Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 14. März 2007, 15:34

Hilfe bei der Entwicklung eines LiFePo4 Laders

Hi,
ich bin grade dabei ein möglichst kostengünstiges Ladegerät für LiFePo4 Akkus zu entwickln, dass jeder nachbauen kann.
Wahrscheinlich fallen nur Bauteilkosten von weniger als 10€ an.
Micrconntroller Mega8
Spannungsregler z.B. mehrere LM350 oder Lm108x
ein paar kleinteile...

Also der µC kann den Ladestrom und die Ladespannung messen.
Normalladung:
Wenn gestartet wird, wird die Ladspannungvon ca 2V solange erhöht(mit den Spannungsreglern) bis ein Ladestrom von 3A(im normalen Lademodus) erreicht wird. Nun wird vom µC alle paar ms der Ladestromkontrolliert und bei bedarf die Ladespannung angepasst.
Wenn eine Ladespannung von 3,6V/Zelle erreicht ist wird diese Spannung konstant gehalten, bis nurnoch ca 0,05A Ladestrom fließen. Nun ist die Ladung beendet.

Schnelladung:
Es wird mit einem Konstantstrom von 10A geladen(Spannung wird hochgesetzt bis 10A erreicht werden). Wenn eine Ladespannung von 3,8V/Zelle erreicht ist wird diese Spannung gehalten, bis 15Minuten Ladezeit vorbei sind.

Im Anhang seht ihr den Schaltplan, wie ich ihn bis jetzt geplant habe.
Dazu habe ich noch ein paar Fragen, da ich mich in der Hardware nicht so sehr auskenne...

-Die Diode D1 soll verhindern, dass beim Start des Ladevorgangs, wenn z.B. ein halbvolles Akku angeschlossen wird, ein Strom richtung Lader fließt, da dieser mit ca 2V/Zelle anfängtund das Akku z.B. eine Spannung von 3V/Zelle hat. Ich habe gelernt, dass pro DIode ca 0,7V abfallten, d.h. müsste man um 3V hinter der Diode anliegen zu haben vor der Diode 3,7V haben, oder?

-Funktioniert das ganze Ladeprinzip überhaupt oder habe ich da einen Denkfehler drin?

-Seht ihr irgenwelche Fehler?(mal abgesehen von der Controllerentstörung...)

-Wenn die Ladung beendet ist müsste ich doch nur die Ladespannung runter setzen, dann würde kein Strom mehr fließen und der Benutzer kann das Akku abklemmen,oder?

-Der LM350T kann bis 33V regeln, hieße das, dass man bis 8s Laden kann? Oder muss man bei so vielen Zellen in Reihe etwas beachten?

-Wenn man mit einer Eingangsspannung von 12V noch 3s Laden möchte, würde es knapp werden; (3*3,6)+0,7Diode=11,5 d.h., dass maximal 0,5V am Spannungsregler verloren gehen dürfen... und bei den LowDrop Lt108x bzw den LM108x gehen ja 1V verloren. Vielleicht doch keine Diode rein? Eine andere Losung(außer Step Up, da zu aufwändig)

Schonmal danke für eure Hilfe!
Gruß
Jan
»zenith1989« hat folgendes Bild angehängt:
  • Lader.jpg
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

Space

RCLine User

Wohnort: Hasloh b. Hamburg

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 14. März 2007, 18:07

RE: Hilfe bei der Entwicklung eines LiFePo4 Laders

Hallo Jan,

ich habe vor einiger Zeit ebenso den Gedanken gehabt, mal eben ein Ladegerät zu bauen. Mittlerweile sind einige Monate ins Land gegangen und das Ergebnis ist noch lange nicht perfekt. Überlege dir gut, ob du das Projekt wirklich zuende bringen kannst/möchtest.
Der Teufel steckt bei vielen Dingen im Detail und man merkt manchmal erst wenn es nicht funktioniert, welche vielen tausend Details es gibt.

Ich sehe in deinem ersten Entwurf leider keinen Schaltungsteil, der funktionieren kann:

  • Strommmessung über Shunt in der + Leitung. Hier liegen teilweise mehr als 12V an, was den Atmel dann sofort killt.
  • Glättung des PWM Signales erfolgt über CR Glied und nicht über RC.
  • Die Diode BY550 wird bei einem Ladestrom von 10A = 7Watt Verlustleistung haben und sich rasch selbstauslöten
  • Die Spannungsregelung mit dem OpAmp kann so keinesfalls funktionieren und wird aufgrund R1 am Ausgang rasch sehr warm werden
  • Der LM317 mit R1 als Rückkopplung wird sofort an den Anschlag fahren
  • IC4 hat keine Pufferkondensatoren


Auch wenn es ironisch rüberkommt, so ist es nicht so gemeint. Aber lass dich nicht entmutigen und eigne dir fehlendes KnoHof an. Das Internet gibt jedem die Möglichkeit dieses Heutzutage zu tuhen.

Thomas
Gruß

Thomas

3

Mittwoch, 14. März 2007, 21:05

Hi,
danke für deine Antwort.
Der Schaltplan sollte das ganze nur Schematisch darstellen.
Natürlich kommen noch zwei Spannungsteiler an die Messleitung, 12V würden den Controller ja brutzeln lassen...
Mit der Glättung des PWM Signals kenne ich mich nicht so aus und habe mir deswegen Hilfe aus dem Mikrocontroller.net Forum geholt. Hier der Thread:http://www.mikrocontroller.net/topic/64837#new
>>CR glied und nicht RC
Das heißt, nur den Kondensaor und den Widerstand austauschen?

Von den Dioden kommen natürlich mehrere parallel, habe ich aber noch nicht in den Schaltplan einbezogen, weil ich nicht genau weiß welchen Typ ich da nehmen werde.

Der komplette PWM glättungsteil mit dem OPV kommt aus dem oben genannten Thread. Da sich da mehrere Personen mit befasst haben, glaube ich schon dass der funzen wird. Aber wenn du da einen (oder mehrere) Fehler siehst beschreibe ihn mir bitte genauer damit er behoben werden kann.

Ic4 ist ein 7805, die zugehörigen Kondensatoren sind noch nicht eingezeichnet.

Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

4

Mittwoch, 14. März 2007, 21:27

Hi,
hab grad gesehen dass du von Opencharge bist.
Ich finde dieses Projekt super!
Erst recht, dass ihr es frei zur verfügung stellt!
Allerdings denke ich, dass es etwas zu aufwändig ist. Die LiFePo4 Akkus stellen ja nicht so große ansprüche an das Ladegerät.
Ich versuche halt ein möglichst simples gerät zu entwickeln, dass sich Leute nachbauen können die, wie ich als Schüler, nicht soviel Geld für ihr Hobby ausgeben können.
Wie du schon erraten hast habe ich nicht so viel KnoHof... aber versuchen will ichs trotzdem. Außerdem lernt man was dabei. Und theoretisch ist das Laden der LiFePo4s ja auch nicht so kompliziert.
Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

5

Mittwoch, 14. März 2007, 21:52

RE: Hilfe bei der Entwicklung eines LiFePo4 Laders

Hi!

Zitat

Original von Space
...
[*]Glättung des PWM Signales erfolgt über CR Glied und nicht über RC.
...


CR.. soso... zeig' mal, wie... :wall:



Übrigens haben die Zellen NICHTS mit Polonium zu tun.

deshalb sollte der Sauerstoff auch groß geschrieben werden, also LiFePO4...

servus,
Martin

6

Mittwoch, 14. März 2007, 22:02

Denkt ihr, dass das vom Prinzip her klappt?
Habe grade mal nen bisschen gerechnet;
damit ein Ladestrom von 10A fließen kann muss die Spannungsdifferenz 0,1V sein, d.h. wenn ich 3,1V messe hat das Akku 3V.
Also brauche ich mir keine Sorgen zu machen, dass die Spannung zu hoch ist wenn man mit 10A laden will.
Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

Space

RCLine User

Wohnort: Hasloh b. Hamburg

  • Nachricht senden

7

Mittwoch, 14. März 2007, 22:14

RE: Hilfe bei der Entwicklung eines LiFePo4 Laders

Zitat

Original von MaGo

CR.. soso... zeig' mal, wie... :wall:


Die Schaltung hast du dir aber schon angeschaut und festgestellt das Kondensator hinter den Widerstand gehört :w
Aber du hast mit deiner Bemerkung natürlich recht. Zu schnell getippt zu wenig nachgedacht. Gemeint war, das es genau umgekehrt gehört, als es im Schaltplan gezeichnet ist.

Auch wird der LM317 mit dem Wiederstand R1 nicht auf vollen Anschlag laufen. Wohl wird aber die Regelung des LM nicht sauber funktionieren, da der Massebezug in der Beschaltung mit dem OpAmp nicht vorhanden ist. Un die Spannung an der Akku-Klemme hat einen Massebezug.

@Jan
Die Strommessuing kann auch mit Spannungsteilern so nicht funktionieren. Die Absolute Spannung ist an beide Messpunkten = Vout bzw. > Vout. Die Differenz zwischen den beiden Messpunkten ist hingegen sehr klein. Die Differenz kann mit dem Atmel ADC nur gegen Masse und maximal 5V absolut gemessen werden. Der ADC sieht aber z.B. +12V und +12,1V. Mit Spannugsteilern gegen Masse geht dir die Differenz flöten. Alternativ kannst du einen Differenzverstärker (OpAmp) zur Strommessung nehmen, jedoch brauch dieser eine Spannungsversorgung welche > Vout + Ushunt ist und genaue Widerstände.

Die Opencharge Schaltung kann man auch erheblich abspecken. Beschränkt nur auf Stromregelung und Messung, wird das sehr übersichtlich.

Thomas
Gruß

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Space« (14. März 2007, 22:19)


8

Mittwoch, 14. März 2007, 22:17

RE: Hilfe bei der Entwicklung eines LiFePo4 Laders

Zitat

Original von Space

Zitat

Original von MaGo

CR.. soso... zeig' mal, wie... :wall:


Die Schaltung hast du dir aber schon angeschaut und festgestellt das Kondensator hinter den Wiedestand gehört :w
...


nein.

aber ein falscher Schaltplan rechtfertigt noch lange keine falsche Bezeichnung ;)

servus,
Martin

9

Mittwoch, 14. März 2007, 22:32

war mein Fehler, ich habs falsch übernommen... :wall:
Wäre es evtl simpler ein digitales Poti zu nehmen um den Spannungsregler zu regeln?
Oder seht ihr eine andere saubere(und simple) Möglichkeit den Spannungsregler mit dem µC anzusteuern?
Im MiniDatenlogger Projekt wird auch ohne eiem OPV der Strom gemessen, ich werde es mir morgen mal genauer ansehen.
>Die Opencharge Schaltung kann man auch erheblich abspecken. Beschränkt nur auf >Stromregelung und Messung, wird das sehr übersichtlich.
aber leder immernoch ziemlich aufwändig, es sei denn man würde es schaffen das ganze dann auf einer einseitigen Platiene unterzubringen. Ein Display bräuchte man dann auch nicht mehr. Wie wäre es mit einer LowCost Version?
Danke für eure Hilfe!
Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

10

Mittwoch, 14. März 2007, 22:46

Hi!

Ich würde von vorne herein eher eine gesteuerte Stromquelle ansetzen.

servus,
Martin

11

Donnerstag, 15. März 2007, 06:27

Hmm also Microprotz Lader ohne Display ist irgendwie wie Auto mit drei rädern.
Opencharge kostet grob geschätzt 100e. Ich meine meines hätte so um den dreh gekostet :) Das ist natürlich eindeutig nicht billig.
Man kann aber schon ne Menge abspecken.
-Die ganze stepdowngeschichte kann ersatzlos raus wenn keine großen Leistungen bei unter 10V geladen werden.
-Der Maxim A/D-Wandler kann durch die Atmel internen ersetzt werden wenn man die Spannungsgrenze runterschraubt.
-Das 24x2 Display ist natürlich recht teuer und kann durch ein 2x16 getauscht werden wenn man eh andere Software schreibt.
-drehschalter (ja ich weiss er heisst anders) durch taster tauschen

Hier lassen sich also schnell mal ca. 30e "wegoptimieren". Da du ja dann eine eigene Platine machst fallen die 20e auch nciht an sondern nur 5 für lochraster oder selbstgeätzt. Komm aber jetzt durch das selbstgeätzt auf die idee die Opencharge Platine selbst zu ätzen ... das geht zwar aber man braucht eine Familienpackung Aspirin :)

Ich finde es Mutig so ein Projekt anzugehen aber möchte dir eigentlich den rat geben das es wenn es dir um das sparen von Kohle geht eventuell doch lieber auf fertige Lösungen zurückgreifen solltest. Schnell ist mal das eine oder andere Teil ins Ultraviolett verdampft und will ersetzt werden. Da muss man dann entweder vorher auf Verdacht eins mehr bestellt haben oder eins nachbestellen.
Über ein leicht abgespecktes Opencharge mit 2x16 Display und +/- tastern hab ich auch schonmal nachgedacht aber die Idee dann verworfen weil ich eh schon genug Projekte an der Backe hab.
Für mich war Opencharge auch am Anfang ein riesen Gewusel welches ich erst beim Bau verstanden hab. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht ist alles sehr sauber strukturiert und eine super Vorlage mit funktionierenden Detaillösungen.

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

  • Nachricht senden

12

Donnerstag, 15. März 2007, 13:02

hi Leutz


noch ne idee:

nehmt ein universal-laptoplader, 150W gibts für wenig geld.

mit einem mikro könnt ihr zb die ausgangsspannung und ladezeit abhängig von der zellenspannung steuern.
eine einzelzellenüberwachung würde ich auch gleich integrieren.
die daten werden geloggt und über die RS232 ausgegeben.

nimmst du zb das AVR butterfly benötigst du noch ne anschlussplatine um die balancerbauteile unterzubringen. speicher, RS232, taster und LCD sind schon drauf..


kostet unter dem strich auch 60€ ;) ist dafür selbstgebaut!
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

13

Donnerstag, 15. März 2007, 16:39

Hi,
ne Lowcost version des Opencharge wäre schön, aber immernoch relativ teuer. Wer 50-60€ für nen Ladegerät ausgibt will auch das volle Programm und legt nochmal den rest drauf...
Ich denke, dass ein ganz simples Gerät(ohne Schnickschnack wie einzelzellenüberwachung ect...) für weniger als 10-15€ zu machen ist.
Also mit nen paar jumpern zur einstellung von Zellenzahl und Lademodus... evtl auch 1-2Taster und ne LED...
Mit diesem Projekt soll ja nicht das Rad wiedererfunden werden, wer mehr möchte der ist mit Opencharge bestens bedient!
@wurpfel:
wie sollte man den mit dem µC die Spannung vom Laptop-Netzteil regeln?
Bei ebay habe ich nur welche mit verschiedenen Schaltstufen oder nem Poti gesehen.
Als Step-Up-Wandler für 3s wären die geeignet.
Allerdings liefern die nur 8A und sind mit 25€ relativ teuer(für dieses Projekt...).

Der LM1084 hält 5A und kostet nur 2€, davon könnt man 2Stück nehmen.

@Martin:
>Ich würde von vorne herein eher eine gesteuerte Stromquelle ansetzen.
Theoretisch regel ich den Strom ja mit der Spannung.
Wo liegt der vorteil von der direkten Stromreglung?
Was für möglichkeiten gibt es den Strom direkt zu regeln bzw. zu begrenzen?
In den alten NiCa Ladern war der Strom ja begrenzt, z.B. auf 500mAh. Soviel ich weiß, hat in diesem Fall der interne Trafo nicht mehr Leistung gebracht, sodass auch bei einem Kurzschluss nur die 500mAh fließen. Gibt es Bauteile, die diesen Job übernehmen?

Für die Strommessung könnte man doch den ZXCT1009 nehmen.
http://www.zetex.com/3.0/pdf/ZXCT1009.pdf
Soweit ich das Datenblatt verstanden habe bekommt man von dem IC eine Spannung geliefert, die proportional zu dem fließenden Strom ist.
Und der kostet auch nur 0,88€.

Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

14

Donnerstag, 15. März 2007, 19:21

Hallo!

Zitat

Original von zenith1989
...
@Martin:
>Ich würde von vorne herein eher eine gesteuerte Stromquelle ansetzen.
Theoretisch regel ich den Strom ja mit der Spannung.
Wo liegt der vorteil von der direkten Stromreglung?
Was für möglichkeiten gibt es den Strom direkt zu regeln bzw. zu begrenzen?
In den alten NiCa Ladern war der Strom ja begrenzt, z.B. auf 500mAh. Soviel ich weiß, hat in diesem Fall der interne Trafo nicht mehr Leistung gebracht, sodass auch bei einem Kurzschluss nur die 500mAh fließen. Gibt es Bauteile, die diesen Job übernehmen?
...


Du baust eine gesteuerte Spannungsquelle auf, der Strom ergibt sich aus den genauen Verhältnissen: aus der ausgegebenen Spannung, der Spannung der Zelle und der Innenwiderstände. Wenn deine Spannungsquelle eine echte Spannungsquelle ist, ist der Ausgangswiderstand null. Der Widerstand einer LiFePO4-Zelle dürfte so im Bereich von 10mOhm liegen. Wenn die eingestellte Spannung also um 10mV nicht stimmt, fließt 1A, bei 5mV 0.5A, usw. Der Strom reagiert also sehr empfindlich auf Toleranzen, Restwelligkeiten, die veränderliche Zellenspannung usw.

Bei einer Stromquelle ist der Strom (idealerweise) unabhängig von der Spannung. Für den ersten Teil der Ladung mit Strombegrenzung ideal. Die Regelung der Spannung ist dagegen direkt nicht möglich. Da die Zellenspannung aber sehr träge auf den Strom reagiert, ist die Regelung eher einfach.

Natürlich sind mit beiden Varianten Lader möglich, aber ich habe schon einen Lader in der Hand gehabt, bei dem der Ladestrom gewackelt hat, wie ***** . Hat mir nicht wirklich gefallen, auch wenn er natürlich den Lipo geladen hat.

Schaltungen für Stromquellen gibt es viele, eine integrierte Stromquelle fällt mir jetzt nicht ein, bin mir auch nicht sicher, ob es welche mit ausreichender Stromfähigkeit überhaupt gibt. Im einfachsten Fall besteht eine Stromquelle aus einem Widerstand und einem Bipolartransistor oder einem alten FET (mit groben Toleranzen, die man aber per µC ausbügeln kann)

servus,
Martin

Space

RCLine User

Wohnort: Hasloh b. Hamburg

  • Nachricht senden

15

Donnerstag, 15. März 2007, 21:18

Martin hat sehr schön dargestellt, warum eine Stromregelung sinnvoller als eine Spannungsregelung ist.
Bei NiXX Ladern ist die Stromregelung must, bei LiXX wird die erste Ladephase (Konstantstrom) sehr hässlich aussehen, während die 2 Phase ( Konstanstspannung) dafür sehr schön wird. Fast so schön lässt sich aber die Phase2 bei der Stromregelung per Software hinbiegen.Während man bei Phase 1 mit 10Bit PWM und Spannungsregelung, keine Chance hat.

Abgestrippt, nur beschränkt auf die Stromregelung inkl. Strommessung, habe ich mal abgeleitet von Opencharge einen Schaltplan gezeichnet. Wie ich finde sehr übersichtlich und mit wenigen (3-4) € nachzubauen.
»Space« hat folgendes Bild angehängt:
  • stromgregelung.gif
Gruß

Thomas

16

Donnerstag, 15. März 2007, 22:10

Das doch mal ein geiler Anfang.Wenn es für nicht soooo viele Serielle Zellen sein soll dann reicht ja der ADC vom Mega... da wurde ich ja grad belehrt :)
Was mir noch etwas Sorgen macht ist die Versorgungsspannung. Wenn mehr als drei Zellen geladen werden sollen braucht man bei einem 12V Lader ja einen Stepupwandler. Ich hab aber Momentan keine Idee die "teure" Spule zu umgehen.
Naja das Hirn is eh grad völlig leer :)
Ich werde jetzt stufe zwei fahren vom Gehirnreset. *prost*
abfahrt!

17

Donnerstag, 15. März 2007, 22:14

Hi,
danke für die Schaltung und die Erklärungen!
Um welchen OPV handelt es sich in der Schaltung?
Dass hieße, dass man jetzt "nurnoch" die Spannungsreglung für die 2.Phase dahinter schalten muss. Also wie geplant entweder die Spannungsregler(evtl. 2x lm1084) per PWM ansteuern oder mit nem Digitalpoti.
Der PWM hat leider nur 8bit d.h. nur 256SpannungsSchritte... wär je nach Spannungsbereich relativ schlecht. Wenn man nen Spannungsbereich von nur 2 bis12V hätte, wären das 0,04V pro schritt.
Wäre es sinnvoll ein Widerstandsnetwerk zu machen? der Mega8 hätte ja noch reichlich Pins frei, so könnte man nen 10 oder 12Bit Netzwerk machen.

Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zenith1989« (15. März 2007, 22:19)


18

Donnerstag, 15. März 2007, 22:52

Hi!

Zitat

Original von zenith1989
Der PWM hat leider nur 8bit d.h. nur 256SpannungsSchritte...


Vorschlag:
Laß die PWM nicht immer den gleichen Wert ausgeben, sondern z.B. immer abwechselnd 2 benachbarte Werte ausgegeben werden. Nach dem (dann langsamer auszulegenden) Filter bekommst du dann den Wert zwischen beiden Werten.

Also Ausgabe 0 0 0 0 ergibt 0
Ausgabe 0 1 0 1 ergibt 0.5
Ausgabe 1 1 1 1 ergibt 1
Ausgabe 1 2 1 2 ergibt 1.5 usw.

Geht auch mit mehr 'manuellen' bits, hab' mir auf die Art bei meinem U-Boot einen 16Bit PWM-Delta-Sigma-Hybrid-DA-Wandler gebaut...

servus,
Martin

Space

RCLine User

Wohnort: Hasloh b. Hamburg

  • Nachricht senden

19

Donnerstag, 15. März 2007, 23:41

Zitat

Original von zenith1989
Dass hieße, dass man jetzt "nurnoch" die Spannungsreglung für die 2.Phase dahinter schalten muss. Also wie geplant entweder die Spannungsregler(evtl. 2x lm1084) per PWM ansteuern oder mit nem Digitalpoti.

[SIZE=4]NEEEIINNN[/SIZE] ...., nix mehr dahinter schalten. Die Schaltung ist, wie Frogger schon bemerkte, für das Laden von 3 Zellen an 12V bereits fertig.
Wozu willst du den Prozessor einsetzen, wenn du ihn nicht nutzt?
Die Software in dem Atmega8 erfasst die Spannung des Akkus und senkt bei Überschreiten der maximalen Ladespannung des Akkus, den Ladestrom (PWM1) soweit herunter, bis die Spannung wieder<= der Maxspannung ist.


Tricks, wie sie Martin vorschlägt, brauchst du auch nicht anwenden. Der Atmega8 kann in Hardware doch schon ein 10Bit Fast-PWM (Datenblatt S.99).

Als OpAmp verwende ich eine TLC272.
Gruß

Thomas

20

Freitag, 16. März 2007, 15:59

Hi,
das sit ja sehr gut!
Hab übersehen, dass der Mega8 auch einen PWM bis 10bit hat....
Könnte man die Schaltung noch soweit erweitern, dass man man eine variable Zellenanzahl(1-3, evtl auch 4s) laden kann?
Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"