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Freitag, 28. Mai 2010, 16:18

Koax BLBL Mischer "Deluxe" - Baubeschreibung/Firmware/Software

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Dieser Thread ist nur für die Beschreibungen und Bauanleitungen zum og. Mischer-Projekt.
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Bitte hier keine Beiträge anfügen; Diskussionen und Beiträge bitte in folgendem Thread


Ich möchte hier nach und nach mein Koax BLBL Mischer "Deluxe" Projekt auf Basis des ATTINY84 vorstellen. Da sowohl Beschreibung als auch die Software recht umfangreich ist, wird dies einige Zeit dauern. Aber wenn ich das nicht mal in Teilstücken anfange, wird das nie was.
Ziel ist, dass jeder sich den Mischer am Ende nachbauen kann (gewisse Fertigkeiten mal Vorasugesetzt.

Leider kann ich - wie bekannt - nicht die Postings endlos editieren, deswegen wird es unweigerlich eine Abfolge von Postings geben.

Vorwort:

Zunächst ein paar Worte zur Haftung:
Der Einbau und Betrieb des Mischers erfolgt auf alleiniges Risiko des Endbenutzers/Nachbauers.
Ich hafte weder für Fehler in Aufbau, Programmierung und/oder Funktion des Mischer noch für Störungen und/oder Schäden die durch den Betrieb an anderer Hardware, anderen Sachen und/oder Personen entstehen könnten. Es ist ein Projekt von Bastler für Bastler.

Eine kommerzielle Verwendung ist nicht gestattet. Die Software darf für private Zwecke kostenfrei benutzt werden.
Das Copyright / Urheberrecht verbleibt beim Autor bzw. den Autoren, also bei mir für die von mir erstellte Firmware/Hardware/PC-Software.
Der im Mischer verwendete Booloader (AVRootloader) stammt von "Hagen Re" aus Forum www.mikrocontroller.net
An dieser Stelle an Hagen tausend Dank für die tolle Arbeit und deren Veröffentlichung :ok: :ok: :ok:

Einleitung:.

Um zu verstehen, was eigentlich „Brushless “ und „Boardless “ bedeutet, ist es zunächst einmal wichtig zu verstehen, für welche Aufgaben die 4in1 (oder auch 3in1) überhaupt erfüllt, welche in allen fabrikfrischen Koaxen die zentrale Steuerung übernimmt.

„3in1/4in1“

Wie noch zu verdeutlich sein wird, hat die 4in1 ihren Namen daher, dass sie 4 Funktionen in einer Baugruppe vereinigt.
1. Empfänger (schlicht ein normaler 35/40Mhz oder 2.4Ghz Empfänger von dem 4 Kanäle genutzt werden).
2. Ein Mischer der die Signale von Throttel und Rudder (Kanal 3 u. 4) verarbeitet.
3. Einen Kreisel (Gyrobaustein), dessen Signal innerhalb des Mischvorgangs einbezogen wird.
4. Zwei Motorregler die durch ein PWM(Pulsweitenmodulations)-Signal die Motorleistung bestimmt.

Den Bestandteil „Empfänger “ ist das, was die 4in1 von der 3in1 unterscheidet Über diesen soll hier nicht weiter viel geschrieben werden, ist er doch schlicht ein ziemlich simpler Empfänger mit mindestens 4 Kanälen. Hiervon gehen Kanal 1 und 2 an die zwei Servos für Nick und Roll. Nur die Kanäle 3 und 4 werden in der 4in1/3in1 weiterverarbeitet. Kanal 3 ist für Gas/Throttle und Kanal 4 für Seitenruder/Heck/Rudder Signal zuständig.

Grundsätzlich nutzt die 4in1 das Gassignal (Throttle ) um die Drehzahl beider Rotoren entsprechend der Gas-Knüppelpostion zu regeln. Knüppel hoch -> Drehzahl steigt -> Koax steigt.

Würden nun beide Rotoren in die gleiche Richtung drehen, würde sich der Koax nicht nur in die Höhe bewegen, sondern sich auch entgegen der Drehrichtung der Rotoren rasant im Kreis drehen, da die Drehung der Rotoren ein Gegendrehmoment erzeugen.

Beim „normalen“ Heli kommt hier der Heckrotor ins Spiel. Seine Aufgabe ist es eine genau passende Gegenkraft zu erzeugen, die dieses Drehen (das Gegendrehmoment) aufhebt. Variiert man nun jetzt den Schub des Heckrotors, so kann der Heli in die eine oder andere Richtung drehen.
Beim Koax gibt es aber keinen Heckrotor. Der „Trick“ ist nun, dass man beide Rotoren in unterschiedliche Richtungen drehen lässt. Wenn man mal vereinfacht annimmt, dass beide Rotorebenen bei gleicher Drehzahl das gleiche (Gegen)Drehmoment erzeugen, heben sich die Drehkräfte gegenseitig auf und der Koax bleibt auch ohne Heckrotor gerade.

Hier kommt die Mischer-Funktion der 4in1 ins Spiel: Damit der Koax nun aber auch sein Heck hin und her drehen kann, muss die 4in1 die Drehzahl und - damit das Gegendrehmoment/Drehkraft - der Rotorenebenen unterschiedlich regeln.
Das Hecksignal (Rudder /Seitenruder) wird zu diesem Zweck dem Throttle-Signal für beide Motorsteuerungen unterschiedlich beigemischt. Erhält eine Eben mehr Motorleistung als die andere, erzeugt sie auch ein größeres Gegendrehmoment und der Koax dreht sich entsprechend.
Um nun zu verhindern dass sich beim gewollten Drehen (Gieren) des Koax auch ungewollt der Auftrieb bzw. die Flughöhe ändert, wird das Rudder-Signal mit unterschiedlichen Vorzeichen zugemischt. D.h. wenn für einen Rotor der Schub erhöht wird, muss er gleichzeitig für den anderen Rotor verringert werden. Die Summe der Schubkräfte muss gleich bleiben, während der Schub der einzeln Ebenen variiert wird.

Das war’s jetzt aber noch nicht ganz: leider bleibt der Koax (wie auch der normale heli) ohne ein weiteres Hilfsmittel nicht gerade stabil und würde ein ständiges manuelles gegensteuern mit dem Rudderknüppel erfordern um das Heck einigermaßen gerade zu halten.

Hier kommt nun der Kreisel oder „Gyro “ ins Spiel. Einfach ausgedrückt handelt es sich um ein elektronisches Bauteil, was beim Drehen des Helis/Koax eine entsprechende Spannung erzeugt.
Bei Einschalten speichert die 4in1 die momentan gemessene Spannungslage des Gyrobausteins als Neutralposition. Während des Fluges steuert die 4in1 mit Hilfe dieser Spannung ungewollt auftretenden Drehungen entgegen.

Die letzte Funktion besteht in zwei Motorreglern/Motorstellern für Bürstenmotoren.
Genau an diesem letzten Punkt setzt ein Umbau auf „Brushless“ an.

Brushless “ (BL):

Wer seinen Koax Heli von den ab Werk eingebauten Kohlebürstenmotoren auf verschleißärmere und vor allem auch kraftvollere Brushless-Motoren umrüsten will, braucht zunächst passende BL-Motoren mit passenden Ritzeln. Das allein reicht aber leider nicht.
Um die 2-poligen Bürstenmotoren anzusteuern, hat die 4in/3in1 Einheit als Ausgangstufen zwei so genannte ESC (Electronic Speed Controller) integriert.
BL-Motoren (3-polig) jedoch können durch diese ESC nicht angesteuert werden, da sie prinzipbedingt spezielle Brushless Motorregler benötigen, so genannte BESC (Brushless Electronic Speed Controller ).
Die BESC an sich stellen weniger ein Problem dar, sie sind mittlerweile relativ leicht mit geringem Kostenaufwand zu beschaffen. Allerdings sind diese Regler dafür vorgesehen direkt am Empfänger angeschlossen zu werden, in der Regel am Gas (Throttle) Kanal und können nicht direkt an die 4in1/3in angeschlossen werden.

„Brushless“ versus Brushless Boardless“:

Nun gibt es generell zwei verschiedene Lösungswege um eine Ansteuerung von Brushless ESC zu ermöglichen.

1. Man/Frau baut auf BL um und benutzt weiterhin die 3in1/4in1.
Man nutz deren Empfänger,Gyro,Mischfunktion, bedient sich aber zusätzlicher Konverter um aus den vorhandenen Ausgangssignalen des 3in1-Mischers oder der 3in1-Motorregler ein Servosignal zu erzeugen, mit dem dann die externen BESC und hierüber die BL-Motoren angesteuert werden können.
(Konverter nach „Quax“, der verlötet werden muss, oder kommerziell vertriebene Lösung zum Anstecken an die Motorausgänge der 3in1)

2.
Man/Frau baut auf BLBL um. BLBL steht für „Brushless-Boardless“ und meint eine Umrüstung auf bürstenlose („Brushless“) Motoren einerseits, bei der andererseits auch das „Board“ - die bisherige zentrale Steuerung (4in1/3in1) – wegfällt.
Der Empfänger der 4in1 muss nicht, aber kann weiter genutzt werden. Alle anderen nötige Funktionen werden durch externe Komponenten ersetzt. D.h es wird neben den externen Motorreglern (BESC) ein externer Kreisel und auch ein externer Mischer benötigt.

Und genau um diesen Mischer als neue zentrale Steuereinheit wird es hier nun gehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »amm« (28. Mai 2010, 21:30)


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Freitag, 28. Mai 2010, 19:20

Der fertige Mischer

Und so sieht er aus:

Die Anschlüsse:
LED: Die LED ist vor dem Flug Anzeige für Betriebszustände und Signalanzeige für das Setup Menü. Während des Fluges zeigt sie Unterspannung des Akku (Blinken), Einsetzen der Begrenzerfunktion (Dauerleuchten) und der Failsafe-Funktion (SOS - Blinken) an.

LIPO V+/Lipo-Sense (blaue oder rote Leitung mit Steckpin): Dient der Spannungsmessung der Akkuspannung. Sie sollte in den Balancer Anschluss des Akkus mit der höchsten + Spannung gesteckt werden. Wird die Leitung nicht mit dem Akku verbunden, ist der LiPo-Warner/ -Begrenzer außer Betrieb.
Die Leitung kann auch fest mit dem Plus-Leitung des Akkuanschlusses verbunden/verlötet werden (z.B. am BESC od. Stecker).
Achtung: der LiPo-Warner/ -Begrenzer bietet keine Einzelzellenüberwachung!

Der Anschluss n wird nur beim flashen des µControllers einmalig benutzt und muss im Betrieb freigelassen werden.

Gyro Output: (orange Leitung mit Steckbuchse). Geht an den Ausgangspin des Kreisels. Grundsätzlich sollte eigentlich jeder Gyro (HH oder Rate) mit dem Mischer funktionieren.
Kreisel mit Normal und Digital-Modus werden unterstützt.
Bei HH (Heading Hold oder Heading Lock) Kreiseln zu beachten, dass mitunter eine Rotorebene wesentlich früher anläuft als die andere. Man könnte dem entgegenwirken, indem man kurz den Rudder-Stick in eine oder beide Richtungen bewegt. Das setzt die Neutralposition des Kreisel zurück.
Im BLBL - Mixer wird dieser Effekt dadurch kompensiert, dass die Kreiselwirkung erst ab einer höheren Drehzahl einsetzt. Diese „Leerlaufzone“ ohne Kreiselwirkung ist einstellbar. Sie bewirkt auch, dass der Koax im Stand verdreht oder weggetragen werden kann, ohne dass bei hoher Mischrate ungewollt ein Rotor zu drehen beginnt.


Motor A: Ausgang zum Motorregler (BESC) obere Rotorebene. [SIZE=1](Hier wird auch ggf. die serielle Verbindung zum PC für die Konfigurationsoftware hergestellt.)[/SIZE]
Motor B: Ausgang zum Motorregler (BESC) untere Rotorebene.

GYR 5V+: Manche SCAN oder 2.4Ghz Empfänger liefern erst einige Sekunden nach Einschalten ein Signal, sodass verschiedene Kreisel nicht initialisieren und Fehler melden.
Der Mischer bietet hier die Möglichkeit den Kreisel 5V+ Pin (3-poliges Servokabel, mittlerer Pin) an „GYR 5V+“ anzuschließen. Der Kreisel erhält über GYR 5V+ erst dann die 5V Betriebsspannung, wenn der Mischer einwandfreie Eingangsignale vom Empfänger festgestellt hat.
Kreisel, die mehr als 40mA Strom benötigen dürfen hier nicht angeschlossen werden.

Throttle Receiver (CH3): Geht an den Empfänger - GAS Kanal (Throttle) (idR. Kanal 3).
»4712« hat folgende Bilder angehängt:
  • Komplett.jpg
  • Komplett.jpg
  • Komplett.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »amm« (28. Mai 2010, 20:25)


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Freitag, 28. Mai 2010, 19:40

Der fertige Mischer 2

So werden die BESC angesteckt:
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • ESC_Connect.jpg

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Freitag, 28. Mai 2010, 20:23

Kurzbeschreibung. Eigenschaften und Funktionen:

Eigenschaften und Funktionen:
  • Betrieb an LiPo-Akkus mit 2-3 Zellen .
    Nicht geeignet für 1-zellige Akkus bzw. Akkus mit mehr als 3 Zellen.
    Die Zellenzahl wird automatisch erkannt.
    A123/LiFePo4 Akkus sind prinzipiell möglich, wurden aber noch nicht getestet. Implementierung ist geplant.

  • Die Mischrate RUDDER(Gyro) zu THROTTLE kann von 1..99% eingestellt werden. Standardeinstellung ist 20%. Die Zumischung erfolg auf beide Rotoren gleichzeitig in gegensätzlicher Wirkrichtung.
    Voll Rudder-Knüppel bedeutet eine Änderung von +0.5ms|-0.5ms.
    Daraus errechnet sich für Motor-Regler1 => +0.1ms|-0.1ms, für Motor-Regler2 => -0.1ms|+0.1ms bei 20% Mischrate.

  • Lipo-Warner erfolgt durch LED-Blinken. Einstellbar ist eine Ansprechschwelle vom 2,1 – 3,9V (21-39 x0,1V). Abschaltbar mit Wert 20.
    Anzeige mit LED-Blinken.

  • Der Lipo-Begrenzer arbeitet durch Abregelung der Motoren. Einstellbar ist eine Ansprechschwelle vom 2,1 – 3,9 (21-39 x0,1V). Abschaltbar mit Wert 20. Anzeige mit LED-Dauerlicht.

  • Die Eingangssignale werden mit einer Auflösung von 2000 Schritten im aktiven Regelbereich (also etwa pro ms) verarbeitet.
    Die Genauigkeit ist aber bei der Verarbeitung etwas geringer. Es sollte mit einer Genauigkeit <1µS Abweichung von Impuls zu Impuls gerechnet werden (Jitter).
    Dadurch, dass als Taktgeber ein Quarz eingesetzt wird, gibt es keine Verschlechterung durch das Phasenrauschen eines RC-Oszillators.

  • Failsafe (Sender/Empfänger-Ausfallsicherung): Bei fehlendem Eingangssignal (Throttle) werden die Motoren zügig heruntergeregelt bis auf 0; anschließend wird der Mischer blockiert bis zur Trennung der Stromzufuhr. Anzeige dann durch wiederholtes SOS-Blinken (...---...)

  • Der Mischer verfügt über eine einstellbar wirksame Plausibilitätsprüfung der Eingangssignale. Fehlendes Gassignal wird durch einen Timeout ermittelt (Failsafe).
    Die Prüfungsmethode lässt sich im Setup verändern; je höher der eingestellte Wert, desto strenger die Prüfung. Hochwertige Computersender sollten mit der höchsten Stufe(4) betrieben werden können. Hierbei wird beim Einschalten des Mischers die Wiederholrate des Sender-PPM-Telegramms gespeichert und als Prüfmaske verwendet. Eine Übernahme durch einen anderen Sender auf gleicher Frequenz mit anderer Wiederholrate wird verhindert. Wilde Impulsfolgen von simplen Empfängern bei Senderausfall werden verworfen.

    Mitgelieferte Koax Sender benötigen unbedingt geringer Stufen(1 oder 2). Problem ist bei diesen Sendern, dass die Wiederholzeit der Sendesignale nicht konstant ist, sondern sich mit den Küppelausschlägen ändert. Voreingestellte ist Stufe 3.

  • Empfänger Stromversorgung : Alle Servo V+ Leitungen sind auf der Platine des Mischers direkt verbunden. Der Mischer schleift somit den 5V+ Pfad der Motorregler-BEC Bausteine zum Empfänger über die 3-poligen Servostecker und –buchsen durch und versorgt diesen mit Strom. Bei Störungen durch das Zusammenschalten der BEC Bausteine der Motorregler, kann die V+ Verbindung zu einem ESC weggelassen werden; dies wird auch häufig in den Foren empfohlen; bei ESC mit getaktetem BEC ist dies angeblich zwingend erforderlich.

  • Gyro Stromversorgung : Manche SCAN oder 2.4Ghz Empfänger liefern erst einige Sekunden nach Einschalten ein Signal, sodass verschiedene Kreisel nicht initialisieren und Fehler melden.
    Der Mischer bietet hier die Möglichkeit den Kreisel 5V+ Pin (3-poliges Servokabel, mittlerer Pin) an „GYR 5V+“ anzuschließen. Der Kreisel erhält über GYR 5V+ erst dann die 5V Betriebsspannung, wenn der Mischer einwandfreie Eingangsignale vom Empfänger festgestellt hat.
    Kreisel, die mehr als 40mA Strom benötigen dürfen hier nicht angeschlossen werden. Der Mischer könnte hierdurch teilweise oder ganz zerstört werden.

  • Minimal und Maximal Gas : zur einwandfreien Funktion ist es notwendig zunächst den Gasweg des Senders anzulernen. Dieser Vorgang sollte nach dem Einbau als erstes durchgeführt werden.
    Hierbei wird im Mischer der Wert für Minimales Throttle gespeichert. Diesen Wert erhalten die ESC dann bei jedem Start zur Initialisierung. Zudem dient er als Bezugsparameter für einige Berechungen während des Betriebs.

  • Gaskurve mit 11 Stützpunkten : Um ein optimales Flugverhalten zu erreichen kann die Throttle-Wirkung über eine 11-Punkt Gaskurve gesteuert werden. Hierdurch lässt sich z.B. ein feinfühliges Schwebeverhalten bei gleichfalls uneingeschränkter maximaler Energiezufuhr erreichen. Aber auch eine komplette „Zähmung“ mit Vollgasbegrenzung ist möglich.
    Es können 19 vorgefertigte Kurven geladen werden.
    Aktuell geänderte Kurven können in weiteren 19 Plätzen abgespeichert und bei Bedarf wieder geladen werden.

  • Gaswegbegrenzung mit linearer Gaskurve: Als Alternative zur 11 Punkt Gaskurve kann eine einfache Leistungsbegrenzung auf 1..99% erfolgen.

  • REVO : Zur Unterstützung der Arbeit des Kreisels wird im Mischer derjenigen Rotorebene mit der geringeren Masse (idR. Ebene B ohne Stabilisatorstange) eine höhere Motorleistung zugeführt. Dies geschieht dynamisch, prozentual abhängig vom Throttle Wert. Das Verhalten ist einstell- und abschaltbar.

  • Menügeführte Änderung der Einstellung : alle veränderbaren Parameter können über ein Setup-Menü bearbeitet werden. Anschließende werden die Änderungen dauerhaft im nichtflüchtigen Speicher (EEProm) gesichert.

  • PC-basierte Bearbeitung der Einstellungen : Seit der Version 3.x.x können die Einstellungen des Mischers (insbesondere auch die Gaskurven) komfortabel mit Hilfe eines PC editiert werden (WindowsÔ ist Voraussetzung – Emulatoren habe ich nicht probiert). Hierzu wird ein einfach zu bauendes seriellen Kabel (RS232 od. USB-Seriell Kabel) benötigt. Die Verbindung mit dem Mischer erfolgt 2-polig (sg. Eindrahtverbindung).


So, denjenigen, denen das hier zu umfangreich und kompliziert wird, sei gesagt:
Die bisherigen Nutzer haben den Mischer einfach eingebaut (d.h. angesteckt), haben kurz den Gasweg des Senders angelernt (dazu später mehr..) und sind losgeflogen... [SIZE=2]also nicht abschrecken lassen.[/SIZE]

[SIZE=3]Es ist ebenso Plug&Pray möglich wie auch das Experimentieren mit den diversen Features. [/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »amm« (28. Mai 2010, 21:28)


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Freitag, 28. Mai 2010, 21:39

Der Schaltplan

Und hier der eher unspektakuläre Schaltplan:
Bemerkungen:
C4 besteht aus 2 Kondensatoren, die übereinander gelötet werden. Ich wollte kein neues Layout machen, habe zur Sicherheit noch eine zusätzlichen Blocker verbaut.

Zum Teil sind im Schaltplan Stiftleisten vermerkt, wo ich aber dann doch einfach Litze angelötet habe. Wird später noch deutlich.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Schaltplan.png

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »luxemburger« (1. November 2010, 14:08)


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Freitag, 28. Mai 2010, 22:31

Das layout

Hier ein Layout für 9 Platinen (für 1/2 Europakarte). Wenn man sie auf 0,5mm Basismaterial bringt, kann man die Platine sehr einfach mit der Schere auseinander schneiden.

Das Layout ist übrigens gespiegelt.
Ich bedrucke (bzw. überdrucke) hiermit eine Overhead- Folie in 3 Durchläufen. Mit etwas Erfahrung, Glück und einem guten Laserdrucker sind dann alle Leiterbahnen wirklich deckend und ausreichend exakt.
Die Folie wird dann mit der bedruckten Seite auf die zu belichtende Platine gelegt. So liegt dann die Tonerschicht direkt auf dem Fotolack, was sich positiv auf die Qualität der Belichtung auswirkt.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • BLBL_KOAX_Mixer_09.png

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »amm« (29. Mai 2010, 19:26)


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Freitag, 28. Mai 2010, 22:39

Platine handverzinnt

Platine fertig geätzt, gebohrt und handverzinnt.
Bohrungen: Drahtbrücken, Quarz mit 0.8mm
Löcher für Stiftleisten und Litze eher mit 1mm.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Platine_verzinnt.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »amm« (29. Mai 2010, 19:38)


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Freitag, 28. Mai 2010, 23:00

Bestückungsplan

Bestückungsplan
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • BoardLayout.png

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Freitag, 28. Mai 2010, 23:06

Bestückte Platine Oberseite

Bestückte Platine Oberseite
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Platine_Bestückt_oben.jpg

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Freitag, 28. Mai 2010, 23:07

Bestückte Platine Unterseite

Bestückte Platine Unterseite
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Platine_Bestückt_unten.jpg

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Freitag, 28. Mai 2010, 23:17

Stückliste

Stückliste

man kann übrigens die SMD C's und R's in allen Größen bis 1206 verbauen. 1206 kann man auch als Grobmotoriker gut handhaben.

Am besten bestückt man erst die Leiterbahnseite.
Hier kann man mit den kleinsten Teilen beginnen, oder auch den ATTINY84 zuerst einlöten, das ist Geschmackssache.
Wichtig ist eine gute Pinzette (muss keine Vakuumpinzette sein).
Wer vorher dünn(!) verzinnt hat, hat leichtes Spiel. Teil aufsetzen, mit der Pinzette leicht draufdrücken, damit es nicht verrutscht. Eine Seite mit dem Lötkolben erhitzen und so "anheften". Dann kann man die Pinzette wegnehmen und erst die andere Seite verlöten, dann die zuvor angeheftete.

Den ATTINY lötet man am besten auch erst mit einem Beinchen fest, dann kann man auch noch korrigieren. Erst wenn er richtig sitzt, an der gegenüberliegenden Seite anfangen zu verlöten.

Man brauch mit etwas Übung nicht mal einen besonderen Lötkolben. Ich löte aus Faulheit eigentlich alles mit einem Weller LR21. Eine dünne Spitze ist allerdings Pflicht.
»4712« hat folgende Datei angehängt:
  • Stueckliste.pdf (35,93 kB - 62 mal heruntergeladen - zuletzt: 30. Juli 2014, 19:51)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »amm« (29. Mai 2010, 19:14)


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Sonntag, 30. Mai 2010, 10:31

Die Layout-Folie

Die fertige Layout-Folie (3 x gedruckt auf Zweckform 3552).
Und so herum wird die Folie auf die Fotolack beschichtete Platine gelegt.
Zu Belichtung und Ätzen schreib ich mal nichts, ich denke wer es kennt, braucht keine weiteren Infos.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • FolieV3.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 10:57

Nach dem Ätzen

Nach dem Ätzen gehe ich wie folgt vor:
  1. Alle Bohrungen ausführen. Achtung: Eine Bohrung neben Lipo V+ muss nicht ausgeführt werden; siehe Bild unten)
  2. Evtl. muss man entstandene Grate und Unebenheiten um die Bohrlöcher herum vorsichtig(!) entfernen. (ich benutze hierzu ein feine Flachfeile.)
  3. Jetzt kann der Fotolack entfernt werden.
  4. Vor dem Verzinnen trage ich meist eine dünne Kolophonium-Lösung als Oxidationsschutz und Verzinnungshilfe auf.
  5. Das Verzinnen ist nicht so ganz einfach; wichtig ist: nicht zu heiß arbeiten, damit die Leiterbahnen sich nicht ablösen. Zuviel aufgetragenes Zinn kann man später mit Entlötlitze abnehmen. Wer sich hier unsicher ist sollte das Verzinnen weglassen; es ist kein Muss.
  6. Danach kann man Bestücken. Wer mehrere Mischer gleichzeitig baut, hat es leichter, da es schwieriger ist die auseinandergeschnittenen Platinchen beim Löten zu fixieren.
  7. Unten ein Beispiel, wo ich mit den Drahtbrücken begonnen habe.
    Den Quarz sollte man auf jeden Fall zu Schluss bestücken.
  8. Hiernach ist der Zeitpunkt zum Trennen der Platinen (wie geschrieben: geht mit einer Schere bei dünnen Basismaterial).
  9. Anschließend werden die Stiftleisten eingelötet.
    [/list=1]
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Platine_Teilbestückt_unten.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »amm« (30. Mai 2010, 12:00)


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Sonntag, 30. Mai 2010, 11:45

Nach dem Trennen der Platinen

(Hier gezeigt übrigens 0.8mm Bohrungen für die Stiftleiste - geht schlecht rein, hält aber auch gut; 1mm geht sehr locker rein)
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Endbestückung.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 23:26

Stiftleiste 1

Jetzt die Stiftleiste einsetzen.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Stiftleiste_1.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 23:29

RE: Koax BLBL Mischer "Deluxe" - Baubeschreibung/Firmware/Software

... und VOR! dem Löten die Pin kürzen....
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Stiftleiste_2.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 23:30

Stiftleiste verlöten

...und verlöten.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Stiftleiste_3.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 23:42

Litze vorfertigen

Die Litze werden, wie im Bild gezeigt vorbereitet.
Länge ja nach Bedarf.

Lipo V+: Litze an einen einzelnen Stiftleisten Pin (Typ gerade) anlöten, verkleben (den Pin mit dem schwarzen Kunststoffträger sonst rutsch er später) und mit Schrumpfschlauch versehen.

Receiver CH3: Das 3-polige Servokabel kauft man am besten fertig, es sei denn man hat eine Crimpzange.

Gyro Output: Auch hier ist am besten was fertiges. man nimmt einen Pol aus einem normalen servo-Kabel. 1-Polige Steckergehäuse (CV) gibt es bei CSD. Sonst nimmt halt ein dreipoliges wie im nächsten Bild ebenfalls zu sehen.

LED: am besten die Polarität vor dem Löten testen, dann rot an Anode (+) und blau an Kathode (-) löten.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Anfertigung_Litze.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 23:43

Lipo V+ 2 Versionen

Lipo V+ 2 Versionen (wie oben beschrieben).
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Lipov_Versionen.jpg

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Sonntag, 30. Mai 2010, 23:46

Alle Litze vor dem Einlöten bündeln

Wichtig: Alle Litze VOR dem Einlöten bündeln und durch ein kleines Stück Schrumpfschlauch führen.
»4712« hat folgendes Bild angehängt:
  • Bündelung_Litze.jpg