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Rigger

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1

Samstag, 26. März 2005, 23:42

rumpf-urmodell in spanten-schaum-bauweise

Tach auch,

ich wollte mich mal an ein erstes Urmodell trauen! Gelesen habe ich viel, jetzt muss ich es einfach tuhn :)

Soll ein Rumpf für einen Zweck-Segler bei rauskommen. Zum Üben und für den Fall dass das Ergebnis brauchbar ist, werde ich wohl mit einer Aufstecknase beginnen.



Mit einer fertig laminierten Nase sollte das Urmodell vom restlichen Rumpf leichter zu machen sein (Aufstecknase auf das Urmodell vom Rumpf schieben, Rumpf anpassen...).
Das Urmodell wird aus Spanten und Schaum aufgebaut.
Viele "Urmodell-Bauer" kleben zwischen die Spanten Styrodur und schleifen es auf die Spantenform herunter. Weil ich mir nicht zutraue das Modell wirklich schön rund zu schleifen spendiere ich einfach mehr Spanten (wird eh gelasert):



Bei der "Nasenspitze" ziehe ich mich mit einem 38 mm Spinner aus der Affäre :D
Weiterer Vorteil: Bei einem eventuell motorisierten Segler stimmt der Übergang vom Spinner zum Rumpf.

So.. weil jetzt aber so viel Holz im Weg ist kann ich schlecht Styrodur in die Hohlräume kleben. Hier meine Überlegung: Mit PU-Schaum ausschäumen!
Geht das? Hat es schon jemandgemacht? Und reicht der 1K-PU-Schaum aus dem Baumarkt ?

Nach der Formgebung wird das Urmodell wie gehabt GFK-beschichtet und einigen Spachtel- und Schleif-Durchgängen unterzogen...

Tja, dann sagt mir mal Eure Meinung :)
Gruss, Anas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rigger« (30. März 2005, 00:24)


2

Sonntag, 27. März 2005, 11:18

Worauf Du (wenn das sonst funzt) auf jeden Fall achten solltest, ist, dass der Schaum beim Ausdehnen eine menge Kraft entwickelt, die Dir die ganzen Spanten gen Himmel schicken. Abhilfe: Löcher, die groß genug sind, dass der Schaum daraus entweichen kann, es sich also wenig Angriffsfläche für den Schaum bietet.
Manche Männer beschäftigen sich ein Leben lang damit, Frauen verstehen zu lernen.

Andere Männer beschäftigen sich mit etwas einfacherem, z.B. der Relativitätstheorie.

Rigger

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3

Sonntag, 27. März 2005, 12:44

Ja, ich muss wohl langsam vorgehen und kleine Mengen nacheinander verarbeiten. Löcher in den Spanten würden da auch nicht sehr viel helfen weil sie ja vom Nachbarsegment eh vollaufen.
Da hilft wohl nur probieren. Werde wohl zuerst kleine Mengen auf den CFK-Stab in der Mitte geben, aufschäumen lassen und den fehlenden PU-Schaum schrittweise nachliefern.
Ab Dienstag kann ich die Holz-Teile dann schneiden lassen...

4

Sonntag, 27. März 2005, 16:20

Hi,

soll der schwarze "Strich" im letzten Bild eine Fernwelle sein? Kannst du mal ein bischen mehr über die geplante Motorisierung usw. schreiben?

Mfg Simon

P.S.: Beim Verarbeiten von PU unbedingt Schutzhandschuhe tragen, das Zeug kriegt man wirklich nicht mehr von der Haut ab, wenn es einmal getrocknet ist. Ich hattes das auch schon mal, erst nach ein paar Wochen löst sich das Zeug. Ist wie Hornhaut ;)
Zauberlink
Flugzeugforum :ok:
Locker bleiben, wenns mal länger dauert, bin in der Woche kaum online;)

Jettaheizer

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5

Sonntag, 27. März 2005, 16:32

Hallo Anas,

so, wie ich das sehe, ist die Aufstecknase doch komplett rund, oder?
Falls ja: warum läßt dir nicht einfach von einem Tischler dein Urmodell drechseln? Zumindest bis zum Spinner.

@Simon: ich denke eher, daß das schwarze ein (Kohle-)Rundstab ist, auf dem die Spanten aufgefädelt werden.

Gruß,
Franz
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Rigger

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6

Montag, 28. März 2005, 00:04

Zitat


so, wie ich das sehe, ist die Aufstecknase doch komplett rund, oder?
Falls ja: warum läßt dir nicht einfach von einem Tischler dein Urmodell drechseln? Zumindest bis zum Spinner.


Öhm.. Tischler? Hamwa nich ;)
Ne, also die Idee hatte ich einfach noch nicht...
Ich bin aber auch selbst einwenig neugierig ob ich die PU-Schaum-Methode hinbekomme...

Zitat


@Simon: ich denke eher, daß das schwarze ein (Kohle-)Rundstab ist, auf dem die Spanten aufgefädelt werden.


Genau so ist es ! Ich könnte auch Silberstahl dafür nehmen aber das müsste ich erst absägen :dumm:

Zitat


Kannst du mal ein bischen mehr über die geplante Motorisierung usw. schreiben?


Geplant ist noch nix, der Rumpf soll aber auf jeden Fall motorisiert werden können.
Für den grossen Axi 28xx mit 35 mm Durchmesser kann es wegen den Kabels eng werden, für zügige Steigflüge sollten aber die kleineren AXIs reichen. Und Hotliner können nen Innenläufer mit Planetengetriebe bekommen, dat passt dann schon :)

Bei einer Motorisierung müsste ein Teil vom Rumpfboot natürlich abgesägt werden.

Gruß, Anas

Rigger

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7

Dienstag, 29. März 2005, 19:58

Teile gelasert

So sehen die Einzelteile aus :D


8

Dienstag, 29. März 2005, 20:20

1.) fräst du selber oder läst du fräsen?
2.) was kostet das so was zu fräsen?
3.) ist das nicht ein bischen zu kurz für nen ganzen rumpf, oder kommt da noch mehr?
Gruß
Joachim

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Klick mich

9

Dienstag, 29. März 2005, 20:21

wer lesen kann ist klar im vorteil:

streiche fräse setze laser.
Gruß
Joachim

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Rigger

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10

Dienstag, 29. März 2005, 20:30

@Joachim: Bist auf dem richtigen Weg :)
Das ist nur die Aufstecknase für den Rumpf (wie oben beschrieben).
Der restliche Rumpf kommt wenn ich das Urmodell der Aufstecknase und die ersten (hoffentlich erfolgreichen) Abformungen davon fertig habe.

Gelasert habe ich bei einem Architekten-Modellbauer, hätte mich so 17 Eur gekostet, war aber diesmal umsonst, weil er selbst noch nie das 3mm Pappelsperrholz verarbeitet hat. :)

Normalerweise wird nach laufendem (Schneid-) Meter berechnet, z.B. 1,50 Eur pro Meter + Pauschale von z.B. 5 Eur. (Bei mir warens ca. 8 Meter)

Rigger

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11

Dienstag, 29. März 2005, 23:41

Die Teile sind jetzt verklebt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rigger« (29. März 2005, 23:42)


Jettaheizer

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12

Mittwoch, 30. März 2005, 19:37

Hallo Anas,

jetzt nur noch bespannen, einen Treibsatz unten rein und ab auf die Startrampe... :evil:

Im Ernst: sieht mit den gelaserten Teilen natürlich super aus! Besser hätte es wohl niemand von Hand sägen können! :ok: ;)

Bin schon sehr auf das Endergebnis gespannt!

Gruß,
Franz
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13

Mittwoch, 30. März 2005, 19:47

Ja, dito.

kann mich nur anschließen. gefällt mir sehr.
Gruß
Joachim

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Rigger

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14

Donnerstag, 31. März 2005, 00:03

Danke, dann werde ich mit Fotos nicht geizen :)

Ich habe den Aufbau vorhin ausgeschäumt. Mal sehen ob alles hält, da war nächmlich nix mit vorsichtig eine Lage nach der anderen: Wenn man vorsichtig am Dosenventil drückt hat der Schaum ne andere Konsistenz. Also habe ich Vollgas gegeben :)

Fotos gibts nachher...

Rigger

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15

Donnerstag, 31. März 2005, 00:26

Der Schaum hat aufgehört zu expandieren, die Holzteile haben gehalten :)

Erinnert irgendwie an Zuckerwatte:



Den Spinner habe ich vorläufig entfernt...

edit: @Simon: Ich habe natürlich mit Handschuhen gearbeitet, das Zeug ist wirklich mies.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rigger« (31. März 2005, 00:42)


16

Donnerstag, 31. März 2005, 17:39

oder mais ;)

na dann guten appetit
Gruß
Joachim

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17

Donnerstag, 31. März 2005, 20:37

Lecker :nuts:


Es geht weiter:
Wer kennt Adventure-Spiele wie Monkey Island, IndianaJones oder für ganz harte: Zack Mac Cracken ;) ?
Hier das "Inventar":


Benutze Zuckerwatte mit Nagelfeile (Raspel:)):


Der Schaum lässt sich sehr gut raspeln. Hier habe ich nicht ganz bis zum Holz geraspelt.
Der Grund:
Benutze Zuckerwatte mit Bohrmaschine :D:


Das Futter habe ich nicht so fest angezogen sonst könnte das CFK-Rohr splittern.
Und jetzt:
Benutze Zuckerwatte und Bohrmaschine mit Schleifpapier Körnung 60:



Das Ergebnis überzeugt wie ich finde.
Der PU-Schaum ist teilweise mit größeren Blasen durchsetzt. Als nächstes werde ich diese wohl mit Polyester-Feinspachtel füllen. Dafür sollte ich erst die Verträglichkeit von Spachtel und PU-Schaum austesten... stay tuned.

(edit: Doch kein Polyesterspachtel genommen, ist viel härter als der Schaum und man kann nicht vernünftig schleifen. Besser ist Modellier Moltofill.)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rigger« (1. April 2005, 11:23)


18

Donnerstag, 31. März 2005, 21:44

mehr merh! .. ist aber krass viel arbeit :)

19

Donnerstag, 31. März 2005, 22:34

also die idee mit dem akkuschrauber find ich klasse! auf sowas wäre ich nie gekommen.
Gruß
Joachim

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20

Donnerstag, 31. März 2005, 23:07

Ja, die Idee habe ich schon eine Weile. Möglicherweise ist Franz Osten mit der Drechsler-Idee nicht ganz unschuldig daran :)
Ursprünglich wollte ich einen Schleifklotz dranhalten aber dafür bräuchte ich ein Gegenlager, zum Beispiel eine Bohrung in die ich das freie Ende vom CFK-Rohr schieben kann.
War aber nicht nötig, es geht viel besser wenn man ein Stück Schleifpapier in der Mitte einmal umfaltet, sodass sich die beiden Hälften mit der Papierseite berühren. Dann das das Schleifpapier auf die Handfläche legen,die Seite, die auf der Handfläche liegt ist jetzt auch gekörnt und kann nicht mehr abrutschen.
Dann das Schaumteil mit dem Schleifpapier umgreifen und den Akkuschrauber vorsichtig betätigen. ==[]