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Mittwoch, 8. Oktober 2014, 18:10

Callistic E von Höllein mit offener Ahornbeplankung

Hi Leute!

Ich bin stolzer Besitzer eines Callistic von Höllein. Als ultimative Thermik-Spürnase mit hervorragendem Gleitwinkel (Wenn auch langsam wie ein Wiesenschleicher) ist das Gerät echt spitze. Mit einem preiswerten Hott-Vario ist es fast unmöglich, bei sonnigem und nicht zu windigem Wetter keine Thermik zu finden! Mit einem EMP 2836-750kV Brushless (20 €) an einer 11x7 CamCarbon an 3S 1800mAh an einem Skywalker 20A (15 €) komme ich ohne Thermik locker auf 45-60 Minuten Flugzeit bei gefühlt 5m/s Steigen.

Der Flieger hatte nur einen Haken: Die Fläche war mit Folienbespannung nicht allzu verwindungssteif, beim Schnellflug hat sich irgendwas an der Fläche verwunden, so dass ich mich schnelle Abstiege gar nicht getraut habe - Bei starken Bärten echt ein Risiko.

So habe ich mich gefragt, nachdem der Flieger lange in der Ecke stand, wie man die Tragfläche möglichst einfach "pimpen" kann, sodass die Verwindungssteifigkeit verbessert wird.

Hier habe ich die Lösung gefunden: Vlies-kaschiertes Ahorn-Furnier 0,4mm. Das lässt sich ohne Befeuchtung problemlos um einen winzigen Wickelradius biegen, wie ich durch Vorversuche herausfinden konnte. Damit habe ich nun eine hinten offene "D-Box" um die Nasenleiste aus hartem Buchenrundholz gelegt. Das ging mit dem Vliesfurnier sehr einfach, ich habe es zunächst an der Unterseite mit Sekundenkleber angeklebt und dann die Tragfläche auf einem Brett über die Nasenleiste gerollt und so das Furnier auch auf der Oberseite angeklebt. Danach habe ich das ganze mit Tapetenkleister und 21g/m^2 Japanpapier bespannt und mit Spannlack lackiert. Das Ergebnis ist wirklich super geworden:



Das Japanpapier hat mit dem Spannlack eine derartige Zugspannung entwickelt, dass die Rippen sogar wieder etwas aus der Ahornbeplankung hervordrücken. Die Torsionsfestigkeit hat sich merklich verbessert im Vergleich mit der Tragfläche ohne Ahorn-Beplankung. Der Schnellflug ist jetzt auch völlig unkritisch, es verwindet sich nichts, keine "Zicken" mehr. So macht der Flieger Spaß :-).



Abgesehen davon sieht die Bespannung in der Sonne wunderhübsch aus: Farbloses Japanpapier auf der Oberseite und rotes auf der Unterseite, das ganze mit klarem Spannlack lackiert:



Bei Sonnenschein eine wahre Augenweide:



Vielleicht noch zur Info: Das Ahornfurnier hat ein Flächengewicht von 4,6g/dm^2, ist also ziemlich schwer, ähnlich wie Birkensperrholz.
Mit der "Ahorn-D-Box" wiegt mein Callistic mit o.g. Setup 740 Gramm ohne Verbinder, die Tragflächen ohne Verbinder etwa 300g.
Der Flächenverbinder wiegt nochmal satte 50g.

Vielleicht inspiriert das ja den einen oder anderen hier.

Schöne Grüße,

Dirk

P.S. Die mechanischen Eigenschaften (E-Modul und Reisslänge) von Ahorn sind praktisch identisch mit Abachi.
Ahorn hat allerdings eine um 70% höhere Dichte als Abachi, entsprechend dünner muss die Beplankung gewählt werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lightmare« (9. Oktober 2014, 10:14)


Niels_Holgerson

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Samstag, 18. Oktober 2014, 15:38

Servus,

ich habe mir überlegt, das vielleicht auch eine Verkastung vom Rohrholm zur Nasenleiste?


Gruß Niels

Niels_Holgerson

RCLine User

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Samstag, 18. Oktober 2014, 18:23

Hat das vielleicht schon mal jemand gemacht?

4

Sonntag, 19. Oktober 2014, 13:28

Hi Niels

Rohrholm und Verkastung ist möglicherweise nicht so einfach. Mann könnte versuchen, die offenen Bereiche Zwischen Beplankung und Rohr mit passenden Vierkantbalsa zu schließen. Ich habe das kaschierte Ahornfließ genommen, weil man es sehr einfach um die Rundholz-Nasenleiste beim Callistic "biegen" konnte. Die Beplankung habe ich hinten offen gelassen, weil ich mich ein bißchen mit der Breite der Beplankung versehen habe. Ist zu kurz geworden. Die Verwindungssteifheit ist aber durchaus dennoch besser geworden.

Beste Grüße,

Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lightmare« (19. Oktober 2014, 13:33)


Niels_Holgerson

RCLine User

Wohnort: Im grünen Herzen Deutschlands

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Montag, 20. Oktober 2014, 16:36

Hallo Dirk,

ich meine ein Balsabrett zwischen Nasenbuchenrundstab und Kohleholmrohr. Also einfach zwischen den Rippen und den 2 Stäben eingeklebt.

Gruß Niels

6

Montag, 20. Oktober 2014, 18:09

Hi Niels

Ein einfaches Brett in der Profilsehne bringt Dir nicht wirklich was für die Statik, d.h. weder für die Biegesteifigkeit noch für die Verwindungssteifigkeit. Es hat schon seinen Grund, warum die weitaus meisten Flügel in Schalenbauweise gehalten sind. Biegung und Verwindung muss immer in eine Zugbelastung umgesetzt werden, da ALLE Faserverbundwerkstoffe von Holz bis Kohlefaser eigentlich nur eines wirklich können: Zugbelastung aushalten. Darum ist ein Rohr mit gleicher Querschnittsfläche sowohl gegen Biegung als auch Verwindung immer wesentlich resistenter als eine Stange mit gleicher Querschnittsfläche.

Hilft Dir das weiter?

Schöne Grüße,

Dirk

carstenx

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Wohnort: Kreis PAF

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Montag, 20. Oktober 2014, 18:42

Hi,

ich weiss ja nicht warum man diese sehr gut konstruierten Modelle immer verschlimmbessern muss - die Flugeigenschaften werden damit sicher nicht besser. Ich würde den Leitwerksträger noch mit Federstahl verstärken, da dieser den Schnellflug erst recht verhindert :nuts: . Nee im Ernst, ich habe letzte Woche den Climaxx compact wegen nicht abgeschaltetem Motor auch stark zum Flächenflattern gebracht. Das hält die Fläche gut aus, nur allzu oft sollte man das nicht machen. Die Flugeigenschaften sind durch das geringe Gewicht einfach genial, das Profil erlaubt sogar Fliegen bei stärkerem Wind, da gibt es meiner Meinung nach nichts zu verbessern ! :ok:

Viele Grüsse
Carsten

Niels_Holgerson

RCLine User

Wohnort: Im grünen Herzen Deutschlands

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Montag, 20. Oktober 2014, 20:24

Hallo Carsten,

für das Leitwerksträgerrohr habe ich ein pass genaues 0.4mm dünnes birkensperrholzbrettchen geschnitten, welches ich mit Hilfe von Sekundenkleber einkleben will. Quasi zwischen den Bowdenzugröhrchen. Dadurch erhoffe ich mir eine Verwindungssteifigkeit des Leitwerks.

Gruß Niels

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Dienstag, 21. Oktober 2014, 10:31

Ich wollte den Flieger auf keinen Fall schlecht machen. Als "Freiflieger mit Antrieb und Fernsteuerung" ist der Callistic gut gelungen. Ich habe aber schon von manchen Piloten, auch aus meinem Verein, gehört, dass der Leitwerksträger zu dünn und elastisch ist, entweder flatterte das Leitwerk oder die EWD verändert sich im Schnellflug. Viele haben aber beim Bau auch einfach den Leitwerksträger zu lang gemacht.
Ebenso konnte ich ja wirklich was verbessern mit der Ahornbeplankung. Vielleicht will ich aber auch einfach zu schnell fliegen? Das ganze ist ja auch immer irgendwie subjektiv. Es gibt viele viele glückliche Callistic-Piloten, das ist eine Tatsache. Auf der anderen Seite bastele ich unheimlich gerne an meinen Modellen herum, wenn man mit einfachen Maßnahmen noch was verbessern kann.

Beste Grüße,

Dirk

lichtl

RCLine User

Wohnort: Bayern voll inner pampa

Beruf: muß mann haben

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Dienstag, 21. Oktober 2014, 14:49

Die alten modele aud der serie Libelle etc waren da aber deutlich Verwindungssteiffer mit dem verkateten Kiefernholm als die Jetzigen mit den Cfk Rohrholmen, übrigens auch Beigesteiffer .
Die 2m Libelle konnt man durchaus Seknrecht anstechen ohne das was Flattertete be Abfangen bog sich dann der Flügel Bedrohlich. :evil:

Bei eeinem segler der Spannweite sollte der Konstruktuer ev über ein breites Kohle flachprofil oben und unten anstt des Rohrholmes nachdenken und eben den Holm weider Verkasten wenns unbedingt Cfk sein muss. ein solcher holm wird Leichter als das Rohr in der itte und erzeugt eien Bocksteiffen flügel, der selbst bei unterschneiden der Aussenfläche kaum flattert.

Das hat jetzt bei mir auch nichts mit schlechtmachen des Modells zu tun, wei das Modell wirklich Toll fligt aber halt schon am Hochstrtgummi seine Grenzen erlebt.



Dirk hat meiner Meinung nach den richtigen Weg für seine Zwecke beschritten, recht sauber gearbeitet, nur ein bisschen zu heftig gespannt ;)
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok: