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Donnerstag, 1. Juli 2004, 09:36

Failsafe (IPD) beim V-Heli - Motor Leerlauf oder "Stellung halten" ?

Hi..

Vor ein paar Wochen hab ich meinen Vario-Benzin-Trainer endlich in Betrieb genommen. An Bord versieht ein MPX DS-Empfänger mit IPD seinen Dienst. Da dies mein erster Empfänger mit Failsafe-Funktion in einem Heli ist hätt ich da mal gern ne Frage:

Ich hab die Möglichkeit, den Failsafe entweder auf "beibehalten der zuletzt gültigen Servostellung" zu programmeren oder eine feste "Störungsposition" vorzugeben.

Macht es Sinn, einen Motor-Leerlauf zu programmieren, um beim Einschlag infolge RC-Störung nicht mit voll drehendem G230-Motor runterzukommen?

Ich würde im Moment stark dazu tendieren, das NICHT zu tun um im Falle einer zeitlich begrenzten Störung nicht mit Motorschwankungen kämpfen zu müssen.

Meinungen welcome..

mfg
der andi

Smeagle

RCLine User

Wohnort: München

Beruf: IT

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2

Donnerstag, 1. Juli 2004, 12:37

Hallo,

der Empfänger macht standardmässig erst "Hold" für kurze Zeit und gibt dann keine Signale mehr aus. Das finde ich am sinnvollsten. Evtl. die "Hold" Zeit etwas verlängern (bin aber gerade nicht sicher ob das geht, muß ich nochmal schauen heute abend). Solange "Hold" noch steht läuft der Motor weiter, wenn das Signal weg ist geht er dann aus UND die Servos laufen FREI! Das veringert schäden beim Crash, weil die Servos bei Last "weglaufen" können.

Man kann evtl. einen hohen Pitchwert und Motor aus programmieren, damit die Energie aus dem Rotor so schnell wie möglioch abgebaut wird. Wenn man aber gerade am Rücken in Bodennahe ist, keine wirklich gute Idee :)

Eine 100% Lösung gibt es nicht. Insofern habe ich die Standardeinstellung beibehalten.

- Oliver

3

Donnerstag, 1. Juli 2004, 13:10

Hi...

beim BENZIN Trainer geht der Motor nicht aus, wenn kein Signal mehr kommt - der Vergaser hat zwar ne Rückstellfeder, aber die kommt nicht gegen ein stehendes Servogetriebe an. Genau da liegt der Köter verschachert.
RÜCKENlage kommt bei mir mit diesem Heli nicht in Frage (ist mein Aussenlastesel), jedoch steckt da so viel Drehenergie im Rotorsystem dass der Heli ziemlich in den Himmel schiesst wenn da MaxPitch anliegt - auch wenn der Motor gerade abgestellt hat.

Ich denk fast, bei nem Heli dieser Größe (1.8m, 6.6kg) wird der Schaden auch nicht viel geringer, falls er mit stehendem Motor einfährt.

Meiner Meinung nach lässt sich die FailSafe-Frage nicht unabhängig vom Heli-Typ betrachten.

Gut zu wissen dass andere das auch so machen wie ich bisher.

mfg
andi

4

Donnerstag, 1. Juli 2004, 15:02

Ist keine leicht Entscheidung: habe mal einen Hubi gesehen, der aufgrund irgendeines Ausfalles einfach unbeeinflußbar seine Kreise weitergezogen hat und dabei leicht stieg. Durch Wind wurde er ca. 6 km abgetrieben und stürzte, nachdem der Sprit gar war, auf bewohntes Gebiet ! Glücklicherweise gab es nur Sachschaden. Würde also als Failsafe Leerlauf nehmen (oder eventuell überhaupt Motor aus), da dann das Risiko des Wegfliegens ziemlich sicher ausgeschaltet ist, bei einem Crash ein stehender Motor besser ist als ein laufender und bei Störungen das zwar lästig, aber beherrschbar ist.

5

Donnerstag, 1. Juli 2004, 15:18

Die Frage lässt sich auch so formulieren:

Was ist einem wichtiger:
a) der Heli
b) die Sicherheit aller Beteiligten und Unbeteiligten

Bei a) nimm Hold am Gasservo
bei b) Standgas.

Wenn du dich wirklich für b) entscheidest, solltest du allerdings den IPD-Empfänger entsorgen oder für einen HLG bzw. ähnliches nehmen und im Heli ein richtiges PCM System einsetzen.
Peter

6

Donnerstag, 1. Juli 2004, 15:38

Hi..

na ja den IPD-Empfänger nehme ich deshalb, weil er bei mir (mit Abstand) die größte Reichweite und Signalqualität erreicht hat, die ich je getestet habe. Hat also nix mit IPD an sich zu tun. Ich wollte auch nicht die schon oft durchgekaute PPM/PCM-Problematik bei Hubschraubern wieder aufwärmen (obwohl´s damit natürlich eng verbunden ist).

Ich bezweifle, ob es (statistisch) für die Unbeteiligten wirklich sicherer ist, wenn der Heli auf Standgas geht - Unbeteiligte gibt´s ja schliesslich auch in ausreichender Menge in der Nähe des Flugfeldes.
Bei der Standgas-Lösung steigt imho die Warscheinlichkeit, das der Heli wegen einer kurzen Störung irgendwo unkontrolliert einfährt.
Wenn ich bei grenzwertiger Empfangslage wenigstens noch ein WENIG Kontrolle ausüben kann, steigen die Chancen, den Heli noch in sicheres Terrain werfen zu können.

Der von Wolfgang beschriebene "Reiseflug" ist natürlich der Extremfall.

mfg

andi

7

Donnerstag, 1. Juli 2004, 16:07

Nehmen wir an, du MÜSSTEST in einen laufenden Rasenmäher greifen und hättest zwei zur Auswahl:

a) einen im Leerlauf, Kupplung deshalb bereits ausgekuppelt
b) einem mit Vollgas, Kupplung also voll schlüssig

schwere Wahl - oder ;)
Peter

8

Donnerstag, 1. Juli 2004, 16:23

Hi..

schon klar dass ein mit laufendem Motor einfahrender Heli mehr Schaden anrichtet als einer mit stehendem Motor.
Aber wie will man die Argumente "geringerer Schaden beim Einschlag" gegen "geringere Einschlagswahrscheinlichkeit" abwägen? Eine "quantitative" Entscheidung fällt mir schwer.
Genau DAS ist der Gedanke, der mich beschäftigt.
Da ich glücklicherweise trotz 10 Jahren Heli fliegens sehr wenig eigene Erfahrung mit Einschlägen habe (2x Logo 30 hart notgelandet wegen Freilaufschaden bzw. Motoraussetzer, 1x Preuss Trainer satt eingeschlagen wegen Kreiselfehlfunktion , Vollausschlag Heck) wollte ich eben mal von euch hören, wie ihr das seht.

mfg
andi

Sixt Robert

RCLine User

Wohnort: natürlich Bayern!

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9

Donnerstag, 1. Juli 2004, 17:19

Hallo,
ich hab´s so:
wenn Failsave, dann den Motor in die geringste Drehzahl bei der das Modell noch Flugfähig ist.
Wenn er dann tatsächlich aufschlägt geht er meistens sowieso aus.
Und wenn man weiter fliegen kann, dann ist man nicht gleich gezwungen eine NOT-Autorotation hinlegen zu müssen nur weil mal kurz der Motor ausgegangen ist...

Alle anderen Servos bleiben bei Hold.

Gruß Robert
TDR

10

Freitag, 2. Juli 2004, 08:47

Hi..

Der Gedanke kam mir auch schon. Allerdings glaube ich, dass der fette G230-Benzinmotor wohl eher weitertuckern würde. Zudem greift die Kupplung relativ spät (bei 6000 u/min, Schwebedrehzahl 10000).
Vielleicht sollte ich erst mal das Autorotationsverhalten des Helis besser kennenlernen, bevor ich mich festlege.
Als bekennender AR-Muffel hab ich mir da was vorgenommen...

mfg
andi

11

Samstag, 3. Juli 2004, 11:04

Hallo Andi

weiss zwar nicht, wie der IPD Empfänger bei (vermeintlichen) Störungen reagiert, aber üblicherweise geht ein PCM System zuerst immer kuzre Zeit auf Hold bervor es die Failsave Positionen anfährt - Oliver hat das ja bereits erwähnt.

So gesehen hast du mit Standgas bei Failsave im Falle des Falles vielleicht doch noch eine Chance.

Schönes WE
Peter