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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:02

Excel Competition 3 plus pure ... ***AUFBAUBERICHT***

VORWORT


Nach einer Saison mit diversen Schaummodellen kam der Entschluss, mir etwas ernsthafteres zuzulegen ... nach langer Suche entschied ich mich für ein SIMPROP Modell ... als Einstieg kam die Wahl auf den Excel Competition 3 oder dem BIG Excel ... da mir die Excel Pure Edition sehr gut gefiel, habe ich den BIG Excel auf ein kommendes Winter Projekt verschoben und mir den EC3 Plus Pure genommen ... die Freude war und ist natürlich dementsprechend groß ... was war eigentlich die Erwartungshaltung ???

Na zum einen einmal die Tatsache, dass in den Schaummodellen einfach der Platz für die erforderlichen Komponenten einfach Mist ist ... dauernd kämpft man mit Platzproblemen (Kabelgewirr, Motorgrößen usw.) und den damit verbundenen technischen und thermischen Aspekten wenn man etwas erweitern möchte ... wenn es überhaupt geht ... zum anderen, dass die Motor-Segelflugmodelle nach „Motor Aus“ einfach die Tendenz haben, abzusegeln ... der damit verbundene Zwang zum Höhengewinn, knappert an der Akkulaufzeit und am Flugvergnügen ... zum Einstieg und/oder Feierabendspass absolut OK ... aber für einen längeren Flugspass mir auf Dauer zu wenig ...

Im Zuge des Aufbaues fielen mir dann doch einige, eher unangenehme Dinge auf die ich hier einmal in einer Art Pro und Kontra festhalten möchte ... hier die Highlights:

Die wenig erfreulichen Dinge:
• Für Anfänger ist einmal der Baubericht samt den Bildern nicht einfach zu interpretieren ... Details muss man erahnen können ...
• die Platzverhältnisse mittels der Akkurutsche und der darauf zu verbauenden Komponenten, ist schlecht gelöst ... 1 bis 2 cm mehr Spielraum rundherum würden schon das einfügen der Rutsche erleichtern ... die Servos stoßen sich an die laminierten Tragflächenverschraubungen ... sehr wenig Spiel an der Rumpfoberkante zu den Servoarmen ... das Servobefestigungs-Klötzchen-Spiel ist der Scherz schlechthin ... hier besserte ich nach ...
• die VLW Anlenkung ... der wohl mühseligste Bauabschnitt schlechthin – die fertig einlaminierten Bowdenzug-Innenrohre ... wenn man hier „Aussenrohre“ genommen hätte, wäre man flexibler und erspart sich langwieriges Einfädelgemurkse ... von der Kürzung und dergleichen einmal abgesehen ... die Ruderhorn-Einhängung ... eine Billigst Lösung schlechthin ... die Verschraubung mit der beigelegten Inbusschraube M3x20 unmöglich ... mit einer M3x23 gelang das mühelos ... eine M3x25 sollte man sich hier besorgen ... und NEIN ... kein Kompromiss bei dem Modell Preis !!! ...
• der extra hierfür bestellte Simprop Magic Impact 55-07 passte lt. Prospekt NICHT auf dem im Bausatz beigelegten Motorspant ... ein hierfür erforderliches Teil musste aus einer GFK Platte selbst angefertigt werden ... die Entscheidung zu der von Simprop vorgeschlagenen Motor Variante war eigentlich die Kaufentscheidung dafür ...
• die RDS Anlenkung ... das dies ein Gefummel wird, war klar ... allerdings sind hier die Platzverhältnisse schon sehr grenzwertig ... gelang zwar schlußendlich für das erste mal mit viel Geduld recht sauber, aber es graust einem dabei wirklich ... der Gedanke an den kommenden Winter mit dem BIG Excel (4x) macht die Sache auch nicht erfreulicher ... wobei ich mir schon überlege, hierfür die neuen Flächenservos in Betracht zu ziehen ...
Ruderweg-Einstelllehren ... sind dem Bausatz beigefügt und sollten laut Bauanleitung auf deren Markierungen bezogen der Einstellung dienen ... der absolute Scherz ... KEINE Markierungen darauf vorhanden ... weder für die Querruder noch für das V-Leitwerk ...
EWD Waage ... das beigefügte Teil das man sich zusammen klebt ist so instabil, dass ein auswiegen damit so gut wie unmöglich ist ... auch hier muss improvisiert werden ...



Die Dinge die überzeugten:
Tragflächenversion PURE ... da muss man sagen ... RESPEKT !!! ... einmalige Arbeit ... sauber sind diese Furniere laminiert ... perfektes Finish wohin man schaut .... kein Makel oder sonst etwas ... wirklich sehr schön ... auch die Servoabdeckungen sind ausgezeichnet gefertigt ... auch von der Größe her ...
• selbiges für den Rumpf ... sehr sauber ... schön lackiert ... perfekte Kanten ... nichts zum entgraten vorhanden ... sehr, sehr schön gearbeitet ...
• selbiges für das VLW ... perfektes Teil ... sauber gebügelt ... schöne Kanten ... kein Fehler auffindbar ...
HOLZ Frästeile ... zwar mit Gefühl zu entnehmen ... aber auch hier, sauber gelasert ... nichts zu beanstanden ... alles vorhanden ...
• Kleinteile ... alles da ... brav abgepackt ... nichts hat gefehlt ...
Motor - Magic Impact 55-07 ... perfekt gepacktes Teil ... alles vorhanden was benötigt wird ... edles Teil ... Kraftentwicklung ist enorm ... bei ¾ Gas wird einem das Teil fast aus der Hand gezogen ... Leistung pur ... wird sicher lustig ...
Regler ... Magic 62-H ... auch hier, ein edles Teil ... sauberes Programmieren mit der Prog Box möglich ... gelingt sofort und alles funktionierte wie erwartet ...
Prog Box ... nettes Teil ... sehr ausführliche Beschreibung ... einfache Programmierung ... kann man sich auch als Backup in einen Memory Teil der Prog Box abspeichern ...
• Servos ... HITEC HS-A5076 HB Digital Slim ... meine Lieblingsservos ... genaue Rückstellung ... Speed OK ... Ausschläge mit den beigefügten Armen mehr als OK ... vielleicht kommen einmal in den BIG Excel probehalber die Simprop CS Servos hinein ...
Akku ... da bin ich einfach ein LEMON Fan ... wird ein 4S/4300er und ein 4S/3700er als Vergleich ... sehr gute Erfahrung damit ... die neue Serie (2014) ist kleiner und leichter ... bin mal gespannt ...
Luftschraube ... wird so wie immer eine Simprop Cam Carbon ... 14 x 8 ...
Kabinenhaube CARBON ... auch hier ein wirklich schönes Teil ... so wie der ganze Flieger ...
Planzeichnungen ... genial ... damit kann man auch etwas anfangen ...



Leute ... mir ist schon klar das man auch hinsichtlich der Bauabschnitte selbst gefordert ist und wird ... aber einige Lieblosigkeiten kann man auch produktionstechnisch über die vielen Jahre wo es das Modell gibt, auch einmal ändern ...


Als dann, allen anderen viel Spass beim bauen des EC3`s und hoffe euch damit für manche Grübeleien einen Nachschlag geschaffen zu haben ... da selbst ich noch einige Erfahrungen sammeln muss und möchte, wäre es schön, von euch ein paar Tipps & Tricks hierzu mitgeteilt zu bekommen ... sollte sich hier widererwarten Fehler oder dergleichen eingeschlichen haben, postet es bitte ... werden dann umgehend korrigiert ... Danke ...


Nette Grüße ...
Fliegerhasi


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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:06

Die Bauabschnitte

Diese teilen sich im wesentlichen in den RUMPF- und FLÄCHEN-Tätigkeiten auf ... und in den damit verbundenen Bauabschnitten:

• Akkurutsche
• Schwerpunkt
• Kühlöffnungen
• Motorspant
• RDS und Anlenkungen
• VLW (V-Leitwerk)
• Kabinenhaubenverriegelung
• Finish
• Bauliche Dinge die mir auffielen




Hilfreich ... eine kleine Liste des benötigten Werkzeuges ...

• Dremel samt Welle und Aufschraubvorrichtung
• Dremel Kleinwerkzeuge (Schleifen, Trennen usw.)
• Handbohrer
• Dremel Bohrerset 0,8 bis 3,2 mm
• Sekundenkleber
• UHU Hart
• UHU 300 Endfest
• Epoxy 5 Min.
• diverse Schlitz-, Inbus- und Kreuzschraubenzieher
• Sperrholzbrettchen(mehrfach verleim ... ca. 1,2 mm)
• 2 mm GFK Platte (Motorspant)
• Versenker für Verschraubungslöcher
• diverse Feilen
• Schleifpapier(300 - 500)
• div M3 Schrauben in verschiedenen Längen
• Spitzzange
• Flachzange
• Seitenschneider oder Kombizange
• Servotestgerät




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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:13

Rumpf

Akkurutsche
Einer der Gründe warum ich diese Anleitung initiiert habe ... nirgendwo im Netz gab es von einem EC3 vernünftige Bilder aus der Zusammensetzung der Kleinteile sowie Plazierung ... OK man könnte nun meinen, dass kann nicht so schwer sein ... aber die Vorsicht lies mir keine Ruhe ... vor allem da es mein erstes Simprop Modell ist und ich hier keine verklebten Überraschungen erleben wollte ... gelasert sind die Teile sehr gut und wenn dann alles vor einem liegt, stellt sich doch die eine oder andere Frage ... die Bilder sollten dennoch selbsterklärend sein ...

Probepassungen nehme ich mit ein paar Tröpfchen Sekundenkleber vor, so lässt sich das Ganze auch wieder ohne Schaden trennen ... sitz dann alles, verklebe ich diese mit UHU Hart und verstärke die Kanten ebenfalls ... lackiert habe ich es des Finish wegen - so erhält es auch einen netten Kontrast zu der hellen Rumpfinnenseite ...

Die Aufnahme der Akkurutsche mit Epoxy im Rumpf verkleben ... da hier die Position als solches nicht angegeben ist, sollte man diese nur punktieren und nach der Schwerpunktermittlung dann deckend mit Epoxy einkleben ... wenn man natürlich so wie ich das zum ersten male macht, ist man etwas skeptisch ... die Servos sollte man erst nach dem Einschub der Rutsche montieren ... man kommt an den Tragflächenverschraubungen einfach nicht vorbei ...

Auch wollte ich die Masze hinsichtlich der Servoverschraubung angeben, bin aber davon abgekommen da diese von ...

a) dem Servotyp ...
b) Motorgewicht und Variante ...
c) der Akkuposition und der damit verbundenen ...
d) Ablängung der Anlenkung des VLW ...


abhängig ist ... daher soll die Bebilderung der Akkurutsche lediglich einen Anhaltspunkt der Grundkonstruktion wiedergeben ...

Zum Schluß: Mein Fehler war, die Servobefestigungen (4 Stk. Holzklötzchen) nicht in Epoxy einzufassen ... Ergebnis: Beim Schwerpunkt setzen und Korrektur der Akkurutsche inkl. dem Servotests, lösten sich diese wieder ... ärgerlich deshalb, da man alles abbauen und wieder entnehmen muss ... die Quintessenz dessen ist, dass man überhaupt auf diese Klötzchen-Spielerei verzichtet und die Servobefestigung aus EINEM STÜCK macht ... so ist man auch zukünftig auf der sicheren Seite ...
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Schwerpunkt
Wobei ich mittlerweile festgestellt habe, dass die Akkurutschenposition lt. Bauanleitung sicher für einen 3S Akku gültig ist ... der 4S Akku muss wesentlich weiter hinten sitzen ... berücksichtigen sollte man dies bei dem ablängen der Anlenkung (Stahldraht) ... hier müssen auch gegebenfalls die Servos versetzt werden ... daher Vorsicht bei den Verschraubungsklötzchen ... fixe Werte poste ich nach dem Erstflug ...



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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:15

Kühlöffnungen
Diese befinden sich an der Rumpfspitze links und rechts sowie in der Rumpfmitte unterhalb, ebenfalls jeweils links und rechts ... diese sauber mit einem Textilband der bereits vorgegeben Struktur entlang abkleben ... so werden häsliche Kratzer beim arbeiten vermieden ... sehr hilfreich ist die Bohr- und Bohrfräs Variante ... hier bohre ich mit einem 1 mm Bohrer den Ausschnitt entlang ... setze denselben in eines der vorhandenen Bohrlöcher und arbeite mit leichtem Druck und kleiner Drehzahl mich von Loch zu Loch ... mit dieser Methode schneidet man rund um die Löcher und das Teil fällt heraus ... die Schnittkanten zu begradigen sollte man dann doch lieber per Hand machen ... das verhindert etwaiges abrutschen und ein mögliches verletzen des bereits gesetzten Ausschnittes ... etwas Geduld ist gefragt, klappt aber wunderbar ... mit einem schwarzen Eddingstift 3000 kann man etwaige Unebenheiten kaschieren ...
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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:18

Motorspant
Bei der Einpassung hilft es ungemein, diesen mit Sekundenkleber zu punktieren ... Motor einpassen und verschrauben ... wenn alles OK - also nichts streift, Motor dreht sich spielfrei - Motor demontieren und den Motorspant dann mit Epoxy 5 Min. aussen rundherum schräg zu der Rumpföffnung hin verstreichend einkleben ... im zweiten Schritt wird die Rumpfinnenseite mit dem Epoxy ebenfalls rundherum eingestrichen ... über Nacht aushärten lassen und Motor wieder montieren und selbiger Test wie vorher ... wenn alles passt sollte dieser Montageschritt erledigt sein ... Spinner und Klappluftschraube montieren ... Regler programmieren und anschließen ... 4S mit Bremse, Sanftanlauf und mittlerer Spannungsabschaltung ...
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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:19

Kabinenhaubenverriegelung
Die Arretierungsstange lt. Vorgabe einrichten und mit Glasfasertape sichern ... dann die Probepassungen durchführen ... passt alles, mit Epoxy verkleben ... danach erneutes einpassen ... die Biegung des hinteren Stahldrahtes (zur Tragfläche) so hinzubekommen, dass die Kabinenhaube auch wirklich bündig und zugfest an dem Rumpfrücken spaltfrei aufliegt, ist ebenfalls eine Herausforderung ...
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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:21

Tragflächen

RDS Anlenkung
Einer der wohl kniffligste Teil an dem EC3 Plus Pure Aufbau ... diese Anlenkung besteht aus der Führungshülse (mit der aufgelöteten Servoarmgabel) ... einer Messinghülse selbst, die Hülse ... und der Anlenkung ... zusammen ergeben die Bauteile das RDS (Simprop Streamline Rotary Drive System) Anlenkung die in den Simprop "Plus" Modellen verbaut werden ...

Man beginnt einmal damit, sich den Servoschacht rund herum mit Klebestreifen zum Schutz abzudecken ... die Original Querruderbefestigung (Klebestreifen) bleiben einstweilen noch an Ihren Stellen ... danach beginnt man den Schacht von den Schaumresten zu befreien ... dann legt man sich alle RDS Anlenkungsteile inkl. der Holzblättchen zu recht ... ist alles vorhanden beginnt man einmal mit der Verklebung des Anlenkungteiles in die Führungshülse ... an der Biegung markiert man sich diese mit einem roten Eddingstift 3000 ... denn dieser Punkt muss in dem Querruderkanal fluchten ... die Seite zum Servo zeigend ... an dieser muss der Anlenkungsteil ca. 2 mm nach aussen zeigen ... ich arbeite hier mit UHU Hart und lasse dies über nacht aushärten ... danach kann man mit der Probepassung der Teile beginnen ...

Eines gleich vorweg ... es gibt keinen speziellen Servoarm für diese Anlenkungsvariante ... man muss daher aus einem T-Hebel sich diesen erst anfertigen ... dazu nimmt man die Antriebsgabel und hält diese am Servoarm an und kennzeichnet mit einem wasserfesten Stift die Punkte darauf ... danach bohrt man mit einem 1,6 mm Bohrer die beiden Löcher ... passt die Gabel ein ... danach kürzt man den Servoarm und schleift diesen dann in eine Rundform ...

Nun fügt man alle Teile zusammen, legt sich die Servoverschraubungsbrettchenteile zu recht, fädelt den Anlenkungsteil durch die Tragfläche ... entfernt die Halteklebestreifen des Querruders und drückt dieses nach aussen ... vorsichtig den Anlenkungsteil in die Messingtasche des Querruders einführen ... Querruder hochklappen und wieder sichern ... nun beginnt man das Servo mit allen seinen Befestigungsteilen (also den Holzteilen) auszurichten und steckt die Antriebsgabel auf ... entweder zeichnet man sich die Positionen der Teile an oder man verklebt das Servo vorsichtig mit Klebestreifen ...

Ist dies geschafft, habe ich die Teile entnommen und die Befestigungsbrettchen mittels UHU Hart verklebt/gesichert ... über Nacht aushärten lassen ... der nun letzte Punkt stellt eigentlich das kniffligste dar und man sollte hier sehr genau und mit viel Geduld arbeiten ... EIN ZURÜCK GIBT ES DANACH SO NICHT MEHR ...

Zwischenzeitlich kann man sich einen 0,8 mm Anlenkungsdraht zurecht biegen und ein Servokabel durch die Tragfläche einfädeln ... aussen mit einem Stück Klebeband gegen heraus rutschen sichern ... das wird später dann mit dem Servo verbunden ...

Man legt sich alle Teile in dem Servoschacht wieder zu recht ... nun muss das Anlenkungsteil und die Führungshülse miteinander verklebt und eingepasst werden ... dazu verwende ich UHU Endfest 300 aufgrund der 90-minütigen Verarbeitungszeit ... den die Einpassung kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen ... vor allem beim ersten Male ... Kleber mischen und mittels eines Stück Anlenkungdrahtes in die Messinghülse der Antriebsgabel einbringen ... Führungshülse nun einführen und austretenden Kleber entfernen ... an der saugenden Wirkung erkennt man noch die Menge die beinhaltet ist und die sollte für eine dauerhafte Verklebung auch ausreichen ... Teile wieder trennen und das Anlenkungsteil miitels Verdünner reinigen ... so kommt kein restlicher Kleber in den Tragflächenanlenkungskanal ...

Nun fädelt man erneut alle Teile ein ... die Anlenkung als ersters in die Messingtasche des Querruders ... nun vorsichtig die Antriebsgabel von dem Servoschacht aus in Richtung Querruder AUF die Hülse aufbringen ... es sollte hier absolut vermieden werden, dass noch Kleber austritt und sich dieser dann in dem Tragflächenanlenkungskanal festsetzten kann ... ist dies geschafft, die Antriebsgabel/Servoarm 20° versetzen (wenn die Tragfläche mit der Unterseite zu einem zeigt - nach oben zeigend) aufstecken ... ich habe mir bei der Anpassung dies mit einem Fineliner im aufgesetzten Zustand markiert ... die Anlenkung sicherheitshalber nochmals ausrichten (sollte in der Fläche mittig sitzen) und Servo für die Aushärtezeit mit einem Kreuzgewebeband sichern ...

Nach der Aushärtezeit kann nun endlich der Servo getestet und verheiratet (verschraubt) werden ... hat man hier genau gearbeitet, sollte mit dem 20° Versatz auch das Querruder in der Neutralstellung des Servos mittig befinden ... nun kann das Servokabel auch mit dem eingezogenen Teil verlötet werden ... Ruder einstellen im FINISH Teil ...
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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:29

VLW ... (V-Leitwerk)


Ruderhorn
Wir beginnen hier einmal mit der Setzung der Ruderhörner ... lt. Plan vorgehen ... anzeichnen ... mittels des Ruderhorners einen Test an der Anzeichnung durchführen ... mit einem 1,6 mm Bohrer die Löcher setzen ... Ruderhorn einstecken ... die Gegenplatte an der Rückseite anbringen ... überstehende Stifte abtrennen ... jeweils mit einem Tropfen Sekundenkleber sichern ...

Anlenkung
ACHTUNG ... den nächsten Schritt erst NACH der Schwerpunktermittlung durchführen !!! Wenn man die Akkurutsche noch versetzen muss, ist es beim verkürzen nicht so schlimm – aber wenn man nach vorne Richtung Rumpfnase muss, schon ... wenn dem so ist, neuen Anlenkdraht einlöten ...

Servos in Neutralstellung bringen und die beiliegenden Anlenkungsdrähte auf die richtige Länge bringen ... hierbei darauf achten, dass sich der Gabelkopf im mittigen Zustand der Löthülse befindet ... somit hat man etwas "Luft" bei der Einstellung ... sicherheitshalber diese hinten ca. 10 cm überstehen lassen ... die einlaminierten Bowdenzuginnenrohre NOCH NICHT kürzen ... die Anlenkunsgdrähte wieder entnehmen und die Löthülse mit dem Anlenkungsdraht verlöten ... die Servoarme von den Servos abnehmen und die Löcher auf ca. 1,6 mm mit einem Handbohrer vergrößern ... erst damit lässt sich der Gabelkopf spielfrei und ordnungsgemäß aufstecken und arretieren ...

Hat man auch dies, kürzt man die Bowdeninnenzugrohre ... dabei ein 0,8 mm Drahtreststück einführen und ca. 5 cm hinter dem letzten Rumpfausschnitt mit einer Spitzschere bis auf den Draht schneiden und mittels Hebelwirkung das Rohr in Richtung Rumpfnase abtrennen ... so quetscht man das Röhrchen nicht zusammen und erspart sich langwieriges Gefummel beim wieder einführen des Drahtes ...

Danach den Anlenkungsdraht einfädeln ... das VLW aufstecken und bei Ruderneutralstellung einen Markierungspunkt auf Höhe des Ruderhornloches anbringen ... Ruder mittels Klebeband in Mittelstellung sichern ... mittels einer Flachzange gegenhalten, mit einer 2.Zange den Anlenkungsdraht im 90° Winkel nach abwinkeln ... darauf achten das die Löthülse ca. mittig in dem Gabelkopf ist ... danach kann man mittels eines Servotest die Ruderausschläge einstellen und den gewinkelten Drahtrest kürzen ... etwas Vorspannung Richtung Servo und ca. 5 mm Überstand ist lt. Bauanleitung empfohlen ...
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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:31

FINISH
Jetzt binde ich den Empfänger ... kontrolliere die Ruderwege ... ggf einstellen ... bei der Tragflächenanpassung ist mir aufgefallen, dass mit einer 10 cm Servokabelverlängerung vom Empfänger zu den Tragflächenanschlüssen aufgrund meiner 4S Konfiguration (Schwerpunkt) es sich nicht ausgeht ... 15 cm sind hier OK ... Probelauf des Motors (Drehrichtung – sitzt die LS auch ordnungsgemäß) ... hat man alles geschaft, kann man das beigefügte Klebedekor aufbringen ... die Tragflächen-Servos-Abdeckung bringe ich nach dem Erstflug an – normales Abdeckband tut es vorerst - falls etwaige Nacharbeiten anstehen sollten ... der Bericht über den Erstflug folgt dann in Kürze ...
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Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:37

Bauliche Dinge die mir auffielen
Also in Summe gab es doch einige Überraschungen und/oder Unstimmigkeiten ... das Problem ist schon einmal, dass die Platzverhältnisse in dem Rumpf für die zu verbauenden Komponenten doch sehr begrenzt ist ... wie schon angemerkt, war die Erwartungshaltung beim Kauf des Modelles schon eine höhere und wurde in den Bauabschnitten so in Summe eigentlich nicht wirklich erfüllt ...


• das einfädeln der Akkurutsche krankt an den beiden einlaminierten Muttern der Tragflächenverschraubung ... diese sitzt für die Servomontage zu hoch ... setzt man diese tiefer, muss man die Höhe der laminierten Anlenkrohre beachten ... leider sind auch für die 3S und 4S Akkugewichte keine herstellerseitigen Richtwerte für die Akkurutsche angegeben ... als Neuling tut man sich hier schon etwas schwer ... mehrfaches anpassen ist notwenig ... davon betroffen, die Ablängung der VLW Anlenkung ...
• beim Schwerpunkt auswiegen mit einem 4S Akku ... muss man einige male mit der Position und Befestigung derAkkurutsche handiert werden ... die Tatsache das platzbedingt dann immer die Servoarme oder auch die Servos entnommen werden müssen, erleichtert einem die Sache nicht ... die mitgelieferte EWD Waage ist an sich nicht viel wert ... hier wurde das nötigste bereit gestellt ... vielleicht gelingt es einem, mir war die Wackelei zu dumm ...
• auch das Servo verschrauben wird hier zu einer zeitraubenden Angelegenheit ... das hier lediglich ein Bowdenzuginnenrohr verklebt ist, erschwert die Sache nur unnötig ... mit einem Bowdenzugaussenrohr könnte man hier mit jeder handelsüblichen Anlenkung dies einfacher bewerkstelligen ...
• aufpassen muss man auch bei der Anlenkfertigstellung an dem V-Leitwerk ... da gibt es nur begrenzten Spielraum bei der Drahtkürzung und Einrichtung bei der Schwerpunktfindung und eventueller Versetzung der Servomontagepunkte ... hier muss wirklich "Hand in Hand" mit den Komponenten gearbeiten werden ... hier sollte eine adäquate Lösung hinsichtlich der VLW Ruderhörner gefunden werden ...
• die Kabinenhaubenverriegelung respektive deren Stahldraht Verklebung, hat auch etwas an sich ... die Biegung des hinteren Stahldrahtes (zur Tragfläche) so hinzubekommen, dass die Kabinenhaube auch wirklich bündig und zugfest an dem Rumpfrücken spaltfrei aufliegt, ist ebenfalls eine Herausforderung für die viel Geduld und Fingerspitzengefühl notwendig ist ... eine andere Lösung in Sicht ??? ... weiters ist das Röhrchen nicht von stabiler Qualität ... ein flächendeckendes einharzen war notwendig ... auch aufpassen bei der Motorenwahl ... hier kann das abgewinkelte Vorderteil am Motor anstehen ... daher auch hier, keine wirklich saubere Lösung ...
• die Tragflächenverschraubung ... die beigelegten Kunststoffschrauben liesen sich nur zum Teil einbringen ... dadurch konnten die Tragflächen nicht ordnungsgemäß verschraubt werden ... auch hier wieder Nacharbeit notwendig ...




Eigentlich waren die Dinge wie "Akkurutsche", "Schwerpunktwaage", "Ruderweg-Einstellehren" und dergleichen, eine Kaufentscheidung für den Simprop Excel Competition 3 weil ich nach diversen Schaummodellen einmal ein vernünftiges Modell mit einer durchdachten Aufbau- und Platzlogik haben wollte ... leider krankt es hier an einigen Dingen die in Summe doch meine Erwartungshaltung getrübt hat ... zumindest was einmal den Aufbau des Modells betrifft ... hatte ich mich doch extra für die Simprop Komponenten entschieden, in der Hoffnung das es einmal mit weniger Überraschungen vonstatten gehen wird ...selbst der vorhandene Motorspant passte nicht für die Motorempfehlung ...

Das Modell möchte ich als solches nicht schlecht machen
, jedoch der Aufbau könnte herstellerseitig durchdachter sein ... die Bauzeitangabe reicht auch bei weitem nicht aus ... egal ob man es das erste mal oder zum wievielten male auch bauen würde ... interessant wäre hier einmal ein von dem Hersteller fertig montiertes Modell ... einfach nur um zu sehen, ob die beigelegte Bauanleitung 1:1 übernommen wird oder doch andere Lösungen zum tragen kämen ...


Nein, Nein ... basteln tue ich schon gerne ... nur es könnte auch etwas einfacher gehen ...
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Einmal Danke für die Geduld aller dieser Teile beim lesen --- demnächst füge ich einen Link ein, wo man sich diesen Aufbaubericht auch in einem PDF downloaden kann ...


Als dann, bin mal gespannt auf die folgenden Tipps & Tricks, Beschwerden, Anregungen und dergleichen ...


Nette Grüße aus Wien (Ihr Weltmeister) ...


FliegerHasi ...





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LG-FH
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franzRC

RCLine Neu User

Wohnort: Niederoesterreich

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Freitag, 18. Juli 2014, 08:38

Danke für den umfangreichen Bericht. Es hilft mir sehr, denn diese Segler ist auch in meiner engeren Auswahl.

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Freitag, 18. Juli 2014, 08:50

Bitte sehr ... momentan kämpfe ich noch mit dem Schwerpunkt ... daher ist der Erstflug einmal von diesem Wochenende verschoben ...

LG

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LG-FH
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Freitag, 18. Juli 2014, 13:30

Sehr gut gemachte Anleitung. :ok:

Kleiner Tip am Rande:

Holz/Holz Verklebungen wie z.B. bei dem Servobrett mit Weißleim kleben.
Den Motorspant würde ich nochmal neu mit UHU Endfest 300 verkleben, 5 Minuten Epoxy ist da eher ungeeignet.
Gruß Olaf

Mein Verein: http://mfg-barsinghausen.de

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Freitag, 18. Juli 2014, 13:44

Epoxy:
Warum ??? Zu spröde ???

Kenne größere Flieger mit stärkerem Motor und die sind auch mit Epoxy verklebt ... und hält eigentlich schon einige Zeit ...

LG
Fliegerhasi

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lichtl

RCLine User

Wohnort: Bayern voll inner pampa

Beruf: muß mann haben

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Freitag, 18. Juli 2014, 13:44

Wieso wird an dem dicken Motor eine 14x8 Acc betreiben?
6 oder 7s lipo? 14x8 wäre die Typische Luftschraube für einen 3550 800kv an 4 s Zun Segler hoch bringen, das dann deutlich leichtere Antreibsset würde zumindest den Segelflug verlängern .



Motoren in der baugröße sollten an 5s lipo 16x10 oder 17x9 lustig mit ~8000U/min drehen was dann recht effizeinet wäre wenn der Motor das kann und den Steigflug drastisch verkürzt .
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

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Freitag, 18. Juli 2014, 13:50

Hersteller Empfehlung ???

!!!

Klar kann man da nun diskutieren, aber bei SIMPROP sollte das ja passen ...


LG-FH

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EDIT: an 4S
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LG-FH
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lichtl

RCLine User

Wohnort: Bayern voll inner pampa

Beruf: muß mann haben

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17

Freitag, 18. Juli 2014, 13:53

Sehr gut gemachte Anleitung. :ok:

Kleiner Tip am Rande:

Holz/Holz Verklebungen wie z.B. bei dem Servobrett mit Weißleim kleben.
Den Motorspant würde ich nochmal neu mit UHU Endfest 300 verkleben, 5 Minuten Epoxy ist da eher ungeeignet.

Sehr gut gemachte Anleitung. :ok:

Kleiner Tip am Rande:

Holz/Holz Verklebungen wie z.B. bei dem Servobrett mit Weißleim kleben.
Den Motorspant würde ich nochmal neu mit UHU Endfest 300 verkleben, 5 Minuten Epoxy ist da eher ungeeignet.

Weiso das denn ?
Uhu endfest 300 halt ich zur Verklebund von Motorspanten für vollkommen Überdimensioniert, den Preis von dem Kleber übrigens auch.
Bisher mussten bei mir immer erst die Rumpfnasen aufgeben bevor motrspanten mit 5min epoxi sich gelöst haben , oder eben genau dann wenn auch der Rumpf schrott war.

Zum verkleben von Magneten in Motoren ist der Endfest 300 sicher erste Wahl.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

Sting 249

RCLine User

Wohnort: Bayern / Nähe Ingolstadt

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18

Freitag, 18. Juli 2014, 14:21

Servus

Ich verwende zum Verkleben von Motorspannten immer Uhu Plus Schnellfest. 5 Min Epoxi wird mit der Zeit wieder weich. Da hats mir schon mal die Servobretter im Rumpf gelöst. Verwende ich nicht mehr. Ich verwende nur noch Schnellfest oder Harz.

Ansonsten gut gemachter Bericht. Bei den Vorgängermodellen der Excel Comp. Serie ist der Schwachpunkt das "nur eingesteckte, gebügelte" V-Leitwerk. Das Balsa wird mit der Zeit durch die GFK kannte oben und das Ende das Holzes unten gequetscht und bricht dann genau an der Kante ab. Ich würde oben und unten noch eine GFK Matte drüberlegen, dann bist da safe. Muss nich sein dass da was ist, aber ich kenne 3 die das Problem hatten.

MFG

Christian
Motorflug macht Spaß :D
Hangflug macht süchtig :dumm:
Und runter kommen sie alle. Die Frage ist blos: wie? :evil:

19

Freitag, 18. Juli 2014, 14:38

Danke Christian :ok:


Tut es ein Kreuzgewebeband nicht auch ??? Mit das tapeziere ich meine (Spass)Schaummodelle ... da kannst du durch Bäume fliegen ... fast :D


Auf einem neuen Flieger schon was drauf kleben tut mir (zur Zeit) weh ...


LG-FH

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LG-FH
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20

Freitag, 18. Juli 2014, 15:46

So der Schwerpunkt passt nun ... allerdings musste ich für die 4S Konfig den Anschlag auf der Akkurutsche entfernen und bis auf 1 cm vor die Servos kürzen ... und die laminierten Gewindebuchsen von der Tragflächenverschraubung leicht schräg abschleifen ... aber der große Akku stabilisiert das ... eine Millimeter-Arbeit ... und das wieder zum Thema "Verbesserung am EC3" ... Schmoarrn ... grenzwertiger gehts nicht mehr ... :shake:

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LG-FH
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