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Wilfried Jahn

RCLine Neu User

  • »Wilfried Jahn« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 17. Februar 2006, 10:58

Probleme mit Brushless - Controller (Selbstbau)

[SIZE=2][/SIZE] Ich habe einen Brushless - Controller aufgebaut. Mit Atmel ATMEGA88, Schaltbild und Programm von Atmel (AVR443, AVR492). Es sollte eigentlich funktionieren. Die Signale vom Prozessor über Treiber IR2101 sind alle OK. Wenn aber ein Motor (zum Testen aus Streamer) angeschlossen ist, dann wird das Ausgangssignal verfälscht, also keine saubere Trapezspannung, sondern einer der 6 Teilschritte, der eigentlich der Nulldurchgang sein sollte, ist auch nahe UB. Mit Widerständen als Belastung sieht man eine schöne Treppe. Ich hatte schon die 2101 in Verdacht - war aber nicht. Hat hier jemand Erfahrung. Ich bin schon am verzweifeln.

Wilfried

2

Freitag, 17. Februar 2006, 12:34

RE: Probleme mit Brushless - Controller (Selbstbau)

Hi,

mit dem Bau von bürstenlos Reglern habe ich micht noch nicht beschäftigt, aber generell entstehen bei induktiven Lasten Induktionsspannungen. Diese können durchaus die Signale/Spannungsverläufe verfälschen. Vewendest du einen kompletten Eigenentwurf oder eine schon mal geteste Schaltung?

Gruß
Stefan

Wilfried Jahn

RCLine Neu User

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3

Freitag, 17. Februar 2006, 13:10

RE: Probleme mit Brushless - Controller (Selbstbau)

Hi Stefan,
es handelt sich im eine Applikation von Atmel. Von mir noch nicht getestet, aber es ist eine Schaltung, die ich in dieser Form auch schon woanders im Internet gesehen habe. Die Schaltung funktoniert auch, z.B. mit Widerständen am Ausgang um die Signale zu überprüfen habe ich am offenen Eingang (die Phase, die gerade aus ist bzw. sein sollte) diese Spannung ist VB für einen kurzen Moment. Es sieht schon so aus, als wäre es eine EMK der Spule, die bei UB durch die eingebaute Diode (FET) gekappt wird. Leider bin ich für solche Sachen kein Spezialist. Wie machen es die Anderen?

Wilfried

4

Freitag, 17. Februar 2006, 16:32

Schau doch mal in den Projekt-Ordner. Julian zieht einen BL-Steller von Null auf hoch und wir dürfen alle mitbasteln und -proggen!

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (17. Februar 2006, 16:32)


Wurzelausneun

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5

Sonntag, 19. Februar 2006, 16:44

RE: Probleme mit Brushless - Controller (Selbstbau)

Hallo Wilfrid,

hast Du irgendwo die Schaltung? Ich bin auch gerade beim Bau eines Controllers mit ATmega8 in ASM. Es hat auch eine Weile gedauert, ehe es gefunzt hat. :prost:
Das was in den angegebenen Datenblättern steht ist ja gut und schön, aber wie sieht Dein Aufbau aus???
:) Fliegen ist ewiges Landen und Landen ist für mich immer noch Modellsport :)

Wilfried Jahn

RCLine Neu User

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6

Montag, 20. Februar 2006, 08:27

RE: Probleme mit Brushless - Controller (Selbstbau)

Hallo Malte, Peter,

1. Leider ist das Projekt von Julian erst beim Anfang. So lange bis das fertig wird oder soweit, bis mein Problem glöst werden könnte, kann ich vermutlich nicht warten.
2. Die Schaltung entspricht von der Endstufe (Treiber, FET's, Shunt, Hall) exakt der AVR492 von Atmel. Ich habe sie nur an den ATMEGA88 angepaßt und den LMV7219 weggelassen. Auch habe ich als Prozessor die kleine Platine "Micro Brain Modul" (28pol. DIL gibt's bei Ebay) verwendet. Es ist ja auf Anhieb gelaufen - nur mit zuviel Strom für den kleinen Testmotor. Beschrieben in meiner ersten Anfrage.
Die Platine ist zweilagig und großzügig geroutet. Ich brauche für meine Anwendung keinen Platz sparen.

Zitat

Wenn etwas auf Anhieb läuft, ist irgendwas faul


Wie wahr!

Wilfried

Dicker

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7

Montag, 20. Februar 2006, 12:08

Ist schwierig da jetzt was dazu zu sagen. Ohne Software, ohne Details (Oszi Bilder etc).
Zuviel Strom kann am Timing liegen. Schraub mal Testweise 30-50nF Kondensatoren als Filter rein. Wenns dann besser wird hast du dein Problem gefunden.
EDIT: In die Back EMF Erkennung natuerlich. Da wo die paar picoFarad grade sind. Einfach draufloeten.

Was mit schon oefters passiert is dass ich mich ueber einen meiner Regler aufgeregt hab und Stundenlang gebastelt hab, um festzustellen das der Testmotor einen Statorschluss oder einen falsch eingeklebten Magneten hatte.

Gruss Julian
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I :heart:Alex

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dicker« (20. Februar 2006, 12:19)


Wurzelausneun

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8

Montag, 20. Februar 2006, 20:31

Hallo Wilfried,

bei sesorlos würde ich wie Julian auch die 30 - 50nF, bei mir sind es etwas mehr geworden, Testweise probieren. Danach hatte ich jedenfalls auf beiden Seiten einen einigermaßen gleichen Nulldurchgang bei 30 Grd. Mit Sensor habe ich noch nicht probiert...
Wird irgendjemand heiß bei deinen Probelauf - FET oder Motor? Läuft der Motor ruhig oder eher "Schaumgebremst"? Wieviel ist denn zu viel Strom?

Gruß Peter
:) Fliegen ist ewiges Landen und Landen ist für mich immer noch Modellsport :)

Wilfried Jahn

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9

Dienstag, 21. Februar 2006, 09:40

Hallo,

ich sehe, da muß ich noch einiges erklären. Es handelt sich um ein Schaltbild von Atmel, der AVR492, Seite 25 http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_…nts/doc7518.pdf die Software ist in der .ZIP bei http://www.avrfreaks.net/index.php?modul…ool&item_id=638. Bis zu den FET's sind die Signale einwandfrei, aber am Ausgang zum Motor ist nicht wie oft gezeigt eine Art Trapez zu sehen, sondern ein paar Haken mehr [IMG]C:\Dokumente und Einstellungen\Ing. Bullinger\Eigene Dateien\Eigene Bilder\Signal.bmp[/IMG], wie auf dem Bild unten zu sehen ist (natürlich nicht so eckig, aber vom Timing richtig gezeigt). Das Signal liegt in voller Stärke an, wenn ich mit einem Widerstand belaste, ändert es sich kaum. Am Motor kann es auch nicht liegen, denn der läuft an einem anderen Controller mit dem Allegro-Chip A3932S (auch Selbstbau) und einem WK-WST-40A (Walkera) einwandfrei. Es ist ein kleiner Motor aus einem Streamer in Dreieck 2,1R (Phase zu Phase) und ca. 0,9 mH (gemessen). Der Motor zieht im Leerlauf (ohne PWM) über 3A und läuft etwas ruhiger, wenn er gebremst wird. Wir benötigen für unsere Anwendung Sensoren, da der Motor schon beim Anlauf etwas Kraft haben muß. Der Motor wird sehr heiß, die FET's sind kalt. An den anderen Controllern zieht er ca. 200 mA! Noch etwas zu meiner Person: Ich bin zwar schon länger in der Elektronik Entwicklung tätig, aber mit Brushless ist es der Anfang.

Viele Grüße und Danke.

Wilfried

Dicker

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10

Dienstag, 21. Februar 2006, 10:14

Selbst mit diesen Informationen kann dir hier keiner ohne erheblichen Aufwand helfen.
Ohne deinen Hardwareaufbau und Messtechnik kann man da kaum was sagen.
Beispielmoeglichkeiten fuer deine Fehlerbeobachtung:

- zu langsames PWM (Frequenz zu niedrig)
- falsches Timing (Hallsensoren verdreht)
- falsches Timing - Softwarebug
- Falsches Kommutierungsmuster
- fehlerhafte Positionserkennung (defekte Leiterbahn, falscher Widerstand falscher Kondensator)
- Fehler in der Endstufe (falscher Gatewiderstand, etc)

Du siehst, das ist einfach eine riesige Spanne. Das da oben sind naemlich nur die ersten paar Sachen die mir direkt eingefallen sind zu "Motor dreht aber zieht zuviel Strom"
Ich glaube nicht das dir hier jemand mit akzeptablem Zeitaufwand wirklich weiterhelfen kann.
Schick mir die Hardware, eine gutaussehende Frau (zum Schultern massieren und Kaffee bringen) und ne Kiste Bier und ich kuck es mir am WE an ;)

EDIT:
Schade das du nicht bereit bist alle Informationen weiterzugeben... Ich halt mich jetzt hier raus.

Gruss Julian
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I :heart:Alex

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Wilfried Jahn

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11

Mittwoch, 1. März 2006, 09:12

Hallo an alle,

ich bin schon bereit, die Infos weiterzugeben. Ich muß es aber erst selbst wissen. In dieser längeren Pause habe ich selbst einige Versuche gemacht und den Fehler gefunden. Ich hatte eigentlich schon alle Daten geschrieben bezüglich Software und Hardware. (ATMEL AVR443, AVR492 sogar mit Link's). Leider habe ich auch nicht alle erforderlichen Messgeräte zur Verfügung.
Für alle, die das nachbauen wollen - es funktioniert einwandfrei. Der Fehler war in der Software von Atmel. Das Timing zwischen Hall und Ausgabe ist dort um eine Spalte verschoben, da hat Julian in einigen Zeilen recht - schade, daß er das jetzt nicht mehr liest. In der C-Datei (AVR443) muß bei MC_port drive config in jeder Zeile der Port und die Timer jeweils um 1 erhöht (CCW) oder erniedrigt (CW) werden(6=1 bzw 1=6). Für mich ist es ein Wunder, daß sich der Motor überhaupt gedreht hat. Wenn sich jemand dafür interessiert, kann er mich auch per E-Mail kontaktieren. (Ing.Buero-Bullinger@t-online.de). Ich weiß zwar nicht alles und bin in dieser Sache noch Neuling - habe aber schon einige Erfahrung gesammelt.

Viele Grüße

Wilfried