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Samstag, 6. Januar 2007, 21:42

LED in Reihe schalten?

Habe mal eine Frage.

Zur Zeit beleuchte ich mein Schiff per 11 LED's. Habe dafür für jede LED einen Wiederstand genommen und dann geht von und zu jeder LED je ein + und - Kabel.

Das stört ein wenig die Aufgeräumtheit der Inneneinrichtung.

Würde daher gerne wissen - kann ich die LEDS auch in einer Reihe Schalte? Also ein Vorwiederstand der an das Plus der ersten LED geht und dann das Minus der ersten LED an das Plus der zweiten?

Wenn ja - welchen Wiederstand brauche ich dann - oder kann ich einen von den weiterverwenden, den ich bisher benutzt habe?
Gruss
Matthias

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DJpc« (6. Januar 2007, 21:43)


Ch.Petry

RCLine User

Wohnort: D-54413 Beuren

Beruf: Student (Informatik)

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2

Samstag, 6. Januar 2007, 23:28

Reihenschaltung ist kein Problem, nur parallelschalten geht nicht so ohne weiteres.
Du brauchst aber einen anderen Widerstand, welche kann kan leicht ausrechnen:
(Versorgungsspannung-(Nennspannung pro Led*Anzahl der LEDs in Reihe))/Nennstrom *einer* LED in A = Widerstand in Ohm
(Der Nennstrom leigt meist bei 20mA)

Beispiel:
Du hast 12V Versorgungsspannung, die LEDs haben eine Nennspannungpannung von 2V und einen Nennstrom von 20mA und du schaltest 3 in Reihe:
(12V-(2V*3))/0,02 = 300 Ohm


Gruß
Christian
VERKAUFE:
-ECO8 getunt
-LMH120 flugfertig, inkl. Sender
-Futaba FX18
-Plettenberg HP220/A3/S P6 Heli z.B. ECO8, Logo 10
-Schulze Future 45Ho
-diverse Empfänger (Schulze+Futaba)
-Kreisel G200
-externes BEC

3

Samstag, 6. Januar 2007, 23:48

Hallo,

Wie Christian beschrieben hat ist das kein Problem und funktioniert auch gut..

Je nach Farbe haben die LEDs eine andere Nennspannung. Die Helligkeit kann je nach Farbe auch unterschiedlich sein.

Notfalls einfach nach Farben sortieren und eventuelle die helleren mit weniger Strom versorgen.

Wenn man mehrere LEDs in Reihe schaltet schwankt die Spannung eventuell stärker wenn die Batterie belastet wird. Wenn z.B. ein Motor an der selben Batterie hängt kann man das eher sehen.

Mal angenommen man hätte 12 Volt und 5 LEDs mit 2 Volt würde sich der Strom halbieren wenn die Batterie 1 Volt einbricht. Bei 2 Volt würden die LEDs ganz ausgehen. Wenn die Batterie dann aber frisch geladen ist wäre der Strom dann eventuell zu hoch.. Also am besten dann eine LED weniger nehmen.

Gruß
Ingo

4

Samstag, 6. Januar 2007, 23:58

Cool - Danke - dann kann ich ja bald 2m Kabel aus dem Schiff holen ;)

Gibt es ne möglichkeit die Nennspannung heraus zu finden (durchmessen oder so)? Habe alles durcheinander (3mm in mehreren farben und 5mm).
Gruss
Matthias

5

Sonntag, 7. Januar 2007, 00:55

Nun ja ich würd mal von einer Nennspannung von 1,5V pro LED ausgehen und einen Vorwiderstand dafür berechnen bei dem 0,01A (=10mA) fließen.

Wenn Du jetzt deine verschiedenen LED's mit dieser Schaltung zu leuchten bringst, kannst Du mit einem Voltmeter über die LED die ungefähre Schwellenspannung ablesen.
Bei 20mA wirds dann noch etwas mehr sein.

Probleme gibts da nur bei Low Current LED's weil die typischerweise nur 2mA vertragen.

Man könnte auch die Dioden Messfunktion eines Multimeters verwenden, aber da sind die Ströme so klein das man keine vernünftige Aussage über die Schwellenspannung treffen kann. Ausserdem gehts bei LED mit 3,3V Schwellenspannung (blaue) meistens gar nicht mehr.

Bei der Berechnung des Vorwiderstandes für deine Reihenschaltung im Schiff solltest Du vom "Worst Case" Fall ausgehen. Das bedeutet mit der Spannung zu rechnen die ein voll geladener Akku hat also ca. 14,4V.
Überlastete LED sterben normalerweise nicht plötzlich, sondern werden erstmal dunkler.
Dann solltest Du mit dem ausgerechneten Widerstand noch eine Gegenrechnung machen, welcher Strom bei leerem Akku fließt.
Ist dabei der Unterschied sehr groß z.B. 20mA voll; 8mA leer, nimm lieber eine LED weniger in eine Reihe und berechne den Widerstand neu. Dadurch verbessert sich das Verhältnis, aber das hat ja gnorf auch schon gepostet.

Eine alternative wäre auch eine sogenannte Konstantstromquelle.
Die besteht normalerweise aus 2 Transistoren und 2 Widerständen und muss für jede LED Kette einmal vorhanden sein.
Es geht auch mit Spannungsreglern - ist aber teuerer.
Der Vorteil wäre, das sich die Akkuspannung fast nicht mehr auf die Helligkeit der LED auswirkt.
Wie sich die langen Kabel im Schiff auf so eine Schaltung auswirken kann ich leider nicht sagen (Schwingungsneigung).

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (7. Januar 2007, 00:58)


6

Sonntag, 7. Januar 2007, 10:16

Eine (blöde) Frage habe ich jetzt noch als nicht so Elektriker ;)

Wenn ich jetzt den Wiederstandswert habe - kann ich dann auch mehrere Wiederstände eines geringeren Wertes in Reihe Schalten um auf den Gesamtwert des benötigten Wiederstands zu kommen?
Gruss
Matthias

Ch.Petry

RCLine User

Wohnort: D-54413 Beuren

Beruf: Student (Informatik)

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7

Sonntag, 7. Januar 2007, 11:14

Ja, das kann man problemlos machen.
VERKAUFE:
-ECO8 getunt
-LMH120 flugfertig, inkl. Sender
-Futaba FX18
-Plettenberg HP220/A3/S P6 Heli z.B. ECO8, Logo 10
-Schulze Future 45Ho
-diverse Empfänger (Schulze+Futaba)
-Kreisel G200
-externes BEC

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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8

Sonntag, 7. Januar 2007, 11:49

Hallo,
das mach ich in meinem Rennboot seid 30 Jahren so, nur noch extremer:
Alle LED`s sind aus helligkeitsselektierte Typen, 30 Stück in Reihe macht in Summe ca. 75V. Die habe ich mit einem auf den LED-Strom(20mA) geregelten Hochsetzsteller gespeist. Damit habe ich fast keine Verluste.
Zum Ein/Ausschalten schalte ich nur den Hochsetzsteller ein/aus. bei 30V an den den LED`s leuchtet im Auszustand noch keine.
Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K_Mar« (7. Januar 2007, 11:52)