X-21

RCLine User

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1

Montag, 10. Dezember 2007, 19:01

Sekundenkleber verduennen ?

Hallo Gemeinde,
Sekundenkleber, wie ihr wahrscheinlich auch schon festgestellt habt, wird bei falscher Lagerung dickfluessig.

Frage: Kann man diesen Kleber wieder duennflüssig machen?

In einigen Artikeln wird davon geschrieben, dass billiger Sekundenkleber mit Wasser gestreckt wird.

Destilliertes Wasser dazu und fertig. !!!! ?=

Was sagt ihr dazu?

btw. Suche ergab nichts?!.

mfg. Uwe
X-21

pa18

RCLine User

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2

Montag, 10. Dezember 2007, 20:00

Hi,
von der Verdünnerei (wenns denn gehen sollte)halte ich recht wenig. :shake:
Entweder gibts beim Mischen ne Riesensauerei, :( wenn was daneben geht,)
oder du hast deinen Sekundenkleber versaut und nichts geht mehr.
Die Dämpfe sind auch nicht ungefährlich . 8(
Du setzt natürlich auch die Klebekraft des Sekundenklebers deutlich herab.

Ich lagere meinen Firmeneigenen Sekundenkleber grundsätzlich im Kühlschrank(nur original verschlossene Flaschen).
Bis auf den Styrokleber ist die Lagerung mindestens 3 Monate problemlos möglich ohne das sich die Viskosität ändert.
Dafür gibts ja schlussendlich dünnen-mittleren und dickflüssigen Sekundenkleber.
Geöffnete Flaschen halten sich durch den Schraubverschluss auch in der trockenen Werkstatt ebenfalls mindestens zwei Monate.
Bei dem Baumarkt Zeugs das völlig überteuert verkauft ( heute gesehen: 5 Gramm 4,85 Euro) :no: wird sieht das anders aus.
Die sind ziemlich schnell reif für die Entsorgung,wenn sie einmal geöffner waren.
Wasser weg-Kleber fest. :angry:
O.g. Kleber ist ab Hersteller nicht gestreckt(mit was auch immer)und somit natürlich sehr viel länger für die Aufbewahrung geeignet. ;)

ergo...probiers erst gar nicht,so teuer sind die Flaschen auch nicht.(z.Zt. für 20 Gramm noch deutlich unter Drei Euro).
Ich hoffe deine Frage ist damit beantwortet :w
Horst
www.german-aerobatics.com

www.storchschmiede.de


(Vogt-Bully m. ZG62/Reso,2 paar Flächen abzugeben)
(Extra 300 2,5m DA 100,Holz,kein 3D,abzugeben)
(Zg-38 mit TC-Getriebe 2,8:1 abzugeben...)

3

Dienstag, 11. Dezember 2007, 10:41

RE: Sekundenkleber verduennen ?

Zitat

Original von X-21
Destilliertes Wasser dazu und fertig. !!!! ?=


ja, dann ist er fertig. Cyanacrylat ist ein "Einkomponenten"-Kleber, der mit der Luftfeuchtigkeit aushärtet.

Je kälter die Luft, desto weniger Wasser ist drin desto länger dauerts, bis der Kleber aushärtet. Meiner lagert

gut verschlossen

im

Gefrierschrank.

Selbst nach mehreren Jahren noch brauchbar.

viperchannel

RCLine Team

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4

Dienstag, 11. Dezember 2007, 10:48

Genau, mit Wasser härtet der viel schneller aus! Ein bisschen Spucke drauf und schon ist der Kleber fest.

Verdünnen ist eine Sauerei, würde ich nicht probieren. Lieber anständig lagern. Tiefgefrphren im Gefreierfach lagert das Zeug Jahrelang, im Kühlschrank mehrere Monate ohne Probleme.
Gruß Frank!

aerostar

RCLine User

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5

Dienstag, 11. Dezember 2007, 11:10

Moin Uwe,

zäh gewordener Kleber ist teilweise ausgehärtet. Diese Reaktion ist nicht rückgängig zu machen. Falls Du das Zeugs z.B. mit Aceton wieder dünner bekommen solltest, hälts Du die teilweise polmerisierten Molekülketten einfach etwas auf Abstand bzw. zerstörst diese. Erscheint dünnflüssig, ist aber kaum noch klebfähig, weil keine Aushärtungsreaktion mehr stattfindet. Die Anbindung an das Substrat funktioniert nicht mehr.

Deine Literaturquelle mit dem destillierten Wasser würde ich gerne mal sehen... :nuts:

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

X-21

RCLine User

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6

Dienstag, 11. Dezember 2007, 13:36

Hallo,

Danke erstmal fuer Eure Antworten.

Bin nach einiger Suche hier auch fündig geworden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Klebstoff#C…ylat-Klebstoffe

Hier der Text:

Cyanacrylat-Klebstoffe sind im Allgemeinen besser bekannt unter dem Begriff „Sekundenkleber“. Es handelt sich dabei um dünnflüssige oder bewusst eingedickte Ester der Cyanoacrylsäure, die in 1K-Form als Monomere in den Handel kommen und durch Polymerisationsreaktion im Fügespalt zum eigentlichen Klebstoffpolymer reagieren. Voraussetzung für den Start der Aushärtung ist das Vorhandensein polarer Gruppen, beispielsweise die OH-Ionen in der Feuchtigkeitsschicht an der Fügeteiloberfläche. Es handelt sich dabei um anionische Polymerisation, d.h. Nukleophile, wie z. B. organische Stickstoffverbindungen, Schwefelverbindungen, oder Alkohole und Wasser attackieren die Doppelbindung im Monomermolekül. Die Polymerisation läuft dann sehr schnell ab, so dass in Sekunden eine feste Verbindung hergestellt ist. Bevorzugte Substrate sind Metalle, Glas oder Keramik, die einen extrem dünnen Klebespalt ermöglichen. Um etwas breitere Spalten zu füllen, wird durch Zusatzmittel die Viskosität angehoben oder durch Thixothropiermittel ein Gelzustand erzeugt. Solche Typen werden bevorzugt zum Verkleben von EPDM-Gummidichtungen eingesetzt.
Cyanacrylat wurde ursprünglich 1942 von der Firma Kodak für das US-Militär als transparente, unzerbrechliche Zieloptik für Panzer entwickelt. Da es jedoch zu diesem Zweck nicht taugte, kam 1958 der erste Sekundenkleber mit dem Namen Eastman 910 auf Basis der damals entwickelten Substanz heraus.
Verklebungen mit Cyanacrylat-Klebstoffen sind nicht feuchtigkeits- oder temperaturstabil, da unter diesen Bedingungen das Polymer wieder gespalten wird. Außerdem lassen sich nur kleine Flächen richtig verkleben. Verbindungen lassen sich mit Hilfe von Aceton (syst. Name: Propanon; enthalten in handelsüblichem Nagellackentferner) wieder lösen.
Spezielle Ester der Cyanacrylsäure finden auch in der Medizin zum Wundverschluss statt des Nähens Anwendung. Durch die feucht-warmen Umgebungsbedingungen lösen sich diese Verklebungen langsam wieder auf. Seit 1998 ist in den USA Cyanacrylat auch zur Wundbehandlung freigegeben, weil insbesondere Schnittwunden damit schnell verklebt werden können.

Anwendungsrisiken
Cyanacrylatklebstoffe können bei Anwesenheit von Wasser (z.B. auch bei zu hoher Luftfeuchtigkeit) schlagartig reagieren. Die dabei entstehende Verklebung hat hohe innere Spannungen und ist extrem spröde; sie kann keine oder nur geringe Kräfte übertragen. Man kann diesen an sich negativen Effekt aber auch nutzen, um versehentlich applizierten Sekundenkleber mit einigen Tropfen Wasser sofort auszuhärten. Die dabei entstehende opake Masse ist mechanisch wesentlich leichter zu entfernen, als wenn man bis zur regulären Aushärtung des Klebstoffes warten würde.
Bei Verklebungen auf Glasscheiben kann es durch die am Glas adsorbierten Hydroxid-Schichten ebenfalls zu schlagartigen Reaktionen kommen. Unter Umständen kann das Glas an der Verklebungsstelle brechen/ausmuscheln.
Auf jeder Packung wird davor gewarnt, dass Haut und Augenlider sehr schnell verklebt werden können. Dies kann unter Umständen so schnell geschehen, dass man keine Zeit mehr zum sinnvollen Reagieren hat. Als Erste Hilfe bei Hautverklebungen wird empfohlen, mit warmen Seifenwasser und stumpfen Gegenständen die Verklebung zu lösen. Der Klebstoff löst sich mit der Zeit langsam von alleine, ggf. kann man warten bis die oberste Hautschicht von selbst abfällt und damit die letzten Klebstoffreste. Bei verklebten Augenlidern muss man einen Arzt konsultieren, wobei anzumerken ist, dass Cyanacrylatklebstoffe bei unmittelbarem Kontakt mit einem Auge schwere Schäden anrichten können und es daher gar nicht dazu kommen sollte. Die Anwendung von Aceton ist nur dann weitgehend sicher, wenn dies fern vom Gesicht und offenen Wunden geschieht. Nach Anwendung von Aceton sollte wegen der stark entfettenden Wirkung die Haut eingecremt werden.


Das Gerücht, dass billiger Sekundenkleber mit Wasser gestreck wird, war wohl ein Aprilscherz. :wall:

mfg. Uwe
X-21

7

Dienstag, 11. Dezember 2007, 13:38

Ich kauf mir gerne mal die kleinen Tuben zu +-25Cent das Stück, da ist der Kleber sehr dünnflüssig, klebt ziemlich gut und wenn es nach dem Öffnen irgendwann zu Lagerschäden kommt, tuts nicht weh.

Abdrehfaktor

RCLine User

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8

Dienstag, 11. Dezember 2007, 22:29

Evo-Bond von Slowflyworld ist der beste Stoff im Moment.
Wir vom Team haben einhellig aufgeatmet, endlich wieder was vernünftiges gefunden zu haben, nach dem ganzen Schrott der heute so verkauft wird.

Ich lagere meinen mit nem Silicia- Trocknungspaket im verschlossenen Marmeladenglas im Gefrierschrank.

lichtl

RCLine User

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9

Freitag, 21. Dezember 2007, 09:36

Injektionsnadel!

Lagern tu ich ihn auch im kühlschrank!
geöffnete Flaschen stehn bei mir in der Werkstatt rum , die dünnflüssigen ohne deckel!
Anstatt Deckel hab ich ne Injektiosnadel drauf ,Die pasn gut auf die Flaschen
nach dem kleben ein bisschen Spucke auf die Nadelspitze und die Flasche ist verschlossen.
zum Öffnen mit den feurzeug die nadel spitze erwärmen ein bisschen Druck auf die Flasche, stehend natürlich, und die flasch ist wieder geöffnet.
so halten die 20 gr flaschen bis zu einem halben jahr! nix verklebt!
und dosieren ist auch megaeinfach!
Spritzen Nadeln gibts in der Apotheke beim Tierarzt etc.
bei letzerm hab ich so 5 euro für 100st. bezahlt und mir verschiedenen stärken mitgenommen, was sich dann auch für die nicht so hochviskosen produkte bewährt hat.
Das ganze ist übrigens nicht meine Idee son messingröhrchen zur Kleberflasche gabs vor Jahren schon mal von Greven.

wo man mit den Injetiosnadeln überall hinkommt, sie lassen sich auch noch biegen, und sparsames Dosieren ist auch möglich muß ich wohl nicht beschreiben!
Gruß Bernd
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok: