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1

Mittwoch, 8. März 2017, 16:04

3D Drucker - aber welchen ?

Hallo !

Wenn ich hier die Postings so ansehe, habe ich den Eindruck, hier
- weiss jeder alles
- hat jeder was er braucht
- bloß mit Blender kennt sich keiner aus, daher die Tutorials ;)

Hat denn hier noch niemand ganz unschuldig die Frage gestellt, welcher Drucker aus dem nun doch recht ansehnlichen Angebot er denn nun nehmen soll ?
Bin ich da wirklich der erste ?

Nun denn , dann ist's eben so . . .

OK - die Teile die ich herstellen möchte kommen für Mini-Helikopter zum Einsatz, die maximale Größe der Teile wird wahrscheinlich so um die 200 mm liegen, wobei dies die max. Ausdehnung darstellt, besser gesagt : Quader etwa 60 x 60 x 200 mm
Für mich weiters interessant ist die erzielbare Maßhaltigkeit - wie weit unterscheidet sich also das Ergebnis von der Konstruktionsunterlage ?
Weiters : Die erzielbare Genauigkeit, wichtig für z.B. Kugellagerbohrungen/Sitze.
Sodann die Güte der Oberfläche, wobei ich sagen muss, dass das was ich bisher auf z.B. Modellbaumessen gesehen hatte durchaus reicht.
Mit der Frage des verwendbaren Materials ist zugleich ja auch die erreichbare Festigkeit gemeint. Die ist natürlich nicht unwesentlich da ich vor allem Mehrblatt-Rotorköpfe für meine Mini-Helis herstellen möchte sowie auch die dazugehörenden Blatthalter. Wobei natürlich unter Festigkeit die Zugfestigkeit ausschlaggebend ist.

Zu den Druckern selbst :
Da gibt's z.B. offene und geschlossene - was macht da den Unterschied aus ?
Wie werden Hinterschneidungen gedruckt ? Oder : Wie drucke ich z.B. einen Gitterrumpf ? Worauf ist hier beim Drucker zu achten ?

Dann habe ich auch gesehen dass es Drucker gibt wo gleich zwei Filamentspulen vorhanden sind. Was bringt das ?

Und überhaupt : Selbstbau empfehlenswert ? Trau' ich mir eigentlich zu, aber bringt's was ? Und es ist glücklicherweise nicht so, dass ich jeden Cent zweimal umdrehen muss . . .

Hinweise auf empfehlenswerte, brauchbare (!!!) Literatur werden gerne entgegengenommen ! Ebenso Links auf empfehlenswerte Fachforen !

Nach der zu verwendenden Software hatte ich nicht gefragt, es wurde öfters Blender genannt, dies hätte ich.

Mit bestem Dank im voraus
Gerhard

Exbird

RCLine User

Wohnort: Wien 5

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2

Mittwoch, 8. März 2017, 16:12

wäre da nicht lupusprimus der richtige Ansprechpartner??? nur so eine Idee :)
Ein guter RC-Pilot hat mindestens so viele Landungen wie Starts!

Rudi sagt: "Einmal Futaba, immer Futaba!" Rudi hat wie immer RECHT!!! 8)

3

Mittwoch, 8. März 2017, 16:37

Selbstverständlich, der Leitwolf hilft immer gerne ! :ok:

Ich möchte halt nur die Leute hier in der Druckerecke etwas "aufscheuchen" . . . 8)
Ich hoff' sie nehmen's mir nicht übel . . . :O

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Dortmund

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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4

Mittwoch, 8. März 2017, 18:52

...
Ich hoff' sie nehmen's mir nicht übel . . . :O
Aber sowas von! ;)

Hi Gerhard,
ich will jetzt nicht alles einzeln zitiert auseinanderpflücken, deswegen etwas unzusammenhängend.

Gute deutsche/deutschsprachige Foren:
http://forums.reprap.org/index.php?236
http://www.3d-druck-community.de/index.php
Ist aber wie hier auch: wer länger da drin ist weiss alles und meint, Neuankömmlinge wissen nix,
können sich selber nix erklären und haben sowieso keine Ahnung...

Drucker:
Brauchbar sind aus ibäh der Prusa i3 Bausatz oder der Rostock Delta für 180,- - 220,-.
Klar hat man für den Toto nicht den Top-Drucker, aber man kann viel nach- und aufrüsten.
Teile bei den üblichen Verdächtigen, BG/DX/GLB/AliEx oder in D bei https://www.roboter-bausatz.de/

Offen/geschlossen: Ist materialabhängig. Einige Filamante mögen es warm, andere nicht. Das betrifft
auch ein Heizbett. Bei mir geht zb PetG nicht ohne Heizbett auf ~85°C. PLA braucht zB nix.
PetG ist sowieso recht sensibel, haftet bei mir nur direkt auf dem Alu-Bett mit Schwarzkopf 3-Wetter-Taft 4.
Direkt, Blue Tape, Prittstift geht alles bei mir nicht. Austesten und nicht aufgeben!
Die Hersteller geben immer Richtdaten für die Materialien an. zB
http://reprapuniverse.com/catalog/store.…pctgef89jnb72l1

Material: für Dich wäre wohl ABS und PetG wichtig.

Für Hinterschneidungen/Überhänge kann der Slicer Supports errechnen. Also Stützmaterial, was
hinterher entfernt wird.

"2 Filamentspulen", sog. Dualextruder drucken 2-farbig und können on-the-fly die Farbe wechseln.
Gibt es auch bis zu 4 Extrudern, mal mit 1 Hotend (Zyklop), mal mehrere.

Software! Kann Blender slicen? Oder zeichnet man da nur? Ich glaube, da gibt es ein AddOn?!

Selbstbau ist immer empfehlenswert, imho aber erst, wenn man ein klein wenig Erfahrung hat und seine Richtung kennt.

Erstmal...

CU Eddy
Am Anfang war es ziemlich krumm, das war natürlich ziemlich dumm.
Ich wollte es zum Guten wenden und zog und bog an beiden Enden.
Und als es endlich grade war, da war es ab - was schade war...

5

Mittwoch, 8. März 2017, 19:00

Gedruckte Rotorköpfe?
Da will ich nicht in der Nähe stehen. Kauf die besser eine Portalfräse und mache das aus dem Vollen.
Die Festigkeit von gedrucktem Kunststoff ist gefühlt 25% der von gespritztem Kunststoff.

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Dortmund

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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6

Mittwoch, 8. März 2017, 19:54

Einerseits geht es ja nicht nur um Rotorköpfe. Andererseits habe ich schon bei 400ern Köpfe gesehen,
die man besser gedruckt hätte. Da hätte ich mehr Vertrauen gehabt...

Ist ja nicht nur eine Konstruktions-/Materialfrage, sondern auch, wie es gedruckt und positioniert wird.
Und ICH traue anderen auch zu, sowas entsprechend zu testen und muss nicht sofort den Zeigefinger heben.
Erstmal ging es um Drucker-Infos. Und dann: Versuch macht kluch.

CU Eddy
Am Anfang war es ziemlich krumm, das war natürlich ziemlich dumm.
Ich wollte es zum Guten wenden und zog und bog an beiden Enden.
Und als es endlich grade war, da war es ab - was schade war...

7

Donnerstag, 9. März 2017, 00:48

@officejet
Normalerweise würde ich deine Bedenken teilen - aber wie du an dem Bildchen siehst treib' ich mich immer noch mit dem Kleinzeugs rum . . . :D
Der gezeigte Kopf ist aus Alu gedreht und gefräst, die Blatthalter sind "gebaut" aus Heckblatthaltern vom 4G6 bzw. der 120er Serie von Walkera.
Bei diesen Größenordnungen rechne ich nicht mit großen Festigkeitsproblemen.



@comicflyer
Vielen Dank für die Hinweise !
Heizbett . . .
Slicer . . .
Aha. 8)
Vorweg eine konkrete Frage zum Stützmaterial bei Hinterschneidungen (Funktion ist mir natürlich klar) : Was ist das für ein Material ? Soll sich ja einerseits nicht mit dem Filamentmaterial verkleben, andrerseits soll der Stützaufbau ja auch ein bissel Festigkeit haben. Brauch ich dafür einen zweiten Kopf ?

Schöne Grüße
Gerhard
»GerhardH« hat folgendes Bild angehängt:
  • CIMG3803.JPG

CorpseGuard

RCLine User

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Müllkutscher

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8

Donnerstag, 9. März 2017, 05:36

Ich versuche es mal in meinen Worten wiederzugeben. Das stützmaterial ist halt das was du auf der Rolle hast. Er druckt Schlangen förmig Material mit kleinem Zwischenraum. Darauf kommt nachher der Layer zum liegen. Der Support von der slicersoftware Simplify3D lässt sich sehr leicht am Ende entfernen. Kleine Überhänge kann man aber auch ohne Support drucken bei Pla. ABS nutze ich selber nicht da es mit nem offenen bauraum ziemlich übel zu drucken ist. Verformt sich ziemlich schnell wenn nicht genug Hitze da ist.

Als Drucker nutze ich einen geeetech prusa pro x. Der ist für mich gut geeignet. Zumindestens für mich. Mit 260euro war er recht günstig und mit einigen Änderungen macht er extrem gute arbeiten.

Ich hoffe das ich es einigermaßen verständlich erklärt habe, damit tu ich mich meist sehr schwer :)
Bitte weitergehen!

Hier gibt es nichts zu sehen!!!

Ich bin keine Signatur. Ich putze hier nur!!!

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Dortmund

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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9

Donnerstag, 9. März 2017, 08:22

Hi Gerhard,
beim 3D-Druck nennt man das Überhang. Hinterschneidung nennt man es beim Tiefziehen.

Der Slicer rechnet einfach Material dazu, wo die Form frei ohne Halt in die Luft gedruckt werden müsste.
Da das aber nicht geht, muss Support drunter. Das wird einfach mitgedruckt und hinterher entfernt.

Hier ist zB ein sogenannter "Brim" mitgedruckt, um die Auflage auf dem Bett zu vergrössern.

Quelle:[url]http://patentyogi.com/american-inventor/near-instantaneous-3d-printing-technology-from-disney/[/url]

Bei kartesischen Druckern wird mit recht hoher Geschwindigkeit/Beschleunigung das Bett verfahren. Wenn ein
Druckteil da nicht genügend Halt hat, kann es umfallen. Hier gibt es auch Drucker, die das Bett nur in Z verfahren.
Da ist aber andere Bauweise (H-Belt).

Parametrische Drucker (Deltas) fahren nur das Hotend. Die können auch ein wenig schneller fahren/drucken.
Haben dann aber zwischen Extruder und Hotend einen Bowden, der bei weichem Material uU Probleme macht.

CU Eddy
Am Anfang war es ziemlich krumm, das war natürlich ziemlich dumm.
Ich wollte es zum Guten wenden und zog und bog an beiden Enden.
Und als es endlich grade war, da war es ab - was schade war...

10

Donnerstag, 9. März 2017, 19:48

Die Belatbarkeit von gedrucktem PLA ist lange nicht so hoch wie bei dem Kunststoff wo man so kennt.
Gerade bei den Micros sind die Drehzahlen doch recht hoch. Die Größe spielt auch keine Rolle. Bei größeren Modellen werden die Teile ja auch größer.
Vario baut auch 2m Köpfe mit Kunststoffblatthaltern.
Ich glaube nicht dass das hält und ein Lasersinterdrucker wird wohl nicht ins Budget passen.
Zudem, wie viele Köpfe kannst du dir für einen 3D Drucker mir ungewissem Ausgang kaufen?
Da wäre eine Portalfräse wo man das ganze aus Alu fräst meiner Meinung nach besser angelegtes Geld, aber jedem sein eigenes Leid.

Warum lässt du dir nicht mal deine Teile drucken um das Ganze mal zu Testen? Gibt doch genug Anbieter wo das für schmales Geld machen und die meisten haben sicher nicht den billigsten Drucker.
Auch brauchst du ein 3D CAD und musst das noch bedienen können.

11

Freitag, 10. März 2017, 07:39

Ich möchte ja nicht den Eindruck erwecken, beratungsresistent zu sein, aber ich hab' natürlich auch meine Gründe.
Und bin sicher nicht gewillt, offenen Auges in irgendein Messer zu rennen . . .
Die Belatbarkeit von gedrucktem PLA ist lange nicht so hoch wie bei dem Kunststoff wo man so kennt.
Dzt. bin ich noch auf der Suche nach Festigkeitsangaben. Irgendjemand muss doch schon einmal irgendwo so ein Prüfstück gedruckt und in eine Prüfeinrichtung eingespannt haben, das kann doch kein Mirakel sein . . .
. . . und ein Lasersinterdrucker wird wohl nicht ins Budget passen.
Ich vermute mal das sind die Dinger welche man unter der Bezeichnung "Stereo-Lithografie" findet. Deren Preise sind nicht dergestalt, dass es mich gleich umhaut. Es scheint mir eher das ganze Handling eher aufwändig zu sein, das ganze scheint sich ja in einem Bad abzuspielen.
Zudem, wie viele Köpfe kannst du dir für einen 3D Drucker mir ungewissem Ausgang kaufen?
Nun ja, gerade bei unserem Hobby sind Rentabilitätsüberlegungen doch ziemlich weit hinten angestellt ! :D
Und vor allem : Es geht ja nicht bloß um Köpfe ! Da gibt's ja z.B. auch noch Blatthalter und wenn wir den Kopfbereich verlassen gibt's immer noch genug zu tun. So waren der letzte Rumpf, den ich für einen nCPx erstanden hatte schon gedruckt, da er für einen anderen Motor konstruiert war.
Da wäre eine Portalfräse wo man das ganze aus Alu fräst . . .
Portalfräse klingt mehr nach zweidimensional (und sieht auch so aus), wird auch oft als Graviermaschine bezeichnet, bin da nicht so der Experte.
Jedenfalls hab ich CNC Maschinen, welche die Dinger fräsen welche ich brauche anders in Erinnerung (irgendwas mit 6 Freiheitsgraden ?).
Warum lässt du dir nicht mal deine Teile drucken um das Ganze mal zu Testen? Gibt doch genug Anbieter wo das für schmales Geld machen und die meisten haben sicher nicht den billigsten Drucker.
Durchaus brauchbarer Vorschlag, hab' auch schon dran gedacht.
Voraussetzung für "schmales Geld" ist aber sicher dies :
. . . Auch brauchst du ein 3D CAD und musst das noch bedienen können.
Um das werde ich eh nicht herumkommen. Schreckt mich nicht zu sehr, da ich fallweise auch mit sowas zu tun habe/hatte, z.B. für die Erstellung von Objekten für Flugsimulatoren.

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Dortmund

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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12

Freitag, 10. März 2017, 11:04

Portalfräse klingt mehr nach zweidimensional (und sieht auch so aus), wird auch oft als Graviermaschine bezeichnet, bin da nicht so der Experte.
Jedenfalls hab ich CNC Maschinen, welche die Dinger fräsen welche ich brauche anders in Erinnerung (irgendwas mit 6 Freiheitsgraden ?).
Nee nee Gerhard,
eine Portalfräse ist schon immer 3D. Auf Z sitzt ebenso ein Stepper wie auf X/Y.
Allerdings kann man natürlich nur von oben fräsen oder man muss das Werkstück
wenden und dafür evtl. Passstifte/Passbohrungen vorsehen, damit die Maße stimmen.

Es gibt allerdings auch Fräsen mit dreh-/schwenkbarem Fräskopf. Der kann dann auch seitlich ans
Werkstück (Hinterschneidungen!), aber immer noch nicht von unten. Alternativ kann man für die
4. Achse einen (Teilapparat mit) Schrittmotor nehmen und das Werkstück damit drehen. Geht aber
auch nur um 1 Achse. Da die meisten CNC-Steuerungen 4 Ausgänge haben, wird das recht oft so
gemacht.

Du hattest oben auf Blender hingewiesen. Falls Du doch Alternativen suchst:
1. Freecad (frei!) ist spezialisiert auf 3D, im YT viele gute Tuts, kann auch gut Freiform/Meshing.
Manchmal etwas umständlich, aber sehr gute Ergebnisse. 2D-DXF-Export ist auch möglich.
2. Ich verwende ViaCAD 3D v9 (~80-90€), das kann auch 3D (stl). Stärke liegt aber bei 3D auf
geometrischen Formen, was für Dich ja zutreffend wäre. Freiformmodellieren ist da möglich,
aber nicht so simpel. Die neue v10 soll da Fortschritte haben, kenne ich aber noch nicht.
3. Fusion360 (frei für Privat!!!) kann alles sehr gut. Zwingend ist hier ständiger Inet-Zugang
und die Daten liegen in der Cloud bei Autodesk. Wenn die das Lizenssystem mal ändern, steht
man evtl. blöd da. Bis darauf eigentlich ein Favorit. Auch viele gute Tuts im YT.

Wichtig nach meiner Meinung beim CAD: Import von jpg, dxf, stl / Export dxf, stl, pdf.
jpg-Import ist Pflicht, bmp/png angenehm.

CU Eddy
Am Anfang war es ziemlich krumm, das war natürlich ziemlich dumm.
Ich wollte es zum Guten wenden und zog und bog an beiden Enden.
Und als es endlich grade war, da war es ab - was schade war...

13

Freitag, 10. März 2017, 11:46

Hi Eddy !
. . . eine Portalfräse ist schon immer 3D. Auf Z sitzt ebenso ein Stepper wie auf X/Y. . .
Den Z-Stepper hab ich natürlich gesehen, das erreichbare Ergebnis ist für mich halt eher ein Relief, eben ohne Hinterschneidungen. Kann natürlich sehr brauchbar sein je nach Anwendungszweck.
Ich hab halt immer vor Augen die Alu-Blink-Blink Dinger für die kleinen Helis von Rakonheli oder Microheli, die werden halt auf Automaten (in Vietnam !!!) gefertigt, an so was braucht unsereiner gar ned denken.
Aber so eine PF wäre neben dem Drucker natürlich eine wertvolle Bereicherung des Maschinenparks 8)

Puncto 3D-Software :
Ist in der Szene eigentlich auch SketchUp vertreten ? Ich hatte mal Gelegenheit (und Zeit) ein wenig damit herumzuprobieren (Objekterstellung für Flightsim) und war ob der einfachen und intuitiven Bedienung begeistert. Ansonsten hab ich nur ein bissel mit 3DMax gearbeitet, das liegt dem MS-Flightsimulator bei, ist aber höfl. ausgedrückt sehr mühsam.
Blender (Kaufversion von irgendwann einmal) hab ich zwar herumliegen, aber mich noch nicht damit befasst.

Ich bin noch lange nicht mit den Basics durch, z.B. finde ich unter den angebotenen Druckern auch Geräte welche die geheimnisvolle Bezeichnung "3D-Litho" führen und ebenfalls für Prototypenfertigung eingesetzt werden, z.T. relativ (!) teuer, finden sich aber auch billigere Geräte darunter. Sie scheinen irgendwie in einem Bad zu arbeiten, also vom Handling vielleicht eher anspruchsvoll.

Hab mich hier im Forum mal angesehen was die Kollegen so auf die Beine stellen, muss sagen dass mich der Flieger von Corpseguard mit etwas offenem Mund hat dastehen lassen . . .
Allerdings scheint's so zu sein, dass viele Kollegen nach gekauften 3D-Daten drucken - aber schon die Einstellung gewisser Druckparameter scheint schon eine Wissenschaft für sich zu sein. Was ich aber damit sagen will : Für konstruktive Änderungen am Modell ist höchstwahrscheinlich ein Eingriff via 3D-Software nötig (falls überhaupt möglich !). Corpseguards Problem mit seinem Fahrwerk scheint mir so ein Beispiel zu sein, ohne "Stahldrahtseele" o.Ä. wird das nix. Scheint aber nicht vorgesehen gewesen zu sein.

Hab mich gestern auch gleich in der "3D Drucker Community" registriert, warte halt momentan auf die Freischaltung . . .

Schöne Grüße
Gerhard

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Dortmund

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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14

Freitag, 10. März 2017, 13:05

Ist in der Szene eigentlich auch SketchUp vertreten ? ...
SketchUp von Google ist seit 2-3 Jahren schon nicht mehr kostenlos.
Deswegen dürfte die Verbreitung wohl abnehmen...

Zitat

...z.B. finde ich unter den angebotenen Druckern auch Geräte welche die geheimnisvolle Bezeichnung "3D-Litho" führen und ebenfalls für Prototypenfertigung eingesetzt werden, z.T. relativ (!) teuer, finden sich aber auch billigere Geräte darunter. Sie scheinen irgendwie in einem Bad zu arbeiten, also vom Handling vielleicht eher anspruchsvoll.
Ich denke, Du meinst die Harz-Laser-Drucker?!?
Da wird wohl ein flüssiges Harz schichtweise mit Laser ausgehärtet. Edel - edel...

Ansonsten: hat man eine Standbohrmaschine, braucht man eine Drehbank.
Hat man eine Drehbank, braucht man eine Fräse.
Hat man eine Fräse, braucht man eine Styroschneide.
Hat man eine Styroschneide, braucht man einen 3D-Drucker.
Es nimmt einfach kein Ende! :D

CU Eddy
Am Anfang war es ziemlich krumm, das war natürlich ziemlich dumm.
Ich wollte es zum Guten wenden und zog und bog an beiden Enden.
Und als es endlich grade war, da war es ab - was schade war...

15

Freitag, 10. März 2017, 18:08

Dzt. bin ich noch auf der Suche nach Festigkeitsangaben. Irgendjemand muss doch schon einmal irgendwo so ein Prüfstück gedruckt und in eine Prüfeinrichtung eingespannt haben, das kann doch kein Mirakel sein . . .
Da wirst du keine genauen Angaben finden, da es ja nicht nur um die Festigkeit des Grundwerstoffs geht.
Der Drucker und die Druckmethode machen den großen Unterschied.
Je dichter dieser Druckt und je weniger Luft im Inneren übrig bleibt, desto stabiler wird es.
Auch spielt die Temperatur beim Drucken eine große Rolle, die Heizplatte schafft es nicht hohe Konturen noch gescheit zu beheizen, daher nimmt bei fortschreitender Höhe die Festigekeit der Bindung untereinander ab. Daher ist Heutzutage auch kein ernst zu nehmender Drucker mehr ohne Kabine. Die brauchst du um nicht zu viel Wärme zu verlieren.
Ich vermute mal das sind die Dinger welche man unter der Bezeichnung "Stereo-Lithografie" findet. Deren Preise sind nicht dergestalt, dass es mich gleich umhaut. Es scheint mir eher das ganze Handling eher aufwändig zu sein, das ganze scheint sich ja in einem Bad abzuspielen.
Nein, da wird ein Pulver eingefüllt und ein Laser schmilzt dieses Schicht für Schicht. Damit bekommt man die besten Ergebnisse hin.
Für den Preis kriegst aber auch schon ein vernümftiges Auto.

Zitat

Portalfräse klingt mehr nach zweidimensional (und sieht auch so aus), wird auch oft als Graviermaschine bezeichnet, bin da nicht so der Experte.
Jedenfalls hab ich CNC Maschinen, welche die Dinger fräsen welche ich brauche anders in Erinnerung (irgendwas mit 6 Freiheitsgraden ?).


Also die Zeiten von Lochstreifen und Kurvenautomaten sind etwa 35 Jahre vorbei.
https://www.youtube.com/watch?v=8Lh600hVyt8

Das kann heute jede CNC Fräse mit der richtigen Cam Software. Auch die Eigenbauten und Bausätze, zumindest wenn sie stabil genug gebaut sind.
Ich habe die hier.


https://www.youtube.com/watch?v=m-sq5Qiy…olnzb4_&index=1

Die 3D Drucker sind auch nix anderes als CNC Fräsen mit einem Druckkopf statt einem Fräser.
Es gab auch schon Leute die auf ihrer Portalfräse gedruckt haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »officejet« (10. März 2017, 18:24)


DJK94

RCLine User

Wohnort: Hamburg

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16

Freitag, 10. März 2017, 19:06

Zum einem mal was zu den Drucktypen.
Zum einen gibt es die schichtweise "Heißklebepistole was wohl die meisten bei den Privaten Anwendungen vor Augen haben. Der genaue Begriff fällt mir grad nicht ein.
Bei Stereolithogrphie wird ein Harz über Laser oder UV lokal zum Aushärten gebracht. Jede Bahn wird entweder von einem Strahl abgefahren, oder es werden Masken erstellt bei denen dann die Bahn frei bleibt, wo Material stehen bleiben soll. Hier sind schon recht gute Oberflächen und wohl auch Materialeigenschften drin.
Beim Lasersintern wird ein Pulver Schicht für Schicht aufgetragen und lokal angeschmolzen. je nach Prozess ist hinterher noch ein Backen für den entgültigen zusammenhalt nötig. Lasersintern ist mit vielen Kunststoffen und Metallen möglich. ergibt auch gut belastbare Strukturen ist aber eben von den Anlagen her teuer durch die Technik.

Grüße

Daniel

Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: noch ja

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17

Freitag, 10. März 2017, 19:12

Die 3D Drucker sind auch nix anderes als CNC Fräsen mit einem Druckkopf statt einem Fräser.

Einen 3D Drucker betrachte ich ich als Negativfräse, der nimmt nichts weg sondern fügt hinzu.
Im übrigen gibt es keine 2 D-Fräse. Selbst ein Plotter hat drei Achsen und hinterlässt dreidimensionale Strukturen.
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

18

Samstag, 11. März 2017, 10:40

Portalfräse

Hier nun einige Beispiele von Alu-Teilen welche ich dzt. beziehe.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas auf einer Home-Portalfräse mit vertretbarem Aufwand herstellen lässt. Lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.
Andrerseits glaube ich schon, dass sich sowas drucken lässt, mit welchem Verfahren auch immer . . .

Beispiele von z.B. Rakonheli :
DFC-Head Combo f. nanoCPx
3-Blade Head Combo f. nanoCPx
Main Blade Grips nanoCPx
Main Center Hub nanoCPx

19

Samstag, 11. März 2017, 11:24

Hallo Gerhard,
drucken lässt sich das sicherlich. Es kommt halt auf die gewünschte Festigkeit und Material an...
Hier mal ein Link damit du einen Überblick über unterschiedliche Materialen (Druckverfahren FDM) bekommst.

https://www.filamentworld.de/shop/

Teilweise sind auch die Zugfestigkeiten etc. angegeben.

https://www.filamentworld.de/shop/filame…nylon-filament/

Ich war Ende 2016 genau an der gleichen Stelle wie Du. Hab mir dann ein BilligPrusaderviat von HK für 180€ geholt.
Damit lässt sich drucken, er ist allerdings schon ein arg billiges Teil und das merkt man sobald der Druck länger als 8 Stunden geht.
Angefixt vom 3D Druck hab ich mich dann für einen CoreXY Bausatz von Aliexpress entschieden. Mechanisch ist er fertig, ich komm derzeit leider nicht dazu Ihn fertig zu verkabeln - ist ja auch Skisaison...

Gruß
Bernhard

20

Samstag, 11. März 2017, 11:49

Klar lässt sich sowas auf einer Portalfräse mit 4. Achse fräsen.
Zwar nicht in einer Aufspannung, aber es geht.
Die Home Made Fräsen unterscheiden sich zu den Industriefräsen in Sachen Möglichkeiten kaum. Es dauert halt nur länger auf so einer Portalfräse.
Die Industriefräsen sind halt nur schneller, präziser, stabiler und haben einen automatischen Werkzeugwechsler.

Wobei so eine Portalfräse mit anständigen Spindeln auf 0,02mm genau Arbeitet, das schafft der Home Made 3D Drucker nicht.
Auch musst du da alle Lagersitze nacharbeiten.
Darf ich mal fragen welche Wandstärken du da hast? Also so Filigran aus gedrucktem Kunststoff, das wird wohl eher ein Standmodell.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »officejet« (11. März 2017, 11:55)