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bernd_57

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1

Dienstag, 3. Januar 2006, 10:46

Elektronisches Schrittschaltwerk

Hallo und frohes neues an alle hier im Forum!

Ich sitze über einem Problem und hoffe das ich hier vielleicht Hilfe bekomme.
Ich möchte in einem Modell Feuerwerkskörper zünden.
Dazu wollte ich aber keinen Multischalter (einfügen von zusätzlichen Impulsen
in eine Pulsbreite)verwenden.
Mir reicht es wen es ein Schieberegister ist das bei einem Impuls eins weiterspringt und eventuell mit einem Impuls zurückgestellt wird als Notaus.

Die Ausgänge des Schieberegisters schalten 9 Volt bei kurzzeitig 2 A für
einen Zünder aus der Modellraketentechnik.

Zur Sicherheit soll die Zündspannung über einen zusätzlichen Schalter der
an einem Servo sitzt geschaltet werden damit kurzzeitige Störungen
keine Fehlzündung verursachen wie auf meinem Bild zu sehen.

Hat jemand soetwas schon mal gebaut oder hat eine Schaltung parat
oder kann anderweitige Tipps geben.

Hier mal ein Bild von meiner Zündmechanik die ich bisher einsetze.

By Bernd

2

Mittwoch, 4. Januar 2006, 17:58

Also, ich würde das wohl mit einem Microprozessor lösen.

Das Programm lässt sich sehr leicht selbst schreiben, z. B. für die Atmel-µC´s gibt es einen prima Basic-Compiler. ,Der oder die RC-Kanäle können ohne zusätzliche Hardware direkt im Prozessor ausgewertet werden.

Der Hardware-Aufwand wäre minimal, für die Verstärkung des Zündstroms kommen ein paar MosFet´s dran... ==[]

Die Kosten würde ich mit etwa 10-15 Euro veranschlagen, fast schon großzügig gerechnet.

Viele Grüße

Torsten
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Torsten_G« (4. Januar 2006, 18:01)


3

Mittwoch, 4. Januar 2006, 21:46

Hi..

und für die "altmodischen" unter uns, die sich zwar Elektronik, aber keinen Controller antun möchten: die "übliche" Schaltung für einen Einkanal-Schalter kannst du mit einem CMOS 4001 aufbauen (wie z.B. im Conrad-bausatz gemacht - bei Conrad nach dem Produkt/Bausatz suchen, in der Bedienungsanleitung sit auch der Schaltplan). Als SChaltsequenzer kannst du dann einen CMOS 4017 Zähler einsetzen... Takt (geglättet) an den Einkanalschalter, die verschiedenen Ausgänge des 4017 dann per MosFet auf brauchbare Leistung verstärken.

Aber die Controller-Variante ist natürlich eleganter, denn ein 8-poliger ic ohne externe bauteile (ausser den FETS) ist schon kompakter als 2 14-polige ICs, ne handvoll Widerstände und Kondensatoren...

grüssle

andi

4

Mittwoch, 4. Januar 2006, 23:23

Zitat

Original von schwobaseggl
...
Aber die Controller-Variante ist natürlich eleganter, denn ein 8-poliger ic ohne externe bauteile (ausser den FETS) ist schon kompakter als 2 14-polige ICs, ne handvoll Widerstände und Kondensatoren...
...


...und man kann mit Leichtigkeit das Verhalten der Schaltung abändern, verschiedene Schaltmuster programmieren, Erweiterungen vornehmen... :)

Ich kann jedem nur raten, sich mal mit Microprozessoren zu beschäftigen.
Die Käfer eröffnen ungeahnte Möglichkeiten im Modellbau, und die Programmierung und Hardware-Auslegung ist wirklich simpel.

Empfehlen würde ich die Atmel-Prozessoren.
Sie sind sehr leistungsfähig, robust, preiswert (nur nicht beim blauen C...), man bekommt die Programmierumgebungen als Freeware, und einen Programmieradapter kann man ganz leicht selbst zusammenlöten.

Außerdem sind die Atmel-Chips sehr verbreitet, so gibt es viel Unterstützung im Web.

Zur Programmierung ist Bascom (Basic) sehr verbreitet und einsteigerfreundlich.

Für Interessierte:

http://www.mikrocontroller.net/tutorial/

http://www.roboternetz.de

Ich habe vor etwa 6 Monaten mit 0 Grundkenntnissen angefangen, und mittlerweile brummelt schon ein selbstgebauter Fahrtregler auf dem Basteltisch... :w

Viele Grüße

Torsten
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bernd_57

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5

Donnerstag, 5. Januar 2006, 20:37

Re: Die altmodischen

Hallo Andi und Torsten!

Ich gehöre auch zu den altmodische und will nicht erst eine Prozessorsprache
lernen um ein Feuerwerk zu zünden.

Was Andi vorschlägt kommt mir besser entgegen.Mehrkanalschalter mit
Pic Processor habe ich auch schon probiert aber sehr störanfällig bei
Störungen auf der Funkstrecke. Meine mechanische Zündung zu sehen auf
meiner Seite hat diese Probleme nicht. Gezündet wird erst wen das Servo
mit dem Microschalter in den Endanschlag läuft.

Andi hast du so eine Schaltung schon mal aufgebaut oder ist das nur eine Idee
von dir?.


By Bernd

6

Freitag, 6. Januar 2006, 11:00

Hi, Bernd.

Aufgebaut hab ich diese Schaltung so nie, da hier ein Atmel-Controller Starterkit bereitliegt ;)
Aber ich erinnere mich düster an frühere Zeiten, wo ich mal n LED-Lauflicht mit nem 4017 und nem NE555 als Taktgeber aufgebaut habe - so ca. vor 18 Jahren.

Hier findest du den SChaltplan des Schalters (der die PPM-Signale auswertet).
Du kannst dann quasi alles vom Transistor abwärts (Relais etc.) weglassen und den Ausgang, der an die Basis des Transistors geht, als Takteinang des 4017 (pin 14) legen. An den Ausgängen des 4017 (Pins 1-7 und 9-11) hängst du dann deine FETs oder was auch immer du als Schaltstufe einsetzen möchtest.

Hier gibt´s n Datenblatt des 4017.

Bitte seh´s mir nach dass ich dir hier nicht auf die Schnelle einen kompletten, todsicheren Schaltplan zum Nachbauen geben kann.


grüssle

andi

7

Samstag, 7. Januar 2006, 02:17

Servus,

Mit einer Microcontroller-Lösung hätte man noch die Möglichkeit, bei evtl. gestörten Empfangssignalen gar nichts zu zünden, aber diskret müßte es auch zu machen sein.
Aus Gründen der Störsicherheit würde ich die Zeitkonstante (R2,C3 aus dem gelinkten Schaltplan) für diese Anwendung noch deutlich vergrößern (evtl. x 10).
Vor den Clock-Eingang des Schieberegisters muß noch eine Signal-Aufbereitung in Form eines Schmitt-Trigger Gatters (40106 o.ä.), da mit den langsamen Anstiegs oder Abfallzeiten der Spannung an C3 kein definiertes Takten des Schieberegisters möglich ist.

Grüße,

Thomas

8

Samstag, 7. Januar 2006, 02:32

RE: Die altmodischen

Zitat

Original von bernd_57
Mehrkanalschalter mit
Pic Processor habe ich auch schon probiert aber sehr störanfällig bei
Störungen auf der Funkstrecke. Meine mechanische Zündung zu sehen auf
meiner Seite hat diese Probleme nicht.


Das liegt dann aber eindeutig am Programm! Eigentlich ist es kein Problem, gestörte Impulse zu erkennen und zu ignorieren. Das kann man per Software noch viel besser, als mit einer simplen Hardwarelösung - da geht nur ein Tiefpass, während es in der Software sehr leicht ist, z.B. die Empfangsimpulse auf min. und max.-Werte zu prüfen und mit vorher empfangenen Impulsen zu vergleichen.

Grüße,

Thomas

bernd_57

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9

Samstag, 7. Januar 2006, 10:03

RE:Schaltungen

Hallo Leute !

Erstmal vielen Dank für die Antworten.Die Lösung mit dem Pic Prozessor ist
wirklich schon 2-4 Jahre alt. Die Bausteine und Software haben sich auch
weiter entwickelt.
Parallel zu diesem Thread läuft ja noch ein abgesplitterter über eben diese
Bausteine. Wollte Ansich die Sache bis zu 1.Mai einsatzbereit haben.
Werde wohl erstmal mit dem 4017 erwas probieren und sollte es in
dem anderen Thread vorangehen etwas mit einem Prozessor probieren.

Wie Thomas geschrieben hat habe ich mir auch gedanken gemacht über
die saubere Ansteuerung des Clockeinganges vom 4017.
Aber die Lösung würde ja von Thomas geliefert.

Ich glaube wir können den Thread beenden und ich mache mich an die Arbeit
mit der Schaltung

Danke und By Bernd

^____

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10

Samstag, 7. Januar 2006, 17:39

Hallo Bernd,

Warum denn einfach wenn es kompliziert auch geht.

Nimm einen 4017 Ringzähler und an jedem Ausgang einen Transistor. Mit jeder Impulsflanke von Low auf High schaltet der eine Stufe weiter und mit Reset kannst Du ihn auf Null setzen.

Gruss Bruno

bernd_57

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11

Sonntag, 8. Januar 2006, 10:18

Re:4017

Hallo Bruno!

Den 4017 hatte Andi auch vorgeschlagen werde mich damit mal auseinander
setzen.

By Bernd

^____

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12

Sonntag, 8. Januar 2006, 11:57

Hallo Bernd,

Habe gerade gesehen, dass Du nur 12 tage älter bist als ich. :ok:

Das datenblatt für den 4017 kannst Du bei http://www.farnell.com herunterladen. Es hat da auch Applikationen drin oder Du suchst bei Google nach solchen.


Gruss Bruno

bernd_57

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13

Dienstag, 10. Januar 2006, 07:19

RE:12 Tage älter

Hallo Bruno!

Ja da hast du recht schon etwas älter gehen schon auf die 50 zu aber
machen immer noch Modellbau.

Den 4017 habe ich schon begutachtet. Habe durch meine Bastelei auch
Unterlagen direkt zu Hause. Außer Modellbau betreibe ich auch noch
Amateurfunk. HTTP://www.mydarc.de/dl3bla

Will mein altes Schrittschaltwerk mit Servos mal gegen etwas neueres
austauschen nimmt doch viel Platz weg und benötigt Pflege in Form
Kontakte reinigen justieren etc.

Bin mir noch nicht ganz schlüssig was ich hinter den 4017 hänge da es doch
ab und zu auch zu einem Kurzschluß kommt auf der Zündleitung.

Soll auch zwei Stück davon bauen da ich bis jetzt der einzige bin der beim
Nachtflug Feuerwerk in größerer Menge dabei hat und zündet.

Mal sehen wie ich da etwas zusammen bekomme. Trotzdem mache ich natürlich
bei Torsten mit bei der Amtelgeschichte habe schon die Teile bestellt.

Dazu lernen bringt immer etwas und wen nur für sich selbst.

Bis die Tage Bernd

14

Dienstag, 10. Januar 2006, 07:41

Hallo, Bernd.

noch eine Anmerkung: dir ist klar, dass das Abwerfen von Gegenständen aus Luftfahrzeugen (und das schliess das Zünden von "freifliegendem" Feuerwerk aus Modellflugzeugen ein) in Deutschland nicht erlaubt ist?
Über Sinn und Unsinn dieser Regeln will ich nicht streiten, aber wenn du näher erläuterst, was du hier so vorhast, dann kommt früher oder später vielleicht wirklich jemand, der dir den Spass nicht gönnt. Gehen wir also alle mal davon aus, dass du lediglich ein wenig am Modell befestigtes "Sprühfeuerwerk" verballerst ;)

Grüssle

andi (DG6SDD)

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bernd_57

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15

Dienstag, 10. Januar 2006, 14:01

Re:Abwerfen

Hi Andi!

Abwerfen war noch nie Drinne Abschießen wohl. Der Verein führt das
Nachfliegen seit ca 20 Jahren durch.Die ersten 15 Jahre ohne Probleme
wurde auch immer bei der Gemeinde und Bezirkregierung angemeldet.
Dann wechselte der Beamte bei der BZregierung und 5 Jahre war kein
Feuerwerk. Mittlerweile ist der Beamte versetzt und wir haben wieder eine Genehmigung die jedes Jahr neu Beantragt werden muß.
Auch seitens der Gemeinde muß eine Genehmigung vorliegen.

Das Abschießen von Raketen hat sich mittlerweile nicht mehr durchgesetzt
da Sprühfeuerwerk viel effektiver und besser aussieht.
Habe das an den Tragflächenstreben nach hinten gerichtet.
Auch romisches Feuer geht sehr gut. Böller und Raketen wie gesagt bringen
nicht viel.


Dank trotzdem für den Hinweis

By Bernd

16

Dienstag, 10. Januar 2006, 14:16

Hi, Bernd.

Sehr, schön, es gibt also wirklich einen legalen Weg. Nur schade, dass so viel von der Gnade des Regierungspräsidiums und dem Ermessensspielraum einzelner Beamten abhängt.

Viel Spass beim weiteren Feuerwerkeln!

Ich beabsichtige übrigens in näherer Zukunft unabhängig vom gegenwärtigen AVR-Hype hier im Forum einen AVR-basierten RC-mehrkanalschalter (8 Schaltkanäle) zu basteln... damit könntest du dein Feuerwerk in beliebiger Reihenfolge starten. Wenn es einen konkreten Code/Hardware gibt, werd ich das hier posten. kann aber noch dauern.



grüssle

andi

17

Dienstag, 10. Januar 2006, 23:36

RE: RE:12 Tage älter

Servus Bernd,

Zitat

Original von bernd_57
Bin mir noch nicht ganz schlüssig was ich hinter den 4017 hänge da es doch
ab und zu auch zu einem Kurzschluß kommt auf der Zündleitung.

Naheliegend wären N-Kanal FETs. Die können direkt und ohne zusätzliche Bauteile direkt vom 4017 angesteuert werden und sie schalten sehr niederohmig (je nach Typ einige Milliohm) nach Masse. Verlustleistung tritt ja kaum auf, also gehen auch kleine Gehäuseformen für satte Ströme.
Gegen Probleme durch Kurzschluß kannst Du vielleicht in die gemeinsame Plusleitung der Zünder eine Strombegrenzung einbauen.

Grüße,

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (10. Januar 2006, 23:38)