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GerdSt

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1

Samstag, 10. Juni 2006, 14:25

Welcher Empfänger für eigene Signalauswertung?

Hallo,

Ich suche einen guten Empfänger, bei dem man möglichst einfach an das noch nicht demultiplexte Signal heran kommt, bzw. bei welchem dieses Signal als TTL-Pegel von außen zugänglich ist.
Bisher verwendete ich einen ACT DDS10, bei dem ich das Signal am Prozessoreingang abgeriffen habe, nur ist das auf Dauer sicher nicht die kostengünstigste Lösung.

Kennt ihr da besonders heiße Kandidaten?

Gruß Gerd

wurpfel1

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2

Samstag, 10. Juni 2006, 16:07

Hi Gerd

ich würde mal in der grabbelkiste nachsehen: irgendein antikes Doppelsuperteil könnte da rumliegen. das TTL-signal wird bei diesen dingern mit einem gatter auf die 8servoausgänge verteilt..

bei meinem SAM-FM-RX hat der umbau problemlos geklappt! ist noch alles diskret zusammengestiefelt worden, die ganze HF ist seperat in einem abgeschirmten modul untergebracht :D
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

3

Samstag, 10. Juni 2006, 16:55

RE: Welcher Empfänger für eigene Signalauswertung?

Hallo Gerd!

Ich hatte bisher noch keinen Empfänger in Händen, bei dem der Umbau nicht einfach gewesen wäre. Das waren aber alles einfache Empfänger ohne Prozessor.

Als TTL zugänglich kenne ich nicht, aber bei Graupner ist teilweise das noch analoge Signal am 3. Pin des Batterieanschlusses herausgeführt. (R700 und SB6SYN40S getestet)

Es lohnt durchaus, sich das analoge Signal anzusehen. Beim Rex4 z.B. ist die Reichweite künstlich reduziert. Den Mechanismus kann man natürlich umgehen.

servus,
Martin

wurpfel1

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4

Sonntag, 11. Juni 2006, 14:16

Hi Gerd

Martin hat recht.. für TTL-pegel benötigst du einen verstärker.
einige AVR-prozzies haben sowas schon drin, zb der ATtiny26.
ich habs mit einem OP (LM324) gemacht..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

^____

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5

Sonntag, 11. Juni 2006, 17:00

Hallo zusammen,

Zitat

aber bei Graupner ist teilweise das noch analoge Signal am 3. Pin des Batterieanschlusses herausgeführt.


Ja, das ist das Basisband welches gleich nach dem Demodulator abgegriffen wird. Es hat aber nur etwa 300 Millivolt. Dieser Anschluss ist für das Abstimmen des Empfängers gedacht. Man kann das Signal mit geeigneten Verstärkern aber durchaus verwenden.
Geeignet sind alle Empfänger welche einen 4017 als Ringzähler Decoder haben. Da liegt das Signal mit etwa 3,3 Volt Amplitude an.

Gruss Bruno

globe

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6

Montag, 12. Juni 2006, 10:27

Hi,

also ich benutzte dafür ACT Empfänger. Sind glaub ich ein Micro 9 und ein Micro 6. Liefern beide schöne TTL-Level. Ich gehe damit direkt auf den ICP-Pin eines Atmel Mega 8.

Gruß globe

GerdSt

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7

Montag, 12. Juni 2006, 20:34

Das mit ACT scheint leider auch nicht mehr zu funktionieren, mit der aktuellen Empfängergeneration.
Nach meinem Telefonat heute mit ACT habe ich erfahren, dass neuerdings das analoge Signal direkt in den Prozessor geführt wird, ohne externe Signalaufbereitung mittels Komparator oder Schmitt-Trigger. Damit kann man das Signal auch nicht mehr abgreifen, ohne die Prozessor-Software entsprechend zu ändern.
Dasselbe Problem gibt wohl auch für den Multiplex Mini DS-IPD, bei dem ich heute auch vergeblich mit dem Oszillografen nach dem Sendersignal am AVR gesucht habe.

Ein einfacher Billig-Empfänger scheidet für mich aus Reichweiten- und Zuverlässigkeitsgründen aus. Immerhin will ich damit einen Elektro-Heli LOGO 10 mit relativ kostspieliger Ausrüstung steuern.

Gruß Gerd

^____

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8

Montag, 12. Juni 2006, 20:53

Hallo Gerd,

Das habe ich schon vermutet. Nur, irgendwo MUSS das Signal ja zu finden sein. Die ZF und der Demodulator ist bestimmt nicht im Prozessor integriert. Das Signal ist aber sehr schwach und muss verstärkt werden.

Gruss Bruno

9

Montag, 12. Juni 2006, 21:10

Hallo!

Es kann gut sein, daß bei ACT der interne Komparator des AVR verwendet wird.

Das analoge Signal läßt sich aber sehr leicht digitalisieren. Dazu braucht man nur das Originalsignal und ein RC-gefiltertes Signal zu vergleichen. ggf. kann man den Betriebspunkt des Komparators noch etwas verschieben.

Da ist sowas übrigens 'drauf:



servus,
Martin

globe

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10

Montag, 12. Juni 2006, 21:35

Hallo,

ich hab grad mal einen Schulze alpha-435 untersucht am Pin 7 des Tiny15 kannst du das Signal abgreifen. Ist zwar kein schönes Rechteck aber die Pegel passen. Der Tiny hat ja glaub ich auch gar keinen Comperator. Auf jeden Fall ging es an dem ICP-Pin meines Mega 8 astrein.

Gruß globe

GerdSt

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11

Montag, 12. Juni 2006, 22:25

Nachdem die externe Schaltung fertig ist und ein Digitalsignal an ihrem Optokoppler-Eingang erwartet, möchte ich jetzt nicht noch eine fliegende Signalaufbereitungsschaltung dazwischen hängen. War mein alter DDS10 also der letzte Empfänger mit diskreter Signalaufbereitung außerhalb des :edit: Prozessors :edit:?

Gruß Gerd

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »GerdSt« (15. Juni 2006, 09:56)


12

Montag, 12. Juni 2006, 23:45

Hallo!

Zitat

Original von GerdSt
Nachdem die externe Schaltung fertig ist und ein Digitalsignal an ihrem Optokoppler-Eingang erwartet, möchte ich jetzt nicht noch eine fliegende Signalaufbereitungsschaltung dazwischen hängen. War mein alter DDS10 also der letzte Empfänger mit diskreter Signalaufbereitung außerhalb des Empfängers?

Gruß Gerd


Bei meinen beiden Graupner-Empfängern (R700 und SB6SYN40S), sowie dem Jeti REX4 kann man das Signal digital abgreifen, wenn man möchte. Wie vermutlich bei jedem Empfänger, der keinen Prozessor hat.

servus,
Martin

-edit-
SB6SYN40S ohne Gewähr, kann aber nochmal nachmessen, falls der in Frage kommen würde

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MaGo« (12. Juni 2006, 23:46)


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13

Dienstag, 13. Juni 2006, 03:25

Hallo,

Was meint ihr mit digital? Nur wenn der Sender PCM sendet steh auch nach dem Demodulator eine digitales signal an. ihr meint wohl das PPM Signal. Dieses muss aber keine schönen Rechteckimpulse haben. So gesehen MUSS es in jedem Empfänger abgreifbar sein, Der Demodulator ist IMMER eine eigene Signalstufe, erst danach kommt der Decoder als Impulsverteiler oder eben der Prozessor für die Nachbearbeitung und Verteilung. Ein unsauberes Rechtecksignal kann mit einem Schmitt Trigger oder eben einem Komparator aufbereitet werden sofern as überhaupt nötig ist.

Gruss Bruno

wurpfel1

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14

Dienstag, 13. Juni 2006, 13:17

Hi leutz



geht auf die suche nach alten doppelsuperRX. die haben einen hochwertigen analog-empfangsteil. dort ist das PPM/PCM signal zu finden, oft mit pegelverstärker!!

sonst ist nach der verstärkung auf PLL-pegel die einspeisung in einen AVR möglich.
einige ATtiny haben onboardverstärker die den job direkt machen können..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

15

Dienstag, 13. Juni 2006, 15:12

Hallo!

Zitat

Was meint ihr mit digital?


Bitte nicht schon wieder diese Diskussion.

Ich gehe davon aus, das ein Signal gemeint ist, das mit Hilfe eines Komparators, ggf. mit Schmitt-Trigger Eigenschaft aufbereitet wurde, damit ein Prozessor das Signal auch 'offiziell' verarbeiten kann. Die Digitaleingänge sind ja nicht für echte analogsignale zugelassen, oder doch ? Wird auf den Prozessor ankommen...

Da manche Prozessoren eigene Komparatoren besitzen, oder auch mit echten analogsignalen zurecht kommen, wird man ein per Komparator aufbereitetes Signal nicht in jedem Empfänger finden. Da Gerd aber ein aufbereitetes Signal braucht, scheiden solche Empfänger aus.

servus,
Martin

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16

Dienstag, 13. Juni 2006, 18:05

Hallo Martin,

Zitat

Bitte nicht schon wieder diese Diskussion.


Nein, um Gottes Willen!

Es ist natürlcih schon schön, wenn das Signal im Empfänger aufbereitet wird. Man kann das aber auch extern sehr gut machen wenn man keinen entsprechenden Empfänger hat. Nach dem Demodulator sieht das Signal eigentlich immer gleich aus, egal was danach kommt. Mit rund 5 KHz Hub ist das Signal immer sehr schwach.

Gruss Bruno

GerdSt

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17

Mittwoch, 14. Juni 2006, 23:12

Stimmt, mit Digital meinte ich schlichtweg den Pegel des empfangenen Signals, also nicht analoger Sägezahn nach dem Demodulator, sondern sauberes Rechtecksignal.

Aber ich denke, ACT hat das Problem für mich gelöst. Die neueste Software für den DDS10 ist per PC-Interface so konfigurierbar, dass das vollständige Signalprotokoll auf einem normalen Servoausgang ausgegeben werden kann. Das erspart mir jeglichen Eingriff in einen empfänger und den damit verbundenen Aufwand nebst Garantieverlust.
Und nebenbei profitiere ich auf diese Weise sogar von der digitalen Nachbearbeitung des Sendersignals nebst Diversity-Fähigkeit, falls gewünscht.

Der DDS10 ist zwar nicht billig, aber die Vorteile sind's mir doch wert.

Gruß Gerd

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18

Donnerstag, 15. Juni 2006, 02:12

Hallo Gerd,

Zitat

dass das vollständige Signalprotokoll auf einem normalen Servoausgang ausgegeben werden kann.


also das ist wirklich genial! Sowas fehlt beim Schulze. Bingespannt wie lange es dauert bis man das mit den 8.xx auch kann, wäre ja eine reine Softwarefrage. Ich werde da einmal anfragen.

Gruss Bruno

GerdSt

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19

Samstag, 24. Juni 2006, 19:48

Gestern war der erste Testflug mit dem neuen DDS10-Empfänger und eigener Signaldekodierung. Verlief absolut problemlos!

Das Setup ist allerdings etwas tricky, denn Doku zu dieser Funktion gibt es noch nicht und im PC-Programm DDS10Tool.exe ist sie noch nicht integriert. Nach Try & Error mit dem Programm DDS10P35 im Palm-Emulator für den PC habe ich es dort zumindest schließlich gefunden.

Die Funktion versteckt sich im Menü SYSTEM als Checkbox "Burst-Inhection / T3S (Ch1)".
Einmal angeklickt, wird die komplette Impulsfolge auf Servoausgang 1 ausgegeben.

Das Feature wurde offenbar für Lehrer-/Schülerbetrieb ohne Kabelverbindung zwischen den Sendern, bzw. zur Steuerung eines Modells mittels zwei Sendern für Diversity eingebaut, eignet sich aber genausogut zum Anschluß eigener Schaltungen.

So wie es für mich aussieht, ist das ausgegebene Signal jedoch nicht das Rohsignal vom Prozessoreingang, sondern ein rekonstruiertes Signal aus den an den Servoausgängen anliegenden Servosignalen. somit fließen auch alle Filter-, IPD- und Mischerfunktionen des DDS10 mit ein. Auch DSL-Betrieb müsste egentlich nach wie vor möglich sein und mit in das Signal einfließen.

Gruß Gerd

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »GerdSt« (24. Juni 2006, 19:51)