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1

Donnerstag, 5. Januar 2006, 13:52

Modellraketen elektrisch zünden

Hallo

Ich habe da mal eine Frage: Ich hatte mal eine Modellrakete und dabei war auch der "Auslöser"
oder Starter oder wie auch immer man das nennt. Nun möchte ich wider damit anfangen.
Dieser Starter wird mit 6 V betrieben (4 x 1,5 V). Leider reicht die Energie nur bei bestimmten Drahtarten aus,
um den Zünder zu zünden (im Moment einen sehr dünnen Draht aus einem Fön).

Nun zur Frage: gibt es eine Möglichkeit mittels einer kleinen Schaltung mit Kondensator
vielleicht nur 2 Zellen oder einen 9V Block zu benutzen und tortzdem eine höhere Energie zu erreichen ?
Es sollte schon eine Schaltung sein. Klar - ich könnte auch einfach eine 12V Batterie
oder einen Akkupack nehmen, aber lieber wäre mir eine Schaltung.

Es müssen vermutlich am Ende 16 A bei rauskommen (was ich so gelesen habe).

Könnte mir da ggf. jemand eine Schaltung aufzeigen, bei der ich nur einen Knopf
zum Auslösen drücken muß und der Kondensator sich entläd aber gleich darauf
~ 1 Min. wieder einsatzbereit ist ?

Ich bin nicht sooooooooooooo bewandert in der Elektronik - daher - wenn mir jemand
helfen würde - bitte nicht zu kompliziert - wäre das sehr, sehr nett. Ein Schaltplan würde vermutl. ausreichen.

Ich hatte mich schon im Modellraketenbereich erkundigt, aber die haben entweder
käufliche "Starter" oder arbeiten mit Akkupacks.
Es gibt auch welche, die mit Schaltungen arbeiten, aber leider bin ich da nicht so schlau
draus geworden.

Die Zünder habe ich schon im Selbstbau hinbekommen - es geht also nur um den "Auslöser".

Vielleicht hat da jemand etwas - wäre auf alle Fälle nett !

Ach ja - und NEIN - ich will keine Raketen oder Böller von irgendeinem Fluggerät abfeuern/abwerfen.

Es geht hier lediglich um Modellraketen mit gekauften "Motoren" (da man diese auch
nicht selber herstellen darf, genauso wie Zünder, die man mit pyrotechnischen Mitteln beschichtet).

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

2

Donnerstag, 5. Januar 2006, 14:03

Warum nimmst du nicht einfach ein paar Akkus (Batterien) mehr?
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


3

Donnerstag, 5. Januar 2006, 14:34

Zwei große (ein paar 1000-10000µ) Kondensatoren (je nach erforderlicher Dauer für den Zündstrom) parallelschalten und mit 6(9)V über einen 10-20 Ohm Widerstand laden. Dann seriellschalten und Du hast 12(18 )V ;)

Blockbatterien solltest Du nicht verwenden, die haben kaum Kapazität und sind teuer.

Die Schaltung lässt sich mit dm Widerstand (5W, vielleicht auch weniger) einem zweifach UM-Schalter (Laden/Scharf) und einem Taster (Zündung) bauen.

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DrM« (5. Januar 2006, 14:36)


4

Donnerstag, 5. Januar 2006, 15:02

hehe.. da bin ich spezialist...

das alles geht viel einfacher.
du nimmst einfach von einer Lichterkette eine Glühbirne und lötest hinten die 2 Drähte ran. dann prüfst du ob di9e Lampe leuchtet. wenn ja dann gehts weiter.
Du schneidest mit dem dremel die Spitze der Birne ab und füllst dann Pulver rein.
Das Pulver, das gemeint ist, bekommst du, wenn du bei den Piraten (Silvesterböller) die Reibköpfe durch zusammendrücken herausnimmst und diese zerreibst. z.b. auf ein Blatt papier geben und dann einmal zusammenfalten dass die Reibköpfe in der Falte sind, und dann mit der spitzen Seite eines Hammers drüberreibst, bis drinnen alles pulver ist.
Aber auf keinen Fall draufhauen.

Dann wenn das Pulver drinnen ist, mit einem Streifen Tesa zukleben.
Fertig ist der E-Zünder.

Zünden tust du das ganze mit einem 10 (8) Zellen Akku nicd akku.
Dabei brennt der Glühfaden durch und das Pulver wird enzündet.


MFG Rene

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rene89« (5. Januar 2006, 15:05)


5

Donnerstag, 5. Januar 2006, 15:55

Hi

Man kann auch ein Streichholzkopf mit ca. 2-3 Windungen dünnem Draht (zB. Einzeldraht aus Kupferlitze) bewickeln und mit Tesa sichern, dann Drähte für die Stromversorgung anschliessen und fetich ist der Zünder.

Ich kann leider nicht sagen wie viele Zellen es zum zünden braucht weil ich immer mit speziellem Widerstandsdraht arbeite, da ist der spezifische Widerstand viel höher als bei normalem Cu-Draht und dadurch sinkt der Strom.

Versuch macht kluch...

Gruss
Reto
Heliheizer

6

Donnerstag, 5. Januar 2006, 16:29

Ging es hier eignetlich um (in DE illegalen!) Zünderbau, oder darum, die Spannung eines Akkus zu verdoppeln?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (5. Januar 2006, 16:29)


7

Donnerstag, 5. Januar 2006, 16:31

Vielen Dank für Eure Antworten :ok:

Das mit dem Draht um den Streichholzkopf habe ich schon gemacht - funktioniert auch.
Nur leider nur mit dem besonderen Draht.

Glühbirnen einer Lichterkette sind mir auf Dauer zu teuer - zumal das mit dem "Zündstoff"
nicht gerade zulässig ist (soweit ich informiert bin).

Hat denn niemand eine Schaltung, oder kann mir eine Schaltung zeigen, die das bringt ?

Bzw. @Malte - könntest Du das evtl. (wenn es nicht zuviel Aufwand ist) mal Skizzieren ?

Mehr Zellen wollte ich nicht verwenden - max. 4 x Mignon (zur Not auch 6).
Nur sollte am Ausgang schon "gut" was rauskommen !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

8

Donnerstag, 5. Januar 2006, 17:21

Hallo!

Normale Kondensatoren reichen da m.E. nicht. Selbst bei 10 Stück 10000µF hättest du bei 10A und 10V am Anfang nur für 1/10 s Strom, wobei dabei natürlich die Ausgangsleistung auf null fällt. Und gute Doppelschicktkondensatoren sind schwer oder gar nicht zu bekommen.

Ich hab' früher mit 6 Sub-C Zellen und 8m Kabel Zünder aus verzinkten Stahldraht verwendet. (alte Bowdenzüge vom Fahrrad). Wenn die Zellen näher am Zünder sind, gehen sicher auch weniger, ob Mignon gehen, mußt du halt ausprobieren. Vorteil: der Stahldraht ist sehr steif und das Zink brennt und spritzt, wenn der Draht aufglüht.

Wenn eine kurze Verzögerung OK ist, nimm die Zündschnüre, die bei den Treibsätzen dabei sind, und wickel einen 12Ohm(für 7.2V) Widerstand, 1/8W bedrahtet dran. Der wird innerhalb 1s so heiß, daß man zünden kann. Vielleicht würden auch die 1/10W Widerstände direkt gehen, oder auch umgebaute minimelfs.

Oder mach 'nen T2-Schein nach §27 des Sprengstoffgesetzes und kauf Satzauslöser...

servus,
Martin

bernd_57

RCLine User

Wohnort: Niedersachsen Emsland Lohne

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9

Donnerstag, 5. Januar 2006, 19:56

RE:Zünder füt Raketen

Hallo Torsten!

Warum nimmst du nicht elektrozünder für Raketenmotore gibts im Pack mit
6 Stk. Zünden geht mit einer 9Volt Batterie.
http://www.noris-raketen.de/html/hauptte…satze.htm#zuend

Hiermit zünde ich meine Feuerwerkskörper am Modell bei Nachtflug
http://www.langner-bernd.de Nachflugmodell

Habe früher die Böller auch mit Blitzbirnen gezündet geht aber nicht mehr
seit es diese Sicherheitszündschnüre gibt.

Das selbermachen halte ich aus Sicherheitsgründen nicht für sinnvoll
auf dem Link gibt es die zünder Stk 0.17Cent


By Bernd

10

Donnerstag, 5. Januar 2006, 20:01

Glühkerze eines Modell-Verbrenners?

Mehrfach verwendbar, und wenn sie nicht direkt im Abgasstrahl sitzt, sollte das eigentlich gehen...

Grüße

Torsten
[SIZE=4]www.zuendapp.net - die grösste Zündapp-Community im Internet! :ok:[/SIZE]

bernd_57

RCLine User

Wohnort: Niedersachsen Emsland Lohne

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11

Donnerstag, 5. Januar 2006, 20:28

Re:Glühkerze

Hi Torsten!

Glühkerze geht auch aber elktrischen Zünder sind heißer und habe eine richtige
Flamme.
Die Glühkerze braucht mindestens 2 A und darum dicke Drähte und gute
Schaltkontakte die Hochbelastbar sind.
Die Zünder ziehen gerade 200ma und deshalb reichen bei mir Drähte mit
0,14°mm.

Haben wir schon alles getestet da wir den Nachtflug ja nicht zum ersten mal
betreiben.
Die Zünder sind optimal klein und direkt mit Schrumpfschlauch an die Zündschnur
zu befestigen.


By Bernd

12

Donnerstag, 5. Januar 2006, 23:26

Wenn es um Zünder geht, würde ich auch die käuflichen nehmen. Wenig Stromhunger und zuverlässige Zündung durch die kleine Pyromischung an der Spitze...

Grüße
Malte

staroman

RCLine User

Wohnort: D- Leipzig

Beruf: Techniker

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13

Freitag, 6. Januar 2006, 00:13

Hi,
wie mein Vorposter schon sagte. Nimm einen sogenannten Brückenzünder. Die zünden mit wenig spannung und geben nen guten (aber nur kurzeitigen, eine Rauchpatrone bekommste da nicht gezündet...) Zündfunken impuls oder wie immer man das nennt. Die Dinger kann man zb bei Raketenmodellbau Klima beziehen...
Gruss Jan

14

Freitag, 6. Januar 2006, 06:38

Danke für Eure Antworten :ok:

Lassen wir es gut sein !

Mir ging es nur um eine Schaltung die eben richtig Dampf hat. Warum ? Weil ich gerne
elektonische Schaltungen bastel !
Die Zünder habe ich - Der Glühdraht von Glühkerzen wird zu 95%iger Wahrscheinlichkeit zerstört,
da dieser nun mal im Treibsatz stecken muß. Darum ging es aber auch gar nicht.
Sondern nur um eine elektrische Schaltung mit Power.

Nette Grüße
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (6. Januar 2006, 09:39)


15

Freitag, 6. Januar 2006, 12:48

NOCH dickere Elkos :D:D:D!

16

Freitag, 6. Januar 2006, 14:18

tja, dann ist die einfachste Schaltung eine Serienschaltung von mehreren Akkuzellen.

MFG Rene

17

Donnerstag, 12. Januar 2006, 14:34

Hallo
Was du brauchst ist eine sog. Ladungspumpe
die funktioniert so:
Eine Spule wird mit strom aus der Betriebsspannung (eine Zelle reicht normal aus) durchflossen. danach wird der Kontakt zwischen Betriebsspannung und Spule unterbrochen. Die Spule versucht den Strom weiterzutreiben und lädt damit einen Konensator auf.
Dieser vorgang wiederhohlt sich mehere hundert bis tausen mal pro sekunde
Dadurch kann man einen Kondensator mit nur einer Zelle auf bis zu mehrer hundert Volt aufladen.
Diesen auf einen Zünder geschaltet gibt einen STrom von mehren hundert Ampere.

Hab leider noch nie solche fertig gekauften Zünder besessen, also weis ich nicht ob der kurze (wenn auch häftige) Stromimpuls reicht um diese zu zünden.
Ich verwende dafür aufgebrochene mini glühbirnen (kosten bei Conrad Elektronik einen dreck) mit kleinen fetzchen küchenrolle, getränkt in Natrimchlorat lösung unt getrocknet

Du kannst diese schaltung selber bauen, hab hier keinen Schaltplan parat, aber google einfach mal nach Ladungspumpe oder Charge Pump
Die andere Möglichkeit ist du klapperst Fotogeschäfter in deiner Umgebung ab und fragst ob die alte Einweg Kamaras herumliegen haben (Die werfen die nach der Filmentwicklung ohnehin weg) Aus diesen Kamaras baust du dir einfach die Blitzschaltung aus, ist ne ca 2x2cm große Platine die genau das macht.
Die wird normalerweise mit ner 1,5V batterie betrieben und baut ne Spannung von ca 300V auf.
Bei bedarf kannst auch noch zu dem Kondensator auf der Platine nen zweiten paralell löten falls die Power ned ausreicht ;)

Aba VORSICHT
Die 300V sind SEHR SEHR schmerzhaft wenn man mit den Fingern an die Kontakte kommt ;)

18

Freitag, 13. Januar 2006, 08:45

Hi

Danke für Anregung mit der Ladungspumpe :ok: :ok:
DAS ist doch schonmal etwas !!!!

Könnte evtl. jemand der davon Ahnung hat einen Schaltplan mit Bauteilbezeichnung erstellen ?
Natürlich nur, wenn es nicht zuviel verlangt ist. Es reicht ja etwas handskizziertes.

Für jemanden der sich damit auskennt - sicherlich eine Sache von 2 Minuten.
Für jemanden der sich NICHT so damit auskennt - ein fast unlösbares Problem.

Vielleicht ist ja jemand so nett. Wäre klasse !

Nette Grüße
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

19

Freitag, 13. Januar 2006, 10:31

Naja muss dir sagen ich hab so n ding schon mal gebaut und es hat ned funktioniert -> problem dabei is du brauchst ne entsprechende spule, oda besser nen kleinen trafo
den trafo selberwickeln kannst vergessen (zu klein) und herkriegen tust ihn eh nur aus ner alten blitzschaltung...
also lieber gleich die blitzschaltung nehmen...

20

Freitag, 13. Januar 2006, 11:03

Hmmmm - nun habe ich hier eine "Blitzplatine" aus einer alten DigiCam.
Nuuuuuur - wie muß ich wo was anschließen, dass ich es auslösen kann,
bzw. wo gehört die Spannungsquelle und der "Verbraucher" dran' ?

Vorderseite:
»__XX« hat folgendes Bild angehängt:
  • Blitz-Vor.jpg
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]