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Abdrehfaktor

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1

Dienstag, 6. Dezember 2005, 17:18

Lötkolben 30-40W gesucht! Tips? Erfahrungen?

Hi Leute!

Ich denke ich stell die Frage mal hier bei den Lötern.
Aaalso:
Die längste Zeit habe ich alles mit einem 100W- Lötkolben gelötet, vor den ein Dimmer geschaltet war, damit der nicht rotglühend wurde. Selbst Servoelektronik ließ sich mit einer feinen Spitze recht gut bearbeiten; zumindest hat keine meiner Lötereien je versagt. Allerdings ist so ein 100W- Trümmer bei feineren Lötungen doch eher unpraktisch.

Ich suche also ein kleines nettes Teil so mit 30-40W, womit ich schön dünne Servokäbelchen, Leuchtdioden und Akkuschalter löten kann.

Also erstmal bei Conrad geschaut:
588037
811149
828220

Wenn der billige schlechter ist, warum das?
Mein 100W hat auch nur nen 10er gekostet und ist top.

Ebay sagt sowas:
http://urly.de/5208
http://urly.de/60ce
http://urly.de/77f5
http://urly.de/41c1
Der sieht nett aus:
http://urly.de/3cf5

Was meint ihr nun?

Vielen Dank,

Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (6. Dezember 2005, 17:21)


2

Dienstag, 6. Dezember 2005, 17:23

Hab mir die jetzt noch nicht angeschaut. Aber du solltest nicht nur nach dem Preis gehen. Sondern z.B. auch danach, was an Loetspitzen (moeglichst natuerlich Dauerloetspitzen) verfuegbar ist.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


Julian Vahl

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3

Dienstag, 6. Dezember 2005, 17:37

Hallo Julian,

also ich habe den ERSA 30S 40W; gibts auch in der 30W Version. Bin bis jetzt sehr zufrieden damit. Da ERSA eine ziemlich bekannte Marke ist (gute Qualität), hast du auch keine Probleme an Ersatzlötspitzen zu kommen.

Gibts zum Beispiel bei Reichelt für 16€ bzw. 15,5€ 830W Version)

Gruß, Julian

Manfred Wagner

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4

Dienstag, 6. Dezember 2005, 19:14

Hatte früher mal son Chinesenschrott (oder wars made in India).

Lötspitze ratzfatz im Eimer, neue Spitze ? alte geht nicht raus... Mülltonne.

Jetzt hab ich seit einigen Jahren nen ERSA Multitip 25 mit "Bleistiftspitze".
Heizt sehr schnell auf, weil der nen PTC Heizelement hat..

Die Ersadurspitze scheint ewig zu halten.

smashIt

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5

Dienstag, 6. Dezember 2005, 19:23

kann dir auch nur zu ersa oder weller raten.
würde allerdings vom kauf mal probehalten. mir persönlich liegen die ersa besser in der hand und drum bin ich schon seit über 10 jahren mit meinem multitip c25 mehr als zufrieden
Ordnung ist etwas für Kleingeister, das Genie überblickt das Chaos!


Abdrehfaktor

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6

Freitag, 10. November 2006, 21:32

Kleiner Zwischenbericht:

Dieser hier von Conrad hat jetzt über ein Jahr vernünftig gehalten, für den Preis ok.

Nachdem er aber letzte Woche einfach nicht mehr heiß wurde und mir der Heizkörper in Form von Keramikbröseln entgegenfiel, musste was neues her.

Ich habe mir überlegt, dass Verschraubungen an einem Lötkolben immer irgendwie suboptimal sind; aufgrund der delta- alpha- Problematik sind diese Verschraubungen nie richtig fest.

Daraufhin habe ich mir den Ersa Multitip 25 von Reichelt geholt (Trotz Versand billiger als bei Conrad). So ein Zufall, ich habe den Tip von smashIt gar nicht mehr in Erinnerung gehabt :tongue:

Als ich diesen gestern das erste Mal ausprobiert habe, war ich jedoch nicht ganz zufrieden: Die Temperatur war viel zu hoch. Zischend und brodelnd verbrannte das Flußmittel sofort :no:
Ich war schon drauf und dran, diesen wieder zurückzuschicken. Dann fiel mir jedoch ein, dass ich bei meinem 100W Akkulötkolben immer einen Steckdosendimmer benutze, um diesen vor dem Verglühen zu bewahren. Dies funktionierte nun auch mit dem Ersa ganz hervorragend. Das Lötzinn schmilzt sofort und ohne zu qualmen, die Temperatur ist regelbar, und durch die voluminöse Lötspitze sind auch große Lötstellen kein Problem. Durch den Betrieb unterhalb der Spezifikationen wir er wohl ewig halten.

Also alle Vorteile einer Lötstation platz- und geldsparend vereint!

Ciao,

Julez

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7

Samstag, 11. November 2006, 00:19

Hallo Julian,

Wenn Du etwas rechtes kaufen willst dann empfehle ich Dir eine Lötstation mit elektronisch geregeltem Lötkolben. Der sollte 80 Watt haben. Die Themperatur lässt sich sehr genau zwischen 150° und 420° einstellen.
Mit verschiedenen Lötspitzen kannst Du ALLES abdecken was mit Weichlöten zu tun hat.
Mit 80 Watt regelt er schnell nach und die Themperatur bleibt sehr stabil was für gute Resultate sehr wichtig ist. Ich löte damit sogar 0805 SMD Teile.
Sehr gute Geräte bekommst Du von Weller oder Ersa. Es gibt auch von ELV eine Station welche von mehreren Anbietern vertrieben wird.

Hier ein Link zu der Auswahl:

http://www.dobbertin-elektronik.de/tools/auswtools.htm

Hier meine Empfehlung für Dich denn ich weiss, dass Du grossen Wert auf auf Qualität und technische Perfektion legst. Wie überall zahlt es sich auch hier aus.

http://www.dobbertin-elektronik.de/tools/ersa-rds80.htm

Spare lieber etwas länger und kaufe etwas rechtes. Bedenke auch, dass Du von ERSA auch nach 15 bis 20 Jahren noch Ersatzspitzen bekommst und eine sehr grosse Auswahl hast!


Gruss Bruno

Abdrehfaktor

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8

Samstag, 11. November 2006, 00:56

Hi Bruno!

Danke für die Tips. Was mich mal interessieren würde, gibt es einen Vorteil bei Lötstationen gegenüber Lötkolben, außer dass man sieht wie die aktuelle Temperatur gerade ist?

Bei meinem neuen Ersa Lötkolben :heart: mit Steckdosendimmer habe ich rausgefunden, dass der 6. Strich auf dem Dimmer die optimale Temperatur ist :D
Ob dass jetzt 329° oder 376° sind ist zwar nett zu wissen, aber sonst? Dank des von Ersa beworbenen "PTC- Elements" heizt er auch recht schnell nach, so dass auch dickere Kabel schnell verlötet sind ohne langes Rumbraten.

Für richtig große Lötstellen hol ich eben meinen 100W- Kolben aus dem Schrank, dort den Dimmer auf den 7. Strich und es funktioniert so gut, dass ich für alle möglichen Kollegen Akkus löten muss :dumm:

Also wenn alles hält, wofür ich recht gute Chancen sehe, kann ich so direkt keinen unmittelbaren Vorteil bei einer Lötstation erkennen.

Oder habe ich was übersehen? Du als alter Hase hast da bestimmt mehr Durchblick :w

Ciao,

Julez

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (11. November 2006, 00:59)


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9

Samstag, 11. November 2006, 11:09

Hallo Julian,

Tja, was ist der Vorteil gegenüber Deiner Lösung?

Nun, sicher in erster Linie der Komfort mit Halter, Themperaturanzeige, Handlichkeit und Aufheizdauer. Du hast auch mehr Lötspitzen zur Auswahl wenn es um spezielle Arbeiten geht. Wenn Du Kunststoff schweissen willst kannst Du sehr genau die richtige Themperatur einstellen denn da ist es noch wichtiger als beim löten.
Eine Themperaturanzeige kann sehr sinnvoll sein wenn Du so von 270° bis 320° mit unterschiedlichen Legierungen löten willst. Elektroniklot mit Silberanteil schmilzt ganz andera auf als solches ohne oder gar jenes, mit dem man Alu löten kann. Dort braucht man min. 420° für gute Resultate und so hoch kommt Dein Lötkolben nicht.
Man kann die Themperatur optimaler einstellen wenn sie mittels PTC als Referenz zurückgekoppelt wird. Dies ist bei Deiner Lösung so nicht möglich. Die Nachregelpräzision ist bei Lötstationen deshalb wesentlich besser.
Dein Kolben mit Thermoschalter in der Spitze ist so ein Zwischending. Mit einem vorgeschalteten Dimmer kommt das je nach dem gar nie zum Einsatz weil es erst aber seiner Themperatur abschaltet. Dieses Element regelt nicht, es schaltet nur ein und aus und die Themperaturhysterese ist relativ gross.

Gruss Bruno

Abdrehfaktor

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10

Samstag, 11. November 2006, 16:55

Hi Bruno!

Ok, ich sehen, wenn man das Löten zur Perfektion treiben will, brauchts schon ne Lötstation. Die werd ich mir dann kaufen wenn ich mit dem Studium fertig bin und Geld habe.

Besonders das Kunstoffschweißen ist eine interessante Option.

Was das Löten mit verschiedenen Legierungen angeht, brauche ich mir denke ich keine Sorgen zu machen: Ich habe 5 Kilo Fluitin gebunkert, das ich echt günstig ersteigert hab. Dieser Vorrat wird wohl den Lötkolben überleben :D Das ist das beste Material was ich je hatte, kein Grund also, andere Legierungen für meine Nicht- Speziallötungen auszuprobieren. Alle Jubeljahre mal löte ich auch die Alufahnen an LiPos, aber das klappt bis jetzt auch recht gut mit dem normalen Lötkolben.

Für meinen Lötkolben gibt es 6 verschieden Spitzen, steht auf der Verpackung. Ich hab die mit 1,1 und mit 0,5mm.

Mein Lötkolben wird bei Ersa mit 450° beworben, das sollte reichen, oder?
Außerdem hat er wohl keinen Thermoschalter, sondern das PTC - Heizelement beinhaltet die Temperaturregelung schon. Raffiniert!
Das sollte auch mit Dimmer funktionieren, denke ich.

Ich glaube nun dass dieser Thread genügend Infos beinhaltet, um anderen Leuten bei der Suche behilflich zu sein. :ok:

Wenns also finanztechnisch für ne ordentliche Lötstation nicht reicht, so ist, denke ich, meine Kombination aus Qualitätslötkolben und Steckdosendimmer eine kostengünstige Alternative, die für Otto Normallöter mehr als ausreichend ist.

Ciao,

Julez

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Jannes FW112

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11

Samstag, 11. November 2006, 18:35

Hm, ich tanze wohl aus der Reihe ;)
Ich hab einen 45Watt Billiglötkolben von Praktiker für 5,99€, der geht alle 6 Monate schrott und ich hol mir auf Kulanz nen neuen. :angel:

Lötspitzen kaufe ich aber extra.

MfG :w
Jannes
getting forward by thinking ahead

[SIZE=1]:tongue:Protzliste:
Act Spatz
Depron Piper Cup[/SIZE]

12

Samstag, 11. November 2006, 18:40

Dann versuch mal fuer den eine venuenftige Dauerloetspitze zu kriegen. ;)
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


loetigel

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Wohnort: D-30926 Seelze

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13

Dienstag, 14. November 2006, 09:34

Hallo,

was hier noch nicht erwähnt wurde. Eine Lötstation hat eine Galvanische Trennung zum Netz ( Schutzleiter).
Das kann u.U. wichtig werden ( statische Spannung ) wenn man Platinen lötet.

Zum " einfachen" Stecker anlöten braucht man das aber nicht.

btw. persönlich bevorzuge ich Weller (25 Jahre berufliche Lötpraxis)

Gruß Ingo

14

Dienstag, 21. November 2006, 10:38

Hab eine "Profi Digital Lötstation LS-1000" von Ebay. Die erste ging nach 3 Tagen kaputt, wurde anstandslos getauscht und läuft seitdem problemlos. Das Ding kostet 50€ ist sehr komfortabel und schnell, gibt verschiedene Spitzen dazu. Habe immer noch die erste drauf und bin zufrieden.

Das einzige was ich mich gefragt habe, war: warum hab ich mir die nicht schon früher gekauft? :D
.

Hohentwiel

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Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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15

Dienstag, 21. November 2006, 21:31

Also ich löte seit 42 jahren beruflich und privat mit der Wellerlötstation Magnastat in allen ihren entwicklungstechnischen Varianten. Die Lötspitzen sind zwar nicht "billig" aber halten fast "ewig". Vorrausgestzt, das Abstreifschwämmchen ist immer nass und die Lötspitze wird nur zum Löten und nicht für irgendwelche Durchbrüche in Kunststoffen ect verwendet. Ich kann euch nur empfehlen, kauft was Gutes, das hält fast ewig.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

^____

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16

Mittwoch, 22. November 2006, 01:38

Hallo,

Zitat

Ich kann euch nur empfehlen, kauft was Gutes, das hält fast ewig.


Ganz genau!

Weller, ERSA oder ELVO und man kann das Thema für alle Zukunft abhaken. Wobei ELVO für mich zum Besten gehört. Die Lötspitzenreiniger CleanOpoint sind einzigartig und genial.

Gruss Bruno

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Z-Maniac

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17

Samstag, 30. Dezember 2006, 14:34

Hat irgendwer erfahrungen mit Aoyue-Lötstationen?
Ich bin drauf und dran, mir eine zu kaufen :D