Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Sonntag, 12. März 2006, 15:48

µPs allgemein

Hallo Leute,

ich will in nächster Zeit wieder bei µPs einsteigen. Ein paar Erfahrungen mit PICs habe ich schon (Programmierer habe ich auch), weiss aber nicht ob die sich wirklich lohnen. Offensichtlich benutzen sehr viele Atmels, oder?
Assembler ist nicht unbedingt schlecht, aber C/Basic/... wäre natürlich viel einfacher. Was würde zu den entsprechenden Prozessoren passen? Ich denke das sollte man nicht getrennt von den Prozessoren betrachten.
Also Leute! Beratet mich mal!

Und wenn wir dabei sind: ich suche auch noch einen µP der bei 150°C Umgebungstemperatur läuft (das ist eine andere Baustlle und hat nicht unbedingt mit der allgemeinen Frage zu tun). Einen habe ich schon gefunden, aber da mus es mehr geben!

Danke schon mal
Michael
Ja, ich habe die Suchfunktion, Google, MetaGer usw. benutzt...:D

Helfer willkommen: RcLineWiki

2

Sonntag, 12. März 2006, 19:27

Hallo Michael,

deine Frage ist gut geeignet, gleich mehrere Glaubenskriege zu entfachen.

Ob du PICs oder Atmel bevorzugst, ist Geschmackssache, ich persönlich bevorzuge PICs, ich sehe das so wie es auf sprut's Homepage geschrieben ist: ich nutze ihre Stärken und lebe mit ihren Schwächen.

Bzgl. der Programmiersprache habe ich aber einen klaren Rat: fang mit Assembler an. Zum Erlernen der internen Struktur des Prozessors ist Assembler viel besser geeignet als eine Hochsprache. Wer seine ersten Programmierexperimente mit Assembler gemacht hat, sieht einen C Compiler (und den C-Code) mit ganz anderen Augen. Und schließlich sind die Codebeispiele in den Datenblättern auch in Assembler, also zumindest lesen können sollte man Assembler auf jeden Fall.

Ciao
Claus

3

Sonntag, 12. März 2006, 19:42

Hallo Claus,

ich habe zwar noch kein "richtiges" Projekt mit Pics hinter mir, aber "rumgespielt" habe ich schon (d.h. ich habe mir auch eine kleine Entwicklungsumgebung gebaut mit "Tastenboard" "LED-Board" und "Pic-Board"). Dabei habe ich durchaus gelernt mit Assembler zu programmieren und zu lesen (und leider auch zu debuggen...). Aber ab einem gewissen Punkt wirds einfach unübersichtlich! Zumal es zum Beispiel für I²C-Bus (sofern man nicht Pics mit entsprechender Hardware hat) in den diversen Sprachen feste Befehle gibt.

Gruß
Michael
Ja, ich habe die Suchfunktion, Google, MetaGer usw. benutzt...:D

Helfer willkommen: RcLineWiki

4

Sonntag, 12. März 2006, 19:55

Hallo Michael,

na dann hast du ja beste Voraussetzungen, um mit C zu starten :ok:

Bei Assembler braucht man schon etwas ... ich nenne es mal "Liebe zum Detail" ...aber als Schiffsmodellbauer braucht man das sowieso!

Ciao
Claus

5

Sonntag, 12. März 2006, 20:24

Hallo Michael,

kurz vorweg: Unseren Atmel-Einsteigerkurs hier im Forum kennst Du schon?

Die Frage der Programmierumgebung sollte sich eher an Deinen Vorlieben festmachen.
Gute Entwicklungsumgebungen findest Du für Pic´s sicher genauso wie für die Atmels - dem Prozessor wird´s ziemlich "Wurscht" sein...

Mir fällt es schwer, da einen Vergleich zu ziehen, weil ich mit den Atmel´s angefangen habe und bis jetzt dabei geblieben bin. Man wechselt ja nicht ohne Not die Hardware, Software und das Know-How.

Diese Frage kocht auch in den Roboter-Foren immer wieder hoch, bloß um jedesmal nach 25 Seiten Diskussion über das Für und Wieder und jeder Menge heißer Köpfe unbeantwortet im Sande zu versickern...

Vergleich mal die Preise der notwendigen Hardware (Programmieradapter), der Prozessoren und schau, ob es preisgünstige/freie Compiler gibt. Im Hobbybereich ist das sicher auch ein Maßstab, wenn man nicht gleich ein paar hundert Euro in die Sache pumpen muß.

Die Atmels kann ich Dir diesbezüglich sehr empfehlen, da brauchst Du nur einen Lötkolben und Bauteile für ein paar Euros, damit der Laden läuft.
Da Du aber die Programmierhardware für die Pic´s ja schon hast, fällt es Dir möglöicherweise leichter, mit dieser Prozessorreihe anzufangen.

Und Assembler pur oder mit Compiler programmieren ist auch so eine Glaubensfrage.
Es schadet sicher nicht, Assembler zu beherrschen, und wenn man wirklich das letzte Quentchen aus dem Chip rauskitzeln möchte, geht auch kaum ein Weg daran vorbei.

Andererseits kommt man grade für unsere R/C-Applikationen auch bestens mit einem Compiler klar, weil diese Dinge (Kanäle lesen, Servos ansteuern, PWM erzeugen, etc.) den Chips bestenfalls ein müdes Lächeln abringen - ein etwas suboptimaler Code stört da nicht großartig.

Viele Grüße

Torsten
[SIZE=4]www.zuendapp.net - die grösste Zündapp-Community im Internet! :ok:[/SIZE]

6

Montag, 13. März 2006, 22:05

Eines Vorweg: das Geld spielt in diesem Fall die untergeordnete Rolle solange der Unterschied nicht extrem groß wird. Ich habe (leider) nicht sooo viel Freizeit, da stecke ich lieber ein paar Euro mehr in Hardware als daß ich das Geld in Form von Programmierzeit zu zahlen.

Den Kurs habe ich schon gesehen, allerdings nicht durchgearbeitet.

Soweit ich das jetzt verstehe sind die Atmels und Pics in etwa gleichwertig, beide haben Ihre Stärken und Schwächen?
Also würde ich zumindest vorläufig bei Pics bleiben. Könnt ihr mir da einen Compiler empfehlen? Für die AVRs hatte ich schon mal was bei sourceforge gefunden, Pics war zumindest damals Fehlanzeige.

Gruß
Michael
Ja, ich habe die Suchfunktion, Google, MetaGer usw. benutzt...:D

Helfer willkommen: RcLineWiki

7

Montag, 13. März 2006, 22:38

Hallo Michael!

Mein Senf dazu:

'hab mir vor Jahren die AVRs und PICs angesehen. Bei den PICs war ein normales Programm nur mit Bank-Umschalterei zu machen, was natürlich von einem Compiler übernommen wird. ARVs lassen sich linear adressieren, zumindest die meisten, bei den Sprungbefehlen gibt es gewisse Einschränkungen. Aber auch das interessiert nicht, wenn man nicht Assembler programmiert. (tue ich, aber die Einschränkungen sind wirklich marginal)

Ich hab' mir also einen Atmel Programmer beim Reichelt gekauft, und hab' damit noch nie Probleme bekommen. Für die 35Euro hätte ich auch keinen Programmieren bauen können, wenn ich die Zeit mit einrechne. Die Parallelport-Programmer machen, wennn man den Informationen im Netz glaubt, doch öfters Ärger.

Ein Experimentierboard oder dergl. habe ich nicht gebaut, das halte ich persönlich, ohne irgend welche Leute angreifen zu wollen, auch für ziemlichen Unfug. In meinem U-Boot hat z.B. keiner der Prozessoren ein LC-Display, warum sollte ich mich also damit belasten? Alle meine Schaltungen sind von vorne herein nur für einen bestimmten Zweck entworfen, und haben keinen unnötigen Ballast.

Zum Vergleich AVR und PIC: es kommt ganz auf deine persönlichen Bedürfnisse an. Ob du z.B. einen Puls z.B. lieber auf die µs genau per CC-Unit einlesen willst, oder ob ein Verfahren per Interrupts für dich OK ist. Schau dir die integrierte Peripherie an, und entscheide selbst.

servus,
Martin