und dem Rumpf angepasst:




Vor dem Einharzen wurde das Servobrett mit Sekundenkleber im Rumpf fixiert. Um die Kraftübertragung auf die Rumpfseitenwand zu verbessern, wurde die "Harznaht" mit Kohleroving verstärkt. Hier bitte nicht zu genau hinschauen. Irgendwie wollten die CFK-Fasern nicht unbedingt dort hin, wo ich sie haben wollte. Es hat sich mal wieder gezeigt, dass ich eher der "Balsa mit Weißleimbastler" als der "Harzpanscher" bin. ;)




Im Anschluss wurden die Servoausschnitte in der Tragfläche vorbereitet. Für die Querruderservos sind vom Hersteller bereits Markierungen mit Bleistift auf der Tragfläche angebracht. Allerdings habe ich die Ausschnitte zu jeder Seite um ca. 2mm größer gemacht, da sonst die Servos mit dem Rahmen keinen Platz gefunden hätten (Anmerkung: Die von mir verwendeten Servos sind zwar nicht die vorgeschlagenen Hitec HS65, haben aber die gleiche Größe). Der Servorahmen selbst besteht aus 2mm Balsaholz und wurde mit Weißleim in die Tragfläche eingeleimt (Yeah, mein Metier! ;-) )
Die Servos finden Halt auf einer 5*10mm Kieferleiste, die erst nach der Verlötung in die Servorahmen eingeklebt werden.




Für die Wölbklappenservos sind bei meiner Bausatzversion keine Markierungen auf der Tragfläche (siehe Post vom 2.Juni 2014). Ich habe die Maße aber von der Herstellerseite arthobby.pl übernommen. Leider ist an dieser Stelle die Tragfläche so dünn, dass das Servo nach dem Einbau an einer Stelle ca. 1-2mm herausschauen wird. Es gibt aber für den Einbau auch keinen anderen Platz, da man sonst in die Quere mit dem Kabelkanal kommt, bzw. die CFK-Verstärkung in der Tragfläche zerschneiden müsste. Das wollte ich in jedem Fall vermeiden.
Um Platz für die Verkabelung an dem Wölbklappenservo zu schaffen, habe ich den Servoauschnitt für die WK-Servos um 5mm länger gemacht.

Die Bauanleitung sieht vor, dass in die Ausschnitte 25g-GFK-Gewebe aufgebracht werden muss, um die darunterliegende Beplankung zu verstärken. Ich habe mich für Japanpapier und Parkettlack entschieden. Geht meiner Ansicht genauso gut, und sieht bei mir auf jeden fall besser aus, als eine zerrupfte GFK-Matte.





Aus Gründen der Übersichtlichkeit, werde ich über den nächsten Bauschritt in einem neuen Beitrag weiterschreiben. Bis gleich.

17

Sonntag, 15. Juni 2014, 15:27

Bevor die Querruder und Wölbklappen aus der Tragfläche ausgeschnitten werden, empfiehlt die Anleitung diese zuvor zu lackieren. Nachdem ich mich in mehreren Internetforen vor dem Kauf über die Arthobby-Modelle informiert habe, bin ich dieser Empfehlung gefolgt. Hält man sich nicht daran, kann es nämlich passieren, dass sich das dünne Furnier an der Ruderseite, bzw. das komplette Ruder verzieht.

Eine Warnung vorweg: das Lackieren der Tragfläche bzw. die Vorbereitungen dafür brauchen Zeit, das ist auch der Grund, warum ich länger nichts mehr von mir hab hören lassen.



Vor dem Lackieren habe ich die Tragfläche nochmals komplett mit 400er Schleifpapier überschliffen. Tip: Das Funier mit einer Lösung aus Alkohl und Wasser anfeuchten, damit sich feine Fasern leicht aufstellen und weggeschliffen werden können.

Wie bereits erwähnt habe ich den Arthobbylack beim Kauf der Odyssey miterworben. Diesen habe ich mit einer Lackierrolle auf die Tragfläche dünn aufgebracht. Zuerst habe ich die Unterseite lackiert und nach ca. 15min ist der Lack bereits soweit angetrocknet, dass die Tragfläche ohne Fingerabdrücke umgedreht werden kann um die Oberseite zu lackieren.




Danach kommt eine längere Trocknungsphase von 3-4 Stunden. Hierbei haben sich die Kunststoffverpackungen von "alkoholhaltigen Schokopralinen" als wertvoll erwiesen. Die Tragflächenteile konnten zum Trocken darauf abgelegt werden.




Nach der Trocknungsphase wurde die erste Lackschicht mit 400er Schleifpapier angeschliffen und zum zweiten Mal lackiert. Auch diese wurde nach 4 Stunden nochmals mit 400er-Papier sauber überschliffen. Danach kam der finale Anstrich, der dann über Nacht trocknen konnte. Um ein mattglänzendes Ergebnis zu erhalten, wurde am nächsten Tag der komplette Anstrich ca. 2 Std. mit einem Schleifschwamm bearbeitet. (Da soll mal einer sagen Modellbau wäre kein Sport :D )
et voila, 2,7m mit Pappel furnierte Tragfläche bitte!




Ein paar Worte noch zu dem Lack: Er lässt sich recht gut verarbeiten (und schleifen ;-) stinkt aber wie Luzifers Atem persönlich. In meinem Bastelkeller habe ich leider nur ein kleines Fenster. Die Duftwolke hat sich dann den Weg durch die Kellertür gesucht und im ganzen Treppenhaus verteilt. Riecht man heute (nach 2-3 Tagen) immer noch.

Jetzt noch ein paar "technische" Daten:

Vor Auftragen des Lackes wog die Tragfläche 401 Gramm, danach 437 Gramm.
Von der 250 ml Lack sind noch ca. 50 ml übrig (nachgewogen).
Das heißt, von den 200 gramm "verstrichenem" Lack sind 164 Gramm verdampft, verschliffen worden oder hängen noch in der Farbrolle. Ich hoffe auf letzteres ;-)
(von den beiden bestellten Lack-Dosen habe ich also nur eine gebraucht. Ich war mir halt nicht ganz sicher ob eine Dose für die Tragfläche reicht. Zudem schreibt der Hersteller auch, dass eine Dose für eine 2,5m spannende Tragfläche reichen würde. Naja, vielleicht ist die Odyssey nicht das letzte Modell von Arthobby...auch eine Möglichkeit zur Kundenbindung ;-)





Die Pappelfurnieroberfläche ist durch den Lack sehr fest geworden, und sieht auch gut aus. Damit der Segler sich aber vom Himmel abheben kann, müssen noch ein paar Farbflächen drauf, um den Kontrast zu erhöhen. Ich habe mich dazu entschieden, mit Airbrush zu arbeiten. Dazu verwendete ich Farbe von Tamiya und die Druckluftpistole von Revell. Ursprünglich wollte ich das "Airbrushfinish" vor der finalen Lackschicht aufbringen. Ein Probeanstrich hat aber gezeigt, dass der Arthobbylack dermaßen aggressiv ist, dass er den Acryllack einfach anlöst. Das Ergebnis wäre eine braune verschmierte Soße gewesen. Nicht so schön!


Vor dem Airbrushen steht natürlich das Abkleben an. Ich denke hier sprechen Bilder mehr als tausend Worte.
Um die Tragfläche beim Abkleben fixieren zu könne habe ich meine "ultimativen Sperrholzwinkel" verwendet. Eigentlich Holzabfall vom Gartenbank bauen, erfüllen diese mittlerweile gute Zwecke ;-)



abgeklebte Oberseite:


abgeklebte Unterseite:


Während die Unterseite die obligatorischen schwarzen "Biene-Maja-Streifen" erhielt, wurden für den Oberseite mehrere abgestufte Blautöne (deren Anzahl 9) angeschmischt.



Hier das finale Ergebnis der Unterseite:



und hier die Oberseite (inkl. dem Schriftzug-Aufkleber aus dem Baukasten):




Natürlich konnte es mir nicht nehmen lassen, die Bauteile das erste mal provisorisch zusammenzustecken, um schon mal ein Bild von dem gesamten Flieger zu bekommen. Ich will es euch nicht vorenthalten:



Und jetzt bitte Applaus! :D



Kleines Zwischenfazit zum Lackfinish der Tragfläche: Auch wenn es die paar Bilder hier nicht so wirklich vermitteln können: Für das Finish der Tragflächen braucht man Zeit. Ich wage mal zu behaupten, dass ich in der gleichen Zeit, die ich für das Lackieren gebraucht habe, auch eine konventionelle Rippentragfläche inklusive Folienfinish erstellen hätte können - ohne den beisenden Geruch und dem "Zeitstress" (eine Balsafläche kann man immer wieder liegen lassen und erst am nächsten Tag oder auch erst nach mehreren Tagen wieder dran arbeiten. Der Lack allerdings sollte dann doch recht zügig verarbeitet werden, wenn man nicht ständig den Pinsel/die Rolle auswaschen möchte).
Trotzdem überzeugt das Ergebnis. Die Pappeloberfläche ist soooo schön mit der durchscheinenden Maserung und der Profilverlauf ist durch konventionelles Bauen so nicht hinzubekommen (va. die sehr dünne "Endleiste").


Soweit von mir. Eigentlich wollte ich noch was zum T-Leitwerk schreiben (nicht so gute Nachrichten), aber nachdem ich jetzt doch schon wieder 2 Std. vor dem PC sitze reicht es mir für heute. Ich geh jetzt fliegen. Mit dem Climaxx!

Schönen Sonntag noch.
Puni

jufi

RCLine User

Wohnort: Ba-Wü

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18

Sonntag, 15. Juni 2014, 15:42

Der ist nur für Dich:



Gruß Jürgen

19

Dienstag, 17. Juni 2014, 18:10

Hallo Jürgen,

vielen Dank für Deinen netten Beitrag. Das geht runter wie Öl und motiviert zum Weiterbauen/-schreiben ;)




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Zum Leitwerk:
Dem aufmerksamen Leser wird vielleicht aufgefallen sein, dass auf dem "Poserbild" vom letzten Beitrag das Seitenleitwerk/T-Leitwerksträger nicht mit aufs Foto durfte. Das hat einen bestimmten Grund. Es ist tut nicht so, wie es soll.
Bereits letzte Woche habe ich das CFK-Rohr nach Plan gekürzt, um das Seitenleitwerk anzupassen. Dabei bin ich auf zwei Probleme gestoßen.



1.) Der Innendurchmessers des Heckauslegers ist stark untermaßig. Das T-Leitwerk kann nicht (so saugend wie das "Rumpfboot") in das Rohr gesteckt werden. Hier fehlen im Durchmesser ca. 2mm.

2.) Der Bowdenzug zum Höhenleitwerk kann nicht in das (vom Hersteller eingeharzte) Röhrchen durchgeführt werden - weder von vorne, noch von oben. Der Bowdenzug bleibt immer an der gleichen Stelle stecken (fühlt sich so an, als ob der Bowdenzug "verstopft wäre"). Selbst ein dünnerer Stahldraht lässt sich nicht ganz durchführen und bleibt an der gleichen Stelle stecken.

Noch am gleichen Abend habe ich pp-rc.de angeschrieben und meine Probleme geschildert. Bereits am nächsten Tag hat mich Herr Piechowski (Inhaber von pp-rc.de) angerufen. Er hat mir erklärt, dass er auf Grund meiner Mail bereits mit dem Hersteller Arthobby Kontakt aufgenommen hat.
Bezüglich des kleinen Innendurchmesser meinte Arthobby wohl, dass das völlig normal sei. Die Längenangabe des CFK-Rohrs im Plan sind nur eine Cirka-Angabe und man kann das CFK-Rohr gerne noch 5cm kürzen, dann passt das Leitwerk auch in den Heckausleger. Gerade bei der T-Leitwerk-Version würde sich dadurch der Schwerpunkt besser einstellen lassen.

Da aber bei meinem Leitwerk der Bowdenzug nicht durch das Röhrchen geführt werden kann, hat mir Herr Piechowski umgehend Ersatz versprochen. Das nenne ich doch mal Service! :ok:

Leider hat Herr Piechowski das Teil im Moment nicht lagernd und so hoffe ich, dass ich nicht allzu lange darauf warten muss...

____________________________________________




Egal, im Moment gibt es noch genügend andere Sachen am Segler zu machen: z.B. die Querruder/Flaps:


Zuerst habe ich die Querruder von der Tragfläche getrennt. Mit einer Aluführung und einem scharfen Messer geht das relativ einfach: Mit dem Cutter wird mehrmals entlang der vorgezeichneten Markierung geschnitten, bis das Ruder vom Rest der Fläche getrennt ist. Da das Querruder später mit Schanierband angeschlagen wird, schneidet man am besten von der Oberseite der Tragfläche.



Im nächsten Bild erkennt man die Balsaleiste, die vom Hersteller für das Querruder bereits in der Tragfläche verbaut worden ist. Damit das Ruder auch nach unten ausschlagen kann, muss man die Kante noch schräg abschleifen.



Die seitlichen Kanten das Querruders (und der Tragfläche) habe ich mit 0,8mm Sperrholz verschlossen.



Als nächstes habe ich mich um die Flaps gekümmert. Weil bei meiner Version der Odyssey noch keine Flaps vorgesehen sind, musste ich hier etwas mehr Fleißarbeit reinstecken.

Da die Flaps auf der Unterseite der Tragfläche angeschlagen werden, habe ich nach dem Anzeichnen nur die obere und untere Beplankung durchgeschnitten. Erst dann habe ich die Ruder komplett von der Tragfläche getrennt. So erhält man auf beiden Seiten eine absolut gerade Schnittkante.
Bei meiner Fläche sind noch keine Balsaleisten für die Verkastung der Flaps eingeleimt. Deswegen habe ich mir ein kleines Styroporschneidewerkzeug gebaut (Feuerzeug dient zum Größenvergleich).



Durch den vorgebogenen Konstantandraht kann jetzt in die Flaps und in die Fläche ein sauberer Kanal geschnitten werden:




Den "Kanal" habe ich mit 3mm starkem Balsa aufgefüllt, die Seitenkanten der Ruder wurden wieder mit 0,8mm Sperrholz verkastet:




Damit ist das Heraustrennen der Ruder abgeschlossen. Nach Trocknen des Leims habe ich die Kanten nochmals überschliffen und eine Schutzschicht aus Parkettlack aufgebracht.




So far, schönen Abend noch

der Puni.

lichtl

RCLine User

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Donnerstag, 19. Juni 2014, 09:49

Du kannst ev den abschnitt vom Heckrohr als Verbinder nutzen wenn du den von innen ins Heckrohr schiebst und verklebst .
Durch Konischn verlauf könnte das ein inneverbinder werden.

beschleiffen des Gfk rohrs am Leitwerk könnte uch gehen nusst du aber Prüfen wegen der Materialdicken .
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

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