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PetrOsipov

RCLine User

  • »PetrOsipov« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Muenchen/Gilching, original St.Petersburg, Russland

Beruf: Doktorand/Informatik, IT Consultant

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1

Mittwoch, 21. März 2007, 15:18

Platinen selber aetzen - was brauche ich?

Hallo,

Ich will gerne platinen fuer die eigentbau-module selber aetzen. Bei conrad habe ich einen starter-set fuer 25 euro gesehen, sollte laut verkaufer alles drin haben, bis auf die lampe zum belichten. Taugt der set was? Falls ja, wie kann man es denn belichten, vorzueglich ohne speziallampe? Alternativ habe ich gesehen, man kann die bahnen mit einem schwarzem marker markieren, war aber nur englische marker-marke angegeben... welches marker in deutschland waere denn passend?
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"Say truth and only truth, but not the entire truth" - Sir Winston Churchill

2

Mittwoch, 21. März 2007, 16:08

Hi,
wenn du nicht sehr fein(kleine SMDs) ätzen willst, kannst du evtl die Tonerübertragungstechnik benutzen.
Vorteile:
Schneller: nur Layout ausdrucken, auf die Platiene bügeln und ab zum Ätzen
Günstig: Brauchst nen Laserdrucker und die "Säure"

Nachteile:
Nicht ganz so schön wie mit Belichtung

Also, wenn du nen Laserdrucker hast und nicht ganz so fein ätzen möchtest(obwohl ich damit auch schon eine Platiene für nen SMD Mega8 gemacht habe) ist diese Lösung meiner Meinung nach sehr gut.
Z.B:
http://laserfreak.net/forum/viewtopic.php?t=36013&sid=

Gruß
Jan
Headbangboing...

"Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße"

Gaston

RCLine User

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3

Mittwoch, 21. März 2007, 16:31

Ich sage jetzt mal sehr provokativ:

Ich würde ebenfalls die Tonertransfer-Methode verwenden.

Nachteile:

-Ein ganz kleines bisschen teurer in der Anschaffung (statt 'ner Höhensonne brauchst 'nen Laminator für etwa 100 Euros - oder auch einen für 30 Euros, aber mit dem habe ich ein bisschen Probleme mit dem Anpressdruck.
Bügeleisen würde ich nicht verwenden. Geht, aber wie schon von Petr gesagt - damit wird's nicht soooooo schön.

- Ein kleines bisschen aufwendiger, vor allem für zweiseitige Prints:

Belichtung:
- Drucken 1x oder 2x pro Seite (um den nötigen Kontrast hinzukriegen)
- in 'nem Rahmen ausrichten und fixieren
- 1. Seite belichten
- 2. Seite belichten
- entwickeln
- spülen
- ätzen
- spülen

Toner-Transfer:
- drucken, 1x pro Seite
- Fiducials bohren (für's Ausrichten)
- Transferpapier ausrichten und fixieren
- laminieren
- Papier entfernen (entgegen der "Reichelt-Variante" reicht hier ein Eintauchen in reines Wasser für 20 Sekunden)
- trocknen und einbrennen des Toners mit Heissluftfön
- Laminieren einer "Tonerverdichtungs-Folie" (bei manchen Druckern nicht nötig)
- entfernen dieser Folie (wegreissen)
- ätzen
- spülen





Vorteile:
-Schöner als mit Belichtung.
-günstiger pro Platine (Bungard: 5 Euro(?) pro Europlatine, Noname kupferkaschiert: 10 Euro für 'ne Riesenplatine (?x?). Und hält ewig. Tonertransferpapier ist sehr günstig.
-VIEL VIEL mehr Möglichkeiten, z.B. beliegige Platinen-Dicken (geht zwar prinzipiell auch mit der Belichtungsmethode - nur. Hersteller a (z.B. Bungard) macht Standard- 1.6mm Platinen, ein anderer 0.25-Millimeter-Platinen oder Flexprints (habe ich zwar mit Lack noch nirgens gesehen) - und schon musst Du Deinen ganzen Prozess neu auslegen, wenn Du das dann nutzen willst. Des weiteren kannst Du mit dem Tonertransfer nicht nur Prints ätzen, sondern auch Bestückungsdrucks machen, Frontplatten beschriften, Flugzeugrümpfe verzieren........



Das wird wieder 'nen Kleinkrieg geben! :D

Schau mal hier rein: www.pulsarprofx.com
Die verkaufen solchen Kram. Mit 'nem Reichelt-Katalog geht's zwar auch, aber mit diesem Transferpapier geht's VIEL VIEL VIEL besser!

Ich glaube wirklich nicht, dass man solche Strukturen mit der Belichtungstechnik hinkriegt! Und ich habe selber früher auch belichtet.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gaston« (21. März 2007, 16:43)


PetrOsipov

RCLine User

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4

Mittwoch, 21. März 2007, 16:43

Danke fuer die schnellen antworten!

Schoen muss es net unbedingt sein, muss einfach funzen! Weil jetzt fraese!!!! ich die trennungen mit meinem proxxon/1mm diamantenkugelfraese..... ist bissl aufwaendig, unschoen, dafuer aber billig. Und trotzdem viel schoener als die lochplatten/draht.....

Ich glaube ich werd's morgen versuchen! Laserdrucker habe ich, buegeleisen klaue ich bei meiner mutter oder meiner freundin (oh... da wirds aerger geben, wenn ich es puttmache!)...

SMDs oder 2seitigen printies mache ich soweit nicht...
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5

Mittwoch, 21. März 2007, 17:59

Hi,
dann sollte es auch mitm Bügeleisen problemlos klappen.
Ein kleiner Tipp: Wenn du größere Flächen schwarz machen möchtest, mach es nicht komplett schwarz, sondern wie nen Schachfeld(Hell/dunkel). Bei mir werden die großen Flächen immer sehr unsauber, da deckt der Toner nicht mehr richtig.(bei Bügelmethode)

@Simon:
gehts mit nem Laminator wirklich so viel besser?
Gibt es auch ne deutsche Bezugsquelle für das Transferpapier? Hört sich ja ganz gut an.
Gruß
Jan
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Gaston

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6

Mittwoch, 21. März 2007, 19:41

Ja, es geht EXTREM viel besser. Zumindest bei mir - ich bin wohl nicht so geschickt... :D

Ich habe einen Laminator auf 200°C ge"chiptuned". Damit erzielte ich mit der "Reichelt-Papier-Methode" immer recht gute Ergebnisse - aber Tonerdichte war immer ein Problem. Eben genau insbesondere bei Masseflächen.
Feine Strukturen waren aber nie ein Problem 0.5mm Pitch-Gehäuse waren problemlos verbaubar. Nur eben hatte ich zwei Probleme:
1. die Tonerdichte (->Massefläche)
2. Beim Abrubbeln blieb doch ab und zu irgendwo ein Fussel zwischen so einem 0.2mm-Spacing hängen. Das gab Brücken. Einfach unter dem Strich noch nicht GANZ optimal.

Dieses dedizierte Transferpapier von Pulsar ist aber schlicht der Hammer! Da rubbelt man überhaupt nichts mehr! Und das Tonerbild kommt vollständig und absolut klar auf das Kupfer. Nur ist da immernoch das Problem mit der Tonerdichte.
Und dazu gibt's die grüne Folie. Mit der erzielte ich bis anhin grausige Resultate und zog es vor, die gleich wegzulassen. Manchmal gings super, manchmal wurde das Kupfer porös. Mein Drucker scheint nicht so reproduzierbar schwarz zu drucken... :(
Eine Rückfrage bei Pulsar und einige Versuche haben aber gezeigt, dass die Folie an sich schon sehr präzise "arbeiten" könnte. Aber dass wohl einfach der Anpressdruck des Laminators zu niedrig ist. Und die Temperatur zu hoch.

Also habe ich mir einen solchen Pulsar-Laminator bestellt. Wenn ich ihn habe, werde ich berichten.

Eine deutsche Bezugsquelle kenne ich nicht. Aber man kann problemlos bei denen direkt bestellen, Zahlung über Kreditkarte.

Gruss
Simi

7

Donnerstag, 22. März 2007, 07:43

Hi

Wenn es Dich interessiert. Ich habe mal einen Thread über das Platinenerstellen aufgemacht.
Kannst ja mal reinschauen

Tonertransfer benutze ich nur noch für den Bestückungsdruck - in Farbe !
Geätzt wird mittlerweile mit einer Sprühätzanlage (am Ende des Threads, da erst jetzt fertig geworden.)
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

psfoto

RCLine User

Wohnort: Bei Stuttgart

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8

Donnerstag, 22. März 2007, 14:24

Hi
hat eigentlich schon mal jemand Teile aus Neusilber geätzt?

Das Zeug ist ~ 0,1-0,4 mm dick, positivbeschichtet und wird meist doppelseitig geätzt wie ne Paltine.
Foto-Emulsion ist etwas "träger" wie bei den Platinen, Chemie ist aber dieselbe.

Hab mir jetzt extr so ne kleine Sprühanlage zugelegt, aber die Geschichte dauert immer noch 1,5 Std bei 45°.
Mit allen Nachteilen der langen Ätz-Zeit.
Ok, man muß ja nicht nur 35µ sondern 400µ durchätzen.
Hat da jemand Erfahrung mit?

Peter
New Projects:
Comming soon! ;-)

fido

RCLine User

Wohnort: Schweiz Kanton GR

Beruf: Elektroniker, Informatik Techniker TS

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9

Donnerstag, 5. April 2007, 19:47

Hallo Platinenbauer

bin vor kurzem mal drauf gestossen
http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm
Detaillierte Beschreibung der Tonertransfermethode

die Ergebnisse sprechen für sich:
meine Hompagebaustelle: http://www.8ung.at/golfpilot

Gaston

RCLine User

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Beruf: Elektroääschenjöör

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10

Freitag, 6. April 2007, 19:32

Das meinte ich eben mit der "Reichelt-Methode".

Aber man erzielt auch sehr gute Ergebnisse damit. Nur ist das Abrubbeln des Papiers halt ein bisschen mühsamer als mit dem dedizierten Toner-Transfer-Papier.

Ach ja: Das Bild zeigt eine ziemlich "grobe" Platine. Man kriegt mit diesem Prinzip wirklich sehr feine Strukturen hin. Auf der Page hat's diesbezüglich noch eine Bilder.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gaston« (6. April 2007, 19:33)