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1

Dienstag, 17. April 2007, 17:21

Strommessung

Hallo,

also erstmal die Problemstellung:
Ich möchte mal die Ströme meiner BL-Motoren messen.
Mangels einer Stromzange will ich mir dazu selbst was zusammenbauen.

Ich habe jetzt einen ACS750 Stromsensor bekommen (hier)

Allerdings habe ich nicht die geringste Ahnung wie ich den jetzt beschalten muss um dann mit meinem Multimeter den Strom messen zu können.

Kann mir da jemand weiterhelfen?

:w :w
stenhoj

2

Dienstag, 17. April 2007, 19:14

RE: Strommessung

Der ASC 750 liefert ohne Strom im Meßkreis die halbe Betriebsspannung.
Bei 5V also 2,5V.
Bei positiven Strömen im Messkreis wird die Spannung beim ACS 750 - 100 um 0,01975V/A erhöht. Bei negativen Strömen um 0,01975V/A vermindert.

Bei einem positiven Strom von 10A wirst Du also eine Spannung von 2,6975 V am Ausgang gegen Masse messen.

Um das Spielchen zu vereinfachen würd ich einen Spannungsteiler mit 10kOhm Widestand 1kOhm Trimmer 10kOhm Widerstand als Spannungsteiler zwischen die 5V und Masse hängen. Am Schleiger des Trimmers liegen dann auch 2,5V an.

Du Steckst also dein Messgerät im V Messbereich mit dem Pluspol an den ACS 750 und mit dem Minuspol an den Schleifer des Trimmers.
Jetzt stellst Du ohne einen Messstrom den Trimmer so ein, das das Meßgerät 0V anzeigt.

Wenn Du jetzt einen Strom über den Messkreis schickst, wird sich die Spannung am Voltmeter um 0,01975 V pro Ampere im Messkreis erhöhen.

Die 0,01975 gelten für einen ACS 750 - 100 für den - 75, oder den - 50 Typ gelten andere Werte.
Die und die zugehörigen Toleranzen stehen im Datenblatt des jeweiligen Chips unter "Sensitivity".
Den Strom aus der Messspannung berechnen musst Du bei einem Digitalmultimeter dann allerdings händisch machen.

3

Mittwoch, 18. April 2007, 13:15

Hallo,

danke erstmal für die schnelle und präzise Antwort!
Das ganze sollte dann so aussehen, oder?
(nur mit 10k Widerständen)
Im Datenblatt ist noch zwischen Pin1 (+5V) und Pin3 (GND) ein 0,1uF Kondensator eingezeichnet, der muss auch noch rein oder?
»stenhoj« hat folgendes Bild angehängt:
  • Plan.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stenhoj« (18. April 2007, 13:18)


4

Mittwoch, 18. April 2007, 19:02

So hab ich mir das Vorgestellt.
Wenn im Datenblatt ein 100nF Kondensator eingezeichnet ist, gehört der da auch rein.
Sinnvollerweise möglichst nahe an den Anschlußpins des IC.
Als 5V Stromquelle musst Du aber natürlich schon was stabilisiertes Verwenden wie z.B. einen 7805 Spannungsregler mit der üblichen Beschaltung.

Die Bezeichnung Akku + und Akku - ist natürlich Quatsch - oder?

Wenn Du den Akku tatsächlich so anschließt gibt das den fetten Kurzschluß.
Der Sensor gehört in eine der Stromversorgungsleitungen in Reihenschaltung ! zum Verbraucher.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (18. April 2007, 19:05)


5

Mittwoch, 18. April 2007, 22:56

Jo, das ist natürlich quatsch, da hab ich bei der Beschriftung
mal wieder ned mitgedacht ;)
Ich hatte nicht vor den Akku kurzzuschließen.

Ist ein Computernetzteil stabil genug oder brauch ich da auch noch ne stabilisierung?
(Obwohl sowas ja noch das geringste Problem wär)

:w:w

Peter_Seifert

RCLine User

Wohnort: D-64625 Bensheim

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6

Mittwoch, 18. April 2007, 23:43

Hallo Stenhoj,

das ist ja der essentielle Teil einer DC-Stromzange (Hall-Effekt). Was kostet denn der IC?
Wüde mich mal interessieren, ob sich der Aufwand lohnt, das incl. Eichung etc. selber zu bauen.
@Wilhelm Ich sehe das so, dass das Teil nicht seriell, sondern "umhüllend" angeschlossen wird.

Gruss
Peter

7

Donnerstag, 19. April 2007, 23:11

@Peter Seifert
das siehst Du leider falsch.
Der Allegro Sensor hat tatsächlich Anschluß Pins für den Hochstrom Zweig.
Was Du meinst sind vermutlich die HAIS Sensoren von LEM (unter Anderen).
Bei denen wird der Messdraht durch ein Loch im Sensor geführt.
Der ACS 750 kostet je nach Quelle zwischen 8,-€ und 16,-€.
Der LEM Sensor um die 15,-€

Die Vorteile des Allegro Sensors sind die galvanische Trennung des Messkreises vom Auswertekreis, der geringe Innenwiderstand, die relativ kleine Bauform und die single 5V Stromversorgung.

Die Nachteile sind, das man die zu messende Leitung über den Sensor führen muß, das Rauschen, die Remanenz nach sehr hohen Stromstößen und die Temperaturdrift, Aber das haben andere Hall Sensoren auch.

Ich bin der Meinung, der Sensor ist am Besten in einem Datenlogger aufgehoben, der im Modell mitfliegt.

Für Messungen am Boden würd ich doch lieber ein Zangenamperemeter einsetzen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (19. April 2007, 23:18)


Peter_Seifert

RCLine User

Wohnort: D-64625 Bensheim

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8

Donnerstag, 19. April 2007, 23:21

Hallo Wilhelm,

danke für die Info. Der Preis ist ja nicht schlecht. Habe zwar eine DC-Stromzange, diese ist aber recht unhandlich. Da wäre so ein kleines Teil doch eine gute Alternative. Der Nachteil ist halt, dass der Stromkreis aufgetrennt werden muss. Könnte man aber mit einem kleinen Adapter, den man in eine auftrennbare Akkueinspeisung legt kompensieren.

Gruss
Peter

Peter_Seifert

RCLine User

Wohnort: D-64625 Bensheim

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9

Donnerstag, 19. April 2007, 23:28

Tja Wilhelm,

nun haben wir uns überschnitten. Während Du die Nachteile nacheditiert hast, habe ich den für mich grössten Nachteil genannt.
Für das Loggen der Ströme ist der Sensor aber eine gute Anwendung.

Viele Grüsse
Peter

10

Freitag, 20. April 2007, 08:14

Hallo stenhoj,

betreibe über 2 Jahrzehnten dieses steinzeitalte Vielfachmessgerät mit meinen selbstgestrickten Shunt´s.

Da ich im Hochstrombereichen auf eine mA-Genauigkeit verzichte, die mir sowieso auch kein Zangenamperemeter erbringt, habe ich außerdem bei getakteten hohen Strömen einen genaueren Effektivwert als mit einer Zange.



Den 10A-Strombereich kann mit den Shunts´s um den Faktor 5, 10 und 15 erweitern!

Meine Baubeschreibung findest Du hier: http://www.aero-hg.de/2shunt.htm


Gruss mit Holm und Strippenbruch, Günter Hg

11

Freitag, 20. April 2007, 12:31

Aaalso,

eine DC-Stromzange wär natürlich schon schön, aber is halt auch teuer.
Warum ich das mit dem Stromsensor mache?
Weil ich mir zwei Stück davon aus nichtmehr gebrauchten Platinen auslöten durfte :tongue:
D.h. es lohnt sich auf alle Fälle, den Preis für Widerstände; Poti und Kondensator kann man ja vernachlässigen...
Über eine Messung mit Shunt hatte ich auch schon nachgedacht, aber da ich ja jetzt schonmal die schönen Sensoren mit 130uOhm Innenwiderstand hab, hat sich das erledigt.

Aber nochmal zum Thema, reicht die Stabilität eines Computernetzteils oder brauch ich trotzdem noch ne Stabilisierung?


Das mit dem Datenlogger hab ich mir auch schon überlegt, (hab ja noch nen Sensor übrig ;) ) werd ich aber erst in den nächsten Semesterferien in Angriff nehmen.

12

Freitag, 20. April 2007, 16:07

Ach ja, brauch ich da nicht noch irgendwie nen Bürdenwiderstand?

13

Freitag, 20. April 2007, 19:52

Zitat

Aber nochmal zum Thema, reicht die Stabilität eines Computernetzteils oder brauch ich trotzdem noch ne Stabilisierung?

Ich würd sagen die 5V von einem Computernetzteil wären mir zu verseucht (Schaltnetzteil).
Nimm halt einen 12V Abgriff und häng einen 5V Spannungsregler dahinter.

Zitat

Ach ja, brauch ich da nicht noch irgendwie nen Bürdenwiderstand?

Ich verstehe jetzt nicht so genau was Du meinst ?
Ein hochohmiger Belastungswiderstand am Ausgang des Sensors ist aber vermutlich kein Fehler.
Aber wie immer bei solchen Fragen - Datenblatt befragen auch wenns schwer fällt ;) .

14

Freitag, 20. April 2007, 20:59

Hi!

Zitat

Original von stenhoj
Ach ja, brauch ich da nicht noch irgendwie nen Bürdenwiderstand?


Einer, der noch weiß, was das ist :ok:

Nein, braucht der nicht.

servus,
Martin

15

Freitag, 20. April 2007, 22:48

Hehe..

Dann is ja gut, hatte im Datenblatt nix dazu gefunden, aber da mein Englisch so gut nun auch wieder nicht ist
(wer weiß schon was Bürdenwiderstand auf englisch heisst?) war ich mir nicht ganz sicher.

Jo, dann werd ich das mit nem 7805 machen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stenhoj« (20. April 2007, 22:49)


16

Freitag, 20. April 2007, 22:59

Hi!

Auf englisch...
Fällt mir jetzt auch nicht ein... aber aus dem Zusammenhang geht es hervor, daß man keinen braucht. Der Ausgangswiderstand ist recht sauber angegeben, sehr niederohmig.

servus,
Martin

RichardS

RCLine User

Wohnort: - 76744 Wörth -

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17

Donnerstag, 26. April 2007, 15:12

Hallo,

und wenn jemandem die Genauigkeit dieser Lösung ausreicht:

ca. 4.5 cm von CuL 1 mm -------> für bis 35 A
ca. 6.5 cm von CuL 1.2 mm --------> für bis 50 A
ca. 11 cm von CuL 1.5 mm --------> für bis 80 A

aber schön abgleichen !

Einsteckbar gleich am Akku und im 200 mV - Messbereich eines jeden Multimeters zu messen ( Messleitungslänge - egal ). :)

Auf dem Bild die Version mit 1.2 mm CuL für 50 A.

Viel Spaß beim nachbauen und Messen.

Grüße, Richard.
»RichardS« hat folgendes Bild angehängt:
  • CIMG1843_1.jpg
Gruß, Richard. :w

http://www.richard-dj1pi.de
T-Rex500+Mini-VStabi; T-Rex450+Mini-VStabi; Hornet x3D+Mini-VStabi, MCPX ;
Flugstatus: Heli - Tanz ...und nicht so hartes 3D.....
Sender: DX8, DX9.
---Kapicco-Gruppe---

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »RichardS« (26. April 2007, 20:04)