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dieter w

RCLine User

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1

Montag, 30. Januar 2006, 09:04

Schaltung für zyklisches Auslösen einer Kamera

Hallo,
ich benutze eine Aiptek DV6800 für On-Board-Videos. Jetzt möchte ich sie auch für Fotos verwenden. Eine handgesteuerte Servoauslösung möchte ich dabei vermeiden, vielmehr sollte die Kamera mit einer Bildfolge von 2...2,5s automatisch ausgelöst werden.
Die Kamera ist per Infrarot fernsteuerbar, eine Fernbedienung kostet gerade mal 4€.

Wie würdet ihr das Problem angehen:
- FB-Signal decodieren/einlernen und mittels Microcontroller/IR-Diode erzeugen?
- Schaltung, die die Fernbedienungstaste fürs Aufnehmen zyklisch bedient?

Ich habe zwar ein AVR-Programmierboard und einen passiven Brennadapter, konnte die ganze Sache aber leider noch nicht in Betrieb nehmen. (Lt. Anleitung sollte man den Programmieradapter für die Erstinbetriebnahme nicht unter WinXP laufen lassen, aber ich habe nur einen WinXP-Rechner 8( ).

Wer kann mir weiterhelfen?

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

2

Montag, 30. Januar 2006, 12:27

Hallo Dieter,

der eleganteste Weg wäre sicherlich, das IR-Signal direkt mit dem Prozessor zu erzeugen.
Ich bin mir sicher, das geht, allerdings muß man die IR-Sequenz für das Signal kennen.

Da gibt es gewisse Rahmenbedingungen für derartige Signale, am besten fragst Du mal bei Roboternetz.de nach, da beschäftigen sich recht viele mit IR-Fernbedienung über Microcontroller.

Was für ein Board mit Adapter benutzt Du?

Schon komisch, warum sollte die Sache nicht unter XP funktionieren...

Viele Grüße

Torsten
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dieter w

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3

Montag, 30. Januar 2006, 13:08

Ich habe mir von Roland Walter das "AVR Microcontroller Lehrbuch" gekauft und das darin beschriebene Board bei www.segor.de gekauft/gebaut.
Dort wird die Programmierung über einen passiven "SP12-Brennadapter" empfohlen. Unter der Überschrift "Erster Test: Passiver TwinAVR/SP12-Brennadapter" steht wörtlich:
"Bitte überspringen Sie diesen Abschnitt, wenn Sie nur einen aktiven Brennadapter einsetzen wollen. Machen Sie den ersten Test bitte nicht an einem PC mit einem NT-System (NT 4.0, Windows 2000, XP). Bitte TwinAVR starten und im Systemmenü den Menüeintrag "Settings" anklicken. Jetzt können Sie Ihren Brennertyp einstellen... Jetzt auf den Button "Config" klicken. TwinAVR aktiviert nun die Lpt-Stromversorgungsleitungen, initialisiert den Brennzugriff, ermittelt den angeschlossenen AVR-Typ und liest die Lock- und Fuse-Bits aus..."

Tja - und an genau dieser Stelle hänge ich...

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

Dicker

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4

Montag, 30. Januar 2006, 13:18

Bei avrfreaks.net gibts ein paar interressante Anregungen fuer Infrarot steuerungen und Fernbedienungen... Is halt englisch.

Gruss Julian
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I :heart:Alex

dieter w

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5

Dienstag, 31. Januar 2006, 16:49

So, über einen Bootloader habe ich den Programmer nun auch unter XP zum Laufen gebracht.

Kann mir jemand weiterhelfen bezüglich dem Decodieren des IR-Signals der Fernbedienung? Gibt es für so etwas ein Progrämmchen, das man auf einem mit IR ausgestatteten Notebook laufen lassen kann?

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

6

Dienstag, 31. Januar 2006, 18:09

Ich würd mal mit nem Logicanalyzer oder einem Speicheroszilloskop mit Vorgeschalteter Fotodiode versuchen den Code zu entschlüsseln, wenn Du Zugriff auf solche Messgeräte hast.
Wenn nicht wirds etwas schwieriger.
Vieleicht ist der IR Sender aber auch leicht zu öffnen, dann könntest Du nachschauen welches Sender IC + Oszillator vebaut ist.

Eine Software für den IRDA Port eines Laptops zum Auswerten von IR Signalen hab ich allerdings noch nicht gesehen (Hab auch noch nicht danach gesucht).

Eventuell rückt auch der Kamerahersteller mit diesen Daten raus ?!

dieter w

RCLine User

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7

Dienstag, 31. Januar 2006, 19:18

Hallo Wilhelm,
den Kamerahersteller hab ich bereits angefragt. Die Beantwortung der letzten Frage hat knapp 2 Wochen gedauert - und ich bin so ungeduldig ==[] . Allerdings mache ich mir keine Hoffnungen, dass ich da technische Infos bekomme, aber fragen kann man ja mal...

Natürlich hab ich die Fernbedienung bereits geöffnet. Aber wirklich weiter gebracht hat mich das auch nicht. Es ist ein orangefarbener Quader mit der Aufschrift ZTB 455E verbaut, der Prozzi ist in einen schwarzen Kunststoff eingegossen.

Leider hab ich gar keinen Zugriff auf einen Speicheroszi. Aber vielleicht kann mir da jemand von euch helfen.
Ich könnte die Fernbedienung in einem wattierten Umschlag mit frankiertem Rückumschlag versenden.
Also: wer hat die Möglichkeit, das IR-Signal aufzuzeichnen und mir das benötigte Bitmuster zu nennen?

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

8

Dienstag, 31. Januar 2006, 19:46

Hallo Dieter,

ich kann Dir wirklich nur den guten Rat geben:
Frag im Forum bei

Roboternetz nach.

Dort haben sich bereits mehrere User mit dieser Thematik beschäftigt, auch mit dem Analysieren der IR-Signale mittels Mikroprozessor.

Ich bin mir sicher, man kann Dir dort weiterhelfen.

Viele Grüße

Torsten
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dieter w

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9

Dienstag, 31. Januar 2006, 20:55

Danke Torsten,
ich hab dort schon einiges gelesen, unter anderem auch Anfragen wie ich sie gerade gestellt habe: 0 Antworten ;(
Ich werde also zunächst mal hier ein paar Tage auf Antworten warten und mich ggf. dann beim Roboternetz anmelden. Wär schon schön, wenn ich mir das ersparen könnte, ich find das Forum nämlich alles andere als übersichtlich und benutzerfreundlich.

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

Dicker

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10

Dienstag, 31. Januar 2006, 23:35

bei Avrfreaks mal nachgesehen?

Gruss Julian
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I :heart:Alex

dieter w

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11

Mittwoch, 1. Februar 2006, 11:01

Ich bin dabei, mich dort einzulesen.

Mal eine ganz andere Frage: Mit den Auslösetastern werden ja lediglich 2 Kontakte kurzgeschlossen. Das Potenzial dieser Kontakte ist zunächst unbekannt.
Nach meiner bisherigen Erkenntnis wird dabei kein MC-Eingang auf Masse oder VCC gezogen. Wie kann ich das mit einem AVR nachbilden?

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

12

Mittwoch, 1. Februar 2006, 13:00

Hallo Dieter,

die AVR´s schalten als Ausgang definierte Pin´s gegen Masse, wenn der Status "0" ist.

Wenn die Speisepannung des Tasters auch 5V beträgt und dieser gegen Masse kurzschließt, würde es also direkt gehen. Ein Pullup-Widerstand wird ja dann eingebaut sein.

Kannst Du aber leicht feststellen, einfach mal im unbetätigten Zustand die Spannung über den Taster messen, und prüfen, ob eine Seite direkt an GND hängt.

Viele Grüße

Torsten
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dieter w

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13

Mittwoch, 1. Februar 2006, 14:06

Hab den Schalter (zwischenzeitlich ist die Kamera offen, ich werd wohl doch nicht über das IR-Signal gehen) mal durchgemessen:
Er schaltet einen Kontakt mit ca. 2,7V gegen Masse. Wenn ich die eine Seite mittels einem Draht mit Masse verbinde, macht´s klick :tongue:

Wenn ich die Sache recht verstanden habe, müsste ich den entsprechenden AVR-Ausgang als "open collector" definieren und zum Auslösen zyklisch für einige Millisekunden auf "0" setzen.

Ist das so korrekt?

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

14

Mittwoch, 1. Februar 2006, 22:59

Hallo Dieter,

prinzipiell ja - allerdings irritieren mich die gemessenen 2,7V ein wenig.

Du darfst nicht vergessen, wenn der Ausgangspin nicht "0"-Status hat, dann liegen am PIN 5V an. Somit würdest Du die 2,7V "aufblasen", was möglicherweise die Kamera nicht mag!

Wahrscheinlich hilft ein Optokoppler oder eine kleine Transistor-Schaltung, da wäre es jetzt aber toll, wenn mal ein Elektronikus ein paar Erklärungen abgibt.

Viele Grüße

Torsten
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15

Donnerstag, 2. Februar 2006, 22:30

Dieter,
derzeit haengst du eher an einem Elektronik Problem. Zur Programmierung wirst du ja erst spaeter kommen.
Ich verschiebe deshalb mal den Thread ein paar Ebenen hoeher direkt ins Elektronik Forum. :w
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


dieter w

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16

Freitag, 3. Februar 2006, 07:27

Hallo Torsten und Thomas,

ich glaube nicht, dass dieses Problem nur elektronisch zu lösen ist. Ich habe mir die entsprechenden Seiten meines Buchse nochmals durchgelesen und komme auf folgenden Lösungsansatz:

Ich deklariere den Pin des AVR als Eingang und setze ihn auf "0". Damit ist der Pull-up-Widerstand ausgeschaltet und die Kamera wird nicht beeinflusst.
Zum Auslösen der Cam definiere ich den Pin einfach zum Ausgang um, dann hat er sofort 0-Pegel. Dann ein "wait ms 200", um sicher auszulösen und anschließend den Pin wieder für 2s als Eingang definieren.

Das Verschieben dieses Threads nehme ich mal als Anlass (hatte ich ohnehin vor), die extreme Strukturierung des AVR-Bereichs in Frage zu stellen.

Da ich glaube, dass mein Problem für AVR-Fortgeschrittene recht trivial ist, dagegen aber kaum Antworten gekommen sind (danke an die, die geantwortet haben, das hat mir echt geholfen :w ), vermute ich mal, dass es auch den Anderen so geht wie mir: die starke Strukturierung führt zwar schnell zu einem bestimmten Beitrag, verhindert aber, dass viele Leute eine Frage lesen, da sie sich in anderen Bereichen aufhalten. Ich rege deshalb an, das Ganze vielleicht doch etwas übersichtlicher zu gestalten :-)(-:

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

dieter w

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17

Freitag, 3. Februar 2006, 08:25

So, ich hab mir gerade mal eine kleine Testschaltung aufgebaut:
- Eine LED geht von einem Portd.3 ohne Vorwiderstand auf Masse
- Ein Vorwiderstand geht von Portd.3 auf Plus.

Portd.3 ist auf "0" gesetzt
So lange Portd.3 als Eingang (in diesem Fall ohne Pull-up) definiert ist, leuchtet die LED. Mit DDRD.3 = 1 setze ich den Pin als Ausgang mit Wert 0. Damit zieht der Ausgang die Spannung an der LED runter, die LED geht aus. Sobald ich mit DDRD.3 = 0 der Pin wieder als offenen Eingang deklariere, geht die LED wieder an.

Das müsste doch genau auf die Verhältnisse der Cam übertragbar sein!?

Jetzt muss ich nur noch eine ganz ruhige Stunde finden, um in der Cam die erforderlichen Drähte anzulöten (Scheiß Miniaturisierung ;) ) und mir eine geschickte Steckverbindung für den AVR überlegen. Wie es den Anschein hat, benötige ich wirklich nur den AVR und kein einziges externes Beschaltungsteil :D

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

18

Freitag, 3. Februar 2006, 11:09

Dieter,
zu deinem Satz "Strukturierung des AVR Teils":

Der AVR Teil ist derzeit noch nicht als Diskussionsforum fuer Allgemeine Fragen aufgebaut, sondern als Einsteiger Kurs.

Wenn Bedarf nach einem allgemeinen Mikroprozessor Diskussionsforum bestehen liesse sich das aber schnell einrichten. Bisher war der Bedarf noch nicht da.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


wurpfel1

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19

Freitag, 3. Februar 2006, 12:26

Hallo Dieter

habe ich dir den tip mit dem TOIM232 und TSOP-IR-transceiver per pn gegeben??

irgendwie solltest du die IRträgerfrequenz feststellen können, eine IR-diode und ein soundkarten-oszi hilft! vielleicht findest du auch eine passende bezeichnung.
üblich ist 38kHz.

damit konnte ich bis jetzt jeden IRcode knacken!

TOIM übersetzt IR nach RS232. er verlängert/verkürzt die impulsdauer damit die zwei medien funzen. ist GANZ einfach bei SEGOR zu haben :shy:



wünsche dir eine ruhige hand beim SMD-löten :ok:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

dieter w

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20

Freitag, 3. Februar 2006, 12:42

Hallo wurpfel,
ich habe mittlerweile den einfacheren Weg gewählt und gehe direkt über Kabel in die Cam. Deinen Tipp werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufgreifen.

Ich habe gerade eben die Verkabelung realisiert - ES FUNKTIONIERT!!!!! :ok:

Jetzt muss ich das Ganze "nur" noch auf einen Attiny 13 (8-Beiner im DIL-Gehäuse) portieren, dann kann´s auch schon losgehen.

Wer weiß, welche Bibliothek dafür einzubinden ist und welche Unterschiede im Programm erforderlich sind?


@ Thomas: ich denke schon, dass spätestens nach einem Einsteigerkurs ein solcher Bedarf entsteht.

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts: