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1

Mittwoch, 28. Juni 2006, 15:59

Lipo Spannungsregler Selfmade?

hallo,
ich bin ein ziemlicher Neuling auf dem Gebiet der Elektronik (denke darf man mit 15 auch noch sein :D ) nun aber zu meinem eigentlichen Problem: ich möchte gerne die Lipoausgangsspannung auf 5-6V runterregeln, die fertigen Regler etc. die ich aber bis jetzt gesehen habe lagen alle jenseits von Gut und Böse (50€ ist für mich nicht mal eben aus dem hut gezaubert!) außerdem sollte die schaltung möglichst wenig ins gewicht fallen und schön klein sein aber trotzdem lötbar :D (geht das überhaupt? :P)

hat einer eine idee, wie man sowas vernünftig aufbaut, dass die schaltung nicht versagt?

mit einem einfachen widerstand wäre ich nicht so zufrieden, weil die spannung wahrscheinlich dann wenn der lipo leer wird ziemlich schnell unter 4,8V sinkt und ich irgendwo auch noch saft für servos haben wollte :D

mfg
Lasse
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2

Mittwoch, 28. Juni 2006, 17:44

Hab ich das richtig verstanden das du ein BEC bauen willst weil dein Regler kein BEC hat?
Wieviel Servos willst du anschliessen (und was fuer welche)? Oder weisst du wieviel Strom du brauchst?

Schaltung mit einfachen Laengsreglern ist simpel. Muss halt vom Strombedarf her entspr. ausgelegt werden.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thomas_R.« (28. Juni 2006, 17:45)


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3

Donnerstag, 29. Juni 2006, 01:51

Hallo Lasse,

Klar darf man mit 15 noch ein Anfänger sein. Wichtig ist, dass man anfängt! :ok:

Kurz vorweg, mit einem Widerstand geht sowas grundsätzlich nicht. Das kann man nur machen, wenn die Last konstant ist.

Ich kann Dir aber helfen. Der LT 1086 ist ein 3-Pol Linearspannungsregler im TO-220 Gehäuse welcher einen sehr kleinen Spannungsabfall hat, ein sog. Low drop Regler. Man bekommt ihn als Einstellbar (Adj), 3,3 volt und 5 Volt Festspannungsregler. Für Dich kommt der 5 Volt Typ in Frage. Er muss aber einen kleinen Kühlkörper haben wenn Du ihn bis 1,5 A belasten willst. Für einen Schocky geht es auch ohne. Das hängt ganz von Stromverbrauch ab.

Du kannst das nachfolgende Datenblatt studieren, das wirst Du sicher verstehen auch für den Fall, dass Du nicht so gut Englisch kannst.

http://www.ortodoxism.ro/datasheets2/2/0…yr3l9pse17y.pdf

Du musst die Schaltung gleich auf der ersten Seite mit einem 5 Volt Typ verwenden wenn Du einen BEC machen willst. Sehr wichtig ist, dass Du auch die Kondesatoren anlötest!!!

Kaufen kannst du das Bauteil bei CONRAD oder Reichelt oder im Elektronikbastelbedarf. Grundsätzlich würde auch ein normaler 7805 gehen. Der braucht aber für stabile 5 volt am Ausgang min 7,5 Volt am Eingang. Lass ihn Dir nicht aufschwatzen und bestehe auf einem LT 1086-5!!!
Der LT 1086-5 kommt mit rund 1,3 Volt Unterschied aus.

Falls Du noch Fragen hast dann melde Dich wieder.

Gruss Bruno

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »^____« (29. Juni 2006, 01:55)


4

Donnerstag, 29. Juni 2006, 13:28

hallo, wenn ich jetzt mehr strombedarf habe (ich wollte mind. 6 servos dran laufen lassen also zur sicherheit ca 4A) schalte ich 2 oder mehr paralel von den teilen? wofür sind denn die Kondensatoren da? ich finde es super das ihr mir schon bis hier hin geholfen habt mich im weitem bausteine dschungel zurechtzufinden ;) die kondensatoren übernehmen bei kurzen lastspitzen dann die versorgung mit oder was haben die für einen sinn? das ganze ist für einen ultra leicht segler, weshalb für mich eigentlich nur lipos in frage kommen! außerdem finde ich lipos wesentlich einfacher zu pflegen, als jetzt irgendwelche nimh zellen, die bei gleichem gewicht wahrscheinlich wesentlich weniger kapazität haben ;)

mfg
Lasse

EDIT: muss ich den minus pol dann beim kreis anlegen, oder wo sind plus und minus der eingangs bzw ausgangsspannung? ich steig leider nicht durch, da ich als ausgang nur einen wirklich erkennen kann! (ist ja leider nicht beschriftet)
»Lasse« hat folgendes Bild angehängt:
  • 05c8424yojzifxq20yr3l9pse17.gif
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lasse« (29. Juni 2006, 13:37)


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5

Donnerstag, 29. Juni 2006, 14:41

Hallo Lasse,

Tja, ich hoffe es wird für Dich nicht zu schwierig, eine Hexerei ist es jedenfalls nicht.

Du kannst mehrere LT1086 verwenden. Die Eingänge schaltest Du alle parallel und die jeweiligen Ausgänge z. B. jeweils an zwei + von den Servos. Alle Minus kommen zusammen. So würden immer zwei Servos von einem LT 1086 mit Strom verorgt. Di Impulse kommen ganz gewöhnlich aus dem Empfänger nur das Plus nicht.

Die Kodensatoren unterdrücken Regelschwingungen und blocken auch eingestreute HF ab. Es reicht einer für alle Eingänge, an den Ausgängen logischerweise jeweils einer.

Wie er beschaltet werden muss steht eigentlich im Datenblatt. Wenn Du ihn vor Dir hast mit seinen drei Beinen gegen Dich ist links der Eingang, in der Mitte die Masse und rechts der Ausgang.

Gruss Bruno

6

Donnerstag, 29. Juni 2006, 14:55

hmm das wird jetzt zwar nicht schwierig aber m.M. nach ziemlich gewichtig... gibt es so ein Bauteil nicht auch mit größerer Belastung bzw. kann man nicht "einfach" die ausgänge auch paralel schalten (mit diode dazwischen wegen eventuellem spannungsausgleich) ich habe bei meiner ts2 schon so einen kabelbaum gelötet und das war dannn am ende hochkompliziert und ich hab nicht mehr durchgeblickt :D halten die empfänger leiterbahnen überhaupt soviel strom aus? sonst wäre das ja für die katz und ich müsste ehh so viel kabel machen! (eigentlich is es ja nicht viel komplizierter als eine normale beschaltung?!)

mfg
Lasse
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7

Donnerstag, 29. Juni 2006, 16:19

Hi

Ich als Unwissender mische mich mal hier ein: kann mir jemand sagen, was ein BEC ist (Bezeichnung der einzelnen Buchstaben) und wofür wird es benötigt ?

Ich lese es recht häufig, aber meist in Verbindung mit E-Fliegern.
Ich allerdings fliege nur Verbrenner.

Nette Grüße
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

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8

Donnerstag, 29. Juni 2006, 17:43

Hallo Torsten

Ja, kann ich Dir sagen.

BEC heisst Battery Eliminating Circuit was soviel heisst wie Batterie Vernichtungs Schaltkreis oder in besserem Deutsch, Battery Ersatz Schaltung.

@ Lasse

Na ja, eine Parallelschaltung kommt ja gewichtsmässig auf Dasselbe heraus. Mit Dioden geht es nicht.

Gruss Bruno

mosi

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9

Donnerstag, 29. Juni 2006, 21:47

Zitat

Original von Lasse
hallo, wenn ich jetzt mehr strombedarf habe (ich wollte mind. 6 servos dran laufen lassen also zur sicherheit ca 4A) schalte ich 2 oder mehr paralel von den teilen?


Parallel kannst du die Dinger nicht so ohne weiteres schalten, da die Ströme sich auf Grund geringer Toleranzen sich nicht gleichmäßig aufteilen.
Du kannst aber den LM 1084 verwenden, ist für 5A geeignet. Gekühlt muss aber auch dieser werden.
Die Variante mit mehreren Linearreglern für getrennte Servoversorgung halte ich aber für die Beste. Man kann die IC´s dann direkt an den Servos positionieren und mit einem 7,4V Bordnetz arbeiten. Das hat den Vorteil, dass auf Grund der kurzen Leitungslängen sehr wenig Spannungsabfall entsteht, die Servos werden praktisch immer mit 5,0V betrieben. Ich habe in einem Modell 4 Stück LM1084 verbaut, je einen in jeder Tragflächenhälfte, einen im Heck für 2 HR-Servos und einen für Empfänger, SR-Servo und sonstiger Elektronik.
Mit einer beliebigen Si-Diode zwischen "GND" des IC und minus des Bordnetzes mit der Kathode an "-" kannst du die Servospannung nochmal um ca. 0,7V, also auf 5,7V erhöhen. Das macht die Servos knackiger, auch wird die Verlustleistung, also Wärmeentwicklung in den IC´s etwas geringer.

Gruß, Rene

10

Donnerstag, 29. Juni 2006, 22:12

gut dann besorg ich mir mal die Bausteine... weißt du wo man die noch bekommt außer vielleicht bei conrad? (der findet über die suche nix, aber da finde ich sowieso nie was auf deren seite)

mfg
Lasse
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mosi

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11

Donnerstag, 29. Juni 2006, 22:14

www.reichelt.de

ist auch wesentlich preiswerter.

Gruß, Rene

12

Donnerstag, 29. Juni 2006, 22:29

wisst ihr , ob ich den mit einem Baustein 2 Servos OHNE Kühlung betreiben kann (dann spare ich Kühlblechgewicht... es geht hier um jedes Gramm :D )?

die idee mit den Reglern am Einsatzpunkt ist natürlich Klasse! so kann ich die Kabel auch wohl einen kleinen tick dünner dimensionieren, weil ich eine höhere Spannung anliegen habe ;)

mfg
Lasse
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13

Donnerstag, 29. Juni 2006, 23:46

2Servos gehen locker ohne Kühlung, (wenn es keine Jumbo-high-torque Servos sind)

Ob das klappt kann man recht einfach überschlagen: Durchschnittsstromaufnahme (normalerweise nicht mehr als 200 -300 mA/Servo, eher viel weniger) * Spannungsdifferenz=Verlustleistung. Also ca. 500mA*3V (=8V-5V) =1,5W
Wärmewiderstand eines TO220 Gehäuses etwa 50K/W d.h. bei einem Watt Verlustleistung erhöht sich die Temperatur des Chips um 50Grad gegenüber der Umgebungstemperatur. d.h bei 1,5W wird der Chip 75Grad wärmer. Max Chiptemperatur i.A. um die 125Grad, ergo bei 50Grad Umgebungstemperatur kannst du ohne Kühlung diese Bausteine bis ca. 500mA bei 2Lipos belasten. Und 500mA sind ne ganze Menge für 2 normale bis kleine Servos.

Das mit den Kabeln dünner dimensionieren ist prinzipiell richtig, aber nicht so dünn, dass der Spannungsabfall so gross wird, dass die Spannung am Regler den Mindesteingangswert (Datenblatt!) unterschreitet. Dann kann auch der beste Regler nichts mehr ausrichten.

Grüße, Rene

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14

Freitag, 30. Juni 2006, 02:03

Hallo Lasse,

Rene hat ein paar interessante Ideen mit dem Bordnetz usw.. Vergiss dann aber nicht JEDEM dieser LM 10xx die zwei Kondesatoren zu verpassen wenn sie nicht unmittelbar nebeneinander liegen.

Gruss Bruno

15

Freitag, 30. Juni 2006, 08:41

@Bruno
Die Beschaltung die du für den LT1086 angibst stimmt meiner Meinung nach nicht. Es ist die Beschaltung für die xx7805 Serie.
Der LT1086 hat Rechts den Eingang, in der Mitte den Ausgang und Links den GND Anschluß. So stehts jedenfalls im Datenblatt.
Ich mag hier nicht als Besserwisser auftreten, nur wenn Lasse das Teil wirklich so einbaut .......

16

Freitag, 30. Juni 2006, 09:32

Zitat

Original von B. Eberle
BEC heisst Battery Eliminating Circuit was soviel heisst wie Batterie Vernichtungs Schaltkreis oder in besserem Deutsch, Battery Ersatz Schaltung.


Aha - Danke für die Antwort :ok:

Aber - wozu braucht man das ??

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

17

Freitag, 30. Juni 2006, 10:57

Hallo,
mit zwei Parallelgeschalteten Spannungsreglern habe ich gute erfahrungen gemacht. Die L4941 scheinen wegen ihres verhaltens bei überlast/temp dafür ideal zu sein. Auf meiner Webseite habe ich eine schaltung für ein einfaches BEC mit zweien dieser Regler. Die Schaltung kann man natürlich auch problemlos auf einer lochrasterplatte aufbauen wenn man keine Platinen ätzen kann.
Angucken kannst du dir die Schaltpläne und layouts meiner seite mit Eagle welches man sich in einer Freewareversion auch kostenlos Downloaden kann.

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18

Freitag, 30. Juni 2006, 12:29

Hallo Wilhelm,

Ja, Du hast Recht

@Torsten

Zitat

Aber - wozu braucht man das ??


Meinst Du dies Frage ernst?

Zitat

mit zwei Parallelgeschalteten Spannungsreglern habe ich gute erfahrungen gemacht


Wenn sie vom gleichen Wafer sind geht das in der Regel schon.

Gruss Bruno

19

Freitag, 30. Juni 2006, 13:52

<Parallel kannst du die Dinger nicht so ohne weiteres schalten>...
Alle Hersteller von Steller schalten 2-3Sp. Regler parallel.. sogar mit verschiedenn Serien-Nummern! Es geht! Theoretisch weniger - praktisch mehr!

Grüße
Milan