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1

Donnerstag, 13. April 2006, 17:06

Wie messe ich (einfach) den Strom, den ein Motor aus dem Akku zieht?

Hi!

Gegeben: Ein Brushless-Motor samt Propeller, ein BL-Regler sowie ein Akku.

Ich möchte nun wissen, wieviel Ampere der Motor (am Boden) aus dem Akku zieht. (um danach zu entscheiden, ob ich den Akku wohl überlaste oder nicht).

Wie mache ich das ?
Alles anschliessen, Vollgas geben und mit dem Amperemeter/Multimeter am
Stecker des Akku-->Regler den Strom messen?

Oder hinten am Motor 2 Phasen abgreifen ?

Bitte nicht lachen, aber mit Elektro habe ich es nicht so. ;(

Vielen Dank für die Anfänger-Hilfe....

viperchannel

RCLine Team

Wohnort: D- 74172 Neckarsulm

Beruf: Multitalent

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2

Donnerstag, 13. April 2006, 17:20

erstmal brauchste en geignetes messgerät, nicht alle multimeter gehen hochgenug,

dann schließte ein pol vom regler an den akku, den anderen pol vom regler ins messgerät und dann den freien pol vom messgerät mit dem akku verbinden. also das messgerät muss "in reihe" geschaltet sein
Gruß Frank!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »viperchannel« (13. April 2006, 17:20)


DonKracho

RCLine User

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Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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3

Freitag, 14. April 2006, 00:16

Einfache Multimeter können über eine gesonderte A-Buchse meist nur maximal 10 A messen und das auch nur kurzfristig, sonst raucht der interne Shunt ab! Daher ist es besser sich z.B bei Conrad einen sogenannten Shunt-Widerstand (Artikel-Nr.: 126810 - 62 2,79 EUR) zu kaufen und dann das Messgerät im 200mV Bereich messen zu lassen.

Mit 2 einfachen Panelmultimetern die ich noch in der Bastelkiste für ein Netzteilprojekt hatte (gibt es günstig bei Pollin habe ich mir so ein relativ einfaches aber supergünstiges Strom- und Spannungsmessgerät gebastelt (20V 20/40A). Die Messgeräte lassen sich per Trimmer noch genau abgleichen was dann eine erstaunlich hohe Mesgenauigkeit ergibt. Auf das Voltmeter muss ein Spannungsteiler aus Metallfilmwiderständen aufgelötet werden (200mV -> 20V, ist in der Anleitung zum Messgrät beschrieben) Nicht wundern, die Anzeige unten hat einen Segmentfehler. Die Instrumente hatten zuvor jahrelang im Keller vor sich hingeschimmelt bis sie endlich mal zum Einsatz kamen;)
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Schraubst Du noch, oder wohnst Du schon?

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »DonKracho« (14. April 2006, 00:48)


DonKracho

RCLine User

Wohnort: Hannover

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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4

Freitag, 14. April 2006, 00:18

Die Rückseite: Der 20A Shunt befindet sich in dem weissen Silikonschlauch. Mit dem roten Schalter wird der A-Messbereich zwischen 20 A und 40 A (Anzeige x 2) umgeschaltet indem die am Shunt abfallende Spannung noch einmal mit 2 Metallfilmwiderständen halbiert wird.
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Schraubst Du noch, oder wohnst Du schon?

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DonKracho

RCLine User

Wohnort: Hannover

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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5

Freitag, 14. April 2006, 00:25

und die Anschlüsse, die kann sich natürlich jeder nach seinen Bedürfnissen gestalten. Bis 35A verwende ich halt die Grünen MPX M6 Verbinder. Das Gerät wird zwischen Akku und Motorsteller geschaltet. Die Plastikdose war eine Verpackung eines Graupner Motorstellers. Bei Interesse kann ich noch die Verschaltung der ganzen Box aufzeichnen. Bauteilkosten etwa 15 EUR.
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Schraubst Du noch, oder wohnst Du schon?

torschti

RCLine User

Wohnort: D- Nähe Spreewald

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6

Dienstag, 18. April 2006, 06:59

Hallo Stefan,

also ich nutze ein günstiges Multimeter und ein Strommesskabel wie dieses hier .

Damit klappt dat wunderbar.

Hoffe Dir geholfen zu haben.

Gruß Torsten
Der Himmelsstürmer

mfc-senftenberg-welzow.de

7

Freitag, 21. April 2006, 16:53

So ein Kabel wie der Torsten hat benutze ich auch! Spitzenteil :ok:
Ich hab es nur woanders gekauft und ich meine da haben die auch 70A gesagt.
Für Modellbautypische Ströme also völlig ausreichend und auch bei kurz 100A wird das ding nicht gleich schmelzen.
Man braucht natürlich noch das 10A Billigamperemeter aus dem Baumarkt aber dann hat man auch schon die komplette Flugfeld Luxusausrüstung.

Ch.Petry

RCLine User

Wohnort: D-54413 Beuren

Beruf: Student (Informatik)

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8

Freitag, 21. April 2006, 17:48

Das "Strommesskabel" ist nix anderes wie der genannte Shunt-Widerstand mit Kabeln dran.
Es gibt da ganz entscheidende Unterschiede in der Qualität dieser Shunt-Widerstände
a) von der Grundgenauigkeit her
b) von der Temperaturbeständigkeit her (wenn der Shunt sich durch hohen Strom erhitzt)
Das geht von Billigteilen mit 5% Genauigkeit und starker Temperaturdrift für wenige Cent bis zu hochprezisen Teilen für >20 Euro...

Je nach Widerstandswert und Stromfluss muss der Shunt schon stark gekühlt werden, bei Strömen >20A empfiehlt sich ein <0,005 Ohm, bei >40A ein 0,001 Ohm Shunt.


mfg
Christian
VERKAUFE:
-ECO8 getunt
-LMH120 flugfertig, inkl. Sender
-Futaba FX18
-Plettenberg HP220/A3/S P6 Heli z.B. ECO8, Logo 10
-Schulze Future 45Ho
-diverse Empfänger (Schulze+Futaba)
-Kreisel G200
-externes BEC

9

Freitag, 21. April 2006, 18:30

moin,
also ich benutze den hier:




strom, spannung, leistung, temperatur, kapazität , demnächst noch drehzahl
alles auf einen blick.
nur 25g und kann auch mitfliegen für durchschnittswerte.

leider noch ein prototyp.
grüße
Klang ?

Car Hifi ?

Sound pur im Auto ?

besser gehts immer !

hier bist du richtig :D


[SIZE=4][/SIZE]

Eheli

RCLine User

Wohnort: Kindberg

Beruf: Elektrotechniker

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10

Freitag, 21. April 2006, 20:03

Hallo,

da gibts zb. den "eagle tree system micropower e-logger" oder das watts up.
günstiger und vielseitiger als manches multimeter .
manche regler mögen übrigens keinen shunt davor, der eagle tree misst mit einem hallsensor ströme bis 100A. daneben noch spannung, temp. und drehzahl.
direktablesung ist damit allerdings nur am pc im live mode möglich.
ansonsten liest man die daten einfach später aus.
h.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Eheli« (21. April 2006, 20:08)


Ch.Petry

RCLine User

Wohnort: D-54413 Beuren

Beruf: Student (Informatik)

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11

Samstag, 22. April 2006, 19:02

Ein "richtiger" Shunt dürfte bei keinem Regler ein Problem sein, so ein 1mOhm Shunt entspricht <10cm 1,5mm² Kabel, ein Steckkontakt hat schon >2mOhm.

Es gibt da noch die Low-Cost Variante indem man einfach z.B. 20cm Draht nimmt und am Anfang und Ende davon den Spannungsabfall misst (ist aber recht ungenau wenn man es nicht eichen kann und durch den Kupfer ist die Temperaturdrift sehr hoch).
Achtung: NICHT einfach aufwickeln sonst wickelt man eine Spule (ganz schlecht für vor allem brushless-Regler!)
Wenn der Draht zusätzlich dabeikommt muss man beachten das man nicht die zulässige Leitungslänge des Reglers überschreitet, eventuell kann man aber auch am sowieso nötigen Kabel zum Regler die Spannung abgreifen dann ist es wieder kein Problem.

Hallsensensoren sind auch nicht immer ganz genau, vor allem bei Brushless-Reglern kommen z.B. bei billigen Stromzangen teilweise völlig falsche Werte raus... (schon mehrmals hier im Forum gelesen, hab selbst keine)


mfg
Christian
VERKAUFE:
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12

Sonntag, 23. April 2006, 00:11

Ich hab den Logger von MeisterEIT aufgebaut.
Ich find das Teil echt Super.
Die Verwendeten Bauteile sind Baugrösse 0805 - also gute Augen, etwas Löterfahrung und passendes Werkzeug sollte man schon haben.
Man kann das Ding bereits Modelle Größe Parkflyer einbauen nur (28g schwer) und hat so Daten vom Flug.
Mit einem optionalen Temperatursensor sind auch Temperaturmessungen möglich.
Neun Werte lassen sich auch noch per Fernsteuerung abspeichern, diese Option hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.

13

Montag, 24. April 2006, 10:47

Das Teil von MeisterEIT ist natürlich der Hammer, keine Frage. So einen Datenlogger der Mitfliegt würd mich auch reizen.
Aber die Frage war nach einem einfachen Strommesser um mal eben schnell zu testen wieviel Strom der Antrieb bei vollast zieht.
Ein einfacher Shunt oder diese Messkabel sind sicher nicht genau aber selbst mit 5% genauigkeit sind sie hinreichend genau. Der Temperaturdrift spielt bei Messungen die nur wenige Sekunden dauern auch nicht so die Rolex. Schliesslich misst man bei Vollgasmessungen am Boden ja auch das nur seltenst mal kurz vorkommende Maximum welches der Antrieb auch nur einen kurzen Moment aushält.
Ob mein Messgerät mir bei meinem Antrieb 40A oder 42A anzeigt ist mir eigentlich völlig schnuppe wenn es darum geht schnell mal eine Hausnummer zu bestimmen. Es geht hier schliesslich nicht um einen Motorenprüfstand.

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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14

Mittwoch, 26. April 2006, 22:16

Einfach:

ein 10mOhm Shunt (Elekteronikhändler), an die Anschlüsse Lusterklemmen gelötet, Kurze, dicke Kabel mit passenden Steckern auf einer Seite in die Lusterklemmen stecken und festschrauben.

Zum Messen die Messspitzen eines Voltmeters in den Lusterklemmen festschrauben, einschalten und Spannungsabfall messen.

Einfach und billig, und wenn es nicht auf die Kommastelle ankommt genau genug.

:w Paul
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Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (26. April 2006, 22:26)


15

Donnerstag, 27. April 2006, 17:16

Hallo Stefan

Zitat

Wie messe ich (einfach) den Strom, den ein Motor aus dem Akku zieht?


Am einfachsten ist natürlich ein Zangenamperemeter. Dann musst du nur einen Leiter des Akkus mit der Zange umschliessen und messen.
Das Problem ist nur, dass ein genaues Gleichstromzangenamperemeter ziemlich teuer ist.

Ich habe vor Jahren ein Fluke Multimeter mit dazu passender Zange für Gleichstrommessungen (DC) gekauft. Kostenpunkt damals für beide Geräte um 1000.- Franken = ca. Euro 650

http://www.fluke.de/comx/show_product.as…ale=dede&pid=11

Gruss
Reto
Heliheizer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heliheizer« (27. April 2006, 17:17)


16

Donnerstag, 27. April 2006, 18:19

Wenns ein Shunt sein soll:
Es gibt bei Conrad einen 0,001Ohm Präzisionswiderstand in 4 Leiter Technik mit einer Toleranz von 0,5%.
Der kostet zwar knapp 10 Euronen wäre aber vermutlich für dich genau das Richtige, weil er den Stromkreis kaum belastet und man damit auch hohe Ströme messen kann.


Bestellnummer wäre: 447315

Schau Dir das Teil halt mal an

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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17

Donnerstag, 27. April 2006, 19:53

Hallo,

für höhere Ströme ok, ich messe max. 20A-30A, für mich war der 10mOhm Shunt der Kompromiss zwischen Verfälschung und Messgenauigkeit meines Messgeräts.

:w Paul
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (27. April 2006, 19:54)


18

Freitag, 28. April 2006, 09:48

Ich verwende einen 50A DIN Shunt z.B. vom Conrad Artikel-Nr.: 104558 - 62.

Mit einem normalen Multimeter wird im 200mV Bereich der Spannungsabfall gemessen. Die Umrechnung in A ist schnell mit dem Taschenrechner oder per Tabelle erledigt.

Der Shunt sollte generell ausreichend dimensioniert sein.

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Freitag, 28. April 2006, 10:55

Was rechnest du da um?
Ist das nicht ein 50mV = 50A teil? da reicht dann doch einfach das mV streichen und A setzen oder irre ich mich da.
Das Ganze ist ja sogar noch etwas teurer als das einfache Messkabel ... naja ich habs eigentlich auch nur zufällig gefunden und wollte eigentlich auch so einen shunt in die Kiste die ich immer mit zum platz nehme schmeissen.
Was mich am meisten wundert ist das alle zwar einen riesen aufstand machen das man ja temperaturdrift und alle möglichen fehler hat aber ein recht grosser wird fast immer übersehen: Bei 50mV im 200mV messbereich (so mach ich das aber auch immer mit Multimeter)sind wir verdammt weit vom Messbereichsendwert ab was der Genauigkeit bei weitem nicht zu gute kommt. Naja bei 0,5% von 200mv(=200A) ist das auch "nur" 1A. Das sind dann 2% auf den vom Shunt gesetzten Messbereichsendwert. Wenn man mit dieser Methode z.B. einen 10A motor vermessen will weil man den internen Shunt des Multimeters schonen will sollte man sich auch darüber bewusst sein das man hier schonmal 10% neben dem eigentlichen Messwert liegen kann.

20

Freitag, 29. Dezember 2006, 19:59

Zitat

Original von MeisterEIT ...leider noch ein prototyp.


Wann kommt der raus -oder wann gibst Du die Pläne frei zm nachbasteln?
25g zum mitfleigen wäre auch mal für einen Shocky interessant.

ueliisa
ueliisa

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