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Montag, 30. Oktober 2006, 20:35

Datenlogger USB, RS232, SD in der Elektor 11/06

Hallo Elektrospezialisten!

Heute im Zeitschriftenladen ist mir die Elektor vom November aufgefallen. Dort gibt es ein Projekt mit einem USB-Stick als Datenlogger, Speichemedium ist eine MMC- oder SD-Karte.

Das ganze gibt es auch als Fertiggerät für 115EUR, was mir aber zu teuer für die Anwendung ist. Es gibt auch eine unbestückte Platine und einen programmierten Prozessor einzeln.
Das Gerät soll bei mir dazu dienen, den Datenstrom von meinem Spectra-Lader auf dem Flugplatz oder in der Werkstatt aufzuzeichnen und danach in Logview auszulesen.

Für 115EUR kann ich aber auch den Laptop in die Werkstatt schleppen...

Leider bin ich ein absoluter Mikrocontroller-Noob! Sind die zur Programmierung benötigten Dateien dort Online vefügbar? Hab ja keine Ahnung, welche Dateien benötigt werden. Einer, der MC beschreiben kann wird sich schon finden.

Was können die Experten der Mikrocontroller dazu sagen?
Mein Plan ist es, die Paltine zu bestellen und die Bauteile bei Reichelt zu besorgen, um das ganze günstig zu halten. Löten wird schon gehen.

Ich danke euch schonmal für die Mühe.


Gruß
Benjamin
Hier noch der Link dazu:
http://www.elektor.de/Default.aspx?tabid…=On&SearchText=

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Dienstag, 31. Oktober 2006, 18:11

RE: Datenlogger USB, RS232, SD in der Elektor 11/06

Du brauchst normalerweise zum programmieren solcher Chips ein .hex File, wird auch das EEPROM des Chips mit programmiert gehört auch noch ne .eep Datei mit dazu.
Diese Dateien beinhalten den Code der in den Microcontroller geschrieben wird.

Die Chips haben auch noch sogenannte Fuses, die man über die Programmiersoftware einstellen kann und muß (z.B. Taktquellenauswahl, Brown out aus/ein).

Zum programmieren brauchst Du ausser der Programmiersoftware (z.B. Ponyprog) auch noch einen Programmieradapter in irgeneiner Form. Das programmieren solcher Chips nennt man auch "Flashen".

Für Atmel AVR gibts da welche die nur aus einem Druckerportstecker und 2 Widerständen bestehen. Bei den ARM Typen weiß ich das nicht

Die Atmel AVR Reihe ist ISP (=in System Programable) d.H. die Chips können in der fertigen Schaltung programmiert werden. Wie das bei den ARM Prozessoren ist kann ich Dir leider auch nicht sagen.
In der Elektor Schaltung ist zwar ein etwas seltsamer Verbinder (ST3), aber ich glaube der gehört zu einem sogenannten JTAG System - das ist ein Anschluß für einen Online debugger zur Fehlersuche im programmierten Chip.

Normalerweise werden die Quelltexte für solche Microcontroller in einer Hochsprache geschrieben (z.B. C oder Basic) und aus diesem Quelltext per Compiler die benötigten .hex und .eep Dateien erzeugt. Wenn man die Quelldateien hat kann man die Software für seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Da es sich bei den .hex Dateien um undokumentierten Assemblercode handelt ist die Änderei da wesentlich schwieriger bis unmöglich.

Ich würd Dir empfehlen den programmierten Microcontroller + Platine bei "Elektor" zu ordern und Dir den Rest anderweitig zu besorgen, wenn Du das mit dem Löten schaffst.
Damit kannst Du dann die Programmiererei zu den Akten legen.

Ich mag dich jetzt hier auch nicht zumüllen.
Wenn Du Lust hast kannst Du Dir ja mal das Datenblatt des AT91SAM7S64 bei Atmel runterladen Hier der Link zum Datasheet hat ja nur 596 Seiten :nuts: .
Eventuell ist hier auch einer im Forum der Dir den ARM Controller zum Selbstkostenpreis auch Flasht. Die benötigte Controller Software gibts bei Elektor kostenlos (Schau mal im Heft auf Seite 49 unten rechts !)

Eventuell kannst Du's auch mal mei microcontroller.net mit deiner Anfrage probieren.

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Mittwoch, 1. November 2006, 11:30

RE: Datenlogger USB, RS232, SD in der Elektor 11/06

Danke!

für die ausführliche Antwort. Werde mich mal im Bekanntenkreis umhören, ob jemand flashen kann.
Wie es aussieht ist das ja mal eine schöne Geduldsprobe für einen dunklen Winterabend.
Das die Software verfügbar ist, ist ja schonmal prima. Werde mich mal genauer umschauen.

Zitat

hat ja nur 596 Seiten

da bekommt "rtfm" ja ne ganz neue Bedeutung ;)

Herzliche Grüße
Benjamin

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Donnerstag, 2. November 2006, 00:14

Benjamin,
kann dir nur empfehlen fuer die ersten Gehversuche auf diesem Sektor den fertig programmierten Prozessor zu kaufen.

Bin gespannt ob du es tatsaechlich schaffst die Einzelteile wirklich um so viel preiswerter zu kriegen. Berichte dann mal hier wie es geklappt hat.
Ich bin da wenn ich mir die Teileliste so anschaue doch etwas skeptisch ob du mit dem Preis hinkommst.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.