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Brati

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1

Mittwoch, 14. Februar 2007, 18:10

ansteuerung eines schrittmotors

hallo

ich brauche für ein projekt in der firma ein wenig unterstützung.

wir bauen gerade einen prototypen (beleuchtungsbranche) und ich hab mich bereit erklärt da ein wenig zu helfen ( mein erster großer fehler :-) )

zur sache. ich brauche eine schaltung, welche einen schrittmotor ansteuert.
die ansteuerung soll über einen wechselschalter geschehen. und zwar in einer stellung ist die grundstellung. wenn der wechselschalter umgeschaltet wird, soll der schrittmotor eine festgelegte anzahl schritte machen und anhalten. wenn ich den wechselschalter wieder in grundstellung bringe, soll der motor wieder zurück in grundstellung laufen.

beim einschalten soll der motor sich referenzieren. dafür hatte ich 1-2 microschalter vorgesehen. was gibt es hier für praktikable lösungen?

das ganze sollte möglichst klein gebaut sein.
es muss nicht zwangsläufig umsonst sein :-)
--

CU und immer eine handbreit Luft unter der Fläche :)

2

Mittwoch, 14. Februar 2007, 18:24

Hi,
für deine ANwendung ist es wahrscheinlich am einfachsten, einen Mikrocontroller wie den Mega8 zu nehmen.
Die Logik kann man komplett im Controller erledigen.
Die Controllersignale müssen dann für die Schrittmotoren mit einer H-Brücke verstärkt werden, dafür könnte man z.B. den L298 nehmen oder 8Leistungstransistoren.
Hast du programmiererfahrungen?
Wie viel Ampere zieht der Schrittmotor, den du ansteuern willst?
Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

Brati

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3

Mittwoch, 14. Februar 2007, 19:30

hallo jan

ja. an einen µP dachte ich auch schon. ich habe allerdings keinerlei hardware zum basteln. müsste mir erst alles besorgen. sprich entwicklungsboard, etc....

es gibt doch eine minimalbeschaltung an den mikrokontrollern. sowas an eine h-brücke gekoppelt auf einer kleinen platine schwebt mir vor. die platine zu machen ist auch kein problem. da ich im bereich der mikrokontroller bisher keinerlei praktische erfahrung habe brauche ich da etwas schützenhilfe...

der motor ist noch nicht abschliessend bestimmt. sollte aber unterhalb 2 ampere strangstrom bleiben.... definitiv sogar....

ich hatte erst vor ein servo für diese aufgabe zu nehmen. dies klappt aber nicht, weil ich einen drehwinkel von nahezu 360 grad habe. also sehr schlecht.....

programmiererfahrung im bereich mikrokontroller habe ich auch wenig bis garkeine :-) hab mir mal einiges durchgelesen und mir geschworen, das ich das auf jedenfall mal anfange.. dabei ist es bisher geblieben.... :-(
--

CU und immer eine handbreit Luft unter der Fläche :)

4

Mittwoch, 14. Februar 2007, 19:52

Die Herdware ist nich viel, der Controller, ne H-Brücke, nen paar Kondensatoren, nen Spannungsregler und evtl ein Poti zur einstellung der Geschwindigkeit.
Kannst du Basic?
Da gibt es eine Sprache für Controller, die heißt Bascom. www.roboternetz.de da steht viel dazu. Du brauchst halt nen paar andere Befehle, sind aber nicht viele.
Wenn du willst, kann ich dir ein Programm auf den Controller laden.
Gruß
Jan
Headbangboing...

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Brati

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5

Mittwoch, 14. Februar 2007, 20:09

hi

ich glaube ich mach mal nen schaltplan und wir unterhalten uns dann mal über einen programmierten mirkokontroller. oki?
einen referenzschalter mit ins programm einzubauen ist doch kein problem oder?
bei einschalten sollte der motor langsam in eine richtung laufen, bis der schalter betätigt ist. damit kann man dann auch undefinierte positionen durch z.b. stromausfall hinbekommen.

ich lese mich morgen mal im roboternetzwerk ein. habs mir auch schonmal angesehen. muss mich nur mal registrieren :-)

basic ist eigentlich kein problem. bin ich vor ca. 23 jahren bei meinem computereinstieg mit aufgewachsen. damals gab es großartig nix anderes.....
aber ich hab schon lange nix mehr in basic programmiert. berufsbedingt schlage ich mich nun mit sps-steuerungen rum. siemens s5 und s7

ich melde mich morgen mal wieder :-)
--

CU und immer eine handbreit Luft unter der Fläche :)

6

Mittwoch, 14. Februar 2007, 20:16

Wenn du nen Schaltplan machst, mach ihn für nen Mega8. Der ist günstig und hat viele Leistungsreserven.
Gruß
Jan
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7

Mittwoch, 14. Februar 2007, 22:28

Hi,

bei Roboternetz gibt es auch schon einen Schaltplan für eine Schrittmotor-Ansteuerung, ebenso ist die Platine dort als Bausatz erhältlich.

Schau Dich doch mal hier um: Robotikhardware , das ist der Shop vom Roboternetz.

Möglicherweise ist das ja ein gangbarer Weg, warum das Rad neu erfinden?

Viele Grüße

Torsten
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wurpfel1

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8

Donnerstag, 15. Februar 2007, 10:11

Hi leutz

nehmt ein stepperIC.. zb. ede1200 (logik) und L298 (Hbrücken)

dann zwei microschalter (wechsler) für mitte und endstellung.
beim umlegen des schalters rennt der stepper los und wird vom mikroschalter gestoppt.

schalter in die andere richtung und der stepper kehrt zur ursprungsposition zurück.



das dynamische verhalten (beschleunigungsrampe, drehzahl) des steppers wird mit passenden brücken am IC eingestellt.


eleganter ist eine ICsteuerung per ATt15.


hier noch die luxuslösung
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (15. Februar 2007, 10:32)


9

Donnerstag, 15. Februar 2007, 12:28

gibt auch einfache Beschaltungen, den Schrittmotor per Wechselstrom anzusteuern. In der Beleuchtungsbranche ist der ja meist noch vorhanden. Solange nur von einem Endschalter zum anderen gefahren wird, sollte das recht primitiv ohne aktive Elektronik gehen.

http://www.b-kainka.de/bastel10.htm

Brati

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10

Donnerstag, 15. Februar 2007, 19:54

hallo

erstmal vielen dank für die vielen ideen.

ich schau mir mal das ede1200 genauer an. scheint ja ne menge zu können.

ich werde mir nun auch ein board für die amtel holen. welches könnt ihr mir für den anfang empfehlen. was brauch ich sonst noch so...?
--

CU und immer eine handbreit Luft unter der Fläche :)

wurpfel1

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11

Donnerstag, 15. Februar 2007, 20:42

der ede ist nur der logikteil, die leistung musst du zb mit dem L298 schalten!


es gibt auch all-in-one ICs, zb ein TCA3727. der ist schon für richtig leistungsfähige stepper gedacht und darum deutlich teurer als ein ede mit L298..




schaue dir das AVR butterfly an. darauf ist alles was du benötigst. da eine RS232 integriert ist kannst du direkt aus BASCOM den käfer proggen.
zusammen mit einem L298 reicht das fett für deine aufgabe.

die BASCOM-demo reicht schon sehr weit.
zb kannst du das butterfly als datenlogger verwenden. mit 4Mb speicher und ner LCD anzeige onboard ist kannst du deine heldentaten sofort auswerten ;)
als code eignet sich zb der minilogger, klitzekleine anpassungen sind notwendig.
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

12

Donnerstag, 15. Februar 2007, 22:02

Hi,
ist es überhaupt nötig bzw. sinnvoll einen so "nobelen" chip zu verwenden?
Würde es nicht evtl reichen mit nem µC ne H-Brücke bzw Transistoren anzusteuern?
Wenn du Unipolare Schrittmotoren verwendest bräuchte man z.B. nur 4 Transistoren und nen µC.
Um einen Controller zu Programmieren kann man sich auch ne Programmierkarte selber bauen. Sind nur sehr wenige Teile.
Allerdings brauchst du noch nen Programmer, den bekommt man für 10-15€.
Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

13

Donnerstag, 15. Februar 2007, 22:29

Hallo!

Zitat

Original von zenith1989
...
Würde es nicht evtl reichen mit nem µC ne H-Brücke bzw Transistoren anzusteuern?
Wenn du Unipolare Schrittmotoren verwendest bräuchte man z.B. nur 4 Transistoren und nen µC.
...


EINE H-Brücke reicht definitiv nicht... selbst die 3-Phasen-Schrittmotoren brauchen 3 Halbbrücken, oder suzusagen 1,5 H-Brücken. Üblich sind 2 H-Brücken für die beiden Stränge eines 2-Phasen-Motors, oder eben 5 für einen 5-Phasen-Motor (unüblich).

4 Transistoren reichen nur für recht kleine Schrittgeschwindigkeiten, wenn man nicht zur normalen noch eine höhere Betriebsspannung hat, in die man abkommutieren kann, oder wenn man unmengen an Energie verbraten kann...
-edit- Stromregelung per PWM ist mit 4 Transistoren auf jeden Fall schlecht... wegen des Freilaufes...

servus,
Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MaGo« (15. Februar 2007, 22:32)


wurpfel1

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14

Freitag, 16. Februar 2007, 10:46

selbermachen ist ja toll...

nur solltet ihr dann auch alles abdecken:
8stk 20V powerfets
8stk freilaufdioden
min. 2stk NTC-temperatursicherung
optional features wie strombegrenzung, stallsicherheit, freilauf...

der L298 kostet 3€ und hat alles drin :D




einen programmer für AVRs kann man sich für die parallelschnittstelle mit einigen widerständen selber bauen.
da man aber sowieso irgend ein board und etwas periferie benötigt lohnt sich das butterfly für den einstieg. für den preis gibts schlicht nichts vergleichbares..

zum AVR Butterfly benötigt man KEIN programmiergerät. es ist STK500-kompatibel, einfach diesen programmer im BASCOM auswählen und gut ist!
es gibt leute die das butterfly als ISP-programmer umgebaut haben :evil:


das butterfly ist natürlich auch mit C zu proggen. JAVA geht übrigends auch :shy:



hat mans leid nutzt man es zb als
telefonnummernnotizbuch
wecker
sonnenstundenzähler
temperaturlogger
oder... ;)
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

15

Freitag, 16. Februar 2007, 17:24

Hi!

Zitat

Original von wurpfel1
...
nur solltet ihr dann auch alles abdecken:
8stk 20V powerfets
8stk freilaufdioden
min. 2stk NTC-temperatursicherung
optional features wie strombegrenzung, stallsicherheit, freilauf...

der L298 kostet 3€ und hat alles drin :D
...


Da muß ich aber widersprechen...

Wenn MOSFETs verwendet werden, kann man sich die Freilaufdioden schenken.

Beim L298 sind die Dioden nicht drinnen, werden aber benötigt, weil er bipolar ist.



Ich würde aber auch den L298 nehmen...

servus,
Martin

16

Freitag, 16. Februar 2007, 18:24

Hi,
muss denn überhaupt schnell verfahren werden? Hat Michael nicht gesagt, dass er etwas um 360° drehen muss?
Gruß
Jan
Headbangboing...

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Brati

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17

Freitag, 16. Februar 2007, 20:07

hi

also die geschwindigkeit spielt keine rolle. es kann ruhig 3 sekunden dauern bis die 360 grad gedreht sind. es braucht auch keine rampen oder andere dynamik.
ich bin auch schon versucht einfach ein standart servo zu nehmen, die elektronik raus und mit 2 endschaltern die sache "provisorisch" zum laufen zu bekommen. scheint mir im moment die schnellste und einfachste/billigste lösung zu sein.

ich werde mich dann mal sehr genau mit dem amtel mega8 und höher befassen, weil es mich mittlerweile extrem interessiert. kann das zur sucht werden?

ich denke das die l298 brücke voll ausreicht. ein kleiner mega8 in minimalbeschaltung davor und gut ist.... gibts baim bascom befehle für schrittmotoren oder wie steuer ich die portbits an? gibts da mal ein demoprogramm? basic ansich kann ich noch recht gut :-) obwohl meine letzten programme auch schon einige viele jahre her sind :-)
--

CU und immer eine handbreit Luft unter der Fläche :)

18

Freitag, 16. Februar 2007, 20:34

Zitat

Original von Brati
...
ich werde mich dann mal sehr genau mit dem amtel mega8 und höher befassen, weil es mich mittlerweile extrem interessiert. kann das zur sucht werden?
...


Oh ja, das hat einen hohen Suchtfaktor, grade im Modellbau: KLICK! :w

Viele Grüße

Torsten
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19

Samstag, 17. Februar 2007, 11:42

Hi,
in Bascom sprichst du die einzelnen pins des Controlers direkt an. Der Controler hat mehrere "Ports", die jeweils meistens aus vier Pins bestehen.
Du kannst z.B. sagen:
PortA=0110 // hier wird der 1.pin auf 0 gesetzt, der 2. auf 1 der 3. auf1...
PinA.2=0
PinA.3=1 //damit kann man einzeln auf die Pins eines Portes zugreifen

Um nen Schrittmotor anzusteuern muss man in einer 4erBit reihe 2 einser Bits verschieben, also:
1100
0110
0011
1001
Es gibt einen befehl um die Bits zu verschieben.
Aber es gibt bestimmt schon eine Funktion in Bascom die diese Aufgabe übernimmt.
Gruß
Jan
Headbangboing...

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wurpfel1

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20

Samstag, 17. Februar 2007, 17:32

@Martin
ich sollte das datenblatt besser lesen :shy:



@Michael
zum anfangen ist das AVR butterfly sehr zu empfehlen: alles dran!
einen ATM8 benötigst du nicht, ein ATt26 (ev. ein ATt13) reicht vollauf.
die AVRs sind eine familie, alle sind innen gleich, nur die ausstattung ist anders. es ist keine sache die programme für andere typen anzupassen!



8tung:
AVRs werden schnell zur sucht!

ATMEL hat eine riesenSW-archiv, die appliction-notes, die gratis zum schmökern und downloaden bereitstehen. zb komplette BLregler (AN-443)
schrittmotore sind auch enthalten ;)
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)