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Jettaheizer

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1

Mittwoch, 16. November 2005, 22:17

Umbau Spielzeuglokomotive

Hallo Leute,

ich habe mir vor zwei oder drei Jahren mal zur Weihnachtszeit eine Spielzeugbahn in LGB-Größe gekauft. Hersteller ist New-Ray. In diesem Set war diese Diesellok drin:



Allerdings in der Union Pacific-Lackierung, wie auf diesem Bild zu sehen:



Als erstes hab ich die Treibstangen und die Dampfzylinder entfernt... 8(
Es gibt da für alle dreiachsigen Loks tatsächlich nur ein Untergestell!
Dann hab ich die mechanische "Dampfpfeife" im Inneren der Lok deaktiviert bzw. zum Teil demontiert. Außerdem hab ich der Lok mittels Leuchtdioden Stirnlampen eingesetzt, die sogar mit der Fahrtrichtung wechseln. Vorne und hinten im Gitter sind je zwei gelbe 3mm-LEDs eingebaut, oben am Führerstand je eine gelbe 5mm LED. Hatte leider nur gelb. Die Leitungen hab ich so unsichtbar wie möglich verlegt.
Um die Lok extern mit Spannung versorgen zu können, hab ich außerdem von meiner ehemaligen FisherTechnic Bau-Spiel-Bahn stammende Schleifkontakte an´s Untergestell gebaut. Ich hab allerdings nur ein einziges LGB-Gleisstück, so daß der Funktionstest ziemlich knapp ausgefallen ist. Tut aber.
Die Leitungen zur Beleuchtung im Aufbau können ohne Werkzeug getrennt werden, so daß man beides separat bearbeiten kann.
Auf die Motorachse, wo vorher das Schaufelrad der "Dampfpfeife" saß, wird eine Schwungmasse aufgesetzt, die die Fahreigenschaften verbessern und beruhigen soll. Leider ist der Getriebemotor ziemlich laut, ich werde mir da wohl noch eine Geräuschdämpfung überlegen müssen.

Jetzt meine Frage an euch: glaubt ihr, daß es möglich ist, aus dieser Lok eine halbwegs glaubwürdige V60 zu machen?

Ich weiß, die Achsabstände sind eigentlich genau verkehrt herum und es fehlt auch die Blindwelle, aber da kann ich vielleicht auch noch was dran machen. Da nur eine Achse angetrieben ist und die anderen nur über die Kuppelstangen verbunden sind. sollte es theoretisch möglich sein (wenn der Platz innen es zuläßt), die mittlere Achse nach vorne zu versetzen. Das Untergestell komplett umdrehen geht leider nicht, da der Aufbau nur in einer Richtung draufpaßt.
Ein Problem hätte ich dann noch beim Umlackieren: die Geländer sind leider nicht demontierbar, da von innen verschweißt.

Ich möchte die Lok gerne zu einer V60 umbauen, so daß sie auf einer LGB-Anlage laufen könnte (wenn ich denn eine hätte).
Dazu müßte ich mir dann auch noch Pufferbohlen und vernünftige Kupplungen bauen/besorgen.
Die momentane Spannungsversorgung besteht aus 2 Babyzellen (3V). Da muß ich mir dann noch was einfallen lassen, damit die Lok auch mit normaler Fahrspannung (4-16VDC) laufen kann.
Da die Batterien wegfallen, wenn die Lok aus der Schiene gespeist wird, werde ich noch Ballast im Untergestell einsetzen, um die Zugkraft und die Laufruhe zu erhöhen.

Sagt mir doch bitte mal eure Meinung, was ihr von der Lok und meinem Vorhaben haltet.

Gruß,
Franz
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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Jettaheizer« (20. November 2005, 10:22)


Moorkapitaen

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2

Donnerstag, 17. November 2005, 09:13

Hallo Franz,

Du bringst einen ja echt ins grübeln:
nächste Woche bei Lidl: http://www.lidl.de/de/home.nsf/pages/c.o…chienenset.ar27

Wenn man nicht schon so viele andere Baustellen hätte ;)

Ich find's gut :ok: und wer kann Dir schon auf Anhieb sagen, wie bei der V60 die Achsabstände sitzen - weitermachen!! (und Bilder zeigen)

Jettaheizer

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3

Donnerstag, 17. November 2005, 22:54

Hallo Jürgen,

da müßte ich ja nächste Woche mal zu Lidl fahren und noch mehr Material an Land ziehen! ;)
Ich schätze mal, daß die Dickie-Lok mit meiner Identisch ist. Ich müßte mal schauen, ob ich den Karton noch finde.

Weißt Du (oder auch jemand anderes), wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Versionen der V60 liegen? Soweit ich weiß, gab es die ja als 260, 261, 361, 365, ... ???

Und weiß vielleicht noch jemand, welche RAL-Farben die verschiedenen Loks hatten?

Gruß,
Franz
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Rotorkopp

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4

Freitag, 18. November 2005, 07:00

RE: Umbau Spielzeuglokomotive

Zitat

Original von Jettaheizer
Hallo Leute,

ich habe mir vor zwei oder drei Jahren mal zur Weihnachtszeit eine Spielzeugbahn in LGB-Größe gekauft.

Moin Franz
Ich kenne die Modelle auch,und unserer Patenkind hat eine zum letzten Nikolaus bekommen.Der Maßstab ist allerdings eher 1:32 als Spur 1 ähnlich wie Märklin.
Als Neuheit gab es letztes Jahr einen Pseudo ICE.

Ps.Eine kleine Vorschau auf die kommende Jahreszeit.....
»Rotorkopp« hat folgendes Bild angehängt:
  • WINTER 2003-2004.jpg
LG Jürgen
nichts ist für die Ewigkeit
_______________________________________________

Mein erster Heli 1982 : Schlüter Heli - Baby


http://www.lgbfreundesaar.de/
http://www.lgbfreundesaar.-Forumde.vu

Moorkapitaen

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5

Freitag, 18. November 2005, 12:37

Hallo Franz,

wie so häufig, das gute liegt so nah:

www.v60.de

viel Spaß beim Lesen

Jettaheizer

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6

Freitag, 18. November 2005, 17:27

Hallo Rotor-Jürgen, ;)

das ist doch mal ein richtig schönes Bild! Bitte mach solche Bilder auch nächsten Winter von deiner neuen Anlage! :)
Ich werde mir dann nächste Woche einen Lidl in meiner Nähe suchen und mal schauen, ob ich nicht noch ein Set abgreifen kann. Habe die Verpackung meiner Bahn gefunden, die ist tatsächlich von Dickie. Also passen auch die Schienen zusammen und die Fahrzeuge sind identisch.
Den Pseudo-ICE hab ich auch gesehen, aber der war mir zu weit weg von der Realität. Dann schon lieber eine halbwegs realistische V60, die man mit etwas Aufwand glaubwürdig gestalten kann.

@Jürgen (der andere ;) ): hätte ich ja eigentlich selber drauf kommen können... :shy:

Gruß,
Franz
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Jettaheizer

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Sonntag, 20. November 2005, 16:35

Hallo Leute,

mal ein kurzer Zwischenbericht von mir.
Habe heute das Fahrwerk auseinandergeschraubt. Dann hab ich nachgemessen und siehe da, die Achse kann ich nach vorne versetzen, das paßt. Also versucht, die Kuppelstange zu demontieren, da ich ja die angetriebene Achse hinten behalten muß. Ich mußte dann feststellen, daß auch Billig-Spielzeug erstaunlich widerspenstig sein kann. Nachdem ich die Kuppelstange nicht von den Achsen herunterbekam, hab ich versucht (!!), diese kleinen Achsen von der Rückseite des Rades aus herauszudrücken. Denkste! Selbst mit sanfter Gewalt (Durchtreiber und kleines Holzhämmerchen) war nix zu wollen. Die Achsen sitzen noch immer da, wo sie waren. Leider hab ich mir bei dieser Aktion einen Bruch im Radreifen produziert... ;(
Also muß ich jetzt sehen, daß ich den geklebt bekomme und kommende Woche werd ich mir bei Lidl ein zweites Set holen. Dann mache ich aus zwei Loks eine gute und eine für einfach so.
Weiterhin hab ich beim testen mit den originalen Kunststoff-Schienen festgestellt, daß meine Stromabnehmer (die von der FisherTechnic-Bahn) für Spurweite LGB ungeeignet sind. Viel zu klein. Obwohl ich die etwa 3mm hinter der letzten Achse sitzen hatte, sind sie in der Kurve vom Gleis gerutscht und haben die ganze Lok aus dem Gleis gehoben. Da werd ich mir also auch noch etwas anderes überlegen müssen.

Gruß,
Franz

P.S.: Bilder gibt´s, wenn ich das neue Set habe.
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Donnerstag, 24. November 2005, 23:50

Hallo Leute,

heute war ich bei Lidl und hab mir einen "Work Train" gekauft. Morgen mach ich dann die ersten Fotos. Ich hab beschlossen, die alte Lok so zu lassen, wie sie ist, und stattdessen die neue umzubauen. da brauch ich dann nämlich nicht umlackieren, weil die schon rot ist. Aber mehr dazu dann ab morgen...

Gruß,
Franz
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jettaheizer« (24. November 2005, 23:51)


Jettaheizer

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Freitag, 25. November 2005, 19:10

Jetzt geht´s los!

Hallo Leute,

jetzt geht´s los mit dem großen Umbaubericht. Die Bilder sind zwar momentan noch nicht besonders gut (ich war zu nah dran, deswegen sind die unscharf), aber ich arbeite an meiner Technik....

Wie schon erwähnt, war ich gestern bei Lidl und habe mir den "Work Train" geleistet. Darin enthalten neben einem großen Gleisoval war diese Lok:



Tjaja, so kennen wir sie: eine Diesellok mit Dampfzylindern und Treibstangen! 8(
Okay, könnte eine Diesel-Druckluftlok sein, aber bei der V60 wurde dieses Antriebskonzept nie verwirklich... ;)

Dabei war ein Rungenwagen mit Radlader:



Den Rungenwagen finde ich an sich ganz gut gelungen. Der Radlader, der hier zwar Challenger heißt, aber stark einem Cat nachempfunden ist, ist eher was für den Sandkasten.

Zu der Zugpackung gab es noch eine 10-teilige Gleiserweiterung, die unter anderem zwei erstaunlich robuste und gut gemachte Weichen beinhaltet:



Wenn man bedenkt, daß dieses ganze Set nur knapp 16 EUR gekostet hat, kann man hier schon von einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis reden. Sogar eine kurze Bedienungsanleitung war enthalten, die auch das Schienen-Erweiterungsset berücksichtigt und auf den vier Din A4-Seiten (einfach gefaltetes Din A3-Blatt) in sechs verschiedenen Sprachen zwar wenige, aber ausreichende und durchaus nützliche Hinweise samt brauchbaren Zeichnungen liefert.

So, das war nun erstmal etwas über die Bahn an sich, mit dem Umbau geht´s dann in der nächsten Antwort los.

Gruß,
Franz
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Freitag, 25. November 2005, 19:34

Umbau erste Schritte

Hallo Leute,

endlich geht´s an´s Eingemachte. Ich habe beschlossen, die neue Lok komplett neu umzubauen und die alte so zu lassen, wie sie ist, weil ich ohnehin eine rote haben wollte und das Rot schon ganz gut paßt. Außerdem will ich gegenüber der alten noch ein paar Verbesserungen einbauen.

Da eine V60 mit Dampfzylindern und Treibstangen ziemlich albern aussieht, ist der erste Schritt, diesen Quatsch zu entfernen.

Zuerst nimmt man das Gehäuse ab, das von vier Schrauben (zwei mittig und zwei hinten) gehalten wird. Danach hat man dann den Rahmen vor sich:



Hier noch einmal aus anderer Perspektive:



Der schwarze Kasten beinhaltet im unteren Teil Antrieb und Getriebe, im oberen Teil die "Dampfpfeife". Dazu später mehr, wenn die auch demontiert wird.

Als nächstes schraubt man die Zylinder ab. Dabei fallen dann auch die Schienenräumer weg, die in den Zylindergehäusen eingesteckt sind. Die Schrauben befinden sich innen im Batteriefach, welches ebenfalls von einer Schraube gesichert ist. Nach den Zylindern entfernt man die Gleitbahnen, die von außen an den Lokrahmen geschraubt sind. Wenn man die weg hat, kann man mit etwas kräftigerem Ziehen und gleichzeitigem Drehen die Treibstangen von der Achse wurschteln.

Danach sieht das ganze so aus:



Nun das Gehäuse wieder lose aufgesetzt, sieht die Sache doch gleich viel besser aus:



Zum Vergleich hier noch die Union Pacific-Variante mit LED-Beleuchtung:



Mit einem aus FisherTechnic gebauten Rollenprüfstand kann man sogar (ganz schwach, weil die Batterien nicht mehr viel hergeben) die Beleuchtung bei der Fahrt sehen:



So, das war´s für den ersten Schritt. Mehr demnächst!

Gruß,
Franz
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Sonntag, 27. November 2005, 22:58

Hallo Leute,

und weiter geht´s.

Nach dem demontieren der Dampflok-Teile ist als nächstes die "Dampfpfeife" dran. Dazu nimmt man zuerst die "Steuerklappe" ab, die mit einer Schraube auf dem Getriebekasten aufgeschraubt ist:



Man sieht nun oben aus dem Kasten den Betätigungsstift herausschauen. Dann löst man rechts und links je zwei Schrauben und nimmt den Deckel des Getriebekastens aus den Verriegelungen (geht sehr leicht, trotzdem sollte man aufpassen):



Aus dem Deckel zieht man den Betätigungsstift der Klappe samt Feder heraus. Im Getriebekasten sieht man nun links das Lüfterrad und daneben Ritzel und Zahnrad zur Steuerung des Betätigungsstiftes. Das Lüfterrad und das große Zahnrad werden abgezogen, wobei das große Zahnrad nur lose auf der Achse sitzt.



Das Ritzel wird ebenfalls abgezogen. Wenn man Glück hat, zieht man die Achse, auf der das Ritzel sitzt, direkt mit heraus, ansonsten muß man da nochmal mit der Zange ran. Wenn die Achse weg ist, kann man das im Getriebekasten ein "Stockwerk" tiefer sitzende Zahnrad auch herausnehmen (das fällt einem schon entgegen). Diese Teile werden alle nicht mehr gebraucht. Auf die hintere Motorwelle, auf der vorher das Lüfterrad saß, wird später eine Schwungmasse aufgesteckt. Zunächst setzt man aber den Deckel wieder auf den Getriebekasten und verschraubt selbigen mit dem Rahmen. Tut man das nciht, hat man beim nächsten Schritt das Getriebe lose in der Gegend herumbaumeln.

Als nächstes dreht man den Rahmen um und löst die vier Schrauben, mit denen der Boden der Lok gehalten wird. Außerdem muß die Schraube vom Batteriefach herausgedreht werden. Danach nimmt man den Boden ab und blickt direkt in das Getriebe:



Bei diesen Arbeiten sollte man einen Lappen neben sich liegen haben, um die Finger abzuwischen, bevor man Fotos davon macht. Das Getriefett ist sehr anhänglich...
Erstaunlich ist, daß das Getriebe in drei Ebenen aufgebaut ist. Die mittlere Ebene läßt man allerdings mit Ausnahme des eben entfernten Zahnrades unangetastet.
Man nimmt als nächstes die Achsen komplett heraus, außerdem das lose im Getriebe eingelegte Kronrad samt seiner Achse, weil das sonst sehr schnell verloren geht.



Um nun die Achsen in ihrer Reihenfolge zu tauschen, so daß der kürzere Achsabstand nach vorne kommt, ist es nötig, den Einschnitt für die mittlere Achse nach vorne zu versetzen, dadurch sitzt die Achse dann genau vor dem Getriebekasten. Dazu aber später mehr.

Was ich interessant und praktisch finde ist, daß an der rechten Seite im Rahmenboden eine Aussparung für einen Schalter ist, die am Rahmen auch mit "On/Off" bezeichnet wurde. Von innen sind sogar zwei Hülsen angegossen, an denen der Schalter verschraubt werden soll, außerdem befindet sich an der Stelle in der Plus-Leitung von Batterie zum Fahrtrichtungsschalter eine offene Lötstelle. Anscheinend gibt/gab es diese Lok auch in anderen Ausführungen. Ich werde jedenfalls hier einen Schalter einsetzen, um bei Versorgung mit Fremdspannung die Batterieversorgung abschalten zu können.

So, das war´s für heute auch schon wieder. Mehr gibt es, wenn ich die Achse versetzt hab (hoffentlich schaffe ich das diesmal ohne Bruch...)

Gruß,
Franz

P.S.: für den Blaustich in den Fotos kann ich leider nichts, meine Cam hat leider irgendwelche Probleme mit dem Weiißabgleich. Selbst bei Automatischem Abgleich wie hier reicht Kunstlicht nicht aus, um das Motiv hell genug zu bekommen, so daß die Cam auch wirklich vernünftig Weiß abgleicht.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Jettaheizer« (27. November 2005, 23:42)


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Mittwoch, 30. November 2005, 20:51

Hallo Leute,

es gibt mal wieder einen kurzen Zwischenbericht. Hab heute die Achsfolge geändert.

Hab die Kuppelstangen mit sanfter Gewalt an der ersten und dritten Achse abgemacht und umgekehrt wieder montiert. Dann hab ich an besagter Stelle im Rahmen die Aussparung für die Achse eingebracht. Wie erwähnt, sitzt die Achse jetzt genau zwischen Getriebekasten und Trennsteg zum Batteriefach:



Nach dem Schmieren der Achsen (mit Tamiya-Getriebefett) konnte ich das Thema Achsen abschließen und den Boden wieder anschrauben. Jetzt gefällt mir das schon besser:



Vielleicht bau ich irgendwann noch eine Blindwelle ein, aber so reicht mir das erstmal.

Als nächstes werd ich mir die "Schürzen" am hinteren Teil des Rahmens vornehmen. Dann gibt´s wieder einen Statusbericht.

Gruß,
Franz
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13

Freitag, 2. Dezember 2005, 20:44

Hallo Leute,

es geht wieder weiter.
Habe gestern die Schwungmassen für meine Loks bekommen (nochmal vielen Dank Torsten!!!) und natürlich gleich in der Lok eingesetzt. Die gute Nachricht: die Passung der Bohrung ist perfekt! Die schlechte Nachricht: ich bekomme die Schwungmasse nicht weit genug auf die Motorwelle geschoben (obwohl die Bohrung tief genug ist und ich noch zusätzlich eine "Entlüftungsbohrung" reingebracht habe). Folge: ich mußte den oberen Deckel vom Getriebekasten aufmachen, weil sonst die Schwungmasse von innen festgeklemmt hätte. Dazu habe ich einen Fräser aus der Oberfräse in den Akkuschrauber gespannt und mal kurz reingehalten. Leider war der Fräser so scharf, daß er binnen Sekunden den Kunststoff weggeraspelt hatte. Jetzt sieht der Deckel nicht mehr besonders schön aus. Aber in der Lok stört das zum Glück keinen....
Und so sieht das Teil jetzt mit Schwungmasse aus:



Erste Fahrversuche mit zwei nicht mehr besonders vollen Batterien und Schwungmasse waren absolut erfolgreich. Die Lok beschleunigt wie das Original. Leider bremst sie jetzt sehr träge, aber das wird sich wohl etwas geben, wenn die Lok erstmal ein ordentliches Gewicht hat und sich somit die Reibung in den ziemlich uneffektiven Lagern erhöht.

Mittlerweile hab ich auch den Rahmen bearbeitet, damit er mehr nach V60 aussieht. Dadurch fällt leider umso stärker auf, daß die Räder viel zu klein sind und zu eng beisammen sitzen. Aber es sieht trotzdem besser aus, jetzt wo alle Spuren von Dampflok verschwunden sind:



Und hier das ganze nochmal von der anderen Seite aus ohne Gehäuse:



So, als nächstes steht die Bearbeitung des Gehäuses auf dem Plan.

Bis dahin,

Gruß,
Franz

P.S.: ihr dürft gerne eure Meinung sagen und Kommentare abgeben! ;)
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14

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 21:44

Fotos

Hallo...

Nimm doch bitte mal den Blaufilter vom Objektiv runter, damit die Bilder einigermassen "geniessbar" sind...

Oder kannst auch mit einem Mausklick die Bilder einigermassesn korrigieren, dann sieht es so aus...

Domino
»Domino510« hat folgendes Bild angehängt:
  • Demo.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Domino510« (14. Dezember 2005, 21:49)


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Mittwoch, 14. Dezember 2005, 22:04

Hallo Domino,

es tut mir leid, aber das ist der bescheidene Weißabgleich meiner Cam und kein Blaufilter...
Aber wenn Du mir verrätst, wie Du das mit dem Bild gemacht hast, überarbeite ich meine Bilder in Zukunft.

@all: kurze Info zwischendurch: ich bin noch immer mit dem Gehäuse der Lok zugange. Wird wohl auch noch eine Weile dauern. Heute ist die neue Beleuchtung angekommen (Conrad macht´s möglich), werd ich mich aber erst nach dem Gehäuse drangeben.

Gruß,
Franz
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16

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 22:11

Bilder

Hallo Franz,

Wenn das der originale Weissabgleich deiner Cam ist, dann würde ich sie aber schleunigst zum service bringen...

Aber wie du ja gesehen hast, lässt sich so ein Farbstich ohne weiteres korrigieren, dies sogar vollautomatisch und ohne dabei was denken zu müssen... Vorausgesetzt, du Hast den Photoshop von Adobe... "Autotonwertkorrektur" heisst das Zauberwort dort, auch wenn es bei Profis verpönt ist, für die Korrektur deiner Bilder ist es beinahe ideal...

Domino

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Domino510« (16. Dezember 2005, 03:23)


17

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 22:32

Bilder

Hat sich erledigt

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Sonntag, 18. Dezember 2005, 16:53

Hallo Domino,

Adobe Photoshop hab ich leider nicht. Aber ich werde versuchen, meine nächsten Bilder etwas besser hinzukriegen.

Gruß,
Franz
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Samstag, 24. Dezember 2005, 13:38

Hallo Leute,

falls ihr euch fragt, was ich so lange am Gehäuse mache...

Die Macher dieser Spielzeuglok haben sämtliche Zierstreifen, die normalerweise nur auflackiert sind, erhaben an das Gehäuse angegossen. Ist ja einerseits ganz nett, aber andererseits überhaupt nicht vorbildgetreu. Und nun bin ich schon seit Tagen damit beschäftigt, sämtliche Zierleisten mittels Skalpell und Schleifpapier zu entfernen. Eine sehr zeitraubende Arbeit...
Natürlich hätte ich die Leisten auch dranlassen können, aber dann hätte ich keine vorbildgetreue Lackierung hinbekommen, weil die Leisten nicht annähernd die richtigen Maße und Formen haben. Also mache ich mir die Mühe und schnippel das alles ab (und mir ab und zu in den Daumen, so wie letzten Sonntag...).

Gruß,
Franz
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Donnerstag, 12. Januar 2006, 17:20

Also doch Fernsteuerung...

Hallo Leute,

während sich die Arbeiten am Gehäuse weiter hinziehen (ist ne Mords-Fummelei...), hab ich das Fahrgestell auf Funkfernsteuerung umgebaut. Ein erster Funktionstest gestern verlief absolut zufriedenstellend. Jetzt muß ich nur noch die endgültige Position der RC-Komponenten festlegen (vor allem die Antennenverlegung macht mir noch etwas Sorgen) und einen passenden Akku zusammenhäkeln und dann kann ich das Thema Fahrgestell und Antrieb erstmal beiseite legen.
Einen "Eingriff" gibt es dann nur noch, wenn ich die Beleuchtung einbaue und anschließe. Die werd ich vermutlich über einen 2 Kanal Memory-Schalter auf den 2. RC-Kanal legen.
Zum Umbauen auf RC mußte ich übrigens das komplette Fahrgestell einschließlich Getriebebox zerlegen...
Fotos gibt´s, sobald die Komponenten an ihrem Platz sitzen.

Gruß,
Franz
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