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109

RCLine User

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Wohnort: D-86199 Augsburg

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1

Freitag, 9. Dezember 2005, 23:33

elekrisches Fahrwerk

Hallo,

eine Frage an die Experten...

Ich suche für ein elektrisches Einziehfahrwerk einen Schaltungsvorschlag
oder auch eine käufliche Lösung...

Das Einziehfahrwerk als solches ist mechanisch schon fertig und wird
über eine Schneckengetriebe + Plantetengetriebe + E-Motor (Speed400-Größe)
angetrieben...

Gesucht wird nun eine passende Elektrik dazu, die womöglich auch ohne
mech. Endschalter auskommen soll, d.h. den ansteigenden Laststrom bei Fahren auf
Anschlag als Kriterium zum Abstellen, natürlich dann auch mit Umpolung der
Motoren, sobald wieder über die Fernsteuerung zum Ausfahren kommt...

Überlegungen mit kleinen Fahrtregler aus dem Car-Bereich mit vorwärts / rückwärts
habe ich schon angestellt, ist aber keine wirkliche Lösung...

kennt jemand Lösungsansätze? gibt's sowas schon fertig?
muß man das Rad wirklich neu erfinden?
geben tut's sowas, hab's im Einsatz schon gesehen, aber was steckt dahinter?

Platine erstellen und Schaltung aufbauen wäre dann eher das kleinste Problem!

Grüsse
Stephan

2

Samstag, 10. Dezember 2005, 15:04

Servoelektronik?? Und dann stellst du an deiner Funke den Maximal ausschlag auf beiden seiten ein (EPA)

Mike
Wo sind meine Erdnüsse?

lipo-fly

RCLine User

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3

Samstag, 10. Dezember 2005, 16:27

RE: elekrisches Fahrwerk

Hallo zusammen,
ich suche ebenfalls eine solche Elektronik. Zur Zeit baue ich ein Klapptriebwerk für einen Großsegler, ebenfalls mit Spindelantrieb.

Gruß
HP

4

Samstag, 10. Dezember 2005, 18:00

Ich weiß ja ned aber n kleines Poti wirst ja wohl wo unterbringen für die Servoelektronik oder ned?
Wo sind meine Erdnüsse?

5

Samstag, 10. Dezember 2005, 18:13

RE: elekrisches Fahrwerk

Servus,

die Elektronik dafür dürfte eher recht einfach und preiswert sein! Den Aufbau stelle ich mir dabei so vor:
Ein Microcontroller übernimmt die Steuerung (Auswertung des RC-Signals, Ansteuerung der H-Brücke für den Motor, Überwachung des Motor-Stroms). Die Motorspannung wird durch eine sogenannte "H-Brücke" aus 4 Power-MOSFETs geschaltet (2 N-Kanal, 2 P-Kanal). Drumrum bzw. zwischen dem Microcontroller und den FETs sind lediglich ein paar Kleinsignal-Transistoren und Widerstände nötig - Materialkosten insgesamt kaum über 10 Euro. Geeigneter Controller z.B. der PIC12F675 (unter 2 Euro).
Der Motorstrom fließt über einen Shunt (z.B. 0,47 Ohm), über den der Controller durch seinen A/D-Wandler direkt den Motorstrom feststellen kann.
Eine meiner Befürchtungen wäre, daß sich das Schneckengetriebe beim Lauf zum mechanischen Anschlag so verklemmt, daß der Motor in entgegengesetzter Richtung gar nicht mehr anläuft! Das müßte halt mal experimentell abgeklärt werden. Evtl. müßte man die Motorleistung so steuern, daß er nur sanft gegen den Anschlag fährt, aber mit großem Drehmoment in die andere Richtung anläuft.
BTW: der 400er scheint mir von der Leistung etwas reichlich dimensioniert zu sein! Oder soll der Flieger was manntragendes sein?

Grüße,

Thomas

lipo-fly

RCLine User

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6

Samstag, 10. Dezember 2005, 18:32

RE: elekrisches Fahrwerk

Hallo,
das mit dem 400 Motor erscheint mir auch was stark zu sein. Für mein KTW habe ich einen SPEED280 mit Zahnriemengetriebe 3:1 (Eigenbau) vorgesehen.

@Thomas
um deine Ausführungen zu verstehen muss man schon mehr im Thema drin sein. Gibt es so was auch fertig zu kaufen ? Ich nix von Strom verstehen :(

Gruß
HP

wurpfel1

RCLine User

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7

Samstag, 10. Dezember 2005, 18:57

Hi Leutz

ich kanns nachvollziehen dass ihr was gegen mech. endschalter habt ;)

ohne endschalter ist es aber etwas gefährlich: man schaltet bei zb. 3A ab, das ist schon heftig viel. gerne verklemmt sich die spindelmutter. weil aber der anlaufstrom begrenzt ist geht das fahrwerk rein...aber nimmer raus :D

ich würde einen magneten montieren und zwei reedschalter verwenden. eine andere möglichkeit sind diese gabellichtschranken aus schrott-cdr-laufwerken.
obs noch einen microkontroller braucht muss jeder selber entscheiden.
mit einem 4100-decoder und einigen transistoren kann so ne logik durchaus ausgeführt werden ;)
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

8

Samstag, 10. Dezember 2005, 23:17

RE: elekrisches Fahrwerk

Ok, Hans-Peter, ist schon klar - ganz ohne "Draht" zur Elektronik ist das mit dem selbst-Design solcher Schaltungen natürlich schwierig. Ob's sowas fertig gibt weiß ich nicht, habe aber auch nocht nicht danach gesucht.

@Wurpfel:
was für ein IC ist der "4100-Decoder"? Die Bezeichnung sagt mir nichts und nur mit "4100" wirft auch Google nix verwertbares 'raus!
Natürlich kann man eine einfache Moter-rechts-links-lauf Steuerung auch ohne Microcontroller realisieren, aber mit hat man doch Möglichkeiten, den Motor etwas "intelligenter" zu steuern, so daß evtl. erst dadurch auch ein Endschalter-loser Aufbau möglich wird. So kann der Motor durch PWM in der Drehzahl gesteuert werden und muß nicht mit maximum Speed gegen den Poller fahren. Auch kann die Strom-Abschaltschwelle zum Anfahren des Motors deaktiviert werden. Zudem können Sicherheits-Abschaltungen programmiert werden, d.h. wenn das Fahrwerk partout nicht ausfahren will, weil etwas klemmt, schaltet der Motor nach einer Sekunde ab, ohne daß evtl. am Ende das Modell noch abfackelt. Nun ja, es muß halt jemand programmieren, aber es soll ja Leute geben, denen das Austüfteln so eines kleinen (ist ja wirklich überschaubar) Steuerprogramms Spaß macht...

Grüße,

Thomas

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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9

Sonntag, 11. Dezember 2005, 12:52

Huch..verschrieben..

meinen tue ich den CD4001 oder MC14001. wird als astabiler multivibrator benutzt: er schaltet durch wenn die impulsdauer seine eingestellte erreicht. da zwei solche stufen in einem IC drin sind kannste pro käfer zwei schaltpunkte definieren..

@Thomas
ich gebe dir recht: ein micro als doorsequenzer genutzt hat schon einige vorteile!
und es stimmt was du zum endschalterlosen betrieb sagst. nur ist die schwelle zwischen funktion und feuerwerk recht klein. zusätzlich zum shunt sollte man als sicherheit ein thermoelement auf die endsrtufe kleben, zb ein NTC der bei 80° C abschaltet..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Gerry1973

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10

Sonntag, 11. Dezember 2005, 13:06

Zitat

Original von wurpfel1
weil aber der anlaufstrom begrenzt ist geht das fahrwerk rein...aber nimmer raus :D


Heisst doch auch "Einziehfahrwerk" und nicht "Ausziehfahrwerk" :w :ok: :w
:shine: Ich bin nicht die Signatur, ich ruhe mich hier nur aus.

109

RCLine User

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11

Sonntag, 11. Dezember 2005, 14:16

Hallo,

ah, es kommt Fahrt in die Sache! :ok:

natürlich wäre das auch 1:1 für Klapptriebwerkssteuerung verwendbar!
Endschalter müssen halt auch exakt justiert sein, das Fahrwerksbein
ist allerdings schon etwas größer, so daß ein Schaltpunkt, der nur 1/10mm
abweicht schon darüber entscheidet ob Fahrwerk nun ganz drin oder
noch 1cm raussteht... 8)



hier noch weitere Bilder...

Speed400 sollte man auch nicht allzu genau nehmen,
ist ein Getriebemotor aus einer Restekiste, nix genaues weiß man nicht...
Verklemmen tut sich die Geschichte aber nicht, schon reichlich getestet! :evil:

Ich würde allerdings mehr zu diskreten konventionellen Bauteilen tendieren,
Microcontroller ist so ganz und gar nicht meine Welt... ;)

Gruß
Stephan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »109« (11. Dezember 2005, 14:23)


wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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12

Sonntag, 11. Dezember 2005, 18:49

gratulation zu dem tollen projekt!

umsomehr würde ich nicht an kleinigkeiten wie enschalter sparen.
in der industrie sind induktive näherungsschalter üblich, auch gabellichtschranken werden allgemein verwendet.
für die lichtschranke wird zb der schatten des zahnrades âusgewertet. funktioniert 100%.
mehrer doorsequencer bietet der markt an.. der selbstbau einer mikroprozzi-steuerung ist aber genauso möglich.
dann könnte man auch das korrekte bewegen der kühler-/lande-/fahrwerksklappen, des verstellpropellers, gas-/chokesteuerung, soundmodul, beleuchtung usw. integrieren.

gerne würde ich mein know-how einbringen :shy:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

lipo-fly

RCLine User

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13

Sonntag, 11. Dezember 2005, 20:24

Hallo Stefan,
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhnnsinnnnnnnnnnnnnnn !
So was habe ich noch nicht gesehen.

Soll das Teil auch geflogen werden ?

Gruß
HP

109

RCLine User

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14

Sonntag, 11. Dezember 2005, 21:16

Zitat

Original von lipo-fly
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhnnsinnnnnnnnnnnnnnn !
So was habe ich noch nicht gesehen.

Soll das Teil auch geflogen werden ?


Danke für's Lob! :ok:

logisch wird die auch fliegen, dafür und nur dafür wird der Vogel ja gebaut! :evil:
ferngesteuert fahren kann die Nr. 01 übrigens schon! 8)

Gruß
Stephan

15

Montag, 12. Dezember 2005, 14:09

Zitat

Original von wurpfel1
meinen tue ich den CD4001 oder MC14001. wird als astabiler multivibrator benutzt: er schaltet durch wenn die impulsdauer seine eingestellte erreicht. da zwei solche stufen in einem IC drin sind kannste pro käfer zwei schaltpunkte definieren..


Ok, danke! Die Schaltung hatte ich schonmal irgendwo gesehen. In einem Käfer sind aber nur 4 Gatter drin, von denen (wenn ich's richtig in Erinnerung habe...) 2 für's Flipflop und die anderen 2 zur Erzeugung und Verknüpfung des Referenz-Impulses verwendet werden. Somit wird man für jeden Schaltpunkt einen Käfer brauchen.

Ob Endschalter oder nicht, sollte man auch mal unter einem anderen Gesichtspunkt betrachten: Je mehr an einem System dran ist, desto mehr Möglichkeiten für Fehlfunktionen gibt es. Wenn sich der Anschlag eindeutig aus dem Motorstrom messen läßt und die Mechanik nicht verklemmt, ist das evtl. die "robustere" Lösung.
BTW: haben el. Scheibenheber im Auto eigentlich Endschalter?

Grüße,

Thomas

wurpfel1

RCLine User

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16

Montag, 12. Dezember 2005, 23:06

früher habe ich wie Thomas gedacht:
was nicht dran ist kann nicht kaputt gehen

heute würde ich noch hinzufügen:
je weniger kabel so ein teil hat desto zuverlässiger!

einer der vorteile eines microprozzies: er kann sich und die eingänge auf fehler prüfen. und dass ohne viele kabel.




viele scheibenheber messen einfach die temperatur der treiberstufe: heiss heisst aus :D

wenn die karre einen diebstahlschutz hat kann es sein das endschalter eingebaut sind. häufig wird aber der innenraum mit ultraschall geprüft oder die logik fährt beim abschliessen die fenster automatisch hoch.




klugscheiss an:
mit dem schaltpunkt und dem referenzimpuls hat man genau ZWEI stellungen pro CD4001 ;)
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (12. Dezember 2005, 23:12)


rmerk

RCLine User

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17

Dienstag, 13. Dezember 2005, 11:05

Hallo,

ich tüftle auch gerade an einem elektrischen EZFW. Meines wird aber etwas handlicher ;)

Um die Endschalter zu sparen werde ich Schrittmotoren verwenden. Das Fahrwerk fährt an beiden Endstellungen an einen mechanischen Anschlag. Die Elektronik steuert die Motoren mit der für den Weg benötigten Anzahl Schritte + ein paar "Reserveschritte".

Nur mal so als Alternative in den Raum geworfen.
...Gruß, Roland

wurpfel1

RCLine User

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18

Dienstag, 13. Dezember 2005, 12:13

Hi Roland

bei schrittmotoren benötigst du keinen anschlag, du tigerst einfach 1`352 schritte im uhrzeigersinn..
nachteilig ist dass die stepper immer unter strom sind! selbst wenn du eine selbsthemmende konstruktion verwendest notwendig.

die cdr-laser-stepper eignen sich mit einer M3 gewindestange ganz gut. bewegen tue ich aber ein kniegelenkmechanismus der den kräften gewachsen ist..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

19

Dienstag, 13. Dezember 2005, 18:59

Was ich auch schon bei Scheibenhebern gesehen habe ist eine Gabellichtschranke die ein auf der Motorwelle sitzendes Unterbrecherrädchen überwacht.

Vorteil, es braucht kein Strom gemessen werden.
Nachteil, empfindlich gegen Schmutz.

Eine Lösung mit Hallsensoren und Magneten wäre auch denkbar, evtl. auch als Endschalterersatz. (Magnet auf den Schwenkarm, zwei Hallsensoren auf den beiden Endstellungen und eine einfache Auswerteelektronik).
Schau mal bei Reichelt nach dem Bauteil TLE 4905L, bei Conrad gibts den auch.
Vorteil, keine mechanischen Teile.
Nachteil, schon einigermassen aufwändig.

Die Sache mit dem Strom würde aber vermutlich auch gehen.

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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20

Dienstag, 13. Dezember 2005, 19:45

berührungslose, induktive näherungsschalter gibts wie sand am meer. die dinger sind ungeheuer zuverlässig und recht preiswert. sie funzern im dreck und bei nässe genauso sicher!
schalten zb bei 2mm distanz zu metal oder soundsoviel % überdeckung..
es gibt sie in allen grössen, bis runter auf 5mm aktive fläche, mit integriertem leistungsschalter, ex-sicher usw.

bei zahnrädern wird die empfindlichkeit passend eingestellt: solange ein zahn da ist gibts einen impuls, man zählt so die bewegung ab.
oder mit zwei schaltern werden die endlagen überwacht, habe schon bohrungen als referenzfläche gesehen, man ist recht frei wie mans macht!

hallsensoren benötigen eine beschaltung.. SO einfach ist das nicht. wer basteln will soll was mit reedschaltern wutzeln. diese lösungen erreichen aber nie die zuverlässigkeit der induktiven näherungsschalter..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)