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robert-1

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1

Sonntag, 25. Dezember 2005, 21:53

15V 240W Netzteil-Block

Nachdem mir gerade mal wieder ein PC-Netzteil durchgebrannt ist hab ich langsam die Nase voll, vorallem auch von dem Lärm.
Da hab ich mich daran erinnert, noch irgend einen großen DC/DC-Wandler zu haben und hab den mal schnell geholt.
Typ: Astec AM80A-300L-150F16
Sieht sehr teuer aus...88% Wirkungsgrad und wirklich extrem kompakt.
Wenn ich dem Datenblatt und dem entnehme kann man das mit 200-400V Gleichspannung betreiben und es kommen dann 15V raus, die in gewissen Grenzen regelbar sind, und dabei galvanisch vom Netz getrennt sind, womit ich hoffentlich nicht falsch liege?

Also werde ich mal eine Eingangsbeschaltung dazu bauen (Netzfilter, Gleichrichter, Siebkondensator) und das ausprobieren.Wäre natürlich schön wenn es funktionieren würde.

Gibt dann nemnächst Erfolgs-oder Misserfolgsmeldung...
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2

Sonntag, 25. Dezember 2005, 22:41

hi,
klar geht das.
hab ich auch gemacht, aber mit Vicor powermodulen www.vicr.com
und auch mit 600 watt, sprich 40A dauerlast.

als eingangsbeschaltung nimmst du einfach einen gleichrichter, danach einen 17watt 1,5Kohm drahtwiderstand als einschaltstrombegrenzung, der mit einem relais überbrückt werden kann, danach etwa 1000 bis 2000µF kondis mit 400V.

ohne die strombegrenzung ist schon nötig, weil 1000µF an 400V doch einiges an strom zieht ;) ( ich hab 3500µF ;) ).
das relais steuere ich einfach mit der spannung vom ausgang an.

schauste auch noch ins datenblatt, wahrscheinlich muss am ausgang kein kondensator, höchstens nur 100nF. größere könnten zu regelschwingungen führen und zu schlechteren impulszeiten.
einfach mal ins datenblatt schauen.
kühlung nicht vergessen, auch 87% haben trotzdem verluste ;)
grüße
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robert-1

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3

Sonntag, 25. Dezember 2005, 22:56

"vorhanden" sind einige 220µF 400v Elkos, rel. viele 1000µ 200V, und dann gibts nix bis ca. 1500µ 350v, dann gehts weiter über 6000µ 350v zu 12000µ 350V ;)
Die großen sind aber alle furchbar groß und sperrig.
Angesichts dessen was in üblichen NTs (Telecom-Netzteile, nix PC-NT) von 300-400w drinnen ist, sollten um die 470µ reichen.
Einschaltstrobegrenzung ist klar, aber eher mit 50ohm 11W.Temperatursicherung (100°C) am Widerstand, falls das Relais nicht funktionieren sollte.
Netzfilter ist sowieso klar, hab hier noch n zweistufiges von Epcos. 3A, sollte gehen.
Gleichrichter tuts n normaler 8A 1000V, gekühlt natürlich.
Dann noch gute Überspannungsbregrenzung, also einige große VDRs.
Kühlungsmässig müssen worstcase 60W weg, das braucht schon einen größeren Kühler, aber sollte aufzutreiben sein.0,5k/w sollten gehen.
Kühlkörper natürlich erden.
Ausgangsspannung nur über 4n7-Y1 Kondensator an Erde, damit man nicht so leicht eine Masseschleife baut.

Ausgangsseitig ist nicht zwingend ein Kondensator nötig, schaden tut es aber nicht, und desshalb kommt ein 2200/25v low-esr ran, dann jeweils eine 22µH 20A-Spule zur Entstörung und dann nochmal ein Elko+Keramik.
Crowbarschaltung wäre vorteilhaft, sollte man mal aus Doofheit irgendwas anschließen, das selber über 16v abgibt (Akku z.b.), dann würde die Ausgangssicherung durchbrennen und nicht gleich alles kaputtgehen.
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4

Sonntag, 25. Dezember 2005, 23:05

moin,
im datenblatt steht 50mV ripple,
wenn dir das ausreicht, dann lass lieber die kondis weg.
wenn du die sense leitungen direkt an den polklemmen machen willst, also nach deinem gewünschten ausgangsfilter, dann kann es zu problemen mit regelschwindungen kommen.
da must du dann die sense leitungen weg lassen und mit einer nicht so 100% konstanten leben oder versuchen eine filter in die senseleitungen zu machen um die regelcharakteristik deinem ausgangsfilter anzupassen.
ich habe versuche unternommen, bei meinem, mit ausgangskondensator und habe dann zuletzt ausser 100nF nix mehr dran gelassen. da es ja ein netzt nicht für Funk sein soll, ist auch die 50mV ripple nicht so schlimm.
grüße
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robert-1

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5

Montag, 26. Dezember 2005, 21:10

So, hab das Teil vorher ausprobiert:Funktioniert!
Bin gerade dabei ein "Gehäuse" aus Alu zu bauen, mit einem ca. 20x15cm großen und 2,5cm dicken Kühlkörper als Oberteil.Sollte reichen.


Ripple ist btw 1% der Ausgangsspannung, also 160mV.Kann man mit leben, aber etwas filtern muss sein, da das bei 1Mhz zu einem gewissen EMV-Problem werden kann.
Die Senseeingänge müssen dann eben vor den Filter.
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6

Montag, 26. Dezember 2005, 21:49

Moin,
hier ist mein:
10-16V, 40A Dauerstrom, 46A maximal, bzw. Kurzschlussstrom. Temperaturgeregelter Lüfter.
17*20*8 cm, 3,5KG.







nur Stromanzeige, da kein Platz für Spannungsanzeige ;)
natürlich analog, damit kann man Stromschwankungen besser erkennen als mit einem digitalen ;)

das Gehäuse selbst, als die Oberseite ist ein Kühlkörper, wo auch noch ein Lüfterkühlkörper drauf montiert ist.
für einen einfach betrieb ohne Dauervolllast bei Umgebungstemperatur hätte der obere Kühlkörper gereicht, aber das ding hab ich konstruiert für Dauerlast bei Umgebungstemperaturen von maximal 65°C, da ist schon ein bisschen mehr Kühlkörper nötig.
4-mal 680µF sind drin, was nicht unbedingt nötig wäre, aber die waren da und noch platz im Gehäuse. außerdem senkt das den ripple.

da wo das geraffel mit dem Relais und den widerständen für die Strombegrenzung ist, da war eigentlich ein Vicor Eingangsmodul drin, also Gleichrichter, Filter, Strombegrenzung in einem Modul. aber das ist schon zweimal geplatzt. das erstmal wurde mir von einem Vicor Techniker gesagt, dass es sich um einen Produktionsfehler sein könnte und ich hab ein neues bekommen. nach dem zweiten Mal hatte ich einen anderen Techniker am Telefon, der sagte, dass die Module, also das Eingangsmodul und der DCDC nicht zusammenpassen und deshalb kaputt geht. das hat mich natürlich gewundert, da bei der Konstruktion die Techniker mir diese Kombination empfohlen haben. na ja, was soll’s.
eigentlich wollte ich danach eine schöne Powerfaktorkorrektur als Eingangsmodul bauen, aber bin noch nicht dazu gekommen und habe halt erstmal provisorisch das Relais und die Strombegrenzungswiderstände eingebaut ;)

aber im sommer hat meine konstruktion Dauervolllast unter voller sonneneinstrahlung ausgehalten :ok:
grüße
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robert-1

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7

Montag, 26. Dezember 2005, 22:37

Ich hab das Modul aus irgend einer Schrottbaugruppe ausgebaut (wie so vieles andere...).
Eingangsbeschaltung sieht vorerst so aus: Netzfilter (Epcos Sifi E, 3A, 2stufig (0,47µF/2x4,7nfY, 2x16mH, 0,47µ 2x270µH), Sicherung (3A T) dann Einschaltstromgegrenzung ( 47Ohm, mit Relais 250V 8A und 100°C-Temperatursicherung), Gleichrichter (GBU8J), 3 paralelle 220µF 400V (105°C, mit 47k 5W-Entladewiderstand), direkt am Moduleingang noch einen 1µ 400V Folienkondensator.

Dann ein versenktes Poti für die Spannung (Einstellung nur per Schraubendreher).
Anzeige kommt ausser einer LED, die am powergood-Ausgang des Modules hängt, vorerst nichts dran.
Sollte es interesstant sein, vielleicht eine LED-Balkenanzeige für Strom und Temperatur (hab für beides analogausgänge am Modul und genug LM3914)
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8

Dienstag, 27. Dezember 2005, 18:27

So, soweit ist meines heute:
Die 220µF 400V Elkos waren nichtmal alles die selben, also hab ich das nächst beste genommen, je 2 mal 2 in Serie geschaltete 1000µF 250V.Bekommen jeweils einen Entladewiderstand (68k 2W) und einen 175V-Varistor.

Modul muss ich noch umdrehen, und fürs Gehäuse brauch ich noch einiges an Alu-Winkelprofil.
»robert-1« hat folgendes Bild angehängt:
  • nt1_73.jpg
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9

Dienstag, 27. Dezember 2005, 18:27

Und innen sieht es so aus:
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  • nt2_73.jpg
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Hohentwiel

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Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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10

Dienstag, 27. Dezember 2005, 20:52

Hallo zusammen, ja das freut doch einen "alten" Radio und Fernsehtechniker und Funkamateur. Fühle mich wie in alten Zeiten, wo der Selbstbau noch üblich war.
Weiter so,
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

robert-1

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11

Sonntag, 1. Januar 2006, 23:44

Aktueller Stand:
Warte auf Bauteile...
Irgendwann beschäftige ich mich mit der Platine, die auf das Modul kommt und alle Signale bedient (Spannung, Strom-Einstellung, Strommessung,...) , Einschaltstrombegrenzung, Standby-Netzteil (5V ca. 0,5A) und die Stromanzeige (LED-Bargraph mit 20LEDs)

Das Modul kennt auch einen Konstantstrombetrieb, mit einstellbarem Strom von 3-16A.Also auch geeignet um Bleiakkus zu laden.
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12

Samstag, 28. Januar 2006, 21:53

Da die Platinen noch auf sich warten lassen (Conrad liefert echt langsam, und ich hab natürlich keine passenden Reste mehr) hab ich mal alles provisorisch verdrahtet.
Funktioniert soweit ganz gut, nur es erzeugt noch deutlich zu viel EMI.
Fragt sich jetzt ohne Spectrumanalyzer, wo die herkommt und vorallem, wo der Müll aus dem eigentlich gut geschirmten Gehäuse rauskommt.
Ausgangsripple liegt bei grob 200mV peak und 1Mhz bei 5A last, imo. zu viel.

Ansonsten funktionierts schon ganz gut.
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13

Samstag, 28. Januar 2006, 21:57

Bist du sicher das deine Bestellung beim Conrad auch angekommen ist und bearbeitet wird? Pruef das mal. Denn normalerweise hast du dein Paket innerhalb von max. 2 Tagen. So zumindest meine Erfahrung (auch diese Woche wieder).
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


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14

Samstag, 28. Januar 2006, 22:14

Ja, ist sie, ein Teil (4 0,01Ohm Widerstände) ist ja angekommen, der andere (Ätzmittel) nicht.
Normalerweise bestelle ich da NIE, eben weil man häufig Probleme hat, aber 0,01R gibts nicht überall, leider.
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15

Samstag, 28. Januar 2006, 22:25

Ja, die Sache mit der Nachlieferung. Kenn ich gut. Auch bei mir diesmal nicht vollstaendig. Welches hast du bestellt. Welcher Termin wurde genannt? Hab was da was ich dir schicken koennte.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


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16

Samstag, 28. Januar 2006, 23:01

2 Wochen haben die geschrieben.
Mal sehen.

Vorrangig ist das EMI-Problem.
Natürlich könnte ich es so lassen, aber ich mag es nicht, wenn meine Geräte nicht 100% sauber funktionieren.
Funkstörungen ist was für Chinaschrott mit selbergefälschtem CE-Bapperl.
Eigentlich hab ich einen guten Entstörfilter drin (zweistufig. hohe Dämpfung), und das Metallgehäuse ist an den Kanten mit Aluband abgedichtet.
Fragt sich, wo der Müll rauskommt.
Stören tut es schon ohne Last, also ist es wohl nicht der HF-Müll aufm Ausgang.

Hat jemand Vorschläge, wie man das sinnvoll hinbekommt?
Möglichst ohne an allen möglichen Stellen kiloweise Ferittringe zu montieren, die im Endeffekt doch nix bringen.
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Sonntag, 29. Januar 2006, 16:02

Zum Thema Lastausregelung:
Hier mal 2 unscharfe (sorry) Fotos.Laststep (untere Kurve) 0-8,1A.
Ohne Ausgangskondensator:
klick
Mit Ausgangskondensator (10mF, weil der grad da war):
klick

->Endgültige Version bekommt definitiv einen Ausgangskondensator.

BTW:Laut Conrads Energy Monitor 3000 hat das Gerät einen eta von >1 .
Ausgangslast 8,15A bei 13,60V
Eingang laut EM3000: 80,2W 110VA Cos phi 0,85 kap.
->Das EM3000 misst totalem Müll und wird nicht-sinusförmiger Stromaufnahme überhaupt nicht fertig.
wieder mal bestätigt sich:
"wer misst misst Mist, wer mit Mist misst misst großen Mist"

[edit: Fotos sind wohl etwas groß, desshalb jetzt Links]
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Samstag, 4. März 2006, 16:57

Weil ich auch mal zu was gekommen bin:
Kondensatorblock (4xEntladewiderstände 68k 2w sind noch nicht da)

Rest (Gleichrichter/Filter/Strombegrenzung;Modulplatine;Zusatznetztteil;LED-Bargraph)folgt sobald ich mal dazu komme, die fehlenden Bauteile zu bestellen
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