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1

Samstag, 15. April 2006, 21:01

Netzteil Defekt ?!?

Hi Folks!

Ich habe mir heute in der Stadt ein Trafo-Netzteil von McVoice gekauft, und ich habe irgendwie den Eindruck das Teil ist defekt.
Das Ding hat Laut Hersteller eine Leistung von 10A Dauer und 12A kurzzeitig vei 13,8V.
Als ich nun mein Jamara X-Peak3 angeschlossen habe und das Gerät eingeschaltet habe, ist das Display von meinem Ladegerät wie gewohnt angegangen.
Als ich aber einen Ladevorgang starten wollte, ist das Display kurz ausgegangen und hat sich anschließend mit "Jamara X-Peak" wieder gemeldet.
Den Ladevorgang wollte ich mit einem 8Zellen Akku bei 3A starten.
Das kam mir ein wenig suspekt vor, also habe ich an den Ausgang des Netzteils ein Multimeter angeschlossen und habe eine Spannung von 13,8V gemessen.
Also die Spannung ist schon mal vorhaden!
Dann habe ich zusätzlich einen Starter für Verbrennungsmotoren an den Ausgang angeschlossen um Das Netzteil zu belasten.
Und siehe da, der Starter dreht sich nicht und die Spannung fällt auf 0V runter.

Ich würde das Teil ja eigentlich sofort am Dienstag wieder zurückbringen, jedoch ist das über 30km entfernt.
Und deshalb frage ich hier mal in den Raum ob Ihr mir helfen könnt!

Hier der Schaltplan von dem Teil!

Gruß

Dirk
»DDMighty« hat folgendes Bild angehängt:
  • netzteil.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DDMighty« (15. April 2006, 21:08)


2

Montag, 17. April 2006, 01:35

Spontan: Netzteil defekt.

Sag mal die genaue Typenbezeichnung. Hab da im Internet nur eine gefunden welches fuer mehrere verschiedene Stromstaerken zu haben ist: DF-1763

Sollte eigentlich gehen.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


3

Montag, 17. April 2006, 11:46

Was mich an der Sache ein bisschen stört ist halt die Tatsache, das solche Geräte laut VDE vor der Auslieferung in Deutschland geprüft werden müssen.
Und jetzt die Frage an die Elektriker!
Kann ein solcher Fehler durch eine kalte Löstelle hervorgerufen werden, oder läuft es auf ein defektes Bauteil hinaus ?

Gruß

Dirk

4

Montag, 17. April 2006, 12:01

Hallo!

Was du noch probieren könntest, wäre die Reaktion auf kleine Belastungen. Wenn die Spannung da stabil bei den 13.8V bleibt, und erst bei etwas größeren Strömen zusammenbricht, könnte es durchaus an einem Fehler im oberen Teil der Schaltung liegen. also irgendwo bei den Dioden vom Trafo zu den Kondensatoren, und dann zu den Leistungstransistoren. Da kann ein nicht angeschlossener Draht schon den von dir beschriebenen Fehler verursachen, je nachdem, wie das Teil genau mechanisch aufgebaut ist.
Als nicht-Elektriker sollte man da aber nicht 'rumschrauben oder Löten. Das ist definitiv zu gefährlich.

Was VDE angeht, bin ich eigentlich davon ausgegangen, daß die nur für die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und Grenzwerte z.B. bei der EMV zuständig sind, nicht aber für die Grundfunktion.

Servus,
Martin

5

Montag, 17. April 2006, 12:08

Zitat

Als nicht-Elektriker sollte man da aber nicht 'rumschrauben oder Löten. Das ist definitiv zu gefährlich.


Hallo Martin!

ALso als nicht Elektriker möchte ich mich nicht beschreiben, ich bin halt KFZ-Elektriker! :)
Aber die Erfahrungen im bereich Elektronik fehlen mir halt, ich hatte sowas irgendwann mal in der Berufschule! :dumm:

Aber nochmal zurück zu Deiner Vermutung, die Spannung bricht schon bei der kleinsten Belastung zusammen, es reicht so eben um das Einstellmenue bei meinem Ladegerät zu starten, und selbst wenn ich einen Empfängerakku mit 100mA laden will, bricht die Spannung weg!

Gruß

Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DDMighty« (17. April 2006, 12:10)


6

Montag, 17. April 2006, 12:45

Hallo, ich weis zwar nicht was das Netzteil gekostet hat, aber ich würde es umtauschen fahren :-)
(natürlich bei 10 EURO oder so lohnt die fahrt nicht)

Aber ein Tipp für die Zukunft, hänge nicht einfach was dran um die Last zu messen.
Ich denke mal das dein Starter etwas zu heftig ist für das netzteil ;-)
Wenn ich mich nicht vertuhe habemn die ein Anlaufstrom jemseits deiner angegebenen 10 A !!!!! (also erzähle beim umtausch blos nicht das du ein E-Starter dran hattest ;-)

Gruß
Andy
Mein Hanger:
1x TwinStar 2 (aufgemotzt ;-) )
1x Fletcher
1x Caliber M24
2x Carson AirBeast CFG
2x PicooZ
1x Flytech DragonFly (Libelle)

7

Montag, 17. April 2006, 12:52

Hallo!

Ich hatte gedacht, daß vielleicht bei sehr geringer Last der Basisstrom der Endstufe ausreicht, bei höheren Strömen aber nichts von den Leistungstransistoren nachkommt. Dann hätte man den Fehler vielleicht schnell finden können. Aber dann sollte bei 100mA noch nicht Schluß sein.

Ich fürchte, mit 'ner Ferndiagnose wird's da schwierig.

Bei 30Km würd' ich das Teil auch umtauschen.

servus,
Martin

8

Montag, 17. April 2006, 17:31

Zitat

ein Tipp für die Zukunft, hänge nicht einfach was dran um die Last zu messen.


Danke, guter Tip! :wall:
Ich habe als erstes natürlich ein Ladegerät angeschlossen!
Als zweites habe ich in der Bedienungsanleitung gelesen, das dieses Netzteil über eine Überlastabschaltung verfügt!
Als drittes habe ich dann die Spannung gemessen!
Und als viertes habe ich die Spannung unter Last gemessen! Mit einem 60ér Starter ohne Widerstand an der Welle)
Und als nächstes habe ich es nochmal mit einer Glühlampe versucht. (gleiches Ergebnis)

Nagut, dann werde ich mich morgen mal auf nach Bielefeld machen!
Vieleicht lege ich dann noch 10€ drauf und kaufe mir ein Schaltnetzteil!

Gruß

Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DDMighty« (17. April 2006, 17:33)


robert-1

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9

Montag, 17. April 2006, 17:38

Bring das Ding zurück, und kauf dir bitte etwas hochwertigeres.

Dem Schaltbild nach ist das echt das mit Abstand billigste und minderwertigste das mit bisher untergekommen ist.
Keine Strombegrenzung, Transistoren einfach parallel geschaltet ohne Emitterwiderstände, 50 2A-Gleichrichterdioden bei der 50A-Version anstatt eines richtigen Leistungsgleichrichters, keine Temperaturbegrenzung, keine ausgangsseitige Sicherung,...

Der Aufbau ist vermutlich genauso minderwertig, wesshalb so etwas u.a eine gewaltige Feuergefahr darstellt.

Bei Überlastung (z.b. 20A statt 10A Inenn) brennt die pri-seitige 3A-Sicherung garantiert nicht durch (das würde sie ca. bei 4-5A Primärseitig, entsprechend ca. 1kW entstprechend grob 80A sek-seitig!), genauso wenig gibt es irgendetwas, das in diesem Zustand abschalten würde oder den Strom verringern.
Die Transistoren und Gleichrichterdioden werden allerdings durch Kurzschluss ausfallen und so einen satten Kurzschluss über den Transformator legen, so dass möglicherweise die Sicherung doch fliegt.
Nur ob sie das tut, bevor das Gerät in Flammen steht kann keiner sagen, ich vermute nein.

Schaltnetzteile sind meist etwas besser ausgebaut und haben zumindest eine Strombegrenzung.
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »robert-1« (17. April 2006, 17:41)


10

Montag, 17. April 2006, 19:02

@Robert

Ich wollte ja keinem Angst machen ! :D
Nagut, dann lege ich noch 20€ für ein Schaltnetzteil drauf!

^____

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11

Montag, 17. April 2006, 20:44

Hallo,

Zitat

Dem Schaltbild nach ist das echt das mit Abstand billigste und minderwertigste das mit bisher untergekommen ist


Also das ist sehr moderat ausgedrückt. Mich hat fast der Schlag getroffen!

Sechs parallel geschaltete 1N5408 und 2 parallel geschaltete 2N3055 für 10 Ampere. 8(

Das ist der mit Abstand grösste Schrott den ich je gesehen habe. Das Netzteil stellt 35 jährige Halbleitertechnik dar!

Wenn man die 50 Ampere ( ??? ) Variante anschaut mit ihren 50 !!!! parallel geschalteten 1N5408 dann galubt man fast an einen verspäteten Aprilscherz.
Ich frage mich ernsthaft welcher Idiot sich so etwas zu konstruieren getraut.

Bring den Schrott zurück und kauf etwas anständiges oder baue es selber. Wie das geht kannst Du hier lernen:
http://www.elektronik-kompendium.de/

Gruss Bruno

12

Montag, 17. April 2006, 23:23

Übrigens, ich habe eben mal versucht den Starter an mein altes 2A Netzteil zu hängen, und da läuft der Motor an!

Gruß

Dirk

DonKracho

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13

Montag, 17. April 2006, 23:59

Zitat

Original von DDMighty
Übrigens, ich habe eben mal versucht den Starter an mein altes 2A Netzteil zu hängen, und da läuft der Motor


Mein Starter bis 25 ccm zieht deutlich mehr als 10 A Leerlaufstrom wenn der Motor unglücklich steht. Mit einen Netzteil mit 10A Strombegrenzung läuft er nur an wenn man etwas mithilft und schon bei relativ geringer Belastung übersteight der Stom die 10 A wieder.

Die längsgeregelten Netzteile dürften alle gleich aufgebaut sein egal ob da nun Maas oder sonstwas draufsteht. Für ein X-Peak Ladegerät ist das Netzteil auch ausreichend. Ein 2N3055 ist für 15A und 115W ausgelegt und das Netzteil hat auch eine Strombegrenzung wenn man den Schaltplan genauer anschaut. Zugegeberner Weise betagte Schaltungstechnik, aber warum Bewährtes ändern wird man sich in China oder Korea sagen;)

Hast du an dem Xpeak noch Krokoklemmen oder 4mm Stecker dran? Bei Krokoklemmen scharub mal die Buchsenhütchen ganz ab. Ausserden haben die Buchsen deutlich mehr als 4 mm Innendurchmesser. Nicht alle Stecker haben darin sicheren Kontakt. Kaufst man ein Schaltnetzteil kann man sich meist über einen lärmenden Lüfter freuen. Ein Schaltnetzteil arbeitet natürlich effizienter und ist deutlich leichter.

Ich habe im letzten Sommer bei 30°C Umgebungstemperatur an solch einem längsgeregelten 10/12A Netzteil schon dauerhaft 2 Peltierelemente dran gahabt (zusammen ca. 8A) und das hat das Ding klaglos überstanden auch wenn der fette Kühlkörper knallig heiss wurde. Ich habe nur dafür gesorgt dass das Netzteil sehr luftig stand. Der verbaute Trafo scheint die Last gut zu verkraften, es hat noch nie nach Elektronik oder Lack gestunken.

Also bevor das Ding hier verteufelt wird schaue lieber nach ob sich an den Ausgangabuchsen ein sicherer Kontakt ergibt.
/DonKracho
Schraubst Du noch, oder wohnst Du schon?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DonKracho« (18. April 2006, 00:18)


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14

Dienstag, 18. April 2006, 00:44

Hallo Wolfgang,

Zitat

Die längsgeregelten Netzteile dürften alle gleich aufgebaut sein


Nein, ganz klar neine. So einen Schrott habe ich bisher nie gesehen. Die Schaltung ist völlig falsch konstruiert.

Zitat

es hat noch nie nach Elektronik oder Lack gestunken.


Sollen wir das etwa als Qualitätsmerkmal verstehen?

Zitat

Kaufst man ein Schaltnetzteil kann man sich meist über einen lärmenden Lüfter freuen. Ein Schaltnetzteil arbeitet natürlich effizienter und ist deutlich leichter.


Ja, und deshalb hat es meist KEINEN Lüfter. ich habe mehrere und die sind völlig geräuschlos.

Ich habe den Verdacht, dass intern etwas nicht verbunden ist oder eine Lötstelle vergessen wurde. Prinzipiell müsste es schon ein wenig funktionieren, die Frage ist halt wie und wie lange und was bei einem Kurzschluss am Ausgang passiert. Das Ding ist jedenfalls hochgradig gefährlich und wenn es dumm läuft muss man auch mit einem Brand rechnen.

Deshalb, bring diesen Mist sofort zurück.

Gruss Bruno

robert-1

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15

Dienstag, 18. April 2006, 00:57

Wenn denn wenigstens ein 723 drin wäre...
Der Pfusch ist echt unglaublich.
Wenn die 3055 nicht sehr gut zusammenpassen oder ein Kühlkörper heisser wird als der andere, plopp sind alle Transistoren platt und du hast ca. 18V am Ausgang.
Die "Strombegrenzung" über begrenzten Basisstrom ist kaum wirksam, da Ib rel. groß sein muss, damit unter allen Bedingungen der Nennstrom noch ohne Spannungsabfall geht (beta schwankt ca. von 0,5-2* typical-wert und bei billigen noch viel stärker).Im Kurzschlsusfall fließt weit mehr als der doppelte Nennstrom, und das hält kein Bauteil aus.

Zudem möchte ich kein Bild des offenen Geräts sehen, ohne einen Eimer griffbereit zu haben.

Zitat

in 2N3055 ist für 15A und 115W ausgelegt

115W bei Tcase (!)=25°.
Das beinhaltet noch nichteinmal den Wärmewiderstand Gehäuse-Kühlkörper, geschweigedenn den des Kphlkörpers.
Das sind Phantasiewerte der Hersteller, realistisch ist 1/2 bis 1/3.
15A 60V: man SOA.

Wenns um gute Netzteile geht, Elektro-Automatik baut zumindest gut brauchbare Geräte.
Die wiegen auch schon mal deutlich mehr als der Schrott.

BTW: Ich bau momentan an einem Labornetzteil, 0-30V 0-5A, da sieht die Endstufe schonmal anders aus...Bei worstcase ca. 225W Pd sind 8 TIP142 (über 0,33R 5W Emitterwiderstand) parallel drauf, Regelung [größtenteils eigener Entwurf] läuft über 2 OPVs mit eigener Stromversorgung (Schaltungsmasse=Plus-Klemme, dadurch ergeben sich paar besondere Vorteile...).
Temperatursicherung ist obligatorisch, die Endstufe wird über temperaturgeregelte Lüfter (bei <55° aus) gekühlt.Trafos sind "gut" dimensioniert, genau wie alle anderen Teile auch.
Kein Fernost-Schrott eben.
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »robert-1« (18. April 2006, 01:04)


16

Dienstag, 18. April 2006, 19:47

Hi und Hallo!

Ich habe jetzt noch ein paar Euronen draufgelegt und habe mir ein besseres Trafo-Netzteil gekauft!
Das Ding hat jetzt 60€ gekostet und hat ebenfalls 10A, und jetzt funktioniert auch alles zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Ein Schaltnetzteil kostet mit vergleichbarer Leistung um die 100€, und das war ich nicht bereit auszugeben.
Ich möchte damit lediglich meine Sender- und Empfängerakkus laden können!

Gruß

Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DDMighty« (18. April 2006, 19:48)