Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Matthias R

RCLine User

  • »Matthias R« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Reinheim / Odw.

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 28. September 2014, 19:59

Substitute E von Höllein / Grüner CNC - ein Kurzbericht

:w

Beim diesjährigen RCLINE Usertreffen habe ich von Carsten einen teilweise gebauten Substitute gekauft.
Da sah er so aus: Der offizielle Laberthread zum UT 2014

Und jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Fliegerchen mal fertig zu stellen.

Aber der Reihe nach. Die 4 Flügelteile waren im Rohbau fertig und teilweise verschliffen. Der Rumpf war mit Ausnahme der oberen Beplankung und der Deckel auch fast rohbaufertig, Servoträger und Akkurutsche schon eingebaut. Die Leitwerke waren grob verschliffen. Dazu gab es den Bauplan, aber keine Bauanleitung.

Also hab ich zunächst mal die Innenteile des Flügels aneinander angepasst, zusammengeklebt und dann die Wurzelrippen eingesetzt und beplankt. Anschleißend die Außenflügel in der richtigen V-Form an den Innenflügel angepasst.
So sah das aus, als die Außenflügel zum ersten Mal angesteckt waren. Das Leitwerk liegt lose auf.


Weil ich gerade keine Lust hatte, die Nasenleisten zu schleifen, habe ich mich als nächstes um die Rumpfdeckel gekümmert. Der Plan schweigt sich zu diesem Punkt aus.

Der untere Deckel ist ein einfaches Balsabrett, auf das innen 2 Längsstreifen aufgeklebt sind. Die Längsstreifen ragen vorne über den Deckel hinaus und greifen in den Rumpfboden. Ihr Abstand entspricht der inneren Rumpfbreite, so fixieren sie den Deckel auch in Querrichtung.
Auf eine richtige Verriegelung habe ich verzichtet, weil sich hinter dem Deckel nur der Empfänger verbirgt, an den man im Idealfall nie ran muss. Gehalten wird der fertige Deckel dann mit einem Streifen Tesa.

Hier mit bereits angefasten Kanten.

Dann kam der obere Rumpfdeckel, der später Zugang zum Akku bieten soll. Das Teil ist konstruktiv nicht ganz so einfach gehalten wie der untere Deckel. Zum einen ist der Rumpf in diesem Bereich gewölbt, zum anderen muss der Deckel werkzeugfrei und unkompliziert geöffnet werden können.
Hierzu habe ich zunächst 2 Balsaleisten mit Nadeln an ihre spätere Position gepinnt und auf der Oberseite bearbeitet, um sie der Wölbung des Rumpfes anzupassen. Zwischen die so angepassten Leisten habe ich bündig mit der Oberseite 2 Querstege geleimt, um einen Rahmen zu erhalten.
Nachdem dieser Rahmen getrocknet war und sich problemlos sowohl herausnehmen, als auch wieder in den Rumpf einsetzen ließ, habe ich ihn erneut in Position gepinnt. Diesmal mit Nadeln von außen. Dann habe ich ein in der Länge vorher angepasstes Brettchen oben aufgeklebt und mit Nadeln fixiert. Ganz vorsichtig, mit wenig Leim, damit es nur am Rahmen, aber nicht am Rumpf festklebt. Nachdem das getrocknet war, habe ich die Nadeln wieder entfernt, das Bauteil vom Rumpf abgenommen und die vorher sehr sparsame Verklebung nachgeleimt.
Auf diese Art habe ich einen passgenauen Deckel erhalten.
Für den Deckel musste noch eine Verriegelung her. Wegen des zentralen Flügelhaltedübels kam eine federbelastete Verriegelung hinten nicht in Frage. Vorne hatte ich bereits Zungen in Verlängerung des Rahmens, die unter die Rumpfbeplankung griffen. Also habe ich eine magnetische Verriegelung verwendet. Dafür habe ich in den Deckel 2 Magnete eingeklebt. In dem Rumpf habe ich eine Leiste etwas klemmend zwischen die Rumpfwände eingepasst und in leicht erhöhter Position mit langsam trocknendem Leim eingesetzt. Dann habe ich zwei M2 Muttern auf die Magnete gelegt und den Deckel geschlossen. Dabei drückten die Muttern die Leiste in ihre endgültige Position. Als der Leim fest war, kam der Deckel wieder ab, Tesastückchen zwischen Magnete und Muttern, ein Tropfen dickflüssiger Sekundenkleber auf die Muttern und der Deckel wieder in Position. Anschließend von innen, durch die offene Flügelauflage mit dem Finger gefühlt, ob die Leiste noch an ihrem Platz ist.
Nachdem der Sekundenkleber fest war, habe ich den Deckel wieder abgenommen und die Muttern nochmal mit mehr Sekundenkleber nachgeklebt.
Außerdem habe ich das Stück Rumpfbeplankung hinter dem Deckel ergänzt.
Hier schon grob verschliffen:

Jetzt lies sich der Deckel nur noch öffnen, wenn man ihn, durch die Flügelauflage eingreifend, von innen hochgedrückt hat. Also habe ich aus einem Stück Balsa einen kleinen Griff gefertigt und aufgeklebt. Auf dem Bild fehlt er noch.
Gruß
Matthias

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Matthias R« (2. Oktober 2014, 00:34)


Matthias R

RCLine User

  • »Matthias R« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Reinheim / Odw.

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 28. September 2014, 20:05

Die 5 Bilder sind verbraucht, also geht's zum nächsten Beitrag :O

Nachdem die Rumpfdeckel soweit fertig waren, habe ich das erste Stück der hinteren Rumpfbeplankung aufgeklebt. Der Rest blieb noch offen, um später die Bowdenzüge installieren zu können. Außerdem habe ich die Höhenruderhälften verbunden und alle Leitwerksteile verschliffen.
Im Anschluss habe ich mich wieder den Außenflügeln gewidmet. Also erstmal die Nasenleisten geschliffen, dann nochmal zum Mittelteil hin fein angepasst und dann angeklebt und die noch fehlende Anschlussrippe eingesetzt. Außerdem habe ich den Haltedübel ins Mittelteil eingebaut.
So sah das zu diesem Zeitpunkt aus:


Jetzt fehlte mal wieder die Lust zu schleifen, also habe ich den Arbeitsplatz aufgeräumt und abgesaugt, den Flügel abgesaugt, Folie rausgesucht und den Flügel bespannt.

Ursprünglich sollte der Flügel zweifarbig werden, aber die Reste roter Folie waren zu kurz. Für die verbliebenen Lücken standen Reste von grün, blau und lila zur Auswahl. Wie man sieht, habe ich mich für grün entschieden.

Motiviert von der gelungenen Bespannung habe ich dann die Rumpfunterseite verschliffen. Die Bowdenzüge habe ich erst im Anschluss eingebaut,damit sie beim Schleifen nicht im Weg waren. Nachdem die Bowdenzüge drin waren, habe ich den Rumpf auch oben fertig beplankt und verschliffen. Der einzige passende Spinner, den ich noch im Fundus hatte, ist ein Graupner Präzisionsspinner 32mm. Bei diesem ragt die Spannzange über die Spinnergrundplatte hinaus. Das passt natürlich nicht spaltfrei auf den Spant, der einfach vorne auf den Rumpf aufgeklebt ist. Deshalb habe ich einen Rahmen aus Sperrholzresten vorne auf den Spant geklebt und passend zum Spinner verschliffen.


Nachdem der Rumpf fertig verschliffen war, habe ich das Leitwerk aufgeklebt und das Ganze 2x mit Zwischenschliff mit Clou Schnellschleifgrundierung gestrichen. Die Deckel separat von innen und außen, damit sie sich nicht verziehen können. Das ergibt eine wasserfeste, aber nicht sehr kratzfeste Oberfläche. Nicht ganz optimal, aber alles andere hätte ich kaufen müssen und bügeln wollte ich den Rumpf nicht.
Damit es nicht so langweilig aussieht, habe ich rote, gelbe und grüne Dreiecke ausgeschnitten und auf das Seitenleitwerk gebügelt.
Der Flieger war damit "ARF"


Ausgerüstet ist der Substitute ausschließlich mit Komponenten, die ich noch vorrätig hatte.
MZK Sexta 35MHz Empfänger
2 Modelcraft ES-05 Servos
Staufenbiel Smart 10A Regler
Flyware Rex 220-1300 Außenläufer
ein älterer 3S 850mAh
Graupner Präzisionsspinner 32mm
7x4" Blätter

In dieser Konfiguration liegt die Eingangsleistung des Antriebs bei etwa 90W. Der Akku liegt im Schwerpunkt.
Der kleine BL-Motor passt in den für einen 400er Bürstenmotor gefrästen Nasenblock. Nur zur Sicherheit habe ich unten etwas mehr Platz für die Kabel in den Block gefräst.
Zur Akkubefestigung dienen passend zugeschnittene und in den Rumpf geklemmte EPP Teile.
Durch die gewählten Hebellängen arbeiten die Servos mit 100% Weg, für die im Plan gezeigten Ausschlagsgrößen.

Das flugfertig aufgebaute Modell wiegt 345g.
Laut Katalog sollte das Fluggewicht der Seglerversion ab 300g sein, das der Elektroversion mit Bürtenmotor und NiCd ab 520g.

Gestern war Erstflug :ok:
Oben angekommen habe ich erstmal 5% Tiefe zum Gas gemischt, der Motorsturz ist offensichtlich für einen schwächeren Antrieb gedacht. Immerhin geht der Substitute mit meinem Antrieb senkrecht.


Heute habe ich laut SM GPS Logger 266m Höhe, 9m/s max. Steigen und 122km/h 8( Höchstgeschwindigkeit im Bahnneigungsflug erreicht. Nur mal so zum Spaß geloggt:O

Die Flugeigenschaften sind gut, auch die Segelflugleistung ist für ein so kleines Modell sehr ordentlich. Das Modell ist sehr agil. Die Ruderausschläge laut Plan sind reichlich, so viel ist vor allem auf dem Höhenruder garnicht nötig. Ein paar % Expo machen's angenehmer.
Nur das Abreißverhalten ist noch nicht ganz optimal, ich werde also in die letzten Rippenfelder eine minimale Schränkung reinbügeln.

Falls jemand heute noch einen solchen Bausatz auftreiben kann, sollte er den Innenausbau modernisieren. Die für NiCd Rundzellen gemachte Akkurutsche schränkt die passende Lipogröße unnötig ein, weil die Lipos nur liegend auf die Rutsche im schmalen Rumpf passen.
Deshalb würde ich empfehlen: Rumpfwände unterm Flüegl ohne Akkurutsche verstärken, Servos nach hinten unter den Flügel, Empfänger davor. Vor dem Empfänger, wohl etwa auf Höhe der Flächennase, eine maßgeschneiderte Lipobefestigung und ganz vorne Regler und Motor.
Ansonsten ist die Konstruktion auch heute noch rundum empfehlenswert, auch wenn sie bereits etliche Jahre auf dem Buckel hat :ok:


Werweißwieoft bearbeitet, wer jetzt noch Fipptehler findet, darf sie behalten :shy:

Matthias
Gruß
Matthias

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Matthias R« (28. September 2014, 22:09)


3

Montag, 29. September 2014, 07:36

Hey Matthias,

Glückwunsch zum Erstflug und zu deinem hübschen (Reggea-)Flieger. Vielen Dank für den schönen Bericht. :applause: Das macht direkt gehend Lust mal wieder was mit Holz zu bauen... Gut gefällt mir auch der verkastete Kieferholm der Tragfläche. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass diese Konstruktion torsionssteifer ist, als die CFK-Holme, die in modernen Tragflächen zu finden sind (z.B. Climaxx - Ich glaub bei der geloggten Geschwindigkeit hätts meinen Climaxx zerlegt ;-)

Btw.: Ich hab grad bei Höllein versucht die Spannweite der Substitute rauszufinden. Kann es sein, dass der Flieger aus dem Programm genommen wurde?

Viel Spaß und noch viele schöne Flüge mit der Substitute.

Matthias R

RCLine User

  • »Matthias R« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Reinheim / Odw.

  • Nachricht senden

4

Montag, 29. September 2014, 16:57

Spannwweite ist 1,20m.
Der Bausatz ist leider nicht mehr lieferbar.

So richtig schnell war das eigentlich garnicht. Ich war von dem Messwert echt überrascht.

Rohrholme sind an sich eine gute Sache, vorausgesetzt, es werden torsionsstiefe Rohre verwendet. Oft ist es nur "Drachenrohr", also gezogenes, unidirektionales Material das kaum Torsionssteifigkeit hat, das hält dann nix aus. Besonders krass war der Unterschied bei der Libelle Competition und dem Nachfolger Libelle Competition II zu sehen. Erstere mit Holmaufbau wie beim Substitute, letztere mit Drachenrohr. Die alte Version konnte im direkten Vergleich deutlich schneller gemacht werden und sowohl beim Hochstart als auch beim Schlepp wesentlich ruppiger behandelt werden. Die neue Version war ein Flattervogel. Wohlgemerkt, bei identischer Bespannung. Wegen der Strukturprobleme kann die neue Version ihren theoretischen Vorteil durch ihr moderneres Profil nicht nutzen.

Hier gibt es ein vergleichbares Modell: http://www.modellbauchaos.de/shop/produc…lektro-HLG.html
Gruß
Matthias

Matthias R

RCLine User

  • »Matthias R« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Reinheim / Odw.

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 30. September 2014, 12:23

Noch ein Bild vom Rumpf.

Die Akkubefestigung ist ein Provisorium. EPP ohne Kleber geklemmt, um ohne großen Umbau noch andere Akkuformate ausprobieren zu können.
Gruß
Matthias

lichtl

RCLine User

Wohnort: Bayern voll inner pampa

Beruf: muß mann haben

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 13:55

schönes Fliegerle :ok:

Und wirklich schön Gebaut.

Ja das mit den Rohrholmen ist leider nicht ideal auch nicht was Biegung betreifft, verinfacht aber das Aufauen des Flügels sehr.
Wenns schon Cfk sein soll dann wäre eien schub und eine druckstrebe das Optimiun , dies antatt stt der Kiefernholme und wie üblich Verkasten.
Das wird leicht und mal richtig Beigesteiff .

Hier habe ich das mit selbtgebauten Holmstreben CFK ud auf Abachiresten verwirklicht .
An der Steckung 8mm cfk ist die verkastung noch offen und wurde dort in 1,2mm Sperrholz geschlossen .

Hier vom Aussenprofil weg Fotografiert.

Die Holmstege sind im Flügelknick nicht geteilt, das lässt sich in einer Helling so recht gut bauen , die habe ich aus StyroDurschumresten geschnitten .
Sind die flächen von meienm 2m Res mit dünner Profilieung und wenig Wurzeltiefe.
Die Fetig vekasteten tragflächen mit Bremskalppen und Steckung wogen dann 368gr und sind In der luft und am Gummi unkapttbar und vollkommen Flatterfrei egal was man anstellt. Nur die Steckung beibt ab und zu .
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

Froeps

RCLine User

Wohnort: Neukeferloh bei München

Beruf: Ja, vorhanden ...

  • Nachricht senden

7

Freitag, 17. Oktober 2014, 16:24

Gratulation ...

Hallo Matthias,

toller Baubericht und toller Flieger :applause: . Hätte ich selber nicht besser machen können :ok: . Freut mich, dass das Teil nach nun doch einiger Zeit endlich seine Bestimmung gefunden hat. Zum Thema Motorisierung, ist schon lustig, denn ich hatte dafür damals einen kleinen Flyware Rex 220-1800 für 2 Zellen in der Schublade.

... und solltest Du ihn verkaufen wollen, ich hätte Interesse ;) !

Gruß,
Carsten

Matthias R

RCLine User

  • »Matthias R« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Reinheim / Odw.

  • Nachricht senden

8

Freitag, 17. Oktober 2014, 21:48

Danke danke :)

bis auf weiteres unverkäuflich, fliegt zu gut ;)
Gruß
Matthias

9

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 10:35

Ich habe wegen der Verwindung der Flächen im Schnellflug einfach eine offene "D-Box" aus flieskaschiertem Ahornfurnier bei meinem Callistic nachgerüstet.
Das konnte man einfach um die Nasenleiste wickeln und ankleben:





Seitdem ist beim Schnellflug Ruhe im Karton:



Beste Grüße,

Dirk

Ähnliche Themen