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Rigger

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41

Donnerstag, 7. April 2005, 22:19

neee musst nicht alles auf einmal mischen, und die Menge vom Härter muss auch nicht so genau stimmen. Ich geb halt immer einen kleinen tropfen dazu.
Hab gerade einwenig Spachtelmasse aus der Dose gepopelt und werd mal schauen was ohne Härter damit passiert...

M.Franz

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42

Freitag, 8. April 2005, 00:23

Polyesterharze oder Spachtel brauchen den Härter, um eine chemische Reaktion anzuschubsen. Darum ist die Menge ehre unkritisch. Ich habe das mal mit Prestospachte getestet und nur einen Hasenpups an Härter eingemischt. Ergebnis, es wurde trotzdem fest.

Jettaheizer

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43

Sonntag, 10. April 2005, 19:12

Hallo Anas,

wie schaut´s aus? Hast schon mit den Negativen angefangen?

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

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Rigger

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44

Sonntag, 10. April 2005, 20:58

Hi Franz,

es wird auf jedenfall weitergehen. Ich überlege gerade was ich alles bei r&g bestellen muss...

Im Moment steht auf der Liste:

1151550 Formenharz P + Härter (EPH 573), Packung/ 585 g 22,97
1651101 Folientrennmittel PVA, Flasche/ 500 ml 7,77
1651152 Grundierwachs, Flasche/ 500 ml 10,56
1901154 Glasgewebe 163 g (Industrie) KP, Rolle / 5 m 22,85
1901582 Glas-Biaxialgelege 408 g (126 cm) Rolle / 2 m 25,40
2101001 Glasfaserschnitzel 3 mm, Dose/ 200 g 6,50
2101151 Baumwollflocken, Dose/ 1 Liter 8,00
3051302 Fix-A-Form 3-teilig, Packung/ 12 Stück 10,21
3051401 Paßstifte 3-teilig (5/8 mm), Packung/ 10 Stück 7,89
3351451 Trennlackpinsel (Breite 45 mm) 5,45

Summe inkl. USt. 133,28

Laminierharz habe ich noch... Was könnte fehlen ? Vielleicht kommen noch einpaar Pinsel und Latexhandschuhe dazu...

Gruss, Anas

45

Sonntag, 10. April 2005, 21:03

so wie ich das sehe hast du alles

die passstifte brauchst du gar nicht, weil guckst du hier:

http://www.rc-network.de/magazin/artikel…03-0016-00.html

und fix-a-form kannst du dir damit auch sparen.


was ist den glas-biaxialgelege?
Gruß
Joachim

The only constant is change.

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Rigger

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46

Sonntag, 10. April 2005, 22:13

Hi Joachim,

danke für den Link! Bei kleinen Formen (Motorhaube / Aufstecknase) müsste die Dübel-Methode gut funktionieren. Bei einem ganzen Rumpf habe ich noch Bedenken...

Das Biaxialgelege ist soetwas wie ein Gewebe (nein es ist ein GELEGE :D) mit zwei Vorzugsrichtungen. Vorteil hier: sie liegen bei +-45°, das heisst man kann die Fasern ohne viel Verschnitt im +- 45°-Winkel laminieren. Soll bei mir für die Formen herhalten um in wenigen Arbeitsgängen eine große Laminatstärke zu erreichen...

Gruß, Anas

Prof._Dr._YoMan

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47

Sonntag, 10. April 2005, 22:20

Warum willst du die Form nicht mit Laminierkeramik machen. Alles was ich darüber bis jetzt gelesen habe sagt mir, das man es "klassisch" nicht mehr machen will.
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

Rigger

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48

Sonntag, 10. April 2005, 22:53

Das sind meine ersten Gehversuche in Sachen Urmodell- und Formenbau, und die Anleitungen, z.B. von r&g, beschreiben alle die klassische Bauweise. Hast Du zufällig nen Link zu einem Baubericht zur Hand wo Laminierkeramik benutzt wird ?

Zugegebenermaßen klingen 5 mm Materialstärke mit einer Gewebelage M1 schon verlockend... Sieht aber auch nach Sauerei aus :-)

Prof._Dr._YoMan

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49

Sonntag, 10. April 2005, 23:08

Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

brosi

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50

Montag, 11. April 2005, 13:34

moin,
vom Biax-Gelege möchte ich Dir abraten, weil: a) in 90°-Richtung mit Nähfaden versehen, b) zu schwer , daher c) im Handlaminat nicht so toll zuverarbeiten , es geht d) nicht gut um Radien herum und vor allem : e) es ist ein Gelege mit +/- 45 °, d.h. um eine Verzugfreie Form herzustellen muß auf Symmetrie geachtet werden, ein LAgenaufbau müsste dann so aussehen: 0/90 163er, +- biax, -+biax und dann wieder 0/90 163er. DAmit hättest Du ca. 800 g/m² glas in der Mitte, was für Deine Form etwas heftig wäre. Durch die sphärische Wölbung in der Spitze kann es bei nicht 100%iger Verarbeitung schnell zu Verzug der Form kommen. In diesem Fall würde ich - da ja nicht mit 400 Abformungen zu rechnen ist einfach diesen Aufbau wählen: Formenharz, 0/90 163g, 2 x +/- 163g, 0/90 163 g, Formenharz. Damit kriegste ne passable Form. Oder 3 kg. Prototypiing-PU--Gießharz für 5€/kg nehmen und abgießen.... aber das ist eine andere Geschichte....

GRüße
Andreas
Eine strukturell desintegrierte Finalität in Relation zur Zentralisierungskonstellation provoziert die eskalative Realisierung destruktiver Integrationsmotivationen durch permanent lokal agressive Individuen der Spezies "Canis".
(Den letzten beißen die Hunde.)

51

Montag, 11. April 2005, 16:40

hallo andreas,

Zitat

vom Biax-Gelege möchte ich Dir abraten


was ist das denn ??? Blax-Gewebe ???

gruss, fausto

52

Montag, 11. April 2005, 18:40

edit: @ myself: ja, ja erst lesen dan schreiben
Gruß
Joachim

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brosi

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53

Montag, 11. April 2005, 18:40

moin,

BIAX, nicht BLAX , will meinen Biaxialgelege. Bei dieser Faserhalbzeugart sind zwei Faserlagen übereinandergelegt und nicht miteinander verwoben. Daher gibt es auch die entsprechenden Richtungsangaben der Fasern. " +/- " heißt das die untere Faserlage bezüglich der 0°-Lage (die wäre sozusagen "von rechts nach links") um +45° orientiert ist, also von links unten nach rechts oben verläuft. Darauf liegt dann eine Faserlage mit -45° Orientierung (von rechts unten nach links oben) . Beide Faserlagen sind mit einem leichten Nähfaden untereinander verbunden. Bei der Angabe 0/90 liegen dann die Faserlagen von links nach rechts und von oben und unten. Bei normalem Gewebe hat man i.d.R. wenig Probleme mit Symmetriefehlern, da immer ein ausgeglichener Symmetrieverbund pro Gewebelage entsteht. Dementsprechend gibt es auch Triax- und Quadaxialgelege. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch höhrere Flächengewichte können schnell dickere LAgen aufgebaut werden. Im Gegensatz zu Gewebe hat man keine bis wenig Faserondulation in x-y-Richtung und daher höhere Druck und Zugkennwerte. Miserabel ist dagegen die Verarbeitung im Handlaminat, die Drapierbarkeit und Durchtränkungsfähigkeit mit herkömmlichen Handlaminierharzen. Vorzüglicherweise werden diese Gelege per Vakuuminfusion verarbeitet und bei größerflächigen Bauteilen eingesetzt. Ich habs nur der Vollständigkeithalber erwähnt, da es auf seiner Einkaufsliste steht...

Grüße
Andreas
Eine strukturell desintegrierte Finalität in Relation zur Zentralisierungskonstellation provoziert die eskalative Realisierung destruktiver Integrationsmotivationen durch permanent lokal agressive Individuen der Spezies "Canis".
(Den letzten beißen die Hunde.)

54

Dienstag, 12. April 2005, 15:49

Moin,

ich wuerde Dir ebenso von der Laminierkeramik abraten, Du bist zwar ruckzuck fertig, aber die Form ist imho zu empfindlich. Ich habe meine ersten Raketenwurmformen damit gemacht. Es ist schwer, Du kannst nicht tempern und es ist nicht unbedingt stabil.
Da Du eine kleine Form machst, wuerde ich sie ganz herkoemlich nur mit Gewebe und Harz machen. Du brauchst nicht einmal viele Lagen, die Form sollte sogar ein wenig flexibel sein, dann kannst Du sie nach dem Laminieren durch einfaches verdrehen oeffnen und entformen.

55

Dienstag, 12. April 2005, 17:17

hallo, das was gero sagt ist richtig. leicht flexible formen sind deutlich in vorteil. du musst nur auf einen symetrischen aufbau der gewebeschichten achten sonst ist ein verzug vorprogramiert :ok:
servus, fausto

Rigger

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56

Dienstag, 12. April 2005, 18:41

Danke an alle, Ihr habt es wirklich geschafft mich zu verunsichern ;)

Ich hab schon ernsthaft ueberlegt es mit Laminierkeramik zu versuchen! Vielleicht versuche ich es auch irgendwann...

Werde jetzt aber doch noch die klassische Bauweise angehen. Anders als in obiger Einkaufsliste habe ich statt des Biaxialgeleges aber 390er Koerpergewebe bestellt.
Und bei EMC-Vega bekomme ich mehr fuers Geld (Formenharz, Wachs und PVA)

2 Stück Paßdübelsatz - 6mm 5,00 EUR
1 Stück Formenbau Arbeitspack 25,00 EUR
2 Meter Abreissgewebe Breite 75 cm 7,40 EUR (Ruderscharniere, andere Baustelle)
5 Meter Abreissgewebe-Streifenbreite 4cm 2,25 EUR (dito)
5 Meter Glasgewebe G163 23,00 EUR
2 Meter Glasgewebe G390 16,50 EUR
1 Stück Wachstrennmittel 10,00 EUR
1 Stück PVA-Folientrennmittel 10,00 EUR
1 Stück PVA-Spezialschwamm 2,50 EUR
Versand (Bankeinzug, DPD) 7,00 EUR

Rechnungssumme
108,65 EUR

So mal sehen wann das Paket ankommt, mit Glueck gehts am Wochenende weiter !

:ok:

57

Dienstag, 12. April 2005, 19:57

wo ich pvaspeialschwamm lese frage ich mich, ob bei anwendung von pva mit einem schwamm die oberfläche schön glatt wird, oder ob sie unebenheiten ducrh den schwamm aufweist. wenn das nämlich der fall wäre, dann nützte mir es doch ziemlich wenig die urmodeloberfläche glatt wie einen androidenpopo zu machen?

wenn ich das richtig lese ist deine firma günstiger als rg?

hast du nen weblink, bitte.

danke

bin sehr gespannt wie es weitergeht :ok:

post scriptum: wofür brauchst du bei der kiste eigentlich 5m glasgewebe?
Gruß
Joachim

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Rigger

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58

Dienstag, 12. April 2005, 20:16

Irgendwie muss das PVA ja aufgetragen werden und mit Schwamm soll es auf jeden Fall besser gehen als mit nem Pinsel... Vielleicht kann man es auch spritzen ?
Ich kann mir gut vorstellen dass sich das PVA nach dem Auftragen selbst glaettet.

Ja EMC-Vega ist guenstiger. Bei den "fluessigen Posten" auf meiner Einkaufsliste bekommt man etwa zum selben Preis die doppelte Menge... Dafuer ist die Auswahl bei r&g deutlich groesser.

Die 5 m Glasgebewe ist ja von der Sorte 163 g/qm, das kann ich spaeter auch fuer das Rumpfnegativ und den Rumpf selbst verwenden.

59

Dienstag, 12. April 2005, 20:32

hallo anas, pva ist nicht so toll, gutes w-70 überträgt viel besser alle konturen und zieht auch keine streifen :ok:
was hast du als erste gewebeschicht gedacht? 163g? wenn ja= vieeeeel zu dick :no:
fausto

60

Mittwoch, 13. April 2005, 11:10

Moin,

Wenn Du eine Schoene Oberflaeche willst, ist PVA beim Formenbau NICHT die erste Wahl. Das gute alte Norpol ist da unschlagbar. Du musst halt mehr Zeit bei der Erstbehandlung investieren.
Kleiner Tip fuers naechste mal und dann die groessere Form. www.hadeg-recycling.de da bekommst Du spottbillig CfK Reste und damit lassen sich genial Formen machen. Du hast absolut stabile Formen, die sind verzugsfrei und lassen sich hervorragend tempern.

Hier mein bevorzugter Formenaufbau

0. 10mal mit Norpol wachsen, polieren - ich habe noch nie Probleme gehabt
1. Schicht Formenharz, das von EMC ist da mein Favorit, das schoen gelieren lassen. Dies Schicht sollte so gleichmaessig auf dem Urmodell verteilt sein, dass es nicht mehr durchscheint.
2. Eine Kupplungsschicht aus Harz und Glas oder Kohlemehlgemisch. Schnitzel koennen unter Umstaenden durch die Kupplungsschicht bis auf das Urmodell durchpieksen und nur thixotropiertes Harz ist nicht stabil genug an Kanten, hier habe ich schon beim Entformen Kanten abgerissen.
GANZ WICHTIG - Auf Luftblasen achten
3. Ein duennes Gewebe, welches sich gut drapieren laesst, hier eher auf ein 40er Gewebe gehen
4. Ein mittleres Koepergewebe - 80er
5. etwas mehr 163er
6. und immer schoen "Stupfen"
7. Jetzt kann es mit den dicken Dingern losgehen - 300 bis 400er, was halt da ist
8. Nie zuviel Harz anruehren, mit dem Haerter eher an der unteren Grenze bleiben, bei zuviel kann es warm werden. Es sollte nicht zu warm sein. Ich habe einmal eine Form bei ca. 30Grad Aussentemperatur angefangen, die stinkt heute noch nach verkochten Innereien
9. Zum Abschluss eine 80er und eine 40er Lage ohne Harz auflegen, es ist sovile harz ind den unteren Lagen, das langt auch fuer diese.
10. Wenn die zweite Haelfte fertig ist, ruhig eine Woche die Form in Ruhe lassen, dann ist mit ziemlicher Garantie das letzte Molekuel hart.



Gruessle

Gero

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gero Adrian« (13. April 2005, 11:25)