1

Sonntag, 24. Oktober 2004, 20:07

Rumpfmaterial? Was ist am besten?

Hi. Hier ist mal wieder der "Anfänger" :D

Hab mich mal so ein wenig durchs Forum gelesen und dabei vermehrt gelesen, dass GFK wirklich gut versiegelt werden muss, da es bei Feuchtigkeit Wasser zieht.

Mich würde mal interessieren, ob es da dann vielleicht ein Material gibt (ausser Gips) welches sich genauso "easy" wie GFK verarbeiten lässt und dabei evtl. sogar noch leichter und stabilier ist.

Mir kommt es vor allem darauf an, dass mann beim Bau auch Metallteile einarbeiten kann, und dass diese Teile dann vernünftig fest sitzen und dabei möglichst Wasserdicht bleiben (wie Bugstrahlruder).

In dem Zusammenhang wären dann auch Links hilfreich.

Danke im voraus.
Gruss
Matthias

Hanno

RCLine User

Wohnort: D-44805 Bochum

  • Nachricht senden

2

Montag, 25. Oktober 2004, 11:57

Moin DJpc,

Gfk nimmt in der Tat Wasser auf, aber da sich ein Modellboot den größten Teil der Zeit außerhalb des Wassers befindet, ist nicht mit Osmoseschäden zu rechnen. Diese bei "echten" Gfk-Yachten im Laufe der Jahre auf, wenn das Schiff mit schadhafter Versiegelung im Wasser liegt.
Auf dem trockenen dampft das Wasser im Laufe der Zeit wieder aus dem Gfk aus. Kannst Du also getrost vernachlässigen.

Gfk ist natürlich viel besser als ABS, weil man ABS mit handelsüblichen Klebern nicht vernünftig kleben kann. Im Gegensatz zum Gfk nimmt der "tolle", hochgelobte Kleber "Stabilit express" sehr schnell Wasser auf, wird seifig und löst sich. Bei viel gefahrenen Modellen kann das nach wenigen Jahren dazu führen, das man die Welle mit 2 Fingern aus dem Rumpf ziehen kann. (Bei Acrylit dürfte das das selbe sein.) Gründliches lackieren der Klebestellen ist da eher ein Behelf.
Kleber auf Epoxid-Basis haften nicht ausreichend auf ABS. Mit kaltverschweißenden Klebern läßt sich ABS gut kleben, aber diese halten wiederum nicht an Metallen oder Holz.

Übrigens ist ABS ein Polystyrol, Polystyrol ist ein Sammelbegriff. ABS heißt vollständig Acryl-Nitryl-Butadien-Styrol und ist ein spezielles Polystyrol. Viele glauben nämlich, ABS und Polystyrol seien etwas ganz anderes...

Grüße, Hanno
[SIZE=3]Wenn ich DIESELLÄRM hören will, dann stell' ich mich an die AUTOBAHN.[/SIZE]

Moorkapitaen

RCLine Team

Wohnort: D- Ostfriesland

  • Nachricht senden

3

Montag, 25. Oktober 2004, 12:41

Hallo DJpc,

bei Deinem Projekt gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
klassisch aus Holz, oder eben einen Holzrumpf als Negativ und dann in GFK laminieren. Sicherlich könnte man auch mit CFK arbeiten, aber dass würde dann wohl ein bischen teuer 8)
Viele Tipps und Tricks zur GFK-Verarbeitung findest Du übrigens hier: www.r-g.de

Gruss Jürgen

P.S. Schon gesehen: Die Meyer-Werft hat zwei neue Aufträge:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Moorkapitaen« (25. Oktober 2004, 12:44)


4

Montag, 25. Oktober 2004, 14:22

Dann bin ich ja beruhigt was das Material betrifft.

Denn der spezielle Antrieb, den ich einbauen werde / möchte, wird wohl dazu führen, dass gerade diese Stellen sowoahl am Heck als auch am Bug für die Bustrahlruder nicht auf Dauer zu 100% Wasserdicht sein werden.

Aber da ich dann eh nicht jeden Tag fahren werde werde ich das mal "vernachlässigen" ;)

@Juergen - Klar hab ich das schon gelesen - standen zwei mittlere Nerichte bei uns in der Osnabrücker - Zeitung. Dann wird es also bald zwei Übersee - Arosas auch von Meyer geben :D *freu*
Gruss
Matthias

Hanno

RCLine User

Wohnort: D-44805 Bochum

  • Nachricht senden

5

Montag, 25. Oktober 2004, 14:35

Ja, kannst getrost Gfk verwenden. Idealerweise benutzt du ein Epoxidharz (weniger Schwund, größere Festigkeit als styrolhaltiges "Polyester-" Harz) mit mittlerer Topfzeit (45...90min)
Was für spetielle Antriebe sind das denn, von denen du da sprichst???
/H
[SIZE=3]Wenn ich DIESELLÄRM hören will, dann stell' ich mich an die AUTOBAHN.[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hanno« (25. Oktober 2004, 14:36)


6

Montag, 25. Oktober 2004, 15:34

Siehe hier:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…adid=68079&sid=

Wobei die Zeichnung nicht mahr als Aktuell zu sehen ist.

Habe einiges geändert und werd es demnächst mal zweidimensional umsetzen.

Der Knackpunkt ist halt immer die Verbindung der Steuerugondel nach aussen am Rumpf, da diese ja senkrecht und nicht wie üblich Waagerecht montiert werden.
Gruss
Matthias